24.02.2010, 22:05 | tags:
Kurt-Weill-Fest
294
Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Roßlau, 25.02.2010
Wahrhaft kurzweiliges Wochenende
Am Freitagabend wird im Anhaltischen Theater das Kurt Weill Fest eröffnet
"Neue Kunst ist wahre Kunst" oder auch im Englischen "New Art is True Art", so lautet das Motto des Kurt Weill Festes, das am Freitagabend im Anhaltischen Theater eröffnet wird. Mit "Offene Wunden" folgt der Auftakt der 18. Festival-Auflage zu Ehren des in Dessau geborenen Komponisten Kurt Weill (1900-1950) inhaltlich ganz dem Slogan der kommenden zehn Tage mit gut 45 Veranstaltungen. Die Eröffnung beinhaltet gleichermaßen eine Uraufführung mit Helmut Oehrings Werk "Die WUNDE Heine" wie auch Kurt Weills "Mahagonny Songspiel".
Oehring greift Idee auf
Helmut Oehring, in diesem Jahr der Artist-in-Residence des Festes, greift mit seiner Neukomposition eine Idee auf, die schon Kurt Weill und Bertolt Brecht hatten, als sie ihr Songspiel schrieben, die Verschmelzung von Jazz mit Kabarettchansons und lyrischen Elementen unter Bezugnahme auf soziale und politische Tendenzen. Oehring orientierte sich an dem Vorbild aus den 1920er Jahren, indem er die Ästhetik des Weillschen Werkes mit seiner eigenen von Klassik, Jazz und Moderne beeinflussten Musiksprache verwob, er greift in seiner Arbeit die originale Vokal- und Instrumentalbesetzung von Weills Werk auf und ergänzt sie zeitgenössisch unter Hinzunahme einer Solo E-Gitarre und elektronischen Soundeffekten. Ähnlich wie bei Weill werden die Heine-Songs mit den Rocksong-Inseln verzahnt. Das Textbuch von Stefanie Wördemann basiert auf sechs "Gesängen" Heinrich Heines, die aus allen Schaffensphasen des Dichters stammen und oft von beklemmender Aktualität sind.
Mit dem Ensemble Modern, das bereits mehrfach beim Kurt Weill Fest gastierte, wird eines der weltweit führenden Ensembles für Neue Musik das Festival unter Leitung von Franck Ollu eröffnen. Mit dabei ist auch die Solistin Salome Kammer, die das Dessauer Publikum vor vier Jahren als Artist-in-Residence erleben konnte.
Das szenische Eröffnungskonzert ist dem kürzlich verstorbenen britischen Musikwissenschaftler und Weill-Experten David Drew gewidmet. Ihm ist es zu verdanken, dass sich das "Mahagonny Songspiel", das in der Baden-Badener Originalfassung nur ein weiteres Mal (1932) aufgeführt wurde und lange unveröffentlicht blieb, 1963 schließlich herausgegeben wurde und sich seitdem mit stetig wachsendem Erfolg auf den internationalen Bühnen durchsetzt.
Fischer fordert zum Tanz
Dem traditionellen Feuerwerk zur Festeröffnung um 20.30 Uhr auf dem Theatervorplatz schließen sich am ersten Abend gleich zwei Konzerte an. Jazzfans können im Theater bleiben und dort im Foyer den Auftritt des Thilo Wolf Quartetts erleben. Während dort das Publikum swingender Jazz erwartet, dürften die Töne, die im Beatclub angeschlagen werden, um einiges härter werden. In der Reihe "New Sounds" stellen sich dort beim Weill Fest "Freddy Fischer
24.02.2010, 16:04 | tags:
Musiktheater
293
Pressemitteilung Anhaltisches Theater Dessau
Matinee Premiere „One Touch of Venus“
Kurz vor der Premiere des Musicals von Kurt Weill „One Touch of Venus“ lädt das Anhaltische Theater Dessau zu einer Matinee am Sonntag, d. 28. Februar um 10:30 Uhr ins Foyer des Großen Hauses ein. Mit der Premiere wird gleichzeitig die 5000. Premiere seit 1794 am Anhaltischen Theater gefeiert.
Neben dem Inszenierungsteam (Klaus Seiffert/Regie, James Holmes/Musikalische Leitung), das einen Einblick in den Entstehungsprozess der Inszenierung geben wird, werden die Solisten Ute Gfrerer, Angus Wood und Ulf Paulsen kleine Kostproben der wunderbaren Songs darbieten. Hintergründiges und Wissenswertes zum Werk wird ebenso geliefert wie Details zur Umsetzung und Interpretation durch die Inszenierung.
Moderiert wird die Matinee von Ronald Müller (Musikdramaturg). Boris Cepeda wird die Solisten am Klavier begleiten.
Für den Eintritt wird ein Obulus von 3,- € erhoben, der beim Besuch der entsprechenden Veranstaltung auf den Kartenpreis angerechnet wird.
24.02.2010, 11:13 | tags:
Schauspiel
292
Pressemitteilung vom 24.02.2010
Premiere „Mein wildes Herz in Deine Ruh“
Eine besungene Herzzerreißung mit Songs von Kurt Weill, Paul Dessau, Rudolf Wagner-Régeny, Hanns Eisler, und Texten Bertolt Brechts.
Am 28. Februar um 19:30 Uhr lädt das Anhaltische Theater ins Bauhaus zur Premiere
„Mein wildes Herz in Deine Ruh“ ein.
...furchtbar schmutzig ist die Liebe und so schön ist sie, wir hassen sie und brauchen sie so sehr...und fürchten sie und lieben sie noch viel mehr...
Claire und George aus Chicago haben es satt. Dieses ewig gleiche Auf und Ab durch alle Betten dieser Welt, stets himmelhoch rauschend, zu Tode betrübt. Denn die Lust und der Liebesfrust hat sie ausgelaugt! Wie gnadenlos gefährlich die Liebe in Wirklichkeit ist, haben sie am eigenen Leib erleiden müssen.
Doch jetzt ist Schluss und Claire und George wissen nach all den schmerzlichen Jahren: Die Liebe ist ein Dreck, eine böse Krankheit die man bekämpfen muss und vor der es lauthals zu warnen gilt!
Also sind sie losgezogen, zwei Aufklärer aus dem fernen Chicago, einen stets betrunkenen Barpianisten im Schlepptau, um uns die Augen und Ohren über die wahren Folgen körperlich-herzlicher Liebe zu öffnen.
In George und Claires Herzzerreißung wird gewarnt, aufgeklärt, atemberaubend gesungen, geklagt und weltberühmte Songs wie die „Zuhälterballade“; den „Barbara-Song“; das „Lied von Surabaya-Johnny“; die „Ballade von der sexuellen Hörigkeit“ zu hören sein.
Musikalische Leitung und Klavier: Daniel Carlberg
Inszenierung: Holger Kuhla
Es singen & spielen: Antje Weber, Matthieu Svetchine und Daniel Carlberg
Premiere: 28.02.2010, um 19:30 Uhr im Bauhaus
Weitere Vorstellungen: 3.3., 19:30 Uhr Wittenberg/ Best Western Hotel - Tickets über: Informations- u. Kartenservice des Kurt Weill Festes: 01805 564564 |
7.3., 1.4., 14.4, jeweils um 19:30 Uhr im Alten Theater/ Foyer