24.03.2010, 13:07 | tags:
Anhaltische Philharmonie
364
Pressemitteilung vom 24.03.2010
6. Sinfoniekonzert [Klagelieder]
Am Gründonnerstag und Karfreitag, am 1. und 2. April, findet jeweils um 19:30 Uhr das 6. Sinfoniekonzert der Anhaltischen Philharmonie statt.
Mit der „Lamentatione“ -Sinfonie [Nr. 26] von Joseph Haydn steht am Beginn ein Werk, das mit seinen verwendeten gregorianischen Choralmelodien auf die Karwoche Bezug nimmt. Der aus der Schweiz stammende Ernest Bloch wurde ab 1916 in den USA zu einem anerkannten Komponisten national-jüdischer Musik. Sein bekanntestes Werk ist die 1916 entstandene Hebräische Rhapsodie für Cello und Orchester „Schelomo“ – ein musikalisches Porträt des alttestamentarischen Königs Salomon, das in seiner großen Emotionalität direkt zum Herzen spricht.
Als Solist konnte der junge, bereits mehrfach preisgekrönte Cellist Julian Steckel verpflichtet werden. Nach der Pause erklingt Robert Schumanns 4. Sinfonie in d-Moll. Am Dirigentenpult steht Generalmusikdirektor Antony Hermus. Gemeinsam mit Musikdramaturg Ronald Müller lädt er auch um 18:30 Uhr zur Konzerteinführung im Foyer ein.
Tickets und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie über die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de
24.03.2010, 11:49 | tags:
Finanzen
363
Dr. Eberhard Jüttner, Vorsitzender des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.
Sehr geehrter Herr Bücker,
der PARITÄTISCHE Sachsen-Anhalt wendet sich entschieden gegen die Pläne des Oberbürgermeisters der Stadt Dessau-Roßlau, Klemens Koschig, im Rahmen einer Haushaltskonsolidierung die Mittel für kulturelle Angebote in der Stadt radikal zu kürzen. Insbesondere die drastische Reduzierung der Zuwendungen für das Anhaltinische Theater und eine damit verbundene mögliche Schließung hat fatale Folgen für die kulturelle Infrastruktur der Stadt.
Das Theater ist immer auch ein Ort, an dem nach dem Sinn des Lebens, nach Werten und Orientierungen für das Zusammenleben gefragt und gesucht wird, an dem individuelle, gesellschaftliche und politische Konflikte und Entwicklungen, Missbräuche und Niedergänge öffentlich thematisiert werden. Das Theater ist Ort der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und zugleich Zukunftswerkstatt. Theater ist Aufklärung und damit Widerstand gegen das Verdrängen des Vergangenen und gegen die Blindheit vor der Zukunft. Das Theater stellt Alltag dar und stellt ihn auf den Kopf. Das Theater leuchtet Hintergründiges und Abgründiges aus. Theater stellt Vertrautes
in Frage und macht uns Fragwürdiges vertraut. In diesem Sinne bleibt Theater immer auch eine moralische Anstalt.
Die darstellenden Künste in Schauspiel und Oper, im Ballett und Konzert zeigen ihr Außergewöhnliches darin, dass das, was sie bieten, auf andere Weise nicht kommuniziert werden kann. Theater und Musik zielen auf Anwesenheit des Publikums, auf Präsenz, auf gemeinsame Erfahrung von Gegenwart. Kein Bildschirm, keine Leinwand kann die direkte Kommunikation zwischen Künstlern auf der Bühne und Zuschauern ersetzen. Dass Menschen im Theater anderen Menschen etwas vorspielen, macht den besonderen Reiz aus. Das Theater ist und bleibt ein Unternehmen, das - wie Bertolt Brecht einmal gesagt hat - Abendunterhaltung verkauft, also auch Freude machen soll.
Die Schließung des größten Theaters in Sachsen-Anhalt bedeutet das Ende regionaler Kulturpolitik. Die Beziehung zwischen Publikum und Bühne wird gekappt, Einmischung, Auseinandersetzung und gemeinsame Entwicklung sind nicht mehr möglich und führt zur "Entsozialisierung" des Gemeinwesens.
Der PARITÄTISCHE Sachsen-Anhalt fordert alle politischen Kräfte des Landes und der Stadt Dessau-Roßlau auf, den kulturellen Kahlschlag in Dessau-Roßlau nicht zuzulassen. Es handelt sich hier um ein historisches Erbe, dessen unvergleichliche Qualität und Quantität es zu erhalten und fortzuentwickeln gilt.
Freundliche Grüße
Dr. Eberhard Jüttner Vorsitzender
24.03.2010, 09:27 | tags:
Schauspiel
362
Pressemitteilung vom 24.03.2010
Menschen-Bilder
Szenische Zeitreise ins 18. Jahrhundert
Im Palais Dietrich wird mit dem Stück "Menschen-Bilder" am 26. März um 15 Uhr das Themenjahr "Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert" eröffnet. In einer Kooperation zwischen dem Gleimhaus Halberstadt und dem Anhaltischen Theater Dessau wird die Erinnerung an dieses Jahrhundert des Aufbruchs mit dieser Auftaktveranstaltung wachgerufen. Boris Malré und Thorsten Köhler, zwei Schauspieler des Anhaltischen Theaters, schlüpfen in Jürgen Westphals Stück in die Rollen verschiedener Zeitgenossen Goethes. Raum und Zeit verschwinden beim Blick durch das magische Fernrohr und es zeigt sich, das schon immer Kunst von Können kommt. Musikalisch begleitet wird das von David Ortmann eingerichtete szenische Spiel vom Hallenser Ensemble "Uni-Baroque" unter Leitung von Matthias Erben.
Der Eintritt ist frei.