21.06.2010, 16:27 | tags:
Schauspiel
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Pressemitteilung vom 21.06.2010
Anhaltisches Theater trauert
Das Anhaltische Theater trauert um seinen ehemaligen Schauspieldirektor Helmut Straßburger, der in der Nacht zum 20. Juni verstarb.
Der 1930 in Dessau geborene Helmut Straßburger begann seine Theaterlaufbahn 1948 nach seinem Abitur zunächst hinter der Bühne als Bühnentechniker. Für einen erkrankten Schauspieler sprang Straßburger kurzer Hand ein und rettete damit eine Vorstellung des damaligen Weihnachtsmärchens.
Anschließend erhielt er einen Vertrag als Schauspiel-Eleve und entwickelte sich zu einem Protagonisten des Hauses.
1957 wurde er an das Staatstheater Dresden gerufen, 1963 an die Volksbühne Berlin. Sein erstes Stück, „Kater Lampe“ inszenierte er unter Benno Besson.
„Rameaus Neffe“ von Denis Diderot, schon damals zusammen mit Ernstgeorg Hering in Szene gesetzt, wurde mit 296 ausverkauften Vorstellungen sein großer Erfolg in Berlin.
1992 kehrte er mit dem „Hauptmann von Köpenick“ nach Dessau zurück und wurde hier nach der Gastinszenierung Schauspieldirektor am Anhaltischen Theater. Mit kräftigen, sinnlichen Inszenierungen wie: „Der Besuch der alten Dame“, „Der Silbersee“, „Maria Stuart“, „Faust I“ und „Faust II“, „Hamlet“, „Der widerspenstigen Zähmung“ gab er dem Schauspiel nach der Wende ein Gesicht und führte die Volksbühnentradition in Dessau fort.
In der Inszenierung „Der Besuch der alten Dame“, die deutschlandweit erfolgreich zu Gastspielen eingeladen war, spielte er neben Ursula Karusseit die Rolle des Bürgermeisters Ill. Viele Freunde erinnern sich an seine hinreißende Darstellung des Theaterdirektors Strieße in der Komödie „Der Raub der Sabinerinnen“ an der Seite der Berliner Schauspielerin Hildegard Alex.
Zuletzt stand der Schauspieldirektor in Samuel Becketts „Warten auf Godot“ als Pozzo auf der Bühne.
Über 20 Jahre war er als Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin tätig.
21.06.2010, 14:44 | tags:
Anhaltische Philharmonie
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Pressemitteilung vom 21.06.2010
Auf in die Sonne!
Zum Abschluss der Konzertsaison lädt das Anhaltische Theater am 1. und 2. Juli, jeweils 19.30 Uhr im Großen Haus zum 8. Sinfoniekonzert ein, das mit dem Titel „Auf in die Sonne“ überschrieben ist.
Generalmusikdirektor Antony Hermus hat sich für beide Tage etwas Besonderes einfallen lassen und nimmt Musiker und Publikum mit auf eine vergnügliche Urlaubsreise.
Im Konzert „Auf in die Sonne“ geht es musikalisch nach Spanien und nach Lateinamerika. Feuriges Temperament und Lebensfreude enthält die Musik der dortigen Komponisten, aber auch eine ganz eigentümliche Melancholie. Und wenn von spanischer Musik die Rede ist, darf der Klang einer Gitarre nicht fehlen: Joaquín Rodrigos berühmtes „Concierto de Aranjuez“, diese einzigartige Hommage an den Flamenco, wird 70 Jahre nach seiner Entstehung erstmals in einem Dessauer Sinfoniekonzert zu erleben sein.
Solist ist der mehrfach preisgekrönte holländische Gitarrist Marlon Titre. Außerdem umfasst das Programm Werke von Emmanuel Chabrier („España“-Rhapsodie), Joaquín Turina („Danzas fantásticas“), Maurice Ravel („Alborada del gracioso“), Manuel de Falla („Der Dreispitz“) sowie zwei Tänze aus Mexiko und Argentinien von Arturo Márquez und Alberto Ginastera, die im Orchester ein wahres Feuerwerk an tänzerischen Rhythmen und Virtuosität entfesseln. Urlaubsstimmung und gute Laune sind somit also garantiert. Doch damit nicht genug: Schon vor dem Konzert, in der Pause und auch danach gibt es im Foyer und im Theaterrestaurant spanische Extras, wie Kostüme, Flamenco- und Salsa-Tanz, Tango und kulinarische Köstlichkeiten. Gemeinsam mit ihrem treuen Publikum möchte die Anhaltische Philharmonie den Saison-Ausklang auf sommerliche Art feiern.
Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel:
0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie über
die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de