05.08.2010, 11:25 | tags: Pressestimmen 529
Pressemitteilung, Die Deutsche Bühne - Theatermagazin, 29.07.2010
Theaterumfrage:
Anhaltisches Theater Dessau erreicht Spitzenplatz
Das Anhaltische Theater in Dessau hat bei der Autorenumfrage zur Saison 2009/10 des Theatermagazins Die Deutsche Bühne den Spitzenplatz in der Kategorie Ungewöhnlich überzeugende Theaterarbeit abseits großer Theaterzentren erobert. Mit drei Nennungen plus fünf weiteren in den Kategorien Gesamtleistung, Oper und Tanz konnte es sich deutlich vom Staatstheater Saarbrücken und dem Theater Aachen absetzen.
Sieger der Kategorie Überzeugende Gesamtleistung wurde das seit 2007 von Karin Beier geleitete Kölner Schauspielhaus, das hier sechs Nennungen sowie sechs weitere in der Kategorie Herausragender Beitrag zur aktuellen Entwicklung des Schauspiels erreichte.
Auf Platz zwei unter Gesamtleistung kam die Oper Frankfurt mit insgesamt acht Nennungen, darunter drei für herausragende künstlerische Einzelleistungen.
Alljährlich befragt das vom Deutschen Bühnenverein in Köln herausgegebene Magazin seine ständigen Theater-Fachautoren in acht verschiedenen Kategorien nach ihrer Einschätzung der vergangenen Theatersaison, wobei großer Wert auf die Berücksichtigung kleinerer Theater abseits der Zentren gelegt wird. Mit etwa 50 ständigen Teilnehmern ist die Theaterumfrage die am breitesten aufgestellte im deutschsprachigen Raum.
In der Off-Theater-Kategorie bekam das Junge Ensemble Stuttgart die meisten Stimmen. Meistgenannter Schauspiel-Regisseur ist Andreas Kriegenburg, in der Oper votierten die meisten Teilnehmer für Christoph Marthaler, beim Tanz steht Martin Schläpfer vorn. Unter Enttäuschung der Saison belegt die Verärgerung der Autoren über sinn- und konzeptlose Sparpläne der Kommunen und Länder mit weitem Abstand einen traurigen Spitzenplatz.
Der wichtigste Trend in der Umfrage war diesmal die Vielfalt – und damit die Abwesenheit eines Trends. In den ausführlichen Begründungen ihrer Nennungen verwiesen die Autoren immer wieder darauf, dass Häuser, die ihrem Publikum eine Mannigfaltigkeit verschiedener Theaterformen und künstlerischer Handschriften präsentieren, sie am stärksten überzeugt hätten – gerade auch da, wo die Häuser diese Vielfalt nutzen, um unterschiedliche Zuschauergruppen zu erreichen. Unter der Überschrift Die große Diversifizierung wird dieses Ergebnis der Umfrage im Augustheft der Deutschen Bühne beleuchtet.
Köln, den 29. Juli 2010
