05.01.2012, 12:01 | tags:
Anhaltische Philharmonie
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Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 05.01.2012
Musikalischer Abend «A la russe»
Er schaut sich um in der Kantine. "Neue Bilder an den Wänden", meint er und sieht sie interessiert an. "Ansonsten hat sich aber nicht sehr viel verändert." Will heißen, Daniel Lipton kennt sich noch aus im Anhaltischen Theater, weiß die Wege zum Orchestergraben ebenso wie die unters Dach zur Probenbühne. Der frühere Generalmusikdirektor der Anhaltischen Philharmonie ist für das erste Sinfoniekonzert des neuen Jahres an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. "Antony Hermus hat mich gefragt - und ich habe sofort zugesagt", erzählt der großgewachsene Dirigent.
Es scheint tatsächlich ein Konzertjahrgang der Wiedersehen zu sein, denn auch im 7. Sinfoniekonzert "Verachtet mir die Meister nicht!" im Mai treffen die Konzertgänger auf zwei weitere alte Bekannte: Dirigent der Konzertabende ist Bertrand de Billy, Solistin Heidi Brunner. "Beide waren zu meiner Zeit auch am Haus, de Billy mein Kapellmeister", sagt dazu Daniel Lipton, der wie auch de Billy seine Frau am Dessauer Theater fand. Bertrand de Billy heiratete Heidi Brunner, Daniel Lipton die Tänzerin Sandra Belitz. Zwei Kinder, Junge und Mädchen, hat das Paar, beide im Teenageralter. "Ich habe mich in den vergangenen Jahren sehr der Familie gewidmet", erzählt Lipton. Nun aber dirigiert er wieder und eilt zur Probe für das Sinfoniekonzert "A la russe".
Eine "klassische" Sinfonie, geschrieben von Sergej Prokofjew im Jahre 1917, die Sinfonie Nr. 1 D-Dur. Das Klavierkonzert eines Franzosen von 1932, das sowohl Mozart, als auch den Jazz beschwört: Maurice Ravels Klavierkonzert G-Dur. Acht russische Volkslieder von Anatoli Ljadow, die nicht gesungen werden, sondern in einer reinen Orchesterbearbeitung erklingen. Und ein farbenprächtiges russisches Märchen als Ballett, jedoch nicht getanzt, sondern als Suite konzertant dargeboten: Igor Strawinskys Ballettsuite "Der Feuervogel". Das sind die Zutaten zu diesem besonderen Konzert.
Als Solist erlebt das Publikum Hardy Rittner am Flügel. Der Pianist, Jahrgang 1981, studierte am Salzburger Mozarteum und ist weltweit als Solist gefragt. 2009 erhielt er den ECHO-Klassik als Nachwuchskünstler und ein Jahr später für die solistische Einspielung von Schönbergs Klavierwerk.
05.01.2012, 11:49 | tags:
Diverses
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Pressemitteilung vom 05.01.2012
Fulminanter Auftakt ins neue Theaterjahr
Fulminant startet das Anhaltische Theater mit einem äußerst abwechslungsreichen Programm in das neue Theaterjahr.
Am 7. Januar um 17 Uhr und am 27. Januar um 19.30 Uhr steht mit Giacomo Puccinis Oper “La Bohème” eine der traumhaftesten Liebesgeschichten der Operngeschichte auf dem Spielplan.
Ab dem 13. Januar (19.30 Uhr) ist die höchst spannungsreiche Kombination der zwei Kurzopern wieder auf der Bühne des Anhaltischen Theaters zu sehen. Kurt Weills gefeierte Erstlingsoper „Der Protagonist“ wie auch eine der berühmtesten Opern des italienischen Verismo, Leoncavallos „I Pagliacci“, erzählen fast identische Geschichten über Liebe und Eifersucht und das Leben im Theater. Weills und Leoncavallos Musik waren wegweisend für ihre Zeit und berühren noch heute durch ihre ausdrucksvolle Klangsprache.
Letztmalig zeigt das Anhaltische Theater am 20. Januar um 19.30 Uhr die Komödie „Tolles Geld oder Armut ist keine Schande“ von Aleksandr Nikolajewitsch Ostrowski im Großen Haus und hat sich für diesen Abend zu einer spannenden Aktion entschieden. In Zeiten finanzieller Krisen und dubioser Immobilienkredite bringt das Anhaltische Theater folgerichtig eine Komödie über das „Glück“ des Sparens auf die Bühne. Eine der Hauptfiguren, der gestandene Kaufmann Vasilkow, beherrscht in Ostrowskis Stück die Kunst des Sparens wie kein Zweiter. Als er jedoch eine junge Schönheit heiratet, die einzig den grenzenlosen Luxus liebt, gerät sein (finanzielles) Leben gänzlich außer Kontrolle. Ein Schelm, der aktuell Böses dabei denkt...Entsprechend hat sich das Anhaltische Theater zu einer einmaligen, außergewöhnlichen und liebevollen Aktion entschlossen und schafft für die letzte Vorstellung der Komödie „Tolles Geld“ das Geld einfach ab. Da Armut, wenn auch nicht jeden, glücklich machen kann, hat jeder Besucher am 20. Januar FREIEN EINTRITT für diese Aufführung. Erst nach der Vorstellung kann das Publikum mit einer freiwilligen Spende selbst entscheiden, was ihm dieser Theaterabend wert war.
Das Ballettensemble zeigt sich am 21. Januar um 16 Uhr mit „Der Widerspenstigen Zähmung“ wieder von seiner komödiantischen Seite. Zur temporeichen und vor allem humorvollen Musik von Dmitri Schostakowitsch bringen die Tänzer die shakespearesche Komödie mit großer Spielfreude, immenser Intensität und technischer Perfektion in der Choreografie von Tomasz Kajdanski auf die Bühne.
Zum letzten Mal ist der bildgewaltige Tanzabend „Die Nibelungen: Siegfriedsaga“ am 29. Januar um 17 Uhr auf Dessaus Bühne zu sehen. Zur Musik von Richard Wagner, gespielt von der Anhaltischen Philharmonie, erzählt Tomasz Kajdanski die Sage um den Helden Siegfried. Es ist die Geschichte von Menschen, die durch Leidenschaften, Liebe, Hass und Tod miteinander verbunden sind. Ein furioser Ballettabend, der dem Publikum beeindruckende Bilder zeigt!
Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Tel: 0340 2511 333 und www.anhaltisches-theater.de oder an unseren Theaterkassen sowie an allen ReserviX Vorverkaufsstellen.