17.02.2012, 14:04 | tags: Musiktheater , Anhaltische Philharmonie 1219
Pressemitteilung vom 17.02.2012
Premiere „Faust“
Oper von Charles Gounod
Libretto von Jules Barbier und Michel Carré [In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln]
Das Anhaltische Theater lädt am Samstag, 17. März um 19 Uhr zur Premiere „Faust“ ein. Die Oper von Charles Gounod, inszeniert von Hinrich Horstkotte wird auf der großen Bühne gezeigt als das, was es ist: als eine mit allen Mitteln des Theaters und für alle Sinne geschaffene Oper über die Liebe. Dass dabei die typische Lust am Morbiden der französischen Romantik nicht zu kurz kommt, versteht sich.
Gounods „Faust“ gilt neben „Carmen“ und „Hoffmanns Erzählungen“ als Inbegriff großer Oper aus Frankreich. Der in Deutschland unvermeidliche Vergleich mit Goethes „Faust“ ist zwar naheliegend, führt aber in die Irre. Denn Metaphysik war nicht die Sache Gounods. Er nutzte die Faust-Geschichte so, wie sie seit dem Mittelalter beliebt war – als aufregendes, anrührendes Volkstheater. In bester Tradition der französischen Romantik ist Gounods „Faust“ eine große Liebesgeschichte in fantastischem Gewand.
Die Liebe zwischen dem lebenshungrigen Wissenschaftler und der jungen Frau ist durch die Intrigen Mephistos zum Scheitern verurteilt. Faust lässt sich allzu gern verführen, um selbst wieder verführen zu können. Dabei erkennt er zu spät, dass er mehr für Margarete empfindet, als ihm und vor allem Mephisto vorschwebte. Und Marguerite? Sie wird zwar in den Wahnsinn getrieben, doch ist sie die einzige Figur der Fabel, die die Kraft gewinnt, dem Bösen zu widerstehen.
Hinrich Horstkotte war zunächst Marionettenspieler, bis er an der Akademie der Bildenden Künste in München Bühnenbild und -kostüm sowie Dramaturgie studierte. Mit dem Diplom wurde er 1998 auch mit dem Debütantenpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Schon während des Studiums begann er als freischaffender Bühnenbildner und Regisseur zu arbeiten, vornehmlich mit dem 1994 von ihm gegründeten „Inboccallupo-Ensemble“. Als Bühnen- und Kostümbildner arbeitete er für die Biennale für Neue Musik, München, das Musiktheater Görlitz und für die Opernhäuser in Chemnitz, Detmold und Nürnberg. Seit 1999 inszenierte er, oft in eigener Ausstattung, rund 40 mal in Berlin (Staatsoper Unter den Linden), Chemnitz, Dessau, Detmold, Dortmund, Freiburg, Halberstadt, Hamburg, Luxembourg, Saarbrücken und Salzburg sowie bei Festivals in Rheinsberg, Potsdam, Bayreuth (Bayreuther Barock) und Taipeh/Taiwan. Von der Zeitschrift „Opernwelt“ wurde er mehrfach als „Bühnen- bzw. Kostümbildner“, aber auch als „Regisseur des Jahres“ nominiert. Er hatte Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin für szenische Darstellung und an der Technischen Universität Berlin für Bühnenbild inne und unterrichtet am Internationalen Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden, Berlin. Am Anhaltischen Theater inszenierte er 2010 die Operette „Die Fledermaus“.
Musikalische Leitung: Daniel Carlberg | Inszenierung und Ausstattung: Hinrich Horstkotte | Chor: Helmut Sonne | Dramaturgie: Felix Losert
Mit: Angelina Ruzzafante (Marguerite), Artjom Korotkov (Faust), Kyung-Il Ko/Ulf Paulsen (Méphistophélès), Wiard Witholt (Valentin), Ulrike Hoffmann/ Elizabeth King (Marthe), Kristina Baran/ Jagna Rotkiewicz (Sièbel), Christian Most / Pawel Tomczak (Wagner) Anhaltische Philharmonie Dessau | Damen und Herren des Opernchors Dessau
Tickets und Informationen unter: Tel: 0340 2511 333 und www.anhaltisches-theater.de oder an unseren Theaterkassen sowie an allen ReserviX Vorverkaufsstellen.
