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    <title>Lockbuch Dessau</title>
    <link>http://lockbuch-dessau.de/</link>
    <description>Weblog &#252;ber die Vorbereitungszeit f&#252;r die 215. Spielzeit: 2009/2010 am Anhaltische Theater Dessau</description>
    <language>de-de</language>
    <item>
      <title>Joachim Lange, Dresdner Neueste</title>
      <description>&lt;p&gt;Joachim Lange, Dresdner Neueste Nachrichten, 16.07.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Wenn es im Stadtpark spukt&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Andrea Moses inszeniert im Dessauer Stadtpark mit &#8222;Sommer Nacht Traum&#8220; ein lustvoll hintersinnig Nachspiel zu einer erfolgreichen Saison des Neustarts&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Es ist ein Spuk, von dem man am Ende nicht so genau wei&#223;, wie er ausgegangen ist. Dass er aber nicht im Theater selbst, sondern im Dessauer Stadtpark stattfand, muss man, trotz der bedr&#228;ngten Lage des Anhaltischen Theaters, nicht gleich als b&#246;ses Omen deuten. Noch spielen sie freiwilligau&#223;er Haus. &#8222;Sommer Nacht Traum&#8220; hei&#223;t das Freiluft- Spektakel im Park. Und so dicht wie der collagierte Titel, unter den Regisseurin Andrea Moses und Dramaturg Holger Kuhla ihre Melange aus Botho Strau&#223;&#8217; Shakespeare-Adaption &#8222;Der Park&#8220; und Andreas Gryphius&#8217; &#8222;Herr Peter Squenz&#8220; stellen, beim popul&#228;ren Vorbild bleibt, so dicht bleibt auch die letzte Premiere des Anhaltischen Theater dem ber&#252;hmten mittsommern&#228;chtlichem T&#228;uschungs- und Selbsterkenntnistrip des gro&#223;en Briten auf den Fersen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die finsteren Geister allerdings, die die sagenhafte, metaphorische Sommernacht ja auch weckt, hatten in diesem Park vor zehn Jahren zu einem ganz realen Mord am Mosambikaner Alberto Adriano gef&#252;hrt und die Stadt im Mark ersch&#252;ttert. Jetzt ist ein smarter &#8222;schwarzer Junge&#8220; (Derek Nowak) das Objekt der Begierde des schmierigen Showmasters Cyprian (Matthieu Svetchine), der wie ein sp&#228;ter Nachfahre des Spielmachers Puck daherkommt, aber nicht mit Zauberkr&#228;utern, sondern mit seiner Show und modernen Voodoo-P&#252;ppchen Beziehungs- und Begierde-Verwirrung stiftet. Dass er von dem Schwarzen erschlagen wird, als er sein Begehren nach dessen K&#246;rper mit
einem B&#252;ndel Geldscheinen bekr&#228;ftigt, geh&#246;rt zu den finsteren Pointen genau dieses Spielortes. Der Schwarze Junge ist zugleich die Projektionsfl&#228;che eines diffusen rassistischen Ressentiments jener Helen, die beim Endausscheid des von Cyprian im Baumarkt oder Billig-TV-Stil veranstalteten S&#228;nger-Castings &#8222;Goldener Mund 2010&#8220; gegen ihn verloren hatte, mit der das Spiel beginnt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Christan Wiehle hat seine Kussmund-B&#252;hne mit Zungenlaufsteg mit einem Wohnwagen und einem Kiosk eingerahmt. Mit wankenden Biertrinkern und lungernden Jugendlichen gibt das eine perfekte Campingplatztristesse. Hier geistern die Feeng&#246;tter Oberon (Stephan Corves) und Titania (Antje Weber) wie Au&#223;erirdische herum. Wenn auch auf ziemlich verlorenem Posten. Im g&#246;ttlichen Pelz, mit nichts drunter und voller Verzweiflung &#252;ber ihre abnehmende F&#228;higkeit, die Menschen zu irritieren und zur Sinnlichkeit zu verf&#252;hren. Wobei vor allem Titania die Kontrolle &#252;ber ihre Triebe verliert und mit der Frage nach der Uhrzeit so gut wie jeden Mann in ihrer Reichweite verf&#252;hren will.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In dem, was sonst noch passiert an Beziehungskrisen, an Handwerker-Theaterjux im Spiel um Pyramus und Thisbe, an Verf&#252;hrung und entfesselter Gier, greift das Personal des Paarspezialisten Botho Strau&#223; ebenso auf die Beziehungskrisen-Gegenwart durch, wie die schauspielernden Handwerker auf die Casting-Show-meets-HartzIV-Wirklichkeit mit ihren Du-hast-keine-Chance-
darum-nutze-sie-Angeboten. Im Hin- und Her zwischen Helen (Katja Sieder) und Georg (Thorsten K&#246;hler) und Helma (Susanne Hessel) und Wolf (Sebastian M&#252;ller-Stahl). Und bei den Okkupations-  versuche der B&#252;hne durch die schauspielernde HartzIV-Truppe, mit denen Uwe Fischer, Jan Kersjes, Hans-J&#252;rgen M&#252;ller-Hohensee, Boris Malr&#233;, Gerald Fiedler, Harald Thiemann, Christel  Ortmann nat&#252;rlich nach Kr&#228;ften abr&#228;umen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sicher ist bei diesem Spiel die Kenntnis von Shakespeares Sommernachtstraum hilfreich. Aber eine Unterforderung der Zuschauer geh&#246;rt in der neuen Dessauer Dramaturgie ohnehin nicht zum Programm. Zumal sich die Schauspieler allesamt mit Kom&#246;diantenlust ins hochsommerliche Theatervergn&#252;gen werfen und selbst dann einen sinnlich packenden Theaterabend behaupten,
wenn sie die Einzelszene genauer im Auge haben, als den gro&#223;en Bogen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;N&#228;chste Vorstellungen: 16. bis 18. Juli, 19.30 Uhr&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 20 Jul 2010 22:11:22 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/522</link>
    </item>
    <item>
      <title>Reinhardt Wengierek, http://www.kultiversum.de</title>
      <description>&lt;p&gt;Reinhardt Wengierek, http://www.kultiversum.de, 15.07.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kolumne 41&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Wengierek, was guckst du?&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Ich gucke Peter Squenz. Und muss es endlich in alle Welt trompeten: Das naiv-erfinderische, selbstherrlich verspielte Schulmeisterlein Peter Squenz aus Gryphius-Rumpelskirchen oder Shakespeare-Athen ist meine ganz, ganz gro&#223;e Liebe; beinahe lebenslang. Durch nichts ist die Seligkeit zu ersch&#252;ttern, wenn Peter kommt. Wenn der irrwitzige Schlaumeier antritt mit seinem Handwerkertrupp, alles Deppen wie wir, um das Tr&#228;nenst&#252;ck &#8222;Pyramus und Thisbe&#8220; aufs Brettl zu hieven.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;O ja, da ist das Peterle total herzig, und der Herr Squenz total herzzerrei&#223;end. Zum Knuddeln und zum Niederknien. Sch&#246;nstes, reinstes Theatergl&#252;ck! Immer wieder wisch&#8216; ich beim Zugucken mindestens eine Tr&#228;ne weg, wenn da aus grober Menschenklamotte feine Menschheitskom&#246;die wird &#8211; und umgekehrt. Diesmal gelang Uwe Fischer das Kunstst&#252;ck. Im Stadtpark zu Dessau, auf knallbunter B&#252;hne, in Affenhitze und unter M&#252;cken-Bestechung &#8209; korrekt bei Sonnenuntergang ab 21.20 Uhr. Also: Kratzen, Fecheln, Trinken und Staunen &#252;ber einen scharfen Sommernachts-Cocktail aus Botho Strau&#223; (&#8222;Im Park&#8220;), Andreas Gryphius (&#8222;Herr Peter Squenz&#8220;) sowie Parodien aktuellen TV-Entertainments, keck zusammen gequirlt und aufgesch&#228;umt von Regisseurin Andrea Moses.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Immer wieder erstaunlich, was das Anhaltische Theater drauf hat. Trotzdem: Es kommt nicht runter von der Liste abwicklungsbedrohter Betriebe. Peter-Uwe Squenz-Fischer, du solltest dir, statt immer nur Handwerker, mal Kommunalpolitiker zur Brust nehmen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 15 Jul 2010 00:22:48 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/521</link>
    </item>
    <item>
      <title>Frankfurter Rundschau, Joachim</title>
      <description>&lt;p&gt;Frankfurter Rundschau, Joachim Lange, 14.07.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Anhaltisches Theater Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Sein oder Nichtsein&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Es ist ein Spuk, von dem man nicht so genau wei&#223;, wann er vorbei ist. Dass er nicht im Theater selbst, sondern im Dessauer Stadtpark stattfand, muss man aber nicht gleich als b&#246;ses Omen sehen. Das "SommerNachtTraum" Spektakel, mit dem Chefregisseurin Andrea Moses jetzt eine so interessante wie erfolgreiche Saison des k&#252;nstlerischen Neustarts abschloss, passt in seinem Changieren zwischen dem &#220;bermut Shakespeares und der Hintersinnigkeit von Botho Strau&#223; ganz gut in diesen Park. Die finsteren Geister, die die sagenhafte Sommernacht auch weckt, hatten hier vor zehn Jahren zum Mord am Mosambikaner Alberto Adriano gef&#252;hrt und die Stadt im Mark ersch&#252;ttert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessau geht es wie vielen St&#228;dten in Ostdeutschland. Dem un&#252;bersehbaren Gewinn im Stadtbild stehen Deindustrialisierung und Abwanderung (in Dessau seit 1989 mehr als ein Viertel der Einwohner) gegen&#252;ber. Die Internationale Bauausstellung, f&#252;r die das Bauhaus Dessau ein quasi nat&#252;rliches Zentrum ist, illustriert die Dimension dieses Umbruchs gerade eindrucksvoll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Theater der Stadt ist eine wuchtige architektonische Behauptung. Man wollte hier in der ersten H&#228;lfte des vorigen Jahrhunderts ein Bayreuth des Nordens schaffen. Und so sieht der Bau auch aus. Zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch der DDR geh&#246;rt dieses mit seinen &#252;ber 1000 Pl&#228;tzen &#252;berdimensionierte, in der Region aber gut vernetzte Haus, neben Bauhaus und W&#246;rlitzer Park, zu den wenigen guten Gr&#252;nden, die A9 in Richtung Dessau zu verlassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einfach war die Finanzierung nie. Doch die strukturelle Schieflage der Theater-Finanzierung und die bislang ziemlich fantasielosen Reaktionen auf den drohenden Kollaps der Kommunalfinanzen bedrohen das Theater jetzt existenziell. Die aktuelle "Blut und Tr&#228;nen"-Streichliste sieht allein f&#252;r das Vierspartenhaus (Musik, Schauspiel, Ballett, Puppentheater) eine K&#252;rzung von 3,5 Millionen Euro vor. Bei der bisherigen Kopplung der Landeszusch&#252;sse an den kommunalen Finanzierungsanteil w&#252;rde die Umsetzung 2013 das Aus f&#252;r das Theater bedeuten. Mit all den verheerenden Konsequenzen, die das f&#252;r die Bewohnbarkeit dieser Stadt h&#228;tte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weil hier ein zweites Wuppertal droht, waren denn auch f&#252;r ein Krisengespr&#228;ch des Intendanten Andr&#233; B&#252;cker beim parteilosen Dessauer OB Klemens Koschig prominente Unterst&#252;tzer angereist. Neben dem Vorsitzenden der Intendantengruppe des Deutschen B&#252;hnenvereins, Holk Freytag, waren die Amtskollegen aus Potsdam (Tobias Wellemeyer), Senftenberg (Sewan Latchinian) und aus Berlin vom Deutschen Theater (Ulrich Khuon) angereist. Zumindest das Bekenntnis, nach einer L&#246;sung f&#252;r das Haus suchen zu wollen, schien (anders, so Holk Freytag, als bei der Schlie&#223;ung des Schauspielhauses in Wuppertal) auch bei der arg gebeutelten, drittgr&#246;&#223;ten Kommune Sachsen-Anhalts offenkundig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ob freilich die anvisierte Umwandlung in ein Staatstheater eine belastbare L&#246;sung ist, scheint nicht nur wegen der dann zu erwartenden Begehrlichkeiten in Halle oder Magdeburg fraglich. Bis die Finanzierungsproblematik im Kontext einer &#252;berf&#228;lligen, aber sich bislang nicht abzeichnenden Reform der finanziellen Sicherung der Kommunen gel&#246;st werden kann, kann es nur um die Suche nach &#220;berlebensstrategien und den vehementen k&#252;nstlerischen Einsatz gehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So ist die Kopplung der Landeszusch&#252;sse an die der Kommunen nat&#252;rlich kein Naturgesetz. Wenn das Land zeitweise wegbrechende Beitr&#228;ge der Kommune ausgleichen w&#252;rde, w&#228;re das ja keineswegs ein Angriff auf die Kulturhoheit der L&#228;nder, sondern eher ein Beispiel ihrer Wahrnehmung. Zumal, gesamtwirtschaftlich gesehen, jeder eingesetzte Euro eine Investition mit Ertrag und kein verlorener Verbrauch von Mitteln ist. Immerhin hat das Theater der 88000 Einwohner z&#228;hlenden Stadt Dessau in jedem Jahr mehr als 200000 Zuschauer. Auch deshalb scheint man hier den Argumenten der Intendanten immerhin zuzuh&#246;ren. Entmutigt wirkten sie jedenfalls nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf ihrem Feld haben die, alles in allem, 300 Mitarbeiter des Theaters imponierend Flagge gezeigt. Und das gleich im ersten Jahr. Der Wechsel vom Langzeitintendanten Johannes Felsenstein zu Andr&#233; B&#252;cker und seinem neuen Leitungs-Team ist hier n&#228;mlich nicht nur ausgesprochen erfolgreich, sondern auch mit einer erkennbar neuen &#196;sthetik in allen Sparten gelungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ob nun im Schauspiel, gleich zu Beginn, mit eine Schleef-Bearbeitung von Armin Petras oder im Tanztheater. Da &#252;berzeugten Tomasz Kajdanksi und seine Truppe erst mit seiner Version von "Lulu" und dann mit "Nachtasyl" nach Maxim Gorki. Ambitioniert in der Choreografie und virtuos in der Umsetzung; in beiden F&#228;llen mit Musik von Sch&#246;nberg bis Glanert, und das aus dem Graben und nicht aus der Konserve.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht nur beim Tanz hat sich Dessau damit an die Spitze der Theater in Sachsen-Anhalt gesetzt. Vor allem in der Oper war der "Lohengrin" von Andrea Moses eine szenische Offenbarung. Dass es ihr, dem Intendanten und dem neuen GMD Antony Hermus aber auch um den musikalischen Standard des Hauses geht, bewiesen sie mit dem ausgegrabenen franz&#246;sischen F&#252;nfakter "Die Stumme von Portici" von Daniel-Fran&#231;ois-Esprit Auber. Und das lag nicht nur an einem hier zu entdeckenden mexikanischen Tenor mit Weltstar-Potenzial namens Diego Torre, sondern am gesamten Ensemble. Das spielt, als ginge es um sein &#220;berleben. Eine Redewendung, die mittlerweile den Beigeschmack von Wahrheit hat.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 14 Jul 2010 21:23:47 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/520</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 13.07.2010Sommertheater</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 13.07.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Sommertheater im Stadtpark Dessau&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Nur noch f&#252;nf Mal zeigt das Anhaltische Theater die Sommertheaterproduktion &#8222;Sommer Nacht Traum&#8220;, in der Regie von Andrea Moses auf der B&#252;hne im Stadtpark.
In dem St&#252;ck verwebt die Regisseurin zwei Stoffe miteinander: &#8222;Der Park&#8220; von Botho Strau&#223; und &#8222;Herr Peter Squenz&#8220; von Andreas Gryphius und inszeniert diese als sommerliches Roadmovie mit dem gesamten Schauspielensemble.
Auf einer poppig bunten B&#252;hne, l&#228;dt Showmaster Cyprian zun&#228;chst zum Finale des Song-Contest "Goldener Mund Dessau 2010" ein, um dann in die verschiedenen Handlungsebenen einzusteigen, in denen es um zwischenmenschliche Beziehungen, verlorengegangene Liebe, Liebeswirren und um Lust geht. Unterbrochen werden die Geschichten durch eine nach dem Konzert zum S&#228;ubern in den Park geschickte Hartz-IV-Truppe arbeitsloser Dessauer Handwerker, die sich dazu entschlie&#223;en, Kunst auf die B&#252;hne zu bringen. Und dann ist da noch das Feeng&#246;tterpaar, Oberon und Titania, wartend, streitend und ratlos ob dieser Parkmenschenwelt. Vergeblich suchen sie nach Menschen, die sich noch von erotisch-kluger Lust, Sinnlichkeit und Poesie verzaubern lassen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Termine: 14./ 15./ 16./ 17./ 18.7. jeweils um 19:30 Uhr&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Informationen und Tickets erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 13 Jul 2010 15:09:28 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/519</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 12.07.2010</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 12.07.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#214;ffnungszeiten der Theaterkassen w&#228;hrend der Spielzeitpause und Spielzeitauftakt&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;W&#228;hrend der Spielzeitpause ist die Theaterkasse im Rathaus-Center f&#252;r Besucher zu den &#252;blichen &#214;ffnungszeiten von Montag bis Samstag von 9.30 Uhr bis 20 Uhr ge&#246;ffnet.
Das Abonnementb&#252;ro und der telefonische Besucherservice im Anhaltischen Theater/ Friedensplatz 1a bleiben vom 19. Juli bis zum 20. August geschlossen und sind ab Montag, 23. August wieder ge&#246;ffnet. Ausf&#252;hrliche Ausk&#252;nfte zu den Abonnementangeboten erhalten sie jeder Zeit an der Theaterkasse im Rathaus-Center, an der auch Abonnements vereinbart werden k&#246;nnen. Die Weihnachts- und Silvesterangebote des Anhaltischen Theaters sind ebenfalls an der Theaterkasse im Rathaus-Center ab dem 19. Juli buchbar.
W&#228;hrend der Spielzeitpause stellt das Theater auf ein neues Ticketsystem um. Da dies in k&#252;rzester Zeit geschieht, bitten wir, falls es zu geringf&#252;gigen zeitlichen Verz&#246;gerungen beim Ticketbuchen kommen sollte, um Entschuldigung.
Am 4. September um 19 Uhr wird die Spielzeit 2010/11 traditionell mit dem Er&#246;ffnungskonzert auf dem Theatervorplatz er&#246;ffnet. Die Solisten, der Opernchor und die Anhaltische Philharmonie pr&#228;sentieren musikalische Kostproben aus den bevorstehenden Neuinszenierungen. Das Publikum kann sich auf Ausschnitte aus Puccinis &#8222;Turandot&#8220;, Mussorgskis &#8222;Chowanschtschina&#8220;, Leoncavallos &#8222;Bajazzo&#8220;, Mozarts &#8222;Cos&#236; fan tutte&#8220; und Strau&#223;&#8217; &#8222;Fledermaus&#8220; freuen. Am Dirigentenpult wechseln sich GMD Antony Hermus, Daniel Carlberg und Wolfgang Kluge ab. Es moderiert Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker. Da dieses Open-Air-Konzert wie gewohnt Bestandteil des Dessauer Farbfestes ist, darf man im Programm zudem mit &#8222;gr&#252;nen&#8220; &#220;berraschungen rechnen.
Am Sonntagnachmittag, 5. September ab 15 Uhr l&#228;dt das Anhaltischen Theater auf die gro&#223;e B&#252;hne seines Hauses ein. &#8222;Freunde, das Leben ist lebenswert!&#8220; lautet das Motto eines Konzertes, in dem beliebte Melodien aus Oper, Operette und Konzert erklingen werden, u.a. von Auber, Verdi, Strau&#223;, Leh&#225;r und Dostal. Die Anhaltische Philharmonie musiziert unter der Leitung von Wolfgang Kluge. Es singen Iordanka Derilova, Cornelia Marschall, Angelina Ruzzafante, David Ameln, Andrew Sritheran, Angus Wood und Wiard Witholt. Durch das Programm f&#252;hrt Ronald M&#252;ller. Ebenfalls am ersten Septemberwochenende geht auch der diesj&#228;hrige Gartenreichsommer zu Ende. Das Abschlusskonzert &#8222;Stars von morgen&#8220; mit Kindern und Jugendlichen der Akademie f&#252;r musikalisch Hochbegabte findet am 4. September, 18.30 Uhr traditionell im Schloss Mosigkau statt. Und am 5. September hei&#223;t es ab 10.30 Uhr zum letzten Mal in diesem Jahr &#8222;... und sonntags ins Luisium&#8220;. Moderiert von Ellen-Jutta Poller sorgen das Concento-Quintett und der Madrigalchor f&#252;r musikalische Abwechslung.&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Informationen und Tickets erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9.30 bis 20 Uhr | ab dem 23. August Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 12 Jul 2010 16:29:34 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/518</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 12.07.2010Ulrich</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 12.07.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Ulrich Matthes gibt Solidarit&#228;tsgastspiel im Anhaltischen Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Zwei Kooperationen des Anhaltischen Theaters mit dem Deutschen Theater Berlin l&#228;uten die kommende Spielzeit 2010/11 ein. Am Sonntag, 26. September um 18 Uhr ist Star-Schauspieler Ulrich Matthes mit der Produktion &#8222;Geschichte einer Seele&#8220; zu Gast im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theaters. Ulrich Matthes, seit Jahren einer der gefragtesten B&#252;hnen- und Filmschauspieler und nun Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin, unterst&#252;tzt mit diesem Gastspiel das Anhaltische Theater in seinen Bem&#252;hungen um den Erhalt des Theaters und die Weiterf&#252;hrung des erfolgreichen k&#252;nstlerischen Kurses. Die Produktion &#8222;Carmen Kittel oder Ich w&#252;nsch mir Sonnenstrand&#8220; des Anhaltischen Theaters wird im Austausch am 12. September in Berlin zu sehen sein.
In einer szenischen Lesung mit dem Titel &#8222;Geschichte einer Seele&#8220; skizziert Ulrich Matthes aus Briefen von Heinrich von Kleist das Leben eines Menschen in seiner Komplexit&#228;t, Zerrissenheit und seinen Extremen. Anders als seine Dramen, die durch ihre Gebundenheit, sprachliche Virtuosit&#228;t und ihr Pathos erschrecken k&#246;nnen, erscheint Kleist in seinen Briefen n&#228;her an unserer Gegenwart: Seine ausschweifenden Gef&#252;hle k&#228;mpfen mit seinen glasklaren Gedanken, seine &#196;ngste mit seiner Vorstellung von einer vern&#252;nftigen Lebensplanung.
&#8222;So tief Ulrich Matthes in Hermann Beils Textfassung in die Abgr&#252;nde und Sehns&#252;chte Kleists hineintaucht, so wenig stellt sich je Pathos ein. Das Gef&#252;hl des ewigen Ausgeschlossenseins, die Panik vor dem Mittelm&#228;&#223;igen, das verzweifelte Klammern an einen &#8218;Lebensplan&#8216; als tr&#252;gerischer Fluchtweg aus dem Gef&#252;hlschaos: Matthes bringt derart viele Facetten zutage, dass die Briefe in neuem Licht erscheinen.&#8220; Der Tagesspiegel
Ulrich Matthes, in Berlin geboren, f&#252;hrten erste Engagements an die Vereinigten B&#252;hnen Krefeld/M&#246;nchengladbach, ans D&#252;sseldorfer Schauspielhaus und ans Bayerische Staatsschauspiel. 1988 wechselte er an die M&#252;nchner Kammerspiele, ab 1992 an die Schaub&#252;hne am Lehniner Platz. Ulrich Matthes ist seit 2004 Ensemblemitglied am Deutschen Theater. Hier spielte er u.a. in Inszenierungen von J&#252;rgen Gosch und Barbara Frey. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2006 den Gertrud-Eysoldt-Ring f&#252;r herausragende schauspielerische Leistungen sowie den im Rahmen des Berliner Theatertreffens 2007 verliehenen Theaterpreis Berlin der Stiftung Preu&#223;ische Seehandlung. 2005 und 2008 wurde er in der Zeitschrift &#8218;Theater heute&#8216; zum Schauspieler des Jahres gew&#228;hlt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Informationen und Tickets (10,- Euro/ erm&#228;&#223;igt 8,- Euro) erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 12 Jul 2010 12:08:09 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/517</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 12.07.2010TANZGALA</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 12.07.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;TANZGALA Kinder- und Jugendtanzfest in Dessau-Ro&#223;lau&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater Dessau l&#228;dt am Samstag, 11. und 12. September zum Kinder- und Jugendtanzfest Dessau-Ro&#223;lau ins Gro&#223;e Haus ein.
Am Samstag, 11. September, um 17 Uhr ist im Anhaltischen Theater die &#8222;Tanzgala&#8220; zu erleben, an der erstmals auch Kindertanzgruppen teilnehmen. Am Sonntag, 12. September findet ein Tanzworkshop statt, unterst&#252;tzt vom Ballettdirektor des Anhaltischen Theaters Tomasz Kajdanski.
Um die Jahrzehnte zur&#252;ckreichende Tanz-Tradition der Stadt fortzuf&#252;hren, haben die Dessau-Ro&#223;lauer B&#252;hnentanzvereine ein Tanzfest organisiert. Veranstaltet wird das in diesem Jahr stadtbegrenzte Tanzfest vom Anhaltischen Theater Dessau und der Tanzgruppe &#8222;SCHAUT-hin!&#8220;. Das Kultur- und Jugendamt der Stadt Dessau-Ro&#223;lau unterst&#252;tzt das Tanzfest ideell.
Mit dabei sind die Kinder- und Jugendtanzgruppen &#8222;Sunshine&#8220; e.V. und &#8222;SCHAUT-hin!&#8220;, die Revuetanzgruppe &#8222;Showtime&#8220;, der Rosslauer Karnevalsverein &#8222;RKC&#8220;, der &#8222;Waldeser Karneval&#8220; und die Tanzgruppe &#8222;Holiday&#8220;. Tanzen ist Leidenschaft und Hobby vieler Kinder und Jugendlicher in Dessau. Bei der Tanzgala wollen sie ihr K&#246;nnen endlich einem gro&#223;en Publikum pr&#228;sentieren.
Die Tanzgala wird moderiert von Grit Lichtblau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Wir hoffen auf eine gute Resonanz in der Stadt. Uns stimmt optimistisch, dass hier sehr viele Kinder und Jugendliche dem Hobby Tanz nachgehen, es gibt ein breit gef&#228;chertes Angebot an M&#246;glichkeiten. Wir wollen dass diese Veranstaltung eine feste Gr&#246;&#223;e im Dessauer Veranstaltungskalender wird, vielleicht gibt es Veranstalter in der Stadt oder im Umland, die die Tanzgala zur Bereicherung ihrer Veranstaltung ein weiteres Mal zur Auff&#252;hrung bringen wollen&#8220;, so Andreas Gruhn/ K&#252;nstlerischer Leiter der Kinder- und Jugendtanzgruppe &#8222;SCHAUT-hin!&#8221; e.V.&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;KONTAKT: Andreas Gruhn, E-Mail: kontakt@schauthin.de, Tel. 03 49 04 - 32 687, Fax 03 49 04 - 32 688&lt;/p&gt;
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      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 12 Jul 2010 11:48:57 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/516</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Volksstimme, 12.07.2010Anhaltisches</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Volksstimme, 12.07.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anhaltisches Theater Dessau zeigt "Sommer Nacht Traum" im Stadtpark&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Vielf&#228;ltige Geschichten in der Parkmenschenwelt&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Eine herausgestreckte Zunge - man denke nur an das weltbekannte Einstein-Portr&#228;t - hat Symbolcharakter f&#252;r Frechheit, Dreistigkeit, auch Spott und Komik. So wie in der Sommer-Theaterinszenierung des Anhaltischen Theaters Dessau. Im Dessauer Stadtpark hatte "Sommer Nacht Traum" eine gefeierte Premiere.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein weit ge&#246;ffneter Mund mit eben der langen herausgestreckten knallroten Zunge ist eine Showb&#252;hne (Ausstattung Christian Wiehle). "Hallo Dessau! ", schallt es in das Stadtparkareal. Der smarte Showmaster Cyprian (Matthieu Svetchine) ruft zum Finale Song-Contest "Goldener Mund Dessau 2010". Einen tollen Gesangsvortrag gestalten Helen (Katja Sieder) und Norman (Deren Nowak) und Band mit Harald Thiemann, Jan Kerjes und Gerald Fiedler. Sonderbar dann nur, dass statt Publikumsfavoritin Helen der dunkelh&#228;utige Norman gewinnt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus dem Gesangswettbewerb heraus entwickelt Regisseurin Andrea Moses verschiedene eigenst&#228;ndige, nur andeutungsweise locker miteinander verbundene Spielebenen. F&#252;r "Sommer Nacht Traum" verwebt sie "Der Park" von Botho Strau&#223; und "Herr Peter Squenz" von Andreas Gryphius.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die nach dem Konzert zum S&#228;ubern in den Park geschickte Hartz-IV-Truppe arbeitsloser Dessauer Handwerker um deren Koordinator Peter Squenz (Uwe Fischer) hat die Idee, auf eben der Showb&#252;hne ein Theaterst&#252;ck zu "tragieren", n&#228;mlich "Piramus und Thisbe". Es gehe ihnen um &#246;ffentliche Anerkennung, denn "Kunst ist auch Arbeit". K&#246;stlich und durchaus einfallsreich ist ihr fast mittelloses, letztlich aber erfolgreiches Bem&#252;hen. Die total entt&#228;uschte Helen trifft derweil auf das mit Wohnwagen und Pkw angereiste Paar Helma und Wolf sowie dessen Freund Georg. Der Zuschauer erlebt lebensnah zwischenmenschliche Beziehungen - teils "&#252;ber Kreuz" - die von Liebe und Freundschaft, derb-wildem Sex, jedoch auch von Eifersucht, Hass und handfestem Streit mit deftiger F&#228;kalsprache gepr&#228;gt sind. Norman indes gewann den "Goldenen Mund", weil Cyprian, ein verkappter G&#246;tterbote, von ihm noch viel mehr haben wollte. Er wird sp&#228;ter sein hocherotisches Verlangen mit dem Tod zu bezahlen haben. Aber erst sp&#228;ter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn einen weiteren, sehr surreal anmutenden Handlungsstrang hat Andrea Moses in ihre Inszenierung "eingezogen". Oberon (Stephan Korves) und Titania (Antje Weber) sind in Dessau "heruntergekommene" G&#246;tter. Sie finden jedoch nicht den "Draht" zu den Parkmenschen. Die Oberon und Titania an- und zugedachte Liebesmission f&#252;r die irdische Menschheit artet aus in eigenem Streit, in w&#246;rtlich zu nehmender Entbl&#246;&#223;ung. Antje Weber l&#228;sst den Zuschauer eine durch und durch laszive G&#246;ttin erleben, mit viel Frivolit&#228;t - hart an der ertr&#228;glichen Grenze, ohne bei der Betrachtung penibel sein zu wollen. Nat&#252;rlich gibt es im Park auch eine Jugendszene. Ein "aufmerksamer Inspizient" versucht jedoch, sie vom Geschehen wegzudr&#228;ngen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In zweieinhalb Stunden Sommertheater folgt der Zuschauer den abwechselnd dominierenden Geschichten. Das durchweg vergn&#252;gliche und unterhaltsame St&#252;ck, f&#252;r Dessauer Befindlichkeiten vom Dramaturgen Holger Kuhla geschrieben, tr&#228;gt auch einen bitteren Beigeschmack. Wenn der schwarze Junge im St&#252;ck durch den Park gejagt wird, erinnert das sehr an Alberto Adriano, der in diesem Stadtpark get&#246;tet wurde. Andrea Moses inszenierte auf klassischer Grundlage ein St&#252;ck "aus, f&#252;r und in Dessau". Und das gesamte Dessauer Schauspielensemble war bravour&#246;s zu Gange. Bleibt nur zu hoffen, dass manch Gesehenes nur "schlechte Tr&#228;ume" in hei&#223;en Sommern&#228;chten sind und bleiben. Die kommenden Auff&#252;hrungen finden vom Mittwoch, dem 14. Juli, bis einschlie&#223;lich Sonntag, dem 18. Juli, jeweils um 19.30 Uhr statt.&lt;/p&gt;
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      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 12 Jul 2010 10:50:15 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/515</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 10.07.2010Open</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 10.07.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Open Air Theater &#8222;Sommer Nacht Traum&#8220; entf&#228;llt am Sonntag&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die f&#252;r Sonntag, 11. Juli um 17 Uhr geplante Vorstellung &#8222;Sommer Nacht Traum&#8220; des Anhaltischen Theaters auf der B&#252;hne im Stadtpark muss aufgrund der zu erwartenden hohen Temperaturen entfallen. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre G&#252;ltigkeit und k&#246;nnen f&#252;r eine der n&#228;chsten Vorstellungen genutzt bzw. umgetauscht werden.
Das Sommerst&#252;ck, in der Regie von Andrea Moses, ist t&#228;glich vom 14. Juli bis zum 18. Juli jeweils um 19:30 Uhr im Stadtpark zu erleben.
Andrea Moses verwebt in ihrem St&#252;ck zwei Stoffe miteinander: &#8222;Der Park&#8220; von Botho Strau&#223; und &#8222;Herr Peter Squenz&#8220; von Andreas Gryphius und inszeniert diese als sommerliches Roadmovie mit dem gesamten Schauspielensemble.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Informationen und Tickets erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sat, 10 Jul 2010 20:09:29 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/514</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 10.07.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Anhaltisches Theater&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;&#171;Die Liebe hat verloren!&#187;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Da k&#246;nnen selbst die Elfen nicht mehr helfen: Das Wettsingen um den "Goldenen Mund 2010" hat Finalistin Helen l&#228;ngst verloren, weil Moderator Cyprian in ihren sch&#246;nen Gegenspieler mit der dunklen Haut vernarrt ist - und weil er ohnehin das letzte Wort hat. Noch ein "Thank you for the Music" und ein Abschiedswinken - dann war's das! Aber war's das wirklich?&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Jagd auf schwarzen Jungen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Mit der Collage "Sommer Nacht Traum" haben Regisseurin Andrea Moses und Dramaturg Holger Kuhla ein Open-Air-Spektakel f&#252;r den Dessauer Stadtpark entwickelt, das eine poppig bunte Oberfl&#228;che &#252;ber dunklen Abgr&#252;nden ausbreitet. Die Collage aus den St&#252;cken "Der Park" von Botho Strau&#223; und "Herr Peter Squenz" von Andreas Gryphius schl&#228;gt nicht nur eine Br&#252;cke zwischen dem 20. und dem 17. Jahrhundert - sie verweist zudem in die Zeitgeschichte des Ortes, an dem vor zehn Jahren der Mosambikaner Alberto Adriano ermordet wurde. Denn auch in der "Sommernachtstraum"-Paraphrase von Strau&#223; geht es - wie schon bei Shakespeare - um einen Menschen, dessen exotische Erscheinung Aggressionen und Begehrlichkeiten weckt. Hier aber wird der Gejagte zum J&#228;ger ...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Christian Wiehles Ausstattung beschw&#246;rt einen wandernden Pop-Zirkus: Links von der gro&#223;en Show-B&#252;hne steht ein Wohnmobil, rechts findet ein Imbiss mit dem sinnigen Namen "Durstl&#246;scher" Platz - und dazwischen klafft ein gro&#223;er Mund, der seine Zunge als Laufsteg herausstreckt. Den dar&#252;ber gespannten Schriftzug "Heart's Fear" kann man mit "Herzensangst" &#252;bersetzen, man kann ihn aber auch als lautmalerische Umschreibung der sozialen Endstufe Hartz IV lesen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus dieser Sph&#228;re stammen die Zaung&#228;ste der Casting-Show, die sp&#228;ter die B&#252;hne als Arbeitsplatz entdecken und dort ihre schaurig sch&#246;ne Version von "Pyramus und Thisbe" in Szene setzen. Dem Camper-Paar Helen und Wolf geht es zwar finanziell besser, ihr emotionales Guthaben aber ist ebenfalls l&#228;ngst aufgebraucht - was sich auch von ihrem Freund Georg sagen l&#228;sst, der sich die entt&#228;uschte Helen von der B&#252;hne gepfl&#252;ckt hat. Von hoher Warte beobachten die Feenf&#252;rsten Oberon und Titania - nur mit kostbaren Pelzen bekleidet - das menschliche Treiben. Und dann ist da noch eine Bande von Jugendlichen, die den Park als ihr Revier beansprucht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Andrea Moses skizziert eine F&#252;lle von Charakteren und Konflikten, die sich gegenseitig verst&#228;rken oder behindern. Dabei versagt der Zauber, den die Naturgeister einst auf die Menschen aus&#252;ben konnten, zusehends: Titania (Antje Weber) wird von ihrer obsz&#246;n animalischen Lust f&#246;rmlich zerrissen, w&#228;hrend ihr Gatte (Stephan Corves) mit einer Mischung aus Ekel und Mitleid feststellt: "Die Liebe hat verloren!". Sein einstiger Diener Cyprian (Matthieu Svetchine) dealt als schmieriger Entertainer mit Voodoo-P&#252;ppchen und lehnt ansonsten jede Verantwortung ab - schlie&#223;lich bleibt seine eigene Gier auf den schwarzen Jungen (Derek Nowak) auch unbefriedigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie die Geister, so die Menschen: Helen (Katja Sieder) tr&#228;gt in ihrem sch&#246;nen Leib eine h&#228;&#223;liche Seele spazieren, Helma (Susanne Hessel) dr&#252;ckt mangels eines Mannes Blumen an ihren Busen und Georg (Thorsten K&#246;hler) misst seinen Selbstwert an der Rivalit&#228;t mit Wolf (Sebastian M&#252;ller-Stahl). Die Handwerker (Uwe Fischer, Jan Kersjes, Hans-J&#252;rgen M&#252;ller-Hohensee, Boris Malr&#233;, Gerald Fiedler, Harald Thiemann, Christel Ortmann) schlie&#223;lich spielen sich um Kopf und Kragen, wobei die Proben komischer als das Resultat sind.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Mit und auf vielen Ebenen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Mit diesem Befund scheint auch das Problem der Inszenierung beschrieben zu sein: "Sommer Nacht Traum" spielt mit und auf vielen Ebenen und verliert sich zwischen all den Ans&#228;tzen immer wieder selbst aus dem Blick. Obwohl die Perspektiven pausenlos wechseln, werden die Figuren dadurch nicht plastischer. Das komplizierte Verh&#228;ltnis der Paare etwa wird aus dem Nichts behauptet und sp&#228;ter nach eben dort zur&#252;ckverwiesen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ist nat&#252;rlich auch der bewussten Entzauberung geschuldet, die Strau&#223; dem Shakespeare-Stoff verordnet hat. Daneben aber steht der Gryphius-Text, der st&#228;rker auf das Original verweist - und so auch auf Binnenbez&#252;ge, die diesem St&#252;ck in St&#252;cken fehlen. Dass fast alle Akteure ihr Bestes geben, wobei sich besonders Jan Kersjes und Hans-J&#252;rgen M&#252;ller-Hohensee, Thorsten K&#246;hler und Matthieu Svetchine in die Herzen des Publikums spielen, betont die Vereinzelung der Figuren eher. Ein trauriger Befund f&#252;r eine Kom&#246;die.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Vorstellungen: Samstag und Sonntag 17 Uhr, 14. bis 18. Juli 19.30 Uhr&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sat, 10 Jul 2010 12:59:10 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/513</link>
    </item>
    <item>
      <title>Orpheus, Herbert Henning, Juli</title>
      <description>&lt;p&gt;Orpheus, Herbert Henning, Juli/August 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Sehnsucht nach Freiheit&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die Zeit der Grand Op&#233;ra ist vorbei. Vielleicht ist dies ja ein Grund daf&#252;r, dass die Oper La Muette de Portici von Auber von den Spielpl&#228;nen nahezu ganz verschwunden ist obwohl sie einst zu den ber&#252;hmtesten Opern des 19. Jahrhunderts z&#228;hlte. Vor 52 Jahren war sie das letzte Mal in Dessau zu sehen. F&#252;r Andr&#233; B&#252;cker wurde seine emotionsgeladene Inszenierung unter der musikalischen Leitung von Antony Hermus und Chordirektor Helmut Sonne zu einem nicht nur musikalischen Triumph mit einem erstklassigen S&#228;ngerensemble, das keinen Vergleich mit gro&#223;en Opernh&#228;usern zu scheuen braucht. Packendes Musiktheater, das ungemein fesselt und die Geschichte um den Aufstand der Fischer in einem neapolitanischen Fischerort am Fu&#223;e des Vesuvs neu erz&#228;hlt und auf ganz besondere Weise jene politische Dimension des St&#252;ckes freilegt, die bei einer Auff&#252;hrung 1830 in Br&#252;ssel eine Revolution einleitete. In dieser monumentalen Inszenierung mit der ph&#228;nomenal eingesetzten und pr&#228;zise funktionierenden B&#252;hnenmaschinerie sind Menschen und Maschinen in einer Container-&#8220;Landschaft" eines Hafendocks allgegenw&#228;rtig. In unaufh&#246;rlicher, wie von Geisterhand gesteuerte Verwandlung mit dem auf Videow&#228;nden immer pr&#228;senten Meer und einer Werftszenerie, die fernab jeglicher Idylle ist, wird in starken Bildern voller Dramatik und Leidenschaft das Geschehen erz&#228;hlt. Dabei leistet der durch den Coruso-Chor e.V. verst&#228;rkte Opernchor mit einer gro&#223;en Statisterie vereint, musikalisch und darstellerisch Herausragendes. Andr&#233; B&#252;cker gelingt die Gratwanderung zwischen eindrucksvollen, der Grand Op&#233;ra &#228;hnlichen Massenszenen und sehr genau gezeichneten individuellen Charakteren der Figuren. Das stumme M&#228;dchen Fenella wird von Gabriella Gilardi mit einer ausdrucksstarken und expressiven K&#246;rpersprache getanzt und emotionalisiert die Inszenierung ganz besonders. Es sind vor allem aber die S&#228;nger im Ensemble, die diese Auff&#252;hrung dominieren und zu einem musikalischen Triumph werden lassen. Allen voran der junge mexikanische Tenor Diego Torre, der mit unglaublicher Energie und s&#228;ngerischer Pr&#228;senz nahezu m&#252;helos die heikle H&#246;he der Partie das Masaniello meistert. Makellos der Gesang von Eric Laporte als Alphonse und Angelina Ruzzafante als Elvire. Ulf Paulsen und Angus Wood sind die gewaltt&#228;tigen Handlanger der Camorra. Vor allem Wiard Witholt als nach Rache d&#252;rstender Pietro, ungest&#252;mer Gef&#228;hrte des Masaniello, hat s&#228;ngerisch und darstellerisch Format. Jan Steigert (B&#252;hne) und Christian Schrills (Video) lassen zum Finale den Vesuv flammende Lava speien - Metapher f&#252;r die unb&#228;ndige Kraft und Leidenschaft des Volkes, das das Schicksal der Stummen von Portici zum Fanal wider Terror und Gewalt nimmt. Das Leben jenseits von Wohlstand und Freiheit hat nicht zuletzt durch die leidenschaftliche und packende Musizierweise der Anhaltischen Philharmonie in dieser umjubelten Inszenierung ein Gesicht.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 9 Jul 2010 10:34:25 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/512</link>
    </item>
    <item>
      <title>Orpheus, Kevin Clarke, Juli/August</title>
      <description>&lt;p&gt;Orpheus, Kevin Clarke, Juli/August 2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;S&#228;nger sind wie Diamanten, die man zum Funkeln bringen muss!&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Antony Hermus&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Der Dirigent und neue GMD von Dessau im Gespr&#228;ch mit Kevin Clarke&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Antony Hermus, 1973 in den Niederlanden geboren, studierte an der Musikhochschule Tilburg. 2003 bis 2008 war er GMD in Hagen, seit dieser Saison ist er GMD des Anhaltischen Theaters Dessau, wo seine erste Produktion (Lohengrin) &#252;berregional positive Reaktionen hervorrief.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Aubers Stumme von Portici ist ein unbekanntes Werk, eine Grand Op&#233;ra mit spektakul&#228;ren Effekten. Wie seid ihr an so ein Werk herangegangen?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das war eine spannende Arbeit, vor allem, weil es kaum Vorbilder gibt. Aubers Stumme ist vor allem bekannt wegen ihrer revolution&#228;ren Inhalte. Es geht um Unterdr&#252;ckung und Rache, wobei Pers&#246;nliches und Politisches vermischt werden. Bis 1882 gab es 505 (!) Vorstellungen der Stummen an der Pariser Oper, heutzutage wird das St&#252;ck nur sehr selten gespielt, trotz der packenden, nach wie vor aktuellen Geschichte und ber&#252;ckend sch&#246;nen Musik. Faszinierend ist auch die Figur der Stummen selbst, Fenella, die bei uns von einer T&#228;nzerin dargestellt wird. Sie macht eine gro&#223;e Entwicklung durch, sagt nichts, kommuniziert aber viel, unterst&#252;tzt von schillernden Orchesterzwischenspielen. Au&#223;erdem haben wir f&#252;r die Hauptrollen eine super Besetzung.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Historische Dirigenten haben mit Solisten Rollen Satz f&#252;r Satz probiert, um eine ideale Interpretation zu finden. Ist das auch Dein Ideal?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ich arbeite unglaublich gern mit S&#228;ngern, weil sie wie Diamanten sind, die man schleifen und zum Funkeln bringen muss. Die Erkenntnis, dass Dirigenten S&#228;ngern helfen sollten, ist bei mir relativ fr&#252;h gekommen. Ich war bei einer Pell&#233;as-Produktion Studienleiter und hatte mit allen S&#228;ngern die Rollen einstudiert. Ich kannte das St&#252;ck also ziemlich gut. Bei einer Durchlaufprobe auf der B&#252;hne mit Orchester fehlte ein Nebenrollendarsteller, und mein damaliger GMD bat mich, f&#252;r eine Szene einzuspringen und auf der B&#252;hne singend die Stichworte zu geben. Ich dachte &#8222;kein Problem&#8220;. Der Dirigent seinerseits dachte &#8222;ach, der Antony kennt das St&#252;ck ja, der hat's schlie&#223;lich einstudiert, dem muss ich keine Zeichen geben&#8220;. Und ich stand da oben auf einer Schr&#228;ge und h&#246;rte nur ein flirrendes Orchesterrauschen, von ganz weit weg. Alle meine Eins&#228;tze waren falsch, ich kam dauernd aus dem Takt. Der GMD guckte mich irritiert an. Und ich merkte, aha, das ist also das Gef&#252;hl, das ein S&#228;nger hat, wenn er auf der B&#252;hne steht und ein Dirigent ihm nicht hilft! Vorher habe ich mich immer ge&#228;rgert &#252;ber S&#228;nger, die geschleppt oder Eins&#228;tze verpasst haben. Aber seit diesem Schl&#252;sselerlebnis wei&#223; ich, dass es meine wichtigste Aufgabe ist, S&#228;ngern zu helfen durch den Abend zu kommen, darauf zu achten, dass ihnen die Puste (oder Stimme) nicht wegbleibt. Als Dirigent muss ich f&#252;r sie die richtigen Tempi finden, bei denen sie sich wohl f&#252;hlen. Und ich muss ein Band mit ihnen entwickeln. Nur dann entsteht Vertrauen und f&#252;hlt sich ein S&#228;nger getragen. Orchester und Dirigent sollten einen Teppich f&#252;r S&#228;nger ausrollen, auf dem sie sich frei bewegen k&#246;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;S&#228;nger m&#252;ssten Dich f&#252;r diese Einstellung lieben.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ich liebe meinerseits jedenfalls S&#228;nger, die sich mit Leidenschaft und einer gro&#223;en Musikalit&#228;t in Opern st&#252;rzen und genauso theatralisch denken wie ich.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;W&#252;rdest Du Dich als Stimmfetischist bezeichnen?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ich habe schon gewisse Klangideale f&#252;r bestimmte Rollen. Die Herausforderung am deutschen Ensemblebetrieb ist, dass man S&#228;nger sucht, die m&#246;glichst vielseitig einsetzbar sind, ohne sie im Repertoirebetrieb zu verheizen. In Dessau ist das bis jetzt gut gelungen, was vor allem das Verdienst von unserem Casting-Chef Heribert Germeshausen ist, der ein super Gesp&#252;r f&#252;r interessante S&#228;nger hat.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Sind unbekannte St&#252;cke ein Spielplanschwerpunkt?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wir bem&#252;hen uns, erfinderisch zu sein. Rarit&#228;ten werden auch in den n&#228;chsten Jahren vorkommen. Im Fall der Stummen von Portici war es eine tolle Entdeckungsreise mit einer Partitur, die kaum jemand kennt. Was eher unerfreulich war, war die St&#252;ckel-Arbeit mit dem Notenmaterial, denn es gibt keine kritische Edition von einem franz&#246;sischen Verlag, d.h. materialtechnisch ist das St&#252;ck schwierig. Als Holl&#228;nder interessierte es mich besonders, weil mit Portici die belgische Revolution startete und letztlich die Unabh&#228;ngigkeit der Niederlande herbeigef&#252;hrt wurde. Solche Bezugspunkte zu meiner Heimat sind vielleicht zuf&#228;llig, aber es gab sie auch beim Lohengrin, der ja bekanntlich in Brabant spielt, wo ich herkomme. Man k&#246;nnte fast sagen, dass unser diesj&#228;hriger Spielplan speziell f&#252;r mich konzipiert wurde.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wie sieht es mit Medienpartnerschaften aus. Kommen weiterhin Produktionen aus Dessau auf CD und DVD heraus?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wir werden versuchen, Dessau &#252;ber CDs und DVDs auf die internationale Opern- und Orchesterlandkarte zu setzen. Wir haben hier ein gro&#223;es Haus mit einer super Akustik und vielen b&#252;hnentechnischen M&#246;glichkeiten. Das wollen wir optimal nutzen. Von der Stummen von Portici wird es eine DVD geben.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Vor kurzem lief in Dessau Kurt Weills One Touch of Venus. In den USA ist das St&#252;ck ein Klassiker, in Deutschland fast unbekannt. Hast Du Ber&#252;hrungs&#228;ngste mit der Kunstform Operette oder Musical?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&#220;berhaupt nicht. Wichtig ist f&#252;r mich die Qualit&#228;t der Musik. Ich bin ein gro&#223;er Bernstein-Fan. Unseren neuen Candide h&#228;tte ich gern selbst gemacht, aber das ging zeitlich nicht.  West Side Story w&#252;rde ich sofort dirigieren oder On the Town. Ich habe in meiner Zeit in Hagen viele Operetten dirigiert, die mir auch viel Spa&#223; gemacht haben. Grunds&#228;tzlich gilt: Gute Kapellmeister erkennt man daran, dass sie Operetten gut dirigieren k&#246;nnen. Da scheidet sich schnell die Spreu vom Weizen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Was sind Deine Pl&#228;ne und Tr&#228;ume?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ich w&#252;rde gern wieder eine gro&#223;e Puccini-Oper leiten und einen Mozart-Zyklus oder (im Konzertbereich) einen Beethoven-Zyklus. Auch die Opern von Wagner und Strauss faszinieren mich unglaublich. Aber vor allem will ich mich pers&#246;nlich weiterentwickeln als K&#252;nstler und Mensch, und daf&#252;r ist Dessau eine ideale Umgebung. Im Moment habe ich auch etliche Einladungen von Opernh&#228;usern und Sinfonieorchestern f&#252;r Gastdirigate, speziell in Frankreich und Holland. In Dessau hoffe ich, dass wir weitermachen k&#246;nnen mit all dem, was wir angefangen haben, trotz Sparzwang, der momentan nicht nur bei uns herrscht. Die Stadt-, Landes- und Bundesv&#228;ter sollten eines nicht vergessen: Kultur ist in einer Gesellschaft nicht die Sahne auf dem Kuchen, sondern auch die Hefe im Teig!&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 9 Jul 2010 10:28:02 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/511</link>
    </item>
    <item>
      <title>Steffi Bojahr, M&#228;rkische Allgemeine</title>
      <description>&lt;p&gt;Steffi Bojahr, M&#228;rkische Allgemeine, 09.07.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;B&#220;HNE: &#220;berlebenskampf ohne Pause&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Das Anhaltische Theater Dessau beginnt heute seinen Sommerspielplan&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;DESSAU - Sommerzeit gleich Urlaubszeit, zumindest am Potsdamer Hans-Otto-Theater. Bis zum 7. September ruht der regul&#228;re Spielbetrieb. Gastspiele oder eine Sommer-Inszenierung im Umfeld der vielbesuchten Schl&#246;sser und G&#228;rten sind nicht vorgesehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine durchgehende Sommerpause leistet sich das Anhaltische Theater Dessau nicht. Trotz oder gerade wegen der schwierigen Situation &#8211; das Haus ist ab 2013 von umfassenden Sparma&#223;nahmen bedroht &#8211; arbeitet die Theatercrew eingeschr&#228;nkt weiter. In die Sommerpause gehen die Sparten versetzt, wie Intendant Andr&#233; B&#252;cker erkl&#228;rt. So gibt es auch im Juli und im August Vorstellungen. &#8222;Das Theater ist au&#223;erordentlich wichtig f&#252;r den Tourismus der Bauhaus-Stadt. Die Besucher wollen das kulturelle Angebot vor Ort in G&#228;nze wahrnehmen&#8220;, so B&#252;cker.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In seinen Augen setzt das Bauhaus hohe &#228;sthetische Ma&#223;st&#228;be, die f&#252;r die darstellerischen Leistungen und die Konzeption der Inszenierungen eine Messlatte darstellen. Sein Theater muss aber auch sehr unterschiedliche Anspr&#252;che und Schichten bedienen. Und so betrachtet es der Intendant als seine Aufgabe, einen Spielplan vorzulegen, &#8222;der inhaltlich auch zusammenpasst&#8220;. Verdi- und Mozart-Opern stehen neben Inszenierungen von Shakespeare-, Kleist- und Kurt-Weill-St&#252;cken. Auch Gegenwartsst&#252;cke wie &#8222;Der Kick&#8220; von Andres Veiel oder &#8222;Der Park&#8220; von Botho Strau&#223; werden aufgef&#252;hrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Anspr&#252;chen zu gen&#252;gen, sei ein immerw&#228;hrender Kraftakt: Schon jetzt pfeife das Theater auf dem letzten Loch, sagte Andr&#233; B&#252;cker, der gerade seine erste Spielzeit in Dessau hinter sich hat. Jede Sparma&#223;nahme h&#228;tte f&#252;r das Vierspartenhaus, das Oper, Operette, Musical, Tanztheater, Schauspiel und Puppentheater anbietet, dramatische Folgen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bisher stehen dem Dessauer Ensemble 15 Millionen Euro im Jahr zur Verf&#252;gung. Die Zuwendung teilen sich das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Dessau. (Zum Vergleich: Das einspartige Hans-Otto-Theater in Potsdam erh&#228;lt im Jahr etwa 9,3 Millionen Euro.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch derzeit geht in Dessau die nackte Angst um. Die Stadt tr&#228;gt sich mit dem Gedanken, den Etat ab 2013 um 3,5 Millionen Euro zur&#252;ckzufahren, das Land w&#252;rde in diesem Falle seine F&#246;rderung um die gleiche Summe reduzieren. &#8222;Das k&#228;me einer Schlie&#223;ung gleich&#8220;, sagt Intendant B&#252;cker. Konkret sei jedoch noch nichts. Sein Haus ist mit 350 Mitarbeiter, die mit einem Haustarif abgespeist werden, einer der gr&#246;&#223;ten Arbeitgeber in der Region.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#220;ber mangelndes Interesse seitens der Besucher beklagt sich der Theatermacher nicht: Rund 200 000 Menschen sehen sich pro Jahr eine Auff&#252;hrung in dem Traditionshaus an, das bereits im Jahr 1766 gegr&#252;ndet wurde. Das sind mehr als doppelt so viele Menschen, wie in Dessau leben. Der Spielplan zieht auch Publikum aus Bitterfeld, Zerbst, K&#246;then, S&#252;dbrandenburg und sogar aus Berlin an.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf rund 600 Veranstaltungen kommen die Macher pro Jahr. Dazu z&#228;hlt aber nicht nur das B&#252;hnengeschehen. Orchestermusiker begleiten in Kinderg&#228;rten und Grundschulen die musikalische Fr&#252;herziehung, es gibt ein Kinderballett und einen Kinderchor sowie theaterp&#228;dagogische Angebote f&#252;r Lehrer und Sch&#252;ler. &#8222;Es ist Teil des Auftrags der Stadttheater, den Menschen den Zugang zur Kultur kosteng&#252;nstig zu erm&#246;glichen&#8220;, betont Andr&#233; B&#252;cker.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch wer keinen Cent f&#252;r Kultur &#252;brig hat, kann in den Genuss des Dessauer Theaters kommen: Hin und wieder wird die Suppenk&#252;che zum Veranstaltungsort. &#8222;Wir gehen sehr verantwortungsvoll mit den Mitteln aus &#246;ffentlicher Hand um&#8220;, versichert B&#252;cker. &#8222;Doch rein kommerzielles Denken ist der Sache wenig dienlich, denn Kultur und Bildung sind nun mal nicht immer wirtschaftlich&#8220;, betont er. Die deutschen Stadttheater seien ein Ort innovativer Kunst, aber auch ein Ort, um Bildung und Werte zu vermitteln.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;M&#252;sste sein Haus schlie&#223;en, w&#252;rde das eine tiefe Schneise in das Kulturangebot in und um Dessau schlagen. Auch das Image der Stadt w&#228;re schwer angeschlagen. Aber Andr&#233; B&#252;cker hofft, dass es so weit nicht kommt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einen m&#246;glichen Ausweg sieht er darin, dass aus dem Anhaltischen Theater Dessau ein Staatstheater wird, das haupts&#228;chlich vom Land finanziert wird. &#8222;Dann g&#228;be es auch in Sachsen-Anhalt ein Staatstheater.&#8220; Die Konkurrenz um diesen Titel durch das Theater Magdeburg in der Landeshauptstadt f&#252;rchtet er nicht. Dessau sei nunmal die Kulturhauptstadt des Landes und ein Bekenntnis zu diesem Ort l&#228;ngst &#252;berf&#228;llig. Andr&#233; B&#252;cker gibt sich k&#228;mpferisch. Der geb&#252;rtige Niedersachse kennt sich in der ostdeutschen Theaterlandschaft aus. Von 2005 bis 2008 leitete er das Nordharzer St&#228;dtebundtheater Halberstadt/Quedlinburg. &#8222;Im &#220;berlebenskampf habe ich also schon &#220;bung&#8220;, versichert er.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sommer Nacht Traum, bis 18. Juli, Anhaltisches Theater Dessau/Ro&#223;lau, Stadtpark, Karten 03 40/25 11 333, www.anhaltisches-theater.de.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 9 Jul 2010 10:06:08 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/510</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 02.07.10&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Giftspritzen in den Geisterh&#228;usern&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Drei Meistergattinnen empfangen Besucher beim letzten Haus-Funk-Abend und f&#252;hren sie vergn&#252;glich von Meisterhaus zu Meisterhaus, wo Darbietungen warten.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Geister sind erwacht und haben erst einmal die Wiese unter den Kiefern versch&#246;nt. Blaue und rote Bl&#252;mchen wachsen streng ausgerichtet in der Meisterhaussiedlung. Da sp&#252;rt man doch gleich den Gr&#252;nen Daumen der Meistergattinnen. Kunst beginnt mit Kunstblumen schon vor der Haust&#252;r. So nett, wie sie die Vorwiese gestaltet haben, haben sich Ise Gropius, Nina Kandinsky und Tut Schlemmer auch selbst hergerichtet. Frisch gelegte Haare, rot gezogene Lippen und Kleider f&#252;r eine Gartenparty - so empfangen sie die zahlreichen Besucher am Mittwochabend an den Meisterh&#228;usern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum achten Mal in dieser Spielzeit des Anhaltischen Theaters wurde der Haus-Funk veranstaltet, ein von der Kulturstiftung des Bundes gef&#246;rdertes Projekt, das seit dem Herbst an jedem letzten Mittwoch im Monat die Dessauer an die verschiedenen Bauhausorte einlud, wo es die unterschiedlichsten Aktionen gab. Der Haus-Funk in dieser Woche war der letzte im Reigen des auf eine Spielzeit begrenzten Projektes, das Dramaturgin Maria Viktoria Linke in Zusammenarbeit mit Torsten Blume von der Stiftung Bauhaus betreute. F&#252;r den Abschied gab es deshalb noch einmal richtig viel Programm, pr&#228;sentiert von Schauspielern und T&#228;nzern des Theaters, mit S&#228;nger Ulf Paulsen und der slowakischen Band Po&#381;on Sentimental.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So richtig wohl an ihrem fr&#252;heren Wohnort f&#252;hlten sich die Frauen Ise, Nina und Tut - Thorsten K&#246;hler, Matthieu Svetchine und Jan Kersjes waren in die Kleider der Ehefrauen von Walter Gropius, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer geschl&#252;pft -, und sie erwiesen sich den ganzen Abend &#252;ber als perfekte und aufmerksame Gastgeberinnen in den Geisterh&#228;usern. Viel hatten sie zu erz&#228;hlen und taten dies zuerst am Haus Emmer, das heute &#252;ber den Resten des Direktoren-Hauses von Gropius steht. Die Gartenterrasse bot den drei Damen ein angemessenes Podium, um mit Hilfe von Grundriss-Zeichnungen durch das Haus zu f&#252;hren und dabei recht viel vom Leben seiner Bewohner und der Nachbarn zu erz&#228;hlen. &#8222;Wir sind so richtige Giftspritzen", erkl&#228;rte Thorsten K&#246;hlers Ise, und so teilten die Gattinnen untereinander ebenso ordentlich aus wie sie Abwesende mit Spitzen bedachten. Die Feiningers und Moholy-Nagys w&#252;rden immer den M&#252;ll im Gropius-Garten abladen und wurden deshalb nicht eingeladen, erfuhr man ebenso wie manch andere Indiskretion. Die Zuschauer am&#252;sierte das sichtlich.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;"Komm zur Vernunft und komm da runter."&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ise, Tut und Nina zu Hannes Meyer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Von Haus zu Haus zog die Besuchergruppe, verschmerzte die verschlossene T&#252;r bei Feininger, denn auf der Terrasse bei Muches und Schlemmers wartete schon Ulf Paulsen mit einem ausgew&#228;hlten Liedprogramm von Hanns Eisler bis zu Gassenhauern der 1920er Jahre. Das Saxophon von J&#246;rg Naumann lockte darauf in das Meisterhaus Muche/Schlemmer. T&#228;nzer des Anhaltischen Theaters erkundeten performativ die R&#228;ume, lie&#223;en sich gleicherma&#223;en auf die Musikimprovisation wie die Klarheit der Architektur ein, und als das Saxophon schwieg, da rief Stephan Korves als Hannes Meyer mit dem Megaphon vom Dach des letzten Meisterhauses in der Reihe schon die G&#228;ste herbei. Er las seinen Abschiedsbrief, den er dem Oberb&#252;rgermeister nach seinem Hinauswurf aus dem Bauhaus schrieb. Immer und immer wieder setzte er an, brach ab, las erneut. Ise, Tut und Nina kommentierten. &#8222;Der ist ein wenig sauer. Das hat der nie verwunden. Komm zur Vernunft und komm da runter", meinten die drei, doch Meyer wollte noch erz&#228;hlen, &#8222;warum ich geschlossen wurde".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei Kandinsky und Klee waren es Susanne Hessel, Regula Steiner und Eva-Marianne Berger, die mit Schn&#228;uzer, Hut und Anzug die Kunsttheorie unters Volk brachten. Anspruchsvolles wechselte an diesem Abend mit leichtem, Po&#381;on Sentimental spielte zum Finale Klassik gleicherma&#223;en wie Filmmusik. Nach zwei Stunden Programm gab es reichlich Applaus f&#252;r die gro&#223;e Gruppe der Akteure. Ise, Nina und Tut wollten da nur noch ihre Kleider gegen lange Hosen tauschen, denn auch die M&#252;cken hatten am letzten Haus-Funk-Abend ihre helle Freude.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Gro&#223;es Finale bis zum Sonntag&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Sein gro&#223;es Finale erlebt das Dessauer Funk-Projekt von heute bis Sonntag vor dem Alten Theater. Dorthin ist bereits gestern der rote Funk-Container umgezogen, der seit Spielzeitbeginn auf dem Vorplatz des Theaters stand. Gestartet ist bereits am Mittwoch mit Dessau-Funk eine viert&#228;gige Radiostation f&#252;r Dessau: Auf lokaler Frequenz in der Umgebung des Theaters und &#252;ber www.dessaufunk.de oder &#252;ber www.interfunk.net sendet die Radiostation bis in die Nacht des 4. Juli kontinuierlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vor dem Alten Theater beginnt heute um 21 Uhr &#8222;Tanz den Dessau - besuch die Funks!". 24 Stunden lang empf&#228;ngt das Funk-Team in einer B&#252;hnenwohnung vor dem Alten Theater Dessauerinnen und Dessauer, Vereine, Initiativen und Clubs - vom Briefmarkensammler bis zur Theaterjugend, vom Dichter &#252;ber Imker und Musiker bis zum Modellflieger. DokuTV Wettin und Funk zeichnen auf und &#252;bertragen live &#252;ber www.interfunk.net, ein paar Tage sp&#228;ter wird die Funk-Schau im Offenen Kanal Dessau laufen. Live-Musik und ein DJ laden zum Abschluss der 24-st&#252;ndigen Funk-Aktion und einer gro&#223;en Party auf dem Vorplatz des Alten Theaters am Sonnabend um 21 Uhr ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der letzte gro&#223;e Auftritt von Funk ist ein &#246;ffentlicher Brunch am Sonntag ab 11 Uhr. Funk sendet an diesem Julitag noch bis Mitternacht - dann ist die Sendezeit zu Ende.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 6 Jul 2010 14:50:44 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/509</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 06.07.10&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Rasante Reise in den S&#252;den&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Anhaltische Philharmonie entf&#252;hrt ihr Publikum nach Spanien.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In der Musik beschreibt der Begriff der Antizipation normalerweise die Vorwegnahme eines Tones, der im harmonischen Gef&#252;ge eigentlich erst sp&#228;ter kommen m&#252;sste - und an der ungewohnten Stelle deshalb m&#246;glicherweise f&#252;r einen Missklang sorgt. Im Sport aber steht das Wort f&#252;r die Vorahnung des Wettkampfgeschehens, die dem Athleten einen entscheidenden Vorteil verschaffen kann. Im letzten Sinfoniekonzert der Saison bewies die Anhaltische Philharmonie nun, dass man beide Bedeutungen durchaus zusammendenken kann - auch wenn der Ablauf des Abends nat&#252;rlich schon lange feststand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch wenn ein Niederl&#228;nder zwei Stunden nach dem Sieg seiner Mannschaft &#252;ber Brasilien ein Programm dirigiert, bei dem ein deutsches Sinfonieorchester ein &#252;berwiegend spanisches Programm pr&#228;sentiert, dann sind drei der vier Halbfinalisten - und vermutlich auch die Endspiel-Gegner - der Fu&#223;ball-WM auf engem Raum versammelt. Dass die Hitzeschlacht unter dem Motto "Auf in die Sonne" ohnehin auch eine sportliche Herausforderung an alle Interpreten werden w&#252;rde - wer h&#228;tte nach dieser ersten Saison des Antony Hermus daran zweifeln wollen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei war das s&#252;dl&#228;ndische Flair zun&#228;chst eher im Flirren der Atmosph&#228;re und in gelegentlichen Eruptionen des Temperaments zu suchen: Vor Joaquin Rodrigos "Concierto de Aranjuez" hatte die Dramaturgie Emmanuel Chabriers Rhapsodie "Espana" und Joaquin Turinas "Danzas Fantasticas" gesetzt, die ihre thematischen Zuweisungen vor allem aus t&#228;nzerischen Vorbildern sch&#246;pfen. Dass sie sich in diesem Ansatz relativ nahe kommen, steigerte die Spannung auf den Auftritt von Marlon Titre, der mit dem Klassiker von Rodrigo nun eine entscheidende Steigerung bringen musste.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das gelang dem jungen Gitarristen scheinbar m&#252;helos - und mit wahrhaft majest&#228;tischer Haltung. Der Minimalismus, mit dem er die maximale Herausforderung dieses Virtuosen-St&#252;cks meisterte und sich dabei als Motor und Inspirator des Orchesterklangs behauptete, war auch optisch ein Genuss - und setzte zumindest in der zweiten Auff&#252;hrung zugleich jene Kr&#228;fte frei, mit denen die Philharmoniker ihr letztes Heimspiel vor der Sommerpause gewinnen konnten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn von nun an ging es nach der Pause Schlag auf Schlag: Maurice Ravels "Alborada del Gracioso" als Mini-Bolero, dessen energetische Steigerung im Schlusstanz aus dem Ballett "Der Dreispitz" von Manuel de Falla noch einmal lustvoll potenziert wurde. Und mit dem hochtourigen "Danz&#243;n No. 2" von Arturo M&#225;rquez sowie "Estancia" von Alberto Ginastera mischten dann sogar noch lateinamerikanische Rhythmen in die Gr&#252;&#223;e aus dem S&#252;den - und beim "Mambo" von Leonard Bernstein riefen die Musiker den Titel in den Saal.
Wen soll man loben? Das Englischhorn, den Solo-Cellisten, die ersten Pulte bei Oboe, Klarinette und Trompete? Oder die glorreichen sieben Schlagzeuger? Am besten alle zusammen und jeden einzeln, so wie es Antony Hermus am Ende tat. Und ihn selbst nat&#252;rlich - auch f&#252;r sein abermals flammendes Bekenntnis zu Dessau.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 6 Jul 2010 14:37:42 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/508</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 05.07.10&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Vorgeschmack auf das seltsame Treiben im Park&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Rot und riesig h&#228;ngt die Zunge in der Sommerhitze aus dem knallroten Mund. So gro&#223; ist sie, dass sie als B&#252;hne und als Laufsteg taugt f&#252;r den Gesangswettbewerb "Goldener Mund". Am Donnerstag dieser Woche startet er im Dessauer Stadtpark. Einen Vorgeschmack auf die Sternchen, die das Publikum dann erwartet, gab es am Sonntag bereits. Da wurde gesungen, rezitiert, gespielt. Wenn im Anhaltischen Theater eine Premiere ins Haus steht, dann wird zuvor zu einer Matinee eingeladen. Weil die n&#228;chste Premiere nun aber im Stadtpark l&#228;uft, war die dortige Open-Air-B&#252;hne auch die Adresse f&#252;r all jene, die sich mitten im Stadtfest-Trubel &#252;ber "Sommer Nacht Traum" informieren wollten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Chefregisseurin Andrea Moses verwebt in ihrem Sommerst&#252;ck zwei Stoffe miteinander: "Der Park" von Botho Strau&#223; und "Herr Peter Squenz" von Andreas Gryphius. Sie inszeniert diese als sommerliches Roadmovie mit dem gesamten Schauspielensemble. Zun&#228;chst sei der Abend Kom&#246;die, vor allem wegen der Handwerkerszene. Arbeitswillige, doch arbeitslose Handwerker nehmen die Bierflasche aus und das Schicksal in ihre starken H&#228;nde und lassen sich von allen Theatermusen k&#252;ssen. Angef&#252;hrt von Peter Squenz "tragieren" sie h&#246;chst selbst das ersch&#252;tternde Spiel um "Piramus und Thisbe". Aber auch ernste Aspekte f&#228;nden sich in der Inszenierung wieder. "Wir widmen uns auf k&#252;nstlerische Weise auch dem Tod Alberto Adrianos hier im Dessauer Stadtpark", so die Regisseurin. Der Gewinner des "Goldenen Mundes", ein schwarzer Junge, wird nicht allein vom liebestollen Cyprian gejagt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwei Paare gibt es noch, drei Jungen und ein M&#228;dchen, die Spa&#223; haben und weder sich, noch einen Sinn des Lebens finden. Auf Beobachtungsposten sitzt das ratlose Feeng&#246;tterpaar Oberon und Titania. Ob sie in dieser Parkmenschenwelt noch etwas richten k&#246;nnen? Eines k&#246;nnen sie jedoch keinesfalls: M&#252;cken wegzaubern. Dem Sommertheater-Publikum sei deshalb empfohlen, f&#252;r Schutz zu sorgen, damit der Abend nicht zum juckenden Alptraum ger&#228;t.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Premiere "Sommer Nacht Traum" am Donnerstag, 19.30 Uhr, Vorstellungen am 9. und vom 14. bis 18. Juli, jeweils 19.30 Uhr, am 10. / 11. Juli jeweils 17 Uhr. Karten an der Abendkasse und an der Theaterkasse im Rathaus-Center, Telefon 0340 / 2 40 02 58.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 6 Jul 2010 14:23:28 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/507</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 01.07.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Stimuliert ein Urlaub im Stadtpark die Ehe?&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die Beiden haben sich wirklich gerne. Sie k&#246;nnen so sch&#246;n miteinander schweigen. Und wenn sie sich doch etwas zu sagen haben, dann sind es meistens keine Nettigkeiten. So sitzen sie also in ihren Liegest&#252;hlen vor dem Camper und schlagen die Urlaubszeit tot. Fast m&#246;chte man den eigenen Urlaub verschieben, damit er nicht so endet wie bei Helma und Wolf. Oder gibt es f&#252;r die Beiden doch noch &#220;berraschungen, die den Ehealltag auffrischen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Susanne Hessel und Sebastian M&#252;ller-Stahl versprechen zumindest ein Abenteuer. Sie spielen Helma und Wolf in der Inszenierung "Sommer Nacht Traum", f&#252;r die Regisseurin Andrea Moses gerade mit dem gesamten Schauspielensemble auf der "Heart's Fear"-B&#252;hne im Stadtpark probt. Moses verwebt in dem Sommerst&#252;ck zwei Stoffe miteinander: "Der Park" von Botho Strau&#223; und "Herr Peter Squenz" von Andreas Gryphius. Und weil vor allem im Gryphius-St&#252;ck auch Shakespeare anklingt, haben die Figuren eine Entsprechung zum Klassiker: Helma erinnert an Helena, Wolf an Demetrius.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie w&#228;re eigentlich gerne in die Toskana gefahren, er entschied sich f&#252;r die Einladung von Kumpel Georg, "obwohl der sowieso schon jeden Tag bei uns zu Hause rumh&#228;ngt", wie Helma meint. Nun sind sie im Osten gelandet, genauer gesagt im Dessauer Stadtpark, wo Cyprian (auch als Puck bekannt), ein weit gereister Showmaster, mit dem "Goldenen Mund" Dessau 2010 einen unerh&#246;rten Gesangswettbewerb veranstaltet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mehr dar&#252;ber, &#252;ber einen schwarzen Jungen und ein ratloses Feenpaar erf&#228;hrt man &#252;brigens an diesem Sonntag bei einer Picknick-Matinee zum St&#252;ck im Park. Dann kann man auch schon mal Susanne Hessel und Sebastian M&#252;ller-Stahl als P&#228;rchen erleben. Eine Konstellation, die den beiden beruflich vertraut ist. Bevor sie mit Beginn dieser Spielzeit nach Dessau kamen, waren sie am Nordharzer St&#228;dtebundtheater engagiert. Dort entstand auch die Produktion "Der Kick", die sie mit an das Alte Theater brachten. "Im Kick haben wir schon alle Szenen einer Ehe gespielt", sagt Sebastian M&#252;ller-Stahl. Gleich mehrere Paare haben beide in dem St&#252;ck gegeben. "Wir sind also gut eingespielt", finden sie denn auch und werfen sich verbal die B&#228;lle zu. Fernab der Rolle geht es freilich friedlich zu. Da teilt man sich k&#252;hles Wasser als auch den M&#252;cken- und den Sonnenschutz, den das Theater seinen Schauspielern stellt. Trotzdem werden beide wohl zerstochen und leicht verbrannt in den Urlaub gehen, wenn am 18. Juli die letzte von neun Vorstellungen gelaufen ist. Susanne Hessel will nach Spanien, Sebastian M&#252;ller-Stahl hat noch keinen Plan. Mit dem Camper - so wie ihre Figuren Helma und Wolf - werden sie aber nicht unterwegs sein, dann doch lieber Ferien im Zelt.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sat, 3 Jul 2010 13:55:30 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/506</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 02.07.10&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Giftspritzen in den Geisterh&#228;usern&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Drei Meistergattinnen empfangen Besucher beim letzten Haus-Funk-Abend und f&#252;hren sie vergn&#252;glich von Meisterhaus zu Meisterhaus, wo Darbietungen warten.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Geister sind erwacht und haben erst einmal die Wiese unter den Kiefern versch&#246;nt. Blaue und rote Bl&#252;mchen wachsen streng ausgerichtet in der Meisterhaussiedlung. Da sp&#252;rt man doch gleich den Gr&#252;nen Daumen der Meistergattinnen. Kunst beginnt mit Kunstblumen schon vor der Haust&#252;r. So nett, wie sie die Vorwiese gestaltet haben, haben sich Ise Gropius, Nina Kandinsky und Tut Schlemmer auch selbst hergerichtet. Frisch gelegte Haare, rot gezogene Lippen und Kleider f&#252;r eine Gartenparty - so empfangen sie die zahlreichen Besucher am Mittwochabend an den Meisterh&#228;usern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum achten Mal in dieser Spielzeit des Anhaltischen Theaters wurde der Haus-Funk veranstaltet, ein von der Kulturstiftung des Bundes gef&#246;rdertes Projekt, das seit dem Herbst an jedem letzten Mittwoch im Monat die Dessauer an die verschiedenen Bauhausorte einlud, wo es die unterschiedlichsten Aktionen gab. Der Haus-Funk in dieser Woche war der letzte im Reigen des auf eine Spielzeit begrenzten Projektes, das Dramaturgin Maria Viktoria Linke in Zusammenarbeit mit Torsten Blume von der Stiftung Bauhaus betreute. F&#252;r den Abschied gab es deshalb noch einmal richtig viel Programm, pr&#228;sentiert von Schauspielern und T&#228;nzern des Theaters, mit S&#228;nger Ulf Paulsen und der slowakischen Band Po&#381;on Sentimental.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So richtig wohl an ihrem fr&#252;heren Wohnort f&#252;hlten sich die Frauen Ise, Nina und Tut - Thorsten K&#246;hler, Matthieu Svetchine und Jan Kersjes waren in die Kleider der Ehefrauen von Walter Gropius, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer geschl&#252;pft -, und sie erwiesen sich den ganzen Abend &#252;ber als perfekte und aufmerksame Gastgeberinnen in den Geisterh&#228;usern. Viel hatten sie zu erz&#228;hlen und taten dies zuerst am Haus Emmer, das heute &#252;ber den Resten des Direktoren-Hauses von Gropius steht. Die Gartenterrasse bot den drei Damen ein angemessenes Podium, um mit Hilfe von Grundriss-Zeichnungen durch das Haus zu f&#252;hren und dabei recht viel vom Leben seiner Bewohner und der Nachbarn zu erz&#228;hlen. &#8222;Wir sind so richtige Giftspritzen", erkl&#228;rte Thorsten K&#246;hlers Ise, und so teilten die Gattinnen untereinander ebenso ordentlich aus wie sie Abwesende mit Spitzen bedachten. Die Feiningers und Moholy-Nagys w&#252;rden immer den M&#252;ll im Gropius-Garten abladen und wurden deshalb nicht eingeladen, erfuhr man ebenso wie manch andere Indiskretion. Die Zuschauer am&#252;sierte das sichtlich.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;"Komm zur Vernunft und komm da runter."&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ise, Tut und Nina zu Hannes Meyer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Von Haus zu Haus zog die Besuchergruppe, verschmerzte die verschlossene T&#252;r bei Feininger, denn auf der Terrasse bei Muches und Schlemmers wartete schon Ulf Paulsen mit einem ausgew&#228;hlten Liedprogramm von Hanns Eisler bis zu Gassenhauern der 1920er Jahre. Das Saxophon von J&#246;rg Naumann lockte darauf in das Meisterhaus Muche/Schlemmer. T&#228;nzer des Anhaltischen Theaters erkundeten performativ die R&#228;ume, lie&#223;en sich gleicherma&#223;en auf die Musikimprovisation wie die Klarheit der Architektur ein, und als das Saxophon schwieg, da rief Stephan Korves als Hannes Meyer mit dem Megaphon vom Dach des letzten Meisterhauses in der Reihe schon die G&#228;ste herbei. Er las seinen Abschiedsbrief, den er dem Oberb&#252;rgermeister nach seinem Hinauswurf aus dem Bauhaus schrieb. Immer und immer wieder setzte er an, brach ab, las erneut. Ise, Tut und Nina kommentierten. &#8222;Der ist ein wenig sauer. Das hat der nie verwunden. Komm zur Vernunft und komm da runter", meinten die drei, doch Meyer wollte noch erz&#228;hlen, &#8222;warum ich geschlossen wurde".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei Kandinsky und Klee waren es Susanne Hessel, Regula Steiner und Eva-Marianne Berger, die mit Schn&#228;uzer, Hut und Anzug die Kunsttheorie unters Volk brachten. Anspruchsvolles wechselte an diesem Abend mit leichtem, Po&#381;on Sentimental spielte zum Finale Klassik gleicherma&#223;en wie Filmmusik. Nach zwei Stunden Programm gab es reichlich Applaus f&#252;r die gro&#223;e Gruppe der Akteure. Ise, Nina und Tut wollten da nur noch ihre Kleider gegen lange Hosen tauschen, denn auch die M&#252;cken hatten am letzten Haus-Funk-Abend ihre helle Freude.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Gro&#223;es Finale bis zum Sonntag&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Sein gro&#223;es Finale erlebt das Dessauer Funk-Projekt von heute bis Sonntag vor dem Alten Theater. Dorthin ist bereits gestern der rote Funk-Container umgezogen, der seit Spielzeitbeginn auf dem Vorplatz des Theaters stand. Gestartet ist bereits am Mittwoch mit Dessau-Funk eine viert&#228;gige Radiostation f&#252;r Dessau: Auf lokaler Frequenz in der Umgebung des Theaters und &#252;ber www.dessaufunk.de oder &#252;ber www.interfunk.net sendet die Radiostation bis in die Nacht des 4. Juli kontinuierlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vor dem Alten Theater beginnt heute um 21 Uhr &#8222;Tanz den Dessau - besuch die Funks!". 24 Stunden lang empf&#228;ngt das Funk-Team in einer B&#252;hnenwohnung vor dem Alten Theater Dessauerinnen und Dessauer, Vereine, Initiativen und Clubs - vom Briefmarkensammler bis zur Theaterjugend, vom Dichter &#252;ber Imker und Musiker bis zum Modellflieger. DokuTV Wettin und Funk zeichnen auf und &#252;bertragen live &#252;ber www.interfunk.net, ein paar Tage sp&#228;ter wird die Funk-Schau im Offenen Kanal Dessau laufen. Live-Musik und ein DJ laden zum Abschluss der 24-st&#252;ndigen Funk-Aktion und einer gro&#223;en Party auf dem Vorplatz des Alten Theaters am Sonnabend um 21 Uhr ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der letzte gro&#223;e Auftritt von Funk ist ein &#246;ffentlicher Brunch am Sonntag ab 11 Uhr. Funk sendet an diesem Julitag noch bis Mitternacht - dann ist die Sendezeit zu Ende.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 2 Jul 2010 15:26:06 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/505</link>
    </item>
    <item>
      <title>Hartmut Regitz, tanz, Juli 2010TOMASZ</title>
      <description>&lt;p&gt;Hartmut Regitz, tanz, Juli 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;TOMASZ KAJDANSKI &#171;NACHTASYL&#187;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Notquartier als &#171;Nachtasyl&#187;: Dorin Gals B&#252;hne nimmt in Dessau Maxim Gorki beim Wort und platziert die &#171;Szenen aus der Tiefe&#187; in einem Schwimmbad, das schon mal bessere Tage erlebt haben muss. Die Gestrandeten sitzen auf dem Trockenen, wenn sie nicht gerade Amok laufen. Ohne Ausweg scheint ihr Dasein, obwohl es Fluchtm&#246;glichkeiten bietet. Ein paar Sprossen die Leiter hinauf, und man w&#228;re der Trostlosigkeit entronnen. Wirklich benutzt wird sie nur von einem, der f&#252;r eine Nacht in dem Asyl Unterschlupf findet und am n&#228;chsten Morgen wieder verschwindet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei Gorki ist Luka so etwas wie ein Landstreicher, der seinen Mitbewohnern ein paar Stunden lang Geschichten, M&#228;rchen, auch ein paar L&#252;gen auftischt. Ganz in der Tradition einer eher missverstandenen Auff&#252;hrungsgeschichte macht Tomasz Kajdanski aus ihm einen Hoffnungstr&#228;ger, einen Katalysator, der die Welt seiner Mitmenschen ver&#228;ndert. Auf einmal gewinnen die Tr&#228;ume, die Angela Zumpe auf die Beckenmauern projiziert, Farbe und Frische. Selbst der Himmel, zuvor noch auf einem Plafond grau in grau, erstrahlt f&#252;r kurze Zeit in sch&#246;nstem Blau. Statt Detlev Glanerts &#171;Theatrum Bestiarum&#187; erklingt Arnold Sch&#246;nbergs &#171;Verkl&#228;rte Nacht&#187;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit dem Wechsel der musikalischen Stimmung ver&#228;ndert sich auch das Material der Bewegung. Kajdanski choreografiert nicht mehr einen Kampf um die nackte Existenz. Ein verzweifeltes virtuoses Aufbegehren macht im weiteren Verlauf einer Paarung Platz, die in ihrer Parallelf&#252;hrung so etwas wie ein harmonisches Miteinander signalisiert. Der Selbstmordkandidat befreit sich von seiner Krawatte, die ihm wie ein Strick um den Hals h&#228;ngt. Ein anderer sucht Geborgenheit in Lukas Scho&#223;. Joe Monaghan, elegant in seiner Erscheinung und durchweg expressiv im Tanz, erinnert stark an die Engelsgestalt in Pier Paolo Pasolinis Film &#171;Teorema - Geometrie der Liebe&#187;. Wie dort ver&#228;ndert er durch seine Empathie die Menschen. Und wie dort hinterl&#228;sst sein Verschwinden eine l&#228;hmende Leere.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#171;Rasend vor Ohnmacht&#187; hat Kajdanski noch den ersten Teil seiner &#171;Handlung&#187; genannt, &#171;Hoffnung&#187; den zweiten. Mit &#171;Endzeit&#187; schlie&#223;t Kajdanski insofern an den Anfang an, als er der abschlie&#223;enden Szene die &#171;MahIer/Skizze&#187; von Glanert unterlegt: ein elementares Klangereignis, das durchaus etwas Apokalyptisches hat. So, wie Kajdanski sein Tanztheater pr&#228;sentiert, brutal bis zum Exzess, pers&#246;nlichkeitsstark und hoch motiviert bis in die Fingerspitzen, hat man den Eindruck, als k&#228;mpfe es selbst ums &#220;berleben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tats&#228;chlich soll das Anhaltische Theater Dessau von 2013 an nur noch mit der H&#228;lfte der j&#228;hrlichen kommunalen Unterst&#252;tzung von sieben Millionen auskommen. Falls das geschieht, so Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker, &#171;ist die Schlie&#223;ung programmiert&#187; - und Kajdanski gezwungen, mitsamt seinem Ensemble andernorts um Asyl zu ersuchen. Es muss ja nicht unbedingt ein Schwimmbad sein. Ein ausgedientes Theater tut es zur Not ja auch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wieder 4. Juli, 12., 18. Sept. anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 2 Jul 2010 09:39:41 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/504</link>
    </item>
    <item>
      <title>Joachim Lange, Die Deutsche B&#195;</title>
      <description>&lt;p&gt;Joachim Lange, Die Deutsche B&#252;hne, Juli 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Auf dem Trocknen&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Tomasz Kajdanskis Dessauer Tanztheater "Nachtasyl - Szenen aus der Tiefe"&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der furiose Neuanfang des Anhaltischen Theaters nach dem Wechsel
vom Langzeitintendanten Johannes Felsenstein zu Andr&#233; B&#252;cker ist ohne das Tanztheater von Tomasz Kajdanski und seiner Truppe nicht vorstellbar. Ihre "Lulu"-Version war bereits ein furioser Einstieg. Und mit "Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe" nach Maxim Gorki ist es nicht anders. Hier ist eine hochprofessionelle, so athletisch wie ausdrucksstark tanzende Truppe am Werke, der es zu klug kombinierter Musik um ambitioniertes Tanztheater im besten Sinne des Wortes geht. Auch, dass die Anhaltische Philharmonie unter Leitung von Wolfgang Kluge den musikalischen Mix aus Werken von Detlev Glanert und Arnold Sch&#246;nberg wieder mit gro&#223;em Orchester vom Graben aus beisteuert, unterstreicht die Bedeutung, die die Tanzsparte in Dessau hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Nachtasyl folgt Kajdanski mit seinen elf T&#228;nzern, locker, aber erkennbar, Maxim Gorkis dunklem St&#252;ck &#252;ber die Verlorenen und Ausgesto&#223;enen, gleichwohl immer noch tr&#228;umenden Menschen, das ihm 1902 den Durchbruch eintrug. In Dessau sind es jetzt im wahrsten Wortsinn Gestrandete, junge Menschen von heute. Man k&#246;nnte jedem von ihnen in einer der urbanen Problemzonen unserer St&#228;dte begegnen. Beim Abh&#228;ngen oder Rumlungern. Der Untertitel "Szenen aus der Tiefe" meint sowohl die seelischen Abgr&#252;nde der Verzweiflung und Ratlosigkeit als auch den hochatmosph&#228;rischen Raum von Dorin Gal.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alles spielt sich n&#228;mlich in einem trocken gelegten Schwimmbecken ab. Die R&#252;ckwand ist dabei ebenso Projektionsfl&#228;che f&#252;r die exzellenten, unaufdringlichen Videos von Angela Zumpe, wie eine &#252;ber dem Becken schwebende Leinwand. Die urbane Tristesse vom Leben verlassener Bauten und die Tr&#228;ume von Wolken, Meer und bl&#252;henden Landschaften mischen sich dabei suggestiv in die tanzend erz&#228;hlten kleinen Geschichten von Aggressivit&#228;t und Aufbegehren, von Liebe und Hass, von Sehnsucht nach dem Leben oder dem Tod. Dabei profilieren die T&#228;nzer ihre Figuren als Individuen und erzeugen in der Balance mit der kontrastierend kombinierten Musik von Glanerts "Theatrum Bestiarium" und "Mahler/Skizze" und Sch&#246;nbergs "Verkl&#228;rter Nacht" einen Sog, zwischen aufkeimender Traumhoffnung und niederschmetternder Dunkelheit der Realit&#228;t. Am Ende, wenn die Szene unter einem schwarzen Tuch verschwindet, bleibt dennoch auch die getr&#228;umte Hoffnung im Ged&#228;chtnis. Ein starkes St&#252;ck Tanztheater!&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 2 Jul 2010 09:25:22 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/503</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 30.06.2010Neue</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 30.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Neue Initiative zur Anschaffung eines Konzertfl&#252;gels - "88 Tasten f&#252;r je 88 Euro"&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Samstag, dem 19. Juni 2010, musizierten die drei ehemaligen Dessauer Musiksch&#252;ler Annemarie Klein, Annemarie Schulze und Christoph Schreiber erneut in einem Benefizkonzert zugunsten der Musikschule. In bew&#228;hrter Weise wurden die jungen K&#252;nstler zum Teil vom Kapellmeister und Studienleiter der Anhaltischen Philharmonie, Wolfgang Kluge begleitet.
Die jungen Musiker starteten gemeinsam mit Anne Mei&#223;ner vor zwei Jahren in ihrem Abschiedskonzert von der Musikschule die Initiative, f&#252;r die Anschaffung eines Konzertfl&#252;gels in Verantwortung des F&#246;rderkreises der Musikschule Geld zu sammeln.
Das Sonderspendenkonto "Konzertfl&#252;gel" wies zum Zeitpunkt des diesj&#228;hrigen Konzertes einen Betrag von fast 12.000 Euro aus. Bei dem Benefizkonzert am 19. Juni wurde von den ehemaligen Musiksch&#252;lern, die inzwischen alle Musik studieren, das neue Gro&#223;projekt
"88 Tasten f&#252;r je 88 Euro" ins Leben gerufen. Diese aktuelle Weiterf&#252;hrung der Spendenaktion nimmt Bezug darauf, dass ein Konzertfl&#252;gel 88 Tasten hat und jede Taste nunmehr &#8222;gekauft&#8220; werden kann.
Zum Konzert wurden die gro&#223;artigen Leistungen der jungen K&#252;nstler vom Publikum begeistert gefeiert. Der gesamte Erl&#246;s des Konzertes in H&#246;he von 587 Euro ist ebenfalls ein Beitrag f&#252;r das Fl&#252;gel-Spendenkonto. Ein anschlie&#223;ender kleiner Empfang zum Schuljahresausklang, der von den Vorstandsmitgliedern des F&#246;rderkreises in eigener Initiative im Georgengarten ausgerichtet wurde, bot die M&#246;glichkeit zu Gespr&#228;chen und nat&#252;rlich zur Erl&#228;uterung der neuen Initiative "88 Tasten f&#252;r je 88 Euro".
Als unmittelbares Echo konnten bereits 15 Tasten "verkauft" werden. Diejenigen, die sich an der Initiative beteiligen, &#252;bernehmen Patenschaften f&#252;r jeweils eine oder mehrere Tasten des neuen Fl&#252;gels und unterst&#252;tzen somit unmittelbar die weitere Finanzierung des Instrumentes. Die "Tasten-Paten" werden auf einer gro&#223;en Fl&#252;geltastatur-Nachbildung im Saal der Musikschule, dem Standort des ersehnten Instrumentes, eine dauerhafte W&#252;rdigung finden.
Des Weiteren erhalten sie eine pers&#246;nliche Urkunde und nat&#252;rlich Einladungen zu besonderen Sponsorenkonzerten mit diesem Fl&#252;gel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Vorstand des F&#246;rderkreises hat als Ziel formuliert, sp&#228;testens zum 800j&#228;hrigen Jubil&#228;um der Stadt Dessau im Jahr 2013 dieses anspruchsvolle Vorhaben zu realisieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An alle Freunde der Musikschule, an Unternehmen und Einrichtungen sowie Privatpersonen ergeht die Bitte, sich mit konkreten Patenschaften an dem Fl&#252;geltasten-Projekt zu beteiligen. Ein kleiner Flyer des F&#246;rderkreises, der zum Beispiel an der Theaterkasse im Rathauscenter oder &#252;ber die unten aufgef&#252;hrten Kontaktm&#246;glichkeiten erh&#228;ltlich ist, gibt allen am Projekt Interessierten die n&#246;tigen Informationen sowie die M&#246;glichkeit, sich der Initiative mit entsprechenden Geldbetr&#228;gen anzuschlie&#223;en.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ansprechpartner sind: Frau Klein im Sekretariat der Musikschule (Telefon 0340/214542) und Frau Schreiber vom Vorstand des F&#246;rderkreises der Musikschule (Telefon 0162/4932720).
Den F&#246;rderkreis der Musikschule der Stadt Dessau e.V. erreichen Sie auch per E-Mail: foerderkreis-musikschule@gmx.de.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 30 Jun 2010 17:10:13 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/502</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 30.06.2010Sommerliche</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 30.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Sommerliche Konzerte in W&#246;rlitz und Berlin&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Ihr letztes W&#246;rlitzer Seekonzert der laufenden Saison, jene beliebten Abende, an denen eine gem&#228;chliche Gondelfahrt &#252;ber die Seen und Kan&#228;le mit einem Abendessen auf den Gondeln und musikalischen Gen&#252;ssen an den Ufern kombiniert ist, bestreiten die Dessauer Musiker am 10. Juli. Ein Kammerensemble aus Bl&#228;sern und Streichern l&#228;dt unter dem Motto &#8222;Fiati con archi&#8220; zu Musik von Rossini, Pleyel u.a. ein. Weitere Seekonzerte mit Berliner K&#252;nstlern sind am 3., 17., 24. und 31. Juli geplant. G&#228;ste der Seekonzerte treffen sich an den jeweiligen Konzerttagen bis 18 Uhr an der Gondelstation.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bevor sich die Musikerinnen und Musiker der Anhaltischen Philharmonie endg&#252;ltig in den Urlaub verabschieden, gastieren sie noch mit drei Konzerten au&#223;erhalb Dessaus: am 9. Juli um 19 Uhr in der Stadthalle Zerbst mit einem Tschaikowski-Programm anl&#228;sslich der Einweihung des Katharina-Denkmals in Zerbst sowie am 15. und 17. Juli jeweils um 19:30 Uhr beim Classic Open Air auf dem Berliner Gendarmenmarkt.&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Informationen und Tickets f&#252;r die Seekonzerte erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 30 Jun 2010 16:37:50 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/501</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 30.06.2010Sommerliches</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 30.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Sommerliches Roadmovie im Stadtpark - Premiere &#8222;Sommer Nacht Traum&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Donnerstag, 8. Juli um 19:30 Uhr hat das Schauspiel &#8222;Sommer Nacht Traum&#8220; des Anhaltischen Theaters auf der eigens daf&#252;r geschaffenen B&#252;hne im Stadtpark Premiere.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nur vom 8. bis 18. Juli  2010 ist das Sommerst&#252;ck, in der Regie von Andrea Moses im Stadtpark zu erleben. Andrea Moses verwebt in ihrem St&#252;ck zwei Stoffe miteinander: &#8222;Der Park&#8220; von Botho Strau&#223; und &#8222;Herr Peter Squenz&#8220; von Andreas Gryphius und inszeniert diese als sommerliches Roadmovie mit dem gesamten Schauspielensemble.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Stadtpark Dessau im Sommer 2010. Was hier Abend f&#252;r Abend geschieht, hat ein st&#228;dtischer Park wohl noch nicht erlebt. Cyprian, ein weitgereister Showmaster, veranstaltet mit dem &#8222;Goldenen Mund&#8220; Dessau 2010 einen unerh&#246;rten Gesangswettbewerb. Arbeitswillige, doch arbeitslose Handwerker nehmen die Bierflasche aus und das Schicksal in ihre starken H&#228;nde und lassen sich von allen Theatermusen k&#252;ssen. Angef&#252;hrt von Peter Squenz &#8222;tragieren&#8220; sie h&#246;chst selbst das ersch&#252;tternde Spiel um &#8222;Piramus und Thisbe&#8220;. Der Gewinner des &#8222;Goldenen Mundes&#8220;, ein schwarzer Junge, wird nicht allein vom liebestollen Cyprian gejagt. Georg trifft mit Helen die Frau seines Lebens und will dennoch Wolf, seinen besten Freund, nicht verlieren. Helma, Wolfs Frau, streift einsam durch den Park immer auf der Suche nach ihrem Mann. Drei Jungen und ein M&#228;dchen haben Spa&#223; und finden weder sich, noch einen Sinn des Lebens. Alles scheint hier auf der Suche, doch ohne Ziel, die Liebe ist verlorengegangen und s&#228;mtliche Restgef&#252;hle sind h&#246;chst verwirrt. Das Feeng&#246;tterpaar, Oberon und Titania, ist ratlos ob dieser Parkmenschenwelt. Sie warten vergebens auf Menschen, die sich noch von erotisch-kluger Lust, Sinnlichkeit und Poesie verzaubern lassen. So besingen sie die hohe Kunst der wahren Lust, doch keiner will sie h&#246;ren. Gegen diese Ignoranz kann nur ein kr&#228;ftiges Mittel Wirkung zeigen, der uralte Zauber der Kunst soll mit bet&#246;render Klarheit die &#214;dnis aus diesem Menschenpark vertreiben.&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Regie: Andrea Moses / Ausstattung: Christian Wiehle / Dramaturgie: Holger Kuhla /
Musikalische Leitung: Harald Thiemann&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Informationen und Tickets erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 30 Jun 2010 13:53:35 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/500</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 30.06.2010Publikumshit</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 30.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Publikumshit &#8222;Halpern und Johnson&#8220; zu Gast im Anhaltischen Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Sonntag, 19. September, um 18 Uhr zeigt das Anhaltische Theater Dessau das Gastspiel &#8222;Halpern und Johnson&#8220;, eine Produktion des Schlosspark Theaters Berlin im Gro&#223;en Haus. Die Kom&#246;die von Lionel Goldstein &#252;ber eine folgenreiche Begegnung zweier M&#228;nner auf einem Friedhof wurde von Bettina Rehm inszeniert, feierte am 1. April 2010 Premiere am Schlosspark Theater Berlin und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach drei&#223;ig Jahren Ehe nimmt Joseph Halpern am Grab Abschied von seiner geliebten Frau Flo. Als sich ein unbekannter Mann dem Grab mit einem Blumenstrau&#223; n&#228;hert, ist er zun&#228;chst irritiert. Doch mit Erscheinen dieses Mannes weitet sich der Blick in die Vergangenheit seiner Frau. Der Unbekannte ist Dennis Johnson, der ebenfalls Abschied von Florence, wie er die Verstorbene nennt, nehmen m&#246;chte. Die beiden M&#228;nner kommen ins Gespr&#228;ch und reden &#252;ber eine Frau, die beide zu kennen glaubten. Heftige Gef&#252;hlsst&#252;rme &#252;berkommen die betagten M&#228;nner &#252;ber das Geh&#246;rte. Eine Enth&#252;llung jagt die n&#228;chste. Unweigerlich kommt es zum Streit, bis die beiden grundverschiedenen M&#228;nner merken, wie viel sie letztlich gemeinsam haben. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass nicht die Zeit das Ma&#223; des Lebens ist, sondern die Gef&#252;hle und Erinnerungen, von denen es eine Menge gibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den Rollen Joseph Halpern und Dennis Johnson sind die bekannten Schauspieler Hans Peter Korff und Michael Schanze zu erleben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;[...] Eine wirklich gelungene Inszenierung. [...] Es ist wirklich sehenswert, wie sich die beiden Herren im vorger&#252;ckten Alter die B&#228;lle zuspielen.&#8220; Berliner Morgenpost, 02.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Informationen und Tickets erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 30 Jun 2010 12:17:21 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/499</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 28.06.2010Kulturstiftung</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 28.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Kulturstiftung des Bundes f&#246;rdert zum zweiten Mal Projekt des Anhaltischen Theaters&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die Kulturstiftung des Bundes f&#246;rdert im Fonds Heimspiel zum zweiten Mal in voller Antragsh&#246;he ein Projekt des Anhaltischen Theaters. Mit dem Heimspiel-Fonds unterst&#252;tzt die Kulturstiftung des Bundes seit 2006 Theaterprojekte, die sich auf k&#252;nstlerisch herausragende Weise mit der urbanen Wirklichkeit in der eigenen Stadt auseinandersetzen und das Theater zu einem Ort der Kommunikation mit den B&#252;rgern machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach dem erfolgreichen Projekt [funk] in der Spielzeit 2009/2010, welches zahlreiche unterschiedliche Institutionen und Partner aus der Stadt Dessau zusammen f&#252;hrte und in den Dialog mit der Stadt trat, besch&#228;ftigt sich das Theater nun mit dem Projekt &#8222;Schwarzwei&#223;&#8220; (Arbeitstitel) mit dem Fall Oury Jalloh. 2005 kam der aus dem westafrikanischen Sierra Leone stammende Oury Jalloh bei einem Zellenbrand im Polizeigewahrsam in Dessau ums Leben. Die Schuldfrage, die zust&#228;ndigen Beamten betreffend, die sich wegen K&#246;rperverletzung mit Todesfolge verantworten mussten und die Umst&#228;nde, die zum Tod von Jalloh f&#252;hrten, konnten durch die Gerichte nicht abschlie&#223;end festgestellt werden. Der Fall Oury Jallohs wurde zum Symbol f&#252;r die &#196;ngste vieler in Deutschland lebender Afrikaner und zugleich zu einem Indikator f&#252;r den brutalen Rassismus in unserer Gesellschaft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r das Projekt konnten mit Nina G&#252;hlstorff und Dorothea Schroeder zwei engagierte und gefragte Regisseurinnen gewonnen werden. Nina G&#252;hlstorff und Dorothea Schroeder studierten beide Musik- und Sprechtheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie &#8222;August Everding&#8220; in M&#252;nchen. Seit ihrem Diplom 2001 arbeiten sie als freie Regisseurinnen. Gemeinsam f&#252;hrten sie 2009 erfolgreich am Theaterhaus Jena das Projekt &#8222;Der dritte Weg&#8220; &#8211; Eine theatrale Demonstration durch. In der Spielzeit 2009/10 bringt Nina G&#252;hlstorff das Recherche-Theaterprojekt &#8222;They Call Me Jeckisch&#8220; in Heidelberg und Tel Aviv zu Auff&#252;hrung. Dorothea Schroeder leitet regelm&#228;&#223;ig das Festival f&#252;r zeitgen&#246;ssische Dramatik &#8222;Spieltriebe&#8220; am Theater Osnabr&#252;ck.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Gespr&#228;chen, Diskussionen und Interventionen m&#246;chte das Projekt sich mit dem Leben und den &#196;ngsten von Ausl&#228;ndern in Dessau auseinandersetzen. Eine theatrale Stadtbegehung ist geplant, die die Zuschauer an verschiedene &#246;ffentliche Orte durch das migrante Dessau f&#252;hrt.
In Zusammenarbeit mit alten und neuen Kooperationspartnern sowie lokalen Akteuren will das Projektteam theaterfernes Publikum in den Entstehungsprozess des St&#252;cks integrieren und zum Dialog anregen. Kooperationspartner des Projektes &#8222;Schwarzwei&#223;&#8220; sind die Stadt Dessau, NYX e.V., die Beratungsstelle f&#252;r Opfer rechter Gewalttaten, der lokale Aktionsplan Dessau-Ro&#223;lau, das Multikulturelles Zentrum Dessau e.V., das Gymnasium Philantropinum Dessau, &#8222;Hingucken! F&#252;r ein demokratisches und tolerantes Sachsen-Anhalt&#8220;, die Stiftung Bauhaus Dessau sowie die Polizei Dessau.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Premiere: 10. Juni 2011 am Anhaltischen Theater&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 28 Jun 2010 17:25:50 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/498</link>
    </item>
    <item>
      <title>Axel G&#246;ritz, Opernnetz.de, Juni</title>
      <description>&lt;p&gt;Axel G&#246;ritz, Opernnetz.de, Juni 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Theater im Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Urspr&#252;nglich als Stoff um die reale Ermordung des schwedischen K&#246;nigs Gustav III. w&#228;hrend eines Balles Ende des 18. Jahrhunderts geplant, verlegte Verdi wegen der Zensur in Italien die Handlung seines Maskenballs ins ferne, f&#252;r die regierenden Herrscherh&#228;user unproblematische Boston in Neuengland, aus dem gekr&#246;nten K&#246;nig wurde ein ziviler Gouverneur . Die Neuproduktion in Dessau greift nun wieder die urspr&#252;ngliche Version mit dem Bezugsrahmen in Schweden auf und n&#228;hert sich dem historischen Vorbild noch mit einem zus&#228;tzlichen Dreh. Gustav III. war ein aufgekl&#228;rter Monarch, den K&#252;nsten zugetan und sie f&#246;rdernd. Die Inszenierung von Roland Schwab greift diesen verb&#252;rgten Rahmen auf und l&#228;sst das St&#252;ck als Theater im Theater auf einer Probeb&#252;hne beginnen. In einer Anfangs-Pantomime ziehen die Laien-Schauspieler per Zufalls-Karten ihre Rollen, legen ihre jeweiligen Kost&#252;me an und das Spiel um das tragische Schicksal des ungl&#252;cklich verliebten K&#246;nigs mit dem Pagen Oscar (Cornelia Marschall mit klarer Diktion) als Ma&#238;tre de Plaisir kann beginnen. Das funktioniert in der ersten H&#228;lfte mit ihrer turbulenten Handlung um die Zauberin und Wahrsagerin Ulrika sehr sch&#246;n, im Stil einer commedia dell'arte wird drastisch und fast &#252;berbordend gespielt, man f&#228;llt gelegentlich auch aus der Rolle und beobachtet das Spiel quasi als eigener ironischer Kommentator, geht wie im Zirkusrund auch mal sich anbiedernd und um Beifall heischend durch die erste Publikumsreihe, kurzum, man veranstaltet pralles Volkstheater mit einem gewissen Augenzwinkern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das gelingt auch wegen der tollen Spiellaune von Hector Sandoval (mit seinem nicht allzu gro&#223;en, aber sehr stimmsch&#246;n und ausdrucksvoll gef&#252;hrten Tenor) in der Rolle des K&#246;nigs. Wie er sich ins Zeug legt und als Theatertier verausgabt sieht man auf der Opernb&#252;hne sonst eher recht selten. Seine Mitspieler brauchen dann doch etwas l&#228;nger, bis sie ebenfalls in Fahrt kommen und einigerma&#223;en mithalten k&#246;nnen. Ein starkes Bild dabei die Wahrsage-Szene mit der Warnung an den K&#246;nig, dass er durch die Hand eines Freundes get&#246;tet werde, als die Zauberin Ulrika (Rita Kapfhammer mit voll t&#246;nendem Alt) aus dem Leib einer ihrer Lemuren einen soeben geborenen erwachsenen Menschen zieht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch dieses doppelb&#246;dige Spektakel mit dem Spiel im Spiel (so liest Ulrika die Zukunft nicht aus der realen Hand des K&#246;nigs, sondern aus einer ihr gereichten Puppen-Hand) verliert sich, je mehr das Drama um K&#246;nig Gustav und seine Geliebte Amelia, die Frau seines besten Freundes und Sekret&#228;rs Ren&#233;, in den Mittelpunkt der Handlung r&#252;ckt. Jetzt wird, in durchaus eindrucksvollen Bildern, auch dank des die B&#252;hne beherrschenden riesigen Spiegels (B&#252;hne: Hartmut Sch&#246;rghofer), der das Geschehen f&#252;r den Zuschauer geheimnisvoll verdoppelt, ungebrochen die Leidenschaft um Amelia gezeigt, die schlie&#223;lich in dem Rache-Mord am K&#246;nig kulminiert. Den st&#228;rksten Eindruck hinterl&#228;sst dabei die Schluss-Szene auf dem Maskenball, als sich die Verschw&#246;rer unter Anf&#252;hrung von Ren&#233; zu einem gespenstischen Todestanz-St&#228;ndchen mit Geigen und Bratschen &#8222;bewaffnet&#8220; dem K&#246;nig n&#228;hern, ihn im Takt des fahlen Orchesterklangs in die Enge treiben und schlie&#223;lich mit dem Geigenbogen erstechen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das stimmliche Niveau aller Protagonisten war hoch. Ulf Paulsen wusste nach verhaltenem Start auch darstellerisch voll zu &#252;berzeugen, im Hass und der Rache wegen der vermeintlichen Untreue seiner Gattin lief er mit seinem kraftvollen Bariton zu gro&#223;er Form auf. Die Amelia von Iordanka Derilova hatte alles, was man von einem dramatischen Verdi-Sopran erwarten kann: die leuchtende, kr&#228;ftige H&#246;he ebenso wie die volle Mittellage und ein zartes Piano. Und der Regisseur hatte ihr die sonst Derilova-typischen weit ausholenden Armbewegungen ausgetrieben, so dass sie umso glaubhafter ihr Gewissensdrama um Liebe und Verzicht gestalten konnte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Anhaltische Philharmonie unter Leitung ihres Generalmusikdirektors Antony Hermus klang zu Beginn zu verhalten und zu gem&#228;chlich. Im Verlauf der Auff&#252;hrung kam die Spannung dann auch aus dem Orchestergraben, in den gro&#223;en Ensemble-Szenen fanden die Musiker zu sattem Verdi-Klang, ebenso wie der Chor unter Leitung von Helmut Sonne.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Premieren-Publikum feierte alle Beteiligten, einschlie&#223;lich des Regie-Teams, mit gro&#223;em Beifall und Fu&#223;-Trampeln. Ein oder zwei einsame Buh-Rufe animierten die &#252;bergro&#223;e Gegen-Fraktion zu umso kr&#228;ftigere Bravo-Salven.&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 27 Jun 2010 10:31:33 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/497</link>
    </item>
    <item>
      <title>Thomas Starost, Main Post, 24.06.2010SCHWEINFURTStimmfest</title>
      <description>&lt;p&gt;Thomas Starost, Main Post, 24.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;SCHWEINFURT&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Stimmfest mit furioser Durchschlagskraft&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Sensationeller Gala-Abend beendet Schweinfurter Theatersaison&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das war's. Aus, Schluss, vorbei. Die Schweinfurter Theater-Saison 2009/ 2010 ist Vergangenheit. Nur wie und in welchem Stil sie beendet wurde, das wird noch lange Zeit unvergesslich bleiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was da zum Abschluss geboten wurde war eine so furiose, sensationelle Auff&#252;hrung, bei der wirklich alle kritischen Bremsen schwach werden. Einen Konzertabend mit solchen Beifalls-Tumulten zu toppen wird eine nur schwer zu meisternde Herausforderung f&#252;r kommende Spielzeiten. Versprochen war eine &#8222;Festliche Operngala&#8220; des Anhaltischen Theaters Dessau und es wurde ein grandioses, einzigartiges Stimmfest mit furioser Durchschlagskraft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um dem Geschehen nur ann&#228;hernd gerecht zu werden, muss man tief in die Kiste mit den Superlativen greifen: sensationell, einzigartig, &#252;ber Strecken absolute Weltklasse mit einer alles &#252;berragenden, &#252;berstrahlenden Starsolistin Iordanka Derilova. Was brauchen wir hier Bayreuth, Mailand, Verona oder Wien, wenn sich das Theater der Stadt ein solches Ensemble, ein solches Orchester, solche Solisten zumindest ab und zu leisten kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Iordanka Derilova ist ein Gl&#252;cksfall f&#252;r jeden Opernabend und immer wieder verbl&#252;fft, &#252;ber welche Stimmgewalt und Gestaltungskraft diese S&#228;ngerin verf&#252;gt. Zum Abschluss des offiziellen Programms gibt es eine Gesangs-Demonstration mit der vertrackt schweren Arie &#8222;In questa reggia&#8220; aus Puccinis Turandot. Und Derilova stellt eine schier unglaubliche Leistung der &#8222;eisgeg&#252;rteten Prinzessin&#8220; auf die B&#252;hne, mit G&#228;nsehaut-Garantie beim Publikum. Die Stimme ist nicht nur in jeder Lage sicher durchgebildet, sie produziert immenses Volumen mit Brillanz und Klangsch&#246;nheit und liegt auch bei den gewaltigen Klang-Ausbr&#252;chen der Arie immer absolut sicher im Fokus.
G&#228;nsehaut-Garantie&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das gilt ebenso f&#252;r das Duett Tosca - Cavaradossi aus Puccinis Tosca, bei dem das Publikum f&#246;rmlich mit Klangwogen aus Farbe, F&#252;lle und Volumen &#252;berflutet wird. Mit Pedro Vel&#225;zquez Diaz in der Tenorpartie hat Iordanka Derilova einen Gegenpart, der problemlos mithalten kann, wenn es um pathetisches, konzentriert versammeltes Singen geht. Und endlich, endlich, endlich auch in Schweinfurt wieder mal ein Tenor, bei dem man nicht bei jedem Spitzenton mit schwei&#223;nassen H&#228;nden mitbangen muss, ob er nun getroffen wird oder zum Desaster verkommt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diaz verf&#252;gt beim tenoralen Gassenhauer &#8222;E lucevan le stelle&#8220; (&#8222;Und es blitzen die Sterne&#8220;) &#252;ber eine wunderbar sicher anzuh&#246;rende H&#246;he mit dem n&#246;tigen &#8222;squillo&#8220;, dem metallischen Kern und pr&#228;chtigem Volumen. Dritter im Bunde Bariton Ulf Paulsen, mit Weltklasse-Leistung bei der vertrackt schweren Arie &#8222;Nemico della Patria&#8220; (&#8222;Feind des Vaterlandes&#8220;) aus Umberto Giardanos Verismo - Rei&#223;er &#8222;Andera Chenier&#8220;: Con Forza Singen von fast einsch&#252;chternder Wucht, mit Eleganz in der Stimmf&#252;hrung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht ganz in der Klasse, aber immer noch im Bereich des Au&#223;erordentlichen der junge, baumlange Bariton Wlard Witholt mit einer wunderbar einf&#252;hlsamen Interpretation der Arie &#8222;An den Abendstern&#8220; aus Wagners Tannh&#228;user und Angelina Ruzzafantes lyrischer Sopran mit &#8222;Einsam in tr&#252;ben Tagen&#8220; aus Wagners Lohengrin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unter der Leitung ihres neuen General-Musikdirektors Antony Hermus pr&#228;sentierte sich zudem der gesamte Orchester-Apparat der Anhaltischen Philharmonie Dessau als pr&#228;chtig homogener Klangk&#246;rper. Ein so gut aufgelegter Streich- und Blechbl&#228;ser-Apparat ist auch bei den Bamberger Symphonikern nicht alle Tage zu h&#246;ren. Wagners Walk&#252;renritt geriet zur imposanten Blechbl&#228;ser-Demonstration.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Ende Beifalls-Tumulte im Haus, Bravos, Blumen, minutenlange stehende Ovationen, rhythmisches Klatschen &#8211; und dann als Zugabe noch das &#8222;Brindisi&#8220;, das ber&#252;hmte Trinklied aus Verdis &#8222;La Traviata&#8220;. Grenz&#252;berschreitender Jubel vom Publikum auf die B&#252;hne.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 27 Jun 2010 10:19:10 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/496</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 24.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Abschied von einem Theatermann alten Schlags&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;So wird er im Ged&#228;chtnis bleiben: Die Brille hoch in die Stirn geschoben, auf den Lippen ein freundliches L&#228;cheln und das Hemd &#252;ber dem m&#228;chtigen Leib weit aufgekn&#246;pft. So sah er sich selbst am liebsten, so sah man ihn nach der Wende mehr als ein Jahrzehnt in den Stra&#223;en seiner Heimatstadt. Sein eigentliches Reich aber war der dunkle Zuschauerraum und die helle B&#252;hne des Anhaltischen Theaters. Dort hat er inszeniert und gespielt, dort hat er dem Schauspiel und bei besonderen Gelegenheiten auch dem Musiktheater seinen Stempel aufgepr&#228;gt - und dort wurde er vor zehn Jahren zum Ehrenmitglied jenes Hauses ernannt, in dem einst alles begonnen hatte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Helmut Stra&#223;burger, der in der Nacht zum vergangenen Sonntag 80-j&#228;hrig gestorben ist, war ein Theatermann vom alten Schlag - kein mutwilliger Zerst&#246;rer, sondern ein dem Text wie dem Publikum freundlich zugewandter Darsteller und Regisseur. Gelernt hatte der 1930 geborene K&#252;nstler sein Metier in Dessau und Dresden, vor allem aber - ab 1963 - in der legend&#228;ren Berliner Volksb&#252;hnen-&#196;ra unter dem Intendanten Benno Besson. Und dessen &#228;sthetisches Konzept, das sich in seiner Sinnlichkeit auch als Gegenentwurf zu den eher kopfgesteuerten Entw&#252;rfen der benachbarten Brecht-B&#252;hne verstand, hat er nach der Wende nach Dessau hin&#252;bergerettet - w&#228;hrend seine langj&#228;hrige k&#252;nstlerische Heimat unter Frank Castorf eine ganz andere Richtung nahm.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass Stra&#223;burger dies schmerzte, war verst&#228;ndlich: Immerhin hatte er dort mit Rosenows "Kater Lampe" nicht nur sein Regie-Deb&#252;t gegeben, seine Inszenierung von "Rameaus Neffe" z&#228;hlte mit ihren 296 Vorstellungen sogar zu den erfolgreichsten Volksb&#252;hnen-Produktionen aller Zeiten. Einen Hauch jener Glorie versuchte er auch in Dessau zu etablieren, wohin er mit D&#252;rrenmatts "Besuch der Alten Dame" 1992 zun&#228;chst als Gast und schon bald als Schauspieldirektor zur&#252;ckkehrte. Ursula Karusseit, Alfred M&#252;ller, Hildegard Alex - die Stars des DDR-Theaters gaben den ersten Jahren seiner Leitung ihren Glanz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei war Stra&#223;burger keineswegs auf gro&#223;e Namen fixiert, sein Augenmerk galt vielmehr dem Erhalt und der Entwicklung eines verl&#228;sslichen Ensembles. Daf&#252;r kreierte er einen Spielplan, der vor allem den Klassikern wie Shakespeare, Lessing, Schiller und Goethe breiten Raum gab. Die Dramatik der unmittelbaren Gegenwart freilich war seine Sache nicht, die gro&#223;e B&#252;hne &#252;berlie&#223; er lieber dem gro&#223;en, erprobten Werk. Schlie&#223;lich hatte der Sohn eines Kapit&#228;ns die Ehrfurcht vor der Kunst von der Pike auf gelernt, als er 1948 als B&#252;hnentechniker in Dessau begann - und schon bald darauf f&#252;r einen erkrankten Schauspieler im Weihnachtsm&#228;rchen einsprang.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was bleibt in Erinnerung von jenen Dessauer Jahren, die Helmut Stra&#223;burger mit seinem Dramaturgen und Ko-Regisseur Ernstgeorg Hering gepr&#228;gt hat? Gro&#223;e Abende wie "Maria Stuart" und "Der Hauptmann von K&#246;penick", Publikumserfolge wie der unverw&#252;stlich robuste "Faust" - und bemerkenswerte Ausfl&#252;ge in das Musiktheater, zu denen Mozarts "Titus" ebenso wie Weills "Silbersee" zu rechnen sind. Den Schmieren-Prinzipal Striese und D&#252;rrenmatts geopferten T&#228;ter Ill hat er selbst auf die B&#252;hne gebracht, zuletzt sah man ihn als Pozzo in Becketts "Warten auf Godot".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als er zum Ende der Saison 2004 verabschiedet wurde, war er bereits von Krankheit gezeichnet - aber noch immer zuversichtlich, eines Tages als Gast auf die B&#252;hne zur&#252;ckkehren zu k&#246;nnen. Das ist ihm nicht verg&#246;nnt gewesen. Das Dessauer Publikum aber sollte Helmut Stra&#223;burger so im Ged&#228;chtnis behalten, wie ihn sein B&#252;hnenbildner Carlheinz O. St&#228;dter gew&#252;rdigt hat: "Er hat f&#252;rs Theater gelebt - menschlich, kollegial, integer".&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sat, 26 Jun 2010 10:26:22 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/495</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 25.06.2010</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 25.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#8222;Nachtasyl&#8220; zum letzten Mal vor der Sommerpause&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater Dessau zeigt am Sonntag, 4. Juli, um 17 Uhr die Urauff&#252;hrung &#8222;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#8220; nach Maxim Gorkis gleichnamigen Schauspiel letztmalig in dieser Spielzeit. &#8222;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#8220; ist die zweite Tanzinszenierung des Ballettdirektors Tomasz Kajdanski auf der Dessauer B&#252;hne.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Nachtasyl finden sich zerbrochene und verzagte Existenzen an einem Ort des Verfalls zusammen. Sie zerst&#246;ren und erm&#252;den sich, halten aneinander fest, tr&#246;sten sich und suchen dabei immer wieder das Licht, das Morgen. Sinnlich und hochenergetisch zeigen die T&#228;nzer in einem spannenden B&#252;hnenbild nicht nur die Zust&#228;nde der Ausweglosigkeit und des Verlorenseins, sondern auch die Sch&#246;nheit und Kraft des Aufbruchs sowie die Hoffnung nach Momenten der stillen oder aggressiven Verzweiflung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Inszenierung steht in der kommenden Spielzeit, im September, nur noch zwei weitere Male auf dem Spielplan. Unter der Leitung von Wolfgang Kluge spielt die Anhaltische Philharmonie spannungsreiche und vielseitige Musik von Detlev Glanert und Arnold Sch&#246;nberg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Es wird gro&#223;artig getanzt, eine Kompanie aus h&#246;chst individuellen T&#228;nzerinnen und T&#228;nzern, deren Authentizit&#228;t der Choreograf nicht verstellt sondern nutzt. Und es wird spannend musiziert...&#8220; &#8211; www.tanznetz.de, 01.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und auch an der Abendkasse.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 25 Jun 2010 15:07:12 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/494</link>
    </item>
    <item>
      <title>Schweinfurter Tagblatt, 18.06.2010Interview</title>
      <description>&lt;p&gt;Schweinfurter Tagblatt, 18.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Interview: Die Sopranistin Iordanka Derilova ist am Dienstag bei der Operngala aus Dessau im Theater zu Gast&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Besonders gefallen mir b&#246;se, fatale Frauen&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Mit einer Operngala am Dienstag, 22. Juni, um 19.30 Uhr, beschlie&#223;t das Anhaltische Theater Dessau die 43. Saison des Theaters Schweinfurt. Mit dabei die in Sofia geborene und in Schweinfurt schon oft gefeierte Sopranistin Iordanka Derilova. Sie erhielt 2003 ein Festengagement am Anhaltischen Theater. 2008 pr&#228;sentierte sie sich in der Rolle der Turandot bei den Salzburgern Festtagen im Gro&#223;en Festspielhaus. 2009 war sie in der Rolle der Aida zu h&#246;ren. Die H&#246;hepunkte 2009 waren die Auszeichnung des Titels Kammers&#228;ngerin und die Rolle der Elektra. In der Spielzeit 2009/10 wird sie die Rollen Ortrud (&#8222;Lohengrin&#8220;) und Amelia (&#8222;Ein Maskenball&#8220;) am Anhaltischen Theater singen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Frage: Wenn man Ihren k&#252;nstlerischen Lebensweg betrachtet, fasziniert einerseits das beachtliche Rollenrepertoire aber auch die vielen Stationen Ihres Erfolgs in ganz Europa und auch im weiteren Ausland. K&#246;nnen Sie eine Lieblingsrolle benennen? Und eine Station Ihres Werdegangs, die Ihnen besonders am Herzen liegt?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Iordanka Derilova: Nur eine Rolle zu benennen, f&#228;llt mir schwer. Besonders gefallen mir b&#246;se, fatale Frauen (lacht), zum Beispiel Lady Macbeth, Abigaille, Turandot und Elektra mag ich sehr. Ich f&#252;hle mich eigentlich &#252;berall wohl. Elektra in Stockholm und Elektra in Catania und Aida in Japan &#8211; alles Gro&#223;e H&#228;user &#8211; haben mich schon sehr beeindruckt. Das verr&#252;ckteste Publikum aber habe ich Japan erlebt. Das war eine ganz besondere Atmosph&#228;re.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;2003 wurden Sie unter der Intendanz von Johannes Felsenstein an das Anhaltische Theater Dessau engagiert. Sie haben auch in der Abschiedsproduktion von Felsenstein die Titelrolle der Elektra gesungen. Welche Erinnerungen haben Sie an die Zusammenarbeit mit ihm?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Derilova: Die Rolle der Elektra war eine sch&#246;ne Herausforderung, die mich viel Kraft gekostet hat (zwei Kilogramm K&#246;rpergewicht pro Vorstellung), die mir aber auch unheimlich Freude und Spa&#223; gemacht hat. Neben Elektra habe ich zahlreiche Partien mit Johannes Felsenstein erarbeitet. Er ist ein Mensch, der sehr viel fordert, und das ist gut so. Einmal sagte er zu mir: &#8222;Du bist wie Plastilin &#8211; ich kann Dich f&#252;r jede Rolle formen.&#8220; Ich habe von ihm viel gelernt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die neue Intendanz: ein neuer Generalintendant &#8211; Andr&#233; B&#252;cker &#8211;, ein neuer GMD &#8211; Antony Hermus &#8211;, eine neue Chefregisseurin &#8211; Andrea Moses &#8211;, neue Kolleginnen und Kollegen. Wie sind Ihre ersten Erfahrungen?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Derilova: Sehr sch&#246;n! Mit Antony Hermus und Andrea Moses zu arbeiten, war ein gro&#223;es Vergn&#252;gen. Ich bin schon ungeduldig und kann die n&#228;chste Turandot-Produktion kaum erwarten. Mit Andr&#233; B&#252;cker werde ich erst in der n&#228;chsten Spielzeit arbeiten &#8222;Der Protagonist/ Der Bajazzo&#8220; &#8211; darauf freue ich mich sehr.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Das Anhaltische Theater Dessau gastiert seit f&#252;nf Jahren im Theater Schweinfurt. Am 22. Juni nun mit einer Operngala, die sich Wagner und dem italienischen Repertoire widmet. Welche Erinnerungen haben Sie an Schweinfurt?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Derilova: Wir freuen uns immer sehr auf Schweinfurt, etwas Sch&#246;nes f&#252;r das Publikum zu machen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Im Mai 2011 werden Sie als Leonore in Beethovens Fidelio (Inszenierung: Johannes Felsenstein) zur&#252;ckkehren. Liegt Ihnen die Rolle der Leonore?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Derilova: Es ist nicht eine meiner Lieblingspartien. Sie ist zwar eine starke Pers&#246;nlichkeit, dennoch ist die Musik etwas trocken, zu wenig leidenschaftlich &#8211; zumindest f&#252;r mich.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Sie haben die Elektra gesungen wie auch die Isolde und Kundry, Aida, Rusalka, Tosca oder Turandot. Von welchen Partien tr&#228;umen Sie noch?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Derilova: Ich m&#246;chte gern Manon Lescaut von Puccini und Salom&#233; von Strauss singen. Aber sicher gibt es noch viele andere faszinierende Rollen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schweinfurt und Dessau
Das Theater Schweinfurt geh&#246;rt zu den f&#252;nf gr&#246;&#223;ten Gastspielh&#228;usern im deutschsprachigen Raum. Fester Bestandteil der Arbeit ist die Kontinuit&#228;t der Zusammenarbeit mit verl&#228;sslichen Partnern &#252;ber Jahre hinweg. Die Bamberger Symphoniker spielen seit Oktober 1946 regelm&#228;&#223;ig in Schweinfurt. M&#252;nchner Kammerspiele und Bayerisches Staatsschauspiel sind seit Jahrzehnten zu Gast.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aktuelles Beispiel ist das freundschaftliche Verh&#228;ltnis zum Anhaltischen Theater Dessau, das im Oktober 2004 begann. Mehr als 13 000 Menschen haben hier inzwischen Produktionen des Anhaltischen Theaters gesehen, darunter &#8222;Don Karlos&#8220;, &#8222;Die Hochzeit des Figaro&#8220;, &#8222;Don Giovanni&#8220;, &#8222;Landschaft mit Schatten&#8220; (Tanztheater - Gregor Seyffert)oder &#8222;Land des L&#228;chelns&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Gespr&#228;ch f&#252;hrte Christian Kreppel Leiter des Schweinfurter Theaters&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 25 Jun 2010 14:49:35 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/493</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 25.06.2010Rekord</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 25.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Rekord Erl&#246;s von 4.080 EURO erzielt&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Einen Rekord Erl&#246;s von 4.080 Euro konnte das Anhaltische Theater zum Tag der offenen T&#252;r am 6. Juni durch die Tombola, Kost&#252;mversteigerung, Spenden, Tigerenten-, Foto- und Kuchenverkauf erzielen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die H&#228;lfte des Erl&#246;ses, 2.040 Euro gehen an die &#8222;Kleine Arche&#8220; Dessau, einer Anlaufstelle f&#252;r sozial benachteiligte Kinder der Stadt Dessau-Ro&#223;lau. Die &#8222;Kleine Arche&#8220; bietet Kindern kostenfrei die M&#246;glichkeit, ein gesundes Mittagessen einzunehmen sowie unter Betreuung die Hausaufgaben anzufertigen und gemeinsam die Freizeit zu verbringen. Initiiert
hat die &#8222;Kleine Arche&#8220; der Club Soroptimist International Dessau- W&#246;rlitz, eine Organisation f&#252;r beruflich engagierte Frauen.
Weitere 2.040 Euro kommen der Theaterstiftung zu Gute, die seit 2004 aus ihren Ertr&#228;gen k&#252;nstlerische Vorhaben aller Sparten des Anhaltischen Theaters, theaterp&#228;dagogische Projekte und Ma&#223;nahmen der &#214;ffentlichkeitsarbeit unterst&#252;tzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater dankt allen Sponsoren f&#252;r die gro&#223;z&#252;gige Unterst&#252;tzung hinsichtlich der attraktiven Tombolagewinne und nat&#252;rlich dem Publikum f&#252;r die Beteiligung an der Tombola.
Ein besonderer Dank gilt den Soroptimistinnen, die das Anhaltische Theater mit gro&#223;em Engagement beim Tag der offenen T&#252;r unterst&#252;tzten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Liste der Tombolapreise ist auf der Website unter www.anhaltisches-theater.de ver&#246;ffentlicht.  Die Preise k&#246;nnen noch bis zum 5. Juli von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr im Anhaltischen Theater (Ansprechpartnerin: Silvia Kittler) abgeholt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im n&#228;chsten Jahr findet der Tag der offenen T&#252;r am Sonntag, 22. Mai statt.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 25 Jun 2010 14:17:00 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/492</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 25.06.2010Magisches</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 25.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Magisches Klangerlebnis f&#252;r Jung und Alt&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Innerhalb der Zusammenarbeit zwischen dem Anhaltischen Theater und der H + S Senioren Service GmbH avendi Dessau findet am Donnerstag, 1. Juli 2010 um 19.30 Uhr im Alten Theater ein besonderes Gastspiel statt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stefan M&#252;ller-Ruppert und der Ausnahmegitarrist Maximilian Mangold gestalten mit dem Programm "Platero und Ich" ein spanisches M&#228;rchen f&#252;r Gitarre und Sprecher. "Platero und Ich" gilt als das ber&#252;hmteste Prosast&#252;ck der spanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Stefan M&#252;ller-Ruppert rezitiert die Geschichte des kleinen Esels Platero in Begleitung von Maximilian Mangold, einem der im Augenblick interessantesten Gitarristen Deutschlands.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Platero, der kleine Esel, der den Erz&#228;hler auf seinen Streifz&#252;gen durch die andalusische Landschaft begleitet, ist ihm mehr als nur ein Grautier: Platero steht f&#252;r das verlorene Paradies der Kindheit, f&#252;r eine tiefe Verbundenheit mit der Natur, ist Weggef&#228;hrte und immer zugleich auch Spiegelbild menschlichen Daseins. Die poetischen Bilder des spanischen Literaturnobelpreistr&#228;gers Juan Ramon Jim&#232;nez, verschmelzen mit der Musik Mario Castelnuovo-Tedescos zu einem magischen Klangerlebnis, das Jung und Alt gleicherma&#223;en bezaubert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 25 Jun 2010 10:50:01 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/491</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 24.06.2010Leo</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 24.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Leo Polte bittet zum Tanz in den Sommer!&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Kultinspizient Leo Polte VIII. schl&#228;gt am Samstag, 26. Juni um 19:30 Uhr ein letztes Mal vor der Sommerpause seine Familienchronik auf und erz&#228;hlt die &#8222;wahre Geschichte&#8220; des Anhaltischen Theaters. In der dritten Folge geht es um die Oper EIN MASKENBALL und Verdi, aber auch um Indianer, Humortrainer und Fu&#223;ball. So wird am Tag vor dem Achtelfinalspiel der deutschen Mannschaft gerade noch rechtzeitig der neue Text unserer Hymne vorgestellt, den dann wirklich alle mitsingen k&#246;nnen. Zum wirklich LETZTEN EINRUF!!! vor der Sommerpause hat sich Leo Polte etwas Besonderes f&#252;r seine Fans &#252;berlegt: die eng mit ihm befreundete Dessauer Band HARD MOODS wird nicht nur der Stargast seiner heiteren Show sein, sondern im Anschluss auch noch zum Tanz in den Sommer aufspielen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 24 Jun 2010 19:07:34 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/490</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 24.06.2010Picknick</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 24.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Picknick im Park &#8211; Matinee zur Premiere &#8222;Sommer Nacht Traum&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Sonntag, 4. Juli 2010, um 11 Uhr l&#228;dt das Anhaltische Theater Dessau zu einem Picknick im Stadtpark ein. Bei dieser Matinee im Gr&#252;nen stellt das Team um Regisseurin Andrea Moses bereits im B&#252;hnenbild die neue Schauspielinszenierung &#8222;Sommer Nacht Traum&#8220; vor.
Zwei Stoffe, &#8222;Der Park&#8220; von Botho Strau&#223; und &#8222;Herr Peter Squenz&#8220; von Andreas Gryphius werden von Andrea Moses miteinander verwoben und als sommerliches Roadmovie mit dem gesamten Schauspielensemble inszeniert.
W&#228;hrend des Picknicks wird gesungen, musiziert, diskutiert und geprobt. Das notwendige Zubeh&#246;r, wie Decken, Picknickkorb sollte von den G&#228;sten selbst mitgebracht werden.
Getr&#228;nke bietet der Gastronomieservice des Anhaltischen Theaters zum Erwerb an.
Tickets f&#252;r das Sommerst&#252;ck werden an diesem Morgen ebenfalls verkauft.
Premiere ist am 8. Juli, um 19:30 Uhr im Stadtpark. Nur acht weitere Male ist die Inszenierung zu sehen.
Auch im Vorfeld sind die Zuschauer herzlich eingeladen, die B&#252;hne zu betrachten und einen ersten Einblick in die Proben zu gewinnen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 24 Jun 2010 18:34:14 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/489</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 24.06.2010Gro</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 24.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Gro&#223;es Finale f&#252;r das Dessauer [funk]projekt&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;[funk]schau zum Abschluss einer gelungenen Zusammenarbeit des Anhaltischen Theaters und der Stiftung Bauhaus Dessau vom 30. Juni bis 4. Juli 2010&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein Jahr lang schuf [funk] eine Br&#252;cke zwischen dem Anhaltischen Theater, der Stiftung Bauhaus Dessau und vielen weiteren kulturellen Akteuren der Stadt. Seit Juli 2009 begleitet das von der Kulturstiftung des Bundes gef&#246;rderte Projekt Er&#246;ffnungen und Premieren und l&#228;dt Dessauer und ihre G&#228;ste zu zahlreichen Veranstaltungen ein. [funk] holte die Weihnachtszeit auf den Vorplatz des Theaters, &#246;ffnete kaum bespielte Bauhausr&#228;ume f&#252;r die &#214;ffentlichkeit, sammelte Geschich-ten und Anekdoten &#252;ber die Vergangenheit der Stadt und Vorschl&#228;ge f&#252;r ihre Zukunft. Am Ende der Spielzeit 2009/10 sagt [funk] der Stadt Dessau, ihren B&#252;rgern, Initiativen, Vereinen und G&#228;s-ten auf dem Vorplatz des Alten Theaters &#8222;adieu&#8220; &#8211; mit einer Dessauer [funk]schau vom 30. Juni bis 4. Juli 2010.&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Juni 2010, um 20 Uhr, Meisterh&#228;user Dessau-Ro&#223;lau&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;haus[funk]11: Geisterh&#228;user &#8211; Meisterh&#228;user&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Eintritt frei!
&#8222;Geisterh&#228;user&#8220; in den Meisterh&#228;usern ist der letzte haus[funk]abend. Ein Jahr lang sendete [funk] immer am letzten Mittwoch des Monats aus den Bauhausbauten der Stadt. Sie stellten dem Projekt Werkstatt und Partylocation, Klanglabor und Podium, B&#252;hne und Bildschirm zugleich. &#8222;Meisterh&#228;user &#8211; Geisterh&#228;user&#8220; erkundet ein Highlight der Dessauer Bauhausarchitek-tur: die Meisterhaussiedlung, entworfen von Walter Gropius f&#252;r sich selbst und die bedeutendsten Lehrer am Bauhaus.
Gemeinsam mit Schauspielern des Anhaltischen Theaters macht sich [funk] auf die Suche nach den Geistern der Meister, musikalisch begleitet von der slowakischen Band Po&#382;o&#328; Sentimental. Die Meisterh&#228;user werden durch T&#228;nzer, Schauspieler und Musiker poetisch belebt. Das Publi-kum ist auf eine Entdeckungsreise von Haus zu Haus eingeladen. In allen drei Meisterh&#228;usern und dem derzeit noch an der Stelle des ehemaligen Gropiushauses stehenden Haus Emmer in-szenieren Maria Linke, Dramaturgin am Anhaltischen Theater, Torsten Blume, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Bauhaus Dessau, eine begehbare Klang- und Schaulandschaft mit Le-sungen, Tanz und Musik &#8211; ein echter H&#246;hepunkt im [funk]kalender.
Am gleichen Abend startet mit dessau[funk] eine viert&#228;gige Radiostation f&#252;r Dessau: Auf lokaler Frequenz in der Umgebung des Theaters und &#252;ber www.dessaufunk.de oder &#252;ber www.interfunk.net l&#228;dt dessau[funk] ins Studio vor dem Theater ein &#8211; zu Gespr&#228;chen, Diskussio-nen, Kl&#228;ngen, Anekdoten und Musik aus Dessau. Bis in die Nacht des 4. Juli sendet die Radio-station kontinuierlich.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;bis 4. Juli, Vorplatz des Alten Theaters&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&#8222;Tanz den Dessau &#8211; besuch die [funk]s&#8220; vor dem Alten Theater&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Am Donnerstag, 1. Juli zieht die [funk]schau zum Alten Theater. Dort startet am 2. Juli um 21 Uhr &#8222;Tanz den Dessau &#8211; besuch die [funk]s!&#8220;. Vierundzwanzig Stunden lang empf&#228;ngt das [funk]team in einer B&#252;hnenwohnung vor dem Alten Theater Dessauerinnen und Dessauer, Vereine, Initiati-ven und Clubs &#8211; vom Briefmarkensammler bis zur Theaterjugend, vom Dichter &#252;ber Imker und Musiker bis zum Modellflieger. DokuTV Wettin und [funk] zeichnen auf und &#252;bertragen live &#252;ber www.interfunk.net, ein paar Tage sp&#228;ter wird die [funk]schau im Offenen Kanal Dessau laufen.
Livemusik und ein DJ laden zum Abschluss der 24-st&#252;ndigen [funk]aktion und einer gro&#223;en Party auf dem Vorplatz des Alten Theaters am Samstag, den 3. Juli um 21 Uhr ein.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Juli , ab 11 Uhr, Vorplatz des Alten Theaters&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Brunch an der [funk]tafel&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der letzte gro&#223;e Auftritt von [funk] ist ein &#246;ffentlicher Brunch am 4. Juli, ab 11 Uhr. Alle [funk]akteure, B&#252;rger und Besucher sind herzlich dazu eingeladen, ein letztes Mal vor dem Alten Theater am roten Container zusammenzukommen und sich von [funk] zu verabschieden. [funk] sendet an diesem Julitag noch bis Mitternacht &#8211; dann ist die Sendezeit zu Ende.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;


&lt;p&gt;[funk] ist ein Kooperationsprojekt des Anhaltischen Theaters und der Stiftung Bauhaus Dessau, gef&#246;rdert im Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kontakt: Maria Linke studio@interfunk.net | 0177-4497144
www.interfunk.net | www.twitter.com/interfunk&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 24 Jun 2010 15:20:35 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/488</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 21.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Maskenspiel im Spiegelbild&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Roland Schwab beendet mit Verdis "Un ballo in maschera" die Dessauer Opern-Saison. Die Anhaltische Philharmonie tr&#228;gt den Abend.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Tod schiebt eine ruhige Kugel: Langsam kreist das Geschoss an der Wand des Trichters abw&#228;rts zu dem leuchtenden Kreuz, das den Sitz des Lebens markiert. Und die Musik schweigt dazu &#8211; die doppelb&#246;dige Trivialit&#228;t, die falsche S&#252;&#223;e und das hysterische Gel&#228;chter verstummt in einer Totenstille, die nur vom mahlenden Ger&#228;usch des Balles grundiert wird. Alles f&#228;llt in diesem Moment zusammen &#8211; die ungl&#252;ckliche Liebe des schwedischen K&#246;nigs Gustav zur Frau seines treuen Freunds Anckarstr&#246;m, der ungewollte Verrat seines Pagen und die Prophezeiung der Hexe Ulrica ...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als das Anhaltische Theater Dessau Giuseppes Verdis &#8222;Un ballo in maschera" auf den Spielplan setzte, konnte man noch nicht ahnen, dass die Premiere am Vorabend einer Hochzeit im schwedischen K&#246;nigshaus &#252;ber die B&#252;hne gehen w&#252;rde. Von historischen Pomp aber ist Roland Schwabs Inszenierung ohnehin weit entfernt: Sein imagin&#228;res Schweden ist eine B&#252;hnenmaschine, auf dem die royale Rolle am Anfang ebenso per Los bestimmt wird wie die Partien der Verschw&#246;rer &#8211; und das Mittel zur &#246;ffentlichen Wahrnehmung ist ein gigantischer Spiegel, der den Zuschauern Einblicke in tote Winkel gew&#228;hrt oder die Kehrseite der Pracht zeigt. Die Spielmacher aber sind der Diener und die Wahrsagerin, die sich ihrer Stellung in dieser Theatertruppe bewusst sind.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;F&#252;lle an Einf&#228;llen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Allein dieser aus der Theaterbegeisterung des realen Vorbilds Gustav III. entwickelte Ansatz h&#228;tte f&#252;r einen spannenden Abend gen&#252;gt, Schwab aber will mehr &#8211; und greift allzu oft in jene Kiste, auf die sein B&#252;hnenbildner Hartmut Sch&#246;rghofer das d&#252;stere Wort &#8222;Pandora" geschrieben hat. Da finden sich Clownsnasen und Blumenstr&#228;u&#223;e, Brautschleier und Zauberkr&#228;uter... und als sich der K&#246;nig f&#252;r seinen Besuch beim Orakel verkleidet, f&#228;llt das schon l&#228;ngst nicht mehr auf, weil hier alle Masken tragen. Es ist die F&#252;lle an Einf&#228;llen, die der Idee im Wege steht und die zwischen der b&#246;sen Ironie und blo&#223;en Illustration keine eindeutige Perspektive auf die Geschichte entwickelt. Bildgewaltig und &#252;berraschend aber ist der Abend allemal &#8211; und lediglich das dr&#246;hnende Gel&#228;chter, das der Regisseur seinen Figuren immer wieder in den Mund legt, muss man ihm wirklich &#252;belnehmen. Denn das b&#246;se Lachen obliegt in dieser Oper dem Orchester &#8211; und die Anhaltische Philharmonie spielt unter ihrem Generalmusikdirektor Antony Hermus auch diesen Verdi auf einem unerh&#246;rten Niveau. Der Thrill der d&#252;ster romantischen Friedhofsszene ist ihnen so gel&#228;ufig wie der angeheiterte Taumel der Ballszenen, das innige Gebet Amelias ist hier so gut aufgehoben wie die aufgesetzte Fr&#246;hlichkeit des Hofstaats. Und wenn Anckarstr&#246;m seinen Nebenbuhler aus einer fratzenhaften Kapelle heraus schlie&#223;lich mit einem Geigenbogen ersticht, dann ist dies nur konsequent: Im &#8222;Maskenball&#8220;, der in Dessau mittlerweile ganz selbstverst&#228;ndlich in Originalsprache &#252;ber die B&#252;hne geht, mordet die Musik. Und man genie&#223;t den Sog in die Katastrophe in jeder Sekunde. Das ist auch ein Verdienst der Solisten,
unter denen sich Iordanka Derilova und Ulf Paulsen im Furor ihrer Liebe und ihrer Verzweiflung den gr&#246;&#223;ten Applaus verdienen. Dieses stimmlich wie spielerisch todsichere Paar findet in Hector Sandovals K&#246;nig einen Mit- und Gegenspieler, der eher die leichtsinnige Lust als die dr&#252;ckende Last der Macht betont und dessen W&#252;rde in bester Theatermanier von den Anderen behauptet wird.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Meister des Totentanzes&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Daf&#252;r ist vor allem Cornelia Marschall als bravour&#246;ser Zeremonienmeister des Totentanzes zust&#228;ndig, der jedes Wort in eine Volte und jede Geste in einen Scherz verwandeln kann &#8211; und der in der Schicksalsg&#246;ttin der Rita Kapfhammer seinen dunkel get&#246;nten Widerpart findet. Auch Wiard Witholts Seemann und die Verschw&#246;rer von Nico Wouterse und Rosen Krastev balancieren sicher auf dem schmalen Grat zwischen dem raunenden Schicksal der Musik und dem mutwilligen Spiel der Inszenierung. Und Helmut Sonne zeigt mit seinem Opernchor, dass die zuletzt bem&#252;hte Verst&#228;rkung von au&#223;en vor allem quantitativ n&#246;tig ist &#8211; qualitativ gen&#252;gt das hauseigene Ensemble h&#246;chsten Anspr&#252;chen. Dass dieser Verdi die hauseigene Tradition auf neuer H&#246;he fortsetzt und zudem einen Spiegel als Mittel der Entlarvung benutzt, wo er zuletzt im &#8222;Macbeth&#8220; der Denunziation diente, rundet sich zum w&#252;rdigen Abschluss dieser Musiktheater-Saison &#8211; auch wenn der Doppelmord in der Applausordnung die Premieren-Begeisterung eine kurze Schrecksekunde beimischte.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 23 Jun 2010 15:26:56 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/487</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Volksstimme, 18.06.2010Am</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Volksstimme, 18.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Anhaltischen Theater Dessau hat heute Verdis "Ein Maskenball" Premiere / Regie f&#252;hrt Roland Schwab&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;"T&#246;dliche Kom&#246;die" um Schwedenk&#246;nig&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Eine "t&#246;dliche Kom&#246;die" sei das, bringt es Roland Schwab kurz und pr&#228;gnant auf den Punkt. Er inszeniert die Verdi-Oper "Ein Maskenball" (Un ballo in Maschera), die heute um 19.30 Uhr im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theaters Dessau ihre Premiere hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Roland Schwab (40), der in Dessau zum ersten Mal Regie f&#252;hrt, &#252;brigens auch zum ersten Mal beim "Maskenball", kannte allerdings schon Dessaus Ruf, "eine der gr&#246;&#223;ten B&#252;hnen Deutschlands" zu besitzen. Bedenken hatte er deswegen nicht: "Es ist f&#252;r mich ein absoluter Reiz, diese B&#252;hne mit Theater zu f&#252;llen."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dennoch habe er Respekt vor dem St&#252;ck, so Roland Schwab. Diese Oper, die Verdi &#8211; das ist ganz selten &#8211; nicht nach einer Person benannt hat, sei durchaus reizvoll, werde bei Regisseuren aber oft als Problemst&#252;ck "gehandelt".
Wo der besondere Reiz f&#252;r den Zuschauer liege? Der "Maskenball" ist unglaublich multistilistisch. Es ist der merkw&#252;rdige Mix zwischen tragischer Oper und Kom&#246;die. Jedes Bild pr&#228;sentiert sich in einer ganz anderen Sph&#228;re, einer anderen Musiksprache. Der Zuschauer werde &#252;berrascht sein, wenn "auf einen 20-min&#252;tigen emotionalen Rausch pl&#246;tzlich ein strahlender Buffo-Block folgt", macht Roland Schwab neugierig. Und wieder aus seiner Sicht, ein wenig mit Augenzwinkern: "Da musst du ganz sch&#246;n aufpassen, dass dir als Regisseur die Oper nicht um die Ohren fliegt". In seiner Konzeption habe er eine "gewisse Leichtigkeit" entwickelt, in der alle verschiedenen Elemente "zusammengesponnen " werden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;" ... dass es dir nicht um die Ohren fliegt"&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Am Anhaltischen Theater wird die Originalversion mit der Geschichte um Gustav Adolf III. von Schweden zu erleben sein. Es gebe, so der Regisseur, &#252;berhaupt keinen Grund, die Handlung "nach Boston zu transferieren. " Diese "Abwandlung" musste Verdi aus Zensurgr&#252;nden f&#252;r die Urauff&#252;hrung im Februar 1859 neu schaffen. Au&#223;erdem, meint Roland Schwab, ist ja dieser schwedische K&#246;nig durch seine fast schon manisch ausgepr&#228;gte Theateraffinit&#228;t recht bekannt, besser ber&#252;hmt-ber&#252;chtigt.
Die Geschichte basiert auf dem realen Attentat auf den Schwedenk&#246;nig Gustav III. im Jahre 1792 w&#228;hrend eines Maskenballes. Obwohl die Wahrsagerin Ulrika Arvedson das baldige Ende des K&#246;nigs voraussagt und eine Verschw&#246;rung "in der Luft" liegt, l&#228;dt Gustav III. zu einem Maskenball ein. Amour&#246;ses, Freundschaft und Ehre, Treue... &#8211; letztendlich auch das t&#246;dlich endende Attentat sind Handlungsinhalte. Diese Oper ist, nach Meinung von Roland Schwab, f&#252;r Verdi keine Identifikationsoper wie zum Beispiel "La Traviata", sondern hier ist Verdi "ein Jongleur mit Stilen". Ob er mit seiner Inszenierung auch der "Jongleur mit den Stilen" sein wolle? Roland Schwab l&#228;chelt: "Gewisserma&#223;en nat&#252;rlich schon, wobei eine solche Formulierung gef&#228;hrlich anma&#223;end wirken k&#246;nnte." In seinem bisherigen Regisseurleben hat er jedoch schon sehr gelungene und anerkannte Arbeiten "abgeliefert".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der N&#228;he von Paris geboren, wuchs Roland Schwab in M&#252;nchen auf. Nach kurzen "Studienausfl&#252;gen" in die Germanistik und die Physik fand er schlie&#223;lich den Weg zur Kunst. Ab 1992 studierte er &#252;beraus erfolgreich an der Hamburger Hochschule f&#252;r Musik und Darstellende Kunst Musiktheaterregie unter Prof. G&#246;tz Friedrich.
1998 wurde Roland Schwab in Meiningen Assistent von Christine Mielitz und wirkte dort ab 2002 als Oberspielleiter. Eine ganz wichtige und lehrreiche Station in seinem Leben sei Meiningen gewesen. Dort hat er mit "Cosi fan Tutte" die erste "richtige" selbstst&#228;ndige und Aufsehen erregende Inszenierung auf die B&#252;hne gebracht. Auch seine Frau, die georgische Mezzosopranistin Khatuna Mikaberidze, hat er in Meiningen kennengelernt, f&#252;gt er strahlend an. Zur Familie, die derzeit in Hannover zu Hause ist, geh&#246;rt der gemeinsame sechsj&#228;hrige Sohn.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;"Ein Jongleur mit den Stilen"&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der freischaffende Regisseur Roland Schwab inszenierte unter anderem am Berliner Ensemble, an den Theatern in M&#252;nster, Mei&#223;en, Freiburg, Gelsenkirchen, Innsbruck und Linz, am Niederbayrischen Landestheater, auch an der Oper Dortmund. Zu den kommenden Aufgaben z&#228;hlt "Don Giovanni" an der Deutschen Oper Berlin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den letzten Wochen, die aber auch Zeit zum Beispiel f&#252;r einen Bauhausbesuch lie&#223;en, haben er und das gesamte Dessauer Ensemble engagiert den "Maskenball" einstudiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Anhaltische Philharmonie leitet deren GMD Antony Hermus. In der Premiere wird die Hauptrolle Gustav III. von dem mexikanischen Tenor Hector Sandoval gesungen. Die Auff&#252;hrung erfolgt in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 23 Jun 2010 14:50:18 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/486</link>
    </item>
    <item>
      <title>Christoph Suhre, &#8222;Der neue Merker</title>
      <description>&lt;p&gt;Christoph Suhre, &#8222;Der neue Merker&#8220;, Juni 2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Dessau: "LA MUETTE DE PORTICI"&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Unter Aubers Vornamen findet sich auch dieser: Esprit. Nur wenige seiner ca. 50 B&#252;hnenwerke sind heute noch bekannt, aber die, die heute haupts&#228;chlich durch CD-Angebote zug&#228;nglich sind, eint eines: Diese Musik besitzt Esprit. Der 1782 geborene Komponist galt zun&#228;chst als repr&#228;sentativer Vertreter der Op&#233;ra Comique, die er mit nicht weniger als 34 St&#252;cken belieferte. Ab 1840 etwa war dann seine Ann&#228;herung an die ernste Oper zu erkennen. Auff&#228;llig ist, dass dabei Aubers Stil keinem gr&#246;&#223;eren Wandel unterworfen war. &#187;La Muette de Portici" wurde 1828 in der Op&#233;ra Paris uraufgef&#252;hrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Libretto von Eug&#232;ne Scribe greift einen historischen Vorgang aus dem Jahre 1647 auf Ein Fischer, Masaniello genannt, entfacht in Neapel einen Aufstand gegen die Steuerpolitik der spanischen Besatzungsmacht. Auch wenn die Fischer und Obsth&#228;ndler Teilerfolge erzielen, scheitert der Aufstand. Zudem bricht auch noch der Vesuv aus. B&#252;hnenwirksamer geht&#8217;s nimmer.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Regisseur Andr&#233; B&#252;cker bel&#228;sst die Handlung am Ort des historischen Geschehens, zeigt uns aber das Neapel der Gegenwart, in dem es bekannterma&#223;en gen&#252;gend Z&#252;ndstoff gibt. Der Camorra obliegt die totale wirtschaftliche Kontrolle der Region. Sie hat kriminelle Strukturen aufgebaut, die &#252;ber die Bev&#246;lkerung und deren Leben bestimmen. Insofern sind die Vorg&#228;nge aus dem Jahre 1647 nach wie vor aktuell und brisant. Das opulente B&#252;hnenbild von Jan Steigert spiegelt Hafenatmosph&#228;re wider, die Kost&#252;me, die Suse Tobisch entwarf, sind zeitgem&#228;&#223;. Videoclips, f&#252;r die Christian Schrills verantwortlich zeichnet, werden nicht ausgespart. Das Geschehen spielt sich im Wesentlichen in einer Containerlandschaft ab &#8211; die B&#252;hnenmaschinerie ist im Totaleinsatz und bis ins Letzte gefordert. In Aubers Oper gibt es gro&#223;e Chortableaus, die Andr&#233; B&#252;cker b&#252;hnenwirksam arrangiert, es gibt Ensembles, die orchestersprachliche Feinheiten erfordern, sowie Arien und Duette, die von den Solisten Gesangstechnik, Kantabilit&#228;t und Emotionalit&#228;t erfordern. Die Dessauer Auff&#252;hrung bleibt nichts davon schuldig. Zu lesen ist, dass von dieser Produktion eine DVD erstellt wird. Interessierte Opernbesucher werden dann Gelegenheit haben, ein Werk kennen zu lernen, dass zu Unrecht ein Schattendasein f&#252;hrt. Sie werden aber auch Gelegenheit haben, sich von der gro&#223;artigen Leistungsf&#228;higkeit des Dessauer Ensembles ein Bild zu machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kurios ist. dass die Vertreterin der Titelpartie zwar permanent pr&#228;sent ist, aber nichts zu singen hat. Andr&#233; B&#252;cker entschied sich bei der Besetzung dieser Rolle f&#252;r eine T&#228;nzerin. Gabriella Gilardi verf&#252;gt &#252;ber ein hohes Ma&#223; an K&#246;rperbeherrschung und K&#246;rpersprache und kann dadurch die Befindlichkeiten der stummen Fenella sehr gut zum Ausdruck bringen. Mitunter wirkt sie in ihren Bewegungen etwas abstrakt, aber das muss kein Nachteil sein, denn das M&#228;dchen st&#246;&#223;t aufgrund ihres Handicaps an Grenzen. Eine Tenorpartie ersten Ranges ist die des Masaniello. In einer Studioeinspielung dr&#252;ckt immerhin Alfredo Kraus dieser exponierten Partie sein G&#252;tesiegel auf. In Dessau erlebten wir den mexikanischen Tenor Diego Torre als Masaniello. Am Anhaltischen Theater gab er zugleich sein Europadeb&#252;t. In den gro&#223;en Ensembles ist er absolut pr&#228;sent und wenn er zu Beginn des 4. Aktes seine Kavatine Spectacle affreux singt, d&#252;rfte auch der letzte Zuschauer zu der Erkenntnis gelangt sein, dass wir es hier mit einer Tenorstimme zu tun haben, die zu ganz gro&#223;en Hoffnungen berechtigt. Der sympathische S&#228;nger verf&#252;gt &#252;ber eine Stimme, die &#252;ber Glanz und Elastizit&#228;t, Expressivit&#228;t und Innigkeit, Klang und Volumen verf&#252;gt. Mit Oscar de la Torre hatte man f&#252;r die Partie des Alphonse einen weiteren mexikanischen Tenor verpflichtet. Alphonse ist in der Vorlage der Sohn des spanischen Vizek&#246;nigs, in der Lesart von Andr&#233; B&#252;cker Capo eines Clans. Auch dieser S&#228;nger wei&#223; zu begeistern, erleben wir doch in seinem Gesangspart viele Verzierungen, die an Rossini erinnern und Leichtigkeit, H&#246;he und Atem erfordern. Oscar de la Torre stellt sich souver&#228;n diesen Anforderungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben der Fenella ist die Elvire eine weitere zentrale Frauengestalt der Oper. Sie ist Alphonses Braut und wird durch dessen skrupelloses Tun und Lassen in unterschiedlichste Konfliktsituationen gesto&#223;en. Das alles wird nat&#252;rlich auch musikalisch untersetzt und erfordert von der Rollenvertreterin entsprechende gesangliche und darstellerische Mittel. Bei Angelina Ruzzafante ist diese Partie bestens aufgehoben. Einerseits setzt sie zarte, ber&#252;hrende Piani in den Raum, anderseits trumpft sie in den gro&#223;en Ensembles eindrucksvoll auf, ohne dabei schrill zu klingen oder zu forcieren. Wiard Witholt beeindruckt mit gut gef&#252;hrter und kerniger Stimme als Pietro. Zun&#228;chst begegnen wir ihm als wahrem Freund Masaniellos. Sp&#228;ter wendet er sich von ihm ab und vergiftet ihn gar. Wiard Witholt gestaltet diesen Wechsel absolut &#252;berzeugend. Obwohl Ulf Paulsen in dieser Oper eine relativ kleine Rolle zu gestalten hat, kann man sich ihm weder vokal noch darstellerisch entziehen. Er ist ein Verb&#252;ndeter Alpbonses und damit Drahtzieher d&#252;sterer Machenschaften. Kostadin Aguirov als Borella, .Angus Wood als Vertraute Alfonses und Stephan Biener als Moreno runden ein absolut intaktes Ensemble ab. Mit Umsicht und Esprit wurde das Ensemble von Antony Hermus am Pult der engagiert spielenden Anhaltischen Philharmonie trefflich unterst&#252;tzt. Der Dirigent wei&#223; um die Sch&#246;nheiten der packenden Musik und l&#228;sst sie deshalb entsprechend nuanciert und facettenreich erklingen. Ein Genuss! Der Opernchor des Anhaltischen Theaters wurde durch Mitglieder des Coruso Chores aus Berlin klangvoll unterst&#252;tzt. Die Chorleitung oblag Helmut Sonne. Das konnte sich h&#246;ren und sehen lassen. Ein Extralob verdienen auch die Mitglieder des Kinderballetts des Theaters, die in der Choreografie von Gabriella Gilardi die Intentionen des Regieteams wirkungsvoll unterst&#252;tzten. Das Beispiel Dessau in Bezug auf Auber sollte Schule machen. Es lohnt sich!&lt;/p&gt;
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      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 23 Jun 2010 14:35:24 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/485</link>
    </item>
    <item>
      <title></title>
      <description></description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 23 Jun 2010 14:00:50 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/484</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Volksstimme, 21. Juni</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Volksstimme, 21. Juni 2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Premiere von Verdis Oper "Ein Maskenball" in Dessau begeistert aufgenommen&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Der Fall eines Schwedenk&#246;nigs: Tragisch und auch komisch&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Schuss kam aus der vierten Reihe im Parkett. Der Darsteller von Gustav III., Hector Sandoval, sank auf offener B&#252;hne, t&#246;dlich getroffen, zu Boden. Nachdem gerade die Premiere von Guiseppe Verdis Oper "Ein Maskenball" am Anhaltischen Theater Dessau bravour&#246;s zu Ende gegangen war. Verwirrung im Publikum, zun&#228;chst jedenfalls.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alles nur gespielt. Ein letzter &#252;berraschender Einfall des Regisseurs Roland Schwab. Er wob in seine Inszenierung durchg&#228;ngig eine sp&#252;rbar kom&#246;diantische Note ein. Aufgesetzte Pseudomoderne? Werden Gef&#252;hle der L&#228;cherlichkeit preisgegeben, wird Verdi gar verhunzt?
Kaum. Mehr wohl ist es eine Erz&#228;hlweise, bei der Roland Schwab ganz dicht aus der realen Figur des schwedischen K&#246;nigs "sch&#246;pfte". Mit seiner manischen "Theaterbesessenheit" machte sich der K&#246;nig in seinen Kreisen oft l&#228;cherlich. Bis in den Tod - eben auf einem Maskenball.
Gustav III. durchlebte, in der faszinierenden gesanglich und schauspielerisch trefflichen Darstellung von Hector Sandoval, einen wahren Gef&#252;hlstaumel. Er gab nichts auf Warnungen seiner Freunde, nahm das Leben, wie es kam. Er wollte die Freundschaft zu seinem Freund der Liebe zu dessen Gattin opfern. Tiefe Reue und Glauben an Treue, Verzicht und Verzeihung - hehre Haltungen, die letztendlich zu sp&#228;t kamen, f&#252;r ihn jedenfalls. Der K&#246;nig ist tot. Das Volk huldigt dem Sterbenden.
Mit in diese geheimnisvollen Verwirrungen hat Gustav III. Amelia, die Ehefrau seines Freundes Ren&#233;, gerissen. Leiden und Lieben - hinrei&#223;end pr&#228;sentierte sie Iordanka Derilova, gesanglich mit scheinbarer M&#252;helosigkeit, Emotionen mit der letzten Faser ihres K&#246;rpers ausdr&#252;ckend. Der Zuschauer litt mit.
Ulf Paulsen lie&#223; den Gast die wechselvollen Gef&#252;hle und Tiefschl&#228;ge des Ren&#233; Anckarstr&#246;m ebenso emotional nachvollziehen.
In ihrer Rolle als Page Oscar trumpfte Cornelia Marschall m&#228;chtig und erfrischend auf - ein bisschen Mephisto, die F&#228;den immer in der Hand und stets durchblickend.
Auch die Szenen der dreiaktigen, fast dreist&#252;ndigen Oper, die karg an aktionsreicher Handlung, jedoch reich an Gef&#252;hlssprache, wie in den Arien und Duetten, waren, wurden durchweg spannend, letztendlich auch kurzweilig unterhaltend inszeniert. Die Dessauer Auff&#252;hrung w&#228;hlte das italienische Original mit deutschen Obertiteln.
Diese begeistert aufgenommene Premiere lebte von einer stimmigen Komplexit&#228;t. Die Anhaltische Philharmonie unter GMD Antony Hermus verinnerlichte die faszinierende Musik von Verdi. Sie spielte lustvoll beschwingt auf, traf mit genau solcher Pr&#228;zision und emotionaler Ausstrahlung die dramatisch-tragischen Sequenzen.
Abrupte Handlungs- und Stimmungswechsel, fast von Bild zu Bild, gingen neben der wechselvollen Musikvielfalt oft mit fantasievollen B&#252;hnenbild-Wechseln (B&#252;hne Hartmut Sch&#246;rghofer) einher. Ausgelebte Details, wie bei der schaurigen Zauberei der Wahrsagerin Ulrika - Rita Kapfhammer in einer Paraderolle - in Symbiose mit angedeuteter Symbolik pr&#228;gten diese Inszenierung, forderten die Fantasie der Zuschauer. In &#228;hnlicher Betrachtungsvariabilit&#228;t waren die Kost&#252;me von Frank Fellmann gestaltet.
Markantes B&#252;hnenelement war ein gro&#223;er geneigter Spiegel, der, dem Reflexionsgesetz folgend, ungewohnte Ansichten und "Einblicke" bot. Ein ebenso dominantes Rondell "spuckte" von Zeit zu Zeit, wie aus dem Nichts kommend, Figuren aller Couleur aus.
Apropos viele Menschen. Der Opernchor (Leitung Helmut Sonne) war nicht nur f&#252;r den handlungsvorantreibenden Text verantwortlich. Die Damen und Herren waren "integriertes Leben" des St&#252;ckes.
In weiteren Rollen waren Wiard Witholt, Nico Wouterse, Rosen Krastev, Filippo Deledda und Alexander Dubnov zu erleben.
Die n&#228;chsten Auff&#252;hrungen stehen am 27. Juni und am 3. Juli auf dem Spielplan.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 23 Jun 2010 14:00:33 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/483</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 21.06.2010Anhaltisches</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 21.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Anhaltisches Theater trauert&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater trauert um seinen ehemaligen Schauspieldirektor Helmut Stra&#223;burger, der in der Nacht zum 20. Juni verstarb.
Der 1930 in Dessau geborene Helmut Stra&#223;burger begann seine Theaterlaufbahn 1948 nach seinem Abitur zun&#228;chst hinter der B&#252;hne als B&#252;hnentechniker. F&#252;r einen erkrankten Schauspieler sprang Stra&#223;burger kurzer Hand ein und rettete damit eine Vorstellung des damaligen Weihnachtsm&#228;rchens.
Anschlie&#223;end erhielt er einen Vertrag als Schauspiel-Eleve und entwickelte sich zu einem Protagonisten des Hauses.
1957 wurde er an das Staatstheater Dresden gerufen, 1963 an die Volksb&#252;hne Berlin. Sein erstes St&#252;ck, &#8222;Kater Lampe&#8220; inszenierte er unter Benno Besson.
&#8222;Rameaus Neffe&#8220; von Denis Diderot, schon damals zusammen mit Ernstgeorg Hering in Szene gesetzt, wurde mit 296 ausverkauften Vorstellungen sein gro&#223;er Erfolg in Berlin.
1992 kehrte er mit dem &#8222;Hauptmann von K&#246;penick&#8220; nach Dessau zur&#252;ck und wurde hier nach der Gastinszenierung Schauspieldirektor am Anhaltischen Theater. Mit kr&#228;ftigen, sinnlichen Inszenierungen wie: &#8222;Der Besuch der alten Dame&#8220;, &#8222;Der Silbersee&#8220;, &#8222;Maria Stuart&#8220;, &#8222;Faust I&#8220; und &#8222;Faust II&#8220;, &#8222;Hamlet&#8220;, &#8222;Der widerspenstigen Z&#228;hmung&#8220; gab er dem Schauspiel nach der Wende ein Gesicht und f&#252;hrte die Volksb&#252;hnentradition in Dessau fort.
In der Inszenierung &#8222;Der Besuch der alten Dame&#8220;, die deutschlandweit erfolgreich zu Gastspielen eingeladen war, spielte er neben Ursula Karusseit die Rolle des B&#252;rgermeisters Ill. Viele Freunde erinnern sich an seine hinrei&#223;ende Darstellung des Theaterdirektors Strie&#223;e in der Kom&#246;die &#8222;Der Raub der Sabinerinnen&#8220; an der Seite der Berliner Schauspielerin Hildegard Alex.
Zuletzt stand der Schauspieldirektor in Samuel Becketts &#8222;Warten auf Godot&#8220; als Pozzo auf der B&#252;hne.
&#220;ber 20 Jahre war er als Dozent an der Hochschule f&#252;r Schauspielkunst &#8222;Ernst Busch&#8220; in Berlin t&#228;tig.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 21 Jun 2010 16:27:52 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/482</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 21.06.2010Auf</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 21.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Auf in die Sonne!&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Zum Abschluss der Konzertsaison l&#228;dt das Anhaltische Theater am 1. und 2. Juli, jeweils 19.30 Uhr im Gro&#223;en Haus zum 8. Sinfoniekonzert ein, das mit dem Titel &#8222;Auf in die Sonne&#8220; &#252;berschrieben ist.
Generalmusikdirektor Antony Hermus hat sich f&#252;r beide Tage etwas Besonderes einfallen lassen und nimmt Musiker und Publikum mit auf eine vergn&#252;gliche Urlaubsreise.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Konzert &#8222;Auf in die Sonne&#8220; geht es musikalisch nach Spanien und nach Lateinamerika. Feuriges Temperament und Lebensfreude enth&#228;lt die Musik der dortigen Komponisten, aber auch eine ganz eigent&#252;mliche Melancholie. Und wenn von spanischer Musik die Rede ist, darf der Klang einer Gitarre nicht fehlen: Joaqu&#237;n Rodrigos ber&#252;hmtes &#8222;Concierto de Aranjuez&#8220;, diese einzigartige Hommage an den Flamenco, wird 70 Jahre nach seiner Entstehung erstmals in einem Dessauer Sinfoniekonzert zu erleben sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Solist ist der mehrfach preisgekr&#246;nte holl&#228;ndische Gitarrist Marlon Titre. Au&#223;erdem umfasst das Programm Werke von Emmanuel Chabrier (&#8222;Espa&#241;a&#8220;-Rhapsodie), Joaqu&#237;n Turina (&#8222;Danzas fant&#225;sticas&#8220;), Maurice Ravel (&#8222;Alborada del gracioso&#8220;), Manuel de Falla (&#8222;Der Dreispitz&#8220;) sowie zwei T&#228;nze aus Mexiko und Argentinien von Arturo M&#225;rquez und Alberto Ginastera, die im Orchester ein wahres Feuerwerk an t&#228;nzerischen Rhythmen und Virtuosit&#228;t entfesseln. Urlaubsstimmung und gute Laune sind somit also garantiert. Doch damit nicht genug: Schon vor dem Konzert, in der Pause und auch danach gibt es im Foyer und im Theaterrestaurant spanische Extras, wie Kost&#252;me, Flamenco- und Salsa-Tanz, Tango und kulinarische K&#246;stlichkeiten. Gemeinsam mit ihrem treuen Publikum m&#246;chte die Anhaltische Philharmonie den Saison-Ausklang auf sommerliche Art feiern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel:
0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber
die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 21 Jun 2010 14:44:25 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/481</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 21.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Anhaltisches Theater&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Maskenspiel im Spiegelbild&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Der Tod schiebt eine ruhige Kugel: Langsam kreist das Geschoss an der Wand des Trichters abw&#228;rts zu dem leuchtenden Kreuz, das den Sitz des Lebens markiert. Und die Musik schweigt dazu - die doppelb&#246;dige Trivialit&#228;t, die falsche S&#252;&#223;e und das hysterische Gel&#228;chter verstummt in einer Totenstille, die nur vom mahlenden Ger&#228;usch des Balles grundiert wird. Alles f&#228;llt in diesem Moment zusammen - die ungl&#252;ckliche Liebe des schwedischen K&#246;nigs Gustav zur Frau seines treuen Freunds Anckarstr&#246;m, der ungewollte Verrat seines Pagen und die Prophezeiung der Hexe Ulrica.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als das Anhaltische Theater Dessau Giuseppes Verdis "Un ballo in maschera" auf den Spielplan setzte, konnte man noch nicht ahnen, dass die Premiere am Vorabend einer Hochzeit im schwedischen K&#246;nigshaus &#252;ber die B&#252;hne gehen w&#252;rde. Von historischen Pomp aber ist Roland Schwabs Inszenierung ohnehin weit entfernt: Sein imagin&#228;res Schweden ist eine B&#252;hnenmaschine, auf dem die royale Rolle am Anfang ebenso per Los bestimmt wird wie die Partien der Verschw&#246;rer - und das Mittel zur &#246;ffentlichen Wahrnehmung ist ein gigantischer Spiegel, der den Zuschauern Einblicke in tote Winkel gew&#228;hrt oder die Kehrseite der Pracht zeigt. Die Spielmacher aber sind der Diener und die Wahrsagerin, die sich ihrer Stellung in dieser Theatertruppe bewusst sind.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;F&#252;lle an Einf&#228;llen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Allein dieser aus der Theaterbegeisterung des realen Vorbilds Gustav. III entwickelte Ansatz h&#228;tte f&#252;r einen spannenden Abend gen&#252;gt, Schwab aber will mehr - und greift allzu oft in jene Kiste, auf die sein B&#252;hnenbildner Hartmut Sch&#246;rgh&#246;fer das d&#252;stere Wort "Pandora" geschrieben hat. Da finden sich Clownsnasen und Blumenstr&#228;u&#223;e, Brautschleier und Zauberkr&#228;uter. und als sich der K&#246;nig f&#252;r seinen Besuch beim Orakel verkleidet, f&#228;llt das schon l&#228;ngst nicht mehr auf, weil hier alle Masken tragen. Es ist die F&#252;lle an Einf&#228;llen, die der Idee im Wege steht und die zwischen der b&#246;sen Ironie und blo&#223;en Illustration keine eindeutige Perspektive auf die Geschichte entwickelt.
Bildgewaltig und &#252;berraschend aber ist der Abend allemal - und lediglich das dr&#246;hnende Gel&#228;chter, das der Regisseur seinen Figuren immer wieder in den Mund legt, muss man ihm wirklich &#252;belnehmen. Denn das b&#246;se Lachen obliegt in dieser Oper dem Orchester - und die Anhaltische Philharmonie spielt unter ihrem Generalmusikdirektor Antony Hermus auch diesen Verdi auf einem unerh&#246;rten Niveau. Der Thrill der d&#252;ster romantischen Friedhofsszene ist ihnen so gel&#228;ufig wie der angeheiterte Taumel der Ballszenen, das innige Gebet Amelias ist hier so gut aufgehoben wie die aufgesetzte Fr&#246;hlichkeit des Hofstaats. Und wenn Anckarstr&#246;m seinen Nebenbuhler aus einer fratzenhaften Kapelle heraus schlie&#223;lich mit einem Geigenbogen ersticht, dann ist dies nur konsequent: Im "Maskenball", der in Dessau mittlerweile ganz selbstverst&#228;ndlich in Originalsprache &#252;ber die B&#252;hne geht, mordet die Musik. Und man genie&#223;t den Sog in die Katastrophe in jeder Sekunde. Das ist auch ein Verdienst der Solisten, unter denen sich Iordanka Derilova und Ulf Paulsen im Furor ihrer Liebe und ihrer Verzweiflung den gr&#246;&#223;ten Applaus verdienen. Dieses stimmlich wie spielerisch todsichere Paar findet in Hector Sandovals K&#246;nig einen Mit- und Gegenspieler, der eher die leichtsinnige Lust als die dr&#252;ckende Last der Macht betont und dessen W&#252;rde in bester Theatermanier von den Anderen behauptet wird.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Meister des Totentanzes&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Daf&#252;r ist vor allem Cornelia Marschall als bravour&#246;ser Zeremonienmeister des Totentanzes zust&#228;ndig, der jedes Wort in eine Volte und jede Geste in einen Scherz verwandeln kann - und der in der Schicksalsg&#246;ttin der Rita Kapfhammer seinen dunkel get&#246;nten Widerpart findet. Auch Wiard Witholts Seemann und die Verschw&#246;rer von Nico Wouterse und Rosen Krastev balancieren sicher auf dem schmalen Grat zwischen dem raunenden Schicksal der Musik und dem mutwilligen Spiel der Inszenierung. Und Helmut Sonne zeigt mit seinem Opernchor, dass die zuletzt bem&#252;hte Verst&#228;rkung von au&#223;en vor allem quantitativ n&#246;tig ist - qualitativ gen&#252;gt das hauseigene Ensemble h&#246;chsten Anspr&#252;chen. Dass dieser Verdi die hauseigene Tradition auf neuer H&#246;he fortsetzt und zudem einen Spiegel als Mittel der Entlarvung benutzt, wo er zuletzt im "Macbeth" der Denunziation diente, rundet sich zum w&#252;rdigen Abschluss dieser Musiktheater-Saison - auch wenn der Doppel-Mord in der Applausordnung die Premieren-Begeisterung eine kurze Schrecksekunde beimischte.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Vorstellungen: 27. Juni und 3. Juli, jeweils 17 Uhr&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 20 Jun 2010 23:59:24 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/480</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 18.06.2010F</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 18.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;F&#252;nfj&#228;hrige Zusammenarbeit wird gefeiert&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Mit einer festlichen Operngala wird das f&#252;nfj&#228;hrige Jubil&#228;um der Zusammenarbeit des Anhaltischen Theaters und des Theater Schweinfurts am Dienstag, 22. Juni um 19:30 Uhr in Schweinfurt gefeiert. Unter der Leitung des Generalmusikdirektors Antony Hermus spielt die Anhaltische Philharmonie Werke von Wagner, Verdi, Puccini, Giordano und Chenier. Als Solisten wirken mit: Kammers&#228;ngerin Iordanka Derilova, Angelina Ruzzafante, Vel&#225;zquez D&#237;az und Ulf Paulsen.
Das Anhaltische Theater hat in Schweinfurt u.a. Inszenierungen wie &#8222;Die Zauberfl&#246;te&#8220;, den &#8222;Verdi-Schiller-Zyklus&#8220;, &#8222;Don Karlos&#8220;, &#8222;Figaros Hochzeit&#8220;, &#8222;Don Giovanni&#8220; und &#8222;Land des L&#228;chelns&#8220; gezeigt.
&#8222;Wir freuen uns, dass diese fruchtbare Kooperation auch in Zukunft fortgesetzt wird, betont Andr&#233; B&#252;cker, Generalintendant des Anhaltischen Theaters.
Christian Kreppel, Leiter des Theaters Schweinfurt zieht eine erfreuliche Bilanz der f&#252;nfj&#228;hrigen Kooperation:
&#8222;Nach f&#252;nf Jahren kann man sagen, dass das Anhaltische Theater Dessau in Unterfranken und in den direkt anliegenden Regionen durch die Gastspiele in Schweinfurt einen beachtlichen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad erworben hat. Mehr als 13.000 Menschen haben Produktionen des Anhaltischen Theaters gesehen. &#8222;Dessau&#8220; ist in unserer Region zu einer &#8222;Marke&#8220; geworden. Alle Beteiligten hoffen auf die M&#246;glichkeit der weiteren Zusammenarbeit.&#8220;&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 18 Jun 2010 15:42:46 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/479</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 16.06.2010</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 16.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#8222;Des Teufels General&#8220; letztmalig in dieser Spielzeit&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater Dessau zeigt am Sonntag, 20. Juni um 17 Uhr Carl Zuckmayers Schauspiel &#8222;Des Teufels General&#8220; zum letzten Mal in dieser Spielzeit. Vor der Auff&#252;hrung findet um 16.30 Uhr eine Werkeinf&#252;hrung im Foyer statt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Harras, genialer Flieger und schillernde Figur, rast mitten in den braunen Jahren die deutsche Karriereleiter empor und genie&#223;t sein Leben in vollen Z&#252;gen. Er wird zu des &#8222;Teufels General&#8220; - verstrickt in das System, schuldlos und schuldig zugleich.
Die Verfilmung des Stoffs hatte 1955 einen politischen Schock zur Folge. Heute sind wir von solch schwerer Wirkung zwar weit entfernt, doch Zuckmayers Grundthemen, die Risse in deutschen Lebenswegen, die Verstrickung in Schuld und die Frage der Ohnmacht des Einzelnen gegen&#252;ber der Macht, zeigen noch immer Wirkung. Und dies in einer Stadt, in der Hugo Junkers erfolgreich f&#252;r die zivile Luftfahrt arbeitete und von den Nazis als &#8222;politisch unzuverl&#228;ssig&#8220; aus seinen Betrieben und seiner Stadt gejagt wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Inszenierung von Wolf Bunge spielen in der Hauptrolle des Harras Werner Eng als Gast sowie das gesamte Schauspielensemble des Anhaltischen Theaters.&lt;/p&gt;


</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 16 Jun 2010 12:38:25 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/478</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 15.06.2010Bauhaus</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 15.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Bauhaus-Theater-Special &#8211; Bauhausf&#252;hrung und Theaterinszenierung&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater Dessau und die Stiftung Bauhaus Dessau laden zum neuen Bauhaus-Theater-Special ein. Das Angebot am 18. und 19. Juni beinhaltet eine besondere F&#252;hrung durch das Bauhaus um 18.30 Uhr und den Besuch der Vorstellung &#8222;Hermes in der Stadt&#8220; auf der Bauhausb&#252;hne. Auch in der kommenden Spielzeit kooperieren das Theater und das Bauhaus und bieten ausgew&#228;hlte Vorstellungen auf der Bauhausb&#252;hne zusammen mit F&#252;hrungen zum Sonderpreis an. Die Karten sind f&#252;r 12 Euro/ erm&#228;&#223;igt 10 Euro (statt: 18,50 Euro/ 14,50 Euro f&#252;r Vorstellung und F&#252;hrung) an der Abendkasse und &#252;ber die Theaterkassen erh&#228;ltlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Junge internationale K&#252;nstler, alle seit August 2009 im Dessauer Ballettensemble, entwickeln als Choreographen ihre eigene Interpretation von Lothar Trolles Text &#8222;Hermes in der Stadt&#8220;. F&#252;r die jungen Choreographen war Trolles Text vor allem eine Inspirationsquelle. Sie haben sich diesem St&#252;ck, das keine stringente Geschichte erz&#228;hlt, sondern vielmehr Episoden zu einem Stadt-Tableau verbindet, mit den Mitteln des Tanzes gen&#228;hert. Mit der Koproduktion des Anhaltischen Theaters und der Stiftung Bauhaus Dessau bieten Tomasz Kajdanski, Ballettdirektor des Anhaltischen Theaters, und Torsten Blume vom B&#252;hnenstudio der Stiftung Bauhaus Dessau sieben internationalen K&#252;nstlern ein Forum f&#252;r eigene choreografische Werke.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Karten erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 15 Jun 2010 14:24:58 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/477</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 14.06.2010Dieter</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 14.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Dieter Hallervorden und Ilja Richter gemeinsam auf der B&#252;hne des Anhaltischen Theaters&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am 22. Juni um 19.30 Uhr zeigt das Anhaltische Theater Dessau das Gastspiel mit Dieter Hallervorden und Ilja Richter &#8222;Die Socken Opus 124&#8220; ein Zweipersonenst&#252;ck von Daniel Colas.
Das franz&#246;sische Erfolgsst&#252;ck von Daniel Colas feierte in der Regie von Katharina Thalbach im September 2009 seine Deutsche Erstauff&#252;hrung im wieder&#246;ffneten Schlosspark Theater in Berlin-Steglitz.
Das St&#252;ck spielt in der Vorweihnachtszeit im verschneiten Paris. Zwei &#228;ltere Schauspieler (Dieter Hallervorden und Ilja Richter) probieren f&#252;r einen Rezitationsabend. Sie haben noch nie miteinander gearbeitet, kennen einander nur als ehemals popul&#228;re, ja ber&#252;hmte Darsteller. Der eine spielt Theater aus dem Bauch heraus, der andere ist der intellektuelle Typ. Er hat die Regie &#252;bernommen, er hat auch das Programm zusammengestellt - Perlen der Weltliteratur werden im Clownskost&#252;m mit pantomimischen Darstellungen und Musikeinlagen dargeboten. Seinem Partner gef&#228;llt das eigentlich gar nicht. Aber beide brauchen die Chance, die ihnen dieser Abend vielleicht bietet. So kommt es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen und Streit bis hin zum Abbruch der Proben - aber auch immer wieder zum Neubeginn, so sehr die alten Mimen einander verabscheuen m&#246;gen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser Schauspielabend ist ein Duell zweier alter Einzelg&#228;nger, er jongliert virtuos mit Komik und Ernst, aber er zeigt auch das Thema Alter und Einsamkeit von einer v&#246;llig ungewohnten Seite und beweist gleichzeitig, dass nicht nur eine Facette des Theaters ihre Daseinsberechtigung hat.&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Weitere Termine: 23.06.2010, 19:30 Uhr | 24.06.2010, 19:30 Uhr | 25.06.2010, 19:30 Uhr |
26.06., 17:00 Uhr &#8211; jeweils im Gro&#223;en Haus&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets ab 12,50 Euro bis zu 27 Euro erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 14 Jun 2010 13:43:27 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/476</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 09.06.2010Theaterpredigt</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 09.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Theaterpredigt zur Oper &#8222;Ein Maskenball&#8220; [Un ballo in maschera]&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am 19. Juni um 14.30 Uhr laden die Evangelische Landeskirche Anhalts, das Anhaltische Theater und die Kirchengemeinde St. Johannis und St. Marien zur Theaterpredigt zur Oper &#8222;Ein Maskenball&#8220; [Un ballo in maschera] in die St.-Johannis-Kirche Dessau-Ro&#223;lau ein.
Die Dessauer Theaterpredigten dienen dem lebendigen Dialog zwischen Kunst und Religion und stehen so in der aufgekl&#228;rten und kulturfreundlichen Tradition Anhalts. In Religion und Kunst suchen Menschen Bilder f&#252;r die Welt, die ihnen begegnet, deuten Erfahrungen, dr&#252;cken Emotionen und Visionen aus.
Der Theologe Prof. Dr. Wilhelm Gr&#228;b von der Humboldt-Universit&#228;t Berlin h&#228;lt die Theaterpredigt. Gr&#228;b befasste sich in zahlreichen Publikationen unter anderem mit dem aktuellen Stellenwert von Religion in der Mediengesellschaft, war Studentenpfarrer in G&#246;ttingen, lehrte an den Hochschulen in Jena und Bochum und seit 1999 an der Humboldt-Universit&#228;t Berlin. Er ist seit 2001 Universit&#228;tsprediger der Berliner Hochschulen.
F&#252;r die musikalische Ausgestaltung sorgen Sebastian Sa&#223;, Kreiskirchenmusikwart aus Bernburg und das Streichquartett der Anhaltischen Philharmonie.
Anschlie&#223;end besteht die M&#246;glichkeit zum Gespr&#228;ch bei Kaffe und Kuchen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 9 Jun 2010 14:43:02 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/475</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 09.06.2010Matinee</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 09.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Matinee zur Premiere &#8222;Ein Maskenball&#8220; [Un ballo in maschera]&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Vor der Premiere der Oper &#8222;Ein Maskenball&#8220; (Un ballo in maschera) l&#228;dt das Anhaltische Theater am Sonntag 13. Juni um 10.30 Uhr zu einer Matinee ins Foyer des Gro&#223;en Hauses ein.
Die Oper von Giuseppe Verdi handelt vom Mord Gustav III. von Schweden auf einem Maskenball durch seinen engsten Vertrauten Graf Ren&#233; Anckarstr&#246;m. Graf Anckarstr&#246;m schl&#228;gt sich auf die Seite der Verschw&#246;rer gegen Gustav III. als er glaubt zu erkennen, dass seine Ehefrau ihn mit dem K&#246;nig betr&#252;gt. Regisseur Roland Schwab inszeniert dieses Intrigenspiel als eine gro&#223;e Maskerade, in der Sein und Schein bald nicht mehr zu unterscheiden sind.
Heribert Germeshausen, Leitender Musikdramaturg/Operndirektion moderiert diese Matinee und gibt dem Regisseur und dem Generalmusikdirektor Antony Hermus Gelegenheit ihre Erlebnisse im Entstehungsprozess dieser Opernproduktion zu schildern. Iordanka Derilova, Cornelia Marschall, Nico Wouterse und Ulf Paulsen stellen Ausschnitte der Oper vor und stimmen die Besucher auf die Premiere am 18. Juni um 19:30 Uhr ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r den Eintritt wird ein Obulus von 3,- &#8364; erhoben, der beim Besuch der entsprechenden Veranstaltung auf den Kartenpreis angerechnet wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 9 Jun 2010 11:53:59 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/474</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 08.06.2010Premiere</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 08.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Premiere Ein Maskenball [Un ballo in maschera]&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;- in italienischer Sprache mit deutschen &#220;bertiteln -&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Am 18. Juni um 19:30 Uhr hat die Oper &#8222;Ein Maskenball [Un ballo in maschera]&#8220; im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theaters Premiere.
Erz&#228;hlt wird in der Oper von Giuseppe Verdi ein K&#246;nigsmord, ein Drama &#252;ber Leben und Tod des schwedischen K&#246;nigs Gustav III. Roland Schwab inszeniert dieses Intrigenspiel, als eine gro&#223;e Maskerade, in der Sein und Schein bald nicht mehr zu unterscheiden sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;K&#246;nig Gustav III. von Schweden liebt Amelia, die Gattin seines treuen Freundes Anckarstr&#246;m. Dieser warnt ihn vor einer Verschw&#246;rung, doch Gustav schl&#228;gt alle Warnungen in den Wind. Nachdem Graf Anckarstr&#246;m erfahren hat, wer die geheimnisvolle Geliebte seines K&#246;nigs ist, schl&#228;gt er sich auf die Seite der Verschw&#246;rer. Auf einem Maskenball t&#246;tet er Gustav. &#8211; Da ein K&#246;nigsmord auf der B&#252;hne f&#252;r die italienische Zensur nicht in Frage kam, musste Verdi die Handlung nach Boston verlegen, um seine Oper 1859 in Rom zur Auff&#252;hrung bringen zu k&#246;nnen. &#187;Un ballo in maschera&#171; wurde ein triumphaler Erfolg, der dem dramatisch packenden und musikalisch ungemein reichen Werk bis heute treu geblieben ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Roland Schwab z&#228;hlt zu den f&#252;hrenden Regisseuren der j&#252;ngeren Generation. Zu seinen wichtigsten Arbeiten der letzten Zeit z&#228;hlen: MOZART - FRAGMENTE, ein Beitrag zum Mozartjahr 2006 und TIEFLAND von Eugen d`Albert (2007) beides an der Deutschen Oper Berlin, THE RAKE&#180;S PROGRESS an der Oper Dortmund (2008), sowie AIDA am Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen (2008). N&#228;chste Regiearbeiten f&#252;hren Roland Schwab an die Oper Bonn (LA SONNAMBULA) und wiederum an die Deutsche Oper Berlin (DON GIOVANNI).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Inszenierung: Roland Schwab | B&#252;hne und Kost&#252;me: Frank Fellmann nach Entw&#252;rfen von Hartmut Sch&#246;rghofer | Chor: Helmut Sonne | Dramaturgie: Heribert Germeshausen
Es spielt die Anhaltische Philharmonie unter der Leitung von GMD Antony Hermus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit: Hector Sandoval (18.6.10) / Andrew Sritheran/ Angus Wood (K&#246;nig Gustav III. von Schweden), Ulf Paulsen (Graf Ren&#233; Anckarstr&#246;m), KS Iordanka Derilova (Amelia), Rita Kapfhammer (Ulrica Arvidson), Cornelia Marschall (Oscar, Page), Wiard Witholt (Christian, ein Seeman), Nico Wouterse (Graf Horn), Rosen Krastev/Pavel Shmulevich (Graf Ribbing), Filippo Deledda/Leszek Wypchlo (Arzt), Alexander Dubnov/Mikolaj Kapala (Diener Amelias)&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 8 Jun 2010 16:48:25 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/473</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 08.06.2010Letztmalig</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 08.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Letztmalig &#8222;La P&#233;richole&#8220; - Operette in drei Akten von Jacques Offenbach&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater Dessau zeigt letztmalig die Operette &#8222;La P&#233;richole&#8220; am Sonntag, 13. Juni um 17 Uhr im Gro&#223;en Haus. Mit &#8222;La P&#233;richole&#8220; wird eines der Hauptwerke Jacques Offenbachs pr&#228;sentiert, voller Witz, Ironie und &#252;berquellendem Melodienreichtum.
Die Operette spielt zur Zeit der spanischen Herrschaft am Hofe des Vizek&#246;nigs von Peru im 18. Jahrhundert. Dieser mag junge Frauen und entbrennt sogleich, als er die verarmte Stra&#223;ens&#228;ngerin P&#233;richole entdeckt. Sie wird dem Vizek&#246;nig angetraut, obwohl sie den Stra&#223;ens&#228;nger Piquillo liebt. Als Piquillo die Intrige durchschaut, rastet er aus und wird in ein Gef&#228;ngnis f&#252;r widerspenstige Ehem&#228;nner gesperrt. P&#233;richoles List und Liebe befreien ihn aus der misslichen Lage.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Anhaltische Philharmonie spielt unter der Leitung von Kapellmeister Wolfgang Kluge. In der Inszenierung von Ana Christine Haffter sind in den Hauptrollen Ulrike Mayer (P&#233;richole) und Angus Wood (Piquillo) sowie Kostadin Arguirov (Vizek&#246;nig) zu erleben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 8 Jun 2010 16:33:50 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/472</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 08.06.2010Der</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 08.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Der letzte Einruf!!! [Folge 3] Ein Maskenball&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am 10. Juni um 19:30 Uhr ist Gerald Fiedler mit seinem Kultst&#252;ck &#8222;Der letzte Einruf!!!&#8220; im Foyer des Alten Theaters zu erleben. In der dritten Folge der neuen Theaterserie stellt Kultinspizient Leo Polte VIII. die Oper &#8222;Ein Maskenball&#8220; vor. Wie in jeder Vorstellung &#246;ffnet er auf humorvolle Weise seine Familienchronik. In lockerer Atmosph&#228;re erfahren die Zuschauer bei einem Getr&#228;nk die &#8222;wahre Geschichte&#8220; des Anhaltischen Theaters. Stargast an diesem Abend ist die S&#228;ngerin Angelina Ruzzafante, begleitet von Stefan Neubert am Klavier. Auch an der Fu&#223;ball Weltmeisterschaft kommt Leo Polte nicht vorbei und pr&#228;sentiert seine Version der Nationalhymne zum Mitsingen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere Vorstellung: 17. Juni 2010, jeweils um 19:30 Uhr im Alten Theater/ Foyer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 8 Jun 2010 16:07:03 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/471</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 04.06.2010Liebe</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 04.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Liebe trifft Hass&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am 10. Juni 2010 um 15.30 Uhr zeigt die Theatergruppe EMILY des Gymnasiums Philanthropinum ihre Inszenierung &#8222;Romeo und Julia&#8220; zum letzten Mal im Alten Theater in der Veranstaltungsreihe "Von-Vorn!". Das seit Januar bestehende Format des Anhaltischen Theaters erm&#246;glicht Jugendlichen der Stadt Dessau-Ro&#223;lau ihre Theaterprojekte vorzustellen.
In den vergangenen Wochen und Monaten hat die Theatergruppe EMILY die Geschichte von &#8222;Romeo und Julia&#8220; in Szene gesetzt. Die jungen Theatermacher schufen eine eigene kompakte und aktionsreiche Inszenierung von der ber&#252;hmtesten Liebesgeschichte der Welt.
Der Eintritt ist frei. Wegen beschr&#228;nkter Platzkapazit&#228;t empfiehlt es sich, Eintrittskarten im Sekretariat des Philanthropinums oder Restkarten 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Alten Theater abzuholen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere Beitr&#228;ge f&#252;r die Reihe "Von-Vorn!" werden von der Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorff gern entgegengenommen.
Kontakt: 0340 / 2511 216 oder theaterpaedagogik@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 4 Jun 2010 17:48:58 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/470</link>
    </item>
    <item>
      <title>Steffen Brachert, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Steffen Brachert, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 04.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Eine Stadt sucht Retter&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Nat&#252;rlich braucht zuallererst die Stadt das Land. Schon wegen der finanziellen Zuweisungen, die ihr das &#220;berleben sichern. Eigentlich. Die Protestler aus Dessau-Ro&#223;lau aber haben den Spruch umgekehrt. "Land braucht Stadt" plakatierte die Truppe um Uwe Weber und sammelte im Fr&#252;hjahr 14 100 Unterschriften, um gegen den finanziellen Kahlschlag im kreisfreien Oberzentrum zu protestieren. Sportler, Musiker, Bibliotheksnutzer: 14 100 Dessau-Ro&#223;lauer unterschrieben. "Die Dynamik unserer Aktion", sagt Weber heute, "war nicht abzusehen." Der Stolz ist un&#252;berh&#246;rbar, auch wenn es seit der &#220;bergabe der Unterschriften an Landtagspr&#228;sident Dieter Steinecke (CDU) ruhiger geworden ist. "Es war klar", gibt Weber zu, "dass wir die Dynamik nicht halten k&#246;nnen."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anfang Februar war es, als die 89 000 Einwohner z&#228;hlende Doppelstadt einen Offenbarungseid leistete. Die finanzielle Lage in Dessau-Ro&#223;lau war dramatisch, ein Ausweg nicht erkennbar. Seit Jahren sich von Sparprogramm zu Sparprogramm hangelnd, waren die Einnahmen so eingebrochen, dass die Stadt ab 2013 rund 13,5 Millionen Euro zus&#228;tzlich sparen muss, um langfristig den vom Gesetzgeber geforderten Haushaltsausgleich zu schaffen. Gr&#252;nde daf&#252;r gibt es viele, an den Gewerbesteuereinnahmen liegt es ausnahmsweise nicht. Die blieben in Dessau-Ro&#223;lau in der Krise konstant, wenn auch auf niedrigem Niveau. Doch allein aus dem Finanzausgleichsgesetz des Landes flie&#223;en 2010 zehn Millionen Euro weniger als 2009.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;"Blut- und Tr&#228;nenliste"&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Stadt stellt das vor unl&#246;sbare Probleme. Das Anhaltische Theater und das Waldbad, die S&#252;dschwimmhalle, das Naturkundemuseum und der Tierpark: Nichts ist mehr sicher. Ergebnis war eine 83 Punkte umfassende "Blut- und Tr&#228;nenliste" von Sparvorschl&#228;gen, die Weber und die B&#252;rgerinitiative "Land braucht Stadt" auf den Plan rief. "Vom Stadtrat", wundert sich Weber noch heute, "kam ja nichts." "Was w&#228;re Sachsen-Anhalt ohne Dessau-Ro&#223;lau? Ein Land ohne Bauhaus. Ein Land mit halbem Gartenreich. Ein Land ohne Weill und ohne Junkers. Ein Land, dem seine gr&#246;&#223;te B&#252;hne fehlen w&#252;rde. Sachsen-Anhalt braucht Dessau-Ro&#223;lau", stellte die Initiative selbstbewusst fest, verlor sich aber nicht in allgemeinen Forderungen an Land und Bund. "Unser Ziel war es", sagt Weber, "dass die Politik mit den B&#252;rgern in den Dialog tritt." Dar&#252;ber, was der Stadt wichtig ist, wo gespart werden soll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessau-Ro&#223;lau k&#228;mpft derweil einen aussichtslosen Kampf. Es wird herumgedoktert. Nach K&#246;lner Vorbild will die Stadt eine Bettensteuer einf&#252;hren. Die Geb&#252;hren an der Musikschule wur den erh&#246;ht, die &#214;ffnungszeiten im Ro&#223;lauer B&#252;rgerb&#252;ro eingeschr&#228;nkt. Es ist nur der Anfang. Viel bringt all das trotzdem nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Es geht vor allem darum, unsere Hausaufgaben zu machen, Sparwillen zu zeigen", sagt Sabrina Nu&#223;beck. Dessau-Ro&#223;laus Finanzdezernentin will Ende Juni einen Haushalt samt Konsolidierungskonzept f&#252;r das laufende Jahr einbringen, obwohl der&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;noch nicht genehmigungsf&#228;hig ist. Die "Blut- und Tr&#228;nenliste" ist abgearbeitet. Mit durchwachsenem Ergebnis: Von den ben&#246;tigten 13,5 Millionen Euro ab 2013 sind erst 6,4 Millionen Euro durch Einsparungen untersetzt. Weitere 4,3 Millionen Euro sind von Dritten abh&#228;ngig: Die Stadt hofft, das Anhaltische Theater zu einem Staatstheater machen zu k&#246;nnen, will die Gem&#228;ldegalerie Georgium in die Kulturstiftung Dessau-W&#246;rlitz einbringen und die Meisterh&#228;user an die Stiftung Bauhaus Dessau &#252;bertragen. Der kultu relle Reichtum hat die Stadt arm gemacht. Jetzt sollen Land und Bund helfen - und die B&#252;rger.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im M&#228;rz hatte Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig (parteilos) die Dessau-Ro&#223;lauer aufgerufen, eigene Einsparvorschl&#228;ge zu machen. &#220;ber 200 sind auf der Internetseite der Stadt ver&#246;ffentlich. Skurrile - eine Gendatenbank f&#252;r Hunde, um Hundehaufen-Hinterlasser zu ermitteln. &#220;berraschende wie die Aufstellen neuer Blitzger&#228;te. Und sensible wie der Verzicht auf die Nordumgehung. "Die B&#252;rger gehen ohne Vorbehalte ran und stellen manchmal Dinge in Frage, die wir uns nicht getraut h&#228;tten", sagt Dezernentin Nu&#223;beck zu den Ideen, die alle &#252;berpr&#252;ft werden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Verst&#228;ndnis auf beiden Seiten&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Es ist ein Anfang. Weber und Kollegen aber wollen noch einen Schritt weiter gehen. Die B&#252;rgerinitiative k&#228;mpft f&#252;r einen B&#252;rgerhaushalt. Allerdings ohne hohe Erwartungen. "Es wird uns nicht gelingen, mit einem B&#252;rgerhaushalt 13,5 Millionen Euro einzusparen. Wer das glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann", so Weber.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch der B&#252;rgerhaushalt, die Mitbestimmung dar&#252;ber, wo die Stadt ihr Geld ausgibt, soll Verst&#228;ndnis auf beiden Seiten wecken. Die Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung nennt bundesweit 140 Kommunen, die einen B&#252;rgerhaushalt haben, ein solches Projekt anstreben oder diskutieren. Tendenz: steigend. Die Not zwingt zu einem st&#228;rkeren Dialog, auch wenn Weber &#252;berrascht ist, wie zur&#252;ckhaltend und misstrauisch die Dessau-Ro&#223;lauer Politik die Initiative sieht. "Wir mussten uns selber in die Fraktionen einladen." Weber &#228;rgert sich &#252;ber die Skepsis. "Dabei wollen wir denen doch nichts wegnehmen."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Verwaltung und Politik brauchen die B&#252;rger - und das b&#252;rgerschaftliche Engagement, um f&#252;r die Stadt wertvolle Dinge zu erhalten. Wie das Dessauer Waldbad. Das sollte nach der Winterpause nicht wieder ge&#246;ffnet werden. "Es w&#228;re schade gewesen, wenn dieses Bad f&#252;r die Dessauer verloren gegangen w&#228;re", sagt der neue P&#228;chter Thomas Jetzke. Zur Vertragsunterschrift bekam der Dessauer Immobilienmakler von der Stadt einen Rettungsring. Als Retter. Dessau-Ro&#223;lau braucht davon noch viele.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 3 Jun 2010 23:31:30 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/469</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 02.06.2010</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 02.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#8222;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Samstag, 5. Juni um 16.00 Uhr zeigt das Anhaltische Theater Dessau das Ballett &#8222;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#8220; auf der B&#252;hne des Gro&#223;en Hauses. Tomasz Kajdanskis Inszenierung, die sich am gleichnamigen Drama von Maxim Gorki orientiert, ist ein Abend &#252;ber zerbrochene und verzagte Existenzen, die sich an einem Ort des Verfalls zusammenfinden, sich zerst&#246;ren, sich erm&#252;den, sich aneinander festhalten, tr&#246;sten und dabei immer wieder das Licht suchen, das Morgen. Sinnlich und hochenergetisch zeigen die T&#228;nzer in einem spannenden B&#252;hnenbild nicht nur die Zust&#228;nde der Ausweglosigkeit und des Verlorenseins, sondern auch die Sch&#246;nheit und Kraft des Aufbruchs sowie die Hoffnung nach Momenten der stillen oder aggressiven Verzweiflung.
Die Inszenierung ist in dieser Spielzeit nur noch drei weitere Male zu sehen und steht in der kommenden Spielzeit, im September noch zwei Mal auf dem Spielplan. Die Anhaltische Philharmonie spielt Musik von Detlev Glanert und Arnold Sch&#246;nberg unter der Leitung von Wolfgang Kluge.&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;&#8222;Es wird gro&#223;artig getanzt, eine Kompanie aus h&#246;chst individuellen T&#228;nzerinnen und T&#228;nzern, deren Authentizit&#228;t der Choreograf nicht verstellt sondern nutzt. Und es wird spannend musiziert...&#8220; &#8211; www.tanznetz.de, 01.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Kajdanski [...] bietet [...] mit seinen fulminant auftrumpfenden elf T&#228;nzern ein unter die Haut gehendes St&#252;ck Abrechnung mit besch&#228;menden sozialen Zust&#228;nden.&#8220; &#8211; Neues Deutschland, 02.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und auch an der Abendkasse.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 2 Jun 2010 17:00:20 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/468</link>
    </item>
    <item>
      <title>Volkmar Draeger, Neues Deutschland</title>
      <description>&lt;p&gt;Volkmar Draeger, Neues Deutschland/ Feuilleton, 02.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Aufschreckend zeitgem&#228;&#223;e Adaption&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;In Dessau zeigt Tomasz Kajdanski Gorkis &#187;Nachtasyl&#171; als Tanztheater&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Verfilmt wurde Maxim Gorkis &#187;Nachtasyl&#171; bereits mehrfach: 1936 von Jean Renoir, 1957 von Akira Kurosawa. In der Sprache jenes Mediums ist das Drama um ein Dutzend Gestrandeter vorstellbar, der Tanz greift es erst 108 Jahre nach der Urauff&#252;hrung am K&#252;nstlertheater Moskau auf, aus gutem Grund. Zum einen kann er die philosophischen Fragestellungen nach dem Sinn des Lebens nur schwer transportieren; zum anderen scheint die Situation der Barf&#252;&#223;ler genannten Tagel&#246;hner und Landstreicher leidvoll aktuell. Wieder lungern Obdachlose auf den Stra&#223;en, saufen sich den leeren Alltag sch&#246;n, finden nicht die Kraft zum Neubeginn. Das zwingt fast zur Auseinandersetzung mit Gorkis zu Weltruhm gelangtem Stoff auch im Tanz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tomasz Kajdanski hat das in Dessau gewagt und seiner Sammlung sperriger St&#252;cke nun ein weiteres hinzugef&#252;gt. Nach &#187;Lulu&#171; als Auftakt am neuen Wirkungsort folgt jetzt &#187;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#171;. Der Choreograf und sein Ausstatter Dorin Gal haben die Unterzeile wie auch den russischen Originaltitel &#187;Na dnje&#171;, &#187;Auf dem Grunde&#171;, w&#246;rtlich genommen und das Geschehen aus dem Keller in ein marodes Schwimmbassin verlegt. Wie ein schmuddlig graues Verlie&#223; unter niedrigem Plafond wirkt, wo Gestalten als Silhouetten sitzen, liegen, stehen; an die beiden Einstiege ins Becken, die Ausstieg aus jener Tristesse sein k&#246;nnten, werden sie selbst im Sprung nie heranreichen. Schrill ist der Ton, als die Kurtine hochf&#228;hrt, den nebligen Blick aufklart, zugleich das desparate Inferno in Gang setzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwar hat Kajdanski seinen Figuren Namen aus Gorkis Vorlage zugeordnet, greift auch deren pers&#246;nliche Konflikte wie ihre spannungsgeladenen Beziehungen auf. Die Bewegungssprache und Gals punkhaft abgerissene Kost&#252;me weisen sie eindeutig als Menschen unserer Tage aus. In dieser zeitgem&#228;&#223;en Adaption liegt einer der Vorz&#252;ge jener Inszenierung: Auch ohne Gorkis St&#252;ck zu kennen, erschlie&#223;t sich die Thematik.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unterst&#252;tzt wird das Team von den gew&#228;hlten Musiken: Detlev Glanerts &#187;Theatrum Bestiarum &#8211; Lieder und T&#228;nze f&#252;r gro&#223;es Orchester&#171; im &#187;Rasend vor Ohnmacht&#171; genannten ersten Teil, Arnold Sch&#246;nbergs &#187;Verkl&#228;rte Nacht&#171; f&#252;r &#187;Hoffnung&#171; als Mittelteil, Glanerts &#187;Mahler/Skizze&#171; f&#252;r &#187;Endzeit&#171; als Finale. Dass Glanerts enorm vielschichtige, bisweilen aufschreckende Klangbilder zu Sch&#246;nbergs trauervoll sinfonischem Gestus verbl&#252;ffend genau passen und von der Anhaltischen Philharmonie unter Wolfgang Kluge konzertreif musiziert werden, gibt den 75 pausenlosen Minuten Tanz Reiz und akustischen Widerpart gleicherma&#223;en.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gegen W&#228;nde rasen die Insassen jener Tiefenwelt an, richten die Verzweiflung mehr noch gegeneinander, w&#228;hrend eine Welt kalter Betonkl&#246;tze als Langsam-Film hinter ihnen vor&#252;berzieht. In aufb&#228;umenden Soli und Ensembles brechen sich Hilflosigkeit und Aggression Bahn, Matratzen werden zu Schlaggegenst&#228;nden, St&#252;hle zu Pl&#228;tzen der Lethargie. Mit viel Aktion l&#228;sst Kajdanski die Charaktere zusammenprallen, setzt klassischen Tanz ebenso ein wie Kampfsport, umschreibt so Gorkis Personalkonstellationen: Bassinbesitzer Kostylew und Wassilissa, Pepel und Natascha, den trunks&#252;chtigen Schauspieler in seinem Selbsthass. Erst als Luka wie eine Vision der Hoffnung ins Bassin steigt, beginnen sich die aufgeregten Attacken unter gewitterdr&#228;uendem Plafond zu entwirren. Was wir wollten, war nicht das, fl&#252;stern Stimmen vom Band: Wovon sollen wir leben, lasst mich sterben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Nacht verkl&#228;rt sich jedoch allm&#228;hlich in erf&#252;llt intakte Beziehungen vor idyllischen Landschaften, denn Gutes zu tun gilt es, sich selbst zu achten, wie Luka lehrt. Kaum hat sich der r&#228;tselvolle Fremde entfernt, wird aus dem t&#228;nzerischen Dauerschwelgen ein gewaltt&#228;tiger Fl&#228;chenbrand, den Ern&#252;chterung und Unf&#228;higkeit zur Tat entz&#252;nden. Der Traum weicht endg&#252;ltig der Realit&#228;t: Mit Wassilissas Sticknadel ersticht Pepel Kostylew, an Lukas Leiter erh&#228;ngt sich der Schauspieler, k&#252;belweise Erde begr&#228;bt die tote Anna. &#220;ber das ganze Totenhaus breiten zwei ein schwarzes Tuch, das noch lange wie eine d&#252;stere Wolke schwebt, wenn die Musik mit einzelnen Schluchzern verebbt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einen Ausweg aus dem Dilemma wei&#223; auch Kajdanski nicht, bietet zumindest aber mit seinen fulminant auftrumpfenden elf T&#228;nzern ein unter die Haut gehendes St&#252;ck Abrechnung mit besch&#228;menden sozialen Zust&#228;nden. Das macht sein &#187;Nachtasyl&#171; zu einer eminent wichtigen, weil zeitnahen Produktion, der man die Sympathien des Publikums w&#252;nscht. Dass sie keinen Trost mitgibt, ist nicht seine Schuld; dass sie pralles Tanztheater liefert, aber sein Verdienst.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Weitere Vorstellungen: 5., 11., 17.6., 4.7.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 2 Jun 2010 06:45:59 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/467</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 01.06.2010Konzerte</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 01.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Konzerte im Monat Juni&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Der Monat Juni h&#228;lt eine F&#252;lle von Open-Air-Veranstaltungen bereit. In W&#246;rlitz finden insgesamt drei Seekonzerte statt &#8211; jene beliebten Abende, an denen eine gem&#228;chliche Gondelfahrt &#252;ber die Seen und Kan&#228;le mit einem Abendessen auf den Gondeln und musikalischen Gen&#252;ssen an den Ufern kombiniert ist. Am 5. Juni musiziert ein Fl&#246;tenquartett der Anhaltischen Philharmonie (mit Streichern) Werke u.a. von Mozart, Reger, Hoffmeister und Sibelius, am 12. Juni steht Harmoniemusik aus Joseph Haydns &#8222;Die Jahreszeiten&#8220; auf dem Programm, gespielt vom Bl&#228;seroktett der Anhaltischen Philharmonie. Und am &#8222;Tag der Musik&#8220;, 19.6. erklingt &#8222;Fr&#246;hliche Bl&#228;sermusik&#8220; mit dem Concento-Quintett und Werken von Mozart, Mendelssohn, Offenbach u.a. G&#228;ste der Seekonzerte treffen sich an den jeweiligen Konzerttagen bis 18 Uhr an der Gondelstation.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am 13. Juni findet das einzige Wandelkonzert der diesj&#228;hrigen Saison statt. Treffpunkt ist 15 Uhr am S&#252;dsee-Pavillon auf dem Eisenhart, wo die Besucher mit einem Glas Sekt begr&#252;&#223;t werden.
Ein Mitarbeiter der Kulturstiftung f&#252;hrt die Spazierg&#228;nger durch Neumarks Garten, auf die Roseninsel und zur Teelauben-F&#228;hre, wo Ensemblemitglieder der Anhaltischen Philharmonie musizieren. Der Nachmittag klingt im Garten am Grauen Haus mit einer Kaffeetafel aus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im W&#246;rlitzer Schlosskonzert am 11. Juni um 18.30 Uhr pr&#228;sentieren Martin Seemann und Beni Araki musikalische Kostbarkeiten f&#252;r Violoncello und Hammerfl&#252;gel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zweimal l&#228;dt der Freundeskreis des Dessauer Theaters zur beliebten Reihe &#8222;... und sonntags ins Luisium&#8220; ein. Am 13.6., 10.30 Uhr ist das Anhaltische Streichquartett mit Moderator Karl Thiele zu Gast und am 27.6. das Holzbl&#228;serquintett &#8222;Consortio Anhaltino&#8220; mit Moderator Ronald M&#252;ller.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Nachmittag des Tags der offenen T&#252;r am Anhaltischen Theater, am 6. Juni spielt die Anhaltische Philharmonie noch einmal ihr Wunschkonzert &#8222;Fr&#252;hling in Wien&#8220;, das bereits am 25. April f&#252;r ein ausverkauftes Haus gesorgt hatte. Werke Wiener Komponisten wie Mozart, Schubert und Strau&#223;, die sich das Publikum selber aussuchen konnte, werden erklingen. Der Gewinner des Dirigenten-Castings, das am Tag der offenen T&#252;r stattfindet, wird Dirigent Daniel Carlberg im Konzert unterst&#252;tzen. Weitere Mitwirkende sind die Sopranistin Cornelia Marschall und Moderator Ronald M&#252;ller.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber
die Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 1 Jun 2010 16:28:49 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/466</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme</title>
      <description>&lt;h2&gt;Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme, 31.05.2010&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Ist da noch Hoffnung im &#8222;Nachtasyl&#8220;?&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Begeisterung f&#252;r Ballett-Urauff&#252;hrung in Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein gro&#223;es schwarzes Tuch &#252;berdeckt am Schluss die gesamte B&#252;hne. Die letzten leisen T&#246;ne von Detlef Glanerts Komposition &#8222;Mahler/Skizze&#8220; verlieren sich im Raum. Die Hoffnung stirbt zuletzt, hei&#223;t es oft. F&#252;r die noch im Nachtasyl Verbliebenen hat offensichtlich die Hoffnungslosigkeit gesiegt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Anhaltischen Theater Dessau hatte am Sonnabendabend die Ballett-Urauff&#252;hrung &#8222;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#8220; in der Choreografie von Ballettdirektor Tomasz Kajdanski Premiere. Literarische Vorlage bildet Maxim Gorkis gleichnamiges Schauspiel aus dem Jahr 1901.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kajdanski konfrontiert die Zuschauer mit den Zust&#228;nden in einem heutigen &#8222;Nachtasyl&#8220;. Symbolhaft lokalisiert er das mehr Zusammenhausen dieser Gruppe im und mit dem Leben nicht Zurechtkommender in einem gro&#223;en Schwimmbecken (Ausstattung Dorin Gal).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im ersten Teil &#8222;Rasend vor Ohnmacht&#8220; offenbaren die T&#228;nzer schonungslos die Lage der von ihnen dargestellten Personen. Die ausdrucksstarke Bewegung, die Mimik bis ins kleinste durchdachte Detail, potenziert durch die Anhaltische Philharmonie unter Wolfgang Kluge, l&#228;sst den Zuschauer eindringen in das oft &#160; ersch&#252;tternde, von Ohnmacht, Wut, Verzweiflung, aber auch W&#252;nschen gepr&#228;gte F&#252;hlen und Handeln der Figuren. Nichts zum Genie&#223;en, wenn auch die durchweg professionelle Tanzinterpretation den Zuschauer fasziniert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als in Teil zwei (&#8222;Hoffnung&#8220;) Luka (Joe Monaghan in Paraderolle), eine zwiesp&#228;ltige Gestalt, im Nachtasyl auftaucht, scheint es Hoffnung zu geben, er&#246;ffnet sich die M&#246;glichkeit, aus dem Teufelskreis auszubrechen. Sch&#246;nbergs Komposition &#8222;Verkl&#228;rte Nacht&#8220; bietet den stimmigen Background.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Luka geht. Im dritten Teil &#8222;Endzeit&#8220; brechen Hoffnung und Zuversicht wie ein Kartenhaus zusammen. Es wird noch dramatischer. Pepel (Juan Pablo Lastras-Sanchez) ermordet Kostylew (Gorden Wannhoff). Kleschtsch (Rai-Hilmar Kirchner) beerdigt seine Frau Anna (Anna Maria Tasarz). Der Schauspieler (Ion Beitia) begeht Suizid. Schlie&#223;lich deckt &#160; das schwarze Tuch alles zu. Totales Chaos. Endzeit? Alles vorbei? Der Zuschauer wird, so er sich &#246;ffnet, zum Nachdenken angeregt sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In weiteren Rollen: Yun-Ju Chen, Laura Costa Chaud, Yuliya Gerbyna, Jonathan Augereau und Denise Evrard.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Publikum im gut besuchten Theater honorierte den Ballettabend mit Begeisterung und zahlreichen Bravos.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 1 Jun 2010 12:53:19 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/464</link>
    </item>
    <item>
      <title>Boris Michael Gruhl, http://www.tanznetz.de</title>
      <description>&lt;p&gt;Boris Michael Gruhl, http://www.tanznetz.de, 01.06.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Hart und genau, Gewalt und Z&#228;rtlichkeit&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Tomasz Kajdanskis "Nachtasyl" nach Gorki&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#8220; hei&#223;t das St&#252;ck nach dem Schauspiel von Maxim Gorki, das am Wochenende zum ersten Mal &#252;ber die gro&#223;e Dessauer B&#252;hne ging und vom Premierenpublikum einhellig begeistert aufgenommen wurde. Das Drama von 1901 spielt in einem Elendsquartier, in einer Absteige, wo eine Gruppe gescheiterter Menschen sich das ohnehin schwere Leben regelrecht zur H&#246;lle machen. Dennoch schildert Gorki, wie sich die Menschen in ihrem Ungl&#252;ck zu artikulieren versuchen, ihr &#220;berleben zu organisieren, ihren Anspruch ein Mensch zu sein soweit als m&#246;glich nicht aufgeben wollen. Das alles schlie&#223;t Verletzungen, Misshandlungen, Gewalt gegeneinander, Tod und Selbstmord nicht aus. Eine der widerspr&#252;chlichsten Figuren ist der freundliche Pilger Luka. Er kommt in das Asyl mit seinen Geschichten voller vision&#228;rer Hoffnungen, die von christlicher N&#228;chstenliebe motiviert sind. Sie erweisen sich aber als eine Art &#8222;L&#252;gentherapie&#8220; und werden ohne Wirkung bleiben, wenn er das Asyl wieder verl&#228;sst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gorkis St&#252;ck ist ein vorrevolution&#228;rer Aufschrei. Was Kajdanski jetzt auf die Dessauer B&#252;hne bringt ist ein Aufschrei nach den Revolutionen, stumme Schreie der K&#246;rper zu aufw&#252;hlender Musik von Arnold Sch&#246;nberg und Detlev Glanert. Durch geschickte Dramaturgie und &#252;berzeugende K&#246;rpersprache, die ohne ein Wort, allein durch Bewegung und Musik, die grunds&#228;tzlichen Motive des St&#252;ckes sinnlich erfahrbar vermittelt, gewinnt der Abend rasch an suggestiver Wirkung. Dorin Gal verwandelt die riesige B&#252;hne in ein aufgegebenes Schwimmbecken. Der Gegenwartsbezug ist deutlich, dennoch weist das Bild allgemeiner Nutzlosigkeit &#252;ber sich hinaus. Auf dem Boden des Beckens befindet sich das Nachtasyl, das l&#228;ngst zum beschr&#228;nkten Lebensraum und Kampfraum f&#252;r die Menschen geworden ist. Sie kommen da nicht mehr heraus. Wenn sich die T&#228;nzer am Boden befinden, ihre Bewegungen schmerzverzerrt und zuckend sind, dann muss man an krepierende Fische denken. Das Leben drau&#223;en schwimmt in einer grauen Videoinstallation vorbei. Gesch&#228;ndete Landschaften, verlassene Wohngebiete, Industrieruinen, wie man sie bei Dessau sicher finden kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Choreografie hat drei Teile. Die Exposition, in der uns das Leben in den Szenen aus der Tiefe vorgestellt wird in Choreografien der Gruppe, Einzelner, in Duetten und verschiedenen Konstellationen. &#8222;Rasend vor Ohnmacht&#8220; ist dieser Teil &#252;berschrieben, das dr&#252;ckt er aus mit der Komposition &#8222;Theatrum bestiarium&#8220; von Detlev Glanert, 2004/2005 komponiert, deren schroffer Gestus des gro&#223;en Orchesters mit verst&#246;renden Orgelkl&#228;ngen regelrecht aufw&#252;hlt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Hoffnung&#8220; hei&#223;t der zweite Teil, da steigt eben jener Pilger herab und die Situation ver&#228;ndert sich, die Bewegungen werden flie&#223;ender, in den Dialogen mit Luka ver&#228;ndern sich die Menschen scheinbar, es entsteht so etwas wie ein Anflug von Harmonie. Die Musik dazu, Arnold Sch&#246;nbergs &#8222;Verkl&#228;rte Nacht&#8220; von 1899 in der Orchesterfassung entfaltet suggestive Wirkung, durchbricht aber den eher traurigen Grundgestus nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Endzeit&#8220; der letzte, ganz knappe Teil, wurde zu Glanerts &#8222;Mahler/Skizze&#8220; von 1989 choreografiert, die damit beginnt, dass Steine aufeinander geschlagen werden, dann in Klang und Rhythmik beim Einsatz eher ungew&#246;hnlicher Instrumente wie Windmaschine, Blechen und Kuhglocken, apokalyptische Bilder beschw&#246;rt. Der Pilger Luka hat das Asyl verlassen, &#252;brigens &#252;ber die Treppe, die f&#252;r jeden der Nachtasylanten hinausf&#252;hren w&#252;rde, aber nur einer benutzt sie noch, der Schauspieler, indem er sich daran erh&#228;ngt. Die &#220;brigen richten sich ein, nur brutaler, endg&#252;ltiger, m&#246;rderischer.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;nf T&#228;nzerinnen und f&#252;nf T&#228;nzer, dazu der T&#228;nzer des Pilgers, gestalten die wesentlichen Rollen des St&#252;ckes. Manche Abh&#228;ngigkeiten, Gemeinheiten, Betr&#252;gereien, Aff&#228;ren usw. sind auch bei Kenntnis der Vorlage abzulesen, was aber nicht unbedingt n&#246;tig ist. Die Grundstimmung vermittelt sich durch die Kraft und die Intensit&#228;t der T&#228;nzerinnen und T&#228;nzer. Hohe Spr&#252;nge, irre Drehungen und krachende St&#252;rze, Gewalt und Z&#228;rtlichkeit, verbitterte Vereinzelung, exzessive Sehnsucht nach N&#228;he, bilden spannende Gegens&#228;tze. Jeder und jede im Einzelnen, in Begegnungen oder in der Gruppe, halten jene Spannung aufrecht, die sich von der gro&#223;en B&#252;hne her in den Saal vermittelt. G&#228;nzlich anders als in der Verzweiflung des ersten Teils die K&#246;rpersprache im zweiten, wenn Luka hinabsteigt, Joe Monaghan hat da ein weites, so faszinierendes wie einladendes Bewegungspotenzial und es ist verbl&#252;ffend, zu welchem Wandel die T&#228;nzerinnen und T&#228;nzer bereit und f&#228;hig sind. Umso erschreckender ist dann der bestialische Schluss, aber in dieser Konsequenz wohl die eigentliche Wahrheit des St&#252;ckes.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Es wird gro&#223;artig getanzt, eine Kompanie aus h&#246;chst individuellen T&#228;nzerinnen und T&#228;nzern, deren Authentizit&#228;t der Choreograf nicht verstellt sondern nutzt. Und es wird spannend musiziert, zum Schlussapplaus kommt das ganze Orchester auf die B&#252;hne und wird mit dem Dirigenten Wolfgang Kluge ebenso gefeiert wie Dessauer Kompanie mit Tomasz Kajdanski. Der Abend ist mit seinen 75 Minuten von der zeitlichen Dimension her kurz, von der &#228;sthetischen Dimension her aber alles andere als schmerzlos.&lt;/h2&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Auff&#252;hrungen: 5., 11., 17.06., 4.07.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;www.anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 1 Jun 2010 11:58:59 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/463</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 31.05.2010Zu</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 31.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Zu Gast: &#8222;Katrin Weber &#8211; SOLO&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die s&#228;chsische S&#228;ngerin, Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin Katrin Weber ist am Samstag, 19. Juni um 19.30 Uhr mit ihrem Chansonabend &#8222;Katrin Weber &#8211; SOLO&#8220; zu Gast im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theaters.
Am Piano begleitet sie Rainer Vothel. Im Programm entspinnt sich ein heiterer Machtkampf zwischen einem verkannten und unterforderten Tastenexperten und einer nicht zufrieden zu stellenden, belehrenden Diseuse. Da wird gestichelt und gezickt, doch nie nach billigem Mann-Frau-Schema. Hier hei&#223;t die Konstellation Diva versus Einsilbigkeit. Katrin Weber verspricht ein komisches und musikalisch hochkar&#228;tiges Chansonprogramm, f&#252;r das sie 2009 mit dem Th&#252;ringer Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde.&lt;/p&gt;


</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 31 May 2010 16:25:45 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/462</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 31.05.2010Die</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 31.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Die IBA [Imposante Bass Auswahl] kommt zur 18. Dessauer Bassgeigengala&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Sonntag, 13. Juni findet um 17 Uhr vor und im Schloss Mosigkau die 18. Bassgeigengala unter dem Motto &#8222;Herzlich tut mich erfreuen...&#8220; statt.
Die Gala f&#252;hrt Sch&#252;ler, Studenten und Freizeitbassisten sowie Profimusiker zusammen und zeigt mit einem unterhaltsamen Programm die vielf&#228;ltigen Klangm&#246;glichkeiten des gr&#246;&#223;ten Streichinstruments. Mit dem Konzert im Schloss Mosigkau schlie&#223;en die Musiker die 18. Bassgeigengala ab und pr&#228;sentieren dem Publikum ihr vielseitiges Programm, das sie w&#228;hrend des internationalen Workshops &#8222;Bassgeigengala&#8220; vom 11. bis 13. Juni 2010 erarbeitet haben. Im ersten Konzertteil im Schloss stellen sich die Teilnehmer solistisch vor. Der zweite Teil vereint alle Mitwirkenden zum gemeinsamen Musizieren auf der Freitreppe zum Konzert im &#8222;IBA-Orchester&#8220; [IBA &#8211; Imposante Bass Auswahl].
Leitung und Moderation dieser Veranstaltung liegen in den H&#228;nden von Ingo Burghausen, Solokontrabassist der Anhaltischen Philharmonie Dessau und Lehrbeauftragter an der Dessauer Musikschule. Es wirken Kontrabassisten von 6 bis 96 Jahren aus Tschechien, China und Deutschland mit, darunter Sch&#252;ler der Dessauer Musikschule und der Grundschule am Akazienw&#228;ldchen.
Die 18. Bassgeigengala ist eine Veranstaltung der Stadt Bernburg (Saale) und wird durch das Anhaltische Theater Dessau, die Musikschule Dessau-Ro&#223;lau, die Kulturstiftung DessauW&#246;rlitz und die Sparkasse des Salzlandkreises unterst&#252;tzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Konzert wird Wein der Lage &#8222;Bassgeige&#8220; der Winzergenossenschaft Oberbergen im Kaiserstuhl ausgeschenkt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eintritt: 10 Euro | Vorbestellungen unter: 0340 521139
Weitere Informationen unter: www.bassgeigengala.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 31 May 2010 15:48:46 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/461</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 31.05.2010Benefizkonzert</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 31.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Benefizkonzert f&#252;r neuen Konzertfl&#252;gel&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Drei ehemalige Musiksch&#252;ler der Dessauer Musikschule zeigen am Samstag, 19. Juni um 15 Uhr ihr K&#246;nnen im Festsaal des Schlosses Georgium. Die Musikhochschulstudenten Annemarie Klein (Klavier), Annemarie Schulze (Violoncello) und Christoph Schreiber (Violine) unterst&#252;tzen mit dem Benefizkonzert die Musikschule bei der Anschaffung eines neuen Konzertfl&#252;gels f&#252;r deren Saal. Wolfgang Kluge, Kapellmeister und Studienleiter am Anhaltischen Theater, begleitet die beiden Streicher am Klavier.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bereits im Mai 2008 riefen diese drei K&#252;nstler mit einem Konzert im Georgium das &#8222;Fl&#252;gel-Projekt&#8220; ins Leben. Der F&#246;rderkreis der Musikschule hat in den vergangenen zwei Jahren durch Einnahmen aus zahlreichen Konzerten, Aktionen und Einzelspenden den finanziellen Grundstock auf fast 12.000 Euro, ein Drittel der ben&#246;tigten Summe, ausgebaut. Das Benefizkonzert der jungen Dessauer macht den n&#228;chsten Schritt zur Anschaffung des Instruments.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Werken von Bach, Boccherini, Mozart, Beethoven, Elgar und Prokofjew bereiten die drei Musiker ihrem Publikum einen stimmungsvollen Konzertnachmittag, der mit einem kleinen Empfang ausklingt und damit auch ein Dank an alle bisherigen Unterst&#252;tzer des &#8222;Fl&#252;gel-Projektes&#8220; ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Karten f&#252;r dieses Konzert sind zum Preis von 5 Euro ab sofort an der Theaterkasse im Rathauscenter Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und auch an der Abendkasse erh&#228;ltlich..&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 31 May 2010 14:47:42 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/460</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 31.05.2010Schiller</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 31.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Schiller als Live-H&#246;rspiel in W&#246;rlitz&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Vor dem Italienischen Bauernhaus in W&#246;rlitz bietet das Anhaltische Theater im Rahmen des [funk] Projektes eine sommerliche Einmaligkeit. Das Schauspielensemble pr&#228;sentiert Schillers &#8222;Wilhelm Tell&#8220; als Live-H&#246;rspiel &#8222;TELL [me]&#8220; am Freitag, 4. Juni um 19.30 Uhr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf Gondeln, die 18 Uhr von der Gondelstation ablegen, fahren die Besucher &#252;ber die Seen und Kan&#228;le zum italienischen Bauernhaus.
Dort bringen die 16 Schauspieler in der faszinierenden Landschaft zusammen mit einem Ger&#228;uschemacher und zwei [funk]-Kommentatoren die Ereignisse rund um den legend&#228;ren R&#252;tli-Schwur zu Geh&#246;r.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schillers &#8222;Wilhelm Tell&#8220; z&#228;hlt zu den erfolgreichsten St&#252;cken der deutschen Dramenliteratur und ist 206 Jahre nach seiner Urauff&#252;hrung erstmalig als Live-H&#246;rspiel zu erleben.
Teil dieses einmaligen Erlebnisses ist ein Picknick, das wie zur Zeit des F&#252;rsten Franz, w&#228;hrend des H&#246;rspiels vor der Kulisse des Parks besonderen Genuss verspricht.
Die abendliche Gondelfahrt zur&#252;ck rundet dieses Fest der Sinne ab, das Teil des diesj&#228;hrigen Gartenreichsommers ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Live-Erlebnis wird ebenfalls via Internet auf www.interfunk.net empfangbar sein.&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Preis (inklusive Picknickkorb pro Besucher): 42 Euro mit Gondelfahrt, 29 Euro ohne Gondelfahrt&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und auch an der Abendkasse.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 31 May 2010 14:08:02 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/459</link>
    </item>
    <item>
      <title>Stefan Mau&#223;, Opernglas, Juni 2010La</title>
      <description>&lt;h2&gt;Stefan Mau&#223;, Opernglas, Juni 2010&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;La Muette de Portici&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Wenn ein privater Fernsehsender eine Show mit dem Titel "Die verr&#252;cktesten Opern" ausstrahlen w&#252;rde, h&#228;tte Daniel Francois-Esprit Aubers &#187;Die Stumme von Portici&#171; ohne Zweifel Chancen auf den Gesamtsieg. Das 1828 in Paris uraufgef&#252;hrte St&#252;ck hat eine Titelheldin, die &#252;berhaupt nicht singt und zudem den ungew&#246;hnlichsten Opern-Tod sterben muss: Sie st&#252;rzt sich in die Lavamassen des ausbrechenden Vesuvs. Bekannt ist es aber bis heute durch einen anderen Umstand: Es l&#246;ste im Jahr 1830 in Br&#252;ssel die Revolution aus und f&#252;hrte damit zur Gr&#252;ndung Belgiens. So d&#252;rfte &#187;Die Stumme&#171; wohl auch die einzige Oper sein, die nachhaltig Weltpolitik gemacht hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den letzten Jahrzehnten ist es allerdings ruhig um dieses unruhige Werk geworden, das &#252;ber 100 Jahre lang ein verl&#228;sslicher Publikumskn&#252;ller in den Spielpl&#228;nen der gro&#223;en europ&#228;ischen Opernh&#228;user gewesen ist und das Genre der "Grand Opera" begr&#252;ndet hatte. Allerdings fordert es als solche auch einen enormen musikalischen und szenischen Aufwand und ist aus heutiger Sicht sicher nur beschr&#228;nkt "regietheaterkompatibel", wenngleich der Ausbruch des isl&#228;ndischen Vulkans Eyjafjallaj&#246;kull einige Tage vor der Premiere dem Stoff zumindest eine &#252;berraschende Aktualit&#228;t verliehen hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eugene Scribe lie&#223; sein Original-Libretto im spanisch besetzten Neapel von 1647 spielen. Dort liebt Alphonse, Sohn des Vize-K&#246;nigs, Fenella, die stumme Schwester des Fischers Masaniello, muss aber aus Gr&#252;nden der Staatsr&#228;son Elvire heiraten. Masaniello will die Ehre seiner Schwester r&#228;chen und gleichzeitig einen Aufstand gegen die verhassten Spanier organisieren, der zun&#228;chst erfolgreich beginnt. Als Masaniello dem Morden aber doch ein Ende bereiten will, wird er vergiftet. Leider etwas zu fr&#252;h, denn das Volk will sich nur von ihm in die letzte Schlacht gegen die Spanier f&#252;hren lassen. Masaniello kann vor seinem Tod aber noch Alphonse und Elvire retten, seine stumme Schwester st&#252;rzt sich jedoch verzweifelt in den Tod.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Dessau hatte man seit der dortigen Erstauff&#252;hrung 1830 nie Angst vor diesem gewaltigen und gewaltt&#228;tigen Stoff, was die insgesamt sechs (!) Neuinszenierungen der Oper zeigen. Die letzte fand zu DDR-Zeiten 1958 statt und wurde politisch etwas frisiert:
Weil eine scheiternde Revolution schlecht passte, wurden kurzerhand Tod und Vesuv gestrichen, und Fenella zog mit Masaniello mit fliegenden Fahnen in die Revolution. Derartig entstellende Eingriffe hatte Dessaus regief&#252;hrender Intendant Andr&#233; B&#252;cker nicht n&#246;tig, vor allem weil eine sehr tragf&#228;hige Idee das Werk in unsere Zeit transferierte. Dabei musste er lediglich die Camorra zu den Besatzern der Stadt Neapel machen. Und dieser Kunstgriff funktionierte fantastisch. Schon der Beginn zeigte mit Containern voll Schmuggelware und Bergen von M&#252;lls&#228;cken gleich sehr bildlich, dass es heute in S&#252;ditalien nicht mehr die friedlichen Fischer sind, denen die H&#228;fen geh&#246;ren. Eine Camorra-Jacht im Rohbau sowie geschickt eingebaute Video-Projektionen komplettieren das flexible B&#252;hnenbild von Jan Steigert. Suse Tobischs in jeder Hinsicht farbigen Kost&#252;me f&#252;gten sich perfekt in diese Szene, wenngleich manches doch etwas zu schrillbunt wirkte. Wenn eine Fischmarktfrau etwa keine Waffe, sondern einen Plastikhummer revolution&#228;r in den Himmel streckt, wirkt das doch etwas zu billig. Aber auch in dieser Inszenierung ist die Revolution letztendlich eine Utopie: Nach dem Vulkanausbruch bleibt in seinem Rollstuhl satanisch lachend der Pate zur&#252;ck. Gewalt und Unterdr&#252;ckung &#252;berleben selbst Naturkatastrophen. Dem Regisseur gelingt es ausgezeichnet, die Handlungsstr&#228;nge des St&#252;ckes sichtbar zu machen, ohne den untauglichen Versuch gestartet zu haben, der Oper einen ideologischen &#220;berbau zu verpassen, den diese schlichtweg nicht besitzt. Auber hat sehr professionell und geschickt ein Werk geschrieben, das Opernunterhaltung auf hohem Niveau bietet - nicht mehr aber eben auch nicht weniger. Und diese Mischung aus Sex and Crime funktioniert auch beim heutigen Publikum noch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Partitur zielt dabei musikalisch nicht auf Experimentelles ab, da waren Aubers Zeitgenossen schon viel weiter, wenn man sich vor Augen f&#252;hrt, dass Webers &#187;Freisch&#252;tz&#171; sieben Jahre vor der &#187;Stummen&#171; das Licht der Opernb&#252;hne erblickt hat. Dennoch ist die Partitur sehr geschickt konzipiert und darin musikalische Formen wie Tarantella, Guarache, Barcarole oder Bolero verarbeitet, um der durch und durch franz&#246;sischen Tonsprache italienische und spanische Exotizismen einzuflechten. Die Ensemblekunst Aubers vermag auch heute noch restlos zu begeistern, w&#228;hrend manche Arien doch eher wie Meterware daher kommen. Man kann nachvollziehen, dass diese Oper im 19. Jahrhundert einer der Blockbuster der europ&#228;ischen Spielpl&#228;ne war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei GMD Antony Hermus lag die Musik in den allerbesten H&#228;nden. Schon im Vorspiel entfachte er ein musikalisches Feuer, nicht zuletzt durch die sehr sicher spielende und rhythmisch sehr pr&#228;zise agierende Anhaltische Philharmonie am Lodern halten wurde. Hermus gelang es grandios, die Klangmassen im Graben und auf der B&#252;hne zu koordinieren, dabei war er nicht nur dem gut einstudierten Chor (Helmut Sonne) eine gro&#223;e St&#252;tze, sondern er nahm die Orchesterfluten auch augenblicklich zur&#252;ck, sobald er merkte, dass einer der Solisten in dynamische N&#246;te geriet. Das Solistenensemble war allerdings nicht nur sehr gut ausgew&#228;hlt, es harmonierte, beziehungsweise kontrastierte (Tenorpartien) hervorragend miteinander. Primus inter Pares war der mexikanische Tenor Diego Torre als Masaniello. Der Domingo-Z&#246;gling war in Los Angeles schon als Don Jos&#233; und Bacchus zu h&#246;ren und steht bereits f&#252;r kleinere Partien auch in der Met auf der B&#252;hne. F&#252;r sein Europadeb&#252;t hatte er sich eine sehr fordernde Partie ausgesucht, die er mit Bravour bew&#228;ltigte. Torres Tenor verf&#252;gt &#252;ber nahezu endlose Kraftreserven und spricht in der H&#246;he tadellos an - und die H&#246;he ist hier sehr h&#228;ufig oberhalb des hohen "A" gefordert. Der Registerwechsel ist manchmal noch etwas ruppig und die Mittellage etwas ungleichm&#228;&#223;ig in der Klangqualit&#228;t, unterm Strich aber ist das ein Tenor, der ohne jeden Zweifel bald an gr&#246;&#223;eren H&#228;usern auch in Europa seinen Platz finden wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Angelina Ruzzafante hatte er eine EIvire zur Seite, die s&#228;ngerisch durchaus mithalten konnte. Ihr warmer Sopran sprach in allen Lagen gut an und stellte sich auch den sehr anspruchsvollen Koloraturen und Septspr&#252;ngen der Auftrittsarie erfolgreich. Eric Laportes eleganter, nicht sehr gro&#223;er, aber sicher und kontrolliert gef&#252;hrter Tenor passte perfekt zum Sohn des Vizek&#246;nigs und kontrastierte damit hervorragend mit dem schweren Tenor seines Gegenspielers.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch die kleineren Rollen waren sehr gut besetzt. Wiard Witholt als Masaniellos Freund und sp&#228;terer M&#246;rder Pietro blieb dabei besonders im Ohr. Witholt verf&#252;gte nicht nur &#252;ber die ben&#246;tigte dunkle Klangfarbe f&#252;r diesen Charakter, sondern zudem auch &#252;ber eine bombensichere H&#246;he, die es ihm erm&#246;glichte, auch noch die Barcarole im 5. Akt zu bew&#228;ltigen, die dem S&#228;nger einiges an Fiorituren und gro&#223;en Intervallspr&#252;ngen abverlangt. Den gr&#246;&#223;ten Applaus des Abends erhielt aber jemand, der gar nicht gesungen hatte: Gabriella Gilardi als stumme Fenella hatte mit bewegendem t&#228;nzerischen Ausdruck die Seelenqualen der betrogenen (und zum Schluss auch noch schwangeren) Fischerstochter auch ohne jeden Ton ber&#252;hrend dargestellt.&lt;/p&gt;
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      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 31 May 2010 12:12:12 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/458</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, mz-web.de, 30.05.2010Anhaltisches</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, mz-web.de, 30.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Anhaltisches Theater&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Am Grund der Gesellschaft&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die Lage mag schrecklich sein, ausweglos ist sie nicht: Un&#252;bersehbar f&#252;hrt eine Leiter an der Stirnseite zum Rand jenes leeren Wasserbeckens, das den Ausgesto&#223;enen als Unterschlupf dient. Man m&#252;sste nur die Sprossen ergreifen und nach oben steigen, um diesen "Szenen aus der Tiefe" zu entkommen. Aber offenbar ist das geteilte, durch wechselseitige Dem&#252;tigungen sogar gesteigerte Elend immer noch leichter zu ertragen als die unsichere Freiheit jenseits dieses K&#228;figs. Wie sonst wollte man erkl&#228;ren, dass niemand diesem "Nachtasyl" entflieht?&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Auf der Nachtseite&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Maxim Gorkis Schauspiel vom Anfang des 20. Jahrhunderts ist bis heute eine der trostlosesten Studien der Armut im zaristischen Russland - und war nach Tomasz Kajdanskis "Lulu"-Adaption nun eine durchaus gewagte Wahl f&#252;r seine zweite abendf&#252;llende Choreografie als Dessauer Ballettchef. Vor der Premiere durfte man sich fragen, ob das Publikum eine weitere Produktion goutieren w&#252;rde, die auf der Nachtseite des Lebens spielt. Der Schlussapplaus nach diesem pausenlosen Kraftakt aber lie&#223; alle Zweifler verstummen: Ausgerechnet mit einer weitgehend fatalistischen Geschichte hat sich das neue Ensemble endg&#252;ltig seine gro&#223;e B&#252;hne erobert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das liegt vor allem daran, dass Kajdanski sich nicht auf die Koalitionen und Kollisionen von Gorkis breit ausgemalten Prekariats-Charakteren verl&#228;sst, sondern im Herzen der Finsternis einen utopischen Moment behauptet: Der greise Pilger Luka wird in Joe Monaghans Anverwandlung der Rolle zur eleganten Lichtgestalt, die wie ein Wesen aus einer h&#246;heren Welt in die Grube hinabsteigt und deren Insassen ihr besseres Ich zeigt - ein Seelsorger der K&#246;rper, der die fremde Last auf sich nimmt und dessen Abschied f&#252;r die endg&#252;ltige Katastrophe sorgen wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis dahin aber stiftet er das Gl&#252;ck der Gleichzeitigkeit, den Einklang der Bewegungen, der sich davor und danach nur scheinbar zuf&#228;llig einstellen will. Und dieses Zentraum, das Kajdanski auf Arnold Sch&#246;nbergs "Verkl&#228;rte Nacht" choreografiert, birgt in seiner Sch&#246;nheit und Leichtigkeit, seiner Energie und Poesie einige der sch&#246;nsten Momente, die man im Dessauer Tanztheater in den letzten Jahrzehnten sehen konnte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Umrahmt wird dieses Bild von Szenen, denen Detlev Glanerts Kompositionen "Theatrum Bestiarium" und "Mahler / Skizze" zu Grunde liegen und die Gorkis Vorlage wenn nicht im Buchstaben, so doch im Geiste zitieren. Man muss die Vorlage nicht gelesen haben, um die Rivalit&#228;t zwischen den ungleichen Schwestern Natascha (Laura Costa Chaud) und Wassilissa (Yun-Yu Chen) zu erkennen - oder das Ausma&#223; der Zerst&#246;rung zwischen Kleschtsch (Rai-Hilmar Kirchner) und seiner im Schmerz verpuppten Frau Anna (Anna Maria Tasarz) zu ermessen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Emotionale Hintergr&#252;nde&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Da ist der von seinem Kost&#252;m gew&#252;rgte Schauspieler (Ion Beitia) und die von ihrer Laszivit&#228;t gesch&#252;ttelte Hure (Yuliya Gerbyna), da ist der unbarmherzige Herbergsvater (Gorden Wannhoff) und der kraftstrotzende Dieb Pepel (Juan Pablo Lastras) . Kajdanski findet f&#252;r jede Figuren ihren individuellen Ausdruck, den er durch Angela Zumpes Video-Projektionen in Dorin Gals B&#252;hnenraum nicht illustriert, sondern emotional grundiert. Und die Anhaltische Philharmonie ist ihm unter Leitung von Wolfgang Kluge dabei ein gro&#223;artiger Partner - sensibel in der Interaktion mit den T&#228;nzern und au&#223;erordentlich aufmerksam im Umgang mit den diffizilen Werken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu welch unverhofft euphorischen Gl&#252;cksmomenten das f&#252;hren kann, sieht man vor den farbsatten Bildern von Wiesen und Wellen im Mittelteil. Da werden aus hinf&#228;lligen Opfern pl&#246;tzlich selbstbewusste, sch&#246;ne Menschen, die nicht l&#228;nger um ihren Platz in der Hackordnung k&#228;mpfen - und deren Kraft nicht mehr nur f&#252;r ein kurzes Aufb&#228;umen, sondern f&#252;r Erl&#246;sung im Tanz reicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Kontrast zum harten Schluss wird dann auch deutlich, warum sich der Geschichtenerz&#228;hler Kajdanski ausgerechnet diese Vorlage gew&#228;hlt hat: Sein stummes "Nachtasyl" ist in der Konzentration auf die Leiber beredter als viele Schauspiel-Inszenierungen, die dem Zuschauer die voyeuristische Perspektive einer Doku-Soap aufzwingen. Der Tanz wahrt die Distanz - und geht gerade darum sehr nah.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Vorstellungen: 5. Juni, 16 Uhr und 11. Juni, 19.30 Uhr&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 30 May 2010 19:22:15 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/457</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 28.05.2010Letzte</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 28.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Letzte Auff&#252;hrung &#8222;Die Stumme von Portici&#8220; in dieser Spielzeit&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater zeigt am Freitag, 4. Juni 2010 um 19.30 Uhr Aubers Oper &#8222;Die Stumme von Portici&#8220; zum letzten Mal in dieser Spielzeit. Diese Vorstellung ist gleichzeitig der vorletzte Auftritt des mexikanischen Gasts&#228;ngers Diego Torre auf der Dessauer B&#252;hne. Hier gab er in der Rolle des Masaniello sein Europadeb&#252;t. Erst zum Kurt Weill Fest im kommenden Jahr wird er wieder zu erleben sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Liebesgeschichte zwischen Fenella, der stummen Schwester Masaniellos, und dem Sohn des Viezek&#246;nigs Alphonse sowie der Aufstand der B&#252;rger Neapels gegen die spanische Besatzung angef&#252;hrt von Masaniello, stehen im Mittelpunkt dieser Oper.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Inszenierung des Generalintendanten Andr&#233; B&#252;cker spielen unter der Leitung des Generalmusikdirektors Antony Hermus au&#223;erdem Angelina Ruzzafante, Yulia Gerbyna, Eric Laporte, Kostadin Arguirov, Wiard Witholt, Angus Wood, Christian Most, die Anhaltische Philharmonie und das Kinderballett des Anhaltischen Theaters.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und auch an der Abendkasse.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 28 May 2010 20:05:49 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/456</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 28.05.2010Theater</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 28.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Theater an ungew&#246;hnlichem Ort&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater zeigt letztmalig in dieser Spielzeit am Donnerstag, 3. Juni um 19.30 Uhr das Schauspiel &#8222;Milarepa&#8220; im ehemaligen Heizungskeller des Bauhauses Dessau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Schauspieler Uwe Fischer spielt die Rolle des Simon in der Regie von Andrea Moses. Simon tr&#228;umt jede Nacht von Milarepa und seinem Onkel. Er erz&#228;hlt die Geschichte der beiden M&#228;nner, um aus dem Kreislauf des ewig gleichen Traums auszubrechen. Dabei scheinen sich Fantasie und Wirklichkeit immer mehr zu vermischen. Der Monolog &#8222;Milarepa&#8220; vom Eric-Emmanuel Schmitt ist der erste Teil seiner Trilogie des Unsichtbaren und behandelt den gemeinsamen Kern der vier gro&#223;en Religionen unserer Zeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und auch an der Abendkasse.&lt;/p&gt;
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      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 28 May 2010 20:04:26 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/455</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 28.05.2010Vorstellungen</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 28.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Vorstellungen zum Kindertagspreis im alten Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Kindertag, 1. Juni bietet das Anhaltische Theater gleich zwei Vorstellungen &#8222;Schaf&#8220; um 10 und um 15 Uhr zum Kindertagspreis f&#252;r drei Euro sowohl f&#252;r Kinder als auch f&#252;r Erwachsene an.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Schaf&#8220; ist eine Musiktheaterproduktion f&#252;r Kinder ab f&#252;nf Jahren und am Kindertag auch f&#252;r die ganze Familie zu empfehlen.
Erz&#228;hlt wird die Geschichte von Schaf. Schaf lebt auf einer Wiese zusammen mit anderen Schafen und ist gl&#252;cklich. Lorenzo ist ein Prinz. Weil er K&#246;nig werden soll, ist er ungl&#252;cklich. Deshalb fl&#252;chtet er sich in die Schafherde, um seine Krone dort zu verstecken. Schaf hilft ihm dabei und so werden die beiden Freunde. Lorenzo ist der Meinung: &#8222;Wenn man einen Freund hat, ist man ein spezieller Jemand. Anders als die anderen. Dann braucht man einen Namen!&#8220; Nur hat Schaf den nicht, es ist einfach Schaf. Also macht es sich auf die Suche nach einem Namen und eine Reise voller Abenteuer beginnt! Es erklingt Musik von Henry Purcell, Georg Friedrich H&#228;ndel und Claudio Monteverdi.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Karten und Informationen unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und an der Abendkasse. F&#252;r die 10 Uhr Vorstellung gibt es nur noch Restkarten.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 28 May 2010 20:03:11 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/454</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme</title>
      <description>&lt;h2&gt;Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme, 28. Mai 2010&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Gefangen in Hoffnungslosigkeit oder Aufbruch mit Hoffnung?&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Ballettinszenierung &#8222;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#8220; erlebt morgen Urauff&#252;hrung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das St&#252;ck &#8222;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#8220; von Maxim Gorki w&#228;hlte Tomasz Kajdanski, Ballettdirektor und Chefchoreograf am Anhaltischen Theater, als literarische Grundlage f&#252;r die zweite Dessauer Ballettproduktion der laufenden Spielzeit. Premiere ist am kommenden Sonnabend, dem 29. Mai, um 19.30 Uhr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Maxim Gorki schrieb sein &#8222;Nachtasyl&#8220; 1901. 1902 erlebte das Schauspiel in Moskau seine Urauff&#252;hrung und 1903 in Berlin die deutsche Erstauff&#252;hrung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man k&#246;nne ein Schauspiel nat&#252;rlich nicht &#8222;nur einfach vertanzen&#8220;, so Chefchoreograf Kajdanski. Wobei die Vorlage schon immer pr&#228;sent sei. Ihm, der gesamten Companie, eingeschlossen die Anhaltische Philharmonie, komme es darauf an, dem Zuschauer eine Inszenierung vor allem &#8222;zum Nachdenken, auch zum Weiterdenken&#8220; anzubieten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Nachtasyl, bei Kajdanski r&#228;umlich ein gro&#223;es Schwimmbecken, treffen Menschen mit ganz verschiedenen Biografien und Lebensauffassungen aufeinander. Sie sind dort gewisserma&#223;en &#8222;gefangen&#8220;, obwohl sie, im B&#252;hnenbild auch symbolisiert, den Ort verlassen k&#246;nnten. Ihre Grundhaltung ist eher d&#252;ster-pessimistisch. Die Bewohner bilden keine Gemeinschaft. Hoffnungslosigkeit, Elend, R&#252;cksichtslosigkeit, Gewalt, manchmal auch Tr&#228;ume, sind einende Lebensfaktoren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erst als pl&#246;tzlich Luka auftaucht, keimen Hoffnungen. &#8222;Luka ist ein seltsames Wesen, ein Pilgerer, mit anderer Emotionalit&#228;t als die &#220;brigen. Er bietet eine Art Hilfe oder Rettung an. Er wirkt irgendwie erfrischend, oft auch mit m&#246;glicherweise zynischem Beigeschmack&#8220;, charakterisiert Joe Monaghan (25) die Figur, die er tanzt und die f&#252;r ihn eine besondere Herausforderung sei. Als Luka bringt Joe Monaghan &#8222;Bewegung&#8220; in das an sich schon aktionsreiche Nachtasyl.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der im englischen Leeds geborene T&#228;nzer hatte sich mit 16 zwischen Tanz und Schauspiel zu entscheiden. &#8222;Etwas anderes h&#228;tte ich mir gar nicht vorstellen k&#246;nnen&#8220;, erz&#228;hlt er in perfektem Deutsch. Joe Monaghan hat drei Jahre in London Ballett studiert. &#8222;Weil es in Deutschland mehr Companien gibt, ging ich nach Deutschland. Von dem Land kannte ich nur die &#252;blichen Klischees, die Sprache &#252;berhaupt nicht&#8220;, erz&#228;hlt er lachend. Sein erstes Engagement hatte er in Eisenach.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Ich lernte einen sympathischen, wohlerzogenen, jungen Mann aus England kennen, der dazu auch noch hervorragend tanzen konnte&#8220;, erinnert sich Tomasz Kajdanski, damals Chefchoreograf in Eisenach, an die erste Begegnung. Joe Monaghans erste &#8222;richtige&#8220; Rolle war dort der &#8222;Moritz&#8220; in &#8222;Max und Moritz&#8220;. &#8222;Eine verdammt schwere Rolle&#8220;, so der T&#228;nzer. &#8222;Die er fantastisch gemacht hat&#8220;, kommt vom Choreografen. Inzwischen tanzte der junge Engl&#228;nder verschiedene Rollen, stellte ganz unterschiedliche Charaktere dar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Dessau, wo &#8222;der Weg vom Bahnhof zum Theater wahrlich keine spannende Strecke ist&#8220;, sp&#252;rt er im Theater selbst umso mehr &#8222;eine gro&#223;e Energie, einen mitrei&#223;enden Enthusiasmus&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Schafft es der Mensch, oder schaffen es zumindest einige, ihr Leben in die eigenen H&#228;nde zu nehmen? Kann er seine Pers&#246;nlichkeit entwickeln, so dass er Fortschritte macht? Bleibt der Mensch passiv stehen oder wird er selbst aktiv?&#8220; Das Ballett &#8222;Nachtasyl&#8220; m&#246;chte dazu Ans&#228;tze zu m&#246;glichen Antworten geben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Das sind f&#252;r mich ungemein aktuelle Fragen. Daraus ergeben sich Anforderungen an jeden, mehr oder weniger&#8220;, begr&#252;ndet Tomasz Kajdanski gerade diese Machart seiner Inszenierung. Zu der auch in allen drei Teilen, die ohne Pause aufgef&#252;hrt werden, die Musik geh&#246;rt. Die Anhaltische Philharmonie spielt unter Kapellmeister Wolfgang Kluge.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tomasz Kajdanski und Wolfgang Kluge haben sehr intensiv die Musik ausgesucht &#8211; einem fr&#252;hen romantischen Arnold Sch&#246;nberg und zwei St&#252;cke vom zeitgen&#246;ssischen Komponisten Detlev Granert. &#8222;Die drei St&#252;cke sind ideal f&#252;r das Erz&#228;hlen der Geschichte&#8220;, so der Dirigent. &#8222;Mit einer enormen Bildsprache&#8220;, f&#252;gt der Choreograf hinzu.&lt;/p&gt;
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      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 28 May 2010 10:40:28 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/453</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 26.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Ein- und Ausblicke im Theaterland&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;"Kein sch&#246;ner Land" liegt hinter den Theatert&#252;ren. Es hat verwunschene Orte, abseitige Ecken, vergessene Pl&#228;tze, kleine Idyllen und gro&#223;es Durcheinander. Das Theaterland ist "Kein sch&#246;ner Land" - so wie das Motto der kommenden Spielzeit 2010 / 11 am Anhaltischen Theater lautet. In dieser Woche stellte die Theaterleitung um Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker den Premierenplan f&#252;r die neue Saison und das druckfrische Spielzeitheft vor. Das widmet sich - das aktuelle Heft zeigt auf den Fotos Dessau und seinen Bewohnern - nun auf fast 200 Seiten den Innenansichten des Theaters. "Aus den Erfahrungen dieser Spielzeit, in der wir mit offenem Sinn und offenem Herzen auf die Region zugegangen sind, betreten wir nun dieses offene Land", sagte B&#252;cker und &#252;berlie&#223; das Podium seinem Leitungsteam, das mehr als 20 Premieren vorstellte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Das Fremde in mir" ist das Motto des Musiktheaters, f&#252;r das Chefregisseurin Andrea Moses zwei Inszenierungen beisteuert. Sie bringt Puccinis Oper "Turandot" (Premiere 25. September) auf die B&#252;hne, nachdem sie diese bereits am Nationaltheater Weimar inszenierte. Die Neueinstudierung dieser Produktion ist eine Kooperation mit der B&#252;hne der Klassikerstadt, die sich in Moses' zweiter Operninszenierung - "Chowanschtschina" von Mussorgski (Premiere 7. Mai) - fortsetzt. "Wir erhalten Unterst&#252;tzung vom Weimarer Opernchor. Das wird ein richtiges russisches Chorfest", so Andrea Moses, die ank&#252;ndigte, dass die Dessauer Solisten dann 2012 bei der Weimarer Premiere singen werden. Nach der gro&#223;en Richard-Wagner-Gala "Sink hernieder, Nacht der Liebe" (16. Oktober), nimmt die B&#252;hne rechtzeitig vor Silvester eine komische Oper in den Spielplan auf. Hinrich Horstkotte wird Johann Strau&#223;' "Die Fledermaus" (4. Dezember) inszenieren. Im neuen Jahr 2011 startet das Musiktheater mit einem Beitrag zum Weill-Fest. Andr&#233; B&#252;cker bringt "Der Protagonist" von Kurt Weill und "Der Bajazzo" von Leoncavallo (25. Februar) auf die B&#252;hne des gro&#223;en Hauses. Mit Mozarts "Cos&#236; fan tutte" (25. Juni), in Szene gesetzt von Florian Lutz, verabschiedet sich das Musiktheater in die Sommerpause.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach der Sommerpause in diesem Jahr kann das Publikum im Schauspiel Bekanntschaft mit einem der schillerndsten Straft&#228;ter der Geschichte machen. Andr&#233; B&#252;cker inszeniert "Doktor Mabuse" (15. Oktober) und stellt damit einen Mann vor, der mit seinen Tricks und Zaubereien beispielhaft f&#252;r das Schauspiel-Motto "Menschen unter Einfluss" ist. "Die Inszenierung versucht, mit allen Mitteln die Wahrnehmung der Zuschauer zu beeinflussen", k&#252;ndigte B&#252;cker an. Auf Grusel folgt M&#228;rchen mit "Die feuerrote Blume" (16. November), die in der Inszenierung von J&#246;rg Steinberg die Zuschauer durch die Weihnachtszeit begleitet. Im Alten Theater nehmen sich Andrea Moses und Maria Linke einen Ufa-Klassiker vor und bringen mit "Die drei von der Tankstelle" (11. Dezember), einer hochmusikalischen Kom&#246;die, die heitere Seite in die kleine Spielst&#228;tte. Dort wird es mit "alter ford escort dunkelblau" von Dirk Laucke (28. Januar) und "Das Leben der Anderen" (11. M&#228;rz), bearbeitet von Albert Ostermaier, gleich zwei zeitgen&#246;ssische St&#252;cke geben. Christoph Sommerfeld liefert mit dem Laucke-St&#252;ck seine Diplominszenierung in Dessau ab, David Ortmann inszeniert die Stasi-Geschichte, mit der Florian Henckel von Donnersmarck einen Oscar gewann. F&#252;r das gro&#223;e Haus und das Ostrowski-St&#252;ck "Tolles Geld oder Armut ist keine Schande" (21. Januar) konnte das Theater den Schauspieler und Regisseur Wolfgang Maria Bauer gewinnen. Nach seinen "Schroffensteins" in der aktuellen Saison nimmt sich Christian Weise eines weiteren Klassikers der Schauspielliteratur an: Er inszeniert Georg B&#252;chners "Woyzeck" (15. April). Der "Frau unter Einfluss" (23. April, Regie: Niklas Ritter) folgt zum Spielzeitende ein spartenumfassendes Projekt: "Landscape - Kritik der Liebe" (2. Juni) kombiniert Shakespeare-Sonette und Barockmusik als Parkinstallation mit S&#228;ngern, T&#228;nzern, Schauspielern und Musikern. Die Inszenierung, f&#252;r die Regisseur Andr&#233; B&#252;cker das Publikum schon in den fr&#252;hen Morgenstunden in das Luisium bittet, ist eine Kooperation mit der Lautten Compagney Berlin und der Kulturstiftung. Gleichfalls kooperiert - mit der Hochschule f&#252;r Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin - wird im Alten Theater bei "Verwandlungen", einem Antiken-Spektakel nach Ovid, dass die Handschriften von sechs jungen Regiestudenten vorstellt. Drei Produktionen steuert das Puppentheater als kleinste Sparte zur n&#228;chsten Saison bei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Ballett verspricht Chefchoreograf Tomasz Kajdanski den Zuschauern "Tiefe Treue" und startet nach einer sehr ernsten ersten Spielzeit in Dessau mit einer Kom&#246;die: "Der Widerspenstigen Z&#228;hmung" (29. Oktober) von Shakespeare wird zur Musik von Schostakowitsch getanzt. "Die Nibelungen" (25. M&#228;rz) schlie&#223;en sich als zweite Tanzproduktion der kommenden Spielzeit an.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Generalmusikdirektor Antony Hermus h&#228;lt in seinem Konzertprogramm 2010 / 11 unter dem Titel "In weiter Ferne, so nah" acht Sinfoniekonzerte, sieben Sonderkonzerte, Familien-, Sch&#252;ler- und Jugendkonzerte und nat&#252;rlich die Kammermusiknachmittage im Schloss Georgium bereit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Mitteldeutsche Zeitung wird in den kommenden Wochen die Vorhaben der Sparten detailliert vorstellen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 27 May 2010 18:47:11 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/452</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 26.5.2010St</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 26.5.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;St&#246;hnen ist die halbe Arbeit&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Auf der Puppenb&#252;hne im Alten Theater ist am Sonnabend, 29. Mai 2010 um 19.30 Uhr das St&#252;ck &#8222;Till Eulenspiegel&#8220; zu erleben. &#8222;St&#246;hnen ist die halbe Arbeit&#8220; wusste der bekannte Schalk, auch wie man Eulen und Meerkatzen b&#228;ckt, wie man auf dem Seil tanzt und wie man in Bernburg Turmbl&#228;ser wird. Das Dessauer Puppentheater reiht diese drei bekannten Schw&#228;nke temporeich aneinander und pr&#228;sentiert diesen Stoff auf spielerische Art f&#252;r Zuschauer ab 9 Jahren und Erwachsene. Uta Krieg spielt mit beeindruckenden Stabmarionetten von einem Planwagen. Der Text ist in Knittelversform verfasst und verspricht ein &#187;kurzweyliges&#171; Vergn&#252;gen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Karten zum Familienpreis: Erwachsene sechs Euro, Kinder 4,50 Euro.
Weiterer Termin: Montag, 31. Mai um 9.30 Uhr&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und auch an der Abendkasse.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 27 May 2010 10:50:20 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/451</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 26.5.2010Anhaltisches</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 26.5.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Anhaltisches Theater l&#228;dt zum TAG DER OFFENEN T&#220;R ein&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater &#246;ffnet am 6. Juni seine Pforten und l&#228;dt unter dem Motto &#8222;Theaterwelten&#8220; von 10 bis 16 Uhr herzlich zu einer Entdeckungsreise ein. Zahlreiches gibt es f&#252;r Gro&#223; und Klein zu sehen, zu h&#246;ren und zu schmecken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In einer Technik Show zeigt Kult-Inspizient Leo Polte VIII, alias Gerald Fiedler, erstmals seine gro&#223;e B&#252;hne. Beim Dirigenten-Casting, das am Tag der offenen T&#252;r von 12:15 bis 13:15 Uhr auf der B&#252;hne des Anhaltischen Theaters geplant ist, steht der &#8222;Kaiser-Walzer&#8220; (Walzer 1) von Johann Strau&#223; auf dem Programm. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Antony Hermus haben f&#252;nf Kandidaten die M&#246;glichkeit, bei diesem St&#252;ck die Anhaltische Philharmonie in kleiner Besetzung zu dirigieren. Der Sieger darf seinen Walzer dann beim 17 Uhr beginnenden Konzert &#8222;Fr&#252;hling in Wien&#8220; mit gro&#223;em Orchester auff&#252;hren. Anmeldungen zum Dirigenten-Casting werden ausschlie&#223;lich am Tag der offenen T&#252;r bis 12 Uhr am Infostand im Parkettfoyer entgegengenommen. Sollten mehr als f&#252;nf Interessenten gemeldet sein, entscheidet &#252;ber eine Teilnahme das Los.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Operns&#228;nger pr&#228;sentieren sich diesmal u.a. auch mit internationalen Volksliedern. G&#228;ste sind herzlich eingeladen, Proben von Schauspiel, Ballett, Kinderballett und Puppentheater zu besuchen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber auch viel Kleines und Feines steht auf dem Programm: neben einer Ausstellung von
Kost&#252;men und B&#252;hnenbildmodellen, besteht sogar die M&#246;glichkeit historische Kost&#252;me Probe zu tragen und sich damit fotografieren zu lassen. Zahlreiche Musikbeitr&#228;ge und Lesungen sind an ungew&#246;hnlichen Orten des Theaters zu erleben. Schauspieler werden auf theatrale Weise die Besucher durch ihr Theater f&#252;hren und dabei so manche Anekdote zum Besten geben. Die Installation &#8222;Horrorvision eines verlassenen Theaterraums&#8220; wagt einen Blick in eine (un)m&#246;gliche Zukunft. Eine Tombola wird mit ungew&#246;hnlichen Preisen f&#252;r so manche &#220;berraschung sorgen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Spannende Spiele laden Kinder jeden Alters zum Mitmachen ein: Bewegungsspiele mit dem Kinderballett, ein Detektivspiel durchs Theater, Kinderschminken, ein Kuscheltierkonzert, Malen, Basteln, Singen und ein Wackelpudding-Wettessen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r musikalische Unterhaltung sorgen u.a. &#8222;X. Brass&#8220; - das gro&#223;e Blechbl&#228;ser Ensemble der Anhaltischen Philharmonie Dessau, das &#8222;Salonorchester Papillon&#8220;, die Solisten und der Opernchor des Anhaltischen Theaters sowie die &#8222;MuldeJazzBuben&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Vielfalt wird dokumentiert von einer jugend[funk]-Reportage, zu der sich bis 31. Mai interessierte Nachwuchsreporter zwischen 12 und 15 Jahren bei der Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorff anmelden k&#246;nnen. (0340-2511-216 oder theaterpaedagogik@anhaltisches-theater.de) Die Beitr&#228;ge werden im Anschluss im Internet unter www.interfunk.net sowie &#252;ber den Offenen Kanal Dessau unter www.ok-dessau.de zu h&#246;ren sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch f&#252;r das leibliche Wohl ist gesorgt: beginnend mit Kaffee und Kuchen, wird der Tag bei einem Promi-Grillen auf dem Theatervorplatz ausklingen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Detaillierte Informationen, Veranstaltungszeiten und Orte unter www.anhaltisches-theater.de und im Flyer &#8222;Tag der offenen T&#252;r&#8220;, die am 6. Juni am Informationsstand vorliegen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 26 May 2010 14:39:15 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/450</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 25.5.2010</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 25.5.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#8222;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Urauff&#252;hrung und Premiere hat die Ballettinszenierung &#8222;Nachtasyl - Szenen aus der Tiefe&#8220; am 29. Mai um 19.30 Uhr im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theaters.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Nachtasyl&#8220;, sich orientierend am gleichnamigen Drama von Maxim Gorki, ist ein Abend &#252;ber zerbrochene und verzagte Existenzen, die sich an einem Ort des Verfalls zusammenfinden, sich zerst&#246;ren, sich erm&#252;den, sich aneinander festhalten, tr&#246;sten und dabei immer wieder das Licht suchen, das Morgen. Thematisiert werden dabei nicht nur sinnlich und hochenergetisch die Zust&#228;nde der Ausweglosigkeit und des Verlorenseins bei sozialem Abstieg, sondern auch die Sch&#246;nheit und Kraft des Aufbruchs sowie die Hoffnung nach Momenten der stillen oder aggressiven Verzweiflung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Choreograf Tomasz Kajdanski und Dorin Gal, der B&#252;hne und Kost&#252;me gestaltet, sehen die Handlung nicht in einem Elendsviertel. Daher gestaltet Dorin Gal eine Schwimmbadruine als einen Ort, der selbst schon bessere Tage gesehen hat, und damals ein Ort der Erholung, der Flucht aus dem Alltag gewesen ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Rahmen zu dem dreiteiligen Abend bilden zwei Werke des 1960 in Hamburg geborenen Komponisten Detlev Glanert, der zur Premiere anwesend sein wird. Seine Klangsprache ist melodisch-gestisch und kombiniert raffiniert Tradition und Moderne. Den Mittelteil bildet Arnold Sch&#246;nbergs &#8222;Verkl&#228;rte Nacht&#8220;. Sie besitzt einen &#228;u&#223;erst lyrischen Charakter und ist auf Grund ihrer starken Chromatik, besonders in der hier gespielten Orchesterfassung, sehr farbenreich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es spielt die Anhaltische Philharmonie unter der Leitung von Wolfgang Kluge
Choreografie: Tomasz Kajdanski | B&#252;hne und Kost&#252;m: Dorin Gal | Video: Angela Zumpe | Animation: Christian Wei&#223; | Dramaturgie: Sophie Walz
T&#228;nzer: Laura Costa Chaud, Yun-Ju Chen, Denise Evrard, Yulija Gerbyna/Denise Evrard, Nadja R&#233;they-Prikkel/Gabriella Gilardi, Anna Maria Tasarz, | Jonathan Augereau, Ion Beitia, Rai-Hilmar Kirchner, Juan Pablo Lastras-Sanchez, Joe Monaghan, Gorden Wannhoff&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Weitere Termine: 5. Juni 16 Uhr | 11. Juni 19:30 Uhr | 17. Juni 16 Uhr | 4. Juli 17 Uhr im Gro&#223;en Haus&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und auch an der Abendkasse.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 25 May 2010 19:06:17 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/449</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 25.5.2010DAS</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 25.5.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Donnerstag, 27. Mai um 19:30 Uhr wird &#8222;Das Tagebuch der Anne Frank&#8220; zum letzten Mal in dieser Spielzeit im Studio des Alten Theaters gezeigt. Andr&#233; B&#252;cker inszenierte Grigori Frids Mono-Oper &#252;ber das Schicksal einer von Nationalsozialisten verfolgten Familie und der Sehnsucht der sensiblen Anne Frank nach einem normalen Leben.
Die S&#228;ngerin Cornelia Marschall verleiht den originalen Tagebucheintr&#228;gen ihre Stimme und l&#228;sst so das M&#228;dchen Anne in einem Erinnerungsraum aus Bildern, Licht und Ton wieder lebendig werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und auch an der Abendkasse.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 25 May 2010 18:15:08 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/448</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 25.05.2010KEIN</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 25.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;KEIN SCH&#214;NER LAND&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Unter der &#220;berschrift &#8222;KEIN SCH&#214;NER LAND&#8220; zeigen wir im Spielzeitheft ungew&#246;hnliche Einblicke in das Innenleben des Anhaltischen Theaters. Die Fotografien zeigen Orte, zu denen das Publikum normalerweise nicht vordringt, die aber viel &#252;ber den Sehnsuchtsort Theater erz&#228;hlen. So ist &#8222;KEIN SCH&#214;NER LAND&#8220; eine Liebeserkl&#228;rung an das Theater als Ort der Arbeit und Utopie und zeigt wie vielf&#228;ltig die Themen im Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Konzert und Puppentheater sind.
H&#246;hepunkte sind z. B. Kooperationen mit der Hochschule f&#252;r Schauspielkunst &#8222;Ernst Busch&#8220; in Berlin, das Kurt Weill Fest, der Gartenreichsommer in Kooperation mit der Kulturstiftung DessauW&#246;rlitz und die Theatertage der L&#228;nder Sachsen-Anhalt und Brandenburg die 2011 in Dessau stattfinden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Musiktheater, das unter dem Motto &#8222;das Fremde in mir&#8220; steht, wird Chefregisseurin Andrea Moses mit zwei Premieren vertreten sein. Mit &#8222;Turandot&#8220; wird sie eine der popul&#228;rsten Opern des 20. Jahrhunderts inszenieren und mit &#8222;Chowanschtschina&#8220; eines der faszinierendsten Werke des russischen Repertoires des 19. Jahrhunderts. In Kooperation mit dem Kurt Weill Fest wird Weills Erstlingsoper &#8222;Der Protagonist&#8220; mit einer der ber&#252;hmtesten Opern des italienischen Verismo: &#8222;Der Bajazzo&#8220;, inszeniert von Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker, zur Premiere gelangen. Eine klassische Operette, &#8222;Die Fledermaus&#8220;, &#8222;Die gro&#223;e Richard-Wagner-Gala&#8220; und Mozarts &#8222;Cos&#236; van tutte&#8220; bereichern die Spielzeit im Musiktheater.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Menschen unter Einfluss&#8220; lautet das Motto im Schauspiel. &#8222;Menschen unter Einfluss&#8220; &#8211; manipulierte Menschen Menschen abh&#228;ngig von eigenen Zw&#228;ngen, von anderen Menschen, von Geld, Macht, Liebe oder den G&#246;ttern &#8211; solcherart mehr oder weniger unfreies Leben wird betrachtet, erforscht und debatiert. Spannende Inszenierungen wie die Kom&#246;die &#8222;Tolles Geld&#8220;, die Urauff&#252;hrung &#8222;Doktor Mabuse&#8220;, &#8222;Die Drei von der Tankstelle&#8220;, &#8222;Alter Ford Escord dunkelblau&#8220;, &#8222;Das Leben der Anderen&#8220;, &#8222;Woyzeck&#8220;, &#8222;Frau unter Einfluss&#8220;, &#8222;Landscape &#8211; Kritik der Liebe&#8220; und &#8222;Verwandlungen &#8211; Metamorphosen&#8220; werden auf die B&#252;hne gebracht.
Im November und Dezember wird f&#252;r Kinder und Jugendliche das M&#228;rchen &#8222;Die feuerrote Blume&#8220; gezeigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwei gro&#223;e Ballett Premieren, inszeniert und choreografiert von Tomasz Kajdanski, werden unter dem Motto &#8222;Tiefe Treue&#8220; f&#252;r die Gro&#223;e B&#252;hne entwickelt. Die Kom&#246;die &#8222;Der Widerspenstigen Z&#228;hmung&#8220; und das Trauerspiel &#8222;Die Nibelungen&#8220; [mit Orchester] werden in Dessau zu sehen sein und die Sprache des klassischen Balletts um die Gestik des modernen Tanzes erweitern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Abwechslungsreiche und spannende Konzerte, unter dem Motto &#8222;In weiter Ferne, so nah!&#8220; bietet die Anhaltische Philharmonie, unter der Leitung von Generalmusikdirektor Antony Hermus. Musik aus den unterschiedlichsten L&#228;ndern und sogar aus dem Universum wird in acht Sinfonie- und zahlreichen Sonderkonzerten erklingen. Neben den Dirigenten am Haus, GMD Antony Hermus, den Kapellmeistern Daniel Carlberg und Wolfgang Kluge werden noch zwei hochkar&#228;tige G&#228;ste am Dirigentenpult stehen: Shooting Star Charles Olivieri-Munroe und Russel N. Harris.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viele junge, international gefeierte Solisten sind eingeladen, nach Dessau zu kommen, um ihre K&#252;nste zu zeigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Vom Wachsen und Werden...&#8220; ist das Motto f&#252;r die kommende Spielzeit der kleinsten Sparte des Anhaltischen Theaters. Das Puppentheater wird mit drei Premieren in die neue Spielzeit gehen: &#8222;Malvine Dipelmoos erz&#228;hlt...&#8220;, M&#228;useken Wackelohr&#8220; und &#8222;Peter und der Wolf&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber auch eine Vielzahl an interessanten Projekten erwartet das Publikum. Ausf&#252;hrliche Informationen zu den Inszenierungen, den Projekten und Aktionen unter www.anhaltisches-theater.de/vorschau und im neuen Spielzeitheft.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 25 May 2010 12:41:17 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/447</link>
    </item>
    <item>
      <title>M&#228;rkische Allgemeine, 22.05.2010KULTURPOLITIK</title>
      <description>&lt;p&gt;M&#228;rkische Allgemeine, 22.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;KULTURPOLITIK: Dessaus Theater k&#228;mpft um Existenz&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Stadt will Zusch&#252;sse halbieren&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;DESSAU - Krisensitzung im Anhaltischen Theater in Dessau. Andr&#233; B&#252;cker, Generalintendant des Haues, Tobias Wellemeyer, Intendant des Potsdamer Hans-Otto-Theaters, Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theater Berlin und Sewan Latchinian, der die Neue B&#252;hne Senftenberg leitet, hatten gestern Mittag zum Pressegespr&#228;ch geladen. Die Runde leitete Holk Freytag, Vorsitzender des Vorstands der Intendantengruppe im Deutschen B&#252;hnenverein. Hintergrund: Das Anhaltische Theater Dessau k&#228;mpft um seine Existenz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dem traditionsreichen Haus, das im Herbst 2009 in seine 216. Spielzeit startete, wurde im Februar ein harter Sparkurs angek&#252;ndigt: Die Gelder f&#252;r das Theater sollen ab 2013 um 3,5 Millionen Euro halbiert werden. Ursache ist das Loch, das im Finanzplan der Stadt Dessau-Ro&#223;lau f&#252;r 2010 klafft. Statt 13,2 Millionen Euro bel&#228;uft sich der Schuldenberg mittlerweile auf 25,9 Millionen Euro.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei ist das Theater gut besucht. Rund 200 000 Menschen schauen sich in Dessau jedes Jahr eine Auff&#252;hrung an. Ein Gro&#223;teil von ihnen stammt aus dem Umkreis. &#8222;Das Theater zieht Besucher aus Wittenberg, K&#246;then, Bernburg und sogar Berlin an&#8220;, berichtet Franziska Blech, die die &#214;ffentlichkeitsarbeit des Hauses leitet. Doch obwohl die gesamte Region vom Angebot des Theaters profitiert, wird es allein durch die Stadt und das Land Sachsen-Anhalt finanziert. Mit den Geldern ist der Betrieb aber schon jetzt kaum zu bew&#228;ltigen: &#8222;Wir pfeifen aus dem letzten Loch,&#8220; sagt Andr&#233; B&#252;cker. K&#252;rzungen w&#252;rden die Schlie&#223;ung bedeuten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und die h&#228;tte weitreichende Folgen: Mit 350 Mitarbeitern geh&#246;rt die B&#252;hne zu den gr&#246;&#223;ten Arbeitgebern der Stadt. Leiden w&#252;rde auch die kulturelle Bildung in und um Dessau. &#8222;Besonders in mittleren und kleinen St&#228;dten leisten die Theater einen wichtigen Beitrag zur &#228;sthetischen Erziehung&#8220;, sagt B&#252;cker. Die Dessauer Theaterp&#228;dagogen vermitteln Kindern und Jugendlichen das Medium, Orchestermusiker unterrichten in Schulen. Diese Angebote, die das Haus &#252;ber den Spielbetrieb hinaus umsetzt, w&#252;rden dann ebenfalls wegfallen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun sind Kommune und Land aufgefordert zu handeln. Andr&#233; B&#252;cker hofft, dass dem Theater dank seiner Historie, seiner Bedeutung f&#252;r die Region und seiner kulturellen Ausstrahlung der Status des Staatstheaters verliehen wird oder das Land sich in einem st&#228;rkeren Ma&#223;e finanziell beteiligt. sbj&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sat, 22 May 2010 11:11:30 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/446</link>
    </item>
    <item>
      <title>DPA, mz-web-de, 21.05.2010B&#252;hnenvereinIntendanten</title>
      <description>&lt;p&gt;DPA, mz-web-de, 21.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;B&#252;hnenverein&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Intendanten fordern mehr Hilfen f&#252;r Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Der Deutsche B&#252;hnenverein hat angesichts der Finanznot der Kommunen vor dramatischen Folgen f&#252;r die Kultur- und Freizeitst&#228;tten und damit f&#252;r die Lebensqualit&#228;t ganzer Landstriche gewarnt. Zugleich forderten er bei einem Treffen von Intendanten am Freitag in Dessau-Ro&#223;lau mehr Unterst&#252;tzung von Bund und L&#228;ndern f&#252;r die Spielst&#228;tten. &#171;Die Kommunen in Deutschland sind gr&#246;&#223;tenteils am Ende, das ist f&#252;r die Kultur absolut katastrophal und bedrohlich&#187;, sagte Holk Freytag, Vorsitzender der Intendantengruppe im Deutschen B&#252;hnenverein. Die St&#228;dte und Gemeinden seien Opfer einer falschen Finanzgesetzgebung. &#171;Wer den Wein bestellt, der muss ihn auch bezahlen, und das ist etwas, was der Bund nicht tut&#187;, sagte er.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So &#252;berlegt die Stadt Dessau-Ro&#223;lau, im Haushalt 13,5 Millionen Euro einzusparen. Sie pr&#252;ft eine Halbierung der kommunalen Zusch&#252;sse f&#252;r das Anhaltische Theater, wodurch dieses nach eigenen Angaben jedoch in seiner Existenz bedroht w&#228;re. &#171;Wenn man das Theater schlie&#223;en w&#252;rde, w&#252;rde die Stadt ihre Seele verlieren&#187;, sagte der Generalintendant des Anhaltisches Theaters, Andr&#233; B&#252;cker.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dies w&#228;re zugleich eine Katastrophe f&#252;r die ganze Region, die mit dem Bauhaus, dem Dessau-W&#246;rlitzer Gartenreich und der Lutherstadt Wittenberg immerhin zum UNESCO-Weltkulturerbe geh&#246;re. &#171;Es geht uns nicht darum, auf eine Stadt einzupr&#252;geln&#187;, sagte B&#252;cker. &#171;Eine Stadt muss aber nicht nur lebenswert sondern auch lebensw&#252;rdig sein.&#187; Dies d&#252;rfe bei allen Sparbem&#252;hungen nicht vergessen werden.&lt;/p&gt;
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      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 21 May 2010 21:24:30 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/445</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, mz-web.de, 21.05.2010B</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, mz-web.de, 21.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;B&#252;hnen-Zukunft&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Intendanten wollen Staatstheater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Deutschlands Theaterintendanten praktizieren den Schulterschluss. Holk Freytag, der Vorstandsvorsitzende der Intendantengruppe im Deutschen B&#252;hnenverein, vergleicht die Theaterlandschaft gerne mit einem System kommunizierender R&#246;hren. "Wenn es in Dessau Probleme gibt, dann geht uns das in der gesamten Republik direkt an", sagt er. Von den finanziellen Problemen der Stadt, der Streichliste und den drohenden drastischen K&#252;rzungen im Theater- und Kulturaushalt hat auch der B&#252;hnenverein l&#228;ngst erfahren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gestern besuchte Freytag gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern und Intendanten Tobias Wellemeyer (Hans Otto Theater Potsdam), Sewan Latchinian (Neue B&#252;hne Senftenberg) und Ulrich Khuon (Deutsches Theater Berlin) die Stadt und das Anhaltische Theater.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Dass wir gekommen sind, ist mehr als ein symbolischer Akt", so Khuon. Die Intendanten suchten mit Dessaus Generalintendanten Andr&#233; B&#252;cker das Gespr&#228;ch mit Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig und bilanzierten im Anschluss Einvernehmen, wenn es um den unbedingten Erhalt des Anhaltischen Theaters geht. Vorw&#252;rfe wollte und konnte man Koschig und der Verwaltung nicht machen. "Wir wollen nicht auf jemanden eindreschen, sondern unsere Solidarit&#228;t bekunden", so Freytag. Vor allem aber suche man nach L&#246;sungen, wie St&#228;dten und Gemeinden zu helfen ist, die mit der Finanzierung ihrer B&#252;hnen zunehmend chronisch &#252;berfordert sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Reaktionen auf einen immer kleiner werdenden finanziellen Spielraum sind unterschiedlich. Holk Freytag f&#252;hrte als Beispiel Wuppertal an, wo die Stadt die Schlie&#223;ung des Theaters beschlossen hat und vom Regierungspr&#228;sidenten f&#252;r diesen Mut begl&#252;ckw&#252;nscht wurde. "Das ist jenseits der Grenze des Skandals", so der Vorstandsvorsitzende der Intendantengruppe. "Es gibt ein Vakuum in der Vorstellung, wie Kommunen auszusehen haben, in denen Menschen gerne leben wollen", erkl&#228;rte Freytag. Eine notwendige &#220;berlegung dar&#252;ber w&#252;rde nicht nur St&#228;dte, sondern den ganzen Kontinent Europa betreffen. Jenseits des Euro w&#252;rde den Theatern eine wichtige Rolle der Identit&#228;tsstiftung zukommen. Die deutsche Theaterlandschaft gelte es zu verteidigen. Fakten wie jener, dass 70 Prozent aller europ&#228;ischen Urauff&#252;hrungen in deutscher Sprache stattfinden, w&#252;rden sonst der Vergangenheit angeh&#246;ren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater lobte Freytag als eine wichtige B&#252;hne in Deutschland mit &#252;berregionaler Ausstrahlungskraft. Durch das Bauhaus und das Theater werde die Stadt au&#223;erhalb ihrer Grenzen wahrgenommen. Das Engagement der B&#252;hne in der Region hob Tobias Wellemeyer hervor. "Unter den ver&#228;nderten Bedingungen ist es dringend angebracht, dass das Land die Kriterien f&#252;r die Verteilung von Mitteln neu &#252;berdenkt", sagte der Potsdamer Intendant. Den Theaterleuten gehe es um eine "kluge Neuverteilung".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die k&#246;nnte &#228;hnlich aussehen wie in Th&#252;ringen, wo das Land die Theater in Weimar und Meiningen zu Staatstheatern ernannte und diese 100-prozentig f&#246;rdert. Ohne diese Entscheidung, so Freytag, w&#252;rde es das Weimarer Theater nicht mehr geben. &#196;hnlich wie in Dessau sei in beiden relativ kleinen St&#228;dten die Kommune mit der Theaterfinanzierung &#252;berfordert gewesen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Staatstheater-L&#246;sung f&#252;r das Anhaltische Theater ist denn auch das Gespr&#228;chsziel, wenn die Intendantengruppe k&#252;nftig mit Vertretern des Landes zusammentrifft. Die Tradition des Dessauer Hauses w&#252;rde f&#252;r ein Staatstheater sprechen. Warum Sachsen-Anhalt sich diesbez&#252;glich in den vergangenen Jahren nicht positionierte, entzieht sich der Kenntnis des Deutschen B&#252;hnenvereins. "Aber um das zu erfahren, suchen wir das Gespr&#228;ch", so Freytag.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;R&#252;ckhalt verspricht sich der Deutsche B&#252;hnenverein auch vom Deutschen St&#228;dtetag. Dessen Pr&#228;sidentin Petra Roth werde am letzten Maiwochenende die Jahreshauptversammlung des B&#252;hnenvereins besuchen. "Wir brauchen gegen den Bund einen Widerstand in &#246;ffentlich-rechtlicher Tr&#228;gerschaft und ich meine damit den St&#228;dtetag", so Freytag, der sich mit einem Schulterschluss mehr Geh&#246;r bei den L&#228;ndern und beim Bund erhofft. Zudem sei es Zeit f&#252;r eine bundesweite Grundsatzdebatte, denn "wir haben keine Vorstellung mehr von dem Land, in dem wir leben wollen. Irgendwie zerbr&#246;selt es". Dass es in dem Land k&#252;nftig aber Theater geben soll, dar&#252;ber waren sich die Herren am gestrigen Tag einig.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 21 May 2010 21:21:14 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/444</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 21.05.2010Pfingsten</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 21.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Pfingsten im Anhaltischen Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Samstag, 22. Mai um 17 Uhr zeigt das Anhaltische Theater Dessau Andr&#233; B&#252;ckers gefeierte Operninszenierung &#8222;Die Stumme von Portici&#8220;. In der Rolle des Masaniello gibt der mexikanische Tenor Diego Torre sein Operndeb&#252;t in Europa. Unter Leitung des Generalmusikdirektors Antony Hermus singen und spielen au&#223;erdem Angelina Ruzzafante, Yulia Gerbyna, Oscar de la Torre, Kostadin Arguirov, Ulf Paulsen, Wiard Witholt, Angus Wood und die Anhaltische Philharmonie. Bereits um 15:45 Uhr ist das Theaterrestaurant ge&#246;ffnet und l&#228;dt ein zum &#8222;Kaffee im Salon&#8220;. F&#252;r musikalische Untermalung sorgt das &#8222;Salonorchester Papillon&#8220;.
Zum letzten Mal wird um 19:30 Uhr die unterhaltsame Schauspielinszenierung &#8222;Ges&#228;nge aus 1001 Deutschen Nacht&#8220; im Alten Theater zu sehen sein. Nach der Vorstellung k&#246;nnen die Besucher des Alten Theaters den Abend im neu gestalteten Biergarten ausklingen lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Sonntag, 23. Mai um 10:30 Uhr auf der Probeb&#252;hne 1 (Eingang &#252;ber B&#252;hnenpforte) geben das Leitungsteam (Ballettdirektor Tomasz Kajdanski, B&#252;hnenbildner Dorin Gal, Kapellmeister Wolfgang Kluge, Sophie Walz - Dramaturgie) und die T&#228;nzer bei einer Matinee Einblick in die Ballettinszenierung &#8222;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#8220;, die am 29. Mai Premiere und Urauff&#252;hrung hat. Die Zuschauer erwartet spannendes Gespr&#228;ch &#252;ber die Hintergr&#252;nde der Inszenierung und die Wahl der Musik. Ensemblemitglieder der Ballettkompanie werden Ausschnitte der Choreografie zeigen.
Ebenfalls am Pfingstsonntag findet in den W&#246;rlitzer Anlagen ein Nachmittag mit Musik und Poesie unter dem Titel &#8222;Klingender Park &#8211; Lustwandeln und doppelter Genuss...&#8220; statt. Den Pfingstspaziergang zwischen 14 und 17 Uhr k&#246;nnen die Besucher im Vor&#252;bergehen mit dem Anh&#246;ren eines Gedichts oder eines Musikst&#252;ckes verbinden, dargeboten von K&#252;nstlern des Anhaltischen Theaters an den sch&#246;nsten Stellen des Parks. Es wirken u.a. mit: Ensembles und Solisten der Anhaltischen Philharmonie, Dessauer Blechbl&#228;ser (am Monument), Anhaltisches Streichquartett (am Gotischen Haus), Harfe (am Floratempel) und Schauspieler des Anhaltischen Theaters. Der Eintritt ist frei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Gro&#223;en Haus wird um 17 Uhr zum letzten Mal in dieser Spielzeit Mozarts &#8222;Die Zauberfl&#246;te&#8220; mit gewohnt gro&#223;artiger S&#228;ngerbesetzung gezeigt.
Im Alten Theater/ Foyer wird an diesem Abend um 19:30 Uhr die charmante Inszenierung &#8222;Mein wildes Herz in Deine Ruh&#8220; zu erleben sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Pfingstmontag, 24. Mai l&#228;dt das Anhaltische Theater um 17:00 Uhr im Gro&#223;en Haus zur italienischen Opern-Gala &#8222;Serata di Gala&#8220; ein. Es wirken mit: KS Iordanka Derilova, Cornelia Marschall, Angelina Ruzzafante, Kostadin Arguirov, Ulf Paulsen, Pavel Shmulevich, Wiard Witholt, Angus Wood. Moderiert wird der Abend von Heribert Germeshausen/ Leitender Dramaturg Musiktheater/ Operndirektion.
Im Alten Theater ist um 19:30 Uhr Gerald Fiedler, alias Leo Polte der VIII,
mit einer neuen Folge von &#8222;Der letzte Einruf!!! zu erleben. Diesmal geht es um Verdi und seine Oper EIN MASKENBALL und nat&#252;rlich um F&#252;rst Leopold III., Richard Wagner, das Intendantenkarussell, Pferde auf der B&#252;hne und noch so manche &#220;berraschung. Ulf Paulsen wird Gast in der Show sein, am Klavier: Stefan Neubert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r alle Vorstellungen gibt es noch Karten an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 21 May 2010 10:51:12 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/443</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 20.05.2010haus</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 20.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;haus[funk] 10: Dessau wird zum Kino&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Zehnter haus[funk]abend am 26. Mai 2010 um 21 Uhr&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der letzte Mittwoch im Mai macht die Bauhausstadt zum Open-Air-Kino: Zum zehnten haus[funk]-
abend am 26. Mai 2010 um 21 Uhr laden das Anhaltische Theater und die Stiftung Bauhaus Dessau
zum [funk]kino am Bauhausgeb&#228;ude ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gezeigt wird Dessau im Stummfilm &#8211; Teilnehmer des Internationalen Bauhaus Kollegs, Studierende
der Hochschule Anhalt und das [funk]team pr&#228;sentieren an der Bauhausfassade Kurzfilme. Tobias
Rank (Piano) und Gunthard Stephan (Violine) begleiten den Abend und interpretieren das Gesehene
musikalisch, die Schauspieler Thorsten K&#246;hler und Jan Kersjes vom Anhaltischen Theater kommentieren
die Filme und verkn&#252;pfen sie live mit Beobachtungen und Erfahrungen aus Dessau. Der Eintritt ist
frei. Eingel&#228;utet wird der haus[funk]abend bereits eine Stunde vorher mit Jazz auf der Bauhausb&#252;hne
&#8211; um 20 Uhr tritt dort das Schweizer Jazztrio Rusconi auf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Reihe der haus[funk]abende findet regelm&#228;&#223;ig statt &#8211; immer am letzten Mittwoch des Monats.
Den Ort daf&#252;r stellen die Bauhausbauten der Stadt &#8211; sie werden neu belebt und bieten Werkstatt
und Partylocation, Klanglabor und Podium, B&#252;hne und Bildschirm zugleich. [funk] bearbeitet daf&#252;r
jeden Monat ein Thema, meist abgeleitet aus den aktuellen Produktionen und Projekten des Anhaltischen
Theaters und des Bauhausb&#252;hnenstudios.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;[funk] entsteht in Zusammenarbeit des Anhaltischen Theaters Dessau, der Stiftung Bauhaus Dessau
und der B&#252;rger der Stadt. [funk] wird gef&#246;rdert durch die Kulturstiftung des Bundes. Das [funk]kino ist
ein Kooperationsprojekt der Stiftung Bauhaus Dessau, des Anhaltischen Theaters und der Hochschule
Anhalt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kontakt: Maria Linke studio@interfunk.net | 0177-4497144
www.interfunk.net | www.twitter.com/interfunk&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;gef&#246;rdert im Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 20 May 2010 11:59:49 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/442</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 19.05.2010Mitglieder</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 19.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Mitglieder des Vorstands der Intendantengruppe im Deutschen B&#252;hnenverein diskutieren dramatische Haushaltslage der Stadt Dessau-Ro&#223;lau&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Freitag, den 21. Mai 2010 besuchen Mitglieder des Vorstands der Intendantengruppe im Deutschen B&#252;hnenverein unter Leitung des Vorsitzenden Holk Freytag den Oberb&#252;rgermeister der Stadt Dessau-Ro&#223;lau, Klemens Koschig. Mit ihm gemeinsam wollen der Intendant des Hans Otto Theaters Potsdam, Tobias Wellemeyer, der Intendant der Neuen B&#252;hne Senftenberg, Sewan Latchinian und der Intendant des Deutschen Theaters Berlin, Ulrich Khuon &#252;ber die dramatische Haushaltslage der Stadt Dessau-Ro&#223;lau und die in diesem Zusammenhang geplanten K&#252;rzungen bei den Theaterzusch&#252;ssen sowie m&#246;gliche Strategien zur Rettung des traditionsreichen Dessauer Theaters diskutieren. Im Anschluss an dieses Gespr&#228;ch findet um 13 Uhr im Anhaltischen Theater im Foyer des Gro&#223;en Hauses ein Pressegespr&#228;ch statt.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 19 May 2010 12:51:39 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/441</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 18.05.2010Neue</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 18.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Neue Folge des Kultst&#252;cks von Gerald Fiedler&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Der letzte Einruf!!! [Folge 3] Ein Maskenball&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Am 24. Mai um 19:30 Uhr ist der dritte Streich von Gerald Fiedler, alias Leo Polte der VIII. im Foyer des Alten Theaters zu erleben. Der Kult-Inspizient wird ein weiteres Mal seine Familienchronik &#246;ffnen und die "wahre Geschichte" des Anhaltischen Theaters weitererz&#228;hlen. Diesmal geht es um Verdi und seine Oper EIN MASKENBALL und nat&#252;rlich um F&#252;rst Leopold III., Richard Wagner, das Intendantenkarussell, Pferde auf der B&#252;hne und noch so manche &#220;berraschung.
Ulf Paulsen wird Gast in der Show sein, am Klavier: Stefan Neubert.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Weitere Vorstellungen: 10. und 17. Juni 2010, jeweils um 19:30 Uhr im Alten Theater/ Foyer&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 18 May 2010 18:52:50 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/440</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 18.05.2010</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 18.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#8222;Klingender Park &#8211; Lustwandeln und doppelter Genuss...&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Pfingstsonntag, 23. Mai findet in den W&#246;rlitzer Anlagen ein Nachmittag mit Musik und Poesie unter dem Titel &#8222;Klingender Park &#8211; Lustwandeln und doppelter Genuss...&#8220; statt. Den Pfingstspaziergang zwischen 14 und 17 Uhr k&#246;nnen die Besucher gewisserma&#223;en im Vor&#252;bergehen und kostenlos verbinden mit dem Anh&#246;ren eines Gedichts oder eines Musikst&#252;ckes, dargeboten von K&#252;nstlern des Anhaltischen Theaters an den sch&#246;nsten Stellen des Parks. Es wirken u.a. mit: Ensembles und Solisten der Anhaltischen Philharmonie, Dessauer Blechbl&#228;ser (am Monument), Anhaltisches Streichquartett (am Gotischen Haus)&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 18 May 2010 15:58:21 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/439</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Volksstimme/ Anhalt</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Volksstimme/ Anhalt-Zerbster Nachrichten, 6.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Weltber&#252;hmter Bariton Leo Nucci im Theater&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Einmaliges Konzert am 10. Mai in Dessau&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Es war die Idee von Ursula Riccio, Pr&#228;sidentin der Gesellschaft der "Verdi-Freunde in der Welt" ("Viva Verdi"), dass der weltbekannte italienische Operns&#228;nger Leo Nucci (68) in Dessau einmal ein Konzert gibt.
"Diese Idee wurde vor etwa f&#252;nf Jahren geboren, als Ursula Riccio mit Mitgliedern ihrer Gesellschaft eines der hier in Dessau regelm&#228;&#223;ig durchgef&#252;hrten Meetings veranstaltete, die stets mit Besuchen des Anhaltischen Theaters verbunden werden" , erinnert sich Joachim Landgraf, Verwaltungsdirektor und Stellvertreter des Generalintendanten des Dessauer Theaters.
Der Traum wird nun, durch die Unterst&#252;tzung der Associazione "Viva Verdi" und insbesondere eben deren Pr&#228;sidentin Ursula Riccio, zur Realit&#228;t. Leo Nucci gibt am kommenden Montag, dem 10. Mai, um 20 Uhr im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theaters Dessau ein Gala-Solo-Konzert. Es ist ein Benefizkonzert zugunsten der Theaterstiftung des Anhaltischen Theaters Dessau.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Seit vielen Jahren wieder in Deutschland&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Seit Mitte der 80er Jahre ist das wieder einer der ersten Auftritte Nuccis in Deutschland, &#252;brigens der einzige des Jahres 2010.
Leo Nucci wurde in der N&#228;he von Bologna geboren und deb&#252;tierte als Preistr&#228;ger des dortigen Gesangswettbewerbes als Rossinis Figaro in Spoleto. Den ersten Rigoletto singt er 1973. "Er z&#228;hlt heute zweifelsohne weltweit zu den besten Rigoletto- Darstellern", sch&#228;tzt Joachim Landgraf ein.
Leo Nucci singt 1977 an der Mail&#228;nder Scala den Figaro. Er vertritt mit ph&#228;nomenalem Erfolg einen erkrankten Kollegen als Miller am Royal Opera House Covent Garden London. Dieser Erfolg &#246;ffnet ihm die Tore aller bedeutenden Theater in Europa, Nord- und S&#252;damerika und Japan, die Mail&#228;nder Scala ebenso wie die Wiener Oper oder die New Yorker Met. Leo Nucci gewinnt zahlreiche international renommierte Wettbewerbe. Er ist Tr&#228;ger bedeutender italienischer wie auch internationaler Auszeichnungen. Der S&#228;nger hat mit den bedeutendsten Dirigenten zusammengearbeitet, wie unter anderem Herbert von Karajan, Sir Georg Solti, Lorin Maazel oder Bruno Bartoletti.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Philharmonie begleitet den S&#228;nger&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Leo Nuccis "Komponisten-&#220;bersicht" reicht von Bellini &#252;ber Puccini bis Verdi. Zu seinem umfangreichen, etwa 60 Rollen umfassendem Repertoire geh&#246;ren unter anderem Rigoletto, Nabucco und Falstaff aus den gleichnamigen Verdi-Opern.
In seinem Dessauer Benefizkonzert singt der italienische Bariton Arien aus den VerdiOpern "La Traviata", "Rigoletto", "Un Ballo in Maschera", "Macbeth", "Nabucco", "Don Carlo" sowie aus Giordanos "Andrea Chenier".
Leo Nucci wird von der Anhaltischen Philharmonie unter Leitung ihres Generalmusikdirektors Antony Hermus begleitet. Das Dessauer Orchester wird unter anderem mit den Ouvert&#252;ren von "Vespri Siciliani", "Nabucco", "La Traviata" und "Forza" eine eigenst&#228;ndigen konzertanten Beitrag beisteuern.
Karten gibt es noch an den Theaterkassen oder unter Telefon (03 40) 2 5113 33.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 17 May 2010 13:21:53 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/438</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 17.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Stimmgewaltiger Chor sorgt f&#252;r denkw&#252;rdigen Auftritt&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Was f&#252;r ein Tag: Ein ganzes Theater voll gl&#252;cklicher Menschen. Strahlende Zuschauer, aufgekratzte S&#228;nger und &#252;ber alle Ma&#223;en zufriedene Veranstalter. Das erste Scratch-Konzert in der Geschichte des Anhaltischen Theaters war einer der ganz gro&#223;en Erfolge in dieser Spielzeit. Dass er eben dies werden w&#252;rde, zeichnete sich schon am Samstagvormittag ab. Punkt zehn Uhr war das Parkett im Zuschauersaal gut gef&#252;llt. Sortiert nach Stimmgruppen sa&#223;en dort mehr als 300 S&#228;nger. Die B&#252;hne geh&#246;rte zwei M&#228;nnern: Kapellmeister Wolfgang Kluge am Klavier und Generalmusikdirektor Antony Hermus mit dem Taktstock in der Hand.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Hermus bringt Idee mit&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Hermus hatte die Idee des Scratch-Konzertes aus Hagen nach Dessau mitgebracht. Dessen Prinzip ist schnell erkl&#228;rt: S&#228;nger und S&#228;ngerinnen, ob Laien oder Profis, studieren binnen eines Tages ein Chorwerk ein und bringen es am Abend zur Auff&#252;hrung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Dessau-Ro&#223;lau und Umgebung lie&#223;en sich die sangesbegeisterten Anhalter schnell von diesem Konzept &#252;berzeugen. Mehr als 300 Frauen und M&#228;nner meldeten sich an, 100 Kinder und dazu der 40-k&#246;pfige Opernchor lie&#223;en eine singende Menschenmasse zusammen kommen, die man so in der Stadt noch nicht geh&#246;rt hatte. Um die Qualit&#228;t der Auff&#252;hrung am Abend sollte es dabei gar nicht gehen. Es z&#228;hlte der Weg dorthin, wie Hermus immer wieder versicherte. Das gemeinsame Singen, das gesellige Beisammensein seien die Hauptsache des Tages. F&#252;r alle Mitwirkenden sollte er Recht behalten. Manchem verging wohl die ganzt&#228;gige Probe viel zu schnell. Wie es es dem Holl&#228;nder gelang, die gro&#223;e Schar von S&#228;ngern zu motivieren, das war schlicht gro&#223;artig.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Gro&#223;artige Motivation&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;"Stellen sie sich vor, sie sind junge M&#228;dchen und haben ihre erste Verabredung", so lockte er die Damen und schon war deren "Seht mich an, jungen man! lat mich iu gevallen!" ein einziges zartes Locken. "Holen Sie rechtzeitig Atem", riet er oder: "Warten sie nicht aufeinander, singen sie einfach, heute singt niemand falsch." Und falls doch: "Wenn es schief geht, dann sagen wir einfach wie faszinierend." Schief ging am Abend freilich nichts, nicht wenige staunten, welch hohe Qualit&#228;t da stimmgewaltig &#252;ber die B&#252;hne kam.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Wir haben ein gutes Gef&#252;hl", sagte schon zur Mittagszeit Kathrin Buchholz aus Berlin. Sie war beim Besucher einer "Lohengrin"-Vorstellung auf das Scratch-Konzert aufmerksam geworden und hatte eine Freundin &#252;berredet mitzumachen. In der Pause unterhalten sich die beiden Frauen mit Christine Rudolph aus Wuppertal, die f&#252;r Scratch und die weiteren Vorstellungen beim Elbmusikfest nach Dessau gereist war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"F&#252;r uns Laien ist das ein tolles Geschenk", so Kathrin Buchholz. "So etwas gibt es in Berlin nicht." Dabei war die Hauptstadt noch ein naher Ort, aus dem die S&#228;nger anreisten. Holl&#228;nder kamen zum Mitsingen, aus Hagen brachte ein Bus Teilnehmer, der "Ex Audi"-Chor aus Magdeburg machte sich mit einer Gruppe ebenso auf den Weg wie die hallesche Robert-Franz-Singakademie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Die Leute kamen aus allen Himmelsrichtungen", erz&#228;hlte Verwaltungsdirektor Joachim Landgraf, der vor allem mit der Organisation besch&#228;ftigt war. Die klappte vorz&#252;glich, viel Lob gab es am Abend f&#252;r die Betreuung und die Verpflegung. Gro&#223;es leisteten freilich auch andere Abteilungen des Theaters in diesen vier Tagen des Elbmusikfestes. So musste die Technik des Hauses f&#252;r jeden Abend die B&#252;hne umbauen. Die Anhaltische Philharmonie war im Dauereinsatz. "Aber das macht ja Spa&#223;, wir sind froh, wenn wir spielen k&#246;nnen", sagte nach dem Konzert J&#246;rn Kerber von den 1. Violinen. Wie ein Rockkonzert sei die Auff&#252;hrung gewesen. Das Publikum fand das auch und bejubelte mit stehenden Ovationen alle Mitwirkenden. "Beifall ist unsere Droge", sagte Kerber.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Berauscht davon durften sich am Samstag ganz viele f&#252;hlen. F&#252;r die 100 Chorkinder, die Dorislava Kuntscheva einstudierte, floss der Kindersekt. &#220;berw&#228;ltigt dankte Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker den Solisten Angelina Ruzzafante, Hagen Matzeit und Wiard Witholt, allen S&#228;ngern und Musikern und jenen, die hinter den Kulissen zum Gelingen beigetragen hatten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jubelnd wurde eine Ank&#252;ndigung kommentiert: Am 4. Juni 2011 wird es wieder ein Scratch-Konzert geben. Nach dem gro&#223;en Erfolg dieser Erstauflage ist es freilich fraglich, ob die Ausma&#223;e des Theaters dann noch ausreichen, um die Mitwirkenden auf der B&#252;hne und die Zuschauer zu fassen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 16 May 2010 22:31:00 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/437</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ute van der Sanden, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Ute van der Sanden, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 14.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Benefizgala&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Vivat Verdi, vivat Nucci!&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Was f&#252;r ein Abend! Dramatisch wie die Inhalte der Verdi-Opern, aus denen Leo Nucci die popul&#228;rsten Arien seines Faches zum Besten gab, entwickelten sich die Umst&#228;nde seines Auftretens in Dessau. Mindestens.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zuerst war die Aschewolke gekommen. Nach Mailand, wo der Bariton gen Sachsen-Anhalt starten wollte. Daraufhin f&#252;hrte Joachim Landgraf, Verwaltungsdirektor des Anhaltischen Theaters, nach eigenen Angaben 70 Telefonate, um den S&#228;nger per Privatjet einfliegen zu lassen. Dann kam das schlechte Wetter. Nach Dessau, wo die Maschine nach "sensationellem Direktanflug" am Montag schlie&#223;lich doch landete.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Verdi blickte gutm&#252;tig&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Und dann kamen die Zuh&#246;rer, darunter prominente aus Bund, Land und Stadt, aus Politik, Verwaltung, Finanzwesen und Wirtschaft. Die Mitglieder der Gesellschaft "Viva Verdi" kamen im Sonderbus, auch Ursula Riccio, die Gr&#252;nderin, deren Engagement das Gastspiel zu danken ist. Sie wurde mit einem Blumenbouquet begr&#252;&#223;t, das sie auf dem freien Nachbarsitz drapierte: "F&#252;r Verdi!" &#220;ber alles und alle hinweg aber blickte gutm&#252;tig, wissend und auch ein wenig skeptisch der Meister von der R&#252;ckwand des Orchesterzimmers.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Landgraf ordinierte die fulminante Introduktion, nicht ohne die echauffierten Reaktionen mit gewisser Freude zur Kenntnis zu nehmen. Fast w&#228;re ihr Anlass, die Benefizgala zugunsten der Theaterstiftung, in den Hintergrund getreten, zumal sich vorstellen l&#228;sst, wie viel Probenzeit nach der spektakul&#228;ren Anreise geblieben war - oder wie wenig.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Hingerissen von der Musik&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Kunstst&#252;ck galt, es nicht merken zu lassen. Darin haben sich Leo Nucci, Antony Hermus und die Anhaltische Philharmonie als wahre Akrobaten erwiesen. Der Taktstock war kaum zur Ouvert&#252;re der "Sizilianischen Vesper" erhoben, da riss es den Chefdirigenten und sein Orchester auch schon hin: Verdis Musik entfaltete ihre beseligende Wirkung und machte das profane Vorspiel sofort vergessen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessau darf sich gl&#252;cklich sch&#228;tzen, das erste Gastspiel Leo Nuccis in Deutschland seit langem erlebt zu haben - das einzige in diesem Jahr. Ob als verzweifelt besorgter Germont in der "Traviata" oder lyrischer "Nabucco", ob als wild entschlossener Tyrann "Macbeth" oder misstrauischer, wiewohl stimmgewaltiger Infant in "Don Carlos": In jeder einzelnen Kostprobe seiner Kunst erkannte man die Gr&#252;nde f&#252;r eine Weltkarriere.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nucci verzaubert mit seinem Auftreten ebenso wie mit dem Klang seiner Stimme. Der Bariton besitzt nach wie vor erstaunliche Kraft, auch f&#252;r das gro&#223;e Programm, er verf&#252;gt &#252;ber eine expressive, bestens gef&#252;hrte hohe Lage und Tiefen, in denen geheimnisvoll Verhangenes schwingt. Als B&#252;hnenpers&#246;nlichkeit zeigte Nucci unwiderstehliche darstellerische Pr&#228;senz, Glaubw&#252;rdigkeit, Grandezza. Untr&#252;glich sein Gesp&#252;r f&#252;r das Melos, die Dramaturgie der Szene, hinrei&#223;end sein Legato. Italienische Oper, so die Botschaft ganz im Sinne Verdis, ist mehr als Belcanto - Oper ist die schiere Gef&#252;hlsentladung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Anhaltische Philharmonie bewies ihre Klasse in den Arienbegleitungen nicht minder als in orchestralen Zwischenspielen, mit glanzvollen solistischen Darbietungen, gro&#223;er metrischer Pr&#228;zision und ausgepr&#228;gtem Sinn f&#252;r die Pausen in der Musik. Euphorisch das Einvernehmen mit dem Solisten, die Aufmerksamkeit f&#252;reinander gipfelte in spontanen Umarmungen auf dem Podium - gro&#223;es Kino f&#252;r ein leidenschaftlich entflammtes Publikum.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit seiner zweiten Zugabe, der Orchesterversion von Heintjes "Mama", r&#252;hrte Leo Nucci - "F&#252;r alle M&#252;tter, bitte, singt mit mir!" - schlie&#223;lich jedes Herz. Die Zuh&#246;rer standen, sangen, jubelten, und man durfte sich ein bisschen f&#252;hlen wie in der Arena di Verona.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun erwartet Dessau mit Spannung jenes B&#252;chlein, das der Herr Verwaltungsdirektor &#252;ber das Ereignis zu schreiben versprach. Vor allem aber, der Abend zeigte es nach stets ausverkauften "Serata di Gala"-Estraden in den vergangenen Monaten neuerlich, verlangt es das Publikum nach einer gro&#223;en, dramatischen Verdi-Oper. Bittesch&#246;n - am 18. Juni hat der "Maskenball" Premiere. Vivat Leo Nucci, vivat Italia!&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 14 May 2010 14:52:18 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/436</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 11.05.2010Tomasz</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 11.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Tomasz Kajdanski stellt neue Ballettinszenierung &#8222;Nachtasyl&#8220; vor&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Ballettdirektor und Chefchoreograf Tomasz Kajdanski stellt am Mittwoch, 19. Mai um 19.30 Uhr die Ballettinszenierung &#8222;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#8220; vor. Nachdem er im April erste Gedanken zur t&#228;nzerischen Umsetzung des Gorki St&#252;cks bei der letzten Veranstaltung &#8222;Treffpunkt Ballett&#8220; erl&#228;uterte, zeigt das Ensemble nun den Probenfortschritt auf der Gro&#223;en B&#252;hne im B&#252;hnenbild von Dorin Gal.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Nachtasyl&#8220;, sich orientierend am gleichnamigen Drama von Maxim Gorki, ist ein Abend &#252;ber zerbrochene und verzagte Existenzen, die sich an einem Ort des Verfalls zusammenfinden, sich zerst&#246;ren, sich erm&#252;den, sich aneinander festhalten, tr&#246;sten und dabei immer wieder das Licht suchen, das Morgen. Thematisiert werden dabei nicht nur sinnlich und hochenergetisch die Zust&#228;nde der Ausweglosigkeit und des Verlorenseins bei sozialem Abstieg, sondern auch die Sch&#246;nheit und Kraft des Aufbruchs sowie die Hoffnung nach Momenten der stillen oder aggressiven Verzweiflung. 13 T&#228;nzer sind gefangen in einem verlassenen Schwimmbecken und sitzen beim Abendmahl ohne Mahl, sie gewinnen ihre Individualit&#228;t im Schmerz und in der Hoffnung und tanzen im wahrsten Sinne des Wortes um ihr Leben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am 29. Mai hat die Urauff&#252;hrung &#8222;Nachtasyl - Szenen aus der Tiefe&#8220; um 19.30 Uhr im Gro&#223;en Haus Premiere. Es spielt die Anhaltische Philharmonie unter der Leitung von. Kapellmeister Wolfgang Kluge.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets f&#252;r 3,- EURO f&#252;r die Veranstaltung &#8222;Treffpunkt Ballett&#8220; sowie Tickets f&#252;r die Premiere erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und auch an der Abendkasse.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 11 May 2010 18:42:19 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/435</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 11.05.2010Wo</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 11.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Wo und wie entsteht Theater?&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Gro&#223;e Haus des Anhaltischen Theaters kann bei einer Theaterf&#252;hrung sowohl am Freitag, 14. Mai um 17:30 Uhr als auch am Sonntag, 16. Mai um 15:30 Uhr erkundet werden. Der Verwaltungsdirektor Joachim Landgraf und die Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorf zeigen wie die gro&#223;e Illusion Theater funktioniert. Viele Geschichten wissen sie zu erz&#228;hlen wenn sie die Besucher in die Requisite, den Kost&#252;mfundus, die Werkst&#228;tten und die Unterb&#252;hne f&#252;hren. Was alles n&#246;tig ist, damit die Faszination Theater gelingt, wird mit diesem Blick hinter die Kulissen erlebbar.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Termine: 14. Mai 17:30 Uhr und 16. Mai 15:30 Uhr&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Karten zu 5,- Euro und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber
die Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 11 May 2010 18:08:49 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/434</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 10.05.2010Der</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 10.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Der Gartenreichsommer sticht in See&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Im Mai stehen gleich zwei W&#246;rlitzer Seekonzerte auf dem Programm des diesj&#228;hrigen Gartenreichsommers. Am 15. Mai spielt das Berliner Imuya-Quartett unter dem Titel &#8222;Fr&#252;hlingssinfonie&#8220; Werke von Bach, Mozart und Brahms. Am 29. Mai wird das Vokalensemble &#8222;Quintate&#8220; aus Dessau Musik vom romantischen Lied bis hin zum Filmschlager zum zweiten Seekonzert mit dem Titel &#8222;Irgendwo auf der Welt&#8220; erklingen lassen. Interessenten treffen sich an beiden Samstagen 18 Uhr an der Gondelstation. Beide Veranstaltungen am 15. und 29. Mai werden zum Sonderpreis von jeweils 45 Euro angeboten. Im Preis enthalten ist eine Gondelfahrt mit Abendessen sowie ein Konzert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am 21. Mai findet ein weiteres Schlosskonzert innerhalb des Gartenreichsommers mit dem Titel &#8222;Lieder der Sehnsucht&#8220; statt. Um 18:30 Uhr erklingen Werke von Clara und Robert Schumann im Schloss Mosigkau. Mit: D&#246;rthe Maria Sandmann, Sopran und Armin Thalheim, Klavier.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Pfingstsonntag, 23. Mai findet in den W&#246;rlitzer Anlagen ein Nachmittag mit Musik und Poesie unter dem Titel &#8222;Klingender Park &#8211; Lustwandeln und doppelter Genuss...&#8220; statt. Den Pfingstspaziergang zwischen 14 und 17 Uhr k&#246;nnen die Besucher gewisserma&#223;en im Vor&#252;bergehen und kostenlos verbinden mit dem Anh&#246;ren eines Gedichts oder eines Musikst&#252;ckes, dargeboten von K&#252;nstlern des Anhaltischen Theaters an den sch&#246;nsten Stellen des Parks. Es wirken u.a. mit: Ensembles und Solisten der Anhaltischen Philharmonie, Dessauer Blechbl&#228;ser, Anhaltisches Streichquartett, Harfe und Schauspieler des Anhaltischen Theaters. Der Eintritt ist frei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere Informationen zum Gartenreichsommer finden Sie im Flyer &#8222;Gartenreichsommer 2010&#8220; und unter www.gartenreichsommer.de.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 11 May 2010 16:49:43 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/433</link>
    </item>
    <item>
      <title>Renate Freyeisen, Radiobeitrag</title>
      <description>&lt;p&gt;Renate Freyeisen, Radiobeitrag f&#252;r Radio Opera, 04.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Stumme von Portici&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Anhaltisches Theater Dessau&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was f&#252;r eine mitrei&#223;ende Musik, Aubers &#8222;Die Stumme von Portici&#8220;! Aber warum erklingt sie heute so selten auf der Opernb&#252;hne? Diese Frage stellte sich mancher begeisterte Besucher nach der umjubelten Premiere im Anhaltischen Theater in Dessau. Dass &#8222;Die Stumme von Portici&#8220; im 19. Jahrhundert eines der am meisten gespielten Musikdramen war, dass die Melodien und Ch&#246;re geradezu in die Beine fahren, fast zum Mitsingen auffordern, wurde dem Publikum an diesem rundum gegl&#252;ckten Abend deutlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch der Komponist ist heutzutage nahezu vergessen. Dabei war Daniel Francois Esprit Auber (1782-1871) einer der erfolgreichsten und produktivsten Komponisten zu seiner Zeit in Paris&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 10 May 2010 09:39:08 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/432</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Montag, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Montag, Mitteldeutsche Zeitung, 10.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Anhaltisches Theater&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Endstation Sehnsucht&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die offizielle DDR mochte seine St&#252;cke nicht. Und den Autor selber auch nicht. Das beruhte durchaus auf Gegenseitigkeit. Nur sa&#223;en die Chefs die Bier- und Bockwurstrepublik am l&#228;ngeren Hebel. Zwar hat der am 28. September 1945 in Dessau geborene Georg Seidel das Land, in dem er nicht ber&#252;hmt werden durfte, nicht &#252;berlebt, er starb am 3. Juni 1990 in Berlin an Krebs. Aber die Mauer hat er wenigstens noch fallen sehen, gewichtige Ehrungen kamen freilich zu sp&#228;t f&#252;r ihn. Sowohl der Literaturpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie als auch der M&#252;lheimer Dramatikerpreis wurden Seidel posthum verliehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun hat ihm das Theater seiner Geburtsstadt eine Inszenierung gewidmet, die viel mehr als nur eine f&#228;llige Verbeugung ist: "Carmen Kittel oder Ich w&#252;nsch mir Sonnenstrand", inszeniert von Niklas Ritter, Jahrgang 1972, ist eine Entdeckung. Der regieerprobte Mitstreiter von Armin Petras am Maxim-Gorki-Theater Berlin nimmt den Text Seidels beim Wort. Und wortm&#228;chtig war dieser Autor, man kapiert es nach wenigen S&#228;tzen. Dazu bringt Ritter die DDR der kleinen Leute auf die B&#252;hne (fein gebaut von Michael Graessner): Endstation Sehnsucht, k&#246;nnte der Ort hei&#223;en. Dorthin f&#252;hrt die Hauptdarstellerin Ines Schiller ihre Kolleginnen und Kollegen, das Spiel beginnt wie ein Spiel, melancholische Musik scheppert leise dazu.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Verordnetes Gl&#252;ck&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Carmen Kittel ist nat&#252;rlich ein sprechender Name: Carmen steht f&#252;r Sehnsucht wie Leidenschaft, der Kittel erkl&#228;rt sich von selbst: Die 18-J&#228;hrige, die im Kinderheim aufgewachsen ist, wird den Kitteltr&#228;gerinnen zugeordnet. In einem Kartoffelsch&#228;ler-Kollektiv soll sie Fu&#223; fassen, eine kleine Wohnung hat man der jungen Frau auch gegeben. Nun muss sie gef&#228;lligst gl&#252;cklich werden im Arbeiterparadies.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Carmen indes ist eine Tr&#228;umerin, eine Frau, die sich ihr Gl&#252;ck selber bauen will. Und die darauf vertraut, dass ihr nichts B&#246;ses geschehen wird, weil sie selber ja nicht b&#246;se ist. Neugierig schon und mit einem gro&#223;en Appetit auf das Leben, das sich doch nicht in der Brigade und zu Hause, in den eigenen vier W&#228;nden, erf&#252;llen kann. H&#252;bsch ist sie auch, die M&#228;nner haben Gefallen an ihr. Und sie an ihnen. Nur will der eine, der gutes Geld verdient und stark zu sein scheint, das Kind, das sie von ihm erwartet, nicht haben. Sie soll es "wegmachen" lassen, nicht viel mehr als eine Blinddarmoperation, harmlos, kaum zu sp&#252;ren w&#252;rde das sein. &#220;berhaupt: F&#252;r ein Baby sei sie viel zu jung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Carmen will das Kind und entscheidet sich doch dagegen, sie hasst den Kerl und will ihn doch behalten. Am Ende wird sie den Mann t&#246;ten lassen von einem anderen, der sie dann zur Hure, nicht zu seiner Frau nehmen will. Da t&#246;tet sie sich selbst. Eine Trag&#246;die in neunzig Minuten wird hier auf der Studiob&#252;hne des Alten Theaters Dessau erz&#228;hlt, schnell und konsequent und derartig unaufhaltsam in ihrer t&#246;dlichen Logik, dass man einen Klo&#223; im Hals sp&#252;rt. Die Welt der kleinen DDR-Leute, erz&#228;hlen der Autor Georg Seidel und Niklas Ritter, sein Regisseur, ist grunds&#228;tzlich aus den Fugen, das Gl&#252;ck im Plattenbau ist eine fromme Legende, auch wenn es manchem heute anders scheinen mag. Auch dieses Thema schl&#228;gt die Inszenierung an - mit einem k&#252;hnen Purzelbaum in die Gegenwart, in der sich die einstmals und vorgeblich herrschende Klasse versammelt, um &#252;ber das Vergangene zu reden: Schlangestehen nach S&#252;dfr&#252;chten, der Traum vom Sonnenstrand.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Traurigkeit grundiert das Bild&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Hier wird nichts denunziert, auch wenn es manchmal zum Kichern verleitet, was die Damen und Herren &#252;ber die Zeiten gebracht haben. H&#246;rt man genauer hin, ist es Traurigkeit, die alles grundiert: Eine Arbeiterin, deren Mann auch ein flei&#223;iger Arbeiter war, durfte ihn nach Bulgarien begleiten. An den Sonnenstrand. Aber es war im M&#228;rz, Schnee ist gefallen. Und sch&#246;n sei es trotzdem gewesen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ines Schiller und das gesamte Ensemble aus Profis und Laien &#252;berzeugen in einem St&#252;ck, das mehr &#252;ber die DDR erz&#228;hlt, als viele ihrer B&#252;rger heute noch erinnern wollen. Ganz zu Recht gab es langen Applaus zur Premiere am Freitag. Bravo, auch f&#252;r den Mut!&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Vorstellungen: am Donnerstag und am 28. Mai, jeweils 19.30 Uhr.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 9 May 2010 19:16:19 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/431</link>
    </item>
    <item>
      <title>Hartmut Krug, nachtkritik.de, 08.05.2010Carmen</title>
      <description>&lt;p&gt;Hartmut Krug, nachtkritik.de, 08.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Carmen Kittel oder "Ich w&#252;nsch mir Sonnenstrand" - Das Theater Dessau entdeckt Georg Seidel wieder&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Vom Heim ins eigene Heim, doch Entfremdung bleibt&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Dessau, 7. Mai 2010. Sie scheinen vergessen, die in den Achtziger Jahren entstandenen St&#252;cke des 1990 verstorbenen "DDR-Autors" Georg Seidel. Der poetische Realist Seidel entwickelte Gesellschaftsparabeln von sprachlich sperriger Sch&#246;nheit, die in den Erfahrungen des realen Sozialismus wurzelten, aber in ihrer schmerzvoll w&#252;tenden Auseinandersetzung mit ihm hinauswuchsen in eine Durchleuchtung allgemeiner gesellschaftlicher Verhaltensweisen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seidel schaut auf die, die "&#252;ber den Rand hinaus schreiben", die sich nicht einf&#252;gen, die sich in entfremdeten gesellschaftlichen Situationen diesen entfremden - entfremdet werden. Seidel schrieb "DDR-Gegenwartsst&#252;cke", die zugleich unsere Zeit treffen. Nach seinem "Jochen Schanotta" in Magdeburg kam jetzt auch seine "Carmen Kittel" wieder auf die B&#252;hne, in Seidels Geburtsstadt Dessau.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Kartoffelsch&#228;lerin in der Tanzbar&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im kleinen Studio des neuen "Alten Theaters" richtet sich die Hauptfigur ihre Welt selbst ein. W&#228;hrend ein Trio das Publikum schwungvoll unterh&#228;lt, f&#252;hrt Carmen ihre Mitspieler nacheinander an der Hand auf die offene, ebenerdige B&#252;hne, weist ihnen ihren Platz und ihre Haltung zu. Carmen ist im Heim aufgewachsen und k&#228;mpft um ihren Platz in der Gesellschaft. Sie arbeitet als Karoffelsch&#228;lerin und sucht Vergn&#252;gen in einer Tanzbar. Ein Journalist reflektiert &#252;ber den Sinn von Welt und Gesellschaft, ein Mann schie&#223;t ihr mit einem Bolzenschu&#223;ger&#228;t Bolzen in die Betonw&#228;nde ihres Zimmers, damit sie der tr&#252;ben unver&#228;nderlichen Umwelt mit Bildern ihre Farben aufzwingen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Dessau werden Seidels knappe, sprachlich spr&#246;d pointierte Szenen mit spielerischen Effekten aufgeladen und zu Beginn zu einer Art Zitaten-Potpourri verdichtet. Dann singt das Ensemble einen Chor aus Bizets &#8222;Carmen", Carmen Kittel tr&#228;umt ihren Liebestraum mit Harald, dem Macher und Macho ("Stetiger Aufwind! Guckt euch meinen Lohnstreifen an! Das sind Zahlen! Ich bin oben!"), der sie mit Zaubereien verbl&#252;fft, worauf beide in einem fulminant skurrilen Video-Trickfilm als k&#246;nigliches Liebespaar agieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ines Schiller spielt ihre Carmen Kittel nicht als hilfloses Opfer, sondern als eine geheimnisvoll von innen leuchtende Frau mit gro&#223;er Willenskraft. Die Schauspielerin macht aus Seidels Scheiternder eine Hoffnungsfigur. Weil sie bei sich bleibt in einer Welt, in der mitf&#252;hlende Arbeitskolleginnen und aggressiv dominante M&#228;nner l&#228;ngst festgelegt haben, wo ihr Platz und wie ihr Verhalten zu sein haben.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Ein Ende mit Bolzenschussger&#228;t&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wenn sie schwanger wird und, gegen ihren eigenen Willen, Haralds Forderung nach einer Abtreibung nachgegeben hat, wehrt sie sich noch immer dagegen, das Scheitern ihres Traumes von einem selbstbestimmten Leben zu akzeptieren. In die Enge getrieben von den f&#252;rsorglichen Kolleginnen, spielt sie weiter die Schwangere und stiehlt und erstickt (bei Seidel) schlie&#223;lich ein fremdes Baby.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch in der Dessauer Inszenierung endet sie konsequenterweise nicht als Kinderm&#246;rderin und in Hilflosigkeit. Hier f&#252;hrt sie dem Mann mit dem Bolzenschussger&#228;t, der sich bei ihr als "Bestimmer" einnisten will, die Hand zum t&#246;dlichen Schuss, mitten in ihr Herz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Regisseur Niklas Ritter und das spielfrohe Ensemble grundieren das traurig zwangsl&#228;ufige Geschehen mit spielerischer Heiterkeit. Sie zeichnen keine historische (DDR-)Zeit, sie geben den Figuren keine klaren sozialen und beruflichen Konturen, sondern zeigen Menschen in einer eingerichteten, einengenden Welt, die wissen, das Paradies soll stattfinden auf Erden, &#8222;und dann sind es doch immer nur bessere K&#252;hlschr&#228;nke und Autos".&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&#220;berzeugend in Schmerz und Wut&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Seidels karg-sinnliche Sprache bl&#252;ht gerade zu auf in dieser phantasievollen Inszenierung, bei der oft nur kurz erz&#228;hlt, statt immer genau vorgespielt wird. Nicht &#252;berzeugt allerdings die Einf&#252;gung von drei realen Dessauer B&#252;rgern ins poetische Spiel, worauf die Erweiterung von Seidels Titels mit "Ich w&#252;nsch mir einen Sonnenstrand" hinweist. Die &#228;lteren Herrschaften sollen, gewisserma&#223;en als Spiegelbilder der jungen Darsteller, die W&#252;nsche und Erfahrungen von Experten des DDR- und Nachwende-Alltags einbringen. Doch wenn alle an gemeinsamer Kaffeetafel zusammen sitzen, werden nur schlichte, klischeehafte Allgemeinpl&#228;tze verk&#252;ndet, immerhin mit Witz und Ironie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Inszenierung spielt auf drei &#252;bereinander gebauten blauen Blocksegmenten, mit einer T&#252;r, einer Heizung und einer riesigen Eule (f&#252;r eine der in Seidels St&#252;ck eingebetteten Bedeutungsparabeln). Sie &#252;berrascht mit einer F&#252;lle bunter Einf&#228;lle und &#252;berzeugt durch ihre verspielte Heiterkeit, die Seidels Schmerz und Wut deutlich durchscheinen lassen. Dem homogenen Ensemble gelingt es, den Text aus dem Jahr 1986 so erscheinen zu lassen, als sei er ganz von heute. Dieser Georg Seidel, das beweist die nur 75-min&#252;tige Inszenierung, ist zu Unrecht vergessen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 9 May 2010 12:36:51 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/430</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 07.05.2010Weltstar</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 07.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Weltstar Leo Nucci singt zugunsten der Theaterstiftung&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Erster Auftritt in Deutschland seit &#252;ber 20 Jahren und einziger Deutschlandauftritt 2010&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater Dessau l&#228;dt am 10. Mai, um 20 Uhr zur Gro&#223;en Operngala ein. Weltstar Leo Nucci singt zugunsten der Theaterstiftung des Theaters Dessau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erstmals seit Ende der 1980er Jahre tritt Leo Nucci wieder in Deutschland auf: Am Anhaltischen Theater Dessau, das sich 2010 Nucci mit Mailand, Wien, Parma und Z&#252;rich teilt. Begleitet von der Anhaltischen Philharmonie Dessau unter der Leitung von Generalmusikdirektor Antony Hermus singt Leo Nucci H&#246;hepunkte aus seinem Repertoire.
In der Gala werden Ausschnitte u.a. aus &#8222;La Traviata&#8220;, &#8222;Un Ballo in Maschera&#8220;, &#8222;Rigoletto&#8220;, &#8222;Macbeth&#8220;, &#8222;Nabucco&#8220;, &#8222;Don Carlo&#8220;, &#8222;Andrea Chenier&#8220; erklingen. Seit seinem Deb&#252;t an der Mail&#228;nder Scala 1977 z&#228;hlt Leo Nucci zu den gr&#246;&#223;ten seines Faches. Er kann auf eine einzigartige, &#252;ber 30 Jahre w&#228;hrende Weltkarriere zur&#252;ckblicken, die ihn an die Zentren des internationalen Opernbetriebes f&#252;hrte: Salzburger Festspiele (mit Herbert von Karajan), Metropolitan Opera New York (mit James Levine), Mail&#228;nder Scala (mit Claudio Abbado, Riccardo Muti), Wiener Staatsoper, Opernhaus Z&#252;rich, Teatro Regio di Parma.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r die Gala gibt es noch Restkarten. Mit dem Kauf eines Tickets leisten Sie einen Beitrag f&#252;r die Zukunft des Theaters. Der Auftritt Leo Nuccis in Dessau wird erm&#246;glicht durch die Associazione &#8222;Viva Verdi&#8220;, insbesondere durch deren Pr&#228;sidentin Ursula Riccio aus N&#252;rnberg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 7 May 2010 16:55:38 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/429</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 07.05.2010Elbmusikfest</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 07.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Elbmusikfest vom 13. bis 16. Mai in Dessau-Ro&#223;lau&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Elbmusikfest findet zum zweiten Mal vom 13. bis 16. Mai 2010 in Dessau-Ro&#223;lau statt. Im 19. Jahrhundert hatten die Elbmusikfeste eine gro&#223;e Bedeutung f&#252;r die regionale Entwicklung des Chorwesens. Diese Tradition, S&#228;nger und Ch&#246;re zusammenzuf&#252;hren, soll nach einer Unterbrechung von 175 Jahren mit dem Elbmusikfest wiederbelebt und gest&#228;rkt werden. Neben dem &#8222;Scratch-Konzert&#8220; werden an vier aufeinander folgenden Tagen zwei Inszenierungen des Musiktheaters und eine Inszenierung des Balletts gezeigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Auftakt macht am Donnerstag, 13. Mai 2010 um 18 Uhr Andrea Moses politisch umstrittene Inszenierung &#8222;Lohengrin&#8220;. Sie versetzt Wagners St&#252;ck in das Parlament einer heutigen Hauptstadt, dessen Volk sich nach einem F&#252;hrer ins Gl&#252;ck sehnt. Lohengrin gelingt es durch seine Ausstrahlungskraft und mediale Pr&#228;senz das Volk f&#252;r sich zu begeistern und f&#252;r den Krieg, gegen wen auch immer. Es wirken mit, neben Andrew Sritheran als Lohngrin, Bettine Kampp, Iordanka Derilova, Pavel Shmulevich, Ulf Paulsen und Wiard Witholt.
Wann hat man eine so kluge, lebendige Wagner-Auff&#252;hrung zuletzt in Berlin erlebt? Dem Theater Dessau ist mit "Lohengrin" ein gro&#223;er Wurf gelungen.... Auf nach Dessau! (J&#246;rg K&#246;nigsdorf, Tagesspiegel, 6.10.2009)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Freitag, 14. Mai 2010 um 19.00 Uhr pr&#228;sentiert das Ballettensemble Tomasz Kajdanskis Urauff&#252;hrung &#8222;Lulu&#8220;. Frank Wedekinds Trag&#246;die ist die Grundlage f&#252;r die Auseinandersetzung mit diesem sinnlichen Sujet. Yulia Gerbyna tanzt die Lulu. Die Anhaltische Philharmonie spielt unter Leitung von Daniel Carlberg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein besonderer H&#246;hepunkt ist das &#8222;Scratch-Konzert&#8220; am Sonnabend, 15. Mai. &#220;ber 300 begeisterte S&#228;nger und S&#228;ngerinnen und ein stattlicher Kinderchor aus Dessau-Ro&#223;lau und Umgebung werden am Morgen mit den Proben zu Carl Orffs &#8222;Carmina Burana&#8220; beginnen und das St&#252;ck bereits am Abend um 19 Uhr zur Auff&#252;hrung bringen. Der Generalmusikdirektor Antony Hermus dirigiert den Scratch-Chor und die Anhaltische Philharmonie. Als Solisten sind am Abend Angelina Ruzzafante, Sopran&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 7 May 2010 16:39:22 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/428</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 07.05.2010Elbmusikfest</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 07.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Elbmusikfest vom 13. bis 16. Mai in Dessau-Ro&#223;lau&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Elbmusikfest findet zum zweiten Mal vom 13. bis 16. Mai 2010 in Dessau-Ro&#223;lau statt. Im 19. Jahrhundert hatten die Elbmusikfeste eine gro&#223;e Bedeutung f&#252;r die regionale Entwicklung des Chorwesens. Diese Tradition, S&#228;nger und Ch&#246;re zusammenzuf&#252;hren, soll nach einer Unterbrechung von 175 Jahren mit dem Elbmusikfest wiederbelebt und gest&#228;rkt werden. Neben dem &#8222;Scratch-Konzert&#8220; werden an vier aufeinander folgenden Tagen zwei Inszenierungen des Musiktheaters und eine Inszenierung des Balletts gezeigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Auftakt macht am Donnerstag, 13. Mai 2010 um 18 Uhr Andrea Moses politisch umstrittene Inszenierung &#8222;Lohengrin&#8220;. Sie versetzt Wagners St&#252;ck in das Parlament einer heutigen Hauptstadt, dessen Volk sich nach einem F&#252;hrer ins Gl&#252;ck sehnt. Lohengrin gelingt es durch seine Ausstrahlungskraft und mediale Pr&#228;senz das Volk f&#252;r sich zu begeistern und f&#252;r den Krieg, gegen wen auch immer. Es wirken mit, neben Andrew Sritheran als Lohngrin, Bettine Kampp, Iordanka Derilova, Pavel Shmulevich, Ulf Paulsen und Wiard Witholt.
Wann hat man eine so kluge, lebendige Wagner-Auff&#252;hrung zuletzt in Berlin erlebt? Dem Theater Dessau ist mit "Lohengrin" ein gro&#223;er Wurf gelungen.... Auf nach Dessau! (J&#246;rg K&#246;nigsdorf, Tagesspiegel, 6.10.2009)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Freitag, 14. Mai 2010 um 19.00 Uhr pr&#228;sentiert das Ballettensemble Tomasz Kajdanskis Urauff&#252;hrung &#8222;Lulu&#8220;. Frank Wedekinds Trag&#246;die ist die Grundlage f&#252;r die Auseinandersetzung mit diesem sinnlichen Sujet. Yulia Gerbyna tanzt die Lulu. Die Anhaltische Philharmonie spielt unter Leitung von Daniel Carlberg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein besonderer H&#246;hepunkt ist das &#8222;Scratch-Konzert&#8220; am Sonnabend, 15. Mai. &#220;ber 300 begeisterte S&#228;nger und S&#228;ngerinnen und ein stattlicher Kinderchor aus Dessau-Ro&#223;lau und Umgebung werden am Morgen mit den Proben zu Carl Orffs &#8222;Carmina Burana&#8220; beginnen und das St&#252;ck bereits am Abend um 19 Uhr zur Auff&#252;hrung bringen. Der Generalmusikdirektor Antony Hermus dirigiert den Scratch-Chor und die Anhaltische Philharmonie. Als Solisten sind am Abend Angelina Ruzzafante, Sopran&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 7 May 2010 16:32:57 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/427</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme, 05.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Eine lustvolle, unendlich tragische Geschichte&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Niklas Ritter inszeniert auf der Studiob&#252;hne des Anhaltischen Theaters Dessau &#8222;Carmen Kittel oder Ich w&#252;nsch mir Sonnenstrand&#8220; / Premiere am Freitag&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Sie k&#246;nnen unmittelbar &#8211; nicht vor der Glotze, wie in einer Vorabendserie &#8211; eine gro&#223;e lustvolle, unendlich tragische Geschichte erleben und sehen&#8220;, machen Niklas Ritter, Regisseur, und Holger Kuhla, Dramaturg, auf &#8222;Carmen Kittel oder Ich w&#252;nsch mir Sonnenstrand&#8220; neugierig. Das Schauspiel des Dessauer Autors Georg Seidel (1945-1989) hat am kommenden Freitag, dem 7. Mai, um 19.30 Uhr auf der Studiob&#252;hne
des Alten Theaters Dessau Premiere.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Carmen Kittel&#8220;, sagen die beiden Theaterleute auch, habe allerdings bedeutend mehr inhaltlichen Tiefgang als jede der schier nicht enden wollenden Fernseh- Soaps.
Die Auswahl gerade dieses St&#252;ckes &#8222;bedient&#8220; das diesj&#228;hrige Motto des Dessauer Schauspiels &#8222;radikal deutsch&#8220; sehr trefflich. Und die Inszenierung bekommt mit der Wahl des St&#252;cks vom viel zu fr&#252;h verstorbenen Dessauer Georg Seidel einen vom Anhaltischen Theater gepflegten regionalen Bezug. Der Autor wird wieder verdienterma&#223;en ins Ged&#228;chtnis zur&#252;ckgeholt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Georg Seidel, so Holger Kuhla, gilt neben Heiner M&#252;ller und Volker Braun als einer der wichtigsten Dramatiker der Endphase der DDR. Die Carmen-Geschichte h&#228;tte sich so in Dessau oder der Region abspielen k&#246;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In &#8222;Carmen&#8220; wird die Geschichte einer jungen Frau erz&#228;hlt, die nach einer Heimkindheit mit 18 Jahren in den Arbeitsalltag der beginnenden 80er Jahre der DDR entlassen wird. Sie arbeitet, sie lernt M&#228;nner kennen, sie verliebt sich. Sie ist aber auch unf&#228;hig, sich anzupassen und tr&#228;umt sich in ein eigenes Leben. Alles geht seinen &#8222;realsozialistischen Gang&#8220; &#8211; oder eben nicht, ist doch hoffnungslos. Ohne dem Schluss vorgreifen zu wollen: &#8222;... erf&#252;llt sich ihr Schicksal auf au&#223;ergew&#246;hnliche Weise&#8220; (Programmflyer).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Letztendlich, erkl&#228;rt Regisseur Niklas Ritter, war das St&#252;ck, kurz vor der Wende geschrieben, scheinbar &#252;berholt, aber eben nur scheinbar. Es behandelt &#8222;deutsche Grundprobleme&#8220; wie Liebe, Verrat, Isolation, Widerstand, Gl&#252;ck ... Sie durchziehen sowohl 60 Jahre BRD als auch 40 Jahre DDR. Mehr noch: Sie sind Ph&#228;nomene des menschlichen Daseins.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Niklas Ritter spannt den gedanklichen Bogen sogar bis zur Novelle &#8222;Carmen&#8220; von Prosper M&#233;rim&#233;e aus dem Jahre 1847, die die Grundlage f&#252;r die gleichnamige Bizet-Oper bildete. Es geht um das Schicksal junger Frauen, dort Zigarettenarbeiterinnen, hier Kartoffelsch&#228;lerinnen. Auch um das jeweilige gesellschaftliche Umfeld.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Niklas Ritter ist Absolvent des Leipziger Literaturinstitutes. Er w&#228;re gern auch Fu&#223;baller geworden, doch &#8222;zur gro&#223;en Karriere reichte es nicht&#8220;, erz&#228;hlt der Berliner l&#228;chelnd. Das Reisen durch die Welt ist seine zweite Leidenschaft, ein Jahr Ethnologiestudium war ein Einstiegsversuch in eine m&#246;gliche Berufsentscheidung. Nach Theater-Hospitanz habe er jedoch gesp&#252;rt, dass das &#8222;Schreiben und Arbeiten mit Menschen bedeutend mehr Spa&#223; macht, mir mehr bringt als ohne&#8220;. Und selbst wenn man eine Vorlage habe, erz&#228;hle man mehr oder weniger seine Geschichte, lasse zumindest eigene Erfahrungen einflie&#223;en.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ist auch bei der aktuellen Inszenierung so, bei der Niklas Ritter eigene Lebenserfahrungen, die seiner Schauspieler und insbesondere die der beiden mitwirkenden Dessauer Laiendarsteller verwendet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An seine eigene erste gro&#223;e Inszenierung erinnert er sich noch gut, sicher auch gern: Meiningen 2004, Weihnachtsm&#228;rchen &#8222;Lilly auf der Erbse&#8220;. Eine moderne Urauff&#252;hrung und &#8211; 50 ausverkaufte Vorstellungen. Seit Meiningen kennt er ebenfalls die damals dort t&#228;tige Andrea Moses, die jetzt leitende Regisseurin Musiktheater/ Schauspiel in Dessau ist. Ihr war klar, sp&#228;ter auch in der gesamten neuen Dessauer Intendanz: &#8222;Mit Niklas Ritter machen wir etwas&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Er ist sowohl Regisseur wie erfolgreicher Videok&#252;nstler. Niklas Ritter war und ist teilweise auch noch unter anderem in Leipzig, K&#246;ln, Frankfurt, Dresden und Hamburg t&#228;tig. Das Maxim-Gorki-Theater Berlin ist eine seiner wohl beliebtesten Wirkungsst&#228;tten mit eigenen Inszenierungen, als Videok&#252;nstler in der Zusammenarbeit mit Armin Petras und Sebastian Baumgarten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Proben zu &#8222;Carmen Kittel&#8220; laufen seit Ende M&#228;rz. &#8222;Und &#8211; wir schaffen es&#8220;, ganz optimistisch ist der Regisseur Niklas Ritter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Hauptrolle der Carmen ist Ines Schiller zu erleben. Mit dabei sind Susanne Hessel, Regula Steiner-Tomic, Eva-Marianne Berger, Sebastian M&#252;ller-Stahl, Thorsten K&#246;hler, Jan Kersjes sowie die beiden Dessauer Laiendarsteller Karin Klose und Helmut Szulczyn.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 6 May 2010 09:44:47 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/426</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 06.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Geschichten zum Kuchen&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Kaffeepause. Es gibt "Kalte Schnauze" von Karin, und die schmeckt so gut, dass mancher den Mund nicht voll genug bekommt und man kein Wort mehr versteht. Karin Klose reicht den Kuchen rum, w&#228;hrend sie auf der B&#252;hne im Studio des Alten Theaters sitzt. Es wird geprobt f&#252;r "Carmen Kittel oder Ich w&#252;nsch mir Sonnenstrand", der neuen Produktion des Schauspielensembles, die am Freitag, 19.30 Uhr, Premiere hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Kuchen und noch so manch andere Speise reicht Karin Klose auch sonst sehr oft aus. Sie arbeitet eigentlich in der Kantine des Anhaltischen Theaters. Da gibt es keinen, der Karin nicht kennt. Dass die resolute Dame mit der pr&#228;gnanten Stimme weit mehr kann, als hinterm Tresen zu stehen, bewies sie bereits zu Anfang dieser Spielzeit in der Produktion "Ges&#228;nge aus 1001 deutschen Nacht". "Da hat sie wohl Blut geleckt", wei&#223; Regisseur Niklas Ritter (Foto) - und so meldete sich Frau Klose auch, als der junge Mann f&#252;r sein aktuelles Projekt &#228;ltere Laiendarsteller suchte. Neben Karin Klose ist es Helmut Szulczynski, der am Freitag gemeinsam mit den Profis auf der B&#252;hne steht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Es war nicht leicht, Laien zu finden", erz&#228;hlt Ritter. Allzu viele hatten sich nicht gemeldet. Die jetzige Besetzung aber macht ihn gl&#252;cklich. "Die beiden k&#246;nnen tolle Geschichten erz&#228;hlen", sagt der Regisseur. Und um eben diese Geschichten aus der DDR der 80er Jahre geht es auch in "Carmen Kittel", einem St&#252;ck des aus Dessau stammenden Dramatikers Georg Seidel (1945-1990).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Ich wollte etwas inszenieren, was mit der Gegend, der Stadt und den Leuten zu tun hat", sagt Niklas Ritter, der als Videok&#252;nstler und Regisseur vor allem am Berliner Maxim-Gorki-Theater arbeitet. Seidels St&#252;ck nennt er "sehr poetisch". Mit den Themen Liebe, Leben, Sterben und Verrat behandle es Dinge, die immer aktuell sind, auch wenn "Carmen Kittel" von einer jungen unangepassten Frau erz&#228;hlt, die als Kartoffelsortiererin in den 80er Jahren der DDR lebt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die beiden Laiendarsteller werden es in den Vorstellungen auch immer wieder sein, die in ausgew&#228;hlten Szenen von jener Zeit berichten. "Das geschieht als Improvisation, wir suchen uns vor der Auff&#252;hrung nur das Thema aus", erkl&#228;rt Ritter, der als weitere wichtige Komponente seiner Inszenierung die Musik nennt. Einen Teil der lyrischen Texte Seidels habe man vertont - und angesichts der musikalischen Schauspieler, allen voran Jan Kersjes am Klavier, habe es auf der Hand gelegen, viel mit Musik - bis hin zur Oper "Carmen" - zu arbeiten. So entstehen Bilder und Sound zur DDR der 80er.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 5 May 2010 23:25:39 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/425</link>
    </item>
    <item>
      <title>Zuschauermeinung, Peter Bilsing</title>
      <description>&lt;h1&gt;Zuschauermeinung, Peter Bilsing, Herausgeber und Chefredakteur &#8222;Der Opernfreund&#8220;, 01.05.2010&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Wie immer in Dessau mindestens 5 Sterne, wenn nicht sogar 5*deluxe.
Spannendes, kluges Regietheater ohne Firlefanz. Klug gek&#252;rzt, das Ballett flog raus, auch kein Vulkan am Ende, w&#228;re sowieso l&#228;cherlich. B&#252;cker scheint wirklich einer der Gro&#223;en zu sein. Hermus am Pult, den sollte man sich merken, nach seinem Lohengrin. Jetzt das. Die S&#228;nger, wow, und das in der tiefsten anhaltischen Provinz. Man sollte mehr Reklame f&#252;r dieses Theater machen, das um sein &#220;berleben k&#228;mpft. Wenn man bedenkt welchen Schei&#223; sich Berlin, M&#252;nchen und andere sogenannte gro&#223;e H&#228;user erlauben, dann lob ich mir die Provinz. Schickt alle die ihr kennt nach Dessau, da findet im Mai ein kleines Festival statt, es lohnt sich. Als Hotel rate ich zum F&#252;rst Leopold, direkt gegen&#252;ber dem Theater.
In offener Begeisterung&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Peter Bilsing&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 5 May 2010 09:56:51 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/424</link>
    </item>
    <item>
      <title>Udo Pacolt, http://www.der-neue</title>
      <description>&lt;p&gt;Udo Pacolt, http://www.der-neue-merker.eu/mod,criticism/id_menuitem,15/id_criticism,2911, 03.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Revolutionsoper in Dessau: &#8222;Die Stumme von Portici&#8220; von Auber (Vorstellung: 2. 5.2010)&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Im Anhaltischen Theater Dessau steht zurzeit die selten gespielte Revolutionsoper &#8222;Die Stumme von Portici&#8220; von Daniel-Fran&#231;ois-Esprit Auber in franz&#246;sischer Sprache (mit deutschen &#220;bertiteln) auf dem Programm, die nach einer Auff&#252;hrung in Br&#252;ssel am 25. August 1830 so starke revolution&#228;re Impulse gegen die Fremdherrschaft der Niederl&#228;nder setzte, dass es zur Gr&#252;ndung des Staates Belgien kam. Als w&#228;hrend der Einf&#252;hrung zur Oper am 2. Mai auf diese historisch belegte Tatsache hingewiesen wurde, winkte ein Zuh&#246;rer mit einer belgischen Flagge und nach dem &#8222;Revolutionsduett&#8220; von Masaniello und Pietro im 2. Akt schwenkten auf dem Rang sogar einige Zuschauer kleine belgische Fahnen!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;La muette de Portici&#8220; (&#8222;Die Stumme von Portici&#8220;) wurde 1828 in Paris uraufgef&#252;hrt &#8211; der Text stammt von Eug&#232;ne Scribe und Germain Delavigne &#8211; und war damals nicht zuletzt wegen der aufwendigen Inszenierung und der historisch getreuen Kost&#252;me und Kulissen eine Sensation. In Deutschland war das Werk vor allem an der Berliner Hofoper sehr erfolgreich, wo es ab 1829 bis zum Jahrhundertende 285 Mal gespielt wurde!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Handlung der f&#252;nfaktigen Oper, die 1647 in Neapel und Portici spielt, in geraffter Form: Alphonse, Sohn des Vizek&#246;nigs von Neapel, qu&#228;lt vor seiner Hochzeit mit Elvire Gewissensbisse, weil er einst das stumme Fischerm&#228;dchen Fenella verf&#252;hrt hat, das dann von seinem Vater in den Kerker geworfen wurde. Unmittelbar vor der Hochzeitszeremonie gelingt es Fenella, aus dem Gef&#228;ngnis zu fliehen und bei Elvira Schutz zu suchen. Als sie in dem Br&#228;utigam ihren einstigen Geliebten erkennt und ihn mit beredten Gesten als ihren Verf&#252;hrer vor aller Augen anklagt, kann sie im Schutz der Neapolitaner vor den Soldaten fliehen. &#8211; Am Strand von Portici erf&#228;hrt Masaniello von seinem Freund Pietro, dass die spanischen Soldaten des Vizek&#246;nigs seine Schwester Fenella verschleppt haben. Beide schw&#246;ren Rache. Da erblickt Masaniello Fenella, die sich aus Gram &#252;ber Alphonses Verrat ins Meer st&#252;rzen will. Was sie ihm nach ihrer Rettung stumm zu verstehen gibt, sch&#252;rt Masaniellos Hass. Er ruft die Fischer zur Revolte gegen die Willk&#252;r und Tyrannei des Vizek&#246;nigs auf. &#8211; Elvire und Alphonse vers&#246;hnen sich. Als Selva, der Offizier der Leibwache, Fenella erneut zu verhaften versucht, gibt Masaniello das lang erwartete Zeichen zum Aufstand und bittet Gott um Beistand f&#252;r die Aufst&#228;ndischen. &#8211; Masaniello ist &#252;ber die blutigen Ausschreitungen gegen die Spanier ersch&#252;ttert. Alphonse und Elvire verschl&#228;gt es auf ihrer Flucht aus Neapel in Masaniellos Fischerh&#252;tte. Im Zwiespalt ihrer Gef&#252;hle entscheiden sich Masaniello und Fenella, den Fl&#252;chtigen zu helfen. In den Augen der Fischer wird dadurch Masaniello zum Verr&#228;ter. W&#228;hrend eine Delegation Neapels Masaniello huldigt, beschlie&#223;t Pietro mit den Seinen Masaniellos Tod. &#8211; Pietro hat Masaniello ein langsam wirkendes Gift verabreicht, das zum Wahnsinn f&#252;hrt. Als Masaniello die Neapolitaner im Kampf gegen den zur&#252;ckgekehrten Alphonse anf&#252;hrt, wird das offensichtlich. Fenellas drastische Schilderung der Schrecken, die von den Spaniern angerichtet werden, l&#228;sst ihn dennoch an der Spitze seiner Leute in den Kampf ziehen, wobei ein Ausbruch des Vesuvs den schaurigen Hintergrund bildet. Die auf der Flucht befindliche Elvire versucht Fenella zu &#252;berzeugen, ihr zu folgen. Von Alphonse erf&#228;hrt Fenella, dass Masaniello bei dem Versuch, Elvire zu sch&#252;tzen, von seinen eigenen Gefolgsleuten umgebracht wurde, worauf sich Fenella aus Verzweiflung t&#246;tet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alphonse, Elvire und Fenella sind erfundene Figuren, wobei das literarische Vorbild f&#252;r sie in Walter Scotts Peveril of the Peak aus dem Jahr 1823 zu finden ist. Die pantomimisch dargestellte Titelfigur, die einst von ber&#252;hmten Primaballerinen wie Maria Taglioni und Fanny El&#223;ler dargestellt wurde, &#228;hnelt der Silvana aus Webers gleichnamiger Oper. Masaniello, 1620 in Neapel geboren, hie&#223; in Wirklichkeit Tommaso Aniello. Als Anf&#252;hrer des Aufstandes 1647 gegen die spanische Regierung in Neapel ging er in die Geschichte ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Andr&#233; B&#252;cker verlegte die Handlung der Oper in die heutige Zeit, wobei die Fischer ihrem Tagewerk auf der Werft nachgehen, die Besetzer Neapels Mafiosi sind und der Vizek&#246;nig ein Pate der Camorra ist, der im Rollstuhl sitzt. Dass die Mafiosi allesamt mit Gewehren bewaffnet sind und Alphonse mit einem Revolver, passt in diese Inszenierung. Als sich die &#8222;Verschw&#246;rer&#8220; auf dem Markt von Portici versammeln, kommen deren Frauen gerade vom Shopping und zeigen einander ihre Eink&#228;ufe. In jeder Szene stolpern die Darsteller &#252;ber nicht geleerte M&#252;lls&#228;cke &#8211; wohl eine Anspielung auf die hygienischen Zust&#228;nde vor einigen Monaten in Neapel, wo es durch die wirtschaftliche Kontrolle der Camorra keine demokratische Rechtsordnung gibt, sondern eher besatzungs&#228;hnliche Zust&#228;nde herrschen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das B&#252;hnenbild von Jan Steigert vermittelte mit den Containern, die f&#252;r die jeweilige Szene umgestellt werden konnten, die Atmosph&#228;re einer Werft in einer Stadt am Meer ebenso wie die dazu passenden Videos von Christian Schrills und die &#252;ber Lautsprecher t&#246;nenden M&#246;wenlaute. Die auf die jetzige Zeit abgestimmten Kost&#252;me stammen von Suse Tobisch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit m&#228;chtiger metallischer Tenorstimme sang der Mexikaner Diego Torre, der in Dessau sein Europadeb&#252;t gibt, den Masaniello. Leider legte er zu viel Kraft in seine Stimme, wodurch er zwar manchmal sogar den stimmgewaltigen Chor &#252;bert&#246;nte, aber auch an seine Grenzen stie&#223;. Der Tenor Eric Laporte als Alphonse und die Sopranistin Angelina Ruzzafante als Elvire gaben stimmlich und darstellerisch ein ideales Paar. Von den Gef&#228;hrten Masaniellos &#252;berzeugten der Bass Wiard Witholt als Pietro und der Bariton Kostadin Aguirov als Borella sowohl stimmlich wie auch schauspielerisch. Die Titelrolle wurde von der Solot&#228;nzerin Gabriella Gilardi mit ausdrucksstarken Gesten, Spr&#252;ngen und Bewegungen blendend gespielt. Als Leiterin des k&#252;rzlich gegr&#252;ndeten Kinderballetts am Anhaltischen Theater gelang es ihr auch, immer wieder ihre Sch&#252;tzlinge in verschiedenen Szenen zu pr&#228;sentieren. Der Opernchor des Anhaltischen Theaters (Leitung: Helmut Sonne) erf&#252;llte seine in dieser Oper tragende Funktion voll und ganz und agierte sowohl als neapolitanisches Volk und als Werftarbeiter wie auch als Revolution&#228;re auf beeindruckende Weise. An Stimmkraft fehlte es ihm keinesfalls, nur schien die Personenf&#252;hrung in manchen Szenen zu kurz gekommen zu sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die mit s&#252;dl&#228;ndischem Kolorit, dramatischen Ensembles und Chorszenen versehene Partitur Aubers wurde von der Anhaltischen Philharmonie unter der Leitung von Antony Hermus &#8211; er ist seit 2009 Generalmusikdirektor des Anhaltischen Theaters &#8211; packend und mitrei&#223;end wiedergegeben. Wenn auch manches an der Inszenierung missfiel, an der musikalischen Qualit&#228;t des Abends konnte man seine Freude haben! Die unkonventionelle musikalische Gestaltung der Oper &#8222;La muette de Portici&#8220; bezeichnete &#252;brigens Richard Wagner als &#8222;hei&#223; bis zum Brennen, unterhaltend bis zum Hineinbei&#223;en&#8220;. Und in seinen Erinnerungen an Auber schrieb er u. a.: &#8222;Wie dem Sujet am Schrecklichsten, aber auch am Zartesten nichts fehlte, so lie&#223; Auber seine Musik jeden Kontrast, jede Mischung in Konturen und in einem Kolorit von so drastischer Deutlichkeit ausf&#252;hren, dass man sich nicht entsinnen konnte, eben diese Deutlichkeit je so greifbar wahrgenommen zu haben.&#8220;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Publikum in Dessau, das schon nach dem 2. Akt in frenetischen Beifall verfallen war, feierte am Schluss der Vorstellung das gesamte Ensemble, den Chor, den Dirigenten und das Orchester mit minutenlangem, nicht enden wollendem Applaus! Bravorufe gab es f&#252;r Diego Torre, die T&#228;nzerin Gabriella Gilardi und die Anhaltische Philharmonie, die unter Antony Hermus gro&#223; aufgespielt hatte.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 4 May 2010 11:37:02 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/423</link>
    </item>
    <item>
      <title>Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau</title>
      <description>&lt;p&gt;Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 04.05.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Seidel kehrt mit &#171;Carmen Kittel&#187; in die Heimat zur&#252;ck&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Im Studio des Alten Theaters steht am Freitag dieser Woche die n&#228;chste Schauspielpremiere an. "Carmen Kittel oder ich w&#252;nsch mir Sonnenstrand" hei&#223;t Georg Seidels St&#252;ck, das um 19.30 Uhr erstmals auf einer Dessauer B&#252;hne zu sehen sein wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Inszenierung des Regisseurs Niklas Ritter f&#252;hrt Schauspieler und Laiendarsteller zusammen und verbindet die fiktive Geschichte der "Carmen" mit sehr realen, sch&#246;nen und traurigen Erz&#228;hlungen aus Zeiten, "als wir noch von Sonnenstrand tr&#228;umten".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit "Carmen Kittel" kehrt der Autor Georg Seidel in seine Heimatstadt zur&#252;ck. 1945 in Dessau geboren, war er B&#252;hnenarbeiter am hiesigen Theater. Ab 1973 war Seidel in Berlin bei der DEFA und ab 1975 am Deutschen Theater als Beleuchter und dort von 1982 bis 1987 als dramaturgischer Mitarbeiter besch&#228;ftigt. Seit 1987 arbeitete er als freier Schriftsteller. Georg Seidel gilt als der neben Heiner M&#252;ller und Volker Braun wichtigste Dramatiker der Endphase der DDR. 1990 starb er im Alter von 44 Jahren an Krebs.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Das St&#252;ck spielt in einem Kartoffelsch&#228;lbunker, ein &#252;berspitzter realsozialistischer Arbeitsplatz der 80er Jahre. Dort findet sich die junge Carmen nach ihrer Kindheit im Heim wieder. Sie verliebt sich, wird unverhofft schwanger, treibt ab. Dadurch ger&#228;t ihr vorgezeichnetes Leben v&#246;llig aus den Fugen. Sie versucht die verschiedenen Erwartungen zu bedienen und verstrickt sich immer mehr in ihr Ungl&#252;ck", beschreibt Niklas Ritter das St&#252;ck. Er studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, arbeitete als Regisseur und Videok&#252;nstler u. a. am Schauspiel Leipzig, am Schauspiel K&#246;ln sowie am Schauspiel Frankfurt, am Staatsschauspiel Dresden und am Thalia Theater Hamburg. Am Maxim Gorki Theater Berlin inszenierte er von Aki Kaurism&#228;ki "Der Mann ohne Vergangenheit", "Westw&#228;rts" von Rolf Dieter Brinkmann und "Die Reise" von Bernward Vesper. Als Videok&#252;nstler arbeitete Ritter bereits mehrfach f&#252;r Inszenierungen von Armin Petras sowie mit Sebastian Baumgarten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf der B&#252;hne erlebt das Publikum die Schauspieler Ines Schiller (Carmen), Susanne Hessel, Regula Steiner-Tomic, Eva-Marianne Berger, Sebastian M&#252;ller-Stahl, Thorsten K&#246;hler, Jan Kersjes, Helmut Szulczynski, Karin Klose und Marlies Kr&#228;tsch.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 3 May 2010 22:12:27 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/422</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Die deutsche B</title>
      <description>&lt;h2&gt;Andreas Hillger, Die deutsche B&#252;hne, 05/10&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Broadway in Dessau&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Dessauer Kurt-Weill-Fest in seinem letzten Jahr unter dem Intendanten Clernens Birnbaum begann mit Protesten gegen Sparpl&#228;ne der Stadt gegen&#252;ber dem gerade mit neuer Mannschaft gestarteten Anhaltischen Theater. Und &#252;berzeugte dann k&#252;nstlerisch vor allem mit Weills amerikanischem St&#252;ck "One Touch of Venus".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als k&#252;nstlerisches Motto hatte sich das Dessauer Kurt-Weill-Fest in diesem Jahr die Formel. &#8222;New Art is True Art" aus dem Musical "One Touch of Venus" entliehen, vor dem Festakt aber stand eine nicht minder brisante These im &#246;ffentlichen Raum: "Land braucht Stadt" hie&#223; die Aktion, bei der es die Dessauer und ihre G&#228;ste 20 Jahre nach der Wende wieder auf die Stra&#223;e trieb aus Protest gegen die radikalen K&#252;rzungen im kulturellen Bereich, die angesichts der kommunalen Finanznot auch in Sachsen-Anhalt drohen. Den unmittelbaren Anlass lieferte Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig mit seiner &#8222;Blut-und-Tr&#228;nen&#8220;-Liste, die er kurz vor Beginn des Festivals ver&#246;ffentlicht hatte. Dass der Generalintendant des Anhaltischen Theaters, Andr&#233; B&#252;cker, auf die darin angedrohte Streichung von rund drei Millionen Euro allein beim st&#228;dtischen Anteil seines Hauses nicht anders als mit Widerstand reagieren konnte, h&#228;tte dem Stadtoberhaupt klar sein m&#252;ssen. Und welcher Termin w&#228;re daf&#252;r besser geeignet gewesen als die &#252;berregional beachtete Fest-Er&#246;ffnung?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dennoch brauchte das Fest nach diesem politisch gemeinten, aber nicht polemisch vorgetragenen Prolog einige Zeit, bis es zu sich selbst fand. Die Verst&#246;rung war auch der Tatsache geschuldet, dass der scheidende Intendant Clemens Birnbaum einen Artist in Residence verpflichtet hatte, der die vom Posaunisten Nils Landgren oder der Stimm-Artistin Salome Kammer in den vergangenen Jahren gewohnte Charme-Offensive verweigerte. Helmut Oehrings Songspiel "Die Wunde Heine", mit dessen Urauff&#252;hrung der Komponist das Fest er&#246;ffnete, war vielmehr eine Kampfansage: Texte von Rio Reiser und Heinrich Heine standen hier im Kontrast zum Urbild des Genres, dem "Mahagonny-Songspiel" von Weill und Brecht. Die Lyrik dieser beiden Schmerzensm&#228;nner aber, die zu verschiedenen Zeiten am gleichen Land bis zur ironisch maskierten Verzweiflung gelitten hatten, wollte nicht recht zur zynischen Dollar- und Whisky-Pose der modernen Klassiker passen, obwohl sich das Ensemble Modern unter Frank Ollu eindeutig als Anwalt des neuen Werks verstand. Da half auch die szenische Klammer kaum, durch die Oehring seine Ch&#246;re und Solisten, seinen pochenden Jazz und seine expressive Linienf&#252;hrung mit dem "Mahagonny"Material verband: Die "Wunde Heine", die &#252;ber das reine Adorno-Zitat hinaus wohl auch auf den Umgang mit dem Werk des Emigranten Weill verweisen wollte, blieb eine Behauptung -obwohl sie in ihrem Gestus den vorangegangenen Protest &#228;sthetisch fortschrieb. Konzentrierter und damit ergreifender wirkte das Portr&#228;tkonzert, zu dem der Resident Oehring gegen Ende des Festivals &#228;ltere Arbeiten auf die Bauhausb&#252;hne brachte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als zweiter Erneuerungs-Versuch der Songspiel-Tradition war die "Bordellballade" annonciert, deren Auftragnehmer Franzobel als Librettist und Moritz Eggert als Komponist waren. Dieses Duo gab sich zun&#228;chst traditionsbewusster: An der Geschichte aus einem "Menschenhaus", in dem die Huren sich f&#252;r Naturalien prostituieren, um dem kapitalistischen Kreislauf aus erotischer Wertsch&#246;pfung und erpresserischer Absch&#246;pfung zu entkommen, h&#228;tte sicher auch Brecht seine Freude gehabt, zumal sie sich den von ihm als "Laxheit in Fragen geistigen Eigentums" gepflegten Parodie-Gestus zu eigen machte. Allerdings krankte die Koproduktion mit dem Theater Koblenz und der Neuk&#246;llner Oper an jenem &#220;berbietungs-Ehrgeiz, mit dem Franzobel seinem Vorbild begegnete: Dort, wo Brecht stets die Balance zwischen dem Zarten und dem Harten zu halten wusste, lie&#223; der &#214;sterreicher seinen Text eindeutig auf die pornografische Seite fallen, was den selbst ernannten "Bad Boy" Eggert in die Rolle des "Good Guy" dr&#228;ngte, der dem erm&#252;denden Text immerhin musikalisch Sch&#228;rfe und Schmelz gab.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;W&#228;hrend man &#252;ber die Zukunftsf&#228;higkeit des Songspiels also auch nach diesem Weill-Fest trefflich streiten kann, ist die Heimkehr des Amerikaners Weill - neben gefeierten Auftritten von Angelika Kirchschlager und Helen Schneider sowie den traditionellen Jazz- und Rockkonzerten - als eindeutiger Gewinn des Weil I-Festes 2010 zu verbuchen. Mit seinem Broadway-Erfolg "One Touch of Venus" bescherte das Anhaltische Theater dem Jahrgang ein Finale, auf das man vor Ort sp&#228;testens seit der verheerenden Wirkung des "Kuhhandels" gewartet hatte. Zehn Jahre nach diesem Desaster, mit dem der damalige Hausherr Johannes Felsenstein den Dessauer Kontakt zur New Yorker Kurt Weill Foundation for Music auf eine extreme Zerrei&#223;probe gestellt hatte, wirkte die Inszenierung von Klaus Seiffert wie die &#252;berf&#228;llige Rehabilitation. Hier wurde nicht in eitler Selbst&#252;berhebung aktualisiert und repariert, sondern mit jener konservatorischen Sorgfalt gearbeitet, die einem selten gespielten Werk erst den Weg ins Repertoire ebnen kann, was ja die vornehmste Aufgabe eines solchen Festivals zu sein hat. Dass die Ausstatterin Imme Kachel augenzwinkernde Verweise auf die Bauhaus-Meister platzierte, dass Mario  Mariano den Chor und das Ballett des Anhaltischen Theaters zu t&#228;nzerischen H&#246;chstleistungen trieb, dass Musical-Studenten der Berliner Universit&#228;t der K&#252;nste das Ensemble verst&#228;rkten und dass man einen bemerkenswerten Solisten-Cast aus &#252;berwiegend hauseigenen Kr&#228;ften pr&#228;sentieren konnte - all dies sorgte f&#252;r eine gefeierte Premiere, die beil&#228;ufig auch die Tauglichkeit des amerikanischen Weill-Oeuvres f&#252;r ein deutsches Abonnenten-Publikum offenbarte. Unter der musikalischen Leitung von Daniel Carlberg stellte die Anhaltische Philharmonie zudem unter Beweis, dass eine fast 250-j&#228;hrige Orchestertradition auch zu Ausfl&#252;gen in ein Fach bef&#228;higen kann, dem man an vielen deutschen Stadttheatern noch immer mit Skepsis begegnet. Als augenzwinkernde Pointe durfte man schlie&#223;lich registrieren, dass ausgerechnet eine Parabel auf den Umgang mit einer alten G&#246;tter-Statue f&#252;r diese sorgf&#228;ltige Vergegenw&#228;rtigung Weills in seiner Geburtsstadt sorgte. Ein sch&#246;neres Abschiedsgeschenk h&#228;tte Intendant Birnbaum, der demn&#228;chst sein erstes H&#228;ndel-Fest in der Nachbarstadt Halle pr&#228;sentieren wird, der Stadt kaum machen k&#246;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sein Dessauer Nachfolger Michael Kaufmann hat unterdessen bereits Einblicke in die Pl&#228;ne f&#252;r das Jahr 2011 gegeben. Sicher ist, dass mit dem Ensemble Modern erstmals ein Orchester den "Artist in Residence"-Status beanspruchen und zugleich den bis 2013 geplanten Themen-Triptychon Berlin-Paris-New York er&#246;ffnen darf. Das Anhaltische Theater wird sich - unter Andr&#233; B&#252;ckers Regie - mit einer Kombination aus dem "Bajazzo" und dem "Protagonist" beteiligen sowie ein Sinfoniekonzert unter Leitung von Generalmusikdirektor Antony Hermus zum Festival beisteuern. Als wichtige, nicht unumstrittene Neuerung gilt die Ausweitung des Zeitraums auf zwei Wochen, mit der Kaufmann das dicht gepackte Programm entzerren und mehr ausw&#228;rtiges Publikum gewinnen m&#246;chte. Die gr&#246;&#223;te Hoffnung setzt man allerdings auf 2013: Dann will man in Dessau eine Landesausstellung ausrichten, die dem ber&#252;hmten Gropius-Motto "Kunst und Technik - eine neue Einheit" folgen und die lokalen Traditionen von Bauhaus und Junkers verbindend darstellen soll.
Den Auftakt k&#246;nnte Kurt Weill setzen - als Dritter im Bunde.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 3 May 2010 14:39:16 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/421</link>
    </item>
    <item>
      <title>Dr. habil. Helmut Ohme, Gesch&#195;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Dr. habil. Helmut Ohme, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Deutsch-Rum&#228;nische Gesellschaft e.V. Sachsen-Anhalt / lasi&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Sehr geehrter Herr Landgraf,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;ich bin beauftragt, im Namen von Mitgliedern der Deutsch-Rum&#228;nischen Gesellschaft e.V. Sachsen-Anhalt I lasi der Emp&#246;rung Ausdruck zu geben, dass das Anhaltische Theater Dessau in kurzer Zeit finanziell so stranguliert werden soll, dass das Bestehen des Ensembles ganz erheblich beeintr&#228;chtigt und in Frage gestellt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater Dessau ist f&#252;r die Menschen in der Region auch weit &#252;ber die Landesgrenzen hinaus bis in's Brandenburgische, in den Harz, nach Niedersachsen, Sachsen und Th&#252;ringen eine wichtige Institution, die die Teilhabe der B&#252;rger am kulturellen Leben der Gesellschaft gew&#228;hrleistet. Wir haben gro&#223;es Verst&#228;ndnis daf&#252;r, dass in wirtschaftlich beengten Zeiten die Zuteilung der Finanzen eine immer gr&#246;&#223;ere Bedeutung zugemessen wird. Allerdings haben wir kein Verst&#228;ndnis daf&#252;r, dass mit Federstrichen Situationen geschafft werden, die Jahrzehnte- und &#252;ber zwei Jahrhunderte wahrende Kulturarbeit in Frage stellt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir wussten es immer zu sch&#228;tzen, dass sich das Anhaltische Theater in die Fragen, die die Menschen in jeglicher Zeit bewegen, einmischt und auch in den zur&#252;ckliegenden Jahren ganz deutlich Farbe f&#252;r Toleranz und Miteinander gezeigt hat. Wir hoffen, dass bei den .Entscheidern" Vernunft einzieht und dass ein Rahmen f&#252;r das Ensemble und das Theater geschaffen wird, der kulturvolles Leben in der Region unterst&#252;tzt und f&#246;rdert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Begl&#252;ckend haben viele Mitglieder der Deutsch-Rum&#228;nischen Gesellschaft und nat&#252;rlich auch B&#252;rger der Region an den wunderbaren Auff&#252;hrungen und Vorstellungen teilhaben k&#246;nnen und konnten somit Kraft f&#252;r die Bew&#228;ltigung der ganz normalen Lebensprobleme tanken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir w&#252;nschen allen K&#252;nstlern und Mitarbeitern des Anhaltischen Theaters und uns, den B&#252;rgern der Region, dass es keine Einschr&#228;nkungen geben wird, die soziale Unsicherheiten und qualitativen Niedergang des Anhaltischen Theaters zur Folge haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir w&#252;nschen Ihnen eine gute Hand und gute Argumente bei der Sicherung unserer wunderbaren  Kultureinrichtung, Anhaltisches Theater.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dr. habil. Helmut Ohme&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 3 May 2010 13:59:38 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/420</link>
    </item>
    <item>
      <title>Alexander Hauer, Der Opernfreund</title>
      <description>&lt;p&gt;Alexander Hauer, Der Opernfreund (Print), http://www.deropernfreund.de/pageID_4251591.html und http://www.musenblaetter.de, 28.04.20210&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Theater Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;La Muette de Portici&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Andr&#233; B&#252;ckers Einstand als Opernregisseur an seinem Hause muss man als gro&#223;en Wurf bezeichnen. Die Grand op&#233;ra wird zwar in gek&#252;rzter Form, ohne Ballett, gegeben, zeichnet sich aber durch eine kluge Neudeutung auf h&#246;chstem musikalischen Niveau aus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker verlegt die Handlung aus dem fr&#252;hen 17. Jahrhundert in die Jetztzeit, aus den spanischen Besatzern werden Mafiaangeh&#246;rige, aus den revoltierenden Fischern Werftarbeiter. Der Verlust pittoresker Bilder machen aber das B&#252;hnenbild Jan Steigerts und die stimmigen Kost&#252;me von Suse Tobisch wieder wett. Jene Oper um Macht und Ohnmacht, um die Kraft der Schw&#228;cheren, wenn sie sich zusammenschlie&#223;en, wurde bei der Urauff&#252;hrung eher delektiert, hatte einen sensationellen Erfolg weltweit, und f&#252;hrte, der Legende nach zur Abl&#246;sung Belgiens von den Niederlanden. Dieser revolution&#228;re Gedanke ging in der heutigen Zeit verloren, B&#252;cker schafft aber einen stimmigen Einblick in das System Camorra, in deren Machtstrukturen, die unter anderem auch auf der stillschweigenden Duldung und der Angst der B&#252;rger, basiert. Schon in der Ouvert&#252;re zeigt B&#252;cker die Unbarmherzigkeit dieses Systems auf, wenn die Mafiaschergen um Selva ein Kind entf&#252;hren, um Fenella in ihre F&#228;nge zu bekommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fenella, diese Einmaligkeit in der Operngeschichte, in der die Titelfigur nicht singt, wird von Gabriella Gilardi mit gr&#246;&#223;ter Expressivit&#228;t getanzt. Ihr Ausdruck und ihre beseelte K&#246;rpersprache korrespondiert auf dem gleichen, h&#246;chsten Niveau ihrer S&#228;ngerkollegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Antony Hermus zaubert mit der Anhaltischen Philharmonie feinsten franz&#246;sischen Klang aus dem Graben. Das Ensemble um die beiden Ten&#246;re Diego Torre als Fanellas Bruder Masaniello, schafft es den hohen Anspr&#252;chen seiner Partie das Beste herauszuholen. Sein Gegenspieler, ebenfalls Tenor, Alphonse, Eric Laporte ist ihm ebenb&#252;rtig. Alphonse Braut Elvira, jenes naive, weltfremde M&#228;dchen, das die Beziehungen zwischen ihrem Br&#228;utigam und Fanella nicht kennt oder wissentlich verdr&#228;ngt, wird von Angelina Ruzzafante mit scheinbarer M&#252;helosigkeit interpretiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Angus Wood gestaltet seine kleine Rolle als Lorenzo spannend und konzentriert. Der Star unter den B&#246;sen ist aber Ulf Paulsen der aus Selva einen Furcht erregenden, mit eiskaltem Bariton ausgestatteten, Mafioso macht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf der Seite der &#8222;Guten&#8220; k&#228;mpfen Kostadin Arguirov, Stephan Biener und Wiard Witholt mit Masaniello gegen das System. Dieses geschlossen gute Ensemble singt auf einem Niveau, dass man nicht alle Tage zu h&#246;ren bekommt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben den erstklassischen Solisten sei aber auch noch der von Helmut Sonne perfekt einstudierte Chor der Anhaltischen Oper erw&#228;hnt. Verst&#228;rkt durch G&#228;ste des Coruso Chores, Berlin, unterstreicht er den mehr als perfekten Gesamteindruck des Abends.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die Premiere endete unter frenetischem Applaus, sowohl f&#252;r das Regieteam als auch f&#252;r die musikalischen und t&#228;nzerischen Leistungen. Auf die DVD-Ver&#246;ffentlichung sollte man sich freuen.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 3 May 2010 13:53:25 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/419</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ute van der Sanden, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Ute van der Sanden, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 30.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Max Raabe&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Der S&#228;nger hat sich als Solist neu gefunden&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Wenn schon reduziert, dann richtig. Auf alles, was &#252;berfl&#252;ssig wirken k&#246;nnte, hat Max Raabe diesmal verzichtet: Instrumente, Dekoration, auch s&#228;ngerische und liedgestalterische M&#246;glichkeiten. So stehen am Mittwoch auf der gro&#223;en leeren B&#252;hne des Anhaltischen Theaters ein Fl&#252;gel und ein Mikrofon, sonst nichts.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Saal ist voll, wie immer, wenn Max Raabe in Dessau auftritt. Das Publikum klatscht ihn heraus, vereinzelt fragen Fl&#252;sterstimmen nach dem Palastorchester. Erz&#228;hlung ist alles, Spektakel nichts. Kein Zweifel, mit seinem ersten Soloprogramm wagt der S&#228;nger eine wohl &#252;berlegte Publikumsbr&#252;skierung - vom Risiko, die superlativisch ausgerichtete Unterhaltungsbranche mit einem stillen Liederabend zu versuchen, ganz abgesehen. Er gewinnt. Haushoch. Denn "&#220;bers Meer" ist einfach exzellent gemacht. Ist ausgezeichnet gesprochen, gediegen gesungen - und zwar fast durchweg im Piano - und flankiert nur von den allern&#246;tigsten Bewegungen und akribisch platzierter Mimik.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Couplets und Schlager&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Begleitet von seinem langj&#228;hrigen Pianisten Christoph Israel, interpretiert Raabe Lieder, Couplets und Schlager der ausgehenden Weimarer Republik: Titel von Komponisten und Textdichtern wie Fritz Rotter, Hans May, Walter Reisch und Werner Richard Heymann, die ihrer j&#252;dischen Herkunft wegen emigrieren mussten. Titel, die die gro&#223;en Trag&#246;dien des Lebens hinter lustigen kleinen Begebenheiten verstecken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist ein Abend &#252;ber die Liebe geworden - sehr leise und sehr intensiv, wehm&#252;tig, aber nicht larmoyant, mit wunderbar ironischem Subtext und s&#252;ffisanten Anspielungen, wenn es um die Liebhaberei geht. Durch ein Augenzwinkern, einen Tonfall, eine kleine Z&#228;sur verwandelt Raabe selbst das in Kunst, was zuvor Kitsch war. Mit gro&#223;er Sorgfalt, vollkommen drucklos und stets auf geb&#252;hrliche Distanz zum Mikro achtend, f&#252;hrt er seinen Bariton von der tiefen Bass- bis in die Countertenorlage. Ebenso butterweich ist das Timbre, das Christoph Israel den Oberstimmen des Klavierparts schenkt. In ihm hat Raabe einen kongenialen Partner gefunden. Einen, der seinen Perfektionsanspruch teilt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwischen Klassikern wie "Liebesleid und Liebesfreud", "Ninon", "Stroganoff" und "Irgendwo auf der Welt" pr&#228;sentiert das Programm zudem Ausgrabungen, die zu finden man tief in den Archiven w&#252;hlen muss. "Rotk&#228;ppchen" von Friedrich Holl&#228;nder und weitere delikate Geschichten k&#252;nden von einer erotisch ausschweifenden Zeit und ihrem feinen Humor. Das Lachen im Saal, das er provoziert, ist ein Gentleman-Lachen: Man genie&#223;t und schweigt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Nur ein einziger Versprecher&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Endlich, in der ersten Zugabe, passiert es. Der Beweis, dass in der konditionierten Kunstfigur mit dem pomadigen Haar und dem ge&#246;lten L&#228;cheln ein Mensch steckt: ein Versprecher! Der erste und einzige in zwei Programmstunden - auswendig vorgetragenen, wohlgemerkt, inklusive Autorenansagen. So kommt zur cleveren Konzertdramaturgie, die das Publikum in j&#228;hem Wechsel jauchzen und seufzen l&#228;sst, eine ph&#228;nomenale Ged&#228;chtnis- und Konzentrationsleistung. Ja doch: Auf der H&#246;he seines K&#246;nnens, auf dem Gipfel seiner Popularit&#228;t hat sich der S&#228;nger Max Raabe neu erfunden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oder muss es treffender hei&#223;en: gefunden? Die Absenz des Palastorchesters nicht als Mangel erscheinen zu lassen, mag dabei die gr&#246;&#223;te H&#252;rde gewesen sein. Es hat nicht eine Sekunde lang fehlt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Applaus, Applaus, Applaus!&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sat, 1 May 2010 00:04:41 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/418</link>
    </item>
    <item>
      <title>Franz Werfel, Mitteldeutsche Zeitung</title>
      <description>&lt;p&gt;Franz Werfel, Mitteldeutsche Zeitung/Dessau-Ro&#223;lau, 29.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Orchester zum Greifen nah&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;GMD Antony Hermus l&#228;dt Kinder zur musikalischen Schnitzeljagd ein.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wann wurde je Grundsch&#252;lern anspruchsvolle Opernmusik so unmittelbar nahe gebracht? Jegliche &#8222;Durchgang verboten!&#8220;-Schilder im B&#252;hnenbereich des Anhaltischen Theaters geflissentlich &#252;bergehend, B&#252;hnentechnikern, beim Einstellen der Z&#252;ge und Scheinwerfer sowie Malern und Tischlern bei ihrer Arbeit zusehend, begaben sich am vergangenen Montagvormittag rund 40 Dessauer Sch&#252;ler auf eine spannende Schnitzeljagd. Angeleitet wurden sie von Generalmusikdirektor Antony Hermus, der dieses besondere Vermittlungskonzert &#8211; welch klares, wichtiges Bekenntnis! &#8211; kurzerhand zur Chefsache erkl&#228;rt hatte. Als &#8222;Paten&#8220; standen ihm die Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorff und der Musikdramaturg Ronald M&#252;ller zur Seite.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Sch&#252;ler &#8222;jagten&#8220; den einzelnen Instrumentenstimmen der Ouvert&#252;re von Georges Bizets &#8222;Carmen&#8220; nach und staunten, wie am Ende jedes Instrument h&#246;rbar seinen Ort im Werk einnahm. &#8222;Oft gehen unsere Musiker ja direkt in die Schulen. Mit der Schnitzeljagd wollten wir die Kinder auch einmal in unser Gro&#223;es Haus einladen&#8220;, erkl&#228;rte Hermus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese folgten dankbar der Einladung und lauschten zu Beginn der Streichergruppe, die, unterst&#252;tzt von den Schlagzeugern, im gro&#223;en Probensaal eine erste H&#246;rprobe aus der Ouvert&#252;re zum Besten gab. Violinistin Katja Wallraf erl&#228;uterte den gespannten Kindern die einzelnen Streichinstrumente, wies auf Unterschiede in Bauart und Tonumfang hin. Und die beiden Bassisten rockten spontan &#8222;Smoke On The Water&#8220; auf ihren tiefen Streichinstrumenten. Bei den Schlagwerken sorgten besonders das untersch&#228;tzte Gewicht der gro&#223;en Becken und die in der Tonh&#246;he per Pedal verstellbaren Pauken f&#252;r Verwunderung. Als Dirigent Hermus &#252;berraschend Pult und Taktstock der neunj&#228;hrigen Chanel &#252;berlie&#223;, waren ihr Freude (und f&#252;r einen Moment auch Aufregung) ins Gesicht geschrieben. Wie es sich geh&#246;rt, folgten die Musiker aufmerksam dem Tempo der kleinen Dirigentin, auch wenn ihre Arme gegen Ende des kurzen St&#252;ckes schwerer wurden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vorbei am Malsaal, in dem einer gefiederten Eule bei ihrer Genese f&#252;r die n&#228;chste Schauspielpremiere &#8222;Carmen Kittel&#8220; zugeschaut werden durfte, gelangten die jungen Zuh&#246;rer in den Chorprobensaal. Dort hatten sich die Blechbl&#228;ser bereits eingerichtet und schmetterten ihren Carmen-Part. Nur der Tubist fehlte, wie die aufmerksamen Kinder sofort bemerkten, aber: &#8222;Der hat heute frei, der arbeitet sonst immer schon so viel&#8220;, scherzte ein Kollege, bevor er von den Schwierigkeiten einer Musikerlaufbahn und der damit verbundenen &#220;bungsdisziplin, gerade in jungen Jahren, berichtete. Auch die Chemie kam nicht zu kurz, denn en passant lernten die Viertkl&#228;ssler noch, dass Gold ob seiner weicheren Beschaffenheit einen w&#228;rmeren Klang als Silber hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Barfu&#223; machten es sich die Kinder anschlie&#223;end im Ballettsaal gem&#252;tlich, in dem die Holzbl&#228;ser ihre Melodien und Instrumente vorstellten, wobei jeder Musiker darauf hinwies, dass selbstverst&#228;ndlich sein Instrument das sch&#246;nste sei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Abschluss der eineinhalbst&#252;ndigen Schnitzeljagd fanden alle Kinder und Musiker im gro&#223;en Probensaal zusammen. Die jungen Zuschauer durften nun heben ihren Lieblingsinstrumenten Platz nehmen &#8211; eng ging es vor allem bei den Schlagwerken und Kontrab&#228;ssen zu. Diesmal dirigierte Hermus selbst, und der jetzt wieder zusammengesetzte Klangk&#246;rper Orchester konnte seine volle Sch&#246;nheit und Kraft entfalten. Zur&#252;ck blieben begeisterte Sch&#252;ler und Lehrer sowie die offene Frage, warum so wenige Schulen an dieser genialen Musikvermittlung der anderen Art teilnahmen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 29 Apr 2010 08:28:36 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/417</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 28.04.20107.</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 28.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;7. Sinfoniekonzert &#8222;F&#252;gungen des Lebens&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;&#8222;F&#252;gungen des Lebens&#8220; ist das 7. Sinfoniekonzert der Anhaltischen Philharmonie am 6. und 7. Mai, jeweils 19.30 Uhr, &#252;berschrieben. Daniel Carlberg, seit Beginn dieser Saison 1. Kapellmeister am Anhaltischen Theater, hat als Er&#246;ffnungsst&#252;ck f&#252;r sein Sinfoniekonzert das kurzweilige &#8222;Divertimento&#8220; von Leonard Bernstein ausgew&#228;hlt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anschlie&#223;end erklingt das melodienreiche Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold. Der Komponist verarbeitete in dem 1947 uraufgef&#252;hrten Werk einige der zahlreichen Filmmusiken, die er im amerikanischen Exil in Hollywood geschrieben hatte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Solistin ist die junge Geigerin Tanja Becker-Bender, derzeit Professorin an der Hochschule f&#252;r Musik und Theater in Hamburg. Die FAZ bescheinigte ihr &#8222;v&#246;llig ausgereifte Virtuosit&#228;t und ph&#228;nomenale Intensit&#228;t des Ausdrucks und der Balance&#8221;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach der Pause dirigiert Daniel Carlberg die 4. Sinfonie von Peter Tschaikowski. Deren Thema ist das Schicksal, &#8222;die verh&#228;ngnisvolle Macht, die unser Streben nach Gl&#252;ck verhindert und eifers&#252;chtig dar&#252;ber wacht, dass Gl&#252;ck und Frieden nie vollkommen und wolkenlos werden&#8220; (Tschaikowski). Doch im Finale freut sich der Held am Gl&#252;ck der anderen, &#8222;und das Leben ist doch zu ertragen&#8220;. Mehr &#252;ber die Hintergr&#252;nde der erklingenden Werke k&#246;nnen die Besucher wie immer in der Konzerteinf&#252;hrung erfahren, die an beiden Abenden jeweils 18:30 Uhr im Foyer stattfindet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel:
0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber
die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 28 Apr 2010 15:56:25 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/416</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 28.04.2010Premiere</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 28.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Premiere &#8222;Carmen Kittel oder ich w&#252;nsch mir Sonnenstrand&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Schauspiel &#8222;Carmen Kittel oder ich w&#252;nsch mir Sonnenstrand&#8220; des Dessauers Georg Seidel hat am Freitag, 7. Mai um 19.30 Uhr im Studio des Alten Theaters Premiere. Der junge Berliner Regisseur, Niklas Ritter f&#252;hrt in der Inszenierung Schauspieler und Laiendarsteller zusammen und verbindet somit die fiktive Geschichte der &#8222;Carmen&#8220; mit sehr realen, sch&#246;nen und traurigen Erz&#228;hlungen aus Zeiten, &#8222;als wir noch von Sonnenstrand tr&#228;umten&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ines Schiller spielt Carmen Kittel, eine junge Frau, die nach einer Kindheit im Heim in den 80er Jahre Alltag der DDR entlassen wird. Sie verliebt sich, wird ungewollt schwanger, treibt ab. Ihr vorgezeichnetes Leben ger&#228;t dadurch v&#246;llig aus den Fugen. Carmen zun&#228;chst unf&#228;hig sich anzupassen, versucht die verschiedenen Erwartungen an sie zu erf&#252;llen. Als sie beginnt sich gegen die kleinb&#252;rgerlich-ignorante Welt zu wehren, um ein letztes Mal ihren Traum zu leben, erf&#252;llt sich ihr Schicksal auf au&#223;ergew&#246;hnliche Weise.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit &#8222;Carmen Kittel&#8220; kehrt der Autor Georg Seidel in seine Heimatstadt zur&#252;ck. 1945 in Dessau geboren, ist er Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre B&#252;hnenarbeiter am hiesigen Theater.
Niklas Ritter studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und arbeitete als Regisseur und Videok&#252;nstler an verschiedenen deutschen Schauspielh&#228;usern u.a. am Maxim Gorki Theater Berlin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es spielen: Ines Schiller (Carmen), Susanne Hessel, Regula Steiner-Tomi&#269;, Eva-Marianne Berger, Sebastian M&#252;ller-Stahl, Thorsten K&#246;hler, Jan Kersjes, Helmut Szulczynski, Karin Klose/ Marlies Kr&#228;tsch&lt;/p&gt;



&lt;h2&gt;Premiere am 7. Mai um 19:30, Altes Theater&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Weitere Vorstellungen am 9. Mai, 18:00 Uhr&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 28 Apr 2010 12:45:20 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/415</link>
    </item>
    <item>
      <title>Franz Werfel, Mitteldeutsche Zeitung</title>
      <description>&lt;p&gt;Franz Werfel, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 27.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Fr&#252;hlingsgef&#252;hle im Dreivierteltakt&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Mit einem Wunschkonzert begr&#252;&#223;t das Orchester vor ausverkauftem Haus die w&#228;rmeren Jahreszeiten.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die B&#252;hne des Anhaltischen Theaters Dessau holzget&#228;felt und mit gr&#252;nenden Topfpflanzen drapiert, dazu im Hintergrund eine gro&#223;e Leinwand, die im Laufe des Konzertabends die Topfpflanzen in freier Wildbahn zeigte und damit H&#246;rbares sichtbar machen wollte &#8211; sp&#228;testens bei dieser Kulisse d&#252;rften sich am fr&#252;hen Sonntagabend beim dankbaren Publikum l&#228;ngst &#252;berf&#228;llige Fr&#252;hlingsgef&#252;hle eingestellt haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es war das erste Wunschkonzert in der 243 Jahre umfassenden Orchesterhistorie, wie Ronald M&#252;ller, Musikdramaturg des Hauses und Moderator des Abends, erl&#228;uterte. Daran beteiligten sich 252 Interessierte und votierten im Vorfeld per Karte oder im Internet f&#252;r verschiedene Orchesterwerke gro&#223;er Wiener Komponisten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessaus Erster Kapellmeister Daniel Carlberg dirigierte die Philharmoniker von Beginn an konzentriert und erfrischend &#8211; teilweise vom Cembalo aus. Die Ouvert&#252;re zu Mozarts &#8222;Entf&#252;hrung aus dem Serail&#8220; er&#246;ffnete den bunten Konzertabend. Nach drei T&#228;nzen aus der Feder des geb&#252;rtigen Salzburgers bildete die Ouvert&#252;re zur &#8222;Hochzeit des Figaro&#8220; den Abschluss des Mozart-Potpourris. Die Tamino-Arie &#8222;Dies Bildnis ist bezaubernd sch&#246;n&#8220; intonierte Ensemblemitglied Angus Wood spontan, nachdem die angek&#252;ndigte Solistin des Abends, Sopranistin Cornelia Marschall, kurzfristig erkrankt war. Da Wood noch am Abend zuvor in der Opernpremiere der &#8222;Stummen von Portici&#8220; brilliert hatte, verzieh man ihm gern seine Schwierigkeit im Ansatz des zweiten Arienteiles.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Umso glanzvoller gelang ihm nach der Pause &#8222;Dein ist mein ganzes Herz&#8220; aus Franz Leh&#225;rs Operette &#8222;Das Land des L&#228;chelns&#8220;.
Vor fr&#252;hlingsbebl&#252;hten Bergwiesen interpretierten die Dessauer Musiker anschlie&#223;end pr&#228;zise forsch den 1. Satz aus Franz Schuberts 5. Sinfonie in B-Dur, womit der Streifzug durch den Wiener Musikwald fortgesetzt wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ebenso als Ersatz f&#252;r Cornelia Marschall konnte die Berliner Sopranistin Johanna Krumin noch wenige Stunden vor dem Konzert verpflichtet werden. Beeindruckend, wie sie mit ihrer starken Stimme Schuberts &#8222;Der Hirt auf dem Felsen&#8220; im perfekten Duett mit dem Soloklarinettisten Reinhard Gutte intonierte, auch wenn der Text des Dessauer Lyrikers Wilhelm M&#252;ller bei deutlicherer Artikulation gerade an diesem Ort gern verstanden worden w&#228;re. Krumin sang dagegen die Arie &#8222;Drau&#223;en in Sievering&#8220; aus Strauss&#8217; Operette &#8222;Die T&#228;nzerin Fanny El&#223;ler&#8220; wunderbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als Gl&#252;cksfee loste die Berlinerin zudem drei Besucher aus, die sich an der Abstimmung beteiligt hatten, und beschenkte diese mit Freikarten.
Ferner begeisterten unter anderem ein hervorragendes, auswendig gehaltenes Dirigat der Ouvert&#252;re zur &#8222;Fledermaus&#8220; (dem Publikum wurde dabei unter Begeisterungsrufen eine Neuinszenierung der beliebten Strauss&#8217;schen Operette im Dezember dieses Jahres versprochen) und der mittlerweile zum Schlager avancierte Marsch &#8222;Wien bleibt Wien&#8220; Johann Schrammeis. Dem fulminanten Abschluss (Strauss&#8217; obligatorischer &#8222;Kaiser-Walzer&#8220;) folgten ein langer, enthusiastischer Applaus sowie zwei Zugaben.
&#8222;Eigentlich wollten wir uns den Radetzky-Marsch heute schenken&#8220;, schmunzelte ein zufriedener Ronald M&#252;ller nach dem dreist&#252;ndigen Konzert. Doch das Publikum klatschte beharrlich weiter, bis der beliebte Rausschmei&#223;er des Johann Strauss Vaters schlussendlich doch noch gespielt wurde.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Das Konzert wird zum Tag der offenen T&#252;r am 6. Juni um 17 Uhr mit S&#228;ngerin Cornelia Marschall wiederholt.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 27 Apr 2010 16:52:10 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/414</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 27.04.2010Gartenreichsommer</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 27.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Gartenreichsommer- ein Fest der Sinne&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am 9. Mai wird der diesj&#228;hrige Gartenreichsommer mit einem Konzert traditionell im W&#246;rlitzer Schloss er&#246;ffnet. Den ganzen Sommer hindurch, der im Zeichen von 10 Jahren UNESCO-Weltkulturerbe steht, erwarten die Besucher vielf&#228;ltige Veranstaltungen in den Schl&#246;ssern des Gartenreichs sowie in den verschiedenen Parkanlagen im Raum Dessau-Ro&#223;lau und W&#246;rlitz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Er&#246;ffnungskonzert &#8222;Variationen &#252;ber Variationen&#8220;, das am Nachmittag des 9. Mai um
17 Uhr stattfindet, wird musikalisch von dem jungen israelischen Dirigenten, Komponisten und Cembalisten Uri Rom am Hammerfl&#252;gel und dem renommierten Geiger Bernhard Forck gestaltet. Es erklingen Werke der Wiener Klassik von Mozart, Beethoven und Haydn. Anschlie&#223;end sind die Besucher eingeladen, mit einem Glas Sekt auf den Gartenreichsommer 2010 und das UNESCO-Jubli&#228;um im Schloss anzusto&#223;en. Die Karten f&#252;r dieses Sonntagnachmittagskonzert sind f&#252;r 18,50 Euro pro Person erh&#228;ltlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu den besonderen H&#246;hepunkten z&#228;hlen die 12 Seekonzerte, bei denen die Zuschauer auf einer abendlichen Gondelfahrt die musikalischen Auff&#252;hrungen an den Ufern der Seen erleben k&#246;nnen. Die beiden Veranstaltungen am 15. und 29. Mai werden zum Sonderpreis von jeweils 45 Euro angeboten. Im Preis enthalten sind die Gondelfahrt mit Abendessen und das Konzert. F&#252;r die Musik sorgen das Berliner Imuya-Quartett und das Vokalensemble &#8222;Quintate&#8220; aus Dessau. Interessenten treffen sich an beiden Samstagen 18 Uhr an der Gondelstation.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erstmalig hei&#223;t es am Pfingstsonntag, 23. Mai &#8222;Klingender Park &#8211; Lustwandeln und doppelter Genuss&#8220;. Die Besucher k&#246;nnen ihren Pfingstspaziergang in den W&#246;rlitzer Anlagen zwischen 14 und 17 Uhr gewisserma&#223;en im Vor&#252;bergehen und kostenlos verbinden mit dem Anh&#246;ren eines Gedichts oder eines Musikst&#252;ckes, dargeboten von K&#252;nstlern des Anhaltischen Theaters an den sch&#246;nsten Stellen des Parks.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere H&#246;hepunkte: Am Italienischen Bauernhaus pr&#228;sentiert das Schauspielensemble des Anhaltischen Theaters am 4. Juni das einmalige Live-H&#246;rspiel Schillers &#8222;Wilhelm Tell&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am 26. Juni laden Gesangsolisten und die Anhaltische Philharmonie Dessau zum Operettenkonzert &#8222;Sch&#246;nes Italien&#8220; auf die Insel &#8222;Stein&#8220; ein. Empfehlenswert sind auch die Musikveranstaltungen in den historischen Fests&#228;len, bei denen sich die Musik mit der dortigen Architektur und Bauweise verbindet. Insgesamt sieben Schlosskonzerte laden die Besucher in die Fests&#228;le der Schl&#246;sser Luisium, Mosigkau, Oranienbaum und nach W&#246;rlitz ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Gartenreichsommer wird veranstaltet von der Kulturstiftung Dessau-W&#246;rlitz, dem Anhaltischen Theater Dessau, dem  Ringhotel &#8220;Zum Stein&#8220; W&#246;rlitz und der Agentur Cm Reimann Concert Management Berlin.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;here Informationen zum Programm finden Sie im Flyer &#8222;Gartenreichsommer 2010&#8220; und unter: www.gartenreich.com.&lt;/h2&gt;

&lt;h2&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 27 Apr 2010 14:20:36 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/413</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 27.04.2010Kindervorstellung</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 27.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Kindervorstellung &#8222;Fritz Rasselkopf&#8220; im Alten Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die Puppenb&#252;hne im Alten Theater pr&#228;sentiert am Samstag, 8. Mai, um 15.00 Uhr &#8222;Fritz Rasselkopf&#8220; Abenteuer auf einer Insel von und mit Jan Mixsa aus Berlin.
Fritz Rasselkopf m&#246;chte wissen, ob es au&#223;er ihm noch andere Rasselk&#246;pfe gibt und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. Die Kinder m&#252;ssen flei&#223;ig mithelfen, damit Fritz sich in L&#252;fte erheben kann und so fliegt er bis nach Afrika und durchquert exotische L&#228;nder. Auf einer einsamen Insel wird er dann endlich f&#252;ndig. Jan Mixa, der auch Figuren bei &#8222;Bernd das Brot&#8220; im Kinderkanal f&#252;hrt, macht mit seinen unkonventionellen Puppen lebendiges Mitmachtheater f&#252;r die ganze Familie.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 27 Apr 2010 13:58:18 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/412</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 26.04.2010</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 26.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#8222;Die Stumme von Portici&#8220; [La Muette de Portici]&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Nach der gefeierten Opernpremiere am vergangenen Sonnabend zeigt das Anhaltische Theater &#8222;Die Stumme von Portici&#8220; am Freitag, 30. April um 19.30 Uhr und am Sonntag, 2. Mai um 17.00 Uhr.
Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker bringt mit Daniel-Fran&#231;ois-Esprit Aubers Grand Opera Revolte und Leidenschaft auf die B&#252;hne. In der zentralen Rolle des Masaniello gibt der drei&#223;igj&#228;hrige Tenor Diego Torre sein Europadeb&#252;t. Seine stumme Schwester Fenella wird von Gabriella Gilardi getanzt.
Die Anhaltische Philharmonie unter der Leitung von Generalmusikdirektor Antony Hermus, der Opernchor und die Solisten zeigen, dass &#8222;sich Dessau musikalisch nicht hinter Stuttgart oder Hamburg verstecken muss.&#8220; (Manuel Brug, Die Welt, 26. April 2010)&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber
die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 26 Apr 2010 18:14:17 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/411</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Volksstimme, 26.04.2010Anhaltisches</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Volksstimme, 26.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Anhaltisches Theater Dessau f&#252;hrt "Die Stumme von Portici" auf&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Publikum schenkt bewegender Inszenierung langen Beifall&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Dessau-Ro&#223;lau. Die Premiere der Oper "Die Stumme von Portici" im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theaters Dessau am Samstagabend war nicht nur schlechthin beeindruckend - sie war begeisternd. Es w&#228;re, bei gebotenem sparsamem Umgang mit Superlativen, sicher selbst der franz&#246;sische Komponist Daniel Francois Esprit Auber (1782-1871) bei dieser Inszenierung tief bewegt gewesen. Auch oder gerade weil Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker in seiner ersten Dessauer Operninszenierung die originale Handlung aus der Mitte des 17. Jahrhunderts ins Heute, am gleichen historischem Ort um Portici und Neapel angesiedelt hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Apropos Ort. B&#252;hnenbildner Jan Steigert nutzte die wahrlich vielf&#228;ltigen technischen Ressourcen der schier unendlich gro&#223;en Dessauer B&#252;hne, um ein dem Spannungsbogen zwischen den Hafenarbeitern und der im Untergrund &#8211; weitab von jeder Demokratie &#8211; machtbesessen kriminell agierenden Camorra einen realistisch nahen Handlungshintergrund zu bieten. Die wahrlich r&#228;umlich hoch projizierten &#220;bertitel halfen gut, der durchweg in der franz&#246;sischen Originalsprache aufgef&#252;hrten Oper &#8211; der ersten in Dessau &#8211; inhaltlich leichter folgen zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jedoch nicht nur deshalb trifft die Bezeichnung "Grand Opera" als auff&#252;hrungscharakterisierende Klassifizierung zu. Die Anhaltische Philharmonie unter Stabf&#252;hrung des GMD Antony Hermus pr&#228;sentierte die facettenreiche Musik Aubers mit strahlendem Esprit wie ebenso bewegender Emotionalit&#228;t - ganz eng, kongenial zu den Darstellern - alles wie aus einem St&#252;ck.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und - die Darsteller haben es an Dramatik, Tragik, Gef&#252;hlsf&#252;lle in aller menschlichen Bandbreite, in ihren Entwicklungen, auch Ausuferung, nicht fehlen lassen. Macht und Freiheit, Liebe, Rache, Mord und Vergebung, ebenso das letztendliche Scheitern erfahren in der B&#252;cker-Inszenierung erlebbare N&#228;he.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Gast-Tenor Diego Torre als Anf&#252;hrer der Hafenarbeiter Masaniello und Bruder der stummen Fenella, dargestellt von der Dessauer Ballettsolistin Gabriella Gilardi, standen mit ihren bewegenden Darstellungen ganz besonders in der Gunst des Premierenpublikums.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das - jedoch verdienterma&#223;en - ausnahmslos dem gesamten Ensemble mit langanhaltendem Beifall f&#252;r das Gezeigte dankte. Dennoch geb&#252;hrt noch ein besonderes Lob dem Chor, f&#252;r seine umfangreiche sowohl gesangliche wie ebenso aktionsreiche darstellerische Mitwirkung unter Helmut Sonne.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese gelungene Dessauer Inszenierung wird sicher in der Theatergeschichte einen geachteten Platz finden. Umso mehr sollte sie schon im Jetzt und Heute viele Besucher haben.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die n&#228;chste Auff&#252;hrung findet am 30. April statt.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 26 Apr 2010 12:33:14 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/410</link>
    </item>
    <item>
      <title>Manuel Brug, Die Welt, 26.04.2010Der</title>
      <description>&lt;p&gt;Manuel Brug, Die Welt, 26.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Der Theatertrotz von Dessau&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Jetzt erst Recht. Im Dessauer Theater kontert die neue, mit Intendant Andr&#233; B&#252;cker angetretene Mannschaft durch Qualit&#228;t. Schlie&#223;lich gilt es, sich gegen die Streichliste des B&#252;rgermeisters zu stellen, der der verschuldeten, zudem schrumpfenden Stadt weitere K&#252;rzungen zumutet. Um 3,5 Millionen sollen kommunale Zusch&#252;sse f&#252;r die Anhaltische B&#252;hne verringert werden. Sie gibt es seit 215 Jahren, momentan bekommt sie 15 Millionen Euro Subvention.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und spielt jetzt - eindrucksvoll - Aubers Grand Op&#233;ra "Die Stumme von Portici". Das war eine der ber&#252;hmtesten Opern des 19. Jahrhunderts, selbst in Dessau liegt Auber bis heute - nach Wagner, Verdi, Mozart, Lortzing, und Puccini- auf Platz sechs der Auff&#252;hrungsstatistik. Obwohl das Werk um einen Prinzen, der ein stummes Fischerm&#228;dchen sch&#228;ndet und damit einen Aufstand ausl&#246;st, seit dem Krieg erst zum f&#252;nften Mal in Deutschland gegeben wird. Aus der ganzen Republik haben sich zu dieser Rarit&#228;t Opernfreaks angesagt, sogar aus Br&#252;ssel, wo diese Oper 1830 die Revolution einleitete, kommt ein Bus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie alle werden nicht entt&#228;uscht werden. B&#252;cker hat bei seiner ersten Opernregie wenig f&#252;r Personenf&#252;hrung &#252;brig, setzt auf den Trashfaktor von Werftcontainern, die die "Stumme" nicht ungeschickt in eine Mafia-Geschichte umdeuten. Musikalisch muss sich Dessau nicht hinter Stuttgart oder Hamburg verstecken. Die S&#228;nger sind exzellent, angef&#252;hrt vom mexikanischen Tenor Diego Torre (30). Der gibt sein Europadeb&#252;t, eine gr&#246;&#223;ere Karriere deutet sich an. Wenn es solche H&#228;user nicht mehr gibt, wenn sich S&#228;nger nicht ausprobieren k&#246;nnen, dann stirbt die Oper. Langsam, aber sicher.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 26 Apr 2010 12:05:09 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/409</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 26.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Anhaltisches Theater&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Menschen in der Maschine&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Fischer-Idyll mit den kleinen Holzbooten und den handgekn&#252;pften Netzen ist l&#228;ngst verschwunden, am Fu&#223;e des Vulkans hat sich ein moderner Container-Hafen angesiedelt. Wie von Geisterhand werden hier gigantische Metallkisten bewegt, die Choreografie dieses globalisierten Umschlagplatzes bleibt dem Au&#223;enstehenden ein R&#228;tsel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und auch die Menschen sind ihrer Arbeit und sich selbst entfremdet - ein Haufen von Tagel&#246;hnern, der sich dem Diktat einer mafi&#246;sen Macht beugt. Eine Revolution muss her! Und Masaniello soll sie f&#252;hren...&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Fesselndes Musiktheater&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Man darf sich nach der umjubelten Premiere von Daniel Francois Esprit Aubers "La Muette di Portici" am Anhaltischen Theater fragen, warum seit der letzten Dessauer Auff&#252;hrung dieser Oper 52 Jahre vergehen mussten. Dass die Gr&#252;nde nicht in der musikalischen Qualit&#228;t zu suchen sind, steht nach diesem gro&#223;en Abend jedenfalls fest. Denn was die Anhaltische Philharmonie unter ihrem Generalmusikdirektor Antony Hermus hier pr&#228;sentiert, ist ein ungemein suggestives und fesselndes Musiktheater, das die Inszenierung von Andr&#233; B&#252;cker in jedem Augenblick beglaubigt: Wenn diese gewaltige Maschinerie einmal angelaufen ist, l&#228;sst sie sich bis zum bitteren Ende nicht mehr stoppen. Und dass das Sch&#246;ne dabei dicht beim Schrecklichen liegt, dass das Gebet unmittelbar in den Schlachtruf m&#252;ndet, steigert die Faszination dieses Werkes zus&#228;tzlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit seinem B&#252;hnenbildner Jan Steigert und mit seiner Kost&#252;mbildnerin Suse Tobisch verdichtet B&#252;cker die Milieus und verwischt so die historischen Standesgrenzen: Wenn sich die Hochzeitsgesellschaft am Hofe des Vizek&#246;nigs von Neapel aus denselben Unterdr&#252;ckten rekrutiert, die wenig sp&#228;ter gegen diesen Herrscher aufbegehren, dann ist deren Not nicht mehr g&#228;nzlich unverschuldet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man blickt vielmehr auf das System der Camorra, deren Macht sich auch der schweigenden Duldung durch ihre Opfer verdankt. Dass sie sich freilich mit Vorliebe an den Schw&#228;chsten vergreift, zeigt sich bereits in der Ouvert&#252;re, in der Selva und seine Schergen ein Kind als Geisel nehmen, um Fenella in ihre Gewalt zu bekommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Rolle ist der Geniestreich des Autors - eine stumme Titelheldin in einer Oper, die ansonsten von Ch&#246;ren und Ten&#246;ren dominiert wird. Gabriella Gilardi tanzt die Partie mit gro&#223;er Expressivit&#228;t, ihre K&#246;rpersprache ist so beredt und beseelt wie der Gesang ihrer Partner und Gegner.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass ihr mit dem jungen Mexikaner Diego Torre ein Bruder zur Seite steht, dessen schier unersch&#246;pfliche Kraft mit einer wunderbar klaren H&#246;he korrespondiert, bildet den besten Kontrast - hier ist ein Tenor zu bewundern, der schon bald in den Metropolen f&#252;r Furore sorgen d&#252;rfte.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Ensemble auf h&#246;chstem Niveau&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Und weil sich alle anderen Solisten an dieser Norm orientieren, erlebt man eine Besetzung im Superlativ: Eric Laporte ist als Alphonse so souver&#228;n wie Angelina Ruzzafante als seine Braut Elvire, Ulf Paulsen und Angus Wood komplettieren die Partei der M&#228;chtigen kongenial. An Masaniellos Seite singen und k&#228;mpfen Wiard Witholt, Kostadin Aguirov und Stephan Biener - ein auf h&#246;chstem Niveau ausgeglichenes Ensemble, wie man es vor Ort selten zu h&#246;ren bekam. Der eigentliche Star aber ist der erneut um G&#228;ste des Coruso-Ensembles verst&#228;rkte Chor - von Helmut Sonne perfekt einstudiert und von Antony Hermus zu akribisch kontrollierter H&#246;chstleistung gef&#252;hrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser individuell gef&#252;hrten Masse verdankt B&#252;ckers Inszenierung ihre Sinnlichkeit, ihr aus Blut, Schwei&#223; und Tr&#228;nen gemischtes Odeur. Es ist gewiss kein reines Wohlgefallen, mit dem man dieser im franz&#246;sischen Original pr&#228;sentierten Trag&#246;die folgt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber ihre Faszination verdankt sich eben auch und gerade der konsequenten Erz&#228;hlweise, die ein religi&#246;s verbr&#228;mtes und vom Elend entwertetes Leben zeigt - in einer Wirklichkeit, die als Kehrseite des europ&#228;ischen Wohlstands reale Bez&#252;ge hat.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Vorstellungen: 30. April, 19.30 Uhr&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 25 Apr 2010 22:55:14 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/408</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme, 23.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Der mexikanische Tenor Diego Torre ist Masaniello in Auber-Oper / Morgen ist Premiere in Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Europa-Deb&#252;t an der Mulde-B&#252;hne&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Zugegeben, diese aktuelle Beziehung ist weit hergeholt, auch fragw&#252;rdig. Gegenw&#228;rtig h&#228;lt ein in Island ausgebrochener Vulkan fast ganz Europa in Atem. In der Oper &#8222;Die Stumme von Portici&#8220;  st&#252;rzt sich die Hauptperson, eben das stumme M&#228;dchen Fenella, total verzweifelt, in den gerade ausgebrochenen Vulkan Vesuv. Am Anhaltischen Theater Dessau hat in der Regie von Andr&#233; B&#252;cker diese Oper von Daniel- Francois-Esprit Auber am Sonnabend Premiere. Diego Torre ist als Fenellas Bruder Masaniello zu erleben.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die urspr&#252;nglich 1647 in Portici und Neapel angesiedelte Handlung hat nach der Urauff&#252;hrung am  25. August 1830 die Belgische Revolution ausgel&#246;st. Die Aktualit&#228;t der Oper liegt also doch wohl mehr auf anderen Ebenen. &#8222;Das Thema Freiheit, das Thema Befreiung von Unterdr&#252;ckung aus den Fesseln einer st&#228;rkeren Macht, das Thema Rache &#8211; das sind nat&#252;rlich zutiefst urmenschliche Themen, die immer wiederkehren und deswegen immer wieder in der Kunst auch behandelt werden&#8220;, hebt Generalintendant B&#252;cker hervor. In seiner ersten Dessauer Operninszenierung m&#246;chte er seinem Publikum den Kern der Geschichte spannend erz&#228;hlen, die Zuschauer interessieren, bewegen, mitrei&#223;en und begeistern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Machtkonstellationen des Aufstandes armer neapolitanischer Fischer gegen die spanischen Besatzer und ihren Unterdr&#252;ckungsapparat transformiert B&#252;cker in das Neapel der Gegenwart. Weg vom meist verkl&#228;rten Urlaubsblick, stellt er den Aspekt der totalen wirtschaftlichen Kontrolle dieser Region durch eine Macht au&#223;erhalb der freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung &#8211; der Camorra &#8211; in das Zentrum der Geschichte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Clan-&#252;bergreifende Hochzeit aus strategisch- machtpolitischen Gr&#252;nden zwischen Elvire und Alphonse,  dem Sohn eines Paten, ist arrangiert. Dieser hatte kurz zuvor eine Liaison mit Fenella, die er liebt oder glaubt zu lieben, die er verf&#252;hrt hat? Dennoch wird er aus "Vernunftsgr&#252;nden" Elvire heiraten (m&#252;ssen). Masaniello ist Anf&#252;hrer der Fischer - bei B&#252;cker der Hafenarbeiter. Er ist aber auch Bruder der stummen Fenella, deren Ehre er wiederherstellen, die er r&#228;chen m&#246;chte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Masaniello, die zentrale Figur der Geschichte, wiegelt auf, stachelt "das Volk" zum Umsturz an. An seiner Seite ist sein bester Freund Pietro, zun&#228;chst jedenfalls. Und es wird kein letztendlich kein gutes Ende geben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Rolle des Masaniello wird das Dessauer Publikum den mexikanischen Tenor Diego Torre (30) bei seinem Europa-Deb&#252;t erleben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sein Grundschullehrer hatte ihn "entdeckt", den Eltern angeboten, ihn s&#228;ngerisch zu unterrichten. "Musik und Singen geh&#246;ren bei uns in Mexiko an sich zum st&#228;ndigen Leben&#8220;, erz&#228;hlt Diego Torre. M&#246;glicherweise w&#228;re er auch Mathematiker geworden, dieser Bereich interessiere ihn ebenfalls. Er hat sich aber letztendlich f&#252;r Gesang entschieden. Auch vielleicht, weil viele immer wieder gesagt haben: &#8222;Das kannst du ganz toll, das musst du machen&#8220;, erinnert er sich lachend.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diego Torre studierte an der Mexico&#8216;s National School of Music. Sein Deb&#252;t gab er an der National Opera of Mexico in Verdis &#8222;La Traviata&#8220; als Gaston. An der Los Angeles Opera war er zwei Jahre als Domingo-Thornton Young Artist, wo er in der vergangenen Spielzeit erstmals als Don Jos&#233;
in &#8222;Carmen&#8220; auftrat. In dieser Spielzeit deb&#252;tierte er bereits an der Metropolitan Opera New York.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diego Torre belegte 2008 beim Wettbewerb &#8222;Neue Stimmen&#8220; in G&#252;tersloh den dritten Platz. Heribert Germeshausen, Leitender Dramaturg/Operndirektion des Anhaltischen Theaters, bot ihm die Rolle des Masaniello in Dessau an. "Ich kannte weder die Rolle noch die Oper", erz&#228;hlt Diego Torre. Als er jedoch die Noten hatte, war ihm nach einer Woche klar, dass es "eine anspruchsvolle Rolle ist" und "dass ich sie singen m&#246;chte".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In weiteren zentralen Rollen sind Angelina Ruzzafante, Wiard Witholt und Eric Laporte/Oscar de la Torre zu h&#246;ren. Die Oper wird in franz&#246;sischer Sprache mit deutschen &#220;bertiteln gezeigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die musikalische Leitung liegt bei GMD Antony Hermus. Fenella, die Titelfigur, ist mit der T&#228;nzerin Gabriella Gilardi besetzt. Erstmalig wirkt auch das Kinderballett unter der Leitung von Gabriella Gilardi an einer Inszenierung mit. Die Premiere ist am Sonn- abend, dem 24. April, um 19.30 Uhr. Die n&#228;chsten Auff&#252;hrungen finden am 30. April und 2. Mai statt.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 23 Apr 2010 12:52:51 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/407</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ute van der Sanden, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Ute van der Sanden, Mitteldeutsche Zeitung, 22.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;St&#252;ck mit Leidenschaft und Revolte&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Premiere Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker inszeniert &#8222;Die Stumme von Portici&#8220;. Zum nunmehr sechsten Mal kommt die Revolutionsoper von Daniel-Fran&#231;ois-Esprit Auber am Sonnabend in Dessau auf die B&#252;hne.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Mann hat gr&#252;ndlich recherchiert. Auber, sagt Andr&#233; B&#252;cker, sei Tradition in Dessau und daselbst der meistgespielte Opernkomponist: nach Wagner, Mozart, Verdi, Puccini und Lortzing, versteht sich. &#8222;Die Stumme von Portici&#8220; komme nun bereits zum vierten Mal am Haus heraus. An die j&#252;ngste Einstudierung von 1958/59 k&#246;nnten sich &#8222;einige Theaterfreunde noch gut erinnern&#8220;, wei&#223; der Generalintendant.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;La Muette de Portici&#8220; besitzt alle Eigenschaften eines ebenso sonderbaren wie schlagkr&#228;ftigen Revolutionsst&#252;cks. Schon die Besetzung: Stumm auf der Opernb&#252;hne, wo gibt&#180;s denn so was! Daniel-Fran&#231;ois-Esprit Auber sah f&#252;r die Titelfigur der Fenella eine T&#228;nzerin vor &#8211; in Dessau getanzt von Gabriella Gilardi. Die tragende Tenorpartie ist Masaniello zugedacht, dem Anf&#252;hrer der gegen die spanischen Besatzer revoltierenden Neapolitaner. Mit ihm gibt Diego Torre, einer der vielversprechendsten dramatischen Ten&#246;re, sein Europadeb&#252;t. Soeben gastierte der 30-j&#228;hrige Mexikaner in New York.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aubers Musik ist dem italienischen Belcanto abgelauscht &#8211; es wird, sobald sich der Vorhang hebt, folglich weder an gro&#223;en Gesangspartien noch an imposanten Stimmen mangeln. Neben Angelina Ruzzafante, Eric Laporte, Wiard Witholt, Angus Wood und Ulf Paulsen in den Solorollen sind Statisterie, Extrachor Coruso und Kinderballett besetzt. Die Handlung datiert im 17. Jahrhundert, es geht um Tyrannei, Solidarit&#228;t und hoffnungslose Liebe. In der Dessauer Strichfassung, die vor allem auf Da-capo-Teile verzichtet, dauert es etwa zweieinhalb Stunden, bis am Ende der Vesuv ausbricht und Fenella in die gl&#252;hende Lava st&#252;rzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht weniger spektakul&#228;r ist die Auff&#252;hrungsgeschichte der Oper: Nach einer Vorstellung in Br&#252;ssel 1830 geriet das belgische Volk derartig in Wallung, dass es sich von der  Herrschaft der Niederl&#228;nder befreite. Warum also wird der F&#252;nfakter, mit dem die Epoche der franz&#246;sischen Grand op&#233;ra begann und der einst ein B&#252;hnenschlager war, heute derartig ignoriert? Das &#8222;unglaublich schlechte&#8220; Auff&#252;hrungsmaterial f&#252;hrt der Regisseur als erste Ursache an. Als weitere die Scheu vor St&#252;cken jenseits des g&#228;ngigen Repertoires.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Umso entschlossener w&#228;hlte der Generalintendant ausgerechnet dieses Werk f&#252;r seine erste Musiktheaterinszenierung am Anhaltischen Theater. &#8222;Sein Plot ist toll&#8220;, schw&#228;rmt B&#252;cker, &#8222;die Musik ist toll, es passte gut in den Spielplan.&#8220; Und zum Spielzeitmotto. &#8222;Utopie und Wahnsinn&#8220; ist eben auch das Scheitern der Revolution an ihrer eigenen Blutr&#252;nstigkeit. Mafia und M&#252;llskandal, Korruption und Gewalt, Menschen wie Fenella und ihr Bruder Masaniello, die ob der Aussichtslosigkeit ihres Kampfes dem Wahnsinn verfallen, gebe es schlie&#223;lich auch im Europa des 21. Jahrhunderts. Der Vorverkauf stimmt optimistisch: Die Premiereng&#228;ste kommen, logisch, aus Br&#252;ssel, Gro&#223;britannien und ganz Deutschland.
Ausstatter Jan Steigert hat f&#252;r die gro&#223;e Dessauer B&#252;hne ein imposantes Schiff bauen lassen. Auf dem Mitschnitt, der in zwei Vorstellungen entstehen und als DVD erscheinen soll, werden zudem bunte Container im Baukastenprinzip zu sehen sein: Portici ist mithin ein K&#252;stenort, die Oper spielt im Hafen. &#8222;Wir setzen ein, was wir haben&#8220;, verspricht B&#252;cker: Seiten-, Vorder- und Hinterb&#252;hne, Portal, Drehscheibe, Schn&#252;rb&#246;den. Die neue &#220;bertitelungsanlage.
Himmel und Meer, Vulkan und Horizont werden in aufw&#228;ndigen Videoprojektionen eingespielt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Endprobenwoche. An diesem Nachmittag werden Ensembleszenen musikalisch  probiert. Der Regisseur ist nicht dabei, lobt im Gespr&#228;ch gleichwohl die erfreuliche erste Zusammenarbeit mit dem &#8222;sehr konzentrierten, spielfreudigen&#8220; Opernchor. F&#252;r den ist die Produktion eine Herausforderung: Viele Auftritte, viel Fortissimo, viele Takt- und Tempowechsel. Noch dazu in der franz&#246;sischen Originalsprache, zum ersten Mal. Chordirektor Helmut Sonne gibt aus der ersten Zuschauerreihe Achtungszeichen und Eins&#228;tze. Im Saal pr&#252;ft Kapellmeister Wolfgang Kluge die Akustik, bespricht sich mit Generalmusikdirektor Antony Hermus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An seiner musikalischen Leitung macht B&#252;cker &#8211; er inszenierte schon den &#8222;Freisch&#252;tz&#8220;, den &#8222;Wildsch&#252;tz&#8220; und &#8222;Rusalka&#8220;, drei H&#228;ndelopern und, sogar, das &#8222;Wei&#223;e R&#246;ssl&#8220; &#8211; den f&#252;r ihn ma&#223;geblichen Unterschied zum Sprechtheater fest. Der Musik sei die Emotion eingeschrieben, Schauspiel &#8222;erst einmal nur Papier&#8220;. Und schlie&#223;lich habe die &#8222;Stumme von Portici&#8220; doch alles, was eine gute Oper ausmache: Kurzweil und Ohrw&#252;rmer. Anr&#252;hrende Momente, gro&#223;e &#8222;Up-tempo-Nummern&#8220;, eine Liebesgeschichte &#8211; Leidenschaft und Revolte also. Nur ein Happy End hat sie nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r die Premiere am Sonnabend, 19.30 Uhr, gibt es noch Restkarten.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 23 Apr 2010 10:43:10 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/406</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 22.04.2010Tom</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 22.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Tom Wolfe &#8222;The Electric Kool-Aid Acid Test&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Die Nacht, die Lichter&#8220; findet am 30. April um 21 Uhr bereits zum vierten Mal im Alten Theater statt. An diesem Abend krei&#223;t alles um das Amerika der 60er Jahre.
Die Schauspieler Lisa Kudoke, Antje Weber, Mario Janisch und Matthiew Svetchine lassen mit Tom Wolfes Bericht &#252;ber die bewusstseinserweiternde Reise der Merry Pranksters die Zeit der LSD-Trips wieder lebendig werden. Getanzt wird zu Hippie-Hymnen und Klassikern des Psychedelic Rock.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets zu drei Euro erhalten Sie an der Abendkasse sowie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr und &#252;ber
die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 22 Apr 2010 12:22:06 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/405</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 21.04.2010Max</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 21.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Max Raabe zu Gast im Anhaltischen Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am 28. April 2010 um 20:00 Uhr gastiert Max Raabe mit seinem Solo-Konzert "&#220;bers Meer" zwei Wochen nach der Premiere in M&#252;nchen im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theaters. Stets steht er im Frack gewandet auf der B&#252;hne, mal mit, mal ohne Palastorchester, gibt weltweit gefeierte Konzerte und interpretiert mit sanften Bariton, rollendem R und unbewegtem Gesichtsausdruck Chansons, Couplets und Lieder der Weimarer &#196;ra. Mit kammermusikalischer Intensit&#228;t entwirft Max Raabe diesmal in einem Solo Konzert ein akustisches Panorama der schillernden Gef&#252;hlswelt des Meeres als Sinnbild f&#252;r Sehnsucht und Aufbruch, f&#252;r Abschied und Heimweh. Konzentriert und variantenreich spannt die ebenso volumin&#246;se wie pr&#228;zise Baritonstimme Max Raabes den gro&#223;en melodramatischen Bogen - heiter, elegisch und melancholisch.
F&#252;r das Konzert gibt es noch Restkarten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber
die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 21 Apr 2010 13:47:35 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/404</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 21.04.2010haus</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 21.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;haus[funk] 09: Doppelfeature auf der Bauhausb&#252;hne&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Neunter haus[funk]abend am 28. April 2010 ab 19 Uhr&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der letzte Mittwoch im April h&#228;lt ein besonderes Schauspiel auf der Bauhausb&#252;hne bereit. Zum neunten haus[funk]abend am 28. April 2010 um 19 Uhr laden das Anhaltische Theater und die Stiftung Bauhaus Dessau zum [funk]doppel auf der Bauhausb&#252;hne ein.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;19 uhr : sch&#252;ler[funk] &#8211; Ein H&#246;rspielfeature zur Ausstellung &#8222;Bauhausstadt&#8220;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Sch&#252;ler einer neunten Klasse der Friedensschule in Dessau-Ro&#223;lau besch&#228;ftigten sich im Schulprojekt [funk]feature mit ihrer Stadt. Innerhalb des regul&#228;ren Kunstunterrichts arbeiteten sie in vier Kleingrup-pen an selbstgew&#228;hlten Themen. Sie suchten das Gespr&#228;ch mit Einwohnern und Besuchern Dessau-Ro&#223;laus, nahmen Interviews, Ger&#228;usche und Statements auf und kommentierten sie. Aus den einzelnen Aufnahmen der Sch&#252;ler entstand w&#228;hrend des Projektverlaufs eine Audio-Collage zur Stadt Dessau-Ro&#223;lau aus der Sicht der Jugendlichen. Die Ergebnisse werden an diesem Abend von den Sch&#252;lern auf der Bauhausb&#252;hne pr&#228;sentiert. Der Eintritt ist frei!&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;21 uhr: [funk]schauspiel &#8211; Peter Handkes &#8222;Die Stunde da wir nichts voneinander wu&#223;ten&#8220;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im [funk]schauspiel steht das gesamte Schauspielensemble des Anhaltischen Theaters auf der Bauhaus-b&#252;hne. Auf vielfachen Wunsch zeigen die Schauspieler zum zweiten Mal Peter Handkes &#8222;Die Stunde da wir nichts voneinander wu&#223;ten&#8220; &#8211; eine Performance in einer szenischen Bearbeitung von Andrea Moses, Chefregisseurin am Anhaltischen Theater. Das St&#252;ck macht die Bauhausb&#252;hne zum belebten Platz, den Menschen kreuzen und &#252;berqueren, erobern und &#252;berschauen &#8211; oder einfach &#252;bersehen. Eintritt 5,&#8211; / 4,&#8211; (erm&#228;&#223;igt).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Reihe der haus[funk]abende findet regelm&#228;&#223;ig statt &#8211; immer am letzten Mittwoch des Monats. Den Ort daf&#252;r stellen die Bauhausbauten der Stadt &#8211; sie werden neu belebt und bieten Werkstatt und Party-location, Klanglabor und Podium, B&#252;hne und Bildschirm zugleich. [funk] bearbeitet daf&#252;r jeden Monat ein Thema, meist abgeleitet aus den aktuellen Produktionen und Projekten des Anhaltischen Theaters und des Bauhausb&#252;hnenstudios.
[funk] entsteht in Zusammenarbeit des Anhaltischen Theaters Dessau, der Stiftung Bauhaus Dessau und der B&#252;rger der Stadt. [funk] wird gef&#246;rdert durch die Kulturstiftung des Bundes. sch&#252;ler[funk] und [funk]schauspiel sind eine Kooperation der Stiftung Bauhaus Dessau, des Anhaltischen Theaters, der Dessauer Friedensschule und der hello studios.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kontakt: Maria Linke studio@interfunk.net | 0340-2511230
www.interfunk.net | www.twitter.com/interfunk&lt;/p&gt;
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      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 21 Apr 2010 10:32:54 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/403</link>
    </item>
    <item>
      <title>Gina Apitz, Mitteldeutsche Zeitung</title>
      <description>&lt;p&gt;Gina Apitz, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 21.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Schlange erregt Aufmerksamkeit&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Sanft gleitet der Zehner-Kandier &#252;ber die Elbe. Ein paar Paddelschl&#228;ge fehlen noch zum Ufer. Gegen 13 Uhr ist es, als die zehn Paddler ihr Ziel erreicht haben: den Domfelsen in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;7 Uhr am Morgen war das Boot am Dessauer Kornhaus gestartet. Stolze 65 Kilometer legten die Mitglieder der Junkers-Paddelgemeinschaft auf der Elbe zur&#252;ck. Ungew&#246;hnlich ist solch eine Strecke f&#252;r die Kanuten nicht. Doch diesmal paddelte die Besatzung nicht nur aus sportlichem Ehrgeiz. Mit der Aktion wurde die B&#252;rgerinitiative "Land braucht Stadt" unterst&#252;tzt, die sich gegen den drohenden Kahlschlag bei kulturellen und sportlichen Einrichtungen in Dessau-Ro&#223;lau stark macht.&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;13 344 Unterschriften&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;13,5 Millionen Euro muss die Stadt ab 2013 zus&#228;tzlich zu ohnehin schon geplanten K&#252;rzungen einsparen. Das bedeutet weniger Unterst&#252;tzung f&#252;r Sportvereine, Bibliotheken, Freib&#228;der und das Anhaltische Theater. Einige Einrichtungen sind gar von der Schlie&#223;ung bedroht. Doch gegen die "Blut- und Tr&#228;nenliste" hat sich im Februar Widerstand formiert - und Erstaunliches geschafft. 13 344 Unterschriften haben die Mitstreiter der B&#252;rgerinitiative in den vergangenen Wochen gesammelt - und diese am Dienstag an Sachsen-Anhalts Landtagspr&#228;sident Dieter Steinecke (CDU) &#252;bergeben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die B&#252;rgerinitiative hatte sich auf drei Wegen aufgemacht. Mit dem Boot. Zu Fu&#223;. Und mit dem Bus. "Irgendwie m&#252;ssen wir ja auf uns aufmerksam machen", sagte der 42-j&#228;hrige Dietmar Albany, der mit dem Kanadier nach Magdeburg gepaddelt war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aufmerksamkeit erregte die B&#252;rgerinitiative aber vor allem auf ihrem Weg zum Magdeburger Landtag. Wie eine Boa und begleitet von Getrommel schl&#228;ngelte sich der Trupp mit der riesigen Unterschriftenliste Richtung Domplatz. Vor dem Landtag hatte die B&#252;rgerinitiative einen Stand errichtet mit Dingen, die die vielf&#228;ltige Kultur von Dessau-Ro&#223;lau symbolisieren sollten: Fotos aus der Anhaltischen Gem&#228;ldegalerie, eine quietschgelbe Boje, Pokale der verschiedenen Sportvereine. Es war eine verbildlichte Warnung, was nach den geplanten Einsparungen alles in der Stadt fehlen w&#252;rde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Ich f&#228;nde es furchtbar, wenn die Kultur immer weiter abgebaut wird", sagte Susanne Hessel, die Schauspielerin am Dessauer Theater ist und zu den Mitgr&#252;ndern der Initiative geh&#246;rt. Der 30-J&#228;hrigen ist es wichtig zu protestieren. "Ich habe das Gef&#252;hl, dass die Leute in der Stadt durch unsere Aktionen wacher geworden sind." Gro&#223;e Erwartungen an den Besuch beim Landtagspr&#228;sidenten stellte Hessel indes nicht. "Es geht vor allem darum, zu zeigen, dass wir da sind."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Pr&#228;senz zeigte die Initiative auch akustisch. Die Blechbl&#228;ser der Anhaltischen Philharmonie unterst&#252;tzten die etwa 80 Dessau-Ro&#223;lauer, die sich vor dem Landtag versammelt hatten. Der Pr&#228;sident Dieter Steinecke bekam nicht nur die Unterschriftenlisten &#252;berreicht, sondern auch noch einen Katalog mit Dessau-Ro&#223;lauer Forderungen an das Land.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Verbunden war die &#220;bergabe mit der Bitte, diese Forderungen in die politische Diskussion einzubringen. Dessau-Ro&#223;lau will gleich gestellt werden mit den beiden anderen Oberzentren Halle und Madeburg. Dessau-Ro&#223;lau hofft, dass das Land mehr Verantwortung &#252;bernimmt f&#252;r die Weltkulturerbe-St&#228;tten wie das Dessau-W&#246;rlitzer Gartenreich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Vor allem aber wollen wir einen Dialog der B&#252;rger mit der Landesregierung", sagte Uwe Weber, der Sprecher der Initiative "Land braucht Stadt". Weber r&#228;umte ausdr&#252;cklich ein, dass man in Dessau-Ro&#223;lau bereit sei zu sparen, die B&#252;rger aber an den Entscheidungen mit beteiligt werden sollen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Landtagspr&#228;sident Dieter Steinecke reagierte aufgeschlossen, aber wenig konkret auf die Forderungen aus Dessau-Ro&#223;lau. "Sie erwarten von mir sicherlich kein Patentrezept", sagte der CDU-Politiker den Vertretern der B&#252;rgerinitiative, deren Engagement er ausdr&#252;cklich lobte. Steinecke versicherte, das Anliegen "in den politischen Raum hineinzugeben" und den &#196;ltestenrat des Landtags &#252;ber die Probleme zu informieren.&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Sammlung geht weiter&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;"Wir haben heute keine L&#246;sungen erwartet", sagte Uwe Weber im Anschluss an den Besuch. Die Initiative k&#252;ndigte aber an, weitere Unterschriften zu sammeln und im August noch einmal an die Landesregierung heranzutreten. Notfalls dann auch etwas lauter als beim ersten Mal.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 20 Apr 2010 22:11:22 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/402</link>
    </item>
    <item>
      <title>Thomas Altmann, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Thomas Altmann, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 20.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Kabale und ein bisschen Liebe&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Auch wenn dieser Kornhausdialog recht harmonisch und hoffentlich ein St&#252;ck weit vers&#246;hnlich ausgeklungen ist, war er doch &#252;ber weite Strecken gepr&#228;gt von geschm&#228;cklerischer Intoleranz, welche keineswegs auf Seiten derer lag, die im Fadenkreuz sa&#223;en. Am Ende mag die Wahrheit in der Mitte liegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"261 Tage in der 215. Spielzeit des Anhaltischen Theaters - B&#252;rger diskutieren mit der Theaterleitung" titelte breit der Kornhausdialog, zu dem der Freundeskreis des Anhaltischen Theaters geladen hatte. Der Generalmusikdirektor greift in die Tasten, musiziert mit der Konzertmeisterin und dem Solocellisten. Da scheint die Sonne und Sonntag ist es sowieso.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Podium sitzen: Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker, Generalmusikdirektor Antony Hermus, Ballettdirektor Tomasz Kajdanski und Andrea Moses, leitende Regisseurin. Sie res&#252;mieren, sagen, dass sie in Dessau angekommen seien, loben die Tradition und die vorgefundene Leistungsst&#228;rke des Hauses. Hermus preist das Orchester so: "Aus dem Stab kommt keine Musik". Moses sagt, dass sie als K&#252;nstlerin sch&#228;tze, wenn kontrovers diskutiert werde. Und &#252;brigens sei "Lohengrin" nach der "Zauberfl&#246;te" die Oper, die in den letzten zehn Jahren am besten ausgelastet sei. Einige Inszenierungen werden im Schnelldurchlauf angesprochen und die Vorhaben der n&#228;chsten Spielzeit. Gerade sp&#252;rt man, dass dieses Quartett einiges will und dieses in gro&#223;er Nat&#252;rlichkeit zu transportieren vermag, da wird es zum Abschuss frei gegeben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Frau hat ihr Abonnement gek&#252;ndigt, weil sie bef&#252;rchtet, dass sie fortan in Konzerten schunkeln m&#252;sse. Anlass sei die Gala zum Welttheatertag gewesen, die doch eigentlich nur eine kom&#246;diantische Wendung ins Heitere vollzog. Ein Mann fordert einen Spielplan nach dem Gesetz des Marktes, nach Angebot und Nachfrage. Dabei werden Kunst und Bildung mittels Steuergeldern finanziert, um sie frei zu stellen von Marktgesetzen. Er aber verliest Spielpl&#228;ne anderer H&#228;user und fordert ein, was zuvor angek&#252;ndigt wurde, und zwar einen weit gef&#228;cherten Spielplan mit "Die Fledermaus", "Der Bajazzo", "Turandot", "Cos&#236; fan tutte", einer Wagner-Opern-Gala und zum Kurt-Weill-Fest "Der Protagonist". Das Schauspiel wird unter anderem Kom&#246;dien zeigen, "Die Drei von der Tankstelle" und "Tolles Geld" von Alexander Ostrowski, das Ballett "Der Widerspenstigen Z&#228;hmung" und Wagner.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dreimal muss B&#252;cker &#228;u&#223;ern, dass er die Tradition des Hauses wert sch&#228;tze, mehrmals, dass er das Publikum ernst nehme. Dabei sp&#252;rt man doch deutlich, dass diese Theaterleitung auch Menschen ernst nimmt, nicht nur zahlende Erwerber von Eintrittskarten. B&#252;cker muss sogar sagen, dass auch er schon "Im Wei&#223;en R&#246;&#223;l" inszeniert habe. Wer jetzt noch Lust auf zynischen Spa&#223; h&#228;tte, k&#246;nnte anmerken, oh Gott, wie tragisch. Aber komisch ist das alles nicht. Warum reagieren einige Theaterbesucher so, als seien sie pers&#246;nlich beleidigt worden? Ein &#228;lterer Herr lobt und kritisiert detailliert. Er bedankt sich beim Generalintendanten daf&#252;r, "dass wir Sie sehen, dass Sie das Theater in der &#214;ffentlichkeit vertreten" und beim Generalmusikdirektor daf&#252;r, "dass Sie uns zeigen, dass Musik auch Freude macht." Eigentlich ein sch&#246;nes Schlusswort. Aber es ist still geworden im Podium.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 19 Apr 2010 22:12:54 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/401</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 16.04.2010Abschlussfeier</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 16.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Abschlussfeier &#8211; zum letzten Mal&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Einar Schleefs Schauspiel &#8222;Abschlussfeier&#8220; wird am 24. und 25. April um 19.30 Uhr zum letzten Mal im Alten Theater gezeigt. In der Inszenierung von Armin Petras, die als Koproduktion mit dem Gorki Theater Berlin entstand, ist noch einmal Ursula Werner als Leiterin einer Jugendherberge zu erleben. Anl&#228;sslich der Abschlussfeier der  Gesellschaft f&#252;r Deutsch-Franz&#246;sische Freundschaft denkt sie &#252;ber das Leben und &#252;ber richtige und falsche Entscheidungen nach. Das tun auch ihre Mitarbeiterinnen, die Jungen, die noch Tr&#228;ume und Hoffnungen in sich tragen und die Alten, die der DDR-Alltag erstarren lie&#223;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber
die Theaterkasse - nur telefonisch 0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 16 Apr 2010 13:47:47 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/400</link>
    </item>
    <item>
      <title></title>
      <description></description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 16 Apr 2010 12:16:01 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/399</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ralph Gambihler,Kunststoff das</title>
      <description>&lt;p&gt;Ralph Gambihler,Kunststoff das Kulturmagazin f&#252;r Mitteldeutschland, April/Mai/Juni 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Hass mit Pause&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Die Kunst handelt vom Menschen. Der Mensch aber braucht Dinge - und genau darum geht es in der Rubrik &#8222;Unser liebstes Requisit&#8220;: um das Fundst&#252;ck aus der Dingwelt des Theaters, um das materielle Detail von menschlichen Verh&#228;ltnissen, um die wundersame und wunderbare Zutat einer Geschichte. Diesmal besch&#228;ftigen wir uns mit zwei Fernsehapparaten, die in Christian Weises Inszenierung von Kleists Rachedrama &#8222;Familie Schroffenstein&#8220; am Anhaltischen Theater Dessau auf der B&#252;hne stehen.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Nat&#252;rlich! Die Regie l&#228;sst uns nicht mitschauen. Von den Apparaten bekommen wir nur die Hinterteile zu sehen: dunkelgraue, bucklige Plastikverblendungen, h&#228;sslich wie das Industriedesign sie schuf. Was wir aber sehen, sind die Gesichter der Kleinb&#252;rger, die in diese - ihre - Apparate schauen oder eigentlich eher starren, und das wiederkehrende Bild des Abends: zwei deutsche Familien vor der Glotze, bl&#228;uliches Licht &#252;ber reglosen Mienen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Heinrich von Kleists B&#252;hnenerstling aus dem Jahr 1803 sind die Sippen Rositz und Warwand nicht nur verwandt, sie sind auch im Hass miteinander verbunden. In Christian Weises Dessauer Version wohnen sie T&#252;r an T&#252;r und schauen fern. Sie hassen sich deshalb nicht weniger, aber irgendwie h&#228;ngen sie dann doch immer wieder vor den Ger&#228;ten herum, tasten nach der Fernbedienung, stellen den Ton laut und machen es sich in der Sitzgruppe bequem. Der Fernseher als Trag&#246;dienbremse. Wer reinschaut, mordet nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An der Geschichte &#228;ndert das allerdings nichts. Gnadenlos dr&#228;ngt die Handlung dem schrecklich vorhersehbaren Verh&#228;ngnis entgegen. Am Schluss sind Kleists Liebende tot: Agnes und Ottokar, von Ines Schiller und Jan Kersjes anr&#252;hrend dargestellt. Und der Romeo-und-Julia-Tod, den die bei den auf der Hinterb&#252;hne des Dessauer Theaters sterben, ist ein splatterhaftes Schauspiel an Grausamkeit. Beide werden regelrecht hingerichtet und mit Kugeln durchsiebt, bis sie v&#246;llig blut&#252;berstr&#246;mt in Sessel sinken und klar wird, dass jeder Vaters sein eigenes Kind get&#246;tet hat. Dieser finale Rache-Exzess ist zudem hyperreal &#252;berzeichnet. Die Regie l&#228;sst ihn in Zeitlupe spielen. Ziemlich drastisch, so eine Slow-Motion-Erschie&#223;ung nach Kleist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber ist diese Trag&#246;die eigentlich real? Manchmal hat man den Eindruck, dass wir, die Zuschauer, wie Platons H&#246;hlenmenschen mit dem R&#252;cken zum Feuer sitzen und nur die tanzenden Schatten einer tieferen Wirklichkeit sehen. Und dass all die Frauen und M&#228;nner auf der B&#252;hne ziemlich verpeilt wirken. Warum gehen sie nicht einfach &#252;ber den Flur, klopfen an Nachbars T&#252;r und machen reinen Tisch? Weil das in deutschen Nachbarschaftskriegen nicht vorkommt? Weil sie im Hass gefangen sind? Weil es nicht bei Kleist steht?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass es in diesem kleinb&#252;rgerlichen Rache-Terrarium einen diffusen, vielleicht auch dialektischen Zusammenhang von Wirklichkeit und Fiktion gibt, ist offensichtlich. Die beiden Fernsehapparate sind gewisserma&#223;en die Membranen, &#252;ber die zwei Geschichten miteinander kommunizieren. Die eine, &#8222;Familie Schroffenstein&#8220;, steht im Programmheft und endet mit dem beschriebenen Blutbad. Die andere, &#8222;Twin Peaks&#8220;, kommt via Mattscheibe in beide Wohnzimmer herein und pr&#228;gt die Atmosph&#228;re. Die Dialoge von David Lynch und Mark Frost und noch mehr das G&#228;nsehaut-Thema des Soundtracks mit seinen dunklen Syntheziser-Kl&#228;ngen gehen den Kleist-Figuren genauso unter die Haut wie uns. Und w&#228;hrend das Parfum des Unheimlichen und Abgr&#252;ndigen, dass die Kultserie aus den 90er Jahren verstr&#246;mt, wie Reizgas in der Luft liegt, scheinen die verfeindeten Familien aus dem kleinb&#252;rgerlichen Rahmen zu fallen. Zwielichtige Gestalten tauchen auf, hinter der Kulisse finden erste Bluttaten statt, unter Bodendielen werden, als sei es das Normalste von der Welt, allerlei Schusswaffen hervorgeholt. Eigentlich geht es bald zu wie in einem Krimi &#252;ber eine Vendetta unter Deutschen. Das Leben scheint das Filmgeschehen mit Riesenschritten zu &#252;berholen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Regie l&#228;sst dies alles in der Schwebe. Als schlichte Warnung wider die Gefahren massenkultureller Gewaltfiktionalisierung in Genres wie Mystery und Horror kann man den Abend kaum missverstehen. Eigentlich werden nur Zeiten, Sprachen und Empfindungswelten ineinander geschoben. Die zwei Fernseher machen es m&#246;glich.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 16 Apr 2010 12:15:48 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/398</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 16.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am 15. Mai in Dessau&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Carmina Burana f&#252;r ganz Eilige passt ins Fest-Quartett&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;"Wir haben noch Platz f&#252;r viel mehr Leute." Ja, die Dessauer Theaterb&#252;hne ist gro&#223; und Antony Hermus wei&#223; das. 500 Menschen, so der Generalmusikdirektor, w&#252;rde man unter bekommen. Viele fehlen daf&#252;r nicht mehr. Mit Stand von Donnerstagmittag haben sich bislang 327 S&#228;ngerinnen und S&#228;nger f&#252;r das Scratch-Konzert am 15. Mai im Anhaltischen Theater angemeldet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mitten in das erste Elbmusikfest der Neuzeit ist dieses Scratch-Konzert eingebettet. Das Prinzip ist schnell erkl&#228;rt. "80 Prozent des Ergebnisses erreichen wir in 20 Prozent der Zeit", lacht Hermus, und tats&#228;chlich ist die Zeit knapp. Nur einen Tag Probe gesteht man den S&#228;ngern zu. Denn die Idee des Scratch-Konzertes besteht darin, mit einem Chor aus Hobby-S&#228;ngern innerhalb von 24 Stunden Carl Orffs Chorwerk "Carmina Burana" einzustudieren und das Ergebnis in einer &#246;ffentlichen Auff&#252;hrung zu pr&#228;sentieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass so etwas geht und dabei auch noch gut klingt, vor allem aber jede Menge Spa&#223; macht, Mitwirkenden wie Zuh&#246;rern gleicherma&#223;en, hat Antony Hermus schon andernorts erlebt. Drei Mal leitete er solche Scratch-Konzerte bereits in Hagen. Bis zu 450 Hagener konnte man mobilisieren, mitzumachen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass dies auch in Dessau zu schaffen ist, ist Hermus zuversichtlich. Schon jetzt ist das Konzert eine Sache der gesamten Region, aus St&#228;dten ringsum sind Anmeldungen eingegangen, von Kinderch&#246;ren bis zu singenden Senioren. "Man muss sich einfach rantrauen und muss gar keine ausgebildete Stimme haben", erkl&#228;rt Hermus, der sich einen "Tag der genussvollen Musik" erhofft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Er zieht auch den Hut vor den Musikern der Anhaltischen Philharmonie, denn normalerweise h&#228;tten die stets den Anspruch, ein perfektes Konzert zu spielen. Diesmal aber seien die Wagnisse weitaus gr&#246;&#223;er. "Alle wissen, dass wir nur einen Tag Zeit haben, das ist ein ganz anderes Arbeiten", sagt der Dirigent, der sich auf die Energie freut, die von so vielen S&#228;ngern und dem Orchester ausgehen wird. "Wir werden erleben, was Musik ausmacht: das selbst Mitmachen."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ohnehin ist das Elbmusikfest, das es als Fest regionaler Ch&#246;re schon einmal im 19. Jahrhundert in Dessau gab, ein Fest des Gesangs. So sind es die Wagner-Ch&#246;re des "Lohengrin" mit denen das Fest am 13. Mai beginnt. "Ich bin stolz und froh, dass das Elbmusikfest mit dieser Oper er&#246;ffnet wird", so Regisseurin Andrea Moses, die deutschlandweit f&#252;r ihre politische Lesart des Stoffes von der Kritik gelobt wurde. "Wir brauchen sehr viel mehr politisches Theater, um die Leute zum Mitdenken zu ermutigen", findet Dessaus Chefregisseurin, die sich mit ihren Arbeiten auch in der Tradition von Walter Felsenstein sieht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So wie das Elbmusikfest mit gro&#223;en Ch&#246;ren beginnt, endet es auch am 16. Mai, allerdings mit gro&#223;er franz&#246;sischer Choroper: "Die Stumme von Portici". Noch kennt niemand diese Auff&#252;hrung, mit der sich Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker auch als Opernregisseur dem Publikum vorstellt. Die Premiere der Oper von Daniel F. E. Auber ist am 24. April. Ein "dankbares St&#252;ck f&#252;r unser S&#228;ngerensemble" nennt Andr&#233; B&#252;cker das Werk und freut sich &#252;ber seine erste Zusammenarbeit mit Antony Hermus im Musiktheater. Mit Diego Torre habe man zudem einen hervorragenden jungen Tenor verpflichten k&#246;nnen, der w&#228;hrend der Probenzeit sein Deb&#252;t an der Metropolitan Opera New York in "Aida" gab.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ohne einen Chor, daf&#252;r aber mit den Ausdrucksmitteln des Tanzes, kommt die vierte Auff&#252;hrung des Elbmusikfestes aus, die das Quartett komplettiert. Am 14. Mai wird im Anhaltischen Theater das Ballett "Lulu" gezeigt, das Tomasz Kajdanski choreographierte. "Ich habe mir vorgenommen, dass unser Ballettensemble ein Gesicht bekommt", so Kajdanski. Mit "Lulu" sei dies gelungen. Die Musik f&#252;r "Lulu" kommt von der Anhaltischen Philharmonie, die tats&#228;chlich keinen Abend des Elbmusikfestes ausl&#228;sst und sich ein paar auff&#252;hrungsfreie Tage nach diesem verl&#228;ngerten musikalischen Wochenende vor Pfingsten verdient haben d&#252;rfte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Karten f&#252;r das Elbmusikfest 2010 mit "Lohengrin" (13. Mai, 18 Uhr), "Lulu" (14. Mai, 19 Uhr), Scratch-Konzert "Carmina Burana" (15. Mai, 19 Uhr) und "Die Stumme von Portici" (16. Mai, 17 Uhr) gibt es an der Theaterkasse im Rathaus-Center, Telefon 0340 / 2 40 02 58.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 15 Apr 2010 21:42:43 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/397</link>
    </item>
    <item>
      <title>Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau</title>
      <description>&lt;p&gt;Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 15.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#171;B&#252;rger-Leuchten&#187; auf dem Markt&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Wenn das Licht ausgeht, m&#252;ssen die B&#252;rger selbst f&#252;r mehr Helligkeit sorgen. Das sagt die Initiative "Land braucht Stadt - Ja zu Dessau-Ro&#223;lau", die in den vergangenen Wochen fast 12 000 Unterschriften gesammelt hat, um gegen den drohenden Kahlschlag in der Stadt zu protestieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nachtw&#228;chter schlie&#223;t T&#252;ren&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bevor die Unterschriften am Dienstag kommender Woche nach Magdeburg gebracht werden, soll es am Montag eine Art Abschiedsparty f&#252;r die Magdeburg-Fahrer vor dem Portal des Dessauer Rathauses geben. Ab 21 Uhr singen die Dessauer "Muldespatzen" ihr Geisterstadt-Lied, werden aus potentiell bedrohten Einrichtungen symbolische Gegenst&#228;nde auf die Reise gen Magdeburg geschickt und Nachtw&#228;chter daf&#252;r sorgen, dass manch zur Zeit noch offene T&#252;r verschlossen wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um einen Vorgeschmack zu geben, auf das, was Dessau-Ro&#223;lau in Zukunft drohen k&#246;nnte, wird die Stra&#223;enbeleuchtung in der Zerbster Stra&#223;e am Montag bis 22 Uhr ausgeschaltet bleiben. Licht m&#252;ssen die B&#252;rger selbst mitbringen, sei es in Form von Kerzen. Taschenlampen und was sonst noch immer hell in die Nacht leuchtet. Dass es die B&#252;rger sind, die f&#252;r Licht sorgen, hat der Veranstaltung auch ihren Titel eingetragen: "B&#252;rger-Leuchten".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Dienstag geht es dann f&#252;r einige Mitstreiter der Initiative bereits am fr&#252;hen Morgen in Richtung Magdeburg: L&#228;ufer und Kanufahrer starten gegen um 7 Uhr vom Dessauer Kornhaus. Ob zu Wasser oder &#252;ber die Stra&#223;en: Beide Gruppen haben ziemlich exakt 65 Kilometer zur&#252;ckzulegen. Sp&#228;ter f&#228;hrt noch ein Bus in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Forderungen an Magdeburg&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die eigentliche Aktion in Magdeburg beginnt 13.30 Uhr am Domfelsen, wo die Teilnehmer von den Blechbl&#228;sern der Anhaltischen Philharmonie empfangen werden. Von dort aus geht es zum Landtag, wo die Protest-Unterschriften kurz darauf in einer ungew&#246;hnlichen Form an Sachsen-Anhalts Landtagspr&#228;sident Dieter Steinecke &#252;bergeben werden - samt eines Katalogs von Forderungen aus dem kreisfreien Oberzentrum Dessau-Ro&#223;lau an Magdeburg.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 15 Apr 2010 12:01:31 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/396</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 15.04.2010Spaziergang</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 15.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Spaziergang durch die Jahreszeiten&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Jugendliche stellen ihre Theaterarbeiten vor&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8222;Von-Vorn!&#8220; &#246;ffnet das Anhaltische Theater das Foyer des Gro&#223;en Hauses am 27. April 2010, um 16 Uhr f&#252;r Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler des Gymnasiums &#8222;Walter Gropius&#8220;  - Europaschule. Die AG "Schreibende Sch&#252;ler" hat gemeinsam mit Musikern und S&#228;ngern aus der Sch&#252;lerschaft ein musikalisch-literarisches Programm passend zu den Jahreszeiten vorbereitet, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Eintritt ist frei.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 15 Apr 2010 11:43:21 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/395</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 14.04.2010Drei</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 14.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Drei Sozialarbeiterinnen kommen ins Schleudern&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am 15. und 18. April, jeweils um 19:30 Uhr wird das Erfolgsst&#252;ck von Felicia Zeller &#8222;Kaspar H&#228;user Meer&#8220; wieder im Studio des Alten Theaters gezeigt.
Die 35-j&#228;hrige Autorin sollte f&#252;r das Theater Freiburg ein St&#252;ck &#252;ber Kindsvernachl&#228;ssigung schreiben und n&#228;herte sich dem Thema sehr klug und raffiniert aus der Perspektive dreier Sozialarbeiterinnen. Diese drei Sozialarbeiterinnen vom Jugendamt kommen ins Schleudern. Ihr Mitarbeiter Bj&#246;rn lie&#223; sie im Stich. Er ist ausgebrannt, f&#228;llt wegen eines Burn-Out-Syndroms f&#252;r unbestimmte Zeit aus und hinterl&#228;sst ihnen einen regelrechten Haufen ungel&#246;ster &#8222;F&#228;lle&#8220; und unerledigter Arbeit. In einer rasanten, sprachm&#228;chtigen und sprachohnm&#228;chtigen Auflehnung gegen die Umst&#228;nde und &#220;berforderungen ihrer Arbeitswelt reden sich die drei Frauen ihre N&#246;te vom Leib und versuchen sich aus dem Gef&#228;ngnis ihrer allt&#228;glichen Zw&#228;nge zu befreien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit: Eva Marianne Berger, Susanne Hessel und Regula Steiner-Tomi&#269;
B&#252;hnenmusik: Hans Rotman (Intendant IMPULS Festival f&#252;r Neue Musik)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 14 Apr 2010 16:57:26 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/394</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 14.04.2010Premiere</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 14.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Premiere &#8222;Die Stumme von Portici&#8220; [La Muette de Portici]&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Gro&#223;e Oper in f&#252;nf Akten. Dichtung von Eug&#232;ne Scribe und Germain Delavigne&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Daniel-Fran&#231;ois-Esprit Aubers Oper &#8222;Die Stumme von Portici&#8220; [La Muette de Portici] hat am Samstag, 24. April 2010, um 19:30 Uhr Premiere im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theaters. Mit diesem Werk kehrt nach jahrzehntelanger Abwesenheit eine der erfolgreichsten Opern des 19. Jahrhunderts auf die Dessauer Opernb&#252;hne zur&#252;ck. Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker stellt sich mit dieser Inszenierung in Dessau erstmalig als Opernregisseur vor.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der zentralen Rolle des Masaniello gibt der drei&#223;igj&#228;hrige Tenor Diego Torre sein Europadeb&#252;t. Torre ist einer der vielversprechendsten dramatischen Ten&#246;re seiner Generation. Diese Spielzeit deb&#252;tierte er bereits an der Metropolitan Opera New York. In weiteren zentralen Rollen sind Angelina Ruzzafante, Wiard Witholt und Eric Laporte/ Oscar de la Torre zu h&#246;ren. Die Oper wird in franz&#246;sischer Sprache mit deutschen &#220;bertiteln gezeigt. Die musikalische Leitung liegt bei GMD Antony Hermus. Fenella, die Titelfigur, ist mit der T&#228;nzerin Gabriella Gilardi besetzt. Erstmalig wirkt auch das Kinderballett unter der Leitung von Gabriella Gilardi an einer Inszenierung mit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zur Handlung: Fenella, die stumme Schwester Masaniellos, wird von Alphonse, dem Sohn des Vizek&#246;nigs von Neapel, kurz vor dessen standesgem&#228;&#223;er Heirat mit Elvire verf&#252;hrt und daraufhin vom Vizek&#246;nig ohne Alphonses Wissen eingekerkert. Fenella gelingt die Flucht. Als Masaniello von der Entf&#252;hrung erf&#228;hrt, gibt er das von seinen Anh&#228;ngern lange ersehnte Zeichen f&#252;r den Aufstand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Musikalische Leitung: GMD Antony Hermus | Inszenierung: Andr&#233; B&#252;cker | B&#252;hne: Jan Steigert
Kost&#252;me: Suse Tobisch | Dramaturgie: Heribert Germeshausen | Chor: Helmut Sonne&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Angelina Ruzzafante (Elvire), Diego Torre (Masaniello), Gabriella Gilardi (Fenella), Eric Laporte/ Oscar de la Torre (Alphonse), Wiard Witholt (Pietro), Angus Wood (Lorenzo), Ulf Paulsen (Selva) u.a.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Premiere am 24.04.2010 um 19:30, Gro&#223;es Haus&lt;br/&gt;
Weitere Vorstellungen am 30.04.2010, 19:30 Uhr | 02.05.2010, 17 Uhr | 16.05.2010, 17 Uhr | 22.05.2010, 17 Uhr | 04.06.19:30 Uhr.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 14 Apr 2010 14:51:36 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/393</link>
    </item>
    <item>
      <title>Christina Matte, Neues Deutschland</title>
      <description>&lt;p&gt;Christina Matte, Neues Deutschland, 10.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Dann ist das Theater zu!&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Andr&#233; B&#252;cker, Generalintendant des Anhaltischen Theaters Dessau-Ro&#223;lau, &#252;ber Zivilisation, sterbende Landstriche und das Flicken von Schlagl&#246;chern&lt;/h2&gt;

&lt;h2&gt;ND: Herr B&#252;cker, Stadttheater ist ...?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Br&#252;cker: ... Mittelpunkt des st&#228;dtischen Lebens. Hier in Dessau-Ro&#223;lau sogar schon in sehr langer Tradition: Unsere Philharmonie ist 243 alt, das Theater selbst befindet sich in der 215. Spielzeit. Also: Wir reden nicht &#252;ber irgendetwas!&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wir reden aus einem ernsten Grund: Noch wird das Anhaltische Theater j&#228;hrlich mit 15 Millionen Euro gef&#246;rdert, von Stadt und Land etwa zu gleichen Teilen. Die Stadt muss sparen und will die F&#246;rderung ab 2013 halbieren. Was w&#252;rde das bedeuten?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Es w&#252;rde bedeuten, dass auch das Land Sachsen-Anhalt seine F&#246;rderung halbiert. Dies wiederum w&#252;rde bedeuten, dass wir pro Jahr sieben bis acht Millionen Euro weniger zur Verf&#252;gung h&#228;tten. Ein Ensemble- und ein Vier-Sparten-Theater, wir wir es heute haben, w&#228;re dann nicht mehr m&#246;glich. Wir k&#246;nnten keine Haustarife mehr zahlen, m&#252;ssten zig Leute entlassen. Die Eigeneinnahmen, die wir heute noch erwirtschaften &#8211; immerhin begr&#252;&#223;en wir pro Jahr 200 000 Besucher &#8211;, w&#252;rden dramatisch sinken. Da muss man dann nicht mehr dar&#252;ber nachdenken, ob man eventuell eine Sparte schlie&#223;t. Dann ist das Theater zu!&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;In diesem Jahr wurde der Welttheatertag am 27. M&#228;rz in Deutschland auch als Protesttag begangen: In Wuppertal, wo das Stadttheater ebenfalls existenziell bedroht ist, erhoben etwa 60 Theater die Stimmen. Dessau-Ro&#223;lau war dabei.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wir waren mit einem Auszug aus dem St&#252;cke &#187;Milarepa&#171; von &#201;rik-Emmanuel Schmitt, inszeniert von Andrea Moses, vertreten. Mit einem Monolog &#252;ber das Ertragen und einem Wut-Monolog: Ein Mann muss Geschichten wieder und wieder erz&#228;hlen. Somit tut er letztlich das, was die origin&#228;re Aufgabe von Theater ist: Geschichten immer wieder erz&#228;hlen, sie an die n&#228;chste Generation weitergeben, sie im kollektiven Ged&#228;chtnis behalten, sie pflegen und weiterdenken. Wir fanden: Das passt in Wuppertal.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wie war Ihr Gef&#252;hl?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ich selbst war nicht dabei. Aber Andrea Moses erz&#228;hlte, es sei eine tolle Atmosph&#228;re gewesen. Ich kenne solche Veranstaltungen. Das Gef&#252;hl schwankt zwischen Euphorie und Melancholie. Nat&#252;rlich hofft man, noch etwas abwenden zu k&#246;nnen. Zugleich f&#252;rchtet man, dass die Entscheidung nicht in der eigenen Hand liegt. Man darf aber festhalten: Noch nie hat es in Deutschland eine solche Veranstaltung mit so vielen Beteiligten, mit so vielen Theatern gegeben.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Nie zuvor waren Stadttheater so bedroht, Kommunen so in die Enge getrieben?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Jetzt ist die Krise massiv da. Die Kommunen sind am Ende, sie bluten aus. Das Problem besteht darin, dass der Bund alles daf&#252;r tut, diese Entwicklung voranzutreiben &#8211; ich sage nur &#187;Wachstumsbeschleunigungsgesetz&#171;. Dabei sind es die Kommunen, die in der Fl&#228;che die wahren Tr&#228;ger des kulturellen Lebens sind, und bisher schultern sie die Hauptlast. Aber sie werden sozusagen stranguliert und k&#246;nnen ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen. Kommunale Selbstverwaltung ist nur noch ein Popanz. Was es brauchte, ist ein Solidarpakt, um Kulturhilfefonds einzurichten oder ein Entschuldungsprogramm f&#252;r die Kommunen aufzulegen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Woher soll das Geld kommen?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ja, wo kommt es denn bei den Banken her? Allein die 3,6 Milliarden, die der Freistaat Bayern in seine Landesbank gepumpt hat, w&#252;rden alle Theater Deutschlands f&#252;r zwei Jahre finanzieren. Geld scheint doch da zu sein. Die Frage ist, wof&#252;r man es ausgibt. Abwrackpr&#228;mie, Geschenke f&#252;r Hotels und die 15 Milliarden, die ben&#246;tigt werden, um die Schlagl&#246;cher zu bef&#252;llen, welche der Winter gerissen hat, die werden wir auch noch irgendwo auftreiben. Da bin ich ganz sicher. Aber interessanterweise wird dann versucht, kommunale Haushalte zu sanieren, indem man den Menschen vor Ort die Kultur kaputtschl&#228;gt. Mit Zivilisation hat das nichts zu tun.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Lassen Sie uns auf die spezielle Situation in Dessau-Ro&#223;lau zur&#252;ckkommen: Eingangs sprachen Sie vom Theater als kulturellem Mittelpunkt st&#228;dtischen Lebens. Wie sieht das bei Ihnen konkret aus?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Unser Theater ist Ort der Diskussion, der &#228;sthetischen Auseinandersetzung, ein politischer Ort, Ort der Selbstvergewisserung einer Stadt, also ein Ort, wo sich st&#228;dtische Identit&#228;t manifestiert. Es ist ein Bildungsort mit weitverzweigten Aktivit&#228;ten und Programmen &#8211; ob f&#252;r Kinder, Jugendliche oder Senioren.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Bleiben wir bei der Bildung.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Zun&#228;chst erreichen wir Tausende von Sch&#252;lern &#252;ber unsere Auff&#252;hrungen, auch via Sch&#252;lertickets. Auf dem Spielplan stehen zum Beispiel &#187;Der Kick&#171; von Andres Veiel und Gesine Schmidt, jenes Dokumentarst&#252;ck nach dem Fall in Potzlow, wo drei Jugendliche bestialisch ihren Kumpel umbrachten, und die Monooper &#187;Das Tagebuch der Anne Frank&#171;. F&#252;r die kleineren Kinder haben wir eine Kinderoper im Programm und f&#252;r die ganz Kleinen Veranstaltungen mit dem Puppentheater oder Konzerte &#8211; musikalische Schnitzeljagden, Kuscheltier-Konzerte.
Wir erreichen Kinder und Jugendliche aber auch &#252;ber die musikalische Fr&#252;herziehung. Unsere Orchestermusiker gehen in Schulklassen, vermitteln ihnen den ersten Kontakt mit Instrumenten, sind als Lehrer in den Musikschulen t&#228;tig. Wenn es das Theater nicht mehr g&#228;be, blieben auch die Orchestermusiker nicht hier, die Musikschulen h&#228;tten keine Lehrer mehr.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Bisher wendet die Stadt noch 12,5 Prozent ihres Haushalts f&#252;r Kultur auf &#8211; im Bundesvergleich ist das &#252;berdurchschnittlich viel.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das liegt daran, dass es hier &#252;berdurchschnittlich viel Kultur gibt, die gepflegt, erhalten und vielleicht auch entwickelt werden will. Das kostet nat&#252;rlich viel Geld. Aber dieser kulturelle Reichtum ist doch kein Problem, sondern eigentlich etwas Fantastisches. Und ich bin &#252;berzeugt, die einzige M&#246;glichkeit dieser Kommune, sich f&#252;r die Zukunft aufzustellen, besteht darin, auf ihre Ressourcen zu setzen. Und das ist nun mal die Kultur: Dessau-Ro&#223;lau hat nicht nur ein altes Stadttheater, UNESCO-Welterbest&#228;tten wie das Bauhaus und das Dessau-W&#246;rlitzer-Gartenreich, es hat nicht nur das Kurt-Weill-Fest, sondern Bibliotheken, Sportvereine &#8211; das alles geh&#246;rt dazu.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun sieht der st&#228;dtische Sparplan vor, ab 2013 nicht nur die Theatermittel zu k&#252;rzen, sondern insgesamt 13,5 Millionen aus dem Haushalt zu streichen &#8211; die Folgen w&#252;rden vom Stellenabbau in der Verwaltung bis zur Schlie&#223;ung von Kultureinrichtungen und Sportst&#228;tten reichen. Sie sehen Schwarz f&#252;r die Region?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es steht mehr auf dem Spiel als ein traditionsreiches Theater, viel mehr. Es geht um eine Infrastruktur, die es Menschen m&#246;glich macht, hier zu leben und leben zu wollen. Wenn man diese Politik fortsetzt, alles M&#246;gliche zu subventionieren, nur nicht die Kultur im weitesten Sinne, dann gibt man ganze Landstriche auf.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Dessau z&#228;hlt heute noch 88 000 Einwohner, seit 1989 sind mehr als ein Viertel seiner B&#252;rger abgewandert. Das reiche kulturelle Angebot hat sie nicht halten k&#246;nnen &#8211; sie brauchten Arbeit.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Richtig, Menschen gehen weg, wenn sie keine Arbeit und keine Lebensperspektive haben. Aber es werden noch mehr weggehen, wenn die Kultur dicht macht. Und dann wird sich hier auch keiner mehr ansiedeln, auch keine Industrie. Aber gut, das w&#228;re zumindest eine Entscheidung. Man k&#246;nnte sagen: Wir sehen jetzt schon keine Zukunft mehr, wir flicken keine Schlagl&#246;cher mehr, machen das Theater zu und nehmen in Kauf, dass Dessau-Ro&#223;lau und die Region Anhalt in den n&#228;chsten 30 Jahren noch mal 25 000 Einwohner verlieren. Wir geben den Landstrich auf. Und die, die noch hier wohnen, k&#246;nnen hier sterben oder weggehen. Das k&#246;nnte man ja sagen. Was aber nicht mehr geht, auch das wird jetzt deutlich, ist dieses Durchgewurschtel. Man kann nicht mehr sagen: Wir schaffen das schon irgendwie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gestern war ich auf dem Junkers-Gel&#228;nde. Ein fantastisches bauhistorisches Erbe! Dazu kommt die Technikgeschichte &#8211; Anfang 20. Jahrhundert, technischer Aufbruch, Innovation, Wissenschaft, Forschung, Moderne. Das Gel&#228;nde ist verrottet. Jetzt, da es wahrscheinlich kaum noch zu retten ist, will man es abrei&#223;en &#8211; mit der Begr&#252;ndung, dort eventuell Firmen anzusiedeln. Das ist zutiefst l&#228;cherlich. Es gibt genug freiliegende Industrie- oder Gewerbefl&#228;chen in Dessau. Aber nach der Wende h&#228;tte man Betriebe, die man rund um Dessau auf der gr&#252;nen Wiese untergebracht hat, forschungs- und wissenschaftsstandortm&#228;&#223;ig auf dem Junkers-Gel&#228;nde konzentrieren, einen Traditionsstandort entwickeln k&#246;nnen. Das ist nicht passiert. Und pl&#246;tzlich ist eine Stadt wie Magdeburg, die in dieser Hinsicht &#252;berhaupt keine Tradition hat, Stadt der Wissenschaft.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Vielleicht hatten die Stadtv&#228;ter nach der Wende andere Sorgen?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Zwanzig Jahre danach sollte man kl&#252;ger geworden sein. Sehen Sie, wir haben zwar das Bauhaus, die Hochschule Anhalt und das Umweltbundesamt in der Stadt, gro&#223;e Einrichtungen mit vielen Mitarbeitern, aber die wenigsten davon wohnen auch hier: Berlin ist nicht weit weg. Und Dessau ist eben auf den ersten Blick nicht die attraktivste Stadt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Sie selbst wohnen in Dessau-Ro&#223;lau?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ja. Ich lebe und arbeite gern hier. Auch deshalb, weil ich hier Partner habe. Philipp Oswalt hat ja als Direktor des Bauhauses angefangen und Michael Kaufmann als Intendant des Kurt-Weill-Festes. Wir sind ein gutes Gespann. Gemeinsam versuchen wir, den Zusammenhang von Kultur und Lebensqualit&#228;t st&#228;rker ins Bewusstsein der Stadt zu r&#252;cken. Und seit die B&#252;rgerinitiative &#187;Land braucht Stadt&#171; entstand, wird die Thematik auch aktiver und kontroverser diskutiert.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 9 Apr 2010 23:46:39 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/388</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 06.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Beim Heizungsbau f&#228;llt der Groschen&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Autor erz&#228;hlt im Publikumsgespr&#228;ch, wie &#8222;Hermes in der Stadt&#8220; entstand.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wie ein Zuschauer habe er sich f&#252;hlen k&#246;nnen, sagt Lothar Trolle am Freitagabend auf der Bauhausb&#252;hne. Tats&#228;chlich war der Mann jedoch weitaus mehr. Erfahren konnten dies die wenigen Besucher, die nach der Vorstellung das Tanzabends &#8222;Hermes in der Stadt&#8220; am Karfreitag geblieben waren, um bei einem Publikumsgespr&#228;ch jenen Mann kennen zu lernen, dessen gleichnamiges Buch jungen Choreographen des Anhaltischen Theaters Anregung war, acht kurze Szenen f&#252;r die Bauhausb&#252;hne zu entwickeln. &#8222;Die jungen Leute haben den Geist des St&#252;ckes erfasst. Alles wirkt spielerisch und nicht zu sentimental&#8220;, sagte der Autor, der 1944 in Br&#252;cken nahe Sangerhausen geboren wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Zuschauern erz&#228;hlte er, wie im Sommer 1983 &#8222;Hermes in der Stadt&#8220; entstand. Bei Trolles in Berlin wurde damals eine neue Heizung eingebaut, und weil es f&#252;r den Schriftsteller nicht viel dabei zu tun gab, vertiefte er sich in die Gerichtsreportagen der &#8222;Wochenpost&#8220;. &#8222;Ich habe mich dabei gefragt, wie entsteht das B&#246;se im Menschen&#8220;, so Trolle. Und w&#228;hrend der Heizungsbau voran schritt, habe er in Montagetechnik mehrere authentische F&#228;lle zusammengebracht. Mord, Vergewaltigung, Kindesentf&#252;hrung und Raub sind vier Szenen dieser Beschreibung von Gewalt in einem Gro&#223;stadtmilieu.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt; Aufgef&#252;hrt wurde das St&#252;ck mehrfach, unter anderem von Frank Castorf am Deutschen Theater Berlin 1992, was Trolle als Dramatiker den Durchbruch brachte. Wie sich nun junge T&#228;nzer des Anhaltischen Theaters, die aus vielen Nationen stammen und ganz unterschiedliche Assoziationen zum Thema Stadt und Gewalt haben, dem Thema n&#228;herten, war f&#252;r Trolle ein faszinierendes Erlebnis. &#8222;Ich will, dass die Leute sich das Ding nehmen und f&#252;r sich was daraus machen&#8220;, sagte er und scheint &#252;berhaupt ein Autor zu sein, der, nachdem der letzte Punkt gesetzt ist, loslassen kann, denn &#8222;ob man gespielt wird, bringt mich am Ende nicht weiter&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Das Schreiben ist das Erlebnis.&#8220; Derzeit falle ihm das Schreiben sehr leicht und er suche nach neuen Formen. Welche er findet, wird man im n&#228;chsten Trolle-Werk lesen k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 9 Apr 2010 08:43:12 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/387</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 08.04.2010Tanz</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 08.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Tanz hautnah&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Im Ballettsaal des Anhaltischen Theaters kann am Mittwoch, 14. April um 19.30 Uhr eine Probe zu &#8222;Nachtasyl &#8211; Szenen aus der Tiefe&#8220; miterlebt werden. Der Ballettdirektor und Chefchoreograf Tomasz Kajdanski erl&#228;utert seine Gedanken zu Maxim Gorkis ber&#252;hmten Schauspiel und der t&#228;nzerischen Umsetzung. Das gesamte Ballettensemble zeigt H&#246;hepunkte der Choreografie, die hier beim &#8222;Treffpunkt Ballett&#8220; hautnah erfahrbar sind. Am 29. Mai hat &#8222;Nachtasyl-Szenen aus der Tiefe&#8220; um 19.30 Uhr in Begleitung der Anhaltischen Philharmonie Premiere. Es dirigiert Kapellmeister Wolfgang Kluge.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets f&#252;r 3,- EURO sind ab sofort an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber die Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und auch an der Abendkasse erh&#228;ltlich.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 8 Apr 2010 15:30:05 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/386</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 08.04.2010Matinee</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 08.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Matinee zur Premiere &#8222;Die Stumme von Portici&#8220; [La Muette de Portici]&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Vor der Premiere der Oper &#8222;Die Stumme von Portici&#8220; [La Muette de Portici] l&#228;dt das Anhaltische Theater Dessau zu einer Matinee am Sonntag, d. 11. April um 10:30 Uhr ins Foyer des Gro&#223;en Hauses ein. Mit &#187;Die Stumme von Portici&#171; kehrt nach jahrzehntelanger Abwesenheit eine der
erfolgreichsten Opern des 19. Jahrhunderts auf die Dessauer Opernb&#252;hne zur&#252;ck.
&#8222;Die Stumme von Portici&#8220; gilt als die erste Grand Op&#233;ra mit allen typischen Merkmalen
dieser Gattung: Eine tragische Liebesgeschichte in historischem Umfeld,
Massenszenen mit gro&#223;em Aufwand von Maschinerie, B&#252;hnenbild und Kost&#252;m.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben dem Inszenierungsteam (Andr&#233; B&#252;cker/ Regie, GMD Antony Hermus/ Musikalische Leitung und Heribert Germeshausen/ Leitender Dramaturg Musiktheater/ Operndirektion), das einen Einblick in den Entstehungsprozess der Inszenierung geben wird, werden die Solisten Diego Torre, Oscar de la Torre, Angelina Ruzzafante, Wiard Witholt Ausschnitte aus der Oper vorstellen. Hintergr&#252;ndiges und Wissenswertes zum Werk wird ebenso geliefert wie Details zur Umsetzung und Interpretation durch die Inszenierung.
Moderiert wird die Matinee von Heribert Germeshausen. Wolfgang Kluge am Klavier und Myra van Campen-B&#225;lint/ 1. Konzertmeisterin werden die Solisten musikalisch begleiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r den Eintritt wird ein Obulus von 3,- &#8364; erhoben, der beim Besuch der entsprechenden Veranstaltung auf den Kartenpreis angerechnet wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 8 Apr 2010 15:00:42 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/385</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 08.04.20106.</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 08.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;6. Kammerkonzert entf&#228;llt krankheitsbedingt&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das f&#252;r den 17. April um 15:30 Uhr im Schloss Georgium geplante Kammerkonzert des Anhaltischen Theaters muss krankheitsbedingt entfallen.
Das Konzert wird in der n&#228;chsten Spielzeit nachgeholt. Gekaufte Karten k&#246;nnen gern an der Theaterkasse umgetauscht werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kartenumtausch &#252;ber Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber
die Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de und an der Abendkasse.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 8 Apr 2010 13:43:24 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/384</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 07.04.2010Wunschkonzert</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 07.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Wunschkonzert &#8222;Fr&#252;hling in Wien&#8220; ausverkauft&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Tag der offenen T&#252;r des Anhaltischen Theaters, am 6. Juni, gibt die Anhaltische Philharmonie um 17.00 Uhr ein Sonderkonzert. Da das Wunschkonzert &#8222;Fr&#252;hling in Wien&#8220; am 25. April bereits ausverkauft ist, wird es am 6. Juni in &#228;hnlicher Form wiederholt. Unter der Leitung von Daniel Carlberg und mit Cornelia Marschall als Solistin erklingen dann noch einmal beliebte Melodien von Mozart, Schubert, Johann und Josef Strau&#223;, Franz Leh&#225;r u.a. Bei diesem Konzert soll auch der Gewinner des Dirigenten-Castings, das am Tag der offenen T&#252;r stattfindet, mit einem Dirigat einbezogen werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Karten f&#252;r das Sonderkonzert erhalten Sie bereits jetzt an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber
die Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 7 Apr 2010 12:38:40 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/383</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ute van der Sanden, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Ute van der Sanden, Mitteldeutsche zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 06.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Notizen aus Partitur befolgt&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das war ein Schumann, wie ihn Dessau schon lange nicht mehr geh&#246;rt hatte. Passend zum 200. Geburtsjahr des Komponisten stand seine d-Moll-Sinfonie auf dem Programm des j&#252;ngsten Abonnementkonzerts.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Interessant vom ersten Takt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Z&#228;hlung nach gilt sie als Schumanns viertes, entstanden war sie jedoch unmittelbar nach dem ersten, "Fr&#252;hlingssinfonie" genannten Orchesterwerk - zumindest in der Urfassung. So klang es auch: Urspr&#252;nglich, heiter und mit einer Konsequenz transparent, die am Ende alle Erwartungen &#252;bertraf. Der Generalmusikdirektor verzichtete auf jedwede Ingredienz f&#252;r eine romantische So&#223;e, die sich mit Hilfe dieser Partitur und vor allem der oft bem&#228;ngelten Schumannschen Instrumentierung auch anr&#252;hren l&#228;sst: Klangballast, statisches Fortissimo, langsame Tempi, schw&#252;lstige Agogik. Antony Hermus' Version bejubelte viel eher den Fr&#252;hling, als dass sie mit dem Ende der Karwoche und dem schwerm&#252;tigen Konzertmotto "Klagelieder" leiden wollte. Seine quicklebendige Leitung kam einer gestalterischen Herausforderung an das Orchester gleich. Es verlieh dem Finalwerk des Abends Optimismus, Energie, Kraft und Elan - Eigenschaften also, aus denen der Geist der Klassik sprach.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sch&#246;n war's und vom ersten bis zum letzten Takt interessant. Hermus n&#228;herte sich dem attacca verbundenen Viers&#228;tzer von der gesanglichen Seite, vom Klangsinnlichen her. Vielleicht hat man die Holzbl&#228;ser deshalb selten so kantabel vernommen. Neben bildsch&#246;nen Soli von Violine und Cello im zweiten, dem witzigen T&#228;nzeln im dritten und einer dramatischen Anwandlung vor dem vierten Satz, neben gr&#252;ndlicher Differenzierung in Dynamik, Artikulation und Ausdruck besa&#223; diese "Vierte" einen weiteren Vorzug: ihre emotionale Mitteilsamkeit, ihr musikantisches Sendungsbewusstsein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie sehr eine mit so viel Herzblut offerierte Schumann-Sinfonie zu begeistern vermag, zeigte der Applaus - zumal Hermus den Finalsatz gejagt hatte, als werde er von einer Stoppuhr verfolgt. Die Beschleunigung war vom Komponisten wohl auch intendiert, hatte er doch Vorschriften wie "Stringendo" und "Schneller" bis zum "Presto" in die Partitur notiert. Das reizten die Dessauer Musiker aus, ohne ihren weichen Grundton und die rhythmische Pr&#228;zision zu vernachl&#228;ssigen. Kurzum: Mit Schumann hatten der Konzertabend, Antony Hermus und das Orchester ihren Meister gefunden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Jenseits der Massenunterhaltung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Solist Julian Steckel w&#228;re f&#252;r ein gro&#223;es romantisches Cellokonzert sicher ausgiebiger gefeiert worden als f&#252;r "Schelomo". Dass er die zauberhafte, aber nicht allzu popul&#228;re "Hebr&#228;ische Rhapsodie" von Ernest Bloch spielte, bekr&#228;ftigte seine k&#252;nstlerische Seriosit&#228;t und sein Wirken jenseits der Massenunterhaltung. Mit Blochs bedeutungsprallem Portr&#228;t des K&#246;nigs Salomon, mit dem orientalischen Kolorit des Werkes und der Korrespondenz zwischen dem lyrischen Ich der Solostimme und dem Orchestersatz wirkte Julian Steckel wesentlich vertrauter als das immerhin souver&#228;n begleitende Dessauer Ensemble. Steckels klarer, direkter, aufgeweckter Ton zeigte in der Tiefe ein hinrei&#223;end sonores Timbre, die Intensit&#228;t seines Espressivo-Spiels war unwiderstehlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mehr konzeptionelle Sorgfalt w&#228;re einzig dem Eingangswerk zu w&#252;nschen gewesen, den Raffinessen und Wechselspielen des Haydnschen Satzes, seinen Tempi, den &#252;berraschenden Forte-Akkorden auf der dritten Z&#228;hlzeit im Trio. "Lamentatione" konnte sich gegen die gewichtigen nachfolgenden Werke nicht behaupten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ohnehin fragmentarisch anmutende, weil nach dem Menuett abbrechende dreis&#228;tzige St&#252;ck wirkte ohne Da-capo-Teile wie eine Einspiel&#252;bung - trotz agilen Dirigats, tadellos artikulierender Streicher und bestens disponierter Bl&#228;ser. Die lukrative Gesamtdauer des Konzerts von nur gut neunzig Minuten h&#228;tte die Wiederholungen &#252;brigens gut verkraftet.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 5 Apr 2010 20:05:18 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/382</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 01.04.2010Musikalische</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 01.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Musikalische Schnitzeljagd im Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Eine besondere Form des Sch&#252;lerkonzerts findet am Montag, 26. April um 10.30 Uhr im Anhaltischen Theater statt.
Aufgeteilt in vier Gruppen erleben die Grundsch&#252;ler und Kinder im Vorschulalter das Vorspiel aus Bizets Oper &#8222;Carmen&#8220; an verschiedenen Orten im Haus, die ein Theaterbesucher sonst nicht kennenlernt. Dort stellen Musiker der Anhaltischen Philharmonie in kleinen Gruppen ihre Instrumente vor.  Die Kinder k&#246;nnen nicht nur h&#246;ren und staunen sondern auch probieren, wie die Instrumente klingen und sich im Zusammenspiel ver&#228;ndern. Die Veranstaltung dauert etwa eine Stunde. Die Leitung des Sch&#252;lerkonzerts hat Generalmusikdirektor Antony Hermus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets zum Preis von drei Euro und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber
die Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 1 Apr 2010 15:59:06 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/381</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 01.04.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Lothar Trolle&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Faust ackert auf dem Felde&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Mit &#171;Greikemeier&#187; hat der aus Sangerhausen stammende Autor ein St&#252;ck &#252;ber die DDR-Geschichte geschrieben. Nun liegt das unaufgef&#252;hrte Werk vor.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Geschichte, die Lothar Trolle &#252;ber die Entstehung seines St&#252;ckes "Greikemeier" zu erz&#228;hlen wei&#223;, klingt eher athletisch als poetisch. 1972 sei es irgendwann morgens um drei in der Anderthalbzimmerwohnung von Thomas Brasch zu einer Verabredung gekommen. Nachdem sie beide festgestellt hatten, dass es der DDR-Dramatik an brauchbaren St&#252;cken &#252;ber den Aufstand vom 17. Juni 1953 mangele, waren die jungen Dichter &#252;bereingekommen, die Arbeit zu teilen: Trolle sollte &#252;ber die Ereignisse auf dem Land schreiben, Brasch wollte das Geschehen in der Hauptstadt in den Blick nehmen. Und damit es nicht zu einfach w&#252;rde, wollte man beil&#228;ufig noch Goethes "Faust" parodieren. "Wetten", habe der Gastgeber zum Schluss gesagt, "dass ich als erster fertig bin?"&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer den Wettkampf gewonnen hat, erz&#228;hlt der 1944 in Br&#252;cken bei Sangerhausen geborene Trolle nicht - wohl aber, wie es seinem "Greikemeier" nach dessen Vollendung ergangen ist. 1977 habe sich Matthias Langhoff darum bem&#252;ht, den Text bei einem der legend&#228;ren Volksb&#252;hnen-Spektakel aufzuf&#252;hren - vergeblich. Danach wollte Freya Klier damit ihr Regie-Diplom erwerben - erfolglos. Und nachdem er mit zwei Regisseuren &#252;ber eine Urauff&#252;hrung am Berliner Ensemble verhandelt hatte, meldete sich schlie&#223;lich die Defa zwecks Verfilmung. Als das Treatment daf&#252;r fertig war, fiel die Mauer ...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun liegt das St&#252;ck, erg&#228;nzt um ein kurzes "Marionettenspiel", endlich in der Reihe "Pamphlete" beim Berliner Verlag Basisdruck vor (Lothar Trolle: Zwei Kom&#246;dien, 186 Seiten, 15,80 Euro). Zu besichtigen ist einerseits eine Miniatur, in der die Verquickung von Politischem und Privatem auf ihre absurde Spitze getrieben wird, wenn sich ein Genossen-Ehepaar die Reden zur Abdankung Walter Ulbrichts und der Inthronisierung Erich Honeckers im Wortlaut am Abendbrots-Tisch vorliest, um danach gemeinsam Gru&#223;adressen an den alten und den neuen Herrn zu verfassen - und schlie&#223;lich auch das Bild des gro&#223;en Vorsitzenden auszutauschen. Schon hier kann man Trolles Montage-Technik studieren, mit der er die Welt nahezu ungefiltert in seinen Text holt. In dem ungleich gr&#246;&#223;eren Entwurf "Greikemeier" aber treibt er diese Methode auf die Spitze.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass man mit einem St&#252;ck, das die Folgen der Bodenreform in den Blick nehmen will, immer an Heiner M&#252;llers "Umsiedlerin" gemessen wird, ist dem Autor nat&#252;rlich bewusst. Und deswegen schl&#228;gt er den Meister mit dessen eigenen Mitteln, &#252;ber die dieser in seinem relativ fr&#252;hen Entwurf noch nicht gebot. Lothar Trolles "Greikemeier" hingegen strotzt von allegorischen &#220;berh&#246;hungen der tats&#228;chlichen Ereignisse, schon zu Beginn wendet sich Stalins Geist an die Zuschauer, sp&#228;ter treten Richard Wagner und Till Eulenspiegel ebenso auf wie die Sorge oder die sieben Tods&#252;nden des Sozialismus. Es spukt auf den &#196;ckern und in den St&#228;llen, der Geist der alten Zeit ist noch nicht ausgetrieben - und die frohe Zukunft sieht man h&#246;chstens vom Hochsitz der Ernte-Kombine.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei zitiert sich der ebenso belesene wie originelle Dichter munter durch die Literatur-Geschichte: Neben Anspielungen auf das verabredete Vorbild "Faust" finden sich Brechts "Sieben Tods&#252;nden" ebenso wie Schillers "Wilhelm Tell" oder Wagners "Walk&#252;re".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In kurzen Sentenzen entlarvt Trolle das dialektische Modell der offiziellen Sprache ("Nieder mit der Weiterbildung! Es lebe die Gedankenfreiheit!") und zeigt, wie leicht sich die zynischen Spr&#252;che &#252;ber den Eingangstoren der nationalsozialistischen Konzentrationslager ("Arbeit macht frei!", "Jedem das Seine") dem DDR-Vokabular anverwandeln und einverleiben lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein eigenwilliges, sperriges Projekt ist hier zu besichtigen, das bereits auf Trolles Erfolgs-St&#252;ck "Hermes in der Stadt" vorausweist. Ob es eine B&#252;hne findet, bleibt abzuwarten: In drei Jahren g&#228;be es - 50 Jahre nach 1953 - einen Anlass.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Morgen ist Lothar Trolle im Bauhaus Dessau zu Gast. Nach dem Tanztheater-St&#252;ck "Hermes in der Stadt" (19.30 Uhr) gibt es ein Podiumsgespr&#228;ch mit dem Autor.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 1 Apr 2010 06:56:13 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/380</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 30.03.2010Freundschaft</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 30.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Freundschaft siegt&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Wiederaufnahme der Kinderoper Brundib&#225;r&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Kinderoper Brundib&#225;r ist noch einmal am Sonntag, 11. April um 10 und 12 Uhr und am Montag, 12. April um 9 und 11 Uhr im Alten Theater zu erleben. Die Kinder Aninka und Pep&#237;cek m&#252;ssen erfinderisch sein, um das Milchgeld zu verdienen. Der hartherzige Leierkastenmann Brundib&#225;r verjagt die beiden. Mit Hilfe der Tiere gelingt es ihnen schlie&#223;lich, sich mit anderen Kindern gegen Brundib&#225;r zu verb&#252;nden. Die Kinder feiern ihren Sieg mit einem Chor der Freundschaft und des Zueinanderstehns. Es spielen und singen in der Inszenierung von Jana Eimer die Kinder des Kinderchors des Anhaltischen Theaters unter der Leitung von Dorislava Kuntscheva und die Mitglieder der Anhaltischen Philharmonie, Musikalische Leitung: Stefan Neubert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber
die Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 30 Mar 2010 15:31:05 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/379</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 30.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Studie eines rasanten Absturzes&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Wie ein Absturz aus gro&#223;er H&#246;he aussieht, hat Harras schon oft gesehen: ein Treffer, ein Taumeln, dann rei&#223;t die Str&#246;mung ab und die Maschine f&#228;llt vom Himmel. Diesmal aber ist er nicht der siegreiche Beobachter, sondern der getroffene Verlierer: Er ist den falschen Feinden einmal zu oft auf die F&#252;&#223;e getreten, hat den richtigen Freunden einmal zu oft geholfen - und nun wird er zum Opfer eines Spiels, das er nicht durchschaut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Carl Zuckmayers St&#252;ck "Des Teufels General" hatte lange in den Schubladen gelegen, ehe es Frank Castorf an der Berliner Volksb&#252;hne wieder entdeckte - mit Corinna Harfouch in der Titelrolle. Tats&#228;chlich braucht man wohl eine solche Ausnahme-Besetzung, um das St&#252;ck einem heutigen Publikum schmackhaft machen zu k&#246;nnen. Ob sie am Anhaltischen Theater gefunden ist, konnte man am Ende der langen Premiere nur vermuten, weil Werner Eng nach einem furiosen Start gegen Ende dann doch die Kr&#228;fte verlie&#223;en - krankheitsbedingt, wie der Ausfall der zweiten Vorstellung best&#228;tigte. Dass der Gast mit seiner nerv&#246;sen K&#246;rpersprache und seiner virtuosen Sprachbehandlung im Idealzustand freilich in der Lage sein d&#252;rfte, mehr als nur einen Hauch von Volksb&#252;hne nach Dessau zu bringen, scheint gewiss.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zumal er hier auf ein Ensemble trifft, das sich mit gro&#223;er Verve in seine Rollen st&#252;rzt. Dabei sind es zun&#228;chst die langj&#228;hrigen Ensemble-Mitglieder, deren spielerische Disziplin und Genauigkeit &#252;berzeugt: Hans-J&#252;rgen M&#252;ller-Hohensee als traurig-treuer Chauffeur Korrianke, der seinen Herrn wie ein Hund um Zuneigung bettelt und in diesem ausgebrannten Kerl tats&#228;chlich noch ein F&#252;nkchen W&#228;rme findet. Karl Thiele gibt den Industriellen Mohrungen aalglatt und opportunistisch, Gerald Fiedler seinen Verschw&#246;rer Oderbruch zugleich verschlossen und integer - und Christel Ortmann als alternde Diva sowie Regula Steiner-Tomic als dienstbeflissene Spionin f&#252;llen ihre Figuren plausibel aus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Jungen hat Regisseur Wolf Bunge in der Ausstattung seines langj&#228;hrigen Mitstreiters Toto greller, grotesker gezeichnet - mit Ausnahme des Adjutanten L&#252;ttjohann, den Matthieu Svetchine als Diener seines Herrn zwischen &#246;ffentlichem Gehorsam und privater Vertrautheit changieren l&#228;sst. Ganz anders Thorsten K&#246;hlers obsz&#246;ner Empork&#246;mmling Pfundtmayer, Mario Janischs &#252;berforderter Held Eilers oder der sensible Hartmann des Jan Kersjes - lauter Leichen auf Abruf, denen im friedlichen Hinterland die Kriegsgewinnler wie der aalglatte Schmidt-Lausitz (Uwe Fischer) und der diplomatisch temperierte Pflungk (Sebastian M&#252;ller-Stahl) gegen&#252;bertreten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unter den Frauen f&#228;llt vor allem Susanne Hessel als Diddo auf, die Harras mit ihrer ebenso selbstbewussten wie bedingungslosen Hingabe noch einmal die Hoffnung auf Zukunft schenkt, ehe er in den Abgrund st&#252;rzt. Die beiden Schwestern Anne (Eva-Marianne Berger) und P&#252;tzchen (Ines Schiller) sind hingegen zwei Seiten einer BDM-Medaille: die Eine die fanatische Gl&#228;ubige, die ihren Mann f&#252;r sein t&#246;dliches Gesch&#228;ft bewundert. Und die Andere die k&#252;hle Karriere-Kalkulatorin, die unter ihrer Uniform eine d&#252;nne Haut verbirgt. Antje Webers lebensklug-resignierte Olivia und Lisa Kudokes tapfere Bonnie liefern hier den Gegenbeweis der menschlichen M&#246;glichkeit in unmenschlicher Zeit. Insgesamt eine Ensemble-Leistung, die darauf hoffen l&#228;sst, dass der Abend im Laufe der Zeit noch dichter wird.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 29 Mar 2010 20:51:05 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/378</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hauff, Oper</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hauff, Oper&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 29 Mar 2010 13:20:06 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/377</link>
    </item>
    <item>
      <title>Stefan Keim, Die Welt, 29.03.2010Theater</title>
      <description>&lt;p&gt;Stefan Keim, Die Welt, 29.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Theater retten mit Menschenketten&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Proteste gegen das B&#252;hnensterben in Wuppertal&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ganz haben sie es nicht hin gekriegt, das Band der Energie, die Menschenkette zwischen Opern- und Schauspielhaus. Immerhin liegen die Spielst&#228;tten der Wuppertaler B&#252;hnen in verschiedenen Stadtteilen, da gab es L&#252;cken. Aber die Begeisterung war enorm. Man musste beim Vorbeifahren nur auf die Hupe dr&#252;cken, und die Leute jubelten. Der Welttheatertag in Wuppertal war eine machtvolle Demonstration f&#252;r den Erhalt des Stadttheaters. Womit nicht nur die B&#252;hnen in der bergischen Metropole gemeint sind. Allein in Nordrhein-Westfalen sind auch Essen, Hagen, Oberhausen und Moers von der Schlie&#223;ung bedroht. Andere Theater sind mit empfindlichen Sparma&#223;nahmen konfrontiert, die eine Arbeit auf derzeitigem Niveau wohl unm&#246;glich machen. Das System Stadttheater wankt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die verarmten St&#228;dte sparen an allen Enden, die Aufsichtsbeh&#246;rden - in NRW sind es die Regierungspr&#228;sidenten - bestimmen die Nothaushalte. Die kommunale Selbstverwaltung ist Geschichte. Was bleibt, ist Wehgeschrei und die Warnung, wenn nicht Bundeshilfe k&#228;me, ver&#246;deten viele Gro&#223;st&#228;dte. Oder sie werden - so Oberhausens Intendant Peter Carp - zu "Verliererghettos".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Theater wollen nicht mehr jammern. Sie halten dagegen mit der Kraft des Spiels. So war es ein richtiger Gedanke der Intendantengruppe des Deutschen B&#252;hnenvereins, die Mitglieder bundesweit aufzurufen, zum Welttheatertag nach Wuppertal zu kommen. Mehr als 50 B&#252;hnen von Augsburg bis Zwickau schickten Schauspieler, S&#228;nger, T&#228;nzer und Intendanten, ohne Spesen, auf eigene Rechnung. Und sie spielten Theater, an sechs Orten, in Kirchen, auf kleinen B&#252;hnen und im Foyer des Schauspielhauses, das eigentlich saniert und nun geschlossen werden soll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Holk Freytag und Klaus Pierwo&#223;, erfahrene Intendantenrecken im Theaterkampf, erinnerten sich an die Vielfalt der Protestkultur im Gefolge von '68. Neben der Menschenkette gab es Demos, eine Kranzniederlegung an den Gr&#228;bern der Wuppertaler Theaterlegenden Pina Bausch und Arno W&#252;stenh&#246;fer und einen Bikerkorso durch die Innenstadt, angef&#252;hrt vom Schauspieler Armin Rohde. Wer sich kein T-Shirt in der Farbe der Wuppertaler B&#252;hnen (grellgelb) anzog, wurde von Freytag angeknurrt: "Du bist falsch angezogen."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf der B&#252;hne kam es zu hinrei&#223;enden Kontrastprogrammen. Gerade hatte noch der Arbeitslosenchor des Hamburger Schauspielhauses - aus Volker L&#246;schs "Marat/Sade"-Inszenierung - die Abschaffung des Geldes gefordert. Da stand auch schon der NRW-Staatssekret&#228;r f&#252;r Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (CDU) am Rednerpult und versuchte, gegen eine teils schweigende, teils w&#252;tend dazwischen rufende Menge, ein paar Argumente vorzubringen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gewiss, es ist nicht besonders attraktiv, wenn ein Politiker ank&#252;ndigt, die Regierung habe gerade eine Kommission gegr&#252;ndet. Aber so eine "Entscheidungsebene" wird nun mal gebraucht, um Themen &#252;berhaupt zu behandeln. Grosse-Brockhoff setzte sich allerdings in die Nesseln, als er ein politischeres Theater und mehr Angebote f&#252;r Kinder und Jugendliche forderte. Da tun die B&#252;hnen wahrlich genug. Es kommt darauf an, ein Bewusstsein f&#252;r die Notwendigkeit von Kunst au&#223;erhalb eindeutiger Funktionszusammenh&#228;nge zu schaffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie n&#246;tig das ist, ergab vor kurzem eine Tagung von Theaterleuten mit Kulturdezernenten und Politikern in D&#252;sseldorf. Alle Stadtvertreter gaben an, in ihren R&#228;ten keine Mehrheit f&#252;r die Kulturf&#246;rderung zu haben. Ein gro&#223;er Teil der kommunalen Entscheidungstr&#228;ger kann mit den Theatern nichts mehr anfangen. Im Gegensatz zur Bev&#246;lkerung, die etwa im &#252;berschuldeten Hagen trotz erh&#246;hter Eintrittspreise in die Theater str&#246;mt, um sich diesen Grundbaustein st&#228;dtischer Lebensqualit&#228;t nicht wegnehmen zu lassen. Die kulturelle Verdummung gro&#223;er Teile der Eliten ist ein Kernthema der aktuellen Debatte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Wuppertal und anderen St&#228;dten entstehen Aktionsb&#252;ndnisse. Denn es geht ja nicht nur um die Theater und Museen. Auch B&#228;der, Schulen und Stadtteilbibliotheken sollen geschlossen werden. Es geht um den Erhalt lebenswerter St&#228;dte. Mitglieder des Jugendclubs liefen am Samstag umher und fragten, weshalb sie denn in Wuppertal bleiben sollen, wenn das Theater geschlossen w&#252;rde. Sie lie&#223;en nicht locker, wiederholten ihre Fragen, wollten wirklich Antworten, nicht nur rhetorische Unterst&#252;tzung. Wenigen fiel etwas ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Besonders pikant ist der bevorstehende rasante Kulturabbau im Ruhrgebiet. Denn das firmiert in diesem Jahr bekanntlich als Kulturhauptstadt Europas und ist dabei, sich nach Kr&#228;ften zu blamieren. Denn wen interessieren Ballons &#252;ber Schachtanlagen und eine Feier auf der gesperrten A 40, wenn die Theater geschlossen werden? Hier tritt eine ganze Region ihre Zukunft in die Tonne. Nicht aus b&#246;sem Willen, sondern aus Hilflosigkeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die entscheidenden Ratssitzungen kommen zwischen Mai und Juli. Dann k&#246;nnten die ersten bitteren Entscheidungen getroffen werden. Holk Freytag, der Intendant in Moers und Wuppertal war - an zwei heute bedrohten Theatern -, hat zum "zivilen Ungehorsam" aufgerufen. Was das bedeutet, wird die Zukunft zeigen. "Schauen Sie sich dieses wundersch&#246;ne Schauspielhaus an", sagt Freytag und geht durch das Foyer mit dem gl&#228;sernen Innengarten. "Das kann man nicht schlie&#223;en. Das geht einfach nicht."&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 29 Mar 2010 10:40:13 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/376</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Volksstimme Magdeburg</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Volksstimme Magdeburg, 29.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Des Teufels General: Fragen nach Treue, Verrat und Zivilcourage&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die Fliegerei, Fragen von pers&#246;nlicher Schuld und Unschuld, von Verantwortungsbewusstsein in der Zeit des Nationalsozialismus stehen im Focus von Carl Zuckmayers Schauspiel &#8222;Des Teufels General&#8220;. Das St&#252;ck hatte jetzt in der Stadt von Hugo Junkers am Anhaltischen Theater Dessau-Ro&#223;lau Premiere. Regie f&#252;hrte Wolf Bunge.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Mittelpunkt der Geschichte im Kriegsjahr 1941 steht General Harras, der f&#252;r die technische Abteilung der deutschen Luftwaffe verantwortlich ist. Die Dessauer Inszenierung h&#228;lt sich ganz konsequent, mit notwendigen, die Handlungslinie nicht ver&#228;ndernden Streichungen an Zuckmayers Vorlage. Ein Verdienst ist es, die in sich total widerspr&#252;chliche, sicher mit sich auch unzufriedene Pers&#246;nlichkeit des Harras facettenreich zu zeichnen. Dennoch gestalten sich einige Passagen des Abends z&#228;hlebig, spannungshemmend, wurden aus zwei Stunden Auff&#252;hrungsdauer fast ganze drei.
Werner Eng, als Gast bejubelter Star des Abends, verleiht dieser Harras-Figur, die Zuckmayer auf die wahre Geschichte des Fliegergenerals Ernst Udet bezieht, pulsierendes Leben in faszinierender Bandbreite. Harras ist von der Fliegerei gefesselt, die bei ihm &#8222;&#252;ber alles&#8220; steht. Er ist selbst kein Mitglied der Nazipartei, f&#252;r sie jedoch ein unverzichtbarer Fachmann. Er kann sich so einige scheinbare &#8222;Narrheiten&#8220; erlauben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die G&#228;ste erleben ihn bei einer Feier mit einer Fliegerstaffel. Alkohol flie&#223;t in Str&#246;men. Er liebt Frauen, ist st&#228;ndig in Aktion, ein im Mittelpunkt stehender Strahlemann. Und er riskiert gern eine &#8222;freche Lippe&#8220; gegen die Nationalsozialisten. Auch oder gerade weil er wei&#223;, dass Zutr&#228;ger anwesend sind und abgeh&#246;rt wird. Auch Erinnerung an j&#252;ngste Geschichte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dennoch ist es ein Leben nach dem Motto: Mir kann keiner. Hier wird im St&#252;ck die Tragik des Harras und von &#8222;Mitl&#228;ufern&#8220; an sich deutlich. Auch hier unausgesprochene Aktualit&#228;t. Ob Harras will oder nicht, das Regime vereinnahmt ihn, letztendlich von ihm gebilligt. Daran &#228;ndert nicht, dass er seinen Kraftfahrer einst aus dem KZ herausgeholte oder einer konkreten Familie zur Flucht verhelfen will.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um Harras herum l&#228;sst Zuckmayer Figuren agieren, die Regisseur Wolf Bunge mit deren ganz unterschiedlichen individuellen Befindlichkeiten im Kontext zur gesellschaftlichen Wirklichkeit meist trefflich charakterisiert, vom Dessauer Schauspielensemble engagiert dargestellt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da werden Gef&#252;hle, Zweifel und auch &#196;ngste emotional deutlich &#8211; hinter der Maske des Lauten, der M&#228;nnlichkeit, der gelobten &#8222;sauberen&#8220; Wehrmacht&#8220;, f&#252;r die das T&#246;ten eben &#8222;zum Handwerk&#8220; geh&#246;rt ... Der Zuschauer wird vordergr&#252;ndig unaufdringlich, doch gewollt zur Auseinandersetzung mit Fragen von Verantwortung, Schuld und/ oder Unschuld, Treue, Verrat und Zivilcourage, Held sein oder einen anderen Ausweg suchen, Verbrechensrechtfertigung angeregt. Kritisch wird es f&#252;r Harras, als er, auch mit gewaltt&#228;tigem Nachdruck, auftretende Sabotageakte an den Flugzeugen aufkl&#228;ren muss.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Harras selbst kann sich nicht eindeutig entscheiden. Er sucht mit einem offensichtlich sabotierten Flugzeug den Freitod &#8211; und wird mit allen milit&#228;rischen Ehren &#8222;als Held&#8220; beigesetzt. In Dessau gestaltete Wolf Bunge dieses Ende mit Originalfilmen. Ansonsten l&#228;sst der Regisseur auf der &#252;bergro&#223;en B&#252;hne (Ausstattung: Toto), die hin und wieder das Textverst&#228;ndnis behinderte, Symbolik wirken. &#220;ber dem ausgelassenen triebhaften Feiern kreisen drohend und gefahrverhei&#223;end gro&#223;e Hakenkreuzfahnen, w&#228;hrend das B&#252;ro des Fliegergenerals mehr einer einengenden Gef&#228;ngniszelle &#228;hnelt &#8211; beides stimmig situationskennzeichnend.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die Premiere wurde mit viel Beifall aufgenommen. Die n&#228;chste Auff&#252;hrungen am Anhaltischen Theater steht in Dessau- Ro&#223;lau am Freitag, dem 9. April, auf dem Spielplan.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 29 Mar 2010 10:22:32 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/375</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ulrike Wohlfahrt, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Ulrike Wohlfahrt, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 29.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Anpfiff und Auftritt vorm Theater&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Die Initiative &#171;Land braucht Stadt&#187; mobilisiert 400 Unterst&#252;tzer f&#252;r Protestzug vom Tierpark zum Theater&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;"Nicht nur Worte, sondern auch Taten"- das fordert die Initiative "Land braucht Stadt", allen voran Koordinator Uwe Weber, seit ihrer Gr&#252;ndung im Februar 2010. So nahm die Initiative den Welttheatertag zum Anlass, um zum wiederholten Mal auf die drohenden K&#252;rzungen in Kultur und Sport aufmerksam zu machen. Hierf&#252;r forderte die Initiative alle Dessau-Ro&#223;lauer am Samstag zu einer Demonstration unter dem Motto "Anpfiff und Auftritt f&#252;r Kultur und Sport in Sachsen-Anhalt" auf, die um 15 Uhr am Tierpark startete und &#252;ber den Georgengarten zum Theater f&#252;hrte. "Wir haben ganz bewusst diese Eckpunkte gew&#228;hlt, denn das sind unter anderem die Orte, die unter den Sparma&#223;nahmen leiden w&#252;rden", erkl&#228;rt Uwe Weber.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Wettergott meinte es mit den Demonstranten wohl nicht so gut, kurz vor Beginn der lang geplanten und gut organisierten Aktion zog sich der Himmel zu und es regnete kurzzeitig wie aus Eimern. Vielleicht verdeutlichte genau dieses Wetter aber auch die allgemeine Stimmung an den Tag, denn die Angst der B&#252;rger vor der "Blut- und Tr&#228;nenliste" wurde am Samstag besonders deutlich. Etwa 400 Menschen kamen, um ihren Standpunkt zu verdeutlichen und sich mit der Initiative "Land braucht Stadt" solidarisch zu zeigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vereine wie der PSV, Blau-Wei&#223; Dessau, SV Dessau 05 sowie Mitglieder des Anhaltischen Theaters, aber auch sehr viele Privatleute schlossen sich der Demonstration an. "Ich bin vor allem stolz, dass so viele Generationen den Weg hierher gefunden haben", meint Uwe Weber. Da standen Jung und Alt dicht beieinander, um f&#252;r die selbe Sache einzustehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Theater stoppten dann die Menschen und waren sehr gespannt auf das nun kommende Programm. Der Song "Let's get loud" von Jennifer L&#243;pez gab den Auftakt, bei dem die Cheerleader des SV Dessau 05 das Publikum mit ihren akrobatischen K&#252;nsten begeisterten. Das Lied war richtig gew&#228;hlt, denn laut werden und sich bemerkbar machen, war das Ziel an diesem Tag. Auch die Trainerin der Cheerleader machte deutlich, welche Folgen die Sparma&#223;nahmen haben w&#252;rden. "Wir bekamen bis jetzt immer Zusch&#252;sse f&#252;r die Meisterschaften unserer jungen Sportler. Wenn diese wegfallen, w&#228;re die Teilnahme an solchen Veranstaltungen stark gef&#228;hrdet", mahnt Andrea Hausd&#246;rfer.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um die enge Verbindung zwischen Sport und Kultur zu verdeutlichen, traten dann einige Spieler von Blau-Wei&#223; Dessau und Mitglieder der Anhaltischen Philharmonie bei einem Fu&#223;ballspiel gegeneinander an. Dabei z&#228;hlte jedoch das Endergebnis nicht wirklich. "Es gibt doch keine sch&#246;nere M&#246;glichkeit, klar zu machen, dass Kultur und Sport untrennbar miteinander verbunden sind und sich gegenseitig von Nutzen sind", erkl&#228;rt Uwe Weber und f&#252;gt hinzu: "Das ist doch mal ein richtig sch&#246;nes Bild". Da stimmen ihm die Zuschauer zu, denn die feuern beide Teams eifrig an und k&#246;nnen sich nicht entscheiden, welchem von beiden sie denn nun den Sieg g&#246;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einer der vielen Demonstranten an diesem Tag war Lutz Schneider, der nach eigenen Aussagen ein richtig alteingesessener Dessauer ist und seit 30 Jahren ein begeisterter Kegler bei Gr&#252;n-Wei&#223; Dessau. "Ich bin aktiver Kegler und wir haben Mitglieder, die seit 50 Jahren dabei sind und sich auch sonst einfach mal auf ein Bier oder einen Kaffee treffen", erkl&#228;rt Lutz Schneider. Au&#223;erdem macht er deutlich, dass die finanziellen K&#252;rzungen massive Auswirkungen auf den Verein h&#228;tten. "Wenn die Kegelbahn schlie&#223;en w&#252;rde, w&#228;ren auf einen Schlag mindestens 60 Prozent der Aktiven weg. Au&#223;erdem wurde unser Pachtvertrag bis zum Jahr 2024 verl&#228;ngert und viele Mitglieder haben selbst Geld hineingesteckt. Es w&#228;re also sehr unfair, wenn das alles umsonst gewesen w&#228;re", erkl&#228;rt Schneider.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch Wolfgang Wengel m&#246;chte seinem Protest an diesem Tag Ausdruck verleihen. "Wenn ich mir vorstelle, dass Museen, das Theater und andere Kulturst&#228;tten nicht mehr hier w&#228;ren, dann w&#228;re dies eine enorme Verschlechterung der Lebenssituation der B&#252;rger." Allerdings macht er auch klar, dass die Stadt schon viel fr&#252;her etwas h&#228;tte tun m&#252;ssen. "Die finanziellen Probleme sind doch nicht erst seit Kurzem bekannt", gibt Wengel zu bedenken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Manfred und Brigitte Gebhardt und ihre Bekannte Antje Berger haben den Weg ebenfalls zum Theater gefunden, denn auch sie empfinden die drohende Schlie&#223;ung von Sport- und Kulturst&#228;tten als Katastrophe. "Trotzdem h&#228;tten wir noch mehr Demonstranten erwartet , aber die meisten Menschen werden eben erst wach, wenn es zu sp&#228;t ist", sind sich die drei einig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Nat&#252;rlich w&#228;re es sch&#246;n gewesen, wenn noch mehr B&#252;rger heute gekommen w&#228;ren, aber ich bin zufrieden", meint Uwe Weber und f&#252;gt hinzu: "Die Bindekraft der Initiative und die Tatsache, dass wir in einem Monat schon so viel erreicht haben und so viele regionale und &#252;berregionale Unterst&#252;tzer haben, macht mich stolz. Vor allem freue ich mich, dass sich Thomas Markworth, als Pr&#228;sident der Kurt Weill Gesellschaft, und Oliver Dewe&#223; von Citynet unserer Initiative verschrieben haben. Hier zeigt sich, dass wir die Region als Ganzes erhalten m&#252;ssen", erkl&#228;rt Weber.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dem kann auch der Obermeister Klemens Koschig nur zustimmen. F&#252;r ihn war es selbstverst&#228;ndlich, pers&#246;nlich vor Ort zu sein. "Ich verstehe den &#196;rger der Menschen und ich finde es sehr gut, dass die Initiative solch eine Kraft und Bewegung freigesetzt hat. Nur so kommt man ins Gespr&#228;ch", erkl&#228;rt Klemens Koschig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Umso entt&#228;uschender ist es, dass lediglich zwei Stadtr&#228;te der Demonstration beiwohnten, n&#228;mlich Robert Hartmann und Stefan Giese-Rehm. Trotzdem kamen an diesem Samstag Jung und Alt zusammen und alle waren einer Meinung: Nur wer aktiv ist und seine Meinung kundtut, kann auch etwas bewegen!&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 28 Mar 2010 21:58:46 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/374</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 29.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Halle und Dessau&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Das Grauen und das Lachen&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Anhaltisches Theater zeigt &#171;Des Teufels General&#187; - &#171;Sein oder Nichtsein&#187; am Neuen Theater in Halle&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Man tr&#228;gt wieder Uniform auf Sachsen-Anhalts B&#252;hnen - und zeigt zum Zwecke der Aufkl&#228;rung Hakenkreuz-Flagge. Selbst wenn es ein blo&#223;er Zufall war, dass am Freitag Carl Zuckmayers "Des Teufels General" am Anhaltischen Theater Dessau und am Samstag Nick Whitbys "Sein oder Nichtsein" am Neuen Theater Halle Premiere feierte, scheint das gleichzeitige dramaturgische Interesse an der Geschichte des Nationalsozialismus doch bemerkenswert - zumal es sich an beiden Orten aus lokalen Traditionen begr&#252;nden l&#228;sst.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&#220;berf&#228;lliger Exorzismus&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Denn w&#228;hrend das Drama des Fliegergenerals Harras in der einstigen Junkers-Stadt und in dem 1938 durch Hitler eingeweihten B&#252;hnenhaus wie ein l&#228;ngst &#252;berf&#228;lliger Exorzismus erscheint, wirkt die Kom&#246;die auf der Kulturinsel wie ein Gegenentwurf zu den Dokumentarst&#252;cken der &#196;ra Sodann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beide Inszenierungen sind sich dieser Verantwortung bewusst, kommen aber zu sehr unterschiedlichen Schl&#252;ssen. Da ist zun&#228;chst in Dessau-Ro&#223;lau der unaufhaltsame Fall des Karriere-Soldaten, den Wolf Bunge mit seinem Ausstatter Toto aus gigantischer Leere allm&#228;hlich in die Enge und an die Rampe treibt. Der Protagonist ist hier kein Zyniker, sondern ein greller Clown, der die W&#252;rde seines Amtes vors&#228;tzlich von sich schleudert. Werner Eng, der die Hauptrolle kurzfristig &#252;bernommen und trotz h&#246;rbarer Erkrankung als gewaltigen Kraftakt durchgestanden hat - was zur Absage der gestrigen, zweiten Vorstellung f&#252;hrte - t&#228;nzelt und schlittert &#252;ber das spiegelglatte Parkett der Macht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Er &#228;tzt offen gegen seine Feinde und sch&#252;tzt heimlich seine Freunde - und er geht schlie&#223;lich an einem Gewissen zugrunde, das er allzu lange in Alkohol ertr&#228;nkt hat. Wenn ihn dabei am Ende mit der Hoffnung auch die Energie verl&#228;sst, w&#228;hrend er sich durch das didaktische Finale dieses einst zum Zwecke der Umerziehung geschriebenen St&#252;ckes qu&#228;lt, hat dies fatale innere Logik.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um den schlechten Kerl mit dem guten Kern gruppiert sich ein Panorama der Nazi-Elite - die bis zur Selbstverleugnung abgeh&#228;rteten Piloten und die intriganten Funktion&#228;re, die fanatischen und die verzweifelten Frauen, die Antreiber und die Mitl&#228;ufer. Die trotz aller Et&#252;den zielbewusste Inszenierung zeigt die hysterische Heiterkeit in der Nacht vor dem Fronteinsatz, die solidarische Treue und den eiskalten Verrat - und sie findet ihre H&#246;hepunkte in zwei musikalischen Momenten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Daf&#252;r sorgt einerseits Jan Kersjes, der als junger Soldat am Fl&#252;gel sitzt und einer F&#252;hrerb&#252;ste sein "Back in the USSR" ins Gesicht schreit - und andererseits Eng selbst, der zu den Bildern eines Staatsbegr&#228;bnisses die deutsche Hymne mit der E-Gitarre zers&#228;gt wie weiland Jimmi Hendrix das "Star Spangled Banner". Dass diese Augenblicke auch akustisch das leisten, was der lange Abend nicht immer halten kann, ist bezeichnend: Die Dessauer B&#252;hne hat eigene Gesetze, ihr &#252;berdimensionierter Raum ist ohne eingrenzende Kulissen kaum anders als frontal zu bew&#228;ltigen. Aber "Des Teufels General" ist ja auch ein St&#252;ck, das man nicht beiseite sprechen darf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit solchen Problemen hat man in Halle kaum zu k&#228;mpfen, obwohl Christoph Werner den Spielraum von Angela Baumgart permanent dreht und wendet. Im abgewetzt pl&#252;schigen Interieur des polnischen Theaters begegnet dem Zuschauer jene eifers&#252;chtig eitle und unbedingt liebenswerte Schauspieler-Schar um das Ehepaar Tura, die seit den Filmen von Ernst Lubitsch und Mel Brooks ein Millionenpublikum kennt. Auf der B&#252;hne aber wird das Ensemble-Spiel zum selbstreferenziellen Spa&#223;: Nat&#252;rlich sprechen sie alle auch von sich selbst, wenn sie in ihren Rollen &#252;ber ihre Rollen reden. Und nat&#252;rlich ist es ein gro&#223;es Vergn&#252;gen, guten Schauspielern dabei zuzusehen, wie sie schlechte Schauspieler spielen - und mit ihrer Rasierseifenoper am Ende einem grausam effizienten System entkommen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Todernster Hintergrund&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der todernste Hintergrund, vor dem sich dieser &#252;berm&#252;tige Spa&#223; ereignet, wird dabei nie vergessen: Wenn Hilmar Eichhorn als Gestapo-Oberst in t&#228;glicher Routine die Listen mit den Gesuchten unterzeichnet, dann ist die Gefahr so greifbar wie in dem Vabanque-Spiel von Wolf Gerlach und Lena Zipp. Doch immer wieder darf man den Klo&#223; im Hals durch befreiendes Lachen l&#246;sen, weil alle Darsteller mit gro&#223;er Spiellust und -kunst bei der Sache sind. Es ist eine Hommage auf das fl&#252;chtige Gl&#252;ck des Theaters, auf all die Kom&#246;dianten, die sich um Kopf und Kragen spielen, um ihren Hals aus der Schlinge zu ziehen - eine Verneigung der K&#252;nstler vor ihrem Schminkspiegel, der hier auch als Fenster f&#252;r ein Liebespaar taugt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So ist an beiden H&#228;usern das gelungen, was wohl auch intendiert war: In Dessau die schwere, gelegentlich qu&#228;lende Durcharbeitung einer real grundierten Geschichte, die leichter nicht zu erz&#228;hlen ist. Und in Halle die heitere Utopie, die den Schrecken mit Humor austreibt. Man sollte sich beide Arbeiten ansehen und die eigene Wahrheit in der Mitte suchen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Vorstellungen: 3. und 9. April, jeweils 19.30 Uhr (Halle); 9. April, 19.30 Uhr, 29. April, 16 Uhr (Dessau)&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 28 Mar 2010 21:44:45 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/373</link>
    </item>
    <item>
      <title>dpa, Mitteldeutsche Zeitung, 29.03.2010Protest</title>
      <description>&lt;p&gt;dpa, Mitteldeutsche Zeitung, 29.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Protest gegen K&#252;rzungspl&#228;ne bei Kultur&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Demonstration durch die Stadt und Kundgebung - Verwaltung will 13,5 Millionen Euro einsparen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Rund 300 Menschen haben Samstag in Dessau-Ro&#223;lau gegen einen finanziellen Kahlschlag bei Kultur- und Freizeiteinrichtungen protestiert. Sie zogen zun&#228;chst in einem Demonstrationszug durch die Stadt und versammelten sich sp&#228;ter zu einer Kundgebung. Zu der Aktion aufgerufen hatte die B&#252;rgerinitiative &#171;Land braucht Stadt&#187;, die seit einiger Zeit gegen &#220;berlegungen der Stadtverwaltung mobil macht, 13,5 Millionen Euro einzusparen. Die Kommune pr&#252;ft etwa eine Halbierung der kommunalen Zusch&#252;sse f&#252;r das Anhaltische Theater. Auch Bibliotheken, Museen, Freib&#228;der und Vereine sollen weniger Geld bekommen, entschieden ist noch nichts.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Sprecher der Initiative k&#252;ndigte weitere Protestaktionen in den kommenden Tagen und Wochen an. Er erinnerte daran, dass das B&#252;ndnis bereits 10 000 Unterschriften gegen die Pl&#228;ne gesammelt habe. An der prek&#228;ren Situation trage auch das Land Schuld, weil Dessau- Ro&#223;lau im Rahmen des erst j&#252;ngst ver&#228;nderten kommunalen Finanzausgleichs weniger Geld erhalte als die beide anderen kreisfreien St&#228;dte Magdeburg und Halle.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 28 Mar 2010 07:37:19 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/372</link>
    </item>
    <item>
      <title>Gemeinsame Pressemitteilung der</title>
      <description>&lt;p&gt;Gemeinsame Pressemitteilung der Stiftung Bauhaus Dessau und des Anhaltischen Theaters, 26.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;haus[funk] 08: Schwarze Schwaene&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Achter haus[funk]abend am 31. M&#228;rz 2010 im historischen Arbeitsamt Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der letzte M&#228;rzmittwoch steht ganz im Zeichen &#8222;Schwarzer Schwaene&#8220;. Zum achten haus[funk]abend am 31. M&#228;rz 2010 um 21 Uhr pr&#228;sentiert das [funk]team gemeinsam mit Schauspielern des Anhaltischen Thea-ters die Ursendung einer H&#246;rspielreihe, die live im Stadtraum von Dessau-Ro&#223;lau entsteht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt Schwarze Schwaene ist inspiriert von Nassim Nicholas Talebs Buch The Black Swan und seiner Theorie unvorhersehbarer Ereignisse. In den letzten Wochen fragte das [funk]team B&#252;rger und Passanten nach ihren unerwarteten Erlebnissen. Ihre Erfahrungen und Anekdoten sind die Textgrundlage f&#252;r die H&#246;rspielserie aus und &#252;ber Dessau-Ro&#223;lau. &#8222;Die Schwarzen Schwaene spielen mit dem Ungewohnten im Gewohnten&#8220;, so Marold Langer-Philippsen, Medienk&#252;nstler und Initiator und Leiter des Projekts. &#8222;Das Ergebnis ist die erste H&#246;rspielreihe, eine Art fortgesetzte Liebes- und Beziehungsgeschichte, die sich mit einer Stadt wie Dessau besch&#228;ftigt. Sie lebt von Geschichten aus Dessau, sie entsteht hier, und nat&#252;rlich wird sie hier auch ihre Urauff&#252;hrung erleben.&#8220; Nach der Ursendung am 31. M&#228;rz 2010 im historischen Arbeitsamt sind f&#252;r die Schwarzen Schwaene sieben weitere Folgen geplant, die zum Abschluss des [funk]projekts Ende Juni gesammelt aufgef&#252;hrt und gesendet werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;&#220;berraschungen &#8211; positive wie negative &#8211; sind unser Thema, mit dem wir uns in der Vorarbeit bereits seit einigen Wochen besch&#228;ftigt haben&#8220;, so Torsten Blume von der Stiftung Bauhaus Dessau. Die Schwarzen Schwaene durchbrechen den Alltag der B&#252;rger in doppelter Hinsicht: Die Geschichten, die wir gesammelt haben, sind selbst bereits das, was als eine Art &#8218;Unfall&#8217; das Gewohnte au&#223;er Kraft setzt. In dem wir sie in eine k&#252;nstlerische Bearbeitung &#252;berf&#252;hren, erzielen wir einen weiteren Bruch. Daraus beziehen die Schwarzen Schwaene ihre Spannung.&#8220;
F&#252;r interessierte Teilnehmer, die ihre Erfahrungen in das Projekt einbringen wollen, ist zur Zeit jeden Donnerstag und Freitag von 15 bis 19 Uhr der [funk]container auf dem Theatervorplatz ge&#246;ffnet. Geschichten und Ideen k&#246;nnen auch unter studio@interfunk.net und 0340-2519431 eingereicht werden.
Die Reihe der haus[funk]abende findet regelm&#228;&#223;ig statt &#8211; immer am letzten Mittwoch des Monats. Den Ort daf&#252;r stellen die Bauhausbauten der Stadt &#8211; sie werden neu belebt und bieten Werkstatt und Party-location, Klanglabor und Podium, B&#252;hne und Bildschirm zugleich. [funk] bearbeitet daf&#252;r jeden Monat ein Thema, meist abgeleitet aus den aktuellen Produktionen und Projekten des Anhaltischen Theaters und des Bauhausb&#252;hnenstudios.
[funk] entsteht in Zusammenarbeit von Anhaltischem Theater Dessau, der Stiftung Bauhaus Dessau und Dessauer B&#252;rgern. [funk] wird gef&#246;rdert durch die Kulturstiftung des Bundes.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Treffpunkt: Historisches Arbeitsamt, August-Bebel-Platz 16, 06846 Dessau-Ro&#223;lau Eintritt: 4,&#8211; &#8364; / erm&#228;&#223;igt 3,&#8211; &#8364;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Kontakt: Maria Linke studio@interfunk.net | 0340-2511230
www.interfunk.net | www.twitter.com/interfunk&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sat, 27 Mar 2010 17:17:08 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/371</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 26.03.2010Cornelia</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 26.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Cornelia Marschall feiert mit &#8222;Anne Frank&#8220; 10-j&#228;hriges B&#252;hnenjubil&#228;um&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Karfreitag, den 2. April zeigt das Anhaltische Theater &#8222;Das Tagebuch der Anne Frank&#8220; um 19:30 Uhr im Studio des Alten Theaters.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Mono-Oper von Grigori Frid stellt die Sopranistin Cornelia Marschall das Schicksal des jungen M&#228;dchens und ihre Pers&#246;nlichkeitsentwicklung zur jungen Frau eindrucksvoll dar. Annes Gedanken, ihre Angst, die aufkeimende Liebe zu Peter, die Hoffnung auf Freiheit und Menschlichkeit, all das findet Ausdruck auch in der Musik, ohne dabei Annes Sinn f&#252;r Situationskomik, ihre Freude und Zuversicht zu vergessen. Cornelia Marschall feiert in diesem Jahr ihr 10-j&#228;hriges B&#252;hnenjubil&#228;um. Nach Engagements in Halle (Oper und H&#228;ndel-Festspiele), in Magdeburg (Oper und Magdeburger Telemann-Festtage), in Berlin (Komische Oper, Staatsoper unter den Linden) ist sie seit der Spielzeit 2006/07 fest am Anhaltischen Theater Dessau engagiert.&lt;/p&gt;




</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 26 Mar 2010 15:15:14 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/370</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 26.03.2010Trolle</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 26.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Trolle in der Stadt&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Karfreitag, Ostersamstag und &#8211;sonntag zeigen die T&#228;nzer und T&#228;nzerinnen des Anhaltischen Theaters jeweils um 19:30 Uhr mit &#8222;Hermes in der Stadt&#8220;, einer Koproduktion des Anhaltischen Theaters mit der Stiftung Bauhaus Dessau, acht eigene Choreographien auf der Bauhausb&#252;hne. Im Anschluss an die Vorstellung am Karfreitag gibt es ein Publikumsgespr&#228;ch mit dem Autor Lothar Trolle, moderiert von Andreas Hillger, Kulturredakteur der Mitteldeutschen Zeitung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r die jungen Choreographen war Trolles Text &#8222;Hermes in der Stadt&#8220; vor allem eine Inspirationsquelle. Sie n&#228;herten sich diesem St&#252;ck, das keine stringente Geschichte erz&#228;hlt, sondern vielmehr Episoden zu einem Stadt-Tableau verbindet, mit den Mitteln des Tanzes.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Trolle, in Sachsen-Anhalt geboren, arbeit als Dramatiker, Lyriker, H&#246;rspielautor, Erz&#228;hler und &#220;bersetzer. Von 1983 bis 1987 war er Mitherausgeber der ersten inoffiziellen literarischen Untergrundzeitung MIKADO. Anfang der 80er Jahre geh&#246;rte Lothar Trolle wie Heiner M&#252;ller, Hein, Braun und Kerndl zu den Dramatikern, die in der DDR wenig oder gar nicht gespielt wurden. Erst Ende der 80er Jahre begann eine Inszenierungswelle von seinen St&#252;cken auf gr&#246;&#223;eren B&#252;hnen in Chemnitz, Frankfurt / Oder und Berlin, so dass seine Werke von einer gr&#246;&#223;eren &#214;ffentlichkeit wahrgenommen wurden. 1991 wurde Trolle Hausautor am Schauspiel Frankfurt, 1992 inszenierte Frank Castorf sein zwei Jahre zuvor entstandenes St&#252;ck &#8222;Hermes in der Stadt&#8220; am Deutschen Theater Berlin. Von 1994 bis 1999 war Lothar Trolle Hausautor am Berliner Ensemble. 1978 und 1991 wurde ihm der H&#246;rspielpreis von Terre des Hommes, 1998 der H&#246;rerpreis der Akademie der K&#252;nste verliehen und 2007 wurde er der 26. Stadtschreiber zu Rheinsberg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets zum Oster-Spezial Preis von acht Euro und Informationen erhalten Sie an der Abendkasse und an der Theaterkasse im Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr sowie &#252;ber die Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 26 Mar 2010 15:11:45 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/369</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 26.03.2010Ostern</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 26.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Ostern in die Oper&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Im Anhaltischen Theater sind am Ostersamstag "Lohengrin" und am Ostersonntag die italienische Operngala "Serata di Gala" jeweils um 17 Uhr zu erleben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Andrea Moses verlegt die Handlung des Lohengrins in das Parlament einer heutigen Hauptstadt. Ihre Inszenierung als aktueller Politkrimi erlang deutschlandweit Beachtung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei der Operngala am Ostersonntag erklingen neben Ausschnitten aus bekannten italienischen Opern wie "La Traviata", "Tosca" und "La Boh&#233;me" auch Rarit&#228;ten aus Leoncavallos "Zaz&#225;". Dieser Konzertabend zeigt, wie leidenschaftlich und lebendig Oper auch 400 Jahre nach Entstehen der Gattung sein kann.
Unter der musikalischen Leitung des Generalmusikdirektors Antony Hermus wirken als Solisten mit Iordanka Derilova, Cornelia Marschall, Angelina Ruzzafante, Kostadin Arguirov, Andrew Sritheran, Ulf Paulsen, Wiard Witholt und Angus Wood. Heribert Germeshausen / Leitender Dramaturg Musiktheater/ Operndirektion wird den Abend moderieren.&lt;/p&gt;


</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 26 Mar 2010 15:09:40 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/368</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hauff, Oper</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hauff, Oper&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Franziska Blech, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 26 Mar 2010 14:01:55 +0200</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/367</link>
    </item>
    <item>
      <title>Uta Baier, Die Welt, 26.03.2010</title>
      <description>&lt;p&gt;Uta Baier, Die Welt, 26.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;"Wir hoffen auf einen Prinzen"&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Deutsche Museen in der Krise - eine Chronik angek&#252;ndigter Schlie&#223;ungen und Neuer&#246;ffnungen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Nein, die Krise hat die Museen noch nicht erreicht. Bisher wurde kein Haus geschlossen. Bisher kann der Deutsche Museumsbund guten Gewissens sagen: In Deutschland gibt es 6500 Museen. Allein in Th&#252;ringen sind es 200, darunter 22 Kunstmuseen, neun Literatur-, Theater- und Musikmuseen, 29 technische und etwa 80 Kulturgeschichtliche Museen. Doch das ist steigerungsf&#228;hig: In Westfalen sind es 210 Museen und 450 Heimatstuben. Wer nun sagt, es gebe zu viele Museen, macht sich nicht nur der Ketzerei schuldig. Er r&#252;hrt am deutschen Stolz. Denn wenn sich Stadt und Land so viele Museen leisten k&#246;nnen, m&#252;ssen sie reich sein. Und reich sieht sich Deutschland gern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch die Realit&#228;t sieht derzeit anders aus: In Dessau &#252;berlegt man, das Museum f&#252;r Naturkunde ebenso wie das Theater zu schlie&#223;en. Das Werkzeugmuseum in Remscheid steht auf einer Streichliste. F&#252;r das Kunstmuseum M&#252;lheim muss ein neuer Tr&#228;ger gesucht werden. Die Stadt will das Geld f&#252;r das Museum sparen. M&#252;lheims Kulturdezernent Peter Vermeulen hofft deshalb auf einen "Prinzen" oder eine Stiftung. Er meint das mit dem reichen Privatmann, der das st&#228;dtisch