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    <title>Lockbuch Dessau</title>
    <link>http://lockbuch-dessau.de/</link>
    <description>Weblog &#252;ber die Vorbereitungszeit f&#252;r die 215. Spielzeit: 2009/2010 am Anhaltische Theater Dessau</description>
    <language>de-de</language>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 10.03.2010Anhaltisches&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 10.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Anhaltisches Theater kooperiert mit dem Anhaltischen Berufsschulzentrum Dessau  &#8222;Hugo Junkers&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Einen gro&#223;en Deckenventilator &#252;bergaben heute die Sch&#252;ler des Anhaltischen Berufsschulzentrums Dessau  &#8222;Hugo Junkers&#8220; im Beisein ihrer Ausbilder und Lehrer dem B&#252;hnenbildner Toto, der das B&#252;hnenbild und die Kost&#252;me zur Schauspielinszenierung &#8222;Des Teufels General&#8220; entworfen hat.
B&#252;hnenbildner Toto und Imme Heiligendorff / Theaterp&#228;dagogin dankten den Sch&#252;lern f&#252;r ihre geleistete Arbeit und luden diese herzlich in weitere Proben sowie in die Premiere am 26. M&#228;rz, um 19:30 Uhr im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theater ein. Obwohl viele der Sch&#252;ler sicher nicht regelm&#228;&#223;ig ins Theater gehen, waren sie stolz auf ihre Mitarbeit und schauten sich mit neugierigen Blicken im Theater um.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;B&#252;hnenbildner Toto berichtete &#252;ber den historischen Hintergrund zum St&#252;ck, f&#252;r ihn sei es spannend, ein Fliegerst&#252;ck in Dessau direkt vor den Toren der ehemaligen &#8222;Hugo Junkers&#8220; Werke auf die B&#252;hne zu bringen.
Die Lehrer des Berufsschulzentrum dankten dem Beruflichen Aus- und Vorbereitungswerk gGmbH Dessau (BAVW), welche das Berufsschulzentrum bei der Anfertigung des Ventilators unterst&#252;tzte sowie dem Technikmuseum &#8222;Hugo Junkers&#8220;, das Flugzeugmodelle, eine Beratung und das Archiv den Sch&#252;lern zur Verf&#252;gung stellte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben dem Ventilator arbeiteten die Sch&#252;ler aber auch am Bodentuch f&#252;r die Inszenierung mit und betonten, so eine gro&#223;e Fl&#228;che zu bemalen, sei f&#252;r sie besonders sch&#246;n gewesen. Sie konnten erfahren, welche speziellen Anforderungen es f&#252;r den Dekorationsbau am Theater gibt, gewannen einen Einblick in die Arbeit des Theatermalers und erlebten, wie sich ihr Produkt in das B&#252;hnenbild des Theaters und schlie&#223;lich in die Inszenierung einf&#252;gt.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 10 Mar 2010 12:57:47 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/338</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Soll der Bund die f&#246;derale Kultur retten?&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Fonds ohne H&#252;ter&lt;/h1&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;M&#228;rz 2010 Jetzt sparen sie auch in Ludwigshafen. In der Stadt am Rhein werden die Eintrittspreise der Theater und Museen erh&#246;ht, in Duisburg verteuern sich auch die Konzertkarten, in Marktredwitz die Geb&#252;hren f&#252;r Musikschule und Bibliotheken. N&#252;rnberg k&#252;rzt die Zusch&#252;sse f&#252;r Vereine, Hannover stellt Kassenautomaten in seine B&#252;chereien, Dessau senkt die Theaterzusch&#252;sse unter das Existenzminimum. Wuppertal schlie&#223;lich hat die Schlie&#223;ung des Schauspielhauses gegen den Protest der Kulturszene bereits beschlossen.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;


&lt;p&gt;Mit solchen Hiobsbotschaften macht der Deutsche Kulturrat, eine Dachorganisation der hiesigen Kulturwirtschaft, seit dem vergangenen Herbst Stimmung f&#252;r einen &#8222;Nothilfefonds&#8220;, mit dem die Bundesregierung bedrohte st&#228;dtische Kultureinrichtungen vor der Schlie&#223;ung bewahren soll. Als Verwalterin der Notgroschen stellt sich der Kulturrat die Bundeskulturstiftung vor, aus deren Etat bereits nationale &#8222;Leuchtt&#252;rme&#8220; wie die Documenta, das Berliner Theatertreffen, das Frankfurter Ensemble Modern und die Donaueschinger Musiktage finanziert werden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Der Bund als W&#228;chter?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Aufgabe des Fonds w&#228;re paradox. Einerseits b&#246;te er ein Instrument, um den Zerfall jenes gro&#223;fl&#228;chigen Mosaiks von Kulturinstitutionen, ohne das es weder die Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik noch die des wiedervereinigten Deutschland gegeben h&#228;tte, mindestens zu verlangsamen. Andererseits w&#252;rde er den von vielen bef&#252;rchteten, von manchen ersehnten Zugriff der Berliner Zentrale auf die kommunale und regionale Kulturlandschaft sp&#252;rbar verst&#228;rken. Der Nothilfefonds w&#252;rde ausgerechnet den Bund zum W&#228;chter der F&#246;deralkultur machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Insofern m&#252;sste der Vorschlag des Kulturrats eigentlich nach dem Geschmack von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sein, der sich als Sachwalter sowohl des Kulturf&#246;deralismus als auch der Bundeskulturpolitik profiliert. Aber Neumann hat das Fonds-Projekt gleich auf Anhieb verworfen, nicht nur, weil es verfassungswidrig sei, sondern auch, weil es die Kommunen geradezu einlade, bei ihren Kulturausgaben zu sparen. Erstens also geht es nicht; zweitens w&#252;rde es, wenn es ginge, vielleicht nichts n&#252;tzen. So h&#228;lt man eine Idee in der Schwebe.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Zusch&#252;sse an Kulturtr&#228;ger sind nicht vorgesehen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ebenso uneinheitlich sind die Reaktionen der verschiedenen Fraktionen im Kulturausschuss des Bundestages. Gr&#252;ne und Linke haben ihre Unterst&#252;tzung f&#252;r den Nothilfefonds signalisiert, die SPD pr&#252;ft ihn wohlwollend, obwohl sie lieber einen &#8222;Rettungsschirm f&#252;r die Kommunen insgesamt&#8220; (so ihr Sprecher Wolfgang Thierse) aufspannen w&#252;rde, die Vertreter der Regierungsparteien halten sich bedeckt. Monika Gr&#252;tters, die christdemokratischeVorsitzende des Kulturausschusses, h&#228;lt allerdings &#8222;Kulturkredite&#8220; f&#252;r havarierte Kommunen f&#252;r verfassungsrechtlich unbedenklich, wie sie j&#252;ngst in einem Interview erkl&#228;rte. Vom Kredit zum Fonds ist es dann nur noch ein weiterer Schritt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Verfassungsrechtlich scheint die Angelegenheit klar. Artikel 30 des Grundgesetzes legt die staatlichen Kultur- und Bildungsaufgaben in die Hand der L&#228;nder. Die beiden F&#246;deralismusreformen der vergangenen f&#252;nf Jahre haben die Restkompetenzen des Bundes in beiden Feldern noch weiter beschnitten. Zwar legt Artikel 104b fest, dass die Bundesregierung bei &#8222;au&#223;ergew&#246;hnlichen Notsituationen&#8220;, die &#8222;die staatliche Finanzlage erheblich beeintr&#228;chtigen&#8220;, auch per Sondergesetz &#8222;Finanzhilfen f&#252;r besonders bedeutsame Investitionen der L&#228;nder und Gemeinden&#8220; gew&#228;hren kann. Aber diese Klausel &#246;ffnet nur den Spielraum f&#252;r die Projektmittel aus dem Konjunkturprogramm II, nicht f&#252;r Zusch&#252;sse an Kulturtr&#228;ger, wie sie der Nothilfefonds vors&#228;he.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wie w&#228;r's mit Verfassungsbruch?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dennoch gibt es Stimmen, die dem Bund die brachial zentralistische Variante schmackhaft machen wollen. Bei einer Anh&#246;rung im Kulturausschuss schlug der Berliner Staatsrechtler Hans Meyer dem Kulturstaatsminister jetzt den &#8222;schlitzohrigen Ausweg&#8220; des offenen Verfassungsbruchs vor. Denn die klammen L&#228;nder und Kommunen h&#228;tten sicher gegen den zus&#228;tzlichen Geldsegen aus Berlin nichts einzuwenden: &#8222;Wo kein Kl&#228;ger, da kein Richter.&#8220; K&#246;nnte denn nicht eine der nicht gef&#246;rderten, wiewohl notleidenden St&#228;dte vor das Bundesverfassungsgericht ziehen? Ein grundgesetzwidriges Notprogramm w&#252;rde die Kulturpolitik des Bundes insgesamt unglaubw&#252;rdig machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zudem bleibt mehr als zweifelhaft, ob die B&#252;hnen des &#252;berschuldeten Ruhrgebiets oder die gef&#228;hrdeten Bibliotheken von Hannover oder Marktredwitz selbst bei gro&#223;z&#252;giger Kriterienauslegung ins &#8222;Leuchtt&#252;rme&#8220;-Profil der Bundeskulturstiftung passen w&#252;rden. Bundeskulturpolitik bezieht sich per definitionem auf nationale wie Kommunalpolitik auf kommunale Einrichtungen. Ein Stadttheater, das sich die Stadt nicht mehr leisten kann, f&#228;llt nicht in die Kompetenz des Bundes, sondern der Bundesl&#228;nder. Die Nothilfe f&#252;r Wuppertal m&#252;sste aus D&#252;sseldorf kommen, nicht aus Berlin. Erst wenn auch die L&#228;nder ihre finanziellen M&#246;glichkeiten ersch&#246;pft haben, kann der Bund in die Pflicht treten. Das zust&#228;ndige f&#246;derale Gremium, das ihn um Unterst&#252;tzung bitten k&#246;nnte, ist die Kultusministerkonferenz (KMK) in Bonn. Falls Bernd Neumann jedoch auf einen Hilferuf vom Rhein warten sollte, bevor seine Beh&#246;rde ein Notprogramm aus der Schublade holt, kann er wom&#246;glich lange warten. Denn die L&#228;nder wissen sehr gut, dass sie den einmal an die Hauptstadt verlorenen kulturpolitischen Boden kaum je wieder zur&#252;ckgewinnen k&#246;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die Erbschleicher stehen bereit&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Trotzdem sind die Bundesl&#228;nder der Schl&#252;ssel zur L&#246;sung des Kulturfinanzierungsproblems. Ohne sie wird es nichts geben, was einem Nothilfefonds auch nur entfernt &#228;hnlich sieht. Mit ihnen zusammen aber k&#246;nnte der Bund ein Programm zur Neuverteilung der Kulturzust&#228;ndigkeiten entwickeln, das die Kommunen auf Kosten der L&#228;nder und diese wiederum auf Kosten der Zentrale entlastet. Denkbar w&#228;re eine Aufnahme von l&#228;nderfinanzierten Kulturinstitutionen unter die &#8222;Leuchtt&#252;rme&#8220; der Bundeskulturstiftung. Im Gegenzug m&#252;ssten sich die Bundesl&#228;nder verpflichten, kommunale Einrichtungen wie Theater und Museen unter Landeshoheit zu stellen. Die Rechnung f&#252;r diese Krisenhilfe zahlte am Ende der Bund. Dazu m&#252;sste der Etat des Bundeskulturministers deutlich aufgestockt werden. Angesichts der Haushaltslage ist das unwahrscheinlich, aber nicht unm&#246;glich. Es kommt ganz darauf an, f&#252;r wie gro&#223; man die Gefahr h&#228;lt, dass das kulturelle Leben in einigen St&#228;dten und Regionen ganz zusammenbrechen k&#246;nnte - und wie viel man dagegen zu tun bereit ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Ende der Weimarer Republik, als die heillos verschuldeten St&#228;dte gleichzeitig den Zusammenbruch des &#246;ffentlichen Kreditsystems und das katastrophische Wachstum der Arbeitslosenheere verkraften mussten, stand die kommunale Kultur schon einmal am Abgrund. Damals &#252;bernahmen in den Klein- und Mittelst&#228;dten die braunen, roten und stahlbehelmten Massenorganisationen der Parteien jene Freizeitgestaltung, die zuvor eine Aufgabe der &#246;ffentlichen Hand gewesen war. So weit wird es heute nicht kommen. Aber es gibt beunruhigende Signale aus dem f&#246;deralen Hinterland. Im vorpommerschen Anklam etwa, dessen Stadtbibliothek notorisch von Schlie&#223;ung bedroht ist, wollen NPD-nahe Kreise eine nationalistische &#8222;Volksb&#252;cherei&#8220; aufbauen. Die Erbschleicher der Kommunalkultur stehen bereit. Noch hat die Politik Zeit, ihnen das Erbe zu verweigern.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 21:03:38 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/337</link>
    </item>
    <item>
      <title>Sylke Kaufhold, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Sylke Kaufhold, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 10.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Projekt&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wo der Feuerwehralltag die G&#228;ste zu Lachtr&#228;nen r&#252;hrt&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Kita Rasselbande kooperiert f&#252;r eigenes B&#252;hnenst&#252;ck mit dem Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Diesen Nachmittag werden die kleinen Theaterk&#252;nstler der Kindertagesst&#228;tte Rasselbande 2 so schnell nicht vergessen: Mit stehenden Ovationen wurden sie nach dem St&#252;ck im Alten Theater vom Publikum bedacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit einer herzerfrischenden Leichtigkeit und beachtlichen schauspielerischen Leistungen erz&#228;hlten die Knirpse von der Feuerwehr, bei der der Kaffee kalt wird. Vorlage f&#252;r das St&#252;ck war das bekannte und beliebte Kinderbuch. Die Texte aber dachten sich die M&#228;dchen und Jungen selbst aus. Einfach k&#246;stlich, wie sie den Dialogen die erwachsene Note gaben. Und irgendwie hatte jeder der 19 kleinen Darsteller genau die Rolle bekommen, die ihm auf den Leib geschnitten schien. Es passte einfach, dass Felix den gestrengen Papa mimte, Marleen die Oma Eierschecke spielte, Oma Erna von Leonie und Opa Erwin von Philipp dargestellt wurde. Nicht zu vergessen Wachtmeister Meier alias Laurin. Der kleinste im Feuerwehrtrupp war der mit dem gr&#246;&#223;ten Hunger. Wie er immer wieder zu neuen Vorr&#228;ten kam, war es allein schon wert, das St&#252;ck anzuschauen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es war eine Glanzleistung, zu der Erzieherin Ines Weinelt mit Unterst&#252;tzung der Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorff, den Mitarbeitern des Puppentheaters und nicht zuletzt des Brandamtmannes Bernd H&#228;nsch der Berufsfeuerwehr ihre Sch&#252;tzlinge brachte. Denn sie waren nicht nur Darsteller, sondern auch Kulissenbauer und B&#252;hnenbildner.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit Januar drehte sich der Kindergartenalltag um die Theaterauff&#252;hrung. Da wurden Texte entworfen und gelernt, die passende Musik gesucht und eingespielt, Kulissen und Requisiten gebastelt und gebaut, ein Programmheft erstellt. Geprobt wurde &#252;brigens professionell mit den K&#252;nstlern des Puppentheaters und der Theaterp&#228;dagogin im Alten Theater. Und auch das gro&#223;e Theater lernten die Nachwuchsk&#252;nstler bei dieser Gelegenheit kennen. Ob Ballettsaal oder Malsaal, &#252;berall erhielten sie Hilfe. Und der "echte" Brandamtmann weihte sie in die Arbeit der Feuerwehr ein - schlie&#223;lich sollten ihre Eins&#228;tze auf der B&#252;hne ja lebensecht wirken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einen Patenschaftsvertrag zwischen der Kita Rasselbande 2 und dem Puppentheater gibt es schon seit vielen Jahren. Lebendiger kann eine Patenschaft kaum sein. Zur Freude der Dessauer sollten die Kinder aber unbedingt noch einmal in ihre Rollen schl&#252;pfen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 20:38:32 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/336</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Volksstimme, 09.03.2010Kurt&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Volksstimme, 09.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Kurt-Weill-Musical begeistert am Anhaltischen Theater Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Ein Hauch von Venus und mehr als nur ein Hauch von Broadway&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Dessau-Ro&#223;lau. Weit mehr als nur einen Hauch von Broadway bringt " One Touch of Venus " ( Ein Hauch von Venus ) auf die B&#252;hne des Anhaltischen Theaters Dessau. Die Inszenierung des lange nicht in Deutschland aufgef&#252;hrten erfolgreichsten Broadway-Musicals von Kurt Weill ( Buch Sidney Joseph Perelman und Ogden Nash, Urauff&#252;hrung 1943 ) war wohl der H&#246;hepunkt des 18. Kurt-Weill-Festivals. Wie die Premiere am Freitag war auch die zweite Auff&#252;hrung am Sonnabend ausverkauft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine mehr unbedachte Handlung des Friseurs Rodney Hatch l&#246;st eine turbulente Geschichte aus. Er steckt den Verlobungsring, der eigentlich seiner Gloria geb&#252;hrt, einer Statue auf den Finger. Donner, Lichteffekte, Zauber : Die Statue erwacht zum Leben. Es ist die &#252;ber 3000 Jahre alte, aus Anatolien stammende Figur der Venus. G&#246;ttliche Verhaltensauffassungen von vor Jahrtausenden treffen auf die facettenreichen der Heutezeit ...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Dessauer Auff&#252;hrung in Kooperation des Anhaltischen Theaters und des Kurt-Weill-Festes, gef&#246;rdert von der Kurt Weill Foundation for Music New York, wurde von Klaus Seiffert inszeniert.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Kurzweilig und unterhaltend&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Gewiss ist " One Touch of Venus " zeitkritisch, gei&#223;elt mit satirisch-humorvollen Blicken kleinb&#252;rgerliche Lebensweisen ebenso wie &#252;berhebliche Gro&#223;spurigkeit. Das Musical ist aber vor allem ungemein kurzweilig und unterhaltend. Ein tragendes Moment ist Weills Musik in ihrer verbl&#252;ffenden Vielfalt. Das Publikum war vom ersten Ton des Vorspiels an fasziniert in deren Bann gezogen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Anhaltische Philharmonie unter der Leitung von James Holmes pr&#228;sentiert die motivreichen und auf Tanzrhythmen der 1920 er Jahre basierenden Melodien mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit und vielen effektvollen Nuancen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Songtexte und Kompositionen wie Swing, Tango, Rumba, Boogie, auch Walzer verschmolzen ausdrucksstark miteinander. &#220;berhaupt ist ein stimmiges Miteinander im Ensemble insgesamt wohl das Geheimnis des Dessauer Erfolges. Die Anhaltische Philharmonie, die Gesangssolisten, der Dessauer Opernchor, teils auch mit solistischen Partien und die Dessauer Ballettcompagnie gestalten dieses Musical in begeisternder Broadway-Manier. Unterst&#252;tzt werden sie von Gastsolisten sowie Studenten der Universit&#228;t der K&#252;nste Berlin. Die ideenreich genutzte, vielf&#228;ltige B&#252;hnentechnik ( B&#252;hne und Kost&#252;me Imme Kachel ) erm&#246;glicht wahre Showacts.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Angus Wood ( Hatch ) in seiner liebevollen Unbedarftheit und Ute Gfrerer ( Venus ) mit g&#246;ttlicher Bestimmtheit, beide mit letztendlich trennenden Liebesauffassungen, sind fantastisch in Spiel und Gesang. Nicht minder souver&#228;n, als Figur zwischen geckenhaft und machtverliebt, brilliert Ulf Paulsen als Kunstsammler und Million&#228;r Whitelaw Savory. Ihm zur Seite, mehr mit souver&#228;nem Durchblick, agiert Ulrike Mayer als Savorys Sekret&#228;rin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#220;berhaupt treten viele verschiedene, trefflich gezeichnete Charaktere auf. Die knapp 20 einf&#252;hlsamen Songs lassen die G&#228;ste am Gef&#252;hlsleben der Akteure Anteil nehmen. Darunter das dem Kurt-Weill-Fest 2010 das Motto gebende " New Art is True Art " sowie das zum Hit gewordene " Speak Low ".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;" One Touch of Venus " wird im Spielplan des Anhaltischen Theaters bleiben. Die Rolle der Venus &#252;bernimmt Ulrike Mayer. Am Pult der Anhaltischen Philharmonie Dessau wird deren stellvertretender GMD Daniel Carlberg stehen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die n&#228;chsten Auff&#252;hrungen sind am dem 13. M&#228;rz um 17 Uhr und am 19. M&#228;rz um 19. 30 Uhr.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 20:21:29 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/335</link>
    </item>
    <item>
      <title>Antje Rohm, Volksstimme, 08.03.20109222&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Antje Rohm, Volksstimme, 08.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;9222 Besucher im 18. Jahrgang&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Kurt-Weill-Fest wird ab 2011 zwei Wochen lang&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Dessau-Ro&#223;lau. Das 18. Kurt-Weill-Fest in Dessau-Ro&#223;lau ist gestern Abend mit dem ausverkauften Konzert von Helen Schneider zu Ende gegangen. 9222 Besucher, das entspricht einer Auslastung von 88 Prozent, haben die 44 Veranstaltungen seit dem 26. Februar besucht, &#228;hnlich viele wie im vergangenen Jahr. " Wichtiger ist jedoch, dass das Publikum unser doch sehr ambitioniertes Programm angenommen hat ", sagte gestern Thomas Markworth, Pr&#228;sident der Kurt-Weill-Gesellschaft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit den Urauff&#252;hrungen der beiden Auftragskompositionen " Die WUNDE Heine " von Helmut Oehring und " Bordellballade. Ein Dreigoscherlnst&#252;ck " von Moritz Eggert und Franzobel schlug das Festival den Bogen in die Gegenwart.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weiterer H&#246;hepunkt war die Premiere von Weills Broadway-Musical " One Touch of Venus " am Anhaltischen Theater Dessau. F&#252;r Michael Kaufmann, Intendant des Kurt-Weill-Festes, ist diese " sensationelle Produktion " auch eine " hervorragende Grundlage " f&#252;r den zuk&#252;nftigen Kontakt mit der Kurt Weill Foundation for Music, New York.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im ersten Jahr seiner Intendanz begleitete Michael Kaufmann ein Programm seines Vorg&#228;ngers Clemens Birnbaum. Kaufmann selbst m&#246;chte in den kommenden drei Jahren mit dem Festival eine Exkursion zu den drei Lebens- und Arbeitsstationen des Komponisten Weill, Berlin, Paris und New York, unternehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Kurt-Weill-Fest 2011, dann erstmals zwei Wochen lang, steht unter dem Thema " Berlin im Licht ". Er&#246;ffnet wird das Festival mit einem Doppelabend mit Weills Oper " Der Protagonist " und Leoncavallos " Bajazzo ". Artist-in-Residence wird das Ensemble Modern.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 20:16:17 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/334</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 09.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weill-Fest&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Starke Frau singt Lieder ihres Lebens&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Helen Schneider wird zum Finale gefeiert&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die gr&#246;&#223;te &#220;berraschung hatte sich das Dessauer Kurt-Weill-Fest in diesem Jahr zum Finale aufgespart - obwohl man die Interpretin des Abschlusskonzertes vor Ort nicht nur als Festival-Gast, sondern auch als Kuratoriums-Mitglied der Kurt-Weill-Gesellschaft seit langem kennt. Was aber w&#252;rde Helen Schneider bei ihrem dritten Auftritt nach 2003 ("A Walk on the Weill Side") und 2006 ("Die sieben Tods&#252;nden") singen? Die Antwort war ebenso &#252;berraschend wie begl&#252;ckend: Mit ihren wunderbar flexiblen Musikern Jo Ambros (Gitarre), Mini Schulz (Bass) und Marcel Gustke (Drums) nahm sie das Publikum im ausverkauften Anhaltischen Theater auf eine Lebensreise mit, die Weill eher atmosph&#228;risch als konkret huldigte - wenngleich mit "My Ship" und dem "Mackie-Messer-Song" sowie mit "Lonely House" doch drei eigenwillige Interpretationen erklangen. Die "Seer&#228;uber-Jenny" schlie&#223;lich hatte in ihrer anarchischen Attit&#252;de so viel Dampf, dass das Schiff auch ohne seine acht Segel in den Hafen gekommen w&#228;re.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den Mittelpunkt aber stellte die starke Frau mit dem schwarzen Pagenkopf Lieder, die sie mit Geschichten aus ihrer Kindheit und Jugend verkn&#252;pfte - mal innig zur&#252;ckgenommen wie in "Only You", mal weit offen und verletzlich wie in "If loving you is wrong". Wie grandios sie sich solche fremden Originale anzuverwandeln wei&#223;, zeigte sich nicht nur in dem perkussiv gehackten "Mad about you" von Sting oder in Bob Dylans "Just like a Woman", das sie ganz im Geiste des Meisters dekonstruierte. Auch der kritische Zugriff auf Cole Porters "My Heart belongs to Daddy" - dem man ja durchaus sexuelle Doppelb&#246;digkeit unterstellen kann - und der anr&#252;hrende Friedens-Appell mit "Bang the Drums" von Emmylou Harris zeigten Helen Schneider als K&#252;nstlerin, die eine Botschaft hat - und auch &#252;ber alle Mittel verf&#252;gt, um sie zu verk&#252;nden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Ende, nach ihren eigenen Karriere-Kickern "I want to be a Child again" und "Rock'n'Roll Gypsy", wurde es dann noch einmal sehr sentimental, als die gro&#223;e Stimme ein kleines Lied anstimmte: "Dream a little Dream of me". Wird gemacht!&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 21:28:54 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/333</link>
    </item>
    <item>
      <title>Stefan Amzoll, Neues Deutschland&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Stefan Amzoll, Neues Deutschland/ Feuilleton&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Heine heute&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Oehring beim Kurt-Weill-Fest Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Welch ein Novum: Die seit 1993 bestehenden Weill-Festspiele erteilen Auftr&#228;ge. Viel fr&#252;her h&#228;tte das passieren m&#252;ssen. Zumal bei einem Namensgeber, dem die k&#252;nstlerische Innovation geradezu eingeboren schien. Kurt Weill setzte sich vornehmlich in den Jahren der Weimarer Republik f&#252;r Produktionen der neuen Musik ein und begleitete sie auch als Musikkritiker. Er selber erhielt und realisierte diverse Auftr&#228;ge und geh&#246;rte seinerzeit zu den Protagonisten der Bewegung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Michael Kaufmann, neuer Intendant des Weill-Fests, vergab Auftr&#228;ge an die Komponisten Helmut Oehring und Moritz Eggert. F&#252;r die Er&#246;ffnung im Anhaltinischen Theater Dessau konnte au&#223;erdem das renommierte Ensemble Modern gewonnen werden. Mit sechs Choristen realisierte es Oehrings &#187;Die Wunde Heine&#171; in Verbindung mit Brecht/Weills &#187;Songspiel Mahagonny&#171;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oehring schuf mit der Dramaturgin und Regisseurin Stefanie W&#246;rdemann einen Gesamtabend. Szenisches, gedankliche Beziehungen, Spannungsb&#246;gen, wechselseitige Beleuchtungen setzten sich um, obwohl beide Werke getrennt liefen. Bildmaterial wurde fast durchg&#228;ngig eingestreut, gelegentlich Ger&#228;usche/Kl&#228;nge zugespielt. Der Abend hatte es in sich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weills &#187;Mahagonny-Songspiel&#171; kam als eine ins Dunkel getauchte kleine Inszenierung. Weit entfernt vom Aufwand der Oper, adressiert sie gezielt Posen und Haltungen. Sechs S&#228;nger, zwei Damen, vier Herren, &#252;bersetzen gestisch, mimisch, was die Brecht-Verse erz&#228;hlen: wie die Stadt Mahagonny entsteht und f&#228;llt. Und wodurch sie f&#228;llt. Weswegen sie so viel Geld und Dreck aufh&#228;uft und so viel Elend schafft. Die Projektionen von Hagen Klennert geben der Szenerie zus&#228;tzliches Gewicht: Zeichnungen, Radierungen aus der Schattenwelt, Abbilder der Langeweile, des Abstiegs, der Hoffnungslosigkeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#187;Andere Zeiten, andere V&#246;gel. Andere V&#246;gel, andere Lieder.&#171; Dieser projizierte Heine-Text trennt die zwei Werke und verbindet sie. Oehring kn&#252;pft an Mahagonny in eigener Sprache an. Auch &#187;Die Wunde Heine&#171; entrollt Lieder, Ch&#246;re, Ensembles, Losungen, schneidende Orchesterpartien. Periodisch tritt ein Rocker auf den Plan, reflektiert, zitiert, singt, schreit, opponiert zur E-Gitarre. Bezauberndes, Schlichtes ist Heines &#187;Buch der Lieder&#171; nachempfunden. Aber die Poesie entl&#228;dt sich, explodiert bisweilen. Das Werk rei&#223;t buchst&#228;blich Wunden auf, nicht nur die Heinrich Heines, dessen schlimme Geschichte &#252;ber Verse des Dichters des &#187;Winterm&#228;rchens&#171; erz&#228;hlt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Geschichte selbst kommt zum Sprechen. Zust&#228;nde des Verreckens, T&#246;tens, Vegetierens derer, welche die Gesellschaft aus ihrer Heiligkeit ausschlie&#223;t. In Kl&#228;nge, T&#246;ne gesetzt, Heine schreibend, in seiner Matratzengruft. Verse wie &#187;Denk ich an Deutschland in der Nacht&#171; ragen, besetzt mit neuem Sinn, in unsere Gegenwart hinein. Der Abend gibt ein Sittenbild. Eins, worin die Widerspr&#252;che bersten. &#187;Die Wunde Heine&#171; l&#228;sst aus sich heraus, was die Menschen heute tangiert oder tangieren m&#252;sste.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oehring komponiert seit l&#228;ngerem Antwortmusiken auf vorhandene St&#252;cke, die sich, wie er sagt, &#187;in den Konzertbetrieb oder in die Herzen eingegraben haben&#171;. Im Falle Heines verhalte er sich zum Thema Exil, deutsche Sprache und zum Thema, was macht Kunst, welche Verpflichtungen haben K&#252;nstler, welche Haltung. Vorrangig ist f&#252;r ihn die &#187;Verschmelzung von Poesie und Politik&#171;. Was Weill etwa mit dem Jazz versucht hat, versuche er mit Rockmusik.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein gro&#223;es Problem war die Vertonung der Heine-Gedichte. In welcher Besetzung und Diktion, wie begleitet. Das Chorsextett, das Oehring reich bedenkt, hat teils theatralische Funktion. Es &#252;bt sich in Geb&#228;rden, spricht am Boden liegend. In Reih und Glied aufgestellt, fungiert es als kommentierendes Organ. Der sophokleische Trag&#246;dienchor steht hier Modell. Wenn n&#246;tig befeuert mit aller H&#228;rte ein segmentierter, skandierter Sprechgesang die Szenerie. Oehring zitiert Songs aus der Hausbesetzerszene der 80er Jahre und streut sie so in die &#187;Wunde Heine&#171;, dass es schmerzt. Alte H&#252;te? Rio Reisers &#187;Macht kaputt was euch kaputt macht&#171; ist brennend aktuell. Auch hat der Komponist keine Scheu, einfach nur ein Lied zu komponieren. Eins, das man versteht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Abend stellte klar: &#187;Die Wunde Heine&#171; ist nicht blo&#223; eine Liedersammlung. Sie ist ein Requiem, eine Trag&#246;die, die alle angeht. Blumen und viel Beifall in Dessau, einer ramponierten, langsam verl&#246;schenden Stadt.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 21:22:13 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/332</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 08.03.2010Berufssch&#252;ler&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 08.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Berufssch&#252;ler des Anhaltischen Berufsschulzentrums &#8222;Hugo Junkers&#8220; bauen Teile des B&#252;hnenbilds f&#252;r die Schauspielinszenierung &#8222;Des Teufels General&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater Dessau hat eine weitere Kooperation mit dem Berufsschulzentrum &#8222;Hugo Junkers&#8220; Dessau-Ro&#223;lau geschlossen. In einem ersten Projekt bauten Sch&#252;ler der Berufbildenden Schule II Teile f&#252;r das B&#252;hnenbild der Schauspielinszenierung &#8222;Des Teufels General&#8220;, die am 26. M&#228;rz auf der Gro&#223;en B&#252;hne des Anhaltischen Theaters Premiere hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sch&#252;ler der Klassen Farb- und Holztechnik, betreut durch ihre Fachlehrer Herr Thiem und Herr Gr&#228;tz, bauten nach den Entw&#252;rfen des B&#252;hnenbildners Toto einen Deckenventilator und gestalteten unter Anleitung der Theatermaler im Malsaal des Anhaltischen Theaters das Bodentuch f&#252;r die Inszenierung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Sch&#252;ler konnten erfahren, welche speziellen Anforderungen es f&#252;r den Dekorationsbau am Theater gibt, gewannen einen Einblick in die Arbeit des Theatermalers und erlebten, wie sich ihr Produkt in das B&#252;hnenbild des Theaters und schlie&#223;lich in die Inszenierung einf&#252;gt. Die Koordination des Projekts lag in den H&#228;nden von Herrn Richter (Leiter der Au&#223;enstelle Chaponstra&#223;e, Anhaltisches Berufsschulzentrum Dessau  &#8222;Hugo Junkers&#8220; und Imme Heiligendorff, Theaterp&#228;dagogin des Anhaltischen Theaters.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Vorfeld der Premiere werden die Sch&#252;ler eine Probe besuchen und sich schlie&#223;lich mit ihren Fachlehrern auch die Premiere anschauen.
Am Mittwoch, d. 10. M&#228;rz um 10 Uhr pr&#228;sentieren die Berufssch&#252;ler im Malsaal des Anhaltischen Theaters u.a. den angefertigten Deckenventilator im Beisein ihrer Fachlehrer, dem B&#252;hnenbildner Toto, der Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorff und dem Produktionsleiter Matthias Taska.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 16:18:49 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/331</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 03.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Ein leichtsinniger wie schwerm&#252;tiger Abend&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Theater bringt &#8222;Mein wildes Herz in deiner Ruh&#8220; zum Weill-Fest.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Vom seltsamen Spiel der Liebe k&#246;nnten sie mehr als nur ein Lied singen, die Claire und der George - wenn nur Joe zu finden w&#228;re, ihr leicht derangierter und schwer desillusionierter Pianist. Als sie den Musiker schlie&#223;lich hinter seiner Zeitung hervorgelockt haben, beginnen auch die Stimulanzien zu wirken: der Duft der Rose und der Geschmack des Champagners, die f&#252;r einen Abend unter dem Motto &#8222;Mein wildes Herz in deiner Ruh&#8220; so unerl&#228;sslich scheinen wie die Songs von Kurt Weill und Paul Dessau, Kurt Schwaen und Hanns Eisler.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es war ein wunderbares Geschenk des Anhaltischen Theaters zum Kurt-Weill-Fest, das da am Sonntagabend erstmals &#252;ber die Bauhaus-B&#252;hne ging - ein ebenso leichtsinniger wie schwerm&#252;tiger Abend, der vom Erreichen wie vom Verfehlen des zweisamen Gl&#252;cks erz&#228;hlte und dabei wie selbstverst&#228;ndlich die neue Allianz der Dessauer Kultur-Leuchtt&#252;rme bekr&#228;ftigte. In Matthieu Svetchine und Antje Weber hat der Dramaturg Holger Kuhla Protagonisten gefunden, denen die doppelte Travestie bestens zu Gesicht steht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da ist einerseits der sentimentale, nah am Wasser gebaute Kerl im Abendkleid, der die &#8222;Erinnerung an die Marie A.&#8220; so hemmungslos zu schmachten wei&#223; wie den &#8222;Surabaya-Johnny&#8220;. Und da steht andererseits eine scharf gescheitelte Dame mit Zylinder und Schnauzbart, die &#8222;Baals Lied&#8220; und das &#8222;Wie man sich bettet&#8220; als energische Widerrede gegen falsche Illusionen begreift. Daniel Carlberg steht den beiden Schauspielern, die ihre Masken im Laufe des Abends fallen lassen, mit den Liedern von der gro&#223;en Kapitulation und von der belebenden Wirkung des Geldes treu zur Seite - und tr&#228;gt sie als Pianist auf H&#228;nden durch ihre Songs.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Weisheit dieses Abends, der schon dank des b&#252;rgerlichen Teppichs auf dem Bauhaus-Boden wie ein kalkuliertes Sakrileg wirkt, liegt in dem rasanten Wechsel zwischen dem Rohen und dem Zarten: Dass dem Dichter Bertolt Brecht pornografische Texte wie &#8222;Sauna und Beischlaf&#8220; ebenso selbstverst&#228;ndlich von der Hand gingen wie das wunderbare Gleichnis von den Kranichen, kann man beim Fest zu Ehren seines Komponisten-Kollegen Weill nicht oft genug betonen - schlie&#223;lich war auch im Werk dieses K&#252;nstlers das Fleisch so wichtig wie der Geist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass am Ende dieser klugen Revue &#252;ber die tr&#252;gerischen Emotionen ein Mond &#252;ber der Stadt hing, wie er auch in Bilbao und Alabama nicht sch&#246;ner zu haben ist, wirkte wie ein himmlischer Gru&#223; an die irrenden Irdischen - &#8222;Es war das Sch&#246;nste auf der Welt!&#8220;.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 14:48:03 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/330</link>
    </item>
    <item>
      <title>Dr. Kevin Clarke, http://magazin.klassik.com&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Dr. Kevin Clarke, http://magazin.klassik.com/konzerte/reviews.cfm?TASK=review, 06.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessau &gt; Anhaltisches Theater - 05.03.2010
Amerikanischer Weill wird neu pr&#228;sentiert &gt; Ute Gfrerer als Titelheldin&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;'Speak Low When You Speak Love'&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Soviel gleich vorweg: Kurt Weills Broadwaymusical 'One Touch of Venus', 1943 uraufgef&#252;hrt mit Superstar Mary Martin als sexy Titelheldin (in einer Produktion von Hollywood-Legende Elia Kazan) war ein Riesenhit. Mehr noch, es war das erfolgreichste Musical Weills &#252;berhaupt, das es auf 567 En suite-Vorstellungen in New York brachte, anschlie&#223;end mit Ava Gardner verfilmt wurde und einige der wunderbarsten Weill-Nummern &#252;berhaupt enth&#228;lt: das verf&#252;hrerische 'Speak Low (When You Speak Love)', den rauschenden Walzer 'Foolish Heart', das freche 'I'm a Stranger Here Myself', die Comedy Nummern 'The Trouble with Women' und 'Way Out West (in Jersey)' und nat&#252;rlich den bewegenden 'West Wind'. Ganz zu schweigen von zwei grandiosen Ballettsequenzen, die urspr&#252;nglich von Agnes de Mille choreographiert wurden, 'Forty Minutes for Lunch' &#252;ber das betriebsame Chaos in Manhattan zur Mittagspausenzeit, in das Venus unverhofft st&#252;rzt, und 'Venus in Ozone Hights', wo der Titelheldin die Freuden des Unteren-Mittelklasse-Lebens nahe gebracht werden sollen &#8211; woraufhin sie sich verst&#228;ndlicherweise entschlie&#223;t, doch lieber eine g&#246;ttliche Statue zu bleiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Werk &#8211; mit einem Textbuch von S. J. Perelman und Ogden Nash, der auch die witzigen Liedtexte schrieb &#8211; spielt geschickt mit der bekannten Story der Statue, die zu neuem Leben erweckt wird (&#224; la 'Sch&#246;ne Galath&#233;e' bzw. 'Pygmalion') und mischt sie mit modernen Elementen &#224; la &#8218;Sex and the City&#8217;. W&#228;hrend 'Venus' im anglo-amerikanischen Raum ein etablierter Klassiker ist, der regelm&#228;&#223;ig gespielt wird (zuletzt u.a. bei Opera North in England), ist das St&#252;ck in Deutschland fast unbekannt, weil ja &#8211; laut herk&#246;mmlicher Meinung einiger angeblicher Fachleute &#8211; Weill sich nach dem Weggang aus Deutschland 1933 an den amerikanischen Kommerz verkauft habe und Musicals sowieso nichts taugten. Nun, die anglo-amerikanische Theaterwelt und Theater- bzw. Musikwissenschaft denkt da anders dr&#252;ber (Gott sei Dank). Und erfreulicherweise die Intendanz des Anhaltischen Theaters Dessau auch, die 'One Touch of Venus' nun in Koproduktion mit dem Kurt-Weill-Fest der Stadt auf den Spielplan setzte. Soweit, so wunderbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn das Haus hat ein ausreichend gro&#223;es Orchester, das man f&#252;r Weills geniale Instrumentation braucht, es hat ein Ballett, was man f&#252;r 'Venus' ebenfalls braucht. Und Dank der Unterst&#252;tzung des Weill-Fests und der Weill Foundation konnten auch G&#228;ste eingekauft werden f&#252;r die Produktion, die &#8218;Erfahrung&#8217; mit Musical und dem St&#252;ck haben. Darauf hatte, nebenbei bemerkt, die Weill Foundation in New York auch bestanden bei Vergabe der Auff&#252;hrungsrechte. Es wurde sogar eine Repr&#228;sentantin nach Dessau geschickt, um die &#8218;Werktreue&#8217; zu &#252;berpr&#252;fen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;High School Auff&#252;hrung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Extrem ungl&#252;cklicherweise sind durch die vielen Einschr&#228;nkungen und Kontroll-Momente der Foundation in New York scheinbar alle innovativen Kr&#228;fte, die das Theater in Dessau sonst so sch&#228;tzenswert machen, erlahmt. Und statt der famosen Hausregisseurin Andrea Moses, die k&#252;rzlich mit einem funkenspr&#252;henden 'Lohengrin' so beeindruckte, &#252;bergab man die Regie an Klaus Seiffert. Der ist zwar privat ein &#228;u&#223;erst sympathischer Zeitgenosse, hat auch viel pers&#246;nliche Erfahrung mit Musicals als Darsteller, aber seine Herangehensweise an die Kunstform ist &#8211; wirklich sehr zur&#252;ckhaltend formuliert &#8211; derart bieder, dass diese kesse Geschlechterkom&#246;die mit den vielen immer noch aktuellen Themen &#228;lter wirkt, als die 3000 Jahre alte &#8218;Anatolische Venus&#8217;, um die es geht. Das B&#252;hnenbild wirkt, als w&#228;re es Originalentw&#252;rfen von 1943 nachempfunden, ebenso die Kost&#252;me. Nur: Was 1943 bei Mary Martin &amp;amp; Co. gut und schick aussah, das sieht hier einfallslos kopiert bei Ute Gfrerer als Venus und Angus Wood als Friseur Rodney Hatch aus. Von Glamour keine Spur. Kein Vergleich etwa mit Jerry Zaks&#8217; Broadway-Neufassung von 'Guys and Dolls', die ebenfalls in einem 40er Jahre Ambiente spielen, aber das Vorbild auf viel brillantere Weise ins Heute &#252;bersetzen. So eine &#220;bersetzung findet in Dessau nicht statt (Kost&#252;me und B&#252;hne: Imme Kachel), so dass die Produktion gr&#246;&#223;tenteils aussieht wie eine High School Auff&#252;hrung in Ozone Hights (um im Bezugsrahmen des St&#252;cks zu bleiben). Das ist tragisch, weil dadurch viele der tollen Stellen des St&#252;cks einfach im Leeren verpuffen: die Szenen, in denen es um Moderne Kunst geht, die Verbindung der antiken Welt der G&#246;tter (l&#228;cherlich banal umherh&#252;pfend: das Ballettensemble des Anhaltischen Theaters in der Choreographie von Mario Mariano) mit den Gegenwart usw. usf. Nur einmal findet die Inszenierung zu wirklich packenden Bildern und Gesten, n&#228;mlich f&#252;r die 'Ozone Hights'-Nummer, die ganz stilisiert getanzt wird &#8211; von den Studenten des Studiengangs Musical der Universit&#228;t der K&#252;nste. Wenn die nicht gerade dazu verdonnert sind, dumm in der Gegend herum zu stehen (wie in der Er&#246;ffnungsszene), dann sind sie die eigentlichen Stars dieser Produktion, denn sie tanzen und singen so, wie ich das bei einem klassischen Broadwaymusical erwarte: mit Klasse und Leidenschaft und Witz und Sexappeal.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Schach matt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wieso das Haus diese Studenten &#8211; von denen einige k&#252;rzlich den Bundeswettbewerb Gesang gewonnen haben &#8211; nicht f&#252;r die Hauptrollen genommen hat, wo sie doch sowieso schon engagiert sind, ist mir ein R&#228;tsel (Johanna Spantzel, J&#246;rn Felix Alt, Maximilian Mann z.B. w&#228;ren ein fabelhaftes Trio f&#252;r 'Venus' gewesen). Immerhin: Haus-Heldenbariton Ulf Paulsen als Kunstsammler Whitelaw Savory schl&#228;gt sich wacker und mit Spa&#223; an der Rolle, ist aber als Charakter nicht wirklich glaubhaft. Das gilt auch f&#252;r den lyrischen Tenor Angus Wood aus Australien. Zwar produziert der etliche sch&#246;ne T&#246;ne (besonders in 'Speak Low'), aber das Musicalidiom liegt ihm grunds&#228;tzlich nicht in der Stimme, stilistisch gesprochen. Ute Gfrerer als Venus trifft den Weill-Tonfall zwar in den musikalischen Nummern hervorragend (teils so, als sei sie eine 1:1 Kopie von Mary Martin), aber sie sieht in ihrer Kost&#252;mierung viel zu alt(backen) aus f&#252;r einen antiken Vamp, dem die M&#228;nner reihenweise und seit Jahrtausenden zu F&#252;&#223;en liegen. Und sie ist viel zu steif. Das Verbl&#252;ffende: Als ich Gfrerer nach der Vorstellung privat erlebte, erschrak ich, weil sie in Echt so viel besser aussieht und wie eine so viel quirligere Pers&#246;nlichkeit hat als auf der B&#252;hne in dieser Inszenierung. Wie konnte die Regie diese &#252;bersprudelnde K&#252;nstlerin nur derart Schach-matt setzen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Immerhin war Gfrerer genauso wie der Dirigent der ausdr&#252;ckliche Wunsch der Weill Foundation, die sonst die Auff&#252;hrungsrechte nicht nach Dessau vergeben h&#228;tten. James Holmes ist der Mann, der 'Venus' bereits bei der (erfolgreichen) Opera North Produktion geleitet hat; insofern ist es verst&#228;ndlich, dass die Foundation &#8218;auf Nummer Sicher&#8217; gehen und das St&#252;ck in erfahrene H&#228;nde legen wollte, wo Musicals in Deutschland gern unter Leitung von Dritten Kapellmeistern die schlimmsten aller Martertode erleiden. Aber: Holmes ist ganz sicher kein begnadeter Weill-Interpret. Man h&#246;rt aus dem Orchestergaben fast nur Partykeller-artiges Schlagzeug, was auch schon bei den Opera North-Auff&#252;hrungen der Fall war, also nichts mit dem K&#246;nnen des Orchesters in Dessau zu tun hat. Die brillanten Instrumentationsdetails, die wunderbar eingesetzten opulenten Streicher (hier auf ausdr&#252;cklichen Wunsch Holmes&#8217; reduziert auf ein Minimum!), all das klingt in Dessau einfach billig. Jedenfalls weit entfernt vom polierten Weill Sound, den man beispielsweise auf der CD mit dem Original Broadway Cast h&#246;ren kann, wo &#252;brigens das Schlagwerk niemals (!) in den Vordergrund tritt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Mehr Vertrauen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dennoch gro&#223;er Applaus vom Publikum, vermutlich auch, weil viele in Deutschland sich Musical als Kunstform genauso altbacken vorstellen, wie hier dargeboten, als Pendant zu Andr&#233; Rieu sozusagen. Dagegen ist nichts einzuwenden, und meine Begleitung an dem Abend in Dessau fand die Auff&#252;hrung auch &#8218;sehr ansprechend&#8217; (&#8218;nur manchmal ein bisschen z&#228;h&#8217;). F&#252;r mich war es eine vergeudete Chance, den &#8218;Amerikanischen Weill&#8217; in Deutschland mit einem Splash neu zur Diskussion zu stellen und damit vielleicht auch f&#252;rs hiesige Repertoire neu zu gewinnen. Stattdessen wurden in Dessau nur alle Vorbehalte, die viele ohnehin schon gegen Broadwaymusicals haben, aufs schlimmste (und unn&#246;tigste) best&#228;tigt. Leider.
Vielleicht lohnt es, die Produktion nach Ablauf des Weill-Fests nochmals zu sehen, wenn Ulrike Mayer die Venus &#252;bernimmt, statt wie bei der Premiere eine schauspielerisch und stimmlich sehr pr&#228;sente Privatsekret&#228;rin Molly Grant zu sein? Ab der dritten Vorstellung dirigiert auch Kapellmeister Daniel Carlberg, der schon 'Candide' schmissig pr&#228;sentierte und somit Hoffnungen weckt, dass sein Weill besser klingen k&#246;nnte, als der des Gastes aus England. Unbedingt erw&#228;hnt werden muss noch, dass es eine Darstellerin gab, die allen anderen die Show stahl und schlichtweg umwerfend war: Kristina Baran als Verlobte-des-Friseurs, Gloria Kramer. Wie sie diese blonde Zicke spielte, war es zum Schreien komisch, sie sang toll und war f&#252;r mich die Entdeckung des Abends. Neben den Musicalstudenten D.h., in Dessau w&#228;re durchaus das Potenzial vorhanden, um eine famose &#8218;Venus&#8217; auf die B&#252;hne zu stellen. Man h&#228;tte sich nur trauen m&#252;ssen. Und die Kurt Weill Foundation h&#228;tte etwas mehr Vertrauen in die kreativen Eigenkr&#228;fte des Hauses haben sollen. Andrea Moses, bitte &#252;bernehmen Sie das n&#228;chste Mal!&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 11:26:20 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/329</link>
    </item>
    <item>
      <title>Heidi Thiemann, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Heidi Thiemann, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 08.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Von Prinz Owi bis zur Schnitzeljagd im Theater&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;15. Tag der Schulmusik findet in Dessau statt - &#171;Das alles zu organisieren, hat gro&#223;en Spa&#223; gemacht&#187;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Musik kommt von der CD, aus dem MP-3-Player, s&#228;uselt via Radio, DVD oder Fernsehen. Aber wie es ist, wenn Musik auf der B&#252;hne gemacht wird - der Theaterb&#252;hne? Oper, Operette, Musical? "Die Sch&#252;ler wissen gar nicht, was Leistung bedeutet", sagt Kerstin Lebeda. Und f&#252;r die Lehrerin, die am Liboriusgymnasium Musik unterrichtet, steht fest: "Das m&#252;ssen die Sch&#252;ler erst wieder lernen." Und einen Partner, den gibt es vor Ort mit dem Anhaltischen Theater. Lehrerin Lebeda wei&#223; das zu sch&#228;tzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Lust auf Theater hat aber nicht nur der Sonnabend bei ihr gemacht, als sich 25 Lehrer und auch Studenten aus (fast) allen Teilen Sachsen-Anhalts in Dessau zum 15. Tag der Schulmusik trafen. Der starke Schneefall &#252;ber Nacht habe leider verhindert, dass auch Kollegen aus dem Burgenlandkreis oder Halberstadt anreisen konnten, bedauert Hans-Peter Wolf. Der Musiklehrer, der am Ludwigsgymnasium K&#246;then unterrichtet, ist Landesvorsitzender des Verbandes deutscher Schulmusiker. Der Landesverband bietet "den Kollegen regelm&#228;&#223;ig Fortbildungen an". Aller zwei Jahre finden die in der Landesmusikakademie in Michaelstein (Blankenburg) statt, in den Jahren dazwischen an verschiedenen Orten im Land.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beim diesj&#228;hrigen Thema "Musiktheater und Schule", sagt Wolf, habe es nahe gelegen, das Anhaltische Theater als Partner zu gewinnen. Er selbst kenne das Haus auch, komme gelegentlich mit Sch&#252;lern aus K&#246;then hierher oder mit seiner Frau. Dass der Veranstaltungsort aufgrund der aktuellen politischen Diskussion an Brisanz gewonnen hat - die Stadt Dessau-Ro&#223;lau erw&#228;gt eine K&#252;rzung ihres Zuschusses um 3,5 Millionen Euro ab 2013 - war im Vorfeld nicht abzusehen. "Nun hoffen wir, dass wir dem Theater den R&#252;cken st&#228;rken k&#246;nnen. Ich denke schon, dass die Kollegen aus den anderen Kreisen angeregt werden, mit ihren Sch&#252;lern Vorstellungen in Dessau zu besuchen", sagt Wolf, der die Organisation des Tages durch das Liboriusgymnasium und das Theater ausdr&#252;cklich lobt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Liboriusgymnasium hat der Fortbildungstag begonnen. Eingestimmt werden die Musiklehrer und Studenten am Vormittag mit "Prinz Owi lernt K&#246;nig", einer Gemeinschaftsproduktion der Ch&#246;re des Gymnasiums mit der Regenbogenschule Dessau. Anschlie&#223;end hei&#223;t es "Mr. H&#228;ndel l&#228;sst bitten". Dabei wird ein Musiktheaterprojekt f&#252;r die Grundschule vorgestellt. Die "West Side Story im Unterricht" ist Thema eines weiteren Seminars.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Normalerweise h&#228;tten die Seminare nebeneinander stattgefunden, sagt Wolf, da aber fast die H&#228;lfte der Teilnehmer schneefallbedingt am Morgen abgesagt hat, finden sie nacheinander statt. "Das hat schulform&#252;bergreifend sehr gut funktioniert", stellt er am Nachmittag fest, denn mit dem Tag der Schulmusik werden sowohl Lehrer von Grund- und Sekundarschulen als auch Gymnasien und Sonderschulen angesprochen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch nach dem Mittag geht das gemeinsame Konzept auf. Begeistert sind die Teilnehmer vor allem, als sie aufgefordert von Kontrabassist Ingo Burghausen einmal selbst auf dem Instrument spielen k&#246;nnen. Burghausen und Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorff haben Angebote zum Musik-Theater f&#252;r Vor- und Grundsch&#252;ler zum Schauen und Mitmachen unterbreitet. "Vom Schaf zur Schnitzeljagd" stellen sie Angebote des Anhaltischen Theaters vor. Einen Einblick, wie viel Arbeit eine Theaterproduktion bereitet, was &#252;berhaupt alles hinter den Kulissen dazugeh&#246;rt, bis sich f&#252;r ein St&#252;ck der Premierenvorhang heben kann, erfahren die Lehrer von Heribert Germeshausen, Operndirektor und Leitender Dramaturg am Musiktheater.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Germeshausen stellt sich anschlie&#223;end mit Theaterintendant Andr&#233; B&#252;cker den Fragen von Georg Maas, Professor f&#252;r Musikdidaktik an der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg. Denn es geht - wie am ganzen Tag schon - um die Frage, wie k&#246;nnen Sch&#252;ler f&#252;rs Musiktheater begeistert werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Das alles zu organisieren, hat gro&#223;en Spa&#223; gemacht", sagt Theaterp&#228;dagogin Heiligendorff, die die Lehrer zum Abschluss zu einer F&#252;hrung hinter die Kulissen einl&#228;dt. Und sich w&#252;nscht: "Kommen Sie wieder mit ihren Klassen."&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 07 Mar 2010 21:12:19 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/328</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 06.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Angebot und Nachfrage in Sachen Fleischeslust&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;&#171;Die Bordellballade&#187; wird beim Kurt-Weill-Fest uraufgef&#252;hrt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Was tun, wenn sich nichts mehr tut? Wenn die Kunden im "Menschenhaus" ausbleiben, weil ihnen das Geld f&#252;r den Sex fehlt - und wenn gleichzeitig der Schutzgeld-Erpresser seinen Obolus fordert? Die "Bordellballade", mit der sich der Komponist Moritz Eggert und sein Librettist Franzobel jetzt an der auftragsgem&#228;&#223;en Songspiel-Erneuerung des Dessauer Kurt-Weill-Festes beteiligten, spielt in einer postkapitalistischen Situation "jenseits aller Grenzen" und &#252;bersetzt den Traum von der Abschaffung des Geldes in eine pornografisch get&#246;nte Satire.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist ein echter Kraftakt, den das Festival da geleistet hat - gef&#246;rdert von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und der Kulturstiftung des Bundes, koproduziert mit dem Theater Koblenz und der Neuk&#246;llner Oper Berlin. Warum sich das Urauff&#252;hrungs-Team bei der Premiere im Bauhaus neben viel Applaus aber auch kr&#228;ftige Buh-Rufe abholen musste, lag auf der Hand: Die drastischen sexuellen Vokabeln, die Bertolt Brecht seinerzeit wohl dosiert einsetzte, werden von Franzobel in einer Art &#220;berbietungs-Dramaturgie bis zur Abstumpfung benutzt. Dass dabei auch die lebensklugen und dezenteren unter den 21 Songs Kollateralschaden erleiden, ist bedauerlich - wird aber in Robert Lehmeiers Regie mit Szenen der Gewalt und Dem&#252;tigung noch verst&#228;rkt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;M&#228;rsche fahren in die Parade&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Nun k&#246;nnte man einwenden, dass man in einem Bordell-Ambiente nichts anderes erwarten darf - wenn denn der Abend irgendeinen realen Bezug zu diesem Milieu herstellen w&#252;rde. Aber da Dirk Steffen G&#246;pferts B&#252;hnenbild eher an einen Aufenthaltsraum mit Hochregal und verh&#228;ngter Fensterfront erinnert, in dem nur ein Mikrofon von der letzten Karaoke-Show einen armseligen Rest Unterhaltung verspricht, bleibt auch das Metier der drei Damen Rosl, Ferkel und Zuckergoscherl blo&#223;e Behauptung. Hier war noch nie was zu holen, weshalb selbst der jovial-brutale Erpresser Kirschgarten und sein Handlanger Bussib&#228;r offenbar ihren Beruf verfehlt haben. Einzig die Liebe des Fleischers Alfred, die einerseits unbeantwortet und andererseits ungefragt daherkommt, stiftet ein glaubhaftes Motiv.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und auf musikalischer Ebene gelingt auch die Verf&#252;hrung: Unter der Leitung des Pianisten Arno Waschk pr&#228;sentiert die kleine Kapelle Eggerts feine, auch der heiklen Akustik bestens angemessene Partitur. Da gibt es kammermusikalische Finessen, da fahren M&#228;rsche in die Parade - und immer wieder f&#252;hlt man sich tats&#228;chlich an das gro&#223;e Vorbild erinnert, das viel kleiner daherkam. Gesungen wird zudem auf erfreulichem Niveau, wobei Claudia Felke mit ihrem kunstvoll patinierten Opern-Timbre und Adrian Becker mit seiner austrainierten Musical-Stimme die Bandbreite markieren, in die sich Marcel Hoffmann, Dorothee Lochner, Isabel Mascarenhas und Matthias Schaletzky einreihen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Nimm die Pfeife aus dem Maul&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Und wenn man genau hinh&#246;rt, dann entdeckt man auch zwischen Franzobels Kraftmeiereien immer wieder Verweise auf Brechts unerreichten Ton: Da wird aus dem "Nimm doch die Pfeife aus dem Maul, du Hund" des Surabaya-Johnny das "Na, steck' die Zigarette wieder ein" der Rosl. Da singen die Verbrecher ein Duett vom "Goldenen Handwerk", durch dessen Zeilen ihr ber&#252;hmter Vorg&#228;nger Mackie Messer flaniert. Und auch die Erkenntnis von den sich drehenden Zeiten h&#228;tte dem Dialektiker wohl gut gefallen - ebenso wie die finale Verbeugung vor seinem "Denn wovon lebt der Mensch?". Eine Antwort auf diese Frage blieb "Die Bordellballade" schuldig.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 07 Mar 2010 21:03:47 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/327</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 08.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Liebesgr&#252;&#223;e aus dem Olymp&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Anhaltisches Theater in Dessau-Ro&#223;lau bietet mit &#171;One Touch of Venus&#187; eine glanzvolle Musical-Inszenierung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Es ist ein Museum, in dem man lauter gute Bekannte trifft - und darunter sogar ein paar alte Dessauer: Neben Picasso und Mir&#243; n&#228;mlich dienen auch die Bauh&#228;usler Klee und Kandinsky dem Kunstsammler Whitelaw Savory zum Beweis seiner These "New Art is True Art", die er der Jugend mit agitatorischer Ungeduld eintrichtern will. Dass er in das Zentrum seiner Sammlung dann aber doch eine 3 000 Jahre alte Statue stellt, dient weniger der Wahrheitsfindung als der Nostalgie: Sie erinnert ihn an eine verlorene Liebe, der ein Hauch von Venus anhaftete.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&#220;berf&#228;llige Punktlandung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Es war eine l&#228;ngst &#252;berf&#228;llige Punktlandung, die das Anhaltische Theater dem Kurt-Weill-Fest in diesem Jahr bescherte: Mit dem 1943 uraufgef&#252;hrten Broadway-Musical "One Touch of Venus" kam Weills erfolgreichstes amerikanisches St&#252;ck endlich in seiner Geburtsstadt an - und wurde mit jener konservatorischen Sorgfalt behandelt, die sich die New Yorker Weill-Foundation f&#252;r das Erbe des Meisters w&#252;nscht. Dass ausgerechnet dieses St&#252;ck &#252;ber weite Strecken in einer Galerie der klassischen Moderne spielt und auch den respektlosen Umgang mit unersetzlichem Kunstgut zeigt - wer wollte das nicht als versteckten Kommentar auf Diskussionen verstehen, die vor Ort lange gef&#252;hrt wurden? Nun aber stecken Regisseur Klaus Seiffert und Dirigent James Holmes der Weill-Statue den Ring auf den Finger - und sie erwacht zum Leben!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Genau so weckt der Friseur Rodney Hatch die G&#246;ttin der Liebe aus ihrem Marmor-Schlaf - und holt sich damit einen Plagegeist von olympischer Hartn&#228;ckigkeit auf den Hals. Nicht nur seine Verlobte Gloria, f&#252;r die das Schmuckst&#252;ck eigentlich bestimmt war, wird durch die Begegnung mit dieser Extremistin des Begehrens zeitweise au&#223;er Gefecht gesetzt. Auch dem Sammler Savory und Hatch selbst drohen von einer anatolischen Untergrundorganisation t&#246;dliche Konsequenzen .&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nat&#252;rlich ist diese "Pygmalion"-Adaption in ihren Dialogen gelegentlich von r&#252;hrender Harmlosigkeit, der Gipfel des Frivolen bleibt der Vergleich zwischen einer schluchzenden Geige und einer quietschenden Bettfeder. Und so tut Ausstatterin Imme Kachel gut daran, den Zeitgeist zu beschw&#246;ren: Im New-Style-Dekor des Greyhound-Busbahnhofs und des Bloomingdale's-Kaufhauses begegnen sich Eisverk&#228;ufer und Ladenm&#228;dchen, Gesch&#228;ftsm&#228;nner und Gattinnen - und gelegentlich mischen sich einige schr&#228;ge Village People unter das Volk.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Schwungvolle Stra&#223;enszenen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Choreograf Mario Mariano f&#252;hrt das um Berliner Musical-Studenten verst&#228;rkte Ballett des Dessauer Theaters zu schwungvollen Stra&#223;enszenen und in das genormte Gl&#252;ck von "Ozone Heights" - und steuert Intermezzi bei, in der sich all die antiken Alphatierchen begegnen und begehren: Amor und Artemis, Ares und Athene. Aus ihrer Mitte stammt die schaumgeborene Aphrodite, die f&#252;r ihr irdisches Intermezzo das r&#246;mische Pseudonym Venus gew&#228;hlt hat. Ute Gferer gibt der Figur die statuarische W&#252;rde der G&#246;ttin und die biegsame Hingabe der Liebenden, das weise "Speak Low" ist bei ihr so gut aufgehoben wie das schmachtende "Foolish Heart" oder das &#252;berm&#252;tige "That's Him".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Angus Wood pr&#228;sentiert seinen Hatch mit treuherziger Naivit&#228;t und einem eher gl&#228;nzenden als stechenden Tenor, der auch im Kontrast zu Ulf Paulsens - bei "West Wind" schier unersch&#246;pflicher - Stimmkraft als Savory &#252;berzeugt. Ein Star aber ist Ulrike Mayers Molly Grant - ein glamour&#246;ses Material Girl in "Very, very, very" und eine intelligente Spielmacherin mit ironischer Distanz. Dass man auch kleinere Rollen wie den Privatdetektiv Taxi Black (David Ameln) und seinen Assistenten Stanley (Jan-Pieter Fuhr), vor allem aber die quietschblonde Gloria (Kristina Baran) mit hauseigenen Kr&#228;ften ad&#228;quat besetzen konnte, d&#252;rfte die G&#228;ste aus New York von der Dessauer Eignung f&#252;r das Broadway-Fach &#252;berzeugt haben - ebenso wie die individuell gef&#252;hrte Leistung des Chores (Leitung: Helmut Sonne) und die scharfe Geschmeidigkeit der sparsam besetzten Anhaltischen Philharmonie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass die Verj&#252;ngung durch die Universit&#228;t der K&#252;nste selbst einer "Venus" ein paar Falten gl&#228;tten kann, steht au&#223;er Frage. Und wenn es jetzt im Programm oder &#252;ber der B&#252;hne noch eine Handreichung zu den englischen Songs g&#228;be - dann w&#228;re das Gl&#252;ck wohl auch f&#252;r den Nicht-Weillianer perfekt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Vorstellungen: 13. M&#228;rz, 17 Uhr; 19. M&#228;rz, 19.30 Uhr&lt;/h2&gt;
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      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 07 Mar 2010 20:54:03 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/326</link>
    </item>
    <item>
      <title>DPA, Mitteldeutsche Zeitung, 08.03.2010Kurt&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;DPA, Mitteldeutsche Zeitung, 08.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Kurt-Weill-Fest soll behutsam ver&#228;ndert werden&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;In einem ersten Schritt wird das Festival im kommenden Jahr um eine Woche verl&#228;ngert&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der neue Intendant des Kurt-Weill-Fests in Dessau-Ro&#223;lau, Michael Kaufmann, will das Festival nur behutsam ver&#228;ndern. &#171;Es w&#228;re, glaube ich, geradezu t&#246;richt, eine &#252;ber viele Jahre gewachsene Publikumsstruktur zu riskieren, indem man einfach sagt, ich mache ab morgen alles anders&#187;, sagte Kaufmann am Sonntag in einem Gespr&#228;ch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. In einem ersten Schritt werde das Festival im kommenden Jahr um eine Woche verl&#228;ngert, so dass es mit drei Wochenenden attraktiver f&#252;r ausw&#228;rtige G&#228;ste werde. Das zu rund 90 Prozent ausgelastete 18. Weill-Fest sollte am Sonntag nach zehn Tagen enden. Der Komponist Weill (1900-1950) war in Dessau geboren worden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der bisherige Musik-Manager Kaufmann will dem Festival auch zu mehr Internationalit&#228;t verhelfen. Bei der Umsetzung auf der B&#252;hne wolle er dem Fest eine noch klarere Kontur geben und das mit spezielleren Programmen verdichten. &#171;Es ist ja schon so, dass wir uns - wenn auch in einer ganz fantastischen und programmatisch wunderbaren - aber doch Nische befinden.&#187;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#171;In den kommenden drei Jahren werden wir die Lebens-Arbeits- Stationen von Kurt Weill nachzeichnen, auch um Zeitportr&#228;ts zu machen&#187;, k&#252;ndigte Kaufmann an. 2011 sei das Festival gedanklich in der Weill-Zeit in Berlin, 2012 in Paris und 2013 dann in New York. Es werde dabei nicht nur auf den Komponisten Weill abgezielt, sondern auf das selbstverst&#228;ndliche Nebeneinander von U- und E-Musik. Es werde auch um die Lebensumst&#228;nde in der Weimarer Republik gehen. Im kommenden Jahr werde sich erstmals auch die Anhaltische Philharmonie beim Weill-Fest pr&#228;sentieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kaufmann will auch weiter Auftragsproduktionen ausl&#246;sen, allerdings nicht wie beim diesj&#228;hrigen Festival gleich zwei: &#171;Wenn man erwarten w&#252;rde, dass j&#228;hrlich in dem Umfang neue Werke beauftragt w&#252;rden, das w&#252;rden wir einfach nicht schaffen.&#187; Die beiden Urauff&#252;hrungen waren &#171;Die Wunde Heine&#187; des Komponisten Helmut Oehring (48) und die &#171;Bordellballade - Ein Dreigroscherlnst&#252;ck&#187; von Moritz Eggert (44). Das Motto des Festivals, das sich seiner Musik widmet, lautete in diesem Jahr &#171;New art is true art&#187; (Neue Kunst ist wahre Kunst). Es ist der Titel eines Liedes aus Weills erfolgreichstem Broadway-Musical &#171;One Touch of Venus&#187; (Eine Ber&#252;hrung von Venus).&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 07 Mar 2010 17:44:47 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/325</link>
    </item>
    <item>
      <title>Axel G&#246;ritz, http://www.opernnetz.de&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Axel G&#246;ritz, http://www.opernnetz.de/seiten/rezensionen/dess_venus.htm, 06.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Alles hat (wieder) seine Ordnung&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Broadway feierte der Dessauer Emigrant einen Erfolg nach dem anderen. Doch hierzulande ist und bleibt Kurt Weill mit seiner Dreigroschenoper und allenfalls Mahagonny verbunden. Seine Musicals, die er nach der Flucht vor den Nazis in London und vor allem in New York schuf, fristen in seinem Heimatland ein k&#252;mmerliches Schattendasein. So kam One Touch of Venus nach der Urauff&#252;hrung 1943 auf &#252;ber 500 Vorstellungen, die deutsche Erstauff&#252;hrung gab es erst 1994 in Meiningen. Anl&#228;sslich des Kurt Weill Musikfestes feierte seine Heimatstadt den Komponisten nun mit einer Neu-Inszenierung von One Touch of Venus im Opernhaus. Mit gro&#223;em Erfolg, wenn auch zwiesp&#228;ltigem Ergebnis.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Grundger&#252;st der Handlung ist schnell erz&#228;hlt: Der Million&#228;r und Kunstsammler Savory begeistert sich gerade an einer frisch erworbenen antiken Venus-Statue. Als sein Friseur Rodney in einem unbeachteten Augenblick der steinernen Sch&#246;nheit den f&#252;r seine Verlobte Gloria gedachten Ring an den Finger steckt, erwacht diese zum Leben und verliebt sich sofort in den Barbier. Es folgt ein buntes Intrigen-, Kriminal- und Liebesspiel, in dessen Verlauf auf der Suche nach der verschwundenen Statue Detektive angeheuert werden, der Friseur erst an seiner Verlobten festh&#228;lt, sie schlie&#223;lich fallen l&#228;sst, mit Venus, die ihn immer mehr anhimmelt, im Gef&#228;ngnis landet, wieder freikommt, sich schlie&#223;lich doch in Venus verliebt - bis dieser dann d&#228;mmert, dass eine spie&#223;b&#252;rgerliche eheliche Zweisamkeit mit dem durch und durch geradlinig treu tumben Friseur doch nicht das ist, was sie sich unter menschlichem Liebes-Leben vorstellt. Also wird sie wieder G&#246;ttin, verwandelt sich zur&#252;ck in die steinerne Venus auf dem Podest beim Kunstsammler, alles hat wieder seine Ordnung und dem Friseur l&#228;uft just eine Kunststudentin &#252;ber den Weg, die aufs Haar seiner verschwundenen Venus gleicht.... Happy End.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dazu hat Weill einen typischen Broadway-Musical-Sound der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in Big Band-Besetzung mit opulentem Streicherklang, &#252;ber zwei Dutzend Songs und mehreren Ballett-St&#252;cken komponiert. Das ist spritzig, fetzig, auch mal elegisch verhalten, die Musik jedenfalls &#252;berzeugt immer noch und mehr als die manch einer eher seichten und eindimensionalen vermeintlich modernen Musical-Komposition. Es ist Gebrauchsmusik, aber auf hohem Niveau, von einem gro&#223;en Musikdramatiker geschaffen. Musikalisch war also alles bestens bestellt, auch dank der energischen und gleichwohl straffen und punktgenauen Leitung der Anhaltischen Philharmonie durch den Kurt Weill-Spezialisten James Holmes.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Problem wurde nicht die scheinbar an die Zeit gebundene Musik, sondern die neue Inszenierung. Musical will auch Glitzer, Glamour, Show - die Regie von Klaus Seiffert l&#228;sst aber genau das vermissen, sie ist allzu bieder, brav und zahm. Es wird eigentlich nichts falsch gemacht, die Geschichte wird nachvollziehbar auf der B&#252;hne erz&#228;hlt, aber das ist zu wenig. Und wenn dann mal auf den Putz gehauen wird, kommen ein paar Knall-, Keif- und Schrei-Chargen r&#252;ber, wie die Verlobte Gloria (Kristina Baran) und ihre Mutter (Ulrike Hoffmann) oder der Privatdetektiv Taxi (David Ameln). F&#252;r die gro&#223;en Songs wiederum ist der Regie nicht mehr eingefallen als Auftritt im Punkt-Scheinwerfer an der Rampe vor abgedunkeltem Hintergrund. Regie-Theater mag es ja manches mal etwas &#252;bertreiben mit der Interpretation, aber nur Eins-zu-Eins das St&#252;ck bebildern und abliefern ist denn doch zu wenig. Das wirkt hausbacken und platt. Schon der Wortwitz, obwohl in neuer &#220;bersetzung, will nicht so richtig z&#252;nden (gesungen wird auf englisch), die Drehb&#252;hne mit ihrer Bauhaus-Fassade ist praktikabel, aber die Kost&#252;me in ihrer Alltagskleidung (Imme Kachel) machen jegliches Hineintr&#228;umen in die gro&#223;e Show zunichte. Nur in wenigen Szenen kommt der Show-Charakter zur Geltung. So im gro&#223;en Song von Molly, der Sekret&#228;rin des Kunstsammlers, wenn diese vor dem Glitzer-Vorhang von den Lover-Boys des Balletts umschw&#228;rmt wird und in der wundersch&#246;n treffenden und entlarvenden Ballett-Choreograhie (Mario Mariano) &#252;ber die Hausfrauen-Zukunft der Venus mit Putztuch und Besen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die tragenden Rollen waren gut besetzt, gesungen und gesprochen wurde musical-&#252;blich mit Microports. Ute Gfrerer, die sich bereits als Weill-Interpretin einen Namen gemacht hat, gab eine stimmlich und darstellerisch &#252;berzeugende Venus, ebenso wie Angus Wood als Friseur Rodney gefiel. Ulf Paulsen, ansonsten als Wagner-Bariton im Einsatz, verk&#246;rperte den Kunstsammler Savory und als dessen handfeste Sekret&#228;rin Molly gl&#228;nzte Ulrike Mayer.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Publikum zeigte sich schon nach den einzelnen Songs und Ballett-Einlagen angetan und feierte zum Schluss alle Beteiligten, einschlie&#223;lich des Regie-Teams, mit gro&#223;em Beifall, Trampeln und anerkennenden Pfiffen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 07 Mar 2010 17:25:28 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/324</link>
    </item>
    <item>
      <title>Eckhard Fuhr, Die Welt, 05.03.2010Welterbe&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Eckhard Fuhr, Die Welt, 05.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Welterbe in der Kulturw&#252;ste&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Dessau ist finanziell am Ende. Es droht ein kultureller Kahlschlag. Dar&#252;ber gibt es jetzt Streit&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dessau, Stadt des Bauhauses, ein kultureller Leuchtturm, Weltkulturerbe. Dessau, die Stadt der Junkers-Flugzeugwerke, des Erfindergeistes, der technischen Avantgarde in der ersten H&#228;lfte des vorigen Jahrhunderts - das Bauhaus zog nicht zuf&#228;llig 1925 von Weimar dorthin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessau liegt in den Auen der Mulde, die in das Dessau-W&#246;rlitzer Gartenreich im Elbetal &#252;bergehen, englische Gartenarchitektur in Mitteldeutschland, wo die St&#228;tten des Kulturerbes so dicht beieinander liegen wie in der Toskana. Auch das Gartenreich ist Weltkulturerbe. Die Artenvielfalt in der Flusslandschaft nimmt zu. Bei den Bibern boomt das Baugewerbe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sonst weniger. Dessau ist eine schrumpfende Stadt. Daran &#228;ndert auch die Tatsache nichts, dass Dessau seit der Fusion mit der Nachbarstadt am 1. Juli 2007 Dessau-Ro&#223;lau hei&#223;t. 88 000 Einwohner hat die Stadt heute noch. 1990 waren es 120 000. Der Trend zeigt nach unten wie in ganz Sachsen-Anhalt, das im Laufe einer Generation zwei F&#252;nftel seiner 2,6 Millionen Einwohner verlieren wird. Dessau ist pleite.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig ist parteilos. Er kommt aus dem Neuen Forum, ein Mann der B&#252;rgerbewegung, dem das Mobilisieren zivilen Widerstandes nicht fremd ist. Andererseits hat er sich inzwischen zu einem alten Verwaltungshasen gemausert, der wei&#223;, dass &#214;ffentlichkeit nicht immer hilfreich ist. Und nun agiert er angesichts der Frage, wie in Dessau der finanzielle Kollaps abzuwenden sei, mal als Volkstribun und mal als Kabinettspolitiker.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Februar lie&#223; er die Katze aus dem Sack und gab per Pressemitteilung die Existenz einer 83 Punkte umfassenden Pr&#252;fliste f&#252;r die Verwaltung bekannt, mit der untersucht werden soll, wie aus dem Haushalt in den Jahren bis 2018 j&#228;hrlich weitere 13,5 Millionen Euro heraus gespart werden k&#246;nnten. Nat&#252;rlich ver&#246;ffentlichte er nicht die gesamte Liste, denn dann, so wei&#223; er, w&#252;rde sie ja sofort zerpfl&#252;ckt. Aber an einigen Punkten zeigte er eben doch schon die Folterinstrumente, den unausweichlichen B&#252;rgerprotest wohlwollend in Kauf nehmend: Schlie&#223;ung des Naturkundemuseums, drastische Reduzierung bei den Angeboten der Anhaltischen Landesb&#252;cherei, vor allem aber: K&#252;rzung der st&#228;dtischen Zusch&#252;sse an das Anhaltische Theater um 3,5 Millionen Euro. Seitdem diese Hausnummer in der Welt ist, kommt Dessau nicht mehr zur Ruhe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Mittwochabend hatte die Bauhausstiftung zur Podiums- und B&#252;rgerdiskussion ins Heiligtum von Walter Gropius geladen. Die Diskutanten sa&#223;en in der Aula in den Kulissen der "Bordellballade" von Moritz Eggert und Franzobel, eines St&#252;ckes, das gestern im Rahmen des Kurt-Weill-Festes uraufgef&#252;hrt wurde. Es geht in dem dreigroschenoperm&#228;&#223;igen Singspiel um die Frage, wie in einem Puff die Geldwirtschaft &#252;berwunden werden k&#246;nnte und was dann aus der Liebe wird. Die Stadt Dessau m&#252;sste eigentlich auch das Geld abschaffen, um die Kultur zu retten, nicht die Bauhaus-St&#228;tten, die sind Bundeskultur. Aber alles sonst. Die Lage ist aussichtslos.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Oberb&#252;rgermeister und der Vorsitzende des Kulturausschusses rechnen das vor, ohne dabei im mindesten depressiv zu wirken. Das geringste Problem sind noch die eigenen Steuereinnahmen. Die sanken nur unerheblich. Die fiskalische Verw&#252;stung kommt von oben, vom Bund und vom Land. Das neue Finanzausgleichsgesetz von Sachsen-Anhalt beschert der Stadt j&#228;hrliche Mindereinnahmen von zehn Millionen. Das Berliner Wachstumsbeschleunigungsgesetz schl&#228;gt bis 2018 voraussichtlich mit Steuermindereinnahmen von sieben Millionen zu Buche. Gleichzeitig explodieren die Sozialhilfekosten. Bis 2018, dem Ende des Finanzplanungszeitraums, hat die Stadt j&#228;hrliche Einsparungen von mehr als 13 Millionen beschlossen, unter anderem die Streichung von mehr als 500 Stellen. Trotzdem w&#228;re die Stadt 2018 mit 140 Millionen, fast einem Jahresetat, &#252;berschuldet, wenn nicht jene weiteren 13, 5 Millionen j&#228;hrlich eingespart werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man k&#246;nnte das, wenn man alle freiwilligen kommunalen Leistungen - dazu geh&#246;rt vor allem die Kultur - sofort einstellt, also das Theater schlie&#223;t, die Zootiere schlachtet, die Sportst&#228;tten der Wildnis &#252;berl&#228;sst, das Museum einmottet. Dann blieben sogar noch 260 000 Euro im Jahr &#252;brig. Ohne diese Einsparungen gibt es ab 2018 keinen genehmigungsf&#228;higen Haushalt mehr. Mit diesen Einsparungen gibt es Dessau nicht mehr. Das haben die B&#252;rger gemerkt. Und nun wird in erregten Diskussionen dar&#252;ber beraten, wie der fiskalischen Knochenm&#252;hle Einhalt geboten werden k&#246;nnte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Demonstrationen gab es schon. Man will in die Landeshauptstadt Magdeburg und nach Berlin ziehen, den Sarg der kommunalen Selbstverwaltung im Gep&#228;ck. Das ist nicht sonderlich originell, aber durchaus treffend. Es stirbt n&#228;mlich tats&#228;chlich etwas ab im Wurzelgrund der Demokratie, im Urgrund der b&#252;rgerlichen Daseinsbew&#228;ltigung. Karl-Heinz Bentele, fr&#252;her einmal Finanzstaatssekret&#228;r unter Johannes Rau in Nordrhein-Westfalen, ist zu Gast in Dessau, weil er ein Kurt-Weill-Fan und ein Freund des fr&#252;heren Essener Kulturdezernenten Michael Kaufmann ist, der heute das Kurt-Weill-Fest leitet. Der Verwaltungswissenschaftler sagt, das Verh&#228;ltnis zwischen Bund, L&#228;ndern und Gemeinden sei zu Lasten der Gemeinden dramatisch aus der Balance geraten. Dagegen m&#252;sse politischer Widerstand auf allen Ebenen organisiert werden. Und als Sofortma&#223;nahme sollten sich die Stadtk&#228;mmerer von den Wirten und Hoteliers als Kulturabgabe holen, was ihnen vom Bund durch die Mehrwertsteuersenkung geschenkt worden sei. Kein Hotel in Dessau kann ohne die Dessauer Kultur existieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und was haben die St&#228;dte und Gemeinden selbst zu ihrer Misere beigetragen? Es fehlte, sagt Oberb&#252;rgermeister Koschig, an strategischem Denken. Das Schrumpfen sei politisch-intellektuell noch nicht bew&#228;ltigt. Kann man das, ohne Unvorstellbares zu denken? Braucht Dessau ein Vier-Sparten-Theater mit tausend Pl&#228;tzen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ja, nat&#252;rlich, sagen in Dessau nicht nur die Theaterleute. Wer sich mit der Materie besch&#228;ftigt wei&#223;, dass Operationen am Theater Operationen am offenen Herzen sind. Der kulturelle Kreislauf der Stadt und der Region h&#228;ngt daran. Abschalten geht nicht. Nicht nur in Dessau.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 05 Mar 2010 10:55:37 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/323</link>
    </item>
    <item>
      <title>Brief von Ulrich Khuon / Intendant&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Brief von Ulrich Khuon / Intendant Deutsches Theater Berlin vom 25.02.2010&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Schumannstra&#223;e 13a, 10117 Berlin&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Solidarit&#228;t mit dem Anhaltischen Theater Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Sehr geehrter Herr B&#252;cker,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;mit gro&#223;er Best&#252;rzung haben wir die Pl&#228;ne der Stadt Dessau zur Kenntnis genommen, die Zusch&#252;sse f&#252;r das Anhaltische Theater um 3,5 Mio &#8364; zu k&#252;rzen, was eine Zerst&#246;rung der Arbeit dieses Hauses bedeutet. K&#228;me es dazu, w&#228;re der Flurschaden f&#252;r das &#246;ffentliche Leben Dessaus verheerend, die k&#252;nstlerischen und sozialen Einbu&#223;en enorm. Dar&#252;ber hinaus d&#252;rfen auch kurzfristig erzielte und f&#252;r den Gesamthaushalt nicht entscheidende Sparerfolge nicht hinweg t&#228;uschen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit aller Sch&#228;rfe protestieren wir deshalb gegen die Pl&#228;ne der politisch Verantwortlichen, das Anhaltische Theater Dessau zu schlie&#223;en und m&#246;chten die Kommune dazu auffordern, sich mit dem Land und dem Bund an einen Tisch zu setzen, mit dem Ziel, das Anhaltische Theater zu erhalten, um so die Ver&#246;dung der Stadt zu verhindern.
Mit herzlichen Gr&#252;&#223;en
Ulrich Khuon&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:46:12 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/322</link>
    </item>
    <item>
      <title>Brief von Armin Petras /Intendant&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Brief von Armin Petras /Intendant Maxim Gorki Theater Berlin vom 26.02.2010&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Theater ist nicht wichtiger als ein Schwimmbad. Ein Schwimmbad ist nicht wichtiger als der Nahverkehr. Der Nahverkehr ist nicht wichtiger als eine Bibliothek. Eine Bibliothek ist nicht wichtiger als Neue Musik. Neue Musik ist nicht wichtiger als ein Theater.
Keine von den derzeit zur Disposition stehenden &#246;ffentlichen Einrichtungen ist wichtiger als die andere. Sie alle zusammen aber machen Dessau zu einer Stadt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Mitarbeiter des Maxim Gorki Theaters Berlin protestieren gegen den Versuch, die Folgen riskanten Managements der Privatwirtschaft auf die &#246;ffentlichen Haushalte umzulegen. Theater. Schwimmb&#228;der, Nahverkehr, Bibliotheken, Neue Musik sind kein Luxus. Sie sind die Grundnahrungsmittel einer menschenw&#252;rdigen Gesellschaft, auf die wir nicht verzichten k&#246;nnen. wollen und d&#252;rfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Theatermenschen eint nicht vieles, auf jeden Fall aber dieses: die Entschlossenheit, der Ver&#246;dung und Verbl&#246;dung entgegenzutreten, solang es eben geht. Dessauer: Lasst euch nicht verarschen! Berliner: begegnet der Idiotie vor den Toren eurer Stadt: die Idiotie w&#228;chst und eure Tore sind morsch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Mitarbeiter des Maxim Gorki Theaters Berlin&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:44:07 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/321</link>
    </item>
    <item>
      <title>Brief von Sewan Latchinian / Intendant&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Brief von Sewan Latchinian / Intendant, Neue B&#252;hne Senftenberg vom 24.02.2010&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Theaterpassage 1, 01968 Senftenberg&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Lieber Andr&#233;, liebe Kollegen,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;leider k&#246;nnen wir so kurzfristig nicht an eurer wichtigen und richtigen Protestaktion vor dem Festakt teilnehmen, aber mit dem Herzen sind wir alle bei euch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist wirklich emp&#246;rend und unfassbar, dass Ihr -gerade nach eurem so fulminanten und vielversprechenden Start als sich neu erfindendes Theater Dessau - mit einer solchen existentiellen Bedrohung konfrontiert seid.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei allem Verst&#228;ndnis f&#252;r die finanziellen Sorgen der Kommunen - welches wir Theaterleute seit Jahren haben und t&#228;glich unter Beweis stellen - w&#228;re eine Stadt ohne Theater gar keine wirkliche Stadt mehr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist noch nirgends und nie gelungen, den Etat einer Kommune durch die Schlie&#223;ung des Theaters zu sanieren. Im Gegenteil - Kultur kostet, aber Unkultur kostet mehr. Viel, viel mehr. Was Dessau im Kulturetat streichen w&#252;rde, m&#252;sste fast im Sozialetat aufgestockt werden. Das w&#228;re doch absurd.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich wei&#223; aus eigenem Erleben, dass in euer Theater investiertes Geld gut angelegtes Geld ist - eine Investition eben und keine Subvention. Theater sind genauso systemrelevant wie Banken und Autos. Auch wir sichern Demokratie und Freiheit und Gl&#252;ck.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hoffen mit mir gemeinsam, dass am traditionsreichen Kulturstandort Dessau letztendlich Vernunft triumphiert und nicht Kleingeist.
In diesem Sinne versichere ich euch unserer gro&#223;en Sympathie und Solidarit&#228;t!
Lasst Euch nicht unterkriegen!
Sewan Latchinian&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:41:47 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/320</link>
    </item>
    <item>
      <title>Gru&#223;wort von Undine Kurth, Mitglied&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Gru&#223;wort von Undine Kurth, Mitglied des Deutschen Bundestages vom 26.02.2010&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Gru&#223;wort zum 18. Kurt-Weill-Fest Dessau 2010&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kulturb&#252;rger Dessaus,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;dem 18. Kurt-Weill-Fest 2010 unter dem Motto "New art ist true art" w&#252;nsche ich einen er- folgreichen Verlauf. Ich hoffe, dass viele Besucherinnen und Besucher die Chance nutzen werden, sich mit dem Werk des Dessauer Komponisten Kurt Weill vertraut zu machen oder es sich auf neue Art zu erschlie&#223;en.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass es auch wieder Urauff&#252;hrungen zeitgen&#246;ssischer Komponisten geben wird, ist eine gute Nachricht f&#252;r die heutigen Komponistinnen und Komponisten. Ich bin sicher, dass auch dieses 18. Kurt-Weill-Fest weit &#252;ber Sachsen-Anhalt hinaus f&#252;r Aufmerksamkeit sorgen wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das 18. Kurt-Weill-Fest f&#228;llt in eine Zeit heftiger Auseinandersetzungen &#252;ber die Zukunft unserer Kultureinrichtungen. Die Kommunen steuern derzeit auf ein Rekorddefizit zu. Die Kluft zwischen zu wenigen Einnahmen und steigenden Ausgaben wird dramatisch gr&#246;&#223;er. Wir wissen um die N&#246;te des Landes und der Kommunen. Wir wissen um die N&#246;te der Stadt Dessau-Ro&#223;lau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber wenn diese Stadt eines ganz gewiss nicht braucht, dann eine Streichliste, "die alle Tabus bricht'. Eines kann ich aus langj&#228;hriger kulturpolitischer Erfahrung sagen: Was einmal geschlossen wurde, wird vermutlich nie wieder er&#246;ffnet. Die Leidtragenden sind die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger, sind die Kulturschaffenden und K&#252;nstler, sind unsere Kinder und Jugendlichen, sind unser Wirtschaftsstandort und unser Gemeinwesen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der dramatische Zustand unserer Kultureinrichtungen kann nicht allein mit kulturpolitischen Instrumentarien behoben werden. Denn wir haben es nicht mit einer Krise der Kultur zu tun, sondern mit einer Krise der Finanzen. Gebraucht wird schnelle finanzielle Hilfe. Deshalb unterst&#252;tze ich die Idee des vom Deutschen Kulturrat geforderten Nothilfefonds f&#252;r Kommunen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber um die Kulturfinanzen der L&#228;nder und Kommunen langfristig zu sichern, sind auch grunds&#228;tzliche Ver&#228;nderungen in der Finanzarchitektur der Bundesrepublik n&#246;tig. Wir brauchen ein funktionierendes Modell der Zusammenarbeit von Bund, L&#228;ndern und Kommunen. Leider hat die F&#246;deralismusreform gegen allen guten Rat hier viele Steine in den Weg gelegt, die es nun wegzur&#228;umen gilt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessau-Ro&#223;lau darf keine "Stadt ohne Zukunft und Perspektive werden" -und das Kurt- Weill-Fest wollen wir noch viele Jahrzehnte genie&#223;en k&#246;nnen. Denn Kultur ist kein Ornament. Sie ist das Fundament, auf dem unsere Gesellschaft steht und auf das sie baut.
Ich gr&#252;&#223;e Sie herzlich,
Ihre Undine Kurth&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:39:15 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/319</link>
    </item>
    <item>
      <title>Matthias Oldag/Generalintendant&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Matthias Oldag/Generalintendant, B&#252;hnen der Stadt Gera, Brief vom 24.02.2010&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Sehr geehrter Herr B&#252;cker,
mit gro&#223;er Sorge verfolgen wir hier in Gera und Altenburg die Entwicklung in Dessau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es scheint, als w&#252;rde hier exemplarisch vorweggenommen, was vielen anderen St&#228;dten in Deutschland, und zwar nicht nur im Osten, droht. Angesichts der Gefahr, die der kulturellen Infrastruktur der Kommunen droht, gilt es, m&#246;glichst sachlich, aber doch nicht minder laut, die Stimme zu erheben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir m&#252;ssen gemeinsam, Theatermacher, Kuratoren, Bibliotheksleiter, Kunstvereine und selbstverst&#228;ndlich insbesondere deren Zuschauer und Nutzer, verhindern, dass es mit der Stadt Dessau ein Beispiel gibt, dem dann andere Kommunen umso leichter folgen werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kultur ist unverzichtbar, Kultur ist ein Wirtschaftsfaktor, Kultur ist das Leben.
Ich w&#252;nsche Ihnen und Ihren Mitstreitern Erfolg bei der Verhinderung des drohenden Desasters.
Matthias Oldag
Generalintendant&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:36:24 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/318</link>
    </item>
    <item>
      <title>Stefan M&#228;rki/Generalintendant,&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Stefan M&#228;rki/Generalintendant, Thomas Schmidt/Gesch&#228;ftsf&#252;hrer, Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar, Brief vom 25.02.2010&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Solidarit&#228;t mit dem Anhaltischen Theater Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;DAS DEUTSCHE NATIONALTHEATER UND STAATSKAPELLE  WEIMAR GmbH. STAATSTHEATER TH&#220;HRINGEN; ERKL&#196;RT SICH SOLIDARISCH MIT   DEM ANHALTISCHEN THEATER DESSAU ALS ALS VIER-SPARTEN-HAUS MIT EINZIGARTIGER TRADITION IN SACHSEN-ANHALT .&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als benachbartes und befreundetes Haus des Anhaltischen Theaters Dessau sind wir auf der Seite aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Protest gegen die K&#252;rzung der Landeszusch&#252;sse.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach den K&#228;mpfen um den Erhalt des Deutschen Nationaltheaters Weimar als k&#252;nstlerisch und wjrtschaftlich eigenst&#228;ndigen Betrieb unterst&#252;tzen wir jedes M&#252;hen k&#252;nstlerischer Institutionen im Kampf gegen Fusionspl&#228;ne, Finanzzw&#228;nge und Einschnitte in die Erm&#246;glichungsgrundlagen k&#252;nstlerischer Theaterarbeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Theater sind nicht nur ein Ort der gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Sie sind auch Institutionen kultureller Errungenschaften, an denen Musikschulen und andere Ausbildungsst&#228;tten angegliedert sind, die mit dem Theater verloren gingen. Wenn nun im Osten wie im Westen diese &#246;ffentlichen R&#228;ume von Schlie&#223;ungen bedroht werden, werden nicht nur die bestehenden kulturellen Landschaften weiter ver&#246;den, sie verbauen damit auch Zukunft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Njcht nur gibt ein Land, das sein Theater aufgibt, sich selbst auf; auch ein Theater, das ein anderes nicht unterst&#252;tzt, glaubt nicht an sich.
In diesem Sinne gelte unsere Unterst&#252;tzung f&#252;r das Vier-Sparten-Haus des Anhaltischen Theaters Dessau.
Stefan M&#228;rki/Generalintendant, Thomas Schmidt/Gesch&#228;ftsf&#252;hrer&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:34:22 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/317</link>
    </item>
    <item>
      <title>Undine Kurth Mitglied des Deutschen&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Undine Kurth Mitglied des Deutschen Bundestages, Gru&#223;wort zum 18. Kurt-Weill-Fest Dessau 2010&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kulturb&#252;rger Dessaus,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;dem 18. Kurt-Weill-Fest 2010 unter dem Motto "New art ist true art" w&#252;nsche ich einen er- folgreichen Verlauf. Ich hoffe, dass viele Besucherinnen und Besucher die Chance nutzen werden, sich mit dem Werk des Dessauer Komponisten Kurt Weill vertraut zu machen oder es sich auf neue Art zu erschlie&#223;en.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass es auch wieder Urauff&#252;hrungen zeitgen&#246;ssischer Komponisten geben wird, ist eine gute Nachricht f&#252;r die heutigen Komponistinnen und Komponisten. Ich bin sicher, dass auch dieses 18. Kurt-Weill-Fest weit &#252;ber Sachsen-Anhalt hinaus f&#252;r Aufmerksamkeit sorgen wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das 18. Kurt-Weill-Fest f&#228;llt in eine Zeit heftiger Auseinandersetzungen &#252;ber die Zukunft unserer Kultureinrichtungen. Die Kommunen steuern derzeit auf ein Rekorddefizit zu. Die Kluft zwischen zu wenigen Einnahmen und steigenden Ausgaben wird dramatisch gr&#246;&#223;er. Wir wissen um die N&#246;te des Landes und der Kommunen. Wir wissen um die N&#246;te der Stadt Dessau-Ro&#223;lau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber wenn diese Stadt eines ganz gewiss nicht braucht, dann eine Streichliste, "die alle Tabus bricht'. Eines kann ich aus langj&#228;hriger kulturpolitischer Erfahrung sagen: Was einmal geschlossen wurde, wird vermutlich nie wieder er&#246;ffnet. Die Leidtragenden sind die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger, sind die Kulturschaffenden und K&#252;nstler, sind unsere Kinder und Jugendlichen, sind unser Wirtschaftsstandort und unser Gemeinwesen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der dramatische Zustand unserer Kultureinrichtungen kann nicht allein mit kulturpolitischen Instrumentarien behoben werden. Denn wir haben es nicht mit einer Krise der Kultur zu tun, sondern mit einer Krise der Finanzen. Gebraucht wird schnelle finanzielle Hilfe. Deshalb unterst&#252;tze ich die Idee des vom Deutschen Kulturrat geforderten Nothilfefonds f&#252;r Kommunen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber um die Kulturfinanzen der L&#228;nder und Kommunen langfristig zu sichern, sind auch grunds&#228;tzliche Ver&#228;nderungen in der Finanzarchitektur der Bundesrepublik n&#246;tig. Wir brauchen ein funktionierendes Modell der Zusammenarbeit von Bund, L&#228;ndern und Kommunen. Leider hat die F&#246;deralismusreform gegen allen guten Rat hier viele Steine in den Weg gelegt, die es nun wegzur&#228;umen gilt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessau-Ro&#223;lau darf keine "Stadt ohne Zukunft und Perspektive werden" -und das Kurt- Weill-Fest wollen wir noch viele Jahrzehnte genie&#223;en k&#246;nnen. Denn Kultur ist kein Ornament. Sie ist das Fundament, auf dem unsere Gesellschaft steht und auf das sie baut.
Ich gr&#252;&#223;e Sie herzlich,
Ihre Undine Kurth
26.02.2010&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:31:45 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/316</link>
    </item>
    <item>
      <title>Brief des Freundeskreises des Dessauer&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Brief des Freundeskreises des Dessauer Theaters e.V.vom 26.02.2010&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;c/o Anhaltisches Theater Dessau, Friedensplatz 1a, 06844 Dessau-Ro&#223;lau&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Statement zur Protestaktion am 26.02.2010&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Freundeskreis des Dessauer Theaters e.V. hat die Presseinformation der Stadt Dessau-Ro&#223;lau vom 11.02.2010 mit gro&#223;er Sorge zur Kenntnis genommen. Ohne zu bestreiten, dass sich die Stadt in einer dramatischen finanziellen Situation befindet, lehnen wir Teile der zu pr&#252;fenden Konsolidierungsvorschl&#228;ge entschieden ab.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In einer der in dieser Erkl&#228;rung formulierten Pr&#228;missen zu den Einsparvorschl&#228;gen hei&#223;t es: "oberzentrale Aufgaben sollen weitgehend erhalten bleiben". Die vorgeschlagenen Pr&#252;fauftr&#228;ge widersprechen dieser Aussage deutlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Stadt ohne Theater, und die geforderte Einsparsumme w&#252;rde nichts anderes bedeuten, ohne oder nur reduzierten M&#246;glichkeiten des Bibliotheks- und Museumsbesuches aber auch ohne Schwimmhalle, ist nicht mehr als Oberzentrum zu klassifizieren. Die nachfolgenden Auswirkungen auf weitere Angebote, beispielhaft seien nur Musikschule, Kurt-Weil-Fest, Kammermusik, musische oder sportliche Bildung in den Schulen zu nennen, sind kaum absehbar. Wohl aber die entstehende Geisterstadt, die ihren demographischen Wandel beschleunigt, statt mit Visionen und Ideen dagegen zu wirken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich frage Sie, welcher Industriebetrieb, welche hochspezialisierten Institution, welche Menschen wollen in einer Stadt leben oder gar zuziehen, in der es keine Weihnachtsm&#228;rchen oder klingenden Musikunterricht f&#252;r die Kinder, keine Opern- und Sinfonien f&#252;r die Werkt&#228;tigen und Ruhest&#228;ndler mehr geben wird, selbst Schwimmunterricht oder Lesestunden in der Bibliothek w&#228;ren nicht mehr zu gew&#228;hrleisten. Auch noch so schnelle neue Umgehungstra&#223;en oder ausgebaute Wasserwege werden dann zu neuen Ansiedlungen und Zuzug in unsere Stadt f&#252;hren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Politik ist dazu aufgefordert auf allen Ebenen, Bund, Land und Kommunen, L&#246;sungen zu entwickeln. Dem B&#252;rger und Steuerzahler sind Verteilungsschl&#252;ssel, Zuweisungen oder Umlagen schlussendlich egal, er bezahlt das gesamte System mit seinen Geldern und hat das Recht auf ein funktionierendes Gemeinwesen und eine Lebensqualit&#228;t, die nicht nur aus Arbeit und Konsum bestehen darf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kultur, und ich beziehe auch den Sport als Teil von Lebenskultur ausdr&#252;cklich mit ein, m&#252;ssen als wesentliche Pflichtaufgabe und nicht als ungeliebtes, teures und freiwilliges Anh&#228;ngsel verstanden werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich fordere alle B&#252;rger dazu auf, sich an der Debatte &#252;ber diese Pr&#252;fliste zu beteiligen, um den Niedergang der Stadt Dessau-Ro&#223;lau zu verhindern. Der Freundeskreis des Dessauer Theaters e.V. f&#252;hrt zu diesem Thema am 21.3.2010 um 14:00 Uhr im Theaterrestaurant eine &#246;ffentliche au&#223;erordentliche Mitgliederversammlung durch. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Oliver Thust Vorsitzender des Freundeskreises des Dessauer Theaters e.V.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:28:21 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/315</link>
    </item>
    <item>
      <title>Brief der Sekundarschule Kreuzberge&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Brief der Sekundarschule Kreuzberge vom 25.02.2010&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Werner-Seelenbinder-Ring 59, 06849 Dessau-Ro&#223;lau&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sehr geehrte Damen und Herren,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;wir sind sehr best&#252;rzt &#252;ber die Ank&#252;ndigung m&#246;glicher K&#252;rzungspl&#228;ne im Finanzhaushalt der Stadt Dessau-Ro&#223;lau, die unter anderem das Anhaltische Theater betreffen sollen.
Durch den Abschluss eines Kooperationsvertrages im Juni 2009 zwischen dem Theater und unserer Schule konnten wir die Zusammenarbeit intensivieren und auf eine qualitativ h&#246;here Stufe stellen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielf&#228;ltige Aktivit&#228;ten kamen bisher unseren Sch&#252;lern zugute und erm&#246;glichten ihnen einen besonderen pers&#246;nlichen Zugang zu Musik und Kunst. Auch in Zukunft m&#246;chten wir diese Chancen zur Pers&#246;nlichkeitsentwicklung anbieten k&#246;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir hoffen sehr, dass die kulturellen Traditionen der Stadt Dessau-Ro&#223;lau weiterhin lebendig bleiben und die Au&#223;enwahrnehmung unserer Stadt positiv pr&#228;gen.
Die Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarschule "Kreuzberge"&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:24:43 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/314</link>
    </item>
    <item>
      <title>Brief des Gymnasium PHILANTHROPINUM&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Brief des Gymnasium PHILANTHROPINUM vom 26.02.2010&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Fr.-Neumann-Str. 2, 06844 Dessau-Ro&#223;lau&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;"Die Kunst ist die Tochter der Freyheit, und von der Nothwendigkeit der Geister, nicht von der Nothdurft der Materie will die ihre Vorschrift empfangen."&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Fr. Schiller (1793, 2. Brief)&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;"Alle Verbesserung im Politischen soll von der Veredlung des Charakters ausgehen".&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Fr. Schiller (1793, 9. Brief)&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Protestnote&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wir, die Angeh&#246;rigen des Philanthropinums, sind entsetzt &#252;ber die Sparpl&#228;ne, zu denen die Kommunen gezwungen sind und die vor allem die Kultureinrichtungen treffen werden. Die Bedeutung unseres Anhaltischen Theaters f&#252;r die &#228;sthetische Bildung und Erziehung der Dessauer Kinder und Jugendlichen hei&#223;t f&#252;r uns P&#228;dagoginnen und P&#228;dagogen, Eulen nach Athen zu tragen. Wir verstehen unser Theater als wesentliche Erg&#228;nzung unserer Bem&#252;hungen um "Veredlung des Charakters" ganz im Schillerschen Sinne. Deshalb muss das Anhaltische Theater in der vollen Breite seines Angebotes erhalten bleiben. Wer profitiert mehr davon als unsere Jugendlichen!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir sch&#228;tzen die Aktivit&#228;ten des Anhaltischen Theaters auf der B&#252;hne und das Wirken in der &#214;ffentlichkeit. F&#252;r kein gesellschaftliches Problem f&#252;hlen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeit zu schade, ihre Stimme zu erheben, sei es f&#252;r Demokratie, f&#252;r Verst&#228;ndigung der Kulturen und f&#252;r ein friedliches Miteinander in dieser Stadt und Region oder gegen Gewalt, Ausl&#228;nderfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Die Schulen Dessaus brauchen diesen kulturellen Leuchtturm zum Wohle der Menschen dieser Stadt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht zuletzt m&#246;chten wir die gute Zusammenarbeit zwischen dem Gymnasium Philanthropinum und dem Anhaltischen Theater hervorheben. Es gab und gibt vielf&#228;ltige Projekte im Bereich der musischen Erziehung und Bildung sowie der darstellenden Kunst. So sind Auftritte unserer Schulch&#246;re und unserer Theatergruppen im Theater keine Seltenheit.
Im Namen aller Angeh&#246;rigen des Philanthropinums Dr.E.Zjlm Oberstudiendirektor&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:22:38 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/313</link>
    </item>
    <item>
      <title>Brief der Schule an der Muldaue&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Brief der Schule an der Muldaue vom 24.02.2010&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Kreuzbergstra&#223;e 200, 06849 Dessau-Ro&#223;lau&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die enge Zusammenarbeit unserer Schule mit dem Anhaltischen Theater ist seit Jahren f&#252;r die Bildungs- und Erziehungsarbeit unserer k&#246;rperbehinderten Sch&#252;ler ein wichtiger Bestandteil. Im muttersprachlichen Unterricht hat das Angebot des Theaters in der Erf&#252;llung der Rahmenrichtlinien festen Bestand. So ist der j&#228;hrliche Theatertag f&#252;r Sch&#252;ler, Eltern und Personal der Schule ein festlicher H&#246;hepunkt und schon eine lieb gewonnene Tradition.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Theaterveranstaltungen werden oft und gern angenommen und genutzt in den F&#228;chern Deutsch, Geschichte und Sozialkunde u. a. Positiv zu erw&#228;hnen ist auch die gute Zusammenarbeit des Theaters mit der Theatergruppe unserer Schule, die eine positive Pers&#246;nlichkeitsentwicklung unserer k&#246;rperbehinderten Sch&#252;ler f&#246;rdert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als Schule ist der Bestand des Theaters f&#252;r die Unterrichtsgestaltung und die M&#246;glichkeit, den Sch&#252;lern eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu geben, erzieherisch wertvoll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Namen der Sch&#252;lerschaft und des Personals
gez. M. Matschke Schulleiterin&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:20:12 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/312</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 04.03.2010&#8222;Bei&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 04.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#8222;Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt&#8220; - Magdeburger Puppentheaterproduktion feiert Premiere in Dessau&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die Magdeburger Puppentheaterproduktion &#8222;Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt&#8220; nach dem Kinderbuch von Hannes H&#252;ttner in der Regie von Pierre Sch&#228;fer feiert seine Dessau Premiere am 9. M&#228;rz um 10 Uhr im Alten Theater.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt&#8220;, ist nicht nur verzweifelter Ausruf der Protagonisten, sondern vor allem ein Kinderbuchklassiker.
Ungez&#228;hlt die W&#252;nsche der Kinder, nach der Lekt&#252;re des Buches eben diesen Beruf ergreifen zu wollen. Dabei ist es wohl vor allem der Gedanke, anderen hilfreich zu sein oder gar Leben und Gut zu retten, der sie davon &#252;berzeugt, dass der Beruf es Feuerwehrmanns ein sinnvoller ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ebenso denken L&#246;schmeister Wasserhose und Wachtmeister Meier. Gemeinsam mit ihren Kollegen haben sie bereits Wasser aus Keller gepumpt, Feuer im Kuhstall gel&#246;scht und einem Pferd auf die Beine geholfen. Kaffeepause ist angesagt, doch wieder wird der Kaffee kalt, denn Oma Eierschecke ist in Not, Emil Zahnl&#252;cke geht Baden und die Elefanten im Zoo revoltieren, weil sich gerade heute eine morsche Linde entschlossen hat, umzufallen und sich vor das Futterhaus zu legen. Nun denn, es gibt viel zu tun und der Kaffee bleibt kalt!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Inszenierung richtet sich an Kinder ab 3 Jahren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;N&#228;chste Vorstellungen: 10.03.2010, 9:00 und 10:30 Uhr | 11.03., 9:30 Uhr | 12.03., 9:00 und 10:30 Uhr | 14.03., 15:00 Uhr&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Inszenierung: Pierre Sch&#228;fer | Ausstattung: Ingo Mewes
Spiel: Inga Schmidt, Nis S&#248;gaard, Ulli Voland&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Vorstellungen sind bis auf den 14.03. ausverkauft. F&#252;r die Vorstellung am 14.03. gibt es noch Restkarten unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 14:58:16 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/311</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 04.03.2010Der&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 04.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Der "Tag der Schulmusik 2010" findet am 06.03.2010 in Dessau-Ro&#223;lau statt.&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Workshops f&#252;r Lehrer an Grund-, Sonder- und Sekundarschulen sowie Gymnasien&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der j&#228;hrliche Tag der Schulmusik bringt Mitglieder des Verbands deutscher Schulmusiker (vds), Schulmusiker und Referenten an wechselnden Orten zusammen, um im Plenum und in Workshops aktuelle Themen und Tendenzen der (Musik)P&#228;dagogik einem m&#246;glichst gro&#223;en Kreis von Interessenten zug&#228;nglich zu machen. Auch der Erfahrungsaustausch kommt dabei nicht zu kurz. In diesem Jahr findet der Tag der Schulmusik in Zusammenarbeit des vds Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V. mit dem Anhaltischen Theater Dessau statt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Thema der diesj&#228;hrigen Tagung lautet: &#8222;Musiktheater und Schule&#8221;.
F&#252;r die Tagungsteilnehmer wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Die Seminare am Vormittag finden ab 9 Uhr im Liborius-Gymnasium statt und befassen sich vornehmlich mit Projekten im Schulunterricht, wie z.B. dem Musiktheaterprojekt f&#252;r Grundschulen "Mr. H&#228;ndel l&#228;sst bitten", das den Teilnehmer/Innen der Tagung vorgestellt wird. Die Seminare am Nachmittag finden ab 14:30 Uhr im Anhaltischen Theater statt. Hier erfahren die Teilnehmer/Innen, welche M&#246;glichkeiten die Zusammenarbeit zwischen Schule und Theater f&#252;r den Unterricht bieten kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Tagungsabschluss gibt es im Foyer des Anhaltischen Theaters eine Diskussionsrunde zum Thema "Musiktheater und Schule", zu der auch Prof. Dr. Georg Maas, Professor f&#252;r Musikdidaktik an der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg und Andr&#233; B&#252;cker, Generalintendant des Anhaltischen Theaters Dessau eingeladen sind.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 11:47:50 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/310</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hauff, http://www.nmz.de&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hauff, http://www.nmz.de/online/ehrlich-gescheitert-helmut-oehrings-die-wunde-heine-kurt-weill-fest-in-dessau, 03.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;New Art is true Art.&#8220; Eigentlich geh&#246;rt der Ausspruch eines exzentrischen Kunstsammlers aus Kurt Weills Musical One Touch of Venus in einen durchaus ironischen Kontext. Doch die Kurt-Weill-Gesellschaft in Dessau hat den Satz beim Wort und zum Motto des Kurt-Weill-Festes 2010 genommen. Sie vergab zwei Kompositionsauftr&#228;ge f&#252;r ein &#8222;Songspiel&#8220; &#8211; also jene Miniaturform von Musiktheater, die Weill 1927 mit dem &#8222;Mahagonnny-Songspiel&#8220; f&#252;r das Neue-Musik-Festival in Baden-Baden erfand, aber danach nicht mehr weiter entwickelte &#8211; nicht zuletzt, weil er 1933 aus Deutschland fliehen musste.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gleich zwei Komponisten nahmen die Herausforderung an: Moritz Eggert mit einer &#8222;Bordellballade&#8220; f&#252;r die Dessauer Bauhausb&#252;hne (Urauff&#252;hrung am Donnerstag, den 4. M&#228;rz), und Helmut Oehring mit einem &#8222;Kleinen epischen Songspiel mit Interludien&#8220; unter dem Titel &#8222;Die Wunde Heine&#8220;, das am Er&#246;ffnungstag des Festivals seine Urauff&#252;hrung im Anhaltischen Theater erlebte &#8211; im Anschluss an das &#8222;Mahagonny-Songspiel&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oehring, der diesj&#228;hrige Artist-in-Residence des Weill-Festes, ist eine faszinierende Pers&#246;nlichkeit. Das Dessauer Publikum erlebte den Sohn taubstummer Eltern, der es vom Hobbygitarristen ohne Notenkenntnisse zum Meistersch&#252;ler Georg Katzers brachte, in einer lebendigen Festivalcaf&#232;-Veranstaltung. Oehring sieht sich bei allem Respekt vor dem Komponisten und dem Menschen Weill selbst in einer anderen Tradition. Seine kompositorische Entwicklung ist einerseits gepr&#228;gt durch die jugendlichen Erfahrungen mit Rockmusik, andererseits durch eine Traditionslinie der Neuen Musik, die von Arnold Sch&#246;nberg &#252;ber Hanns Eisler zu Georg Katzer, Friedrich Goldmann und Friedrich Schenker f&#252;hrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese beiden Linien zeigen sich auch in &#8222;Die Wunde Heine&#8220;. Oehring hat verschiedene Gedichte von Heinrich Heine in einem Stil komponiert, der zwischen expressionistischen Linienf&#252;hrungen, punktuellen oder choralartig geballten Haltet&#246;nen, pulsierenden Jazzrhythmen und differenziert behandelten Sprechch&#246;ren wechselt. Eindrucksvoll ist dabei vor allem das ausdrucksreiche Duett zwischen Sopranstimme (Salome Kammer) und Kontrabassklarinette geraten. Auf der anderen Seite hat Oehring, wohl auch als Antwort auf Weill, in seiner Partitur &#8222;Rocksong-Inseln&#8220; ausgespart. An diesen Stellen singt der Rocks&#228;nger und -gitarrist J&#246;rg Wilkendorf Lieder des 1996 verstorbenen Rocks&#228;ngers Rio Reiser. Vor allem mit dem alten Ton-Steine-Scherben-Lied &#8222;Macht kaputt, was euch kaputt macht&#8220; lie&#223;en sie den rebellischen Geist der 1970er Jahre wieder aufleben, der inzwischen ebenfalls Geschichte geworden ist. Dass sich vor der Fest-Er&#246;ffnung zahlreiche Dessauer B&#252;rger und Kulturschaffende zu einer Demonstration gegen einen drohenden kulturellen Kahlschlag versammelten, der seinesgleichen sucht, gab dem Er&#246;ffnungsabend eine bittere Note von unerwarteter Aktualit&#228;t.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Inhaltlich strotzt &#8222;Die Wunde Heine&#8220; von Verweisen. Der Titel spielt einerseits an auf die deutschen Schwierigkeiten im Umgang mit dem 1856 im Pariser Exil verstorbenen deutsch-j&#252;dischen Dichter und seinem Werk, andererseits auf das langsame Dahinsiechen Heines in seinen letzten Lebensjahren. Mit dem Obertitel &#8222;Offene Wunden&#8220; f&#252;r den Er&#246;ffnungsabend des Weill-Festes wird eine Parallele zur lange Zeit problematischen Weill-Rezeption gezogen. Dar&#252;ber hinaus halten Oehring, der selbst als Regisseur zeichnet, und seine Textautorin und Co-Regisseurin Stefanie W&#246;rdemann den Dichter Heine nach wie vor f&#252;r aktuell. Rio Reisers Songs m&#246;gen hier als Querverweise gedacht sein, textlich sind sie allerdings deutlich gr&#246;ber gestrickt. Von Heines Ironie, einer wichtigen Facette seiner Dichtungen, bleibt in &#8222;Die Wunde Heine&#8220; kaum etwas.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;S&#228;nger Wilkendorf tr&#228;gt im St&#252;ck den Rollennamen Harry &#8211; in Anspielung auf Heinrich Heines urspr&#252;nglichen Vornamen. Ihm beigesellt ist die Vokalsolistin und -artistin Salome Kammer; sie steht einerseits f&#252;r Heines Ehefrau Mathilde, andererseits sehen die Autoren sie als &#8222;Schwester&#8220; des franz&#246;sischen Nationalsymbols Marianne. Ein Vokalquintett, verk&#246;rpert durch die Sopranistin Sylvia Nopper und die vier Herren des Atrium Ensembles, wird mit den Buchstaben H,E,I,N und E, bezeichnet. Sie stehen als &#8222;Geister&#8220;, so die Idee, &#8222;f&#252;r die vielen Stimmen seines komplexen patriotischen Ichs&#8220;, agieren allerdings fast immer im Kollektiv. Die szenische Umsetzung f&#252;gt weitere Facetten hinzu. Oehring hat an etlichen Stellen parallel zum Vokalpart Geb&#228;rdensprache vorgeschrieben, der er gegen&#252;ber der Wortsprache eine tiefer gehende Unmittelbarkeit zuschreibt. Auf der B&#252;hne f&#228;llt sie allerdings kaum ins Auge - au&#223;er an den Stellen, wo sie schemen- bis fratzenhaft verfremdet hinter einer halbtransparenten Glasplatte zu sehen ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Analog zu Weill und Brecht, deren Songspiel 1927 durch Projektionen des Malers und B&#252;hnenbauers Caspar Neher kommentiert wurde, setzen auch Oehring und W&#246;rdemann auf Video-Bebilderung. Doch wo Neher mit wenigen statischen Bildern klare Akzente setzte, bringt der Maler und Graphiker Hagen Klennert zahlreiche Illustrationen, die er zum Teil verschiebt, verkleinert und vergr&#246;&#223;ert. W&#228;hrend er zum &#8222;Mahagonny-Songspiel&#8220; relativ klar das Milieu einer heruntergekommen Barackenstadt zeichnet, orientiert er sich bei Oehrings Songspiel an der Biographie Heines und dem morbid-pessimistischen Unterton der ausgew&#228;hlten Gedichte, verf&#228;hrt dabei aber oft plakativ und &#252;berschreitet des &#246;fteren die Kitschgrenze.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus all dem resultiert ein Konglomerat von Eindr&#252;cken und Assoziationen, die sich gegenseitig eher l&#228;hmen als befruchten. So gesehen, ist &#8222;Die Wunde Heine&#8220; der ehrliche Spiegel eines dramaturgischen Scheiterns. Oehrings Heine-Vertonungen sind indessen eine Wiederbegegnung wert. Sie waren beim von Frank Ollu dirigierten Ensemble Modern in guten H&#228;nden. Nicht zu Unrecht gab es Premierenjubel f&#252;r eine ausdrucksgeladene und pr&#228;zise Auff&#252;hrung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Auff&#252;hrung wird am 4. Mai von der Musik Triennale K&#246;ln und am 27. Juni von der Oper Frankfurt &#252;bernommen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 03 Mar 2010 21:41:06 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/309</link>
    </item>
    <item>
      <title>Heidi Thiemann, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Heidi Thiemann, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 04.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Proteste in Magdeburg und Berlin geplant&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Stadt sucht Wege aus Finanzproblemen - Stiftung Bauhaus: &#171;Das Verh&#228;ltnis ist aus der Balance geraten&#187;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Stadt Dessau-Ro&#223;lau will um ihren kulturellen Reichtum k&#228;mpfen. Der ist gef&#228;hrdet, weil zus&#228;tzlich zum Konsolidierungsprogramm ab 2013 weitere 13,5 Millionen Euro eingespart werden m&#252;ssen. Diese gehen auf Mindereinnahmen nach der Reform des Finanzausgleichsgesetzes des Landes Sachsen-Anhalts zur&#252;ck. Die Stadt will deshalb die Zusch&#252;sse an das Anhaltische Theater um 3,5 Millionen Euro reduzieren. Auch die Schlie&#223;ung des Naturkundemuseums, von Sport- und anderen Einrichtungen steht zur Debatte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das soll nicht hingenommen werden, war Tenor einer Diskussionsrunde mit Vertretern der Stadtverwaltung, von Kultureinrichtungen, Initiativen und B&#252;rgern am Mittwoch im Dessauer Bauhaus. Deshalb soll vor dem Magdeburger Landtag und dem Bundestag in Berlin demonstriert werden. "Wir sehen, dass das Verh&#228;ltnis zwischen Bund, L&#228;ndern und Kommunen aus der Balance geraten ist. Dessau ist beileibe kein Einzelfall", sagte Philipp Oswalt, Direktor der Stiftung Bauhaus. Die Stiftung, einer der gr&#246;&#223;ten Kulturtr&#228;ger der Stadt mit internationaler Ausstrahlung, hatte gemeinsam mit der Kurt-Weill-Gesellschaft zur Podiumsdiskussion eingeladen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessau-Ro&#223;lau erh&#228;lt pro Einwohner geringere Finanzzuweisungen als Halle und Magdeburg. Eine Gleichbehandlung der drei Oberzentren w&#252;rde sechs Millionen Euro Mehreinnahmen bringen, erkl&#228;rte Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig (parteilos). Eine Diskussion um das Theater g&#228;be es dann nicht. Koschig hofft auf eine &#196;nderung des Finanzausgleichgesetzes, erw&#228;gt ansonsten eine Klage - schlie&#223;lich nehme Dessau-Ro&#223;lau die gleichen Aufgaben wie die anderen Oberzentren wahr. Der Oberb&#252;rgermeister forderte auch Korrekturen an der Kunst- und Kulturf&#246;rderung im Land.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 03 Mar 2010 21:37:11 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/308</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ute van der Sanden, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ute van der Sanden, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 04.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Klanglandschaften sind Balsam f&#252;r die Seele&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Kurt-Weill-Fest: Die Niederl&#228;nderin Iris Romen und ihre Band verw&#246;hnen die Zuh&#246;rer&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;An diesen Abend werden sich die Festivalflaneure gern erinnern. &#220;ber zwei Stunden zog die Stimme der jungen S&#228;ngerin etwa 80 Zuh&#246;rer im ausverkauften Raum der Villa Kr&#246;tenhof in ihren Bann. Und lie&#223; sie auch danach nicht gleich wieder los. Iris Romen, seit einigen Jahren in Berlin lebende Niederl&#228;nderin, hatte f&#252;r Dessau ein durch und durch stimmiges Liedprogramm formiert. Vor der Pause sang sie Kurt Weill, konterkariert nur von Stings "An den kleinen Radioapparat" - charmante Idee. Der Text von "Nannas Lied", das erst von Hanns Eisler und dann von Kurt Weill vertont worden war, &#246;ffnete am Dienstag den melancholischen Rahmen f&#252;r alles Nachfolgende: "Wo sind die Tr&#228;nen von gestern Abend? Wo ist der Schnee vom vergangenen Jahr?"&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Liebeslieder von pers&#246;nlicher, oft schwerm&#252;tiger, meist langsamer Art also, die in der Darbietung durch eine weniger b&#252;hnenerfahrene Pers&#246;nlichkeit auch schnell mal langweilen k&#246;nnten. Nicht so Iris Romen: Mit stets geschlossenen Augen, mit ruhiger, klarer Stimme und verletzlicher Aura breitete sie ein seelisches Verw&#246;hnprogramm vor ihrem Publikum aus wie Geschenke auf dem Gabentisch - eines sch&#246;ner als das andere. Iris Romen singt Swing und Schlager, Chanson und Jazz sowie Eigenkompositionen in einer unvergleichlich entschleunigten Weise, mit atmosph&#228;risch dichter Ausstrahlung und schlankem, in der H&#246;he anmutig verhauchtem Timbre. Der niederl&#228;ndische Akzent der Maastrichterin tut ein &#220;briges. Sie ist intensiv, konzentriert, sehr bei sich, und der Applaus dauerte von Titel zu Titel l&#228;nger. Ein Abend in s&#252;&#223;em Moll, aufgelockert von Cole Porters "Begin the Beguine", Michael Jarys "Haben Sie schon mal im Dunkeln gek&#252;sst" und Caterina Valentes "Ganz Paris tr&#228;umt von der Liebe", verpackt in durchweg delikate Arrangements.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch "Barbara Song" und "Denn wie man sich bettet", die "Ballade vom ertrunkenen M&#228;dchen" und "Surabaya Johnny" wurden von zwei gestandenen Instrumentalisten aufregend neu eingekleidet. Wolfgang Zechlin und Thomas B&#252;schel unterlegten Weills Musik an Klavier und E-Gitarre mit Klanglandschaften, die man so noch nicht geh&#246;rt hat: vom Modern Jazz inspirierte, harmonisch ungemein interessante Improvisationen, die niemals zur Selbstdarstellung geraten und die Songs gleichwohl mit sicherer Hand den musikalischen Stilmitteln des 21. Jahrhunderts anvertrauen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wundern musste man sich nur, warum der hochklassige Konzertabend mit einer S&#228;ngerin, die sich als Chefin der Ballhausband von Cl&#228;rchens Ballhauscaf&#233; etablierte und auch schon vor Tausenden in der Waldb&#252;hne Berlin auftrat, hier der Klubatmosph&#228;re einer Wohnzimmerb&#252;hne anheim gestellt wurde. Wie auch immer: die N&#228;he zum Podium hatte durchaus ihren Reiz, die Tonanlage war exzellent eingerichtet. Sollte Iris Romen nochmals zum Kurt Weill Fest kommen, w&#252;rde sie den Dessauern gewiss einen Gefallen tun - und einen gr&#246;&#223;eren Raum als diesen spielend f&#252;llen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 03 Mar 2010 21:31:28 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/307</link>
    </item>
    <item>
      <title>Heidi Thiemann, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Heidi Thiemann, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 04.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Alles dicht gemacht - und dann?&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Bauhaus: Erste Diskussion &#252;ber die angek&#252;ndigten Einsparungen im Kulturhaushalt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Joachim Landgraf, Verwaltungsdirektor des Anhaltischen Theaters, hatte am Ende nur eine Frage: "Wann fahren wir nach Magdeburg zum Landtag?"&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Diskussion um die so genannte Blut- und Tr&#228;nenliste der Stadtverwaltung ist in vollem Gange. 13,5 Millionen ab 2013 zus&#228;tzlich zu sparen, ist die Verwaltung angehalten, um einen genehmigungsf&#228;higen Haushalt vorzulegen, machte Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig Mittwochabend im Bauhaus klar. Dorthin hatten die Stiftung Bauhaus und die Kurt-Weill-Gesellschaft eingeladen, um zu diskutieren, wie viel Kultur Dessau-Ro&#223;lau braucht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Dessau ist beileibe kein Einzelfall", sagte Bauhaus-Chef Philipp Oswalt. Die Aufgabenverteilung und Finanzausstattung stimme nicht, das "Verh&#228;ltnis zwischen Bund, L&#228;ndern und Kommunen ist aus der Balance geraten." Und die fehlende Balance l&#246;st in Dessau-Ro&#223;lau eine Lawine aus. Wenn die Stadt alle freiwilligen Aufgaben streiche, hatte Stadtrat Holger Schmidt, der Vorsitzende des st&#228;dtischen Kulturausschusses, &#252;berschlagen, blieben unterm Strich etwa 200 000 Euro &#252;brig. "Was wollen wir damit machen?" - Eine H&#246;hle bauen, Holz kaufen und Neandertaler spielen, wie Michael Kaufmann, Intendant des Kurt-Weill-Festes, sarkastisch sagte? Mit seinem Festival, das gegenw&#228;rtig sehr erfolgreich zum 18. Mal laufe, erkl&#228;rte er auf Nachfrage der Moderatoren Walter Prigge und Ingolf Kern, hoffe er ein Teil der Zukunft in Dessau-Ro&#223;lau zu sein, "aber mit Festivals allein kann man keine kulturelle Grundversorgung sichern. Das eine geht ohne das andere nicht", hob er beispielsweise die Bedeutung des Theaters hervor. Mit dem angedrohten Streichkonzert w&#252;rden die Grundfeste der Gesellschaft aufs Spiel gesetzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Theater dicht, Tierpark geschlossen, Bibliotheken leer, Schwimmhalle ohne Wasser, Museen zu - witzige Ideen m&#252;ssten her, um den Menschen begreifbar zu machen und sie aufzur&#252;tteln, was alles fehlen w&#252;rde in Dessau, fand Holger Schmidt, der mit der Flugplatzsubventionierung und der geplanten Ostrandstra&#223;e auch zwei Gegen-Konsolidierungsvorschl&#228;ge unterbreitete, die im Stadtrat aber bislang keine Mehrheit finden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#220;ber eine symbolische Schlie&#223;ung der bedrohten Einrichtungen nachzudenken, sinnierte Philipp Oswalt und kritisierte, dass die Handlungsf&#228;higkeit der Kommune durch ihre missliche Finanzausstattung gegen Null tendiere. Die Kommunikation der Stadtverwaltung bezeichnete er als "misslich". Es sei nicht klar, was alles auf der Pr&#252;fliste sich befinde und wie die Stadt selbst dazu stehe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Wenn man einen Mantel oben falsch einkn&#246;pft, geht es unten mit den Kn&#246;pfen nicht auf." Karl-Heinz Bentele, fr&#252;herer Staatssekret&#228;r f&#252;r Finanzen in Nordrhein-Westfalen zu Regierungszeiten von Johannes Rau, kennt die Probleme, die nicht nur Dessau-Ro&#223;lau hat, ganz genau. F&#252;r die Zuh&#246;rer in der gut, aber nicht voll besetzten Bauhausaula hatte er mehrere Ratschl&#228;ge parat: "Sie m&#252;ssen demonstrieren." Vor allem m&#252;sste die kommunale Gemeinschaft zusammenhalten. "Gehen Sie ins Theater, gehen Sie in Konzerte", warb er. Volle H&#228;user seien ein schlechtes Argument f&#252;r Schlie&#223;ungen. Und &#252;ber Sponsoring sollte nachgedacht werden. In K&#246;ln k&#246;nnten Theaterg&#228;nger St&#252;hle kaufen. Von K&#246;ln auch hielt er andere Beispiele parat: Den B&#252;rgerhaushalt, um B&#252;rger mit ihren Ideen zu beteiligen. Oder die Abgabe von Hotels pro &#220;bernachtungsgast f&#252;r kulturelle Zwecke. Die Bundesregierung habe der Hotellerie schlie&#223;lich ein Milliarden-Steuer-Geschenk gemacht, den Kommunen aber nicht. Auch Koschig sagt, dar&#252;ber schon nachgedacht zu haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch es ist auch ein Nachdenken wichtig, wo die Stadt in zehn oder zwanzig Jahren stehen will und kann. Vor dem Hintergrund, dass Dessau-Ro&#223;lau schrumpft. "Wenn die Sachen weniger werden, m&#252;ssen sie anders werden", forderte Bauhaus-Chef Oswalt nicht nur ein Nachdenken sondern vor allem auch ein miteinander Sprechen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einen Schulterschluss in Dessau-Ro&#223;lau, aber auch in der Region sei wichtig, um die anstehenden Probleme zu l&#246;sen. Dar&#252;ber war man sich letztlich nicht nur im Podium einig, auch im Publikum, als die Diskussion ge&#246;ffnet wurde. Von &#252;ber 1 600 gesammelten Unterschriften berichtete die Initiative "Land braucht Stadt", die im Dialog und gemeinsam mit Verwaltung, B&#252;rgern und Institutionen kreative L&#246;sungen finden will und helfen, den Druck auf die Regierungen in Magdeburg und Berlin zu erh&#246;hen. - Auch mit Demonstrationen. Aber wann wird, wie Ingolf Kern ank&#252;ndigte, ausw&#228;rts "gedessauert"? Die Frage von Joachim Landgraf steht im Raum.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 03 Mar 2010 21:28:41 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/306</link>
    </item>
    <item>
      <title>Thomas Altmann, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Thomas Altmann, Mitteldeutsche Zeitung / Dessau-Ro&#223;lau, 03.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Gar kein Ungl&#252;ck: Ein Huhn &#252;berlebt die eigene Suppe&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Im Puppentheater fliegt Hans Falladas &#171;Ungl&#252;ckshuhn&#187; gegen die menschliche Hackordnung an&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Gallus gallus domesticus - Chicken run im Puppenhaus: Wie sie gackern kann, aus vollem Kropf, in allen Gef&#252;hlslagen, Uta Krieg, Herr der H&#252;hner, quer gestreifter Zauberer. Und wie er, Helmut Parthier, gro&#223; karierter Geselle, majest&#228;tisch kleinw&#252;chsig wird, gro&#223;artig. Gut, er ist ein bisschen tollpatschig, rei&#223;t dem armen Zaubersuppen-Huhn Keule und Kopf vom Leib. Aber daran sind Gisela und Erika schuld.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Das Ungl&#252;ckshuhn" aus dem Stall von Hans Fallada ("Geschichten aus der Murkelei") hatte am Sonntag Premiere im Puppentheater. Eva Kaufmann inszeniert den Gefl&#252;gelblick auf die menschliche Hackordnung licht und flott, bedachtsam emotional und ma&#223;voll clownesk. Kein Stroh im Stall, keine Kr&#246;te in der Hexenk&#252;che: Ausstatter Matthias H&#228;nsel spielt zauberhaft unangestrengt mit Grundformen, Grundfarben und einigen grunds&#228;tzlichen Raffinessen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Giselas Gold- und Erikas Silberei werden nicht schlicht zu Boden gelegt, sondern rollen zur Bewunderung &#252;ber eine Apparatur. Wenn nun das Ungl&#252;ckshuhn sich donnerbalkengleich m&#252;ht, l&#228;uft kein Ei durch den Dotter-Flipper. Grund genug f&#252;r Erika und Gisela, ihr Mithuhn zu vertreiben. In den miesen Schlachten der Missgunst und durch tollpatschige Kollateralsch&#228;den verliert das Ungl&#252;ckshuhn im m&#228;rchenhaften Dreierschritt Keule, Gefieder und Kopf. Zauberei im Suppentopf erg&#228;nzt die Verluste, mittels Gold, Silber und Edelstein, was vollends die Missgunst der Mith&#252;hner weckt. Und die Begierde des Hahns bleibt bleiern, bis der Kamm knickt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Gl&#252;ck ist die Prinzessin im anmutigen Schattenriss sterbenskrank. Nun leiht Parthier k&#246;stlich einem leeren k&#246;niglichen Wams mit F&#252;&#223;en auf Bauchh&#246;he Kopf und Mund f&#252;r die m&#228;rchenhafte Ausschreibung: "Wer die Prinzessin heilen wird, der" usw. Das misslingt, obgleich Parthier so sch&#246;n durch alle Heilmethoden tanzt, bis Adrian ein S&#252;ppchen kocht. Das Huhn &#252;berlebt die eigene Suppe und die Prinzessin gesundet daran. Die Mith&#252;hner w&#252;rden gern bei Hofe bleiben, d&#252;rfen es auch, m&#252;ssen aber - so geht es aufgebrachten Geringpickern, die in die falsche Richtung hacken - pro Tag zwei Edelmetall-Eier f&#252;r ihr t&#228;glich Korn legen. Das Ungl&#252;ckshuhn ist gl&#252;cklicher, geht zur&#252;ck, vom K&#246;nigs- in den H&#252;hnerhof. Zauberei muss es also richten, auch wenn im Vorspiel der Bau der Tarnkappe so mitrei&#223;end misslingt, dass nicht einmal die Mitleids-L&#252;ge unsichtbar bleibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieses Ungl&#252;ckshuhn ist up to date, weil es in die Hackordnung pickt. Diese besagt bekanntlich, dass im H&#252;hnerhaus ganz oben sitzt, mindestens Vizehuhn wird, wer die sch&#228;rfsten Schnabelhiebe austeilt, solange kein Bauer die Schlafstangen auf gleicher H&#246;he anbringt und das Futter breitfl&#228;chig streut. Aber das hier ist ein M&#228;rchen mit edelmetallenen Eiern. Es behauptet gegen die Wirklichkeit so licht, so schlicht und sch&#246;n, dass man es beinah glaubt: Auch wenn du nicht leisten kannst, was alle leisten wollen, bist du vielleicht ein tolles Huhn.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 02 Mar 2010 22:35:28 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/305</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 02.03.2010&#8222;ECHO&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 02.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#8222;ECHO Klassik&#8220; &#8211; Preistr&#228;ger zu Gast im 5. Sinfoniekonzert der Anhaltischen Philharmonie&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Gast im 5. Sinfoniekonzert der Anhaltischen Philharmonie am 11. und 12. M&#228;rz ist der Bratschist Nils M&#246;nkemeyer, den das Klassik-Magazin &#8222;Rondo&#8220; unl&#228;ngst als &#8222;erstes deutsches Bratschenwunder&#8220; bezeichnete. F&#252;r seine Deb&#252;t-CD erhielt der 32-J&#228;hrige den &#8222;Echo Klassik 2009&#8220; als Nachwuchsk&#252;nstler des Jahres.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der inzwischen international gefragte M&#246;nkemeyer spielt in Dessau das Bratschenkonzert &#8222;Der Schwanendreher&#8220; nach alten Volksliedern, das sich Paul Hindemith, der ein hervorragender Bratschist war, 1935 f&#252;r den eigenen Gebrauch auf den Leib geschrieben hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Konzertabend er&#246;ffnet Beethovens &#8222;Coriolan&#8220;-Ouvert&#252;re, und nach der Pause steht als Hauptwerk die Tondichtung &#8222;Ein Heldenleben&#8220; von Richard Strauss auf dem Programm. Strauss beschreibt darin keinen Helden aus Literatur, Mythologie oder Geschichte, sondern einen K&#252;nstler &#8211; sich selbst im Alter von 34 Jahren! Der Vorwurf einer &#8222;Privat-Eroica&#8220; und eines &#8222;Kolosses auf t&#246;nernen F&#252;&#223;en&#8220; blieb dem Werk denn auch nicht erspart. Und trotzdem: Ein fulminantes, opulentes St&#252;ck Musik &#8211; ein Fest f&#252;r jedes Orchester und ein Genuss f&#252;r jeden Zuh&#246;rer! GMD Antony Hermus dirigiert die Anhaltische Philharmonie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Konzerteinf&#252;hrung am 11. und 12. M&#228;rz jeweils um 18:30 Uhr im Foyer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center
Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr |
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 02 Mar 2010 17:48:30 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/304</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 02.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Stadtpl&#228;ne der klassischen Moderne&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Das MDR-Sinfonieorchester sorgt f&#252;r einen H&#246;hepunkt beim Weill-Fest&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Zu einem perfekten Festival geh&#246;rt immer auch jenes Gef&#252;hl leichter &#220;berforderung, das man am Sonntag wieder in Dessau zu sp&#252;ren bekam. Nachdem die Besucher des Weill-Festes im Georgium eine hinrei&#223;ende Matinee mit Anne Simmering und Ulrich Pakusch erlebt hatten, die den Sternsingern prompt eine erneute Einladung f&#252;r das kommende Jahr eintrug, traf man sich am Nachmittag in gr&#246;&#223;erem Rahmen beim Konzert des MDR-Sinfonieorchesters im Anhaltischen Theater.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sp&#228;testens am Abend aber hatte man die Qual der Wahl - zwischen dem umjubelten Auftritt von Annamateur und der Premiere des bezaubernden Schauspieler-Liederabends "Dein wildes Herz in meine Ruh". Dreh- und Angelpunkt des Festival-Geschehens aber war an diesem Tag dann doch die erneute Begegnung mit einem Klangk&#246;rper, der zu den Stammg&#228;sten beim Weill-Fest z&#228;hlt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es war ein ausgesprochen klug programmiertes Konzert, mit dem die MDR-Musiker unter dem federnd eleganten Dirigat von Sian Edwards den musikalischen Stadtplan der klassischen Moderne imaginierten. Da war zun&#228;chst der Paris-Gesang von Frederick Delius, der den Puls der Metropole in ein fortw&#228;hrendes Beginnen und Verklingen &#252;bersetzt. Dass dieses perkussiv gebrochene und von Bl&#228;serlichtern aufgehellte Klanggem&#228;lde mit seinem romantisch angerauten Violin-Solo freilich die gleiche Kommune meinte, die danach auch in George Gershwins "Ein Amerikaner in Paris" durchwandert wurde, wollte man kaum glauben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man mag den Blick der Neuen auf die Alte Welt oberfl&#228;chlicher finden, unbek&#252;mmerter und sportiver kommt die mit dem Treibstoff des Jazz beschleunigte Klangmaschine allemal auf Touren. Es war nicht nur ein akustisches Vergn&#252;gen, dieser Tour de Force beizuwohnen, der massive k&#246;rperliche Einsatz etwa bei den tiefen Streichern riss auch optisch mit. Dass dieses Passagenwerk, in dem sich die Champs-&#201;lys&#233;es zum Broadway &#246;ffnet, perfekt f&#252;r eine &#220;berleitung zu Kurt Weills "Neuem Orpheus" eignete, war selbstverst&#228;ndlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn auch in dieser Kantate beschw&#246;rt der Dichter Yvan Goll den Steckbrief des antiken S&#228;ngers ja vor dem Hintergrund des Eiffelturms, was Marisol Montalvo mit ihrem schlanken, klaren Sopran im perfekten Kontrast zu Waltraud W&#228;chters Violin-Part rekapitulierte. &#220;ber Paukengrollen und Harfenglanz marschierte das Urbild des K&#252;nstlers dabei in jene gro&#223;en St&#228;dte, die hernach auch f&#252;r die von Wilhelm Br&#252;ckner-R&#252;ggeberg arrangierten "Mahagonny-Suite" Pate standen - allerdings in der bewussten Pervertierung eines falschen Paradieses, die vom MDR kulinarisch serviert wurde.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 01 Mar 2010 20:40:23 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/303</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 01.03.2010Neue&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 01.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Neue Folge des Kultst&#252;cks von Gerald Fiedler&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Der letzte Einruf!!! [Folge 2] Des Teufels General&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Am 3. M&#228;rz um 19 Uhr im Foyer des Alten Theaters wartet Gerald Fiedler mit einer neuen Folge von &#8222;Der letzte Einruf!!! auf. In dieser geht es um die Schauspielinszenierung "Des Teufels General" von Carl Zuckmayer, die am 26. M&#228;rz auf der Gro&#223;en B&#252;hne Premiere haben wird. Fiedler, als aktueller Amtsinhaber Leo Polte VIII. wird strikt aus der Sicht der Poltes das St&#252;ck beschreiben und in einer musikalischen Zusammenfassung vorstellen.
Dar&#252;ber hinaus wird er ein weiteres Kapitel seiner Familienchronik aufgeschlagen, denn die Verh&#228;ltnisse der Familie zu Carl Zuckmayer waren &#228;u&#223;erst vielf&#228;ltig. Mit der n&#228;chsten Folge f&#252;hrt Leo Polte VIII.  auch eine Neuerung ein: seine prominenten G&#228;ste wird er bereits im Vorfeld bekannt geben. Damit hat das Publikum die Chance, vor der Vorstellung eigene Fragen an den Gast zu notieren, die Leo Polte VIII. in der Show an den Gast richtet.
Am 3. M&#228;rz wird der Schauspieler Jan Kersjes erwartet, der seit Beginn der neuen Spielzeit fest zum Schauspielensemble des Anhaltischen Theaters geh&#246;rt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erleben Sie einen garantiert heiter, komischen Abend mit Gerald Fiedler, Jan Kersjes als Gast und viel Musik. Am Klavier: Stefan Neubert&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Vorstellungen: 03., 21. und 25. M&#228;rz 2010, jeweils um 19:30 Uhr im Alten Theater/ Foyer&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 01 Mar 2010 14:27:23 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/302</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ute van der Sanden, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ute van der Sanden, Mitteldeutsche Zeitung, 01.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kurt-Weill-Festival&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Liederabend bezaubert Anhalt&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Angelika Kirchschlager aus &#214;sterreich pr&#228;sentiert ein Soloprogramm mit Schubert und Weill&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Sie kam, sang und eroberte Dessau: nicht im Sturm, aber mit Weill. F&#252;r den Anfang ihres Rezitals im zu drei Vierteln ausverkauften Anhaltischen Theater hatte Angelika Kirchschlager einen R&#252;ckblick in die Fr&#252;hromantik programmiert. Aus dem Fundus der rund 600 Schubert-Lieder, in dem sich die &#246;sterreichische Mezzosopranistin bestens auskennen d&#252;rfte, w&#228;hlte sie keineswegs die bekanntesten. "Bertas Lied in der Nacht" oder "Geheimes" z&#228;hlen zum eher entlegenen Nachlass Schubert und d&#252;rften auf die G&#228;ste als scheuer Gru&#223; aus der Heimat der Interpretin gewirkt haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch musste man am ber&#252;hmten roten Faden schon kr&#228;ftig ziehen, um ihn aus dem inneren R&#252;ckzug Franz Schuberts bis ins tats&#228;chliche Exil von Erich Korngold und Kurt Weill zu man&#246;vrieren. Nachdem die Solistin vom lyrischen ins dramatische Fach gewechselt war und mit f&#252;nf Liedern von Korngold die starken Seiten ihrer stets kunstvoll beherrschten Stimme ausbreiten konnte, brach der Bann endg&#252;ltig. Nicht, dass man jede Silbe verstanden h&#228;tte - Botschaften vermittelt die Kirchschlager viel eher &#252;bers Herz als &#252;ber das Wort. Als Femme fatale begeisterte sie Dessau in Titeln von Kurt Weill: "Stay well" und "One life to live" aus der Musicalsparte, zwei franz&#246;sische Chansons, darunter "Je ne t&#180;aime pas", zeigten die Solistin als hinrei&#223;ende B&#252;hnendarstellerin mit gro&#223;em stilistischen Feingef&#252;hl.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu all dem brachte Kirchschlager, die normalerweise an der Scala, der Met und der Wiener Staatsoper auftritt, ihren Lieblingspianisten mit: Helmut Deutsch ist einer der besten und angesehensten Liedbegleiter. Er ruht im Vortrag wie ein Fels in der Brandung und sp&#252;rt genau, was die S&#228;ngerin braucht - ob Atemzug, rhythmische St&#252;tze oder Spannungspause. Mit dem alten Wienerlied "Es war in Petersdorf" entz&#252;ckten beide ihr Publikum am Ende eines wundervollen Abends: gro&#223;e Kunst, mit Schlagobers gekr&#246;nt.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 01 Mar 2010 11:26:18 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/301</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 01.03.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Ganz in politischer Tradition&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Beginn mit einer Verbeugung vor dem Komponisten und einem Auftragswerk von Helmut Oehring&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im Normalfall spiegelt die Kunst das Leben, im Idealfall aber geht es auch umgekehrt: Als sich am Freitag Hunderte Dessauer und Ro&#223;lauer vor dem Anhaltischen Theater versammelten, um gegen den kulturellen Kahlschlag in ihrer Stadt zu protestieren, bescherten sie kundigen G&#228;sten der Kurt-Weill-Fester&#246;ffnung ein D&#233;j&#224;-vu. So &#228;hnlich hatte es n&#228;mlich auch 1927 in Baden-Baden ausgesehen, als das Mahagonny-Songspiel uraufgef&#252;hrt wurde - wenngleich die Schauspieler ihre Plakate damals eher aus spektakul&#228;rem Kalk&#252;l denn aus realer Not schwenkten.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Pfeifen von der B&#252;hne&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Lotte Lenya erinnerte sich sp&#228;ter an den Tumult: "Brecht hatte uns vorsorglich Pfeifen mitgegeben, kleine Trillerpfeifen, und so standen wir auf der B&#252;hne und pfiffen trotzig zur&#252;ck." Dass der Dichter und sein Komponist an der demokratischen Ouvert&#252;re Gefallen gefunden h&#228;tten, darf man also getrost annehmen, zumal sich die gr&#246;&#223;ere Provokation dann doch im Haus ereignete. Die Idee, das 18. Kurt-Weill-Fest unter dem Motto "New Art is True Art" zum Anlass f&#252;r neue Songspiel-Auftr&#228;ge zu nehmen, l&#228;sst sich kaum aus einem gattungsgeschichtlichen Notstand herleiten. Schlie&#223;lich haben selbst die Erfinder diese Form nicht konsequent weiter verfolgt, was wohl auch der Einsicht in deren dramaturgische Grenzen geschuldet war. Die konzeptionellen Probleme des Mahagonny-Songspiels konnte auch die Inszenierung von Stefanie W&#246;rdemann und Helmut Oehring nicht l&#246;sen: Das Sixpack der Lieder ist eben keineswegs, wie das Programmheft behauptet, theatralisch zwingend. Es wirkt vielmehr selbst bei so prominenten Interpreten wie dem Ensemble Modern eher wie ein Flickenteppich, dem auch die Bild-Assoziationen von Hagen Klennert keinen zus&#228;tzlichen Halt geben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Insgesamt f&#252;hlte man sich so vor allem durch das wunderbare Wiedersehen mit Salome Kammer an jene konzertante Auff&#252;hrung des gleichen Werkes aus dem Jahr 2006 erinnert, die st&#228;rker auf die Phantasie des Publikums vertraute und letztlich gr&#246;&#223;eren Gewinn stiftete. Dass der Komponist Oehring und seine Librettistin W&#246;rdemann ihre Lesart freilich auch als Fundament f&#252;r ihr eigenes Songspiel "Die Wunde Heine" begriffen, wurde sp&#228;testens beim bruchlosen &#220;bergang in den zweiten Teil deutlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Urauff&#252;hrung war nicht nur durch die um einen Gitarristen und Live-Elektronik erg&#228;nzte Besetzung mit dem Weill-Songspiel verzahnt, sie behauptete durch die Verwendung von Heinrich Heines und Rio Reisers Texten auch eine Traditionslinie politischer Poesie.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Gutmenschen gegen Zyniker&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dass die Schmerzensm&#228;nner HH und RR dem Zynismus des Herrn BB freilich energisch widersprechen, bleibt ein ungel&#246;stes Dilemma: Der Glaube an das Himmelreich auf Erden und an das "Wann, wenn nicht jetzt?" ist mit der Negativ-Utopie von Mahagonny nicht vereinbar. In sich aber ist Oehrings Werk absolut stimmig und korrespondiert perfekt mit Klennerts Bildsprache. Der Komponist macht das Entstehen und Vergehen von Sprache und Musik h&#246;rbar, er l&#228;sst hohle T&#246;ne und einzelne Laute tropfen und t&#252;rmt schroffe Klanggebirge &#252;ber weiten Fl&#228;chen. Deutschland ist hier ein Hochstand im Kornfeld und wird als Zauberland von beiden Dichtern verloren gegeben. Mit J&#246;rg Wilkendorf und Salome Kammer hat diese Collage zwei grandiose Protagonisten, denen das M&#228;nner-Quartett und die Sopranistin Sylvia Nopper kongenial zur Seite stehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die eigentliche &#220;berraschung aber ist, dass sich auch dieses St&#252;ck wie ein spontaner Kommentar zur Wirklichkeit verh&#228;lt: Was hier mit Geb&#228;rdensprache akzentuiert und mit Verzerrungen &#252;berzeichnet wird, ist eine knallharte kulturpolitische Ansage. Das "Macht kaputt, was euch kaputtmacht!" h&#228;tte auch auf den Transparenten vor dem Theater stehen k&#246;nnen. Weills Erbe ist also aktueller denn je - das gilt es in den n&#228;chsten Tagen zu feiern!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Mittwoch um 17 Uhr laden die Stiftung Bauhaus Dessau und die Kurt-Weill-Gesellschaft zu einer Podiumsdiskussion &#252;ber die Finanzkrise der Stadt ein. Ort der Veranstaltung ist die Bauhaus-Aula.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:07:23 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/300</link>
    </item>
    <item>
      <title>Carla Hanus, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Carla Hanus, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 26.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Protest gegen Kahlschlag bei Kultur und Sport&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Aktion vor dem Anhaltischen Theater - Initiative Land braucht, Stadt fordert Dialog&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Lieder von Kurt Weill werden am Freitag schon vor der offiziellen Er&#246;ffnung des 18. internationalen Musikfestes, das an den in Dessau am 2. M&#228;rz 1900 geborenen Kurt Weill erinnert, vor dem Anhaltischen Theater erklingen. Lieder von Weill, Georg Kreisler und Hanns Eisler sind angek&#252;ndigt, wenn es auf dem Friedensplatz von 16 bis 17 Uhr hei&#223;t "Protestakt vorm Festakt".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessauer Vereine, Institutionen und Einrichtungen sind aufgefordert, am Freitag vor dem Theater darauf aufmerksam zu machen, welche verheerenden Folgen drastische K&#252;rzungen der so genannten freiwilligen Leistungen in der Stadt haben k&#246;nnen. "Was w&#228;re Desau-Ro&#223;lau ohne Bauhaus und Theater? Was w&#228;re Dessau-Ro&#223;lau, wenn Sportvereine aufgeben m&#252;ssten und Jugendeinrichtungen schl&#246;ssen, Bibliotheken noch weniger B&#252;cher kaufen k&#246;nnten? Wenn innerhalb weniger Jahre die Kultur- und Freizeitlandschaft ausgelichtet w&#252;rde?", fragt deshalb eine Initiative "Land braucht Stadt", die sich am Freitag vorstellen wird. In ihr haben sich bisher Vertreter aus verschiedenen Vereinen, aus der Wirtschaft, der Kultur und der Kirche sowie der Bildung zusammengefunden, die einen Dialog fordern zur Perspektive der Stadt. Denn ihre Antwort auf die Fragen lautet angesichts der in Auftrag gegebenen Pr&#252;fungen zu Streichungen: "Dessau-Ro&#223;lau w&#228;re eine Stadt, die kaum mehr eine Chance h&#228;tte, Menschen zu binden, Menschen, die sie ebenso braucht wie das Land."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Initiative fordert deshalb, die aktuelle Haushaltssituation daf&#252;r zu nutzen, "kreative L&#246;sungen zu suchen statt mit einem Kahlschlag w&#252;stes, unfruchtbares Land zu hinterlassen, dass Kommunen, Land und Bund sich dar&#252;ber verst&#228;ndigen, nicht nur Banken als systemrelevant anzusehen". Die Erstunterzeichner wollen, "dass die Politik einen Dialog mit den B&#252;rgern f&#252;hrt. Und wir erwarten, dass Sachsen-Anhalt sich auch k&#252;nftig zu Dessau-Ro&#223;lau bekennt - und dies nicht allein mit Worten. Dann sind wir als B&#252;rger bereit, mitzutun, statt nur zu kritisieren". Entsprechend werden ab Freitag Unterschriften gesammelt, die diese Aussagen bekr&#228;ftigen, und soll auch der Protest laut werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ihre Teilnahme am Protestakt haben indessen die Anhaltische Landesb&#252;cherei, der Freundeskreis des Anhaltischen Theaters Dessau, die Evangelische Landeskirche, das Naturkundemuseum, das Leo-Stadtmagazin, der Behindertenverband, der Polizeisportverein, das Jugend-, Kultur- und Seniorenzentrum "Kr&#246;tenhof", das Reisewerk, die Junkers Paddelgesellschaft und der Jugendclub des Anhaltischen Theaters zugesagt. Mitwirkende an der Veranstaltung, die von der Schauspielerin Silke Wallstein und vom Intendanten des Anhaltischen Theaters Andr&#233; B&#252;cker moderiert wird, sind das Philharmonic Swing Quartett, zu dem Musiker der Anhaltischen Philharmonie geh&#246;ren, der Chor des Anhaltischen Theaters, der Chor vom Kr&#246;tenhof, Boris Malr&#233; als Alter Dessauer, Skater und Jonglierk&#252;nstler.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 28 Feb 2010 16:06:25 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/299</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Volksstimme/ Anhalt&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Volksstimme/ Anhalt-Zerbster Nachrichten, 26.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Fallada-Geschichte hat am Sonntag Premiere am Dessauer Puppentheater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Sonntag um 15 Uhr hat auf der Puppenb&#252;hne des Anhaltischen Theaters Dessau im Alten Theater das St&#252;ck &#8222;Das Ungl&#252;ckshuhn&#8220; seine Premiere. Die aus &#214;sterreich stammende und in Berlin lebende Puppenspielerin / Regisseurin Eva Kaufmann inszeniert diese von ihr geschaffene Fassung der Geschichte aus dem bekannten Hans-Fallada-Buch &#8222;Geschichten aus der Murkelei&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist eine nicht so bekannte Geschichte aus dieser Sammlung. Eva Kaufmann reizte dieser Stoff jedoch, weil er &#8222;keine Verniedlichung&#8220;, sondern mehr &#8222;die wahren Seiten des Lebens&#8220; darstellt. Um die Handlung transparenter zu pr&#228;sentieren und klarer zu fokussieren, straffte sie, ohne die inhaltlichen Aussagen zu ver&#228;ndern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Worum geht es? Adrian und Baldrian sind zwei Zauberer. Einmal j&#228;hrlich treffen sie sich, um den &#8222;Tag des Ungl&#252;ckshuhns&#8220; zu begehen. Dabei erfahren die Zuschauer ab f&#252;nf Jahren die spannende Geschichte eben dieses Ungl&#252;ckshuhns. Es lebte unter anderem mit einem stolzen Hahn, mehr schon einem eingebildeten Gockel, im H&#252;hnerstall des k&#246;niglichen Hofes. Dort sind auch die beiden Hennen Erika und Gisela, nicht minder arrogant als ihr m&#228;nnlicher &#8222;Chef&#8220;. Das Problem: W&#228;hrend Gisela und Erika goldene beziehungsweise silberne Eier legen k&#246;nnen, kann das Ungl&#252;ckshuhn nicht einmal, so sehr es sich auch anstrengt, normale Eier legen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn es Menschen w&#228;ren, w&#252;rde man sagen, das Ungl&#252;ckshuhn ist nun eine Ausgesto&#223;ene. Es erlebt brutalstes Mobbing. Es leidet unter permanentem Leistungsdruck. Selbst der Hahn m&#246;chte nichts von ihm wissen &#8230;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erst als Adrian dem total verzweifelten Huhn, schon fast als Notl&#252;ge, eine ihm innewohnende, noch nicht entdeckte besondere Eigenschaft er&#246;ffnet, bl&#252;ht es auf, wird es selbstsicher und wei&#223; den anderen mutig entgegenzutreten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da also stecken eine ganze Reihe auf den Menschen &#252;bertragbare Befindlichkeiten drin.
Eva Kaufmann sowie die beiden Dessauer Puppenspieler Uta Krieg (Adrian) und Helmut Parthier (Baldrian) machen jedoch kein moralisierendes Erziehungsst&#252;ck daraus. Kein erhobener Zeigefinger wird hochgestreckt&#8220;. Die Geschichte wird flott erz&#228;hlt, da wird gezaubert, da steckt Humor, manchmal auch ganz schwarzer, drin und es ist unterhaltend. Aber zum Nachdenken &#252;ber Treue und Vertrauen, &#252;ber den Umgang miteinander, sollte es schon anregen, auch wenn es im St&#252;ck nur H&#252;hner sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ob das Ungl&#252;ckshuhn diese &#8222;besondere Eigenschaft&#8220;, die individuelle Begabung tats&#228;chlich hat und ob es damit eventuell etwas Gutes erreichen kann, wird hier nicht verraten.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Nach der Premiere folgen Auff&#252;hrungen am 2., 3. und 4. M&#228;rz, jeweils um 9 Uhr und 10.30 Uhr, sowie am 5. M&#228;rz um 9.30 Uhr. Im Sommer, vom 28. Juni bis zum 2. Juli, wird &#8222;Das Ungl&#252;ckshuhn&#8220; t&#228;glich um 10 Uhr gespielt.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 28 Feb 2010 15:52:32 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/298</link>
    </item>
    <item>
      <title>Heidi Thiemann, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Heidi Thiemann, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 27.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Menschentraube gegen Kahlschlag&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Beim &#171;Protest vor dem Fest&#187; vorm Anhaltischen Theater wenden sich Hunderte gegen Sparpl&#228;ne der Stadt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;"Geisterstadt Dessau", "Unkultur ist teuer - Die Landestheater Sachsen-Anhalt", "Kulturlos - mutlos - hilflos", "S&#252;dschwimmhalle", "Tierpark", "Weltkulturerbe", "B&#252;rgerb&#252;ros", "Kultur macht reich - Fritz Hesse 1925, Meisterhausverein" - wohin das Auge am Freitagnachmittag vorm Anhaltischen Theater blickte: Es sah eine Menschentraube und dutzende Transparente. Etwa 500 Menschen protestierten gegen die Sparpl&#228;ne der Stadt. "Es geht nicht nur um das Theater", sagte Intendant Andr&#233; B&#252;cker bei der "inoffiziellen Er&#246;ffnung" des Kurt-Weill-Festes, "sondern um mehr: Was die Stadt lebenswert macht und Grundlage f&#252;r das Gemeinwesen ist."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Was w&#228;re Sachsen-Anhalt ohne Dessau-Ro&#223;lau? Ein Land ohne Bauhaus. Ein Land mit halbem Gartenreich. Ein Land ohne Weill und Junkers. Ein Land, dem seine gr&#246;&#223;te B&#252;hne fehlen w&#252;rde. Sachsen-Anhalt braucht Dessau-Ro&#223;lau", erkl&#228;rte Schauspielerin Silke Wallstein. Sie geh&#246;rt zu den Unterst&#252;tzern von "Land braucht Stadt - Ja zu Dessau-Ro&#223;lau". Die Initiative fordert die Politik auf, einen Dialog mit den B&#252;rgern zu f&#252;hren. "Wir erwarten, dass Sachsen-Anhalt sich auch k&#252;nftig zu Dessau-Ro&#223;lau bekennt. Nicht allein mit Worten. Dann sind wir B&#252;rger bereit mitzutun." Gegen den angedrohten Kahlschlag hat die Initiative innerhalb von 24 Stunden bereits an die 850 Unterschriften gesammelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie gro&#223; die Sorge um die st&#228;dtischen K&#252;rzungspl&#228;ne und deren Auswirkungen sind, machten die vielen Protestnoten deutlich, die verlesen worden sind. Ob Liborius-Gymnasium, Philanthropinum, Sekundarschule Kreuzberge oder die Schule an der Muldaue, in der k&#246;rperbehinderte Kinder lernen, sie alle bef&#252;rchten einen Verlust, denn die Zusammenarbeit mit dem Theater ist mittlerweile eine lieb gewordene Tradition.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Solidarisch mit der Dessauer B&#252;hne zeigen sich Theater aus allen Teilen Deutschlands. Ob Deutsches Nationaltheater Weimar und Weimarer Staatskapelle, Theater Magdeburg, Altmark / Stendal, Neue B&#252;hne Senftenberg, die B&#252;hne der Stadt Gera und das Landestheater Altenberg, das Deutsche Theater und das Maxim-Gorki-Theater Berlin: Sie warnen vor einem Verlust an Lebensqualit&#228;t und einem verheerenden Flurschaden f&#252;r das &#246;ffentliche Leben. Vor allem besteht die Bef&#252;rchtung, dass Dessau-Ro&#223;lau exemplarisch daf&#252;r steht, was in vielen anderen St&#228;dten noch droht. Weshalb den Demonstranten Mut zugesprochen wird. "Last euch nicht verarschen", hei&#223;t es aus Berlin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Sorge um eine k&#252;nftige Geisterstadt und einen gro&#223;en Verlust verbindet auch die F&#246;rdervereine des Theaters und des Naturkundenmuseums. Ausgel&#246;st nicht "durch eine Krise der Kultur, sondern der Finanzen", wie die Bundestagsabgeordnete Undine Kurth feststellt und deshalb einen Nothilfefonds f&#252;r Kommunen fordert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Scheinbar unbeeindruckt vom Protest bahnte sich Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig den Weg zur Er&#246;ffnung des 18. Kurt-Weill-Festes. Die Mitarbeiter der Verwaltung hatte er im Vorfeld wissen lassen, dass er weder den Ort noch den Zeitpunkt f&#252;r eine solche Protestaktion als besonders gl&#252;cklich gew&#228;hlt h&#228;lt. "Welchen Eindruck wollen wir denn der Welt&#246;ffentlichkeit pr&#228;sentieren?" Finanzielle Sorgen, machte er dann in seiner Er&#246;ffnungsrede des Kurt-Weill-Festes deutlich, h&#228;tte es auch zu Weills Zeiten gegeben. Weill aber h&#228;tte nach neuen M&#246;glichkeiten und Formen gesucht, um Zuschauer f&#252;r die H&#228;user zu gewinnen. Doch auch das Kurt-Weill-Fest werbe um Unterst&#252;tzung, die Kunst brauche.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 26 Feb 2010 20:20:29 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/297</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 27.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Kooperationen tragen Fest-Gedanken weiter&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Weill-Gesellschaft: 85 Prozent der Karten sind verkauft - 45 Veranstaltungen in zehn Tagen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Gerade noch war Helmut Oehring in der Generalprobe und nun sagt er vor den versammelten Journalisten, "es ist so, dass wir sagen k&#246;nnen, wahrscheinlich in einer Woche eine tolle Premiere haben zu k&#246;nnen". Weil der Vorhang sich im Anhaltischen Theater aber schon fr&#252;her - genauer gesagt nur ein paar Stunden sp&#228;ter - hebt, werde man sich entsprechend darauf einstellen und den tollen Abend eher zeigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oehring, Komponist und Artist-in-Residence des 18. Kurt-Weill-Festes in Dessau, steht zwar unter Urauff&#252;hrungsstress, ist aber doch zu Scherzen aufgelegt, als er am Freitag zur Er&#246;ffnungspressekonferenz des Festes versp&#228;tet eintrifft. Von ihm war am Abend zum Auftakt des zehn Tage dauernden Festes die Komposition "Die Wunde Heine" zu h&#246;ren. Im Er&#246;ffnungskonzert "Offene Wunden" erklang zudem Kurt Weills "Mahagonny Songspiel", beides musiziert vom Ensemble Modern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vier Veranstaltungen insgesamt widmen sich dem K&#252;nstler Oehring. Schon am Samstag beim Festivalcaf&#233; wird man ihn als Mensch n&#228;her kennen lernen. Im noch folgenden Portr&#228;tkonzert und bei einer Filmauff&#252;hrung zeigt sich an den kommenden Tagen die Bandbreite des kompositorischen Schaffens Oehrings. "Ich bin gl&#252;cklich, so viele Seiten meiner Arbeit vorstellen zu k&#246;nnen", so der K&#252;nstler. F&#252;r seine Urauff&#252;hrung am Freitag habe er Bedingungen vorgefunden, die "nahezu paradiesisch" seien. Musiker, Solisten und Produktionsbedingungen lobte er als optimal, wenngleich wie immer die Zeit zum Einstudieren knapp gewesen sei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Rund 45 Veranstaltungen sind es in diesem Jahr, die den Besuchern beim Weill-Fest angeboten werden. Schon im Vorfeld, so teilte am Freitag Thomas Markworth, Pr&#228;sident der Weill-Gesellschaft, mit, seien 85 Prozent der Karten verkauft. "Wir sind zuversichtlich, am Ende des Festes bei 90 Prozent zu liegen", sagte er und sprach von dem "Luxusproblem", dass viele denken w&#252;rden, es g&#228;be ohnehin keine Karten mehr. "Zwar sind 80 Prozent der Veranstaltungen, vor allem an den kleinen Orten, ausverkauft, aber es gibt noch Karten."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Festivalintendant Michael Kaufmann lobte ausdr&#252;cklich die Arbeit seines Vorg&#228;ngers Clemens Birnbaum, der den aktuellen Festivaljahrgang vor seinem Wechsel zum H&#228;ndelfest nach Halle noch konzipierte und plante. "Ich bin fasziniert von der Entscheidung, zwei Kompositionen in Auftrag zu geben", so Kaufmann. "Ich bin froh, dass wir bis heute all das gut umsetzen konnten, was sich Clemens Birnbaum ausgedacht hat."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Markworth und Kaufmann stellten vor allem die Vielzahl der Kooperationen in den Mittelpunkt. So sei die Er&#246;ffnungsproduktion im Sommer in Frankfurt / Main und K&#246;ln zu h&#246;ren. Die zweite Urauff&#252;hrung, Moritz Eggerts "Bordellballade. Ein Dreigroscherlnst&#252;ck", wird mit dem Theater Koblenz und der Neuk&#246;llner Oper koproduziert. "Der Name Kurt Weill und der unserer Gesellschaft wird dadurch in die Republik getragen. So etwas kann man nur mit Partnerschaften und Kooperationen erzielen", so Kaufmann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit dem Anhaltischen Theater, das in einer Woche das Musical "One Touch of Venus" zur Premiere bringt, und der Stiftung Bauhaus Dessau habe man zudem verl&#228;ssliche Kooperationspartner vor Ort. "Die Zusammenarbeit mit der neuen Theaterleitung hat sich fantastisch entwickelt", so Thomas Markworth, der der Dessauer B&#252;hne bescheinigte, das Label "Klassische Moderne" bestens zu bedienen. Der Slogan, der Theater, Bauhaus, Junkers und Weill umfasse, sei das Thema im Jahr 2013, wenn sich alle Partner darum bem&#252;hen, eine Landesausstellung zum Thema in Dessau-Ro&#223;lau auszurichten, k&#252;ndigte Thomas Markworth an.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 26 Feb 2010 20:14:02 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/296</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 26.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Bund soll Rettungspaket f&#252;r Stadtkultur pr&#252;fen&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Deutschen B&#252;hnenvereins Rolf Bolwin zu den Folgen der Finanzkrise der kommunalen Haushalte&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Krise der kommunalen Kulturfinanzierung ist nach Ansicht des Deutschen B&#252;hnenvereins vor allem einer falschen Verteilung der &#246;ffentlichen Mittel zwischen Bund, L&#228;ndern und St&#228;dten geschuldet. Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Rolf Bolwin sagte nach einer Anh&#246;rung des Bundestags-Ausschusses f&#252;r Kultur und Medien, dass den St&#228;dten und Gemeinden zu wenig Geld f&#252;r ihre soziale und kulturelle Infrastruktur zur Verf&#252;gung steht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Immer gr&#246;&#223;ere Teile ihres Haushaltes w&#252;rden durch gesetzliche Verpflichtungen gebunden. Zugleich gingen Einnahmen wie jetzt durch das Wachstumsbeschleunigungs-Gesetz verloren. Dies sei umso fataler, weil sich das unverwechselbare Profil einer Kommune gerade in jenen Einrichtungen und Aktivit&#228;ten zeige, die als freiwillige Ausgaben verbucht w&#252;rden. Laut Bolwin nehmen die Bedrohungsszenarien im Bereich der Theater und Orchester zu: Nach der Diskussion um die Schlie&#223;ung des Wuppertaler Schauspielhauses sowie der angedrohten Halbierung des st&#228;dtischen Etats f&#252;r das Anhaltische Theater Dessau st&#252;nden derzeit auch die Theater in Bonn sowie die Landesb&#252;hne Schleswig-Holstein vor existenzbedrohenden Einschnitten.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Lohnk&#252;rzungen nicht vermittelbar&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dabei k&#246;nne man der Branche nicht den Vorwurf machen, dass sie sich den Zeichen der Zeit verschlossen habe: Bundesweit seien in den letzten 15 Jahren rund 7 000 von insgesamt 45 000 Stellen abgebaut worden, die Ensembles h&#228;tten - beispielsweise durch Haustarifvertr&#228;ge - erheblich zur Zukunftsf&#228;higkeit ihrer H&#228;user beigetragen. Den Theater- und Orchestermitarbeitern seien angesichts ihrer eher geringen Verg&#252;tungen eine weitere Lohnk&#252;rzung nicht mehr vermittelbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Diskussion &#252;ber die Festschreibung der Kultur als Verfassungsziel h&#228;lt Bolwin in der akuten Krise f&#252;r ziemlich luxuri&#246;s. Weil eine Umverteilung der Gelder zugunsten der Kommunen nur in einem langfristigen und komplizierten Prozess vorstellbar sei, fordert er stattdessen zun&#228;chst die neue Auflage eines Hilfsprogramms, wie es nach der Wende f&#252;r die Kultur in den neuen Bundesl&#228;ndern eingef&#252;hrt worden war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das damals vom Bundesfinanzministerium verwaltete und von einem Anfangsniveau von 900 Millionen Mark kontinuierlich abgesenkte Paket habe wesentlich zur Bestandssicherung und Entwicklung der Kulturlandschaft beigetragen. In einer Zeit, in der Milliarden f&#252;r die Rettung von Banken und anderen Branchen ausgegeben w&#252;rden, m&#252;sse ein solches Programm auch f&#252;r die Kultur bundesweit aufgelegt werden - zumal der gesamte Bereich mit acht Milliarden Euro j&#228;hrlich nur 0,8 Prozent aller &#246;ffentlichen Haushalte ausmache.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Pr&#252;fen auf allen Ebenen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Prinzip der kommunalen Finanzaufsicht, bei einem unausgeglichenen Haushalt zun&#228;chst die K&#252;rzung der freiwilligen Ausgaben zu fordern, ist nach Ansicht des B&#252;hnenvereins fragw&#252;rdig: Eine Pr&#252;fung der Gesetzeslage in Nordrhein-Westfalen habe ergeben, dass bei einem Defizit die Pflichtaufgaben genauso zur Disposition zu stellen seien wie die Mittel f&#252;r die Kultur. Da es im Kulturbereich mit einer verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig geringen Summe m&#246;glich sei, der Fragmentierung der Gesellschaft entgegenzutreten, m&#252;ssten die M&#246;glichkeiten f&#252;r ein Rettungspaket auf allen Ebenen bis hin zur Bundesregierung diskutiert und ausgesch&#246;pft werden, forderte Bolwin.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 26 Feb 2010 06:33:23 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/295</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 25.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Wahrhaft kurzweiliges Wochenende&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Am Freitagabend wird im Anhaltischen Theater das Kurt Weill Fest er&#246;ffnet&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;"Neue Kunst ist wahre Kunst" oder auch im Englischen "New Art is True Art", so lautet das Motto des Kurt Weill Festes, das am Freitagabend im Anhaltischen Theater er&#246;ffnet wird. Mit "Offene Wunden" folgt der Auftakt der 18. Festival-Auflage zu Ehren des in Dessau geborenen Komponisten Kurt Weill (1900-1950) inhaltlich ganz dem Slogan der kommenden zehn Tage mit gut 45 Veranstaltungen. Die Er&#246;ffnung beinhaltet gleicherma&#223;en eine Urauff&#252;hrung mit Helmut Oehrings Werk "Die WUNDE Heine" wie auch Kurt Weills "Mahagonny Songspiel".&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Oehring greift Idee auf&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Helmut Oehring, in diesem Jahr der Artist-in-Residence des Festes, greift mit seiner Neukomposition eine Idee auf, die schon Kurt Weill und Bertolt Brecht hatten, als sie ihr Songspiel schrieben, die Verschmelzung von Jazz mit Kabarettchansons und lyrischen Elementen unter Bezugnahme auf soziale und politische Tendenzen. Oehring orientierte sich an dem Vorbild aus den 1920er Jahren, indem er die &#196;sthetik des Weillschen Werkes mit seiner eigenen von Klassik, Jazz und Moderne beeinflussten Musiksprache verwob, er greift in seiner Arbeit die originale Vokal- und Instrumentalbesetzung von Weills Werk auf und erg&#228;nzt sie zeitgen&#246;ssisch unter Hinzunahme einer Solo E-Gitarre und elektronischen Soundeffekten. &#196;hnlich wie bei Weill werden die Heine-Songs mit den Rocksong-Inseln verzahnt. Das Textbuch von Stefanie W&#246;rdemann basiert auf sechs "Ges&#228;ngen" Heinrich Heines, die aus allen Schaffensphasen des Dichters stammen und oft von beklemmender Aktualit&#228;t sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit dem Ensemble Modern, das bereits mehrfach beim Kurt Weill Fest gastierte, wird eines der weltweit f&#252;hrenden Ensembles f&#252;r Neue Musik das Festival unter Leitung von Franck Ollu er&#246;ffnen. Mit dabei ist auch die Solistin Salome Kammer, die das Dessauer Publikum vor vier Jahren als Artist-in-Residence erleben konnte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das szenische Er&#246;ffnungskonzert ist dem k&#252;rzlich verstorbenen britischen Musikwissenschaftler und Weill-Experten David Drew gewidmet. Ihm ist es zu verdanken, dass sich das "Mahagonny Songspiel", das in der Baden-Badener Originalfassung nur ein weiteres Mal (1932) aufgef&#252;hrt wurde und lange unver&#246;ffentlicht blieb, 1963 schlie&#223;lich herausgegeben wurde und sich seitdem mit stetig wachsendem Erfolg auf den internationalen B&#252;hnen durchsetzt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Fischer fordert zum Tanz&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dem traditionellen Feuerwerk zur Fester&#246;ffnung um 20.30 Uhr auf dem Theatervorplatz schlie&#223;en sich am ersten Abend gleich zwei Konzerte an. Jazzfans k&#246;nnen im Theater bleiben und dort im Foyer den Auftritt des Thilo Wolf Quartetts erleben. W&#228;hrend dort das Publikum swingender Jazz erwartet, d&#252;rften die T&#246;ne, die im Beatclub angeschlagen werden, um einiges h&#228;rter werden. In der Reihe "New Sounds" stellen sich dort beim Weill Fest "Freddy Fischer&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 24 Feb 2010 22:05:16 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/294</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung Anhaltisches Theater&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung Anhaltisches Theater Dessau&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Matinee Premiere &#8222;One Touch of Venus&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Kurz vor der Premiere des Musicals von Kurt Weill &#8222;One Touch of Venus&#8220; l&#228;dt das Anhaltische Theater Dessau zu einer Matinee am Sonntag, d. 28. Februar um 10:30 Uhr ins Foyer des Gro&#223;en Hauses ein. Mit der Premiere wird gleichzeitig die 5000. Premiere seit 1794 am Anhaltischen Theater gefeiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben dem Inszenierungsteam (Klaus Seiffert/Regie, James Holmes/Musikalische Leitung), das einen Einblick in den Entstehungsprozess der Inszenierung geben wird, werden die Solisten Ute Gfrerer, Angus Wood und Ulf Paulsen kleine Kostproben der wunderbaren Songs darbieten. Hintergr&#252;ndiges und Wissenswertes zum Werk wird ebenso geliefert wie Details zur Umsetzung und Interpretation durch die Inszenierung.
Moderiert wird die Matinee von Ronald M&#252;ller (Musikdramaturg). Boris Cepeda wird die Solisten am Klavier begleiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r den Eintritt wird ein Obulus von 3,- &#8364; erhoben, der beim Besuch der entsprechenden Veranstaltung auf den Kartenpreis angerechnet wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
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      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 24 Feb 2010 16:04:47 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/293</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 24.02.2010Premiere&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 24.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Premiere &#8222;Mein wildes Herz in Deine Ruh&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Eine besungene Herzzerrei&#223;ung mit Songs von Kurt Weill, Paul Dessau, Rudolf Wagner-R&#233;geny, Hanns Eisler, und Texten Bertolt Brechts.&lt;/h2&gt;

&lt;h2&gt;Am 28. Februar um 19:30 Uhr l&#228;dt das Anhaltische Theater ins Bauhaus zur Premiere&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Mein wildes Herz in Deine Ruh&#8220; ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;...furchtbar schmutzig ist die Liebe und so sch&#246;n ist sie, wir hassen sie und brauchen sie so sehr...und f&#252;rchten sie und lieben sie noch viel mehr...
Claire und George aus Chicago haben es satt. Dieses ewig gleiche Auf und Ab durch alle Betten dieser Welt, stets himmelhoch rauschend, zu Tode betr&#252;bt. Denn die Lust und der Liebesfrust hat sie ausgelaugt! Wie gnadenlos gef&#228;hrlich die Liebe in Wirklichkeit ist, haben sie am eigenen Leib erleiden m&#252;ssen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch jetzt ist Schluss und Claire und George wissen nach all den schmerzlichen Jahren: Die Liebe ist ein Dreck, eine b&#246;se Krankheit die man bek&#228;mpfen muss und vor der es lauthals zu warnen gilt!
Also sind sie losgezogen, zwei Aufkl&#228;rer aus dem fernen Chicago, einen stets betrunkenen Barpianisten im Schlepptau, um uns die Augen und Ohren &#252;ber die wahren Folgen k&#246;rperlich-herzlicher Liebe zu &#246;ffnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In George und Claires Herzzerrei&#223;ung wird gewarnt, aufgekl&#228;rt, atemberaubend gesungen, geklagt und weltber&#252;hmte Songs wie die &#8222;Zuh&#228;lterballade&#8220;; den &#8222;Barbara-Song&#8220;; das &#8222;Lied von Surabaya-Johnny&#8220;; die &#8222;Ballade von der sexuellen H&#246;rigkeit&#8220; zu h&#246;ren sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Musikalische Leitung und Klavier: Daniel Carlberg
Inszenierung: Holger Kuhla
Es singen &amp;amp; spielen: Antje Weber, Matthieu Svetchine und Daniel Carlberg&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Premiere: 28.02.2010, um 19:30 Uhr im Bauhaus
Weitere Vorstellungen: 3.3., 19:30 Uhr Wittenberg/ Best Western Hotel - Tickets &#252;ber: Informations- u. Kartenservice des Kurt Weill Festes: 01805 564564 |
7.3., 1.4., 14.4, jeweils um 19:30 Uhr im Alten Theater/ Foyer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 24 Feb 2010 11:13:04 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/292</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 23.02.2010Premiere&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 23.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Premiere &#8222;Das Ungl&#252;ckshuhn&#8220; &#8211; eine Geschichte aus der Murkelei&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Von Eva Kaufmann frei nach Hans Fallada f&#252;r Menschen ab 5 Jahren&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater Dessau l&#228;dt am 28. Februar um 15 Uhr zur Premiere &#8222;Das Ungl&#252;ckshuhn&#8220; im Alten Theater/ Puppenb&#252;hne ein.
Wie selbstverst&#228;ndlich legen die H&#252;hner in der Geschichte silberne und goldene Eier. Nur eines, das Ungl&#252;ckshuhn, legt gar keine Eier. Nicht mal ein wei&#223;es!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht verwunderlich, dass dieser Nichtsnutz auf dem H&#252;hnerhof von den flei&#223;igen Eierlegerinnen verachtet wird. Auch der Hahn bringt kein Mitgef&#252;hl auf. So ist dieses Huhn ein rechtes Ungl&#252;ckshuhn und zu allem &#220;bel, glaubt es auch daran. Nichts kann gelingen. Auch der Herr der H&#252;hner, der Zauberer Adrian, kann das Ungl&#252;ckshuhn nicht tr&#246;sten, selbst wenn er ihm erz&#228;hlt, dass es einmal ganz ber&#252;hmt werden w&#252;rde. Doch als die Prinzessin des Reiches sterbenskrank wird, z&#246;gert es keinen Moment und rettet sie unter Einsatz seines Lebens vor dem sicheren Tod.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jetzt k&#246;nnte das Leben sch&#246;n sein, als preisgekr&#246;ntes Huhn des k&#246;niglichen Hofes. Doch das Ungl&#252;ckshuhn schl&#228;gt allen Glanz und alle Ehren aus, um zufrieden zu seinem Herren zur&#252;ck zu kehren und von Stund an ein Gl&#252;ckshuhn zu sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In einem clownesken Spiel zweier M&#246;chtegernzauberer mit K&#246;nig, Prinzessin, vielen H&#252;hnern, dem Hahn und viel Zauberei geht es um die Erkenntnis, auf individuelle Begabungen zu vertrauen. Auch wenn sie Zeit brauchen, um zur Entfaltung zu gelangen!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;St&#252;ckfassung/Regie: Eva Kaufmann | Ausstattung: Matthias H&#228;nsel
Dramaturgie: Frank Bernhardt
Spiel: Uta Krieg, Helmut Parthier&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Premiere: 28.02.2010, um 15:00 Uhr im Alten Theater/ Puppenb&#252;hne&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Weitere Vorstellungen: 2. , 3., 4. M&#228;rz jeweils 9.00 und 10.30 Uhr, 5. M&#228;rz 2010, 9.30 Uhr
28. Juni bis 2. Juli 2010, jeweils 10.00 Uhr&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 23 Feb 2010 16:56:19 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/291</link>
    </item>
    <item>
      <title>Steffen Brachert, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Steffen Brachert, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 23.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anhalt&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Sprachlosigkeit folgt dem Unvorstellbaren&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Dessau-Ro&#223;laus Stadtverwaltung arbeitet die 83 Punkte z&#228;hlende Pr&#252;fliste zur Haushaltskonsolidierung ab&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Text ist zum st&#228;ndigen Begleiter geworden. Es gibt fast keine offizielle Rede mehr, ohne dass Jens Bisky nicht erw&#228;hnt wird. "Wie man dessauert - Die Stadt des Bauhauses setzt auf Kultur - was sonst?" hatte der Journalist Mitte November vorigen Jahres getitelt - und die Stadtoberen stolz gemacht. Die! gro&#223;e! S&#252;ddeutsche! Zeitung! hat! &#252;ber! Dessau! geschrieben!. Positiv!!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessau-Ro&#223;laus Finanzdezernentin Sabrina Nu&#223;beck hat den Mut machenden Artikel nat&#252;rlich auch gelesen und gut gefunden. In Erinnerung aber sind ihr vor allem zwei Zahlen geblieben. 20 Millionen Euro gibt Dessau-Ro&#223;lau jedes Jahr f&#252;r Kultur aus. Das ist mehr als die j&#228;hrlichen Gewerbesteuereinnahmen, von denen es 2009 17,3 Millionen Euro gab. Das sind etwa 12,5 Prozent des Haushalts. Das ist weit mehr als die im Bundesdurchschnitt &#252;blichen drei bis acht Prozent an Kulturausgaben.&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Hilferuf vor eineinhalb Wochen&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Eineinhalb Wochen ist es her, dass die Stadt Dessau-Ro&#223;lau, eines von drei kreisfreien Oberzentren in Sachsen-Anhalt, auf ihre dramatische finanzielle Lage aufmerksam gemacht hat. Seit Jahren sich von Einsparprogramm zu Einsparprogramm hangelnd, muss die Stadt ab 2013 13,5 Millionen Euro zus&#228;tzlich sparen. Bibliotheken, Museen, Sportst&#228;tten, das Anhaltische Theater: Es gibt keinerlei Tabus mehr im verzweifelten Bem&#252;hen, einen ausgeglichenen und damit genehmigungsf&#228;higen Haushalt vorzulegen. Im Ergebnis hat die Stadt 83 Pr&#252;fauftr&#228;ge erteilt, die verwaltungsintern abgearbeitet werden. Allein 3,5 Millionen Euro will die Stadt beim Theater sparen. Es w&#228;re, das ist sicher, das Ende f&#252;r das Vier-Sparten-Haus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Reaktionen sind &#252;berschaubar geblieben. "Durch lautes Jammern flie&#223;e auch kein neues Geld in die Kassen", erkl&#228;rte Sachsen-Anhalts Ministerpr&#228;sident Wolfgang B&#246;hmer. "Es gibt Gemeinden im Land, die es deutlich h&#228;rter trifft", sagte R&#252;diger Erben, Staatssekret&#228;r im Innenministerium. Erbens Chef, Sachsen-Anhalts Innenminister Holger H&#246;velmann, hat Dessau-Ro&#223;laus Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig einen Brief geschrieben. Das neue Finanzausgleichsgesetz sei nicht Schuld an den finanziellen Problemen der Stadt. Ohne die Reform h&#228;tte Dessau-Ro&#223;lau noch f&#252;nf Millionen Euro weniger bekommen. Es ist ein schwacher Trost. Noch nie hat die Stadt weniger Mittel aus dem Finanzausgleich bekommen. Allein im Vergleich zum Jahr 2009 summiert sich das Minus nach Angaben aus dem Rathaus auf 10,3 Millionen Euro. So etwas ist nicht kompensierbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Stadt selbst hat sich eine seltsame Sprachlosigkeit breit gemacht, die selbst sonst so verl&#228;ssliche Lobbyisten erfasst hat. "Die Schlie&#223;ung des Dessauer Theaters nach &#252;ber 200 Jahren w&#228;re ein Offenbarungseid f&#252;r die heute Verantwortlichen in diesem Land", erkl&#228;rte Andr&#233; B&#252;cker, der neue Intendant des Anhaltischen Theaters, als die Pl&#228;ne &#246;ffentlich wurden. "Aber hier geht es um viel mehr. Sollte diese Liste Wirklichkeit werden, w&#228;re Dessau eine Stadt ohne Zukunft und Perspektive." Doch B&#252;cker steht bislang jedenfalls allein da. Sonstige Proteste? Fehlanzeige.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Diskussion musste ausfallen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dies musste auch die Stiftung Bauhaus erkennen. Die wollte am Sonntag zum "Dessau-Tag" die desastr&#246;se Situation und die Einsparungen im Kulturbereich diskutieren. "Doch viele Beteiligte wollen sich erst &#228;u&#223;ern, wenn sich die erste Aufregung gelegt hat", sagte Regina Bittner, die Vize-Direktorin der Stiftung. "Das m&#252;ssen wir im Moment schlicht respektieren."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#196;hnlich zur&#252;ckhaltend sind Dessau-Ro&#223;laus Politiker. Vorigen Mittwoch war im Stadtrat Gelegenheit genug, Position zu beziehen. Nichts passierte. Im Gegenteil. &#214;ffentlich wurde, dass offenbar kein Stadtrat wei&#223;, was genau auf der internen Pr&#252;fliste der Stadtverwaltung steht. Von den 83 Punkten haben Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig und Finanzdezernentin Sabrina Nu&#223;beck bislang nur zw&#246;lf "wesentliche" &#246;ffentlich gemacht. Im Stadtrat verteidigte Koschig die interne Abarbeitung der Pr&#252;fauftr&#228;ge "als Vorarbeit und als reines Verwaltungshandeln". Bis Anfang M&#228;rz werde die Machbarkeit und die zeitliche Umsetzbarkeit der einzelnen Vorschl&#228;ge in den Fach&#228;mtern untersucht - und dann in einen Haushaltsentwurf einflie&#223;en.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Immer nach dem Land zu rufen, das ist schwierig. Die Decke ist zu kurz, egal wo man zieht", sagt Jens Kolze. Der Stadtrat und Landtagsabgeordnete der CDU hat im Magdeburger Landtag das neue Finanzausgleichsgesetz mitbeschlossen und ist gerade dabei, die vielen Zahlen zu vergleichen, die im Umlauf sind. "Einem Gesetz, mit dem Dessau-Ro&#223;lau &#252;ber zehn Millionen Euro weniger bekommt, h&#228;tte ich nicht zugestimmt", hat Kolze Zweifel an der Richtigkeit der Zahlen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kolzes Hoffnungen liegen auf einer schon f&#252;r das Jahr 2012 angek&#252;ndigten Novellierung des Finanzausgleichsgesetzes, die auch notwendig wird, weil das Landesverfassungsgericht vorige Woche einen Teil davon als verfassungswidrig kritisiert hat. "Die ungleiche Gewichtung der drei Oberzentren darf es dann nicht mehr geben." Allein durch die Schlechterstellung gegen&#252;ber Halle und Magdeburg fehlen Dessau-Ro&#223;lau j&#228;hrlich sechs Millionen Euro.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die geplante Novellierung aber hilft der Stadt Dessau-Ro&#223;lau in der jetzigen Situation kaum. Im Stadtrat war es Ralf Sch&#246;nemann, Fraktionschef der Linken, der darum bat, "dass die Liste mit allen 83 Vorschl&#228;gen endlich in allen Fraktionen ankommt". Die Diskussionen d&#252;rften turbulent werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vor allem das Infragestellen des Anhaltischen Theaters war und ist umstritten. Sch&#246;nemann nannte es im Stadtrat "in Form und Methode" gef&#228;hrlich. F&#252;r Kolze ist es "selbstm&#246;rderisch". Damit stelle sich das Oberzentrum selbst in Frage. Dessau-Ro&#223;laus Finanzdezernentin Sabrina Nu&#223;beck wei&#223; um diese Gefahr. Alternative Vorschl&#228;ge, 3,5 Millionen Euro zu sparen, sind von ihr gern gesehen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 22 Feb 2010 20:29:48 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/290</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 22.2.2010Protestakt&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 22.2.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Protestakt vor dem Festakt&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die Stadt Dessau-Ro&#223;lau hat vor zwei Wochen auf seine Finanzmisere hingewiesen und eine 13,5 Millionen Euro umfassende Streichliste pr&#228;sentiert, auf der Bibliotheken, Museen, Freib&#228;der, kommunale Sporteinrichtungen, Sportvereine aber auch das Anhaltische Theater u.a. genannt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sollten diese K&#252;rzungspl&#228;ne realisiert werden, w&#228;re der Niedergang der Stadt Dessau-Ro&#223;lau nicht mehr aufzuhalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Anbetracht der drohenden Gefahr f&#252;r die Lebensqualit&#228;t in der Stadt und aus Sorge um eine Zukunftsperspektive sind alle Institutionen und Vereine der Stadt Dessau-Ro&#223;lau eingeladen, um mit einem &#8222;Protestakt vor dem Festakt&#8220; auf kreative und lautstarke Weise ihre Haltung zu den Pl&#228;nen der Stadt und zur Unt&#228;tigkeit der Landes- und Bundespolitik zu artikulieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das internationale Kurt Weill Fest wird am 26. Februar 2010 um 17 Uhr im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theaters er&#246;ffnet. Zum Festakt werden zahlreiche Vertreter der Landesregierung u.a. Ministerpr&#228;sident Wolfgang B&#246;hmer, Botschafter sowie internationale G&#228;ste aus Politik und Kultur erwartet. Um 16 Uhr werden Institutionen und Vereine der Stadt Dessau-Ro&#223;lau und die Mitarbeiter des Anhaltischen Theaters den &#8222;Protestakt vor dem Festakt&#8220; auf dem Vorplatz des Theaters feiern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;K&#252;nstlerische Beitr&#228;ge, aber auch Statements, die das Theater per Brief erreichen, sind herzlich willkommen. Diese werden ebenfalls auf einem daf&#252;r eingerichteten &#8222;Speakers` Corner&#8220; &#246;ffentlich gemacht.&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Alle B&#252;rger der Stadt sind herzlich eingeladen und aufgefordert, sich zu beteiligen und ihre Haltung zu den Pl&#228;nen der Stadt zu &#228;u&#223;ern.&lt;/h1&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 22 Feb 2010 12:19:23 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/289</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 19.02.2010Neue&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 19.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Neue Folge von &#8222;Die Nacht, die Lichter&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Bei der ersten Folge des neuen Clubformats &#8222;Die Nacht, die Lichter&#8220; wurde bis drei Uhr morgens mit Begeisterung getanzt. So soll es weitergehen! Bei der neuen Veranstaltungsreihe trifft Literatur auf Musik und Tanz, ein zwangloses Club-Format mit Bar-Atmosph&#228;re, bei dem das Foyer des Alten Theaters ein Anziehungspunkt f&#252;r Nachtschw&#228;rmer wird.
In der n&#228;chsten Folge, am 20. Februar, um 21 Uhr, im Foyer des Alten Theaters lesen zu Beginn des Abends die Schauspielerinnen Susanne Hessel, Ines Schiller und Antje Weber Ausschnitte aus St&#252;cken von Kultautor Ren&#233; Pollesch, einem der bedeutendsten Dramatiker der Gegenwart, &#252;ber den TV-Star und Theaterfan Harald Schmidt sagt:
&#8222;Gro&#223;artig, wie er philosophische Theorien ins Schauspiel einbringt &#8211; und das nicht akademisch trocken, sondern mit absolut theatralischen Mitteln, mit Slapstick, Boulevard und Melodram.&#8220;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Musik mixt ein &#220;berraschungs-DJ, Tanzen ist ausdr&#252;cklich erw&#252;nscht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets zu 3,- EURO erhalten Sie unter:Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 UhrTheaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 UhrMail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 19 Feb 2010 14:14:11 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/288</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung Anhaltisches Theater&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung Anhaltisches Theater Dessau, 19.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#8222;Kaspar H&#228;user Meer&#8220;  - Drei Sozialarbeiterinnen kommen ins Schleudern&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am 23. und 24. Februar, jeweils um 19:30 Uhr wird das Erfolgsst&#252;ck von Felicia Zeller &#8222;Kaspar H&#228;user Meer&#8220; wieder im Studio des Alten Theaters gezeigt.
Die 35-j&#228;hrige Autorin sollte f&#252;r das Theater Freiburg ein St&#252;ck &#252;ber Kindsvernachl&#228;ssigung schreiben und n&#228;herte sich dem Thema sehr klug und raffiniert aus der Perspektive dreier Sozialarbeiterinnen. Diese drei Sozialarbeiterinnen vom Jugendamt kommen ins Schleudern.
Ihr Mitarbeiter Bj&#246;rn lie&#223; sie im Stich. Er ist ausgebrannt, f&#228;llt wegen eines Burn-Out-Syndroms f&#252;r unbestimmte Zeit aus und hinterl&#228;sst ihnen einen regelrechten Haufen ungel&#246;ster &#8222;F&#228;lle&#8220; und unerledigter Arbeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In einer rasanten, sprachm&#228;chtigen und sprachohnm&#228;chtigen Auflehnung gegen die Umst&#228;nde und &#220;berforderungen ihrer Arbeitswelt reden sich die drei Frauen ihre N&#246;te vom Leib und versuchen sich aus dem Gef&#228;ngnis ihrer allt&#228;glichen Zw&#228;nge zu befreien.
Der erst 24-j&#228;hrige Regisseur David Ortmann gab mit dieser beeindruckenden Produktion sein Regie-Deb&#252;t am Anhaltischen Theater.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit: Eva Marianne Berger, Susanne Hessel und Regula Steiner-Tomi&#269;
B&#252;hnenmusik: Hans Rotman (Intendant IMPULS Festival f&#252;r Neue Musik)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 19 Feb 2010 11:25:02 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/287</link>
    </item>
    <item>
      <title>Mitteldeutsche Zeitung/ Magdeburg&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Mitteldeutsche Zeitung/ Magdeburg/Dessau-Ro&#223;lau, 17.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Finanzprobleme&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;&#171;Hilferufe im Land sind bittere Realit&#228;t&#187;&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Dessau-Ro&#223;lau erh&#228;lt Unterst&#252;tzung - 13,5 Millionen Euro umfassende Streichliste pr&#228;sentiert&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Pr&#228;sidium des St&#228;dte- und Gemeindebundes Sachsen-Anhalt (SGSA) hat den Schulterschluss mit Dessau-Ro&#223;laus Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig vollzogen und unterst&#252;tzt dessen Ruf nach finanziellen Hilfen. "Was sich in Dessau-Ro&#223;lau abzeichnet, mag die Spitze des Eisbergs sein," sagte SGSA-Pr&#228;sident Haldenslebens B&#252;rgermeister Norbert Eichler in Magdeburg. "Es ist aber Tatsache, dass die St&#228;dte und Gemeinden insgesamt im Finanzausgleich unterkapitalisiert sind. Aufgaben und Ausgaben stehen in vielen F&#228;llen nicht in einem ausgewogenen Verh&#228;ltnis zueinander."&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Streichliste pr&#228;sentiert&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dessau-Ro&#223;lau hatte Ende voriger Woche auf seine Finanzmisere hingewiesen und eine 13,5 Millionen Euro umfassende Streichliste pr&#228;sentiert, auf der Bibliotheken, Museen, Freib&#228;der, aber auch das Anhaltische Theater steht. "Nat&#252;rlich ist Dessau-Ro&#223;lau besonders betroffen", bekr&#228;ftigte SGSA-Landesgesch&#228;ftsf&#252;hrer Bernd Kregel. Die Stadt habe sich mit der Fusionsentscheidung zukunftsf&#228;hig aufgestellt, sei aber mit dem weit &#252;ber die Region hinaus wirkenden kulturellen Erbe finanziell &#252;berfordert. "Wer praktisch drei Welterbest&#228;tten - das Bauhaus, das Gartenreich und das Biosph&#228;renreservat - in seinen Mauern beherbergt, braucht eine solide Finanzbasis f&#252;r derartige Aufgaben", sagte Eichler.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schon seit 15 Jahren sei bekannt, dass Dessau kaum mehr in der Lage sei, ein so gro&#223;es Theater zu finanzieren, aber dauerhaft tragf&#228;hige Konzeptionen habe das Land weder ausgearbeitet noch mitgetragen. "Es nutzt auch nichts, die Gelder zwischen den Kommunen zu verschieben", betonte Kregel. "Es fehlen auf der Ebene der St&#228;dte und Gemeinden rund 300 Millionen Euro."&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Kassenst&#252;rze stehen noch aus&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Vor dem Hintergrund der laufenden Gebietsreform warnte SGSALandesgesch&#228;ftsf&#252;hrer Kregel davor, zu glauben, alle Gemeinden h&#228;tten schon einen umfassenden &#220;berblick &#252;ber ihre Finanzlage. Manche st&#252;nden noch vor dem Kassensturz. "Das neue FAG muss einer permanenten Kontrolle unterzogen werden, um sicherzustellen, dass nicht einzelne St&#228;dte und Gemeinden zahlungsunf&#228;hig werden", betonte Norbert Eichler. "Der Politik muss klar sein, dass die Hilferufe kein allgemeines Gejammere sind, sondern die bittere Realit&#228;t abbilden."&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 18 Feb 2010 21:19:38 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/286</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 18.02.2010haus&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 18.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;haus[funk] 07: Bauhaus bei Nacht&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Siebter haus[funk]abend am 24. Februar 2010 im n&#228;chtlichen Bauhausgeb&#228;ude&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der letzte Monatsmittwoch r&#252;ckt n&#228;her und es wird wieder ge[funk]t: Das Anhaltische Theater und die
Stiftung Bauhaus Dessau laden ein zum siebten haus[funk]abend. Ungeahnte Perspektiven auf und in
das Bauhaus er&#246;ffnet die bauhaus[funk]f&#252;hrung am 24. Februar 2010 um 21 Uhr. Thorsten K&#246;hler,
Schauspieler am Anhaltischen Theater, f&#252;hrt seine G&#228;ste gemeinsam mit dem [funk]team durch das n&#228;chtliche Bauhaus, leuchtet in dunkle Ecken und sp&#228;ht hinter die Kulissen. Kaum bekannte Details
und die letzten Geheimnisse der Bauh&#228;usler werden schonungslos offengelegt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die F&#252;hrung findet im Anschluss an das Konzert des niederl&#228;ndischen Jazzquintetts FIDAN im Bauhaus
statt und startet im Klub. Hier wird die F&#252;hrung etwa eine Stunde sp&#228;ter auch wieder enden &#8211; mit Musik im Klub, aufgelegt von DJ mlphilippsen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Reihe der haus[funk]abende findet regelm&#228;&#223;ig statt &#8211; immer am letzten Mittwoch des Monats.
Den Ort daf&#252;r stellen die Bauhausbauten der Stadt &#8211; sie werden neu belebt und bieten Werkstatt und Partylocation, Klanglabor und Podium, B&#252;hne und Bildschirm zugleich. [funk] bearbeitet daf&#252;r jeden Monat ein Thema, meist abgeleitet aus den aktuellen Produktionen und Projekten des Anhaltischen Theaters und des Bauhausb&#252;hnenstudios.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;[funk] entsteht in Zusammenarbeit von Anhaltischem Theater Dessau, der Stiftung Bauhaus Dessau
und Dessauer B&#252;rgern. [funk] wird gef&#246;rdert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Treffpunkt: Klub im Bauhaus, Gropiusallee 38, 06846 Dessau-Ro&#223;lau&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eintritt: 4,&#8211; &#8364; / erm&#228;&#223;igt 3,&#8211; &#8364;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kontakt: Maria Linke studio@interfunk.net | 0340-2511230
www.interfunk.net | www.twitter.com/interfunk&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;funk wird gef&#246;rdert im Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 18 Feb 2010 15:07:07 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/285</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 18.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Musik f&#252;r Kaffee im Salon&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Salonorchester Papillon gibt Samstag im Theaterrestaurant 100. Konzert&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Es wird sein wie immer. Das Theaterrestaurant f&#252;llt sich eine Stunde vor der Vorstellung. Kaffee und Kuchen werden bestellt und es wird geplaudert. Dazu erklingt Musik, vorgetragen von sieben Musikern: dem Salonorchester Papillon. Etwas Besonderes hat der Nachmittag am Sonnabend dieser Woche dann aber doch: F&#252;r das Orchester ist es der 100. Auftritt bei "Kaffee im Salon" um 15.45 Uhr. Mag sein, dass dies der einen oder anderen Dame, die zu den Stammzuh&#246;rern geh&#246;rt, einen kleinen Gru&#223; wert ist. Stammpublikum hat das kleine Ensemble, das sich aus Musikern der Anhaltischen Philharmonie zusammensetzt, reichlich. Gewachsen ist es in sechs Jahren, seit sich das Orchester 2003 gr&#252;ndete.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Anf&#228;nge f&#252;r Musik in der klassischen Pariser Besetzung liegen jedoch schon sehr viel weiter zur&#252;ck, erinnert sich Reinhard Gutte, der Klarinette und Saxophon spielt. Schon seit 1985 habe solch ein Orchester in wechselnden Besetzungen gespielt. 2002 gab es dann ein &#252;beraus erfolgreiches Faschingskonzert und daraus resultierend den Wunsch, fortan regelm&#228;&#223;ig aufzutreten, eben als Salonorchester Papillon. 35 Titel hatte man zu Beginn im Repertoire, inzwischen ist dieses auf &#252;ber 700 angewachsen. So griff Martin Schulze (Violine) auf Noten des Gro&#223;vaters zur&#252;ck, die er im Keller liegen hatte. "Der spielte schon in den 1920er Jahren in einem Caf&#233;haus-Orchester", erz&#228;hlt der Musiker. Und damals wie heute ist es eine &#228;hnliche Bandbreite an Musik, die die Zuh&#246;rer erfreut. "Wir spielen eigentlich alles, au&#223;er bei Bebop w&#252;rden wir vielleicht streiken", lacht Reinhard Gutte. Opern- und Operettenpotpourris erklingen, wenn Papillon auftritt, M&#228;rsche, Walzer, Schlager, Tangos bis hin zu Arrangements von Wagner-St&#252;cken hat man im Programm.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei der Reihe "Kaffee im Salon" stimme man das Programm direkt auf die sich anschlie&#223;ende Vorstellung auf der B&#252;hne ab. Dass sich bei diesen Auftritten das Publikum unterh&#228;lt, die Musik bei Kaffee und Kuchen praktisch nebenbei konsumiert, st&#246;rt die Papillon-Musiker wenig. "Das ist so gewollt. Wenn das Restaurant voll ist, muss man allerdings schon etwas an dynamischer St&#228;rke dazu geben", sagt Martin Schulze.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Geiger und der Klarinettist wie auch die anderen Musiker lieben an ihrer Besetzung im Salonorchester eines ganz besonders: "Jeder ist hier Solist", sagt Gutte. "Es ist ein selbstbestimmtes Musizieren mit Kollegen mit denen man sich gut versteht", erg&#228;nzt Martin Schulze. Bis zu 15 Konzerte geben sie pro Spielzeit im Theaterrestaurant, dazu kommen au&#223;erhalb des Dessauer Hauses seit der Gr&#252;ndung noch einmal 60 Konzerte in der Region bis hin zum Gastspielort Winterthur. "Wir sind sehr flexibel und k&#246;nnen dort auftreten, wo ein gro&#223;es Orchester nicht hinkommt", sagt Reinhard Gutte. F&#252;r den Auftritt am Sonnabend habe man sich H&#246;hepunkte des Programms heraus gesucht. Derart beschwingt von Salonmusik k&#246;nnen die Besucher dann nahtlos in die Vorstellung der Operette "La P&#233;richole" um 17 Uhr wechseln.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 18 Feb 2010 07:25:30 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/284</link>
    </item>
    <item>
      <title>Thomas Altmann, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Thomas Altmann, Mitteldeutsche Zeitung, 15.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Vom Souterrain im Bauhaus auf das Dach der Welt&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Schauspieler Uwe Fischer erweckt &#8222;Milarepa&#8220; von Eric-Emmanuel Schmitt im Bauhaus- Heizungskeller.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Er war Nagetier, Maus oder Ratte, Libellenspucke, Eiterpustel, mit Verlaub ein &#8222;arschgesichtiges St&#252;ck Schei&#223;e&#8220;. Nun sitzt Simon im Heizungskeller des Weltkulturerbes und schmaucht den Qualm der Wiedergeburt, raucht wie die Frau im Caf&#233; in Montmartre, die sich an seinen Tisch setzte, das angebissene Croissant aus seiner Hand nahm, es wie selbstverst&#228;ndlich aufa&#223; und ihm dartat, dass er Swastika sei. Swastika kreiselt seit Jahrhunderten im Rad der Reinkarnation, rotierend um den Hass auf seinen Neffen. Erst wenn er dessen Geschichte, die Geschichte des gro&#223;en Yogi Milarepa hunderttausend Mal erz&#228;hlt habe, k&#246;nne er frei sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum ersten Mal erz&#228;hlte am Freitag Uwe Fischer die Geschichte des Bestseller-Autors Eric-Emmanuel Schmitt zur Schauspielpremiere des Anhaltischen Theaters im Bauhaus. &#8222;Milarepa&#8220; geh&#246;rt wie &#8222;Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran&#8220; zum &#8222;Zyklus des Unsichtbaren&#8220;. Andrea Moses hat den Monolog inszeniert. Ein B&#252;hnenbildner wurde nicht verpflichtet. Und siehe, der Keller gibt w&#252;rdig alle Orte. Dass es so selbstverst&#228;ndlich vom Souterrain aufs Dach der Welt geht, ist vor allem Fischers Verdienst. Mit seinen rasend fauchenden, ironisch gebrochenen, elegisch einf&#252;hlsamen Seelenwanderungen h&#228;ufelt er sich hier einen ganzen Batzen guten Schauspieler-Karmas an. Aber was ist eine Figur mehr als eine Geste, eine Stimmlage, ein Augenaufschlag, wenn das Ich nur &#8222;ein Gep&#228;ckst&#252;ck mit Gewohnheiten und Reflexen&#8220; vorstellt?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Simon, die franz&#246;sische Reinkarnation Swastikas, tr&#228;umt jede Nacht einen uns&#228;glichen Hass. Die Frau, die das angebissene Croissant a&#223;, deutet den Traum. Der Traum vermengt sich mit der Realit&#228;t, Simon mit Swastika, der, habgierig und gekr&#228;nkt durch wohlhabendes Mitleid, den Neffen Milarepa als Vormund um sein Erbe prellte. Milarepa verschrieb sich der schwarzen Magie, r&#228;chte sich mit rossigen Stuten, nahm dem Onkel die S&#246;hne und den Besitz, st&#252;rzte das Dorf ins Verderben. Der Onkel kam wieder zu einigem Wohlstand, behielt den Hass. Der Neffe wechselte den Kurs, bestieg das Diamantfahrzeug des tibetischen Buddhismus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Marpa, der &#220;bersetzer, lie&#223; Milarepa hart, zynisch und v&#228;terlich b&#252;&#223;en, bevor er ihn einweihte, einmauerte zur elfmonatigen Meditation. Auf den Weg gebracht, erreichte Milarepa das Ziel, als ihm, dem Einsiedler, das irdene Gef&#228;&#223;, in dem er seine Nesseln kochte, zersprang. Nun blieb ihm nichts mehr, also alles. Swastika, der in Angst vor dem Tod als R&#228;uber allen Besitzes und im ewigen Hass auf den Neffen starb, musste sterbend erkennen, dass Milarepa &#8222;mit seinen unter w&#228;chserner Haut hervorstehenden Knochen, die Gl&#252;ckseligkeit gefunden hatte&#8220;. Schmitts Schrift ist ein beschleunigter Aufriss der im 15. Jahrhundert verfassten Lebensgeschichte des im 11. Jahrhundert in Tibet lebenden Lehrers Milarepa, versehen mit einem kleinen Rahmen, dem Croissant und der Reinkarnation. Bald m&#228;rchenhafter Krimi, bald gleichnishafte Lehre bietet Schmitt Hochgeschwindigkeits-Buddhismus, der einem mit dem kurzweiligen Atem des Nichts die eilende Frage nach dem Menschsein und einige wahrlich weise Bonmots um die Ohren pustet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die elfmonatige Meditation dauert auch nur eine gro&#223; geschriebene kleine Seite des d&#252;nnen Buches, das man flott im Stehen lesen kann. Aber noch unterhaltsamer ist es, im Heizungskeller zu sitzen und Uwe Fischers gesammelten Seelenwanderungen beizuwohnen. Der kippelt sich standfest durch die Reinkarnationen, hasst, wie &#8222;schwarze brodelnde Milch&#8220; &#252;berkocht, r&#228;cht, wie rossige Stuten verkehren, und verkauft ewige Meditationen nebst vers&#246;hnlichen Weltweisheiten buddhistischer Provenienz ganz ehrlich im Minutentakt. Das ist Buddhismus mit Biss, cross wie ein Croissant, das einem eine fremde Frau in einem Caf&#233; in Montmartre wegisst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;N&#228;chste Vorstellung am 5. April im Bauhaus-Heizungskeller.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 17 Feb 2010 17:53:48 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/283</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 16.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Namenlos auf gro&#223;er Tour&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;ALTES THEATER Musiktheater f&#252;r Kinder stellt &#8222;Schaf&#8220; in den Mittelpunkt. Dirk Schmeding inszeniert eine abenteuerliche Reise, die die Zuschauer begeistert&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Alles beginnt mit einem Handschlag und ordentlich Spucke drauf. Was gemeinhin feucht eine Freundschaft besiegelt, st&#252;rzt Schaf in tiefste Ratlosigkeit. Bis zum folgenschweren H&#228;ndedruck war das Leben f&#252;r das Tier in Ordnung. Es war eben ein Schaf, eines unter vielen. So ist das, wenn man in Herden lebt. Nun aber hat Schaf einen Freund, Lorenzo hei&#223;t der, ist Prinz und schon des Thrones &#252;berdr&#252;ssig, obwohl er noch gar nicht darauf sa&#223;. Schaf hilft ihm, die Krone zu verstecken, und dies ist dem K&#246;nigssohn die Freundschaftsanfrage wert. Weil Mensch aber nicht nur einfach Katze und Hund oder Junge und M&#228;dchen zum Freund hat, weil alles einen Namen hat, meint Lorenzo, dass dies auch f&#252;r Schaf gelten m&#252;sse. Also zieht Schaf in die Welt, um dazu zu geh&#246;ren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Suche startet auf der Studiob&#252;hne des Alten Theaters. Schaf zieht sich die Reiseschuhe &#252;ber, wickelt den Schal um den Hals, schn&#252;rt den Rucksack, setzt den Helm auf - aus einem Strohballen wird ein Reisegef&#228;hrt und am Horizont f&#252;hrt die Stra&#223;e ins Unendliche und eine ungewisse Reise. Dirk Schmeding nimmt Kinder ab f&#252;nf Jahren auf dieser Schaf-Tour mit. Er hat &#8222;Schaf&#8220;, ein Musiktheaterst&#252;ck f&#252;r Kinder von Sophie Kassies, inszeniert, und das Publikum damit in Begeisterung versetzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicole Bergmanns B&#252;hne atmet mit ihren rustikalen Brettern geradezu die Landluft, kann Tanzboden gleicherma&#223;en wie sp&#228;ter auch Friedhof sein. Darin agiert mit gr&#246;&#223;ter Spielfreude ein bunt gemischtes Ensemble mehrerer Sparten: zwei Schauspieler, zwei S&#228;ngerinnen und zwei Musiker. All diese braucht&#8217;s in Schaf, denn das St&#252;ck ist reich versehen mit barocker Musik von H&#228;ndel, Purcell und Monteverdi. Autorin Kassies hat den Arien neue Texte gegeben, die die Handlung forcieren und kommentieren. Schmeding l&#228;sst die S&#228;ngerinnen Cornelia Marschall und Anne Weinkauf indes nicht nur singen, sondern bezieht sie auch wie die beiden Musiker Stefan Neubert und Timm Carnarius in das Spiel mit ein. Mal sind sie das Personal einer ausgelassenen Kost&#252;mparty mit Schaf im Mittelpunkt, mal applaudierendes Volk beim Aufritt des Prinzen. Dessen Darsteller Hajo Tuschy ist gleich in f&#252;nf Rollen zu erleben und darin verbl&#252;ffend wandelbar. Er tanzt als Wolf mit dem Schaf, emp&#246;rt sich am Grab, wenn Schaf &#252;berlegt, dort den Namen eines Toten zu &#252;bernehmen und bringt letztlich dem Titelhelden des St&#252;cks als Engel
eine gute Botschaft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da aber will Eva Marianne Bergers Schaf von all der Namenssuche schon nichts mehr wissen. Vom M&#228;hen hat es zu einer eigenen Sprache gefunden, hat viel erlebt, wurde gejagt und missverstanden. Berger gibt ihr Schaf gleicherma&#223;en entschlossen und verletzlich, l&#228;sst es ratlos und euphorisch sein, ausgelassen tanzen oder ersch&#246;pft ruhen. So viele Facetten, wie sie spielt, gehen kaum auf eine Schafhaut. Am Ende aber &#252;berwiegt nur eine Erkenntnis: &#8222;Man braucht keinen besonderen Namen, um ein besonderes Schaf zu sein&#8220;. Darauf gibt es noch mal einen Handschlag mit Lorenzo. Der Umschlag, in dem ein Engel schlie&#223;lich den Namen von Schaf nach all seinen M&#252;hen brachte, bleibt verschlossen. Es geht auch ohne Namen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Besetzung:
Musiker, S&#228;nger und Schauspieler
In der Inszenierung &#8222;Schaf&#8220; von Regisseur Dirk Schmeding im Alten Theater spielen, musizieren und singen Eva Marianne Berger (Schaf), Hajo Tuschy (Lorenzo, Torw&#228;chter, Dolores, Gastgeber, Engel), Cornelia Marschall (Sopran), Anne Weinkauf (Mezzosopran), Stefan Neubert (Cembalo) und Timm Carnarius (Cello). Die B&#252;hne entwarf Nicole Bergmann, die Kost&#252;me stammen von Katja Schr&#246;pfer.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 17 Feb 2010 17:45:24 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/282</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 17.02.2010KLANG&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 17.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;KLANG-KOSMOS DESSAU / Elbmusikfest 2010&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Vier Auff&#252;hrungen an vier aufeinander folgenden Tagen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater Dessau nimmt in seiner 215. Spielzeit die Tradition der Elbmusikfeste, einem Vorl&#228;ufer der Anhaltischen Musikfeste, wieder auf und veranstaltet am Himmelfahrtswochenende 2010, vom 13. bis zum 16. Mai, nach einer Unterbrechung von 175 Jahren das nunmehr zweite in Dessau stattfindende Elbmusikfest. F&#252;r die regionale Entwicklung des Chorwesens im 19. Jahrhundert hatten die Elbmusikfeste eine gro&#223;e Bedeutung.
Diese Tradition, S&#228;nger und Ch&#246;re zusammenzuf&#252;hren, soll mit dem Elbmusikfest wiederbelebt und gest&#228;rkt werden.
An vier aufeinander folgenden Tagen werden zwei Inszenierungen des Musiktheaters und eine Inszenierung des Balletts gezeigt sowie ein SCRATCH-KONZERT aufgef&#252;hrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;SCRATCH&#8220; hei&#223;t diese Form deshalb, weil man &#8222;from scratch&#8220;, also bei Null anf&#228;ngt und innerhalb eines Tages das Werk zur Auff&#252;hrung bringt. Die Idee des SCRATCH-KONZERTES besteht darin, mit einem Chor aus Hobby-S&#228;ngern innerhalb von 24 Stunden Carl Orffs Chorwerk &#187;Carmina Burana&#171; einzustudieren und das Ergebnis in einer &#246;ffentlichen Auff&#252;hrung zu pr&#228;sentieren. Der Weg ist dabei das Ziel. Mitmachen kann jeder, der Spa&#223; am Singen hat. Erfahrung im Chorgesang ist nat&#252;rlich von Vorteil, eine individuelle Vorbereitung erw&#252;nscht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jeder Mitwirkende muss im Besitz einer Teilnehmerkarte sein, die an der Theaterkasse Rathaus-Center gegen eine Geb&#252;hr von 10,- Euro (Erm&#228;&#223;igungsberechtigte 5,- Euro) erworben werden kann. Die Theaterkasse nimmt gleichzeitig die ebenfalls notwendigen schriftlichen Anmeldungen entgegen.
Die Anmeldung f&#252;r die Teilnahme an diesem Projekt l&#228;uft bereits &#8211; Anmeldeschluss ist der 22. April. In der Teilnahmegeb&#252;hr enthalten ist eine Versorgung mit Speisen und Getr&#228;nken w&#228;hrend der Probenpausen am 15. Mai. Selbstverst&#228;ndlich k&#246;nnen die Karten auch &#252;ber das Internet bestellt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ben&#246;tigte Notenmaterial muss jeder Teilnehmer selbst besorgen. Chorpartituren [16,95 Euro] oder Klavierausz&#252;ge [39,95 Euro] sind im Fachgesch&#228;ft &#187;Musik-Erber&#171; in der Askanischen Stra&#223;e 55, in 06842 Dessau-Ro&#223;lau erh&#228;ltlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Freitag, d. 14. Mai finden von 19 - 21 Uhr separate Stimmproben [Teilnahme freiwillig] statt.
Die Gesamtchorprobe mit Klavier findet am Sonnabend, d. 15. Mai von  9:30 - 12:30 Uhr und eine Generalprobe mit Solisten und Orchester um 14 - 17 Uhr statt.
Am 15. Mai, um 19 Uhr l&#228;dt das Anhaltische Theater zum Konzert ins Gro&#223;e Haus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ausf&#252;hrliche Informationen zum Scratch-Konzert unter www.anhaltisches-theater.de/scratch, mehr Informationen zum Elbmusikfest 2010 unter www.anhaltisches-theater.de/elbmusikfest&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Mai &#8211; 16. Mai 2010&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;


&lt;p&gt;KLANG-KOSMOS DESSAU / Elbmusikfest 2010
Vier Auff&#252;hrungen an vier aufeinander folgenden Tagen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Er&#246;ffnung: Donnerstag, 13. Mai 2010, 18 Uhr RICHARD WAGNER LOHENGRIN&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;    Anhaltisches Theater, Gro&#223;es Haus
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Freitag, 14. Mai 2010, 19 Uhr   LULU BALLETT VON TOMASZ KAJDANSKI                           (MIT ORCHESTER), Anhaltisches Theater, Gro&#223;es Haus&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Samstag, 15. Mai 2010, 19 Uhr   CARMINA BURANA SCRATCH-KONZERT,                             Anhaltisches Theater, Gro&#223;es Haus&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sonntag, 16. Mai 2010, 17 Uhr   DANIEL-FRAN&#199;OIS-ESPRIT AUBER&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;                DIE STUMME VON PORTICI / LA MUETTE DE                           PORTICI, Anhaltisches Theater, Gro&#223;es Haus
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 17 Feb 2010 17:29:46 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/281</link>
    </item>
    <item>
      <title>Einladung der Stiftung Bauhaus&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Einladung der Stiftung Bauhaus Dessau zur Podiumsdiskussion am 21.02.2010 um 14 uhr im Bauhausgeb&#228;ude&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sehr geehrte Damen und Herren,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;vor einigen Tagen hat die Stiftung Bauhaus Dessau zum "open bauhaus" am 21.
Februar in die Gropiusallee 38 eingeladen. Wir hatten uns auf einen gro&#223;en
"Dessau-Tag" in unserer Ausstellung "bauhausstadt" gefreut, einen Tag, an
dem wir die B&#252;rger dieser Stadt ins Gespr&#228;ch &#252;ber Dessau-Ro&#223;lau, &#252;ber das
Erbe und die Perspektiven bringen wollten. Dieses Gespr&#228;ch hat durch die
Nachrichten der letzten Tage unerwartete Brisanz erhalten: Die Stadt hat
drastische Haushaltsk&#252;rzungen angek&#252;ndigt, die insbesondere das
Kulturangebot in Dessau-Ro&#223;lau empfindlich treffen werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir halten diese Entwicklungen f&#252;r dramatisch; und ein "Dessau-Tag", der sie
ignoriert, w&#228;re in unseren Augen weder angemessen, noch ehrlich. Deshalb
haben wir uns entschlossen, die Idee des Stadtgespr&#228;chs ernst zu nehmen und
die Aula des Bauhausgeb&#228;udes am Sonntag, den 21. Februar 2010 gegen 14 Uhr
zu &#246;ffnen: f&#252;r ein offenes Gespr&#228;ch zwischen B&#252;rgern, Protagonisten und
Nutznie&#223;ern der Kultur in Dessau-Ro&#223;lau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dazu m&#246;chten wir Sie gerne einladen &#172; wir w&#252;rden uns freuen, mit Ihnen &#252;ber
die kulturelle Zukunft der Stadt zu sprechen. Diskutieren Sie gemeinsam mit
Vertretern der Stadt, verschiedener Institutionen, den B&#252;rgern und uns &#252;ber
finanzielle Notwendigkeiten und den Stellenwert der Kultur in einer
schrumpfenden Stadt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en
Regina Bittner, Vizedirektorin der Stiftung Bauhaus Dessau&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gropiusallee 38
06846 Dessau-Ro&#223;lau
Tel.0049-340-6508337&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stiftung Bauhaus Dessau ( Stiftung &#246;ffentlichen Rechts) Gropiusallee 38 D
06846 Dessau-Ro&#223;lau&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;vertreten durch den Direktor und Vorstand Professor Philipp Oswalt
Tel.:   49 340 6508-250
Fax:   49 340 6508-226
E-Mail: service@bauhaus-dessau.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 17 Feb 2010 16:43:50 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/280</link>
    </item>
    <item>
      <title>Berlin/DPA, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Berlin/DPA, Mitteldeutsche Zeitung, 15.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kulturpolitik&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Ex-Kulturstaatsminister liest den Politikern die Leviten&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Naumann: &#171;Deutschlands Freiheit wird nicht am Hindukusch verteidigt, sondern in den Theatern&#187;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der fr&#252;here Kulturstaatsminister Michael Naumann (SPD) hat vor weiteren K&#252;rzungen der Kulturausgaben gewarnt. Die Politik m&#252;sse auch das Gl&#252;ck und die Freiheit der Menschen sichern, sagte Naumann der Deutschen Presse-Agentur dpa und kritisierte: &#171;Politiker sehen sich in diesem Land als M&#228;zene, die sich herabneigen und der Kultur etwas spenden aus dem Steuers&#228;ckel - niemals w&#252;rden wir das vom Verteidigungsminister sagen&#187;, meinte der 68-J&#228;hrige. &#171;Deutschlands Freiheit wird in Wahrheit nicht am Hindukusch verteidigt, sondern in den Theatern, Konzerts&#228;len, Opernh&#228;usern, Museen und Buchl&#228;den und nat&#252;rlich in den Schulen - dort wird unsere Freiheit in Wirklichkeit konstituiert und verteidigt.&#187;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Kulturausgaben seien keine Subventionen, betonte Naumann und argumentiert damit wie der jetzige Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). &#171;Kein Mensch sagt, die Bundeswehr wird subventioniert, aber die Kultur wird angeblich subventioniert. Das ist l&#228;cherlich. Das Volk der Dichter und Denker ist in Wirklichkeit noch immer befangen in einer Vorstellung von Politik als etwas Kulturfernem.&#187;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Drohende drastische K&#252;rzungen in manchen Kulturetats der L&#228;nder und Kommunen stellen nach Naumanns Auffassung die Grundsatzfrage in einer Gesellschaft: &#171;F&#252;r welchen Zweck macht man eigentlich Politik? Einzig und allein daf&#252;r, dass die Menschen in Sicherheit leben, nicht verhungern, oder macht man Politik daf&#252;r, dass die Menschen gl&#252;cklich in Sicherheit leben, frei sind und nicht verhungern. Diese Definition, was Gl&#252;ck und frei sein hei&#223;t, findet in letzter Instanz auch nicht an den Universit&#228;ten, sondern in den K&#252;nsten statt.&#187;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das bedeute auch, &#171;wenn Politik ausgerechnet an diesem sowieso schon schwachen Feld k&#252;rzt, k&#252;rzt sie an ihrem eigenen inneren Sinn. Das m&#252;ssen auch die jetzt in Not geratenen Kommunalpolitiker verstehen. Und jeder Kommunalpolitiker, der sich entscheidet, Bilder eines Museums zu verkaufen, weil sie ihn nicht interessieren, macht weitreichende Kulturpolitik, und zwar schlechte&#187;, sagte der Publizist und fr&#252;here Verleger, der seit Anfang Februar in Berlin die Redaktion des Magazins &#171;Cicero&#187; leitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Naumann verwies auf Wuppertal, wo &#252;berlegt werde, ein Theater zu schlie&#223;en, und damit einen Ort, an dem Pina Bausch Tanztheater- Weltgeschichte geschrieben habe. Wenn man ernsthaft daran denke, diesem wahrhaft historischen Ort den Finanzhahn zuzudrehen, dann sei das einfach &#171;eine Schande, und ein v&#246;llig falsches Signal sowieso&#187;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Naumann r&#228;umte allerdings ein, dass Krisenzeiten auch Gelegenheit g&#228;ben, manche &#171;liebgewordenen und eingefahrenen&#187; Zusch&#252;sse in der Kulturszene zu &#252;berdenken. &#196;hnliches hatte k&#252;rzlich auch der Pr&#228;sident der Berliner Akademie der K&#252;nste, Klaus Staeck, zur Diskussion gestellt (&#171;Es muss nicht alles immer so bleiben wie es ist&#187;).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#171;Das stimmt&#187;, meinte Naumann. &#171;Ich kann mich zum Beispiel lebhaft an die Widerst&#228;nde erinnern, als ich als Staatsminister die Zuwendungen f&#252;r die Kulturarbeit der Vertriebenen gek&#252;rzt habe. Darunter waren viele unsinnige Ausgaben, die auch bei objektiver Betrachtung durch Gutachter als skandal&#246;s bezeichnet wurden, zum Beispiel f&#252;r Kreuzstickkurse nach ostpreu&#223;ischem Muster oder f&#252;r ein Heimatmuseum mit nicht mehr als 1500 Besuchern im Jahr. Also, man kann sich durchaus immer wieder fragen, ob manche staatlichen Kulturfinanzierungen noch sinnvoll und zeitgem&#228;&#223; sind. Aber die Grundhaltung der Kulturpolitik muss stimmen, die den Stellenwert der Kultur in L&#228;ndern und Kommunen mindestens als ebenb&#252;rtig und gleichwertig mit anderen Politikfeldern ansehen muss.&#187;&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 16 Feb 2010 18:29:40 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/279</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 16.02.2010Kaffee&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 16.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Kaffee im Salon zum 100. Mal!&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Kaffe im Salon&#8220; feiert am 20. Februar ein Jubil&#228;um. Zum 100. Mal l&#228;dt das Anhaltische Theater ab 15:45 Uhr ins Theaterrestaurant zu dieser beliebten Veranstaltungsreihe ein. Neben Kaffee und Kuchen wird das Salonorchester &#8222;Papillon&#8220; die Zeit der Wiener Kaffeeh&#228;user lebendig werden lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Anschluss, um 17 Uhr gibt es eine weitere Vorstellung der Operette &#8222;La P&#233;richole&#8220;, eines der Hauptwerke Jacques Offenbachs voller Witz und &#252;berquellendem Melodienreichtum. Gespielt wird eine neue deutsche Textfassung von Stefan A. Trossbach mit Dialogen von Peter Ensikat. Ulrike Mayer, die schon zur Premiere umjubelte Interpretin der Titelrolle, wird wieder als P&#233;richole zu erleben sein, um deren Gunst David Almen alias Piquillo und Kostadin Arguirov als Don Andr&#232;s werben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Musikalische Leitung: Wolfgang Kluge | Inszenierung: Ana Christine Haffter | B&#252;hne und Kost&#252;me: Roland Wehner&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr |
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr |
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 16 Feb 2010 14:49:41 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/278</link>
    </item>
    <item>
      <title>Birgit Walter, Berliner Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Birgit Walter, Berliner Zeitung/ Feuilleton, 15.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;VERTEILUNG&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Undankbar, diese Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Bis ins Jahr 2008, werden wir unseren Enkeln erz&#228;hlen, funktionierte das aus den Fugen fliegende Gemeinwesen irgendwie noch. Die Schwimmhallen hatten zwar schon einen Ruhetag eingelegt, blieben aber noch sechs Tage die Woche ge&#246;ffnet. Die Bibliotheken verzichteten auf den Ankauf neuer B&#252;cher, verliehen aber immerhin die alten. Die Theater &#228;chzten unter sinkenden Budgets, hatten aber noch volle Spielpl&#228;ne. Goldene Zeiten werden das im R&#252;ckblick gewesen sein, wenn man die Prognosen betrachtet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Dessau etwa will der Oberb&#252;rgermeister jetzt 13,8 Millionen Euro weniger ausgeben. Bibliotheken, Freib&#228;der, Museen, Sportpl&#228;tze, Theater - alles steht auf der Pr&#252;fliste: "Die Liste bricht alle Tabus", sagt er. Das Hauen und Stechen hat letzte Woche begonnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;2008 hat Dessau noch zerknirscht &#252;ber eine Streichung von 300 000 Euro f&#252;r sein Theater lamentiert - die Politiker versprachen, keinesfalls m&#252;sse eine der vier Sparten geschlossen werden. Jetzt will Dessau 3,5 Millionen Euro aus dem Theater abziehen, die H&#228;lfte des st&#228;dtischen Zuschusses. Die bis 2013 laufenden Vertr&#228;ge verhindern, dass es schon morgen passiert. Warum streicht Dessau nicht gleich alles? Dann w&#228;ren klare Verh&#228;ltnisse und keiner w&#252;rde vorschlagen, f&#252;r das halbe Geld Theater zu spielen. Dann m&#252;sste Sachsen-Anhalt nicht knobeln, ob es seinen 7-Millionen-Anteil auch halbiert. Weg damit. Und man erspart sich die Debatte, ob Schwimmhallen entbehrlicher sind als Theater. Intendant Andr&#233; B&#252;cker geht ohnehin von einer Theaterschlie&#223;ung aus, spricht von einer Stadt ohne Perspektive, von einem Offenbarungseid und einem fl&#228;chendeckenden Sterben der Kultureinrichtungen, wenn der Staat die Kommunen nicht entschulde.
Wie undankbar von dem Herrn Intendanten. Gerade hat der Staat Autokonzerne und Banken gerettet - f&#252;r uns alle, auch f&#252;r ihn - und nun kommen alle mit ihren Kleckerbetr&#228;gen. Theater sind ja nicht Sache des Bundes; und der Kulturstaatsminister hat immer an die Kommunen appelliert, nicht in der Kultur zu sparen. Wo dann? fragt Dessaus B&#252;rgermeister. F&#252;r 2010 hatte er ein Minus von 13 Millionen Euro eingeplant; als es sich verdoppelte - einfach durch weniger Steuern, h&#246;here Sozialleistungen, weniger Finanzausgleich - zog er die Notbremse.
Diese Dessauer haben offenbar gar kein Vertrauen in die schwarz-gelbe Regierungspolitik, die doch mit Steuersenkungen die Wirtschaft ankurbeln will. 2013 werden die Staatsfinanzen gesundet sein, und die Hotels mit ihrer halben Mehrwertsteuer k&#246;nnen schon mal anfangen mit dem Prosperieren. Bl&#246;d nur, dass die Besucher des Theaters, des Museums und des Bauhauses ausbleiben werden.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 16 Feb 2010 09:39:11 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/277</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 11.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Ein Podium f&#252;r die Verwandlungen&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Weill-Gesellschaft stellt das Fest-Programm in der Landesvertretung in Berlin vor&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Kurt-Weill-Fest r&#252;hrt die Werbetrommel in Berlin. Wenige Tage bevor das 18. Musikfest, das den Dessauer Komponisten in seiner Geburtsstadt ehrt, am 26. Februar er&#246;ffnet wird, luden die Veranstalter in dieser Woche traditionell in die sachsen-anhaltische Landesvertretung in der Hauptstadt ein, um dort das Programm vorzustellen. Mit Festintendant Michael Kaufmann, Theaterintendant Andr&#233; B&#252;cker und Philipp Oswalt, dem Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, lernten die zahlreichen Besucher im Dessau-Saal gleich drei neue Akteure der Stadt kennen, die die Geschicke der drei gro&#223;en Kultur-Leuchtt&#252;rme leiten. Man sei freilich "weit davon entfernt, nur ein Podiumtrio zu sein", formulierte es Andr&#233; B&#252;cker. Das gemeinsame Arbeiten an Programmen und Aktionen habe sich von den K&#246;pfen der Institutionen l&#228;ngst bis in die Arbeitsebenen verfestigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Deutlich macht sich dies auch im Programm des Weill-Festes, das dessen Intendant Michael Kaufmann angesichts der F&#252;lle von &#252;ber 40 Veranstaltungen an zehn Tagen vom 26. Februar bis zum 7. M&#228;rz nur in Ausschnitten n&#228;her vorstellen konnte. "Mein Vorg&#228;nger Clemens Birnbaum hat dieses Fest erfunden und geplant. An mir ist es, alle Kraft darin zu setzen, es zu einem Erfolg werden zu lassen und die Weichen f&#252;r die Zukunft zu stellen", sagte Kaufmann. "New Art is True Art", der Titel der 18. Fest-Auflage, inkludiert gleich zwei Urauff&#252;hrungen. "Zwei Kompositionsauftr&#228;ge zu vergeben, ist f&#252;r ein so kleines Festival wie das unsrige sehr bedeutend und zeugt von Mut zum Risiko", so Kaufmann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die bereits ausverkaufte Urauff&#252;hrung von Moritz Eggerts "Bordellballade. Ein Dreigroscherlnst&#252;ck" im Bauhaus und die gut gebuchte Fest-Er&#246;ffnung mit Helmut Oehrings "Die WUNDE Heine" gespielt vom Ensemble Modern seien indes Beweis, daf&#252;r, dass die "fantastische Entscheidung bei der Programmplanung richtig getroffen wurde". Da sich beide Komponisten auf Weills "Mahagony Songspiel" beziehen, w&#252;rden sich spannenden Lesarten ergeben. Den szenischen H&#246;hepunkt des Weill-Festes verortete Michael Kaufmann im zweiten Fest-Wochenende mit der Premiere von "One Touch of Venus" am Anhaltischen Theater.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Konzert des MDR-Sinfonieorchesters sei zudem von Clemens Birnbaum als inoffizielle Ouvert&#252;re zur Internationalen Bauausstellung 2010 gedacht, die ab April in Dessau beginnt. Damit kamen auch die Kooperationspartner des Festes ins Boot, die zur Podiumsrunde geh&#246;rten. "Diese Zusammenarbeit ist f&#252;r uns schiere Notwendigkeit", erkl&#228;rte Michael Kaufmann. Kooperation h&#228;tte das Fest gewisserma&#223;en im Geburtsgen verankert. Die Aktion "Jetzt wird gedessauert!" kam zur Sprache und der langwierige Prozess, auch die Bev&#246;lkerung vom Sinn derartiger Zusammenschl&#252;sse zu &#252;berzeugen. Au&#223;erhalb Dessaus wird auf solche Initiativen freilich mit gro&#223;em Wohlwollen geblickt. "Was hier passiert, war lange &#252;berf&#228;llig", sagte in Berlin Patricia Werner, die als stellvertretende Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung die weibliche Seite und gleicherma&#223;en die der F&#246;rderer vertrat. "Verwandlungen sind ein Thema, das uns interessiert, und genau dies passiert gerade in Dessau. Unser Geld kann f&#252;r sich nichts bewirken, erst wenn es auf Partner trifft, die es verwandeln, passiert etwas", so Werner. Sie lie&#223; - ohne konkret zu werden - verlauten, dass bereits Gespr&#228;che &#252;ber k&#252;nftige Projekte laufen, die die Sparkassenstiftung unterst&#252;tzen will.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 15 Feb 2010 17:41:21 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/276</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 15.02.2010Oper&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 15.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Oper Verstehen &#8211; Die Geschichte der Oper in 24 Teilen&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;[Teil 1] Die Florentiner Camerata und Claudio Monteverdi&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wie ist die Kunstform Oper entstanden? Wieso wird in der Oper manchmal gesprochen? Was ist ein Secco-Rezitativ? Wenn Sie sich f&#252;r Oper interessieren, aber die eine oder andere unbeantwortete Frage haben, sind Sie bei Oper-Verstehen genau richtig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heribert Germeshausen [Leitender Musikdramaturg/ Operndirektion] wird einmal monatlich in dieser musikhistorisch chronologisch angelegten Reihe &#252;ber die Entstehung des Musiktheaters sprechen. Zahlreiche Musikbeispiele, teils vom Tonband, teils live von Ensemblemitgliedern dargeboten, dienen der plastischen Veranschaulichung des Vortrags.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Reihe ist auf 24 Sitzungen und drei Spielzeiten konzipiert, beginnt bei der Florentiner Camerata&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 15 Feb 2010 16:50:43 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/274</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 15.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Mit Wagners Ring ein Zeichen setzen&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Freundeskreis Anhaltisches Theater schaut auf 2009 und auf drohende Sparma&#223;nahmen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;"Eine Stadt macht sich nicht nur an ihrer Verwaltung fest, sondern auch an ihren kulturellen Einrichtungen. Die vorgestellte Pr&#252;fliste aber w&#252;rde das Ende der Stadt Dessau-Ro&#223;lau bedeuten." Nachdenklich stimmende Worte fand Oliver Thust am Samstagnachmittag, als er im Anhaltischen Theater die Mitgliederversammlung des Freundeskreises des Dessauer Theaters er&#246;ffnete. Gut 50 Mitglieder des Vereins waren dorthin gekommen, mehr als sonst, was wohl auch der aktuellen Situation geschuldet war, denn die Pr&#252;fliste der Verwaltung zu m&#246;glichen Einsparungen (die MZ berichtete) bewegt auch die Theaterfreunde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vorschnelle Aktionen wollte Thust, der Vorsitzende des Freundeskreises, in dieser Versammlung jedoch nicht pr&#228;sentieren. "Ich rufe den Freundeskreis und das Publikum auf, in einer breiten &#246;ffentlichen Debatte gegen die Sparma&#223;nahmen anzutreten", sagte er. Der Vorstand werde in den kommenden Wochen &#252;ber das weitere Vorgehen beraten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die folgende Stunde im Theaterrangfoyer geh&#246;rte den Rechenschafts- und Kassenberichten des Vereins mit 287 Mitgliedern. Thust berichtete den Zuh&#246;rern von den Veranstaltungen des vergangenen Jahres, zu denen traditionell die Luisium-Konzerte geh&#246;rten. Man habe zudem mit einer Brosch&#252;re und einer Ausstellung das Wirken Johannes Felsensteins gew&#252;rdigt, ein Improvisationsprojekt f&#252;r Kinder der evangelischen Grundschule unterst&#252;tzt und die Werbema&#223;nahmen zum Er&#246;ffnungswochenende der neuen Spielzeit bezuschusst. Theaterstammtische und Kornhausdialoge hat der Freundeskreis ausgerichtet und in f&#252;nf Theaterbriefen &#252;ber die Vereinsaktivit&#228;ten informiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schatzmeisterin Ingeborg Arnold berichtete von der finanziellen Situation des Vereins und von einzelnen Ausgabe- und Einnahmeposten, zu denen auch Spenden &#252;ber mehr als 1 000 Euro geh&#246;ren. Im laufenden Jahr wird der Freundeskreis mit 500 Euro einen Kompositionsauftrag unterst&#252;tzen und damit beginnen, f&#252;r ein gro&#223;es Vorhaben des Dessauer Theaters R&#252;cklagen zu bilden. Daf&#252;r geworben hatte Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker, selbst Freundeskreis-Mitglied, berichtete davon, dass die B&#252;hne in den Spielzeiten 2011 / 12 und 2012 / 13 plant, Richard Wagners "Ring des Nibelungen" mit den Opern "Das Rheingold", "Die Walk&#252;re", "Siegfried" und "G&#246;tterd&#228;mmerung" aufzuf&#252;hren. "Kein anderes Theater in Mitteldeutschland ist daf&#252;r so pr&#228;destiniert, wie das Dessauer Haus. Unser Ring soll gerade in diesen finanziell schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen", sagte er. "In Dessau muss es ein Wiedersehen mit dem Ring geben", so B&#252;cker, der den Zyklus ein Projekt nennt, das "die B&#252;rger der Stadt um ihr Theater scharen kann". Die Vereinsmitglieder entschieden sich mehrheitlich daf&#252;r, j&#228;hrlich 1 700 Euro an R&#252;cklagen zu bilden, um dieses gro&#223;e Vorhaben umzusetzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielen Theaterfreunden zu kurz geriet der sich anschlie&#223;ende Tagesordnungspunkt, der Diskussionsm&#246;glichkeiten anbot. Nicht zufrieden mit dem Spielplan zeigte sich da beispielsweise Karl-Heinz Koppitz. "Die Mischung ist mir zu einseitig, es fehlen Spieloper und Musical", bemerkte er. Der Generalintendant hielt dem entgegen, dass er sich gemeinsam mit der neuen Leitung um einen ausgewogenen Spielplan bem&#252;ht habe. Allein zwei Musical-Produktionen g&#228;be es in dieser Spielzeit. Zwar fehle tats&#228;chlich die Position einer Spieloper, aber mit dem "Maskenball" und gro&#223;er franz&#246;sischer Oper st&#252;nden Premieren bevor, die der Bedeutung des Theaters als gro&#223;e Musiktheaterb&#252;hne gerecht w&#252;rden. "Uns ist es niemals darum gegangen, das Dessauer Publikum auszutauschen. Wir haben versucht, einen Spielplan zu entwerfen, der eine Logik - auch aus den Traditionslinien des Hauses heraus - enth&#228;lt", sagte B&#252;cker.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein leidenschaftliches Pl&#228;doyer f&#252;r das Theater schloss sich von dessen Verwaltungsdirektor Joachim Landgraf an. "Wir m&#252;ssen alle zu unserem Theater stehen", mahnte er die Theaterfreunde, die ihren Verein schlie&#223;lich mit eben diesem Ziel 1994 gr&#252;ndeten. Landgraf machte noch einmal deutlich, dass der neue Intendant Generalmusikdirektor Antony Hermus ebenso in die Stadt holte wie neue S&#228;nger und Darsteller oder auch den Ballettchef. B&#252;cker habe die Gastspielorte Schweinfurt und Winterthur besucht, sein Vorg&#228;nger habe dies nie getan. Wenn in wenigen Wochen Opernstar Leo Nucci in Dessau auftrete, dann sei dies auch der jetzigen Intendanz zu danken. Mit Auslastungszahlen der vier Lohengrin-Auff&#252;hrungen von 728 Besuchern im Durchschnitt belegte Landgraf zudem die hohe Akzeptanz durch das Publikum. "In meiner Amtszeit wurde das nur durch die Zauberfl&#246;te &#252;bertroffen."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Runde war sich einig, in einem n&#228;chsten Kornhausdialog Andr&#233; B&#252;cker einzuladen. Der sicherte dem Freundeskreises zu, gemeinsam zu &#252;berlegen, mit welchen Aktionen man die Dessauer B&#252;hne unterst&#252;tzen kann, um die drohenden Finanzk&#252;rzungen abzuwenden. "Es geht dabei jedoch nicht nur um das Theater, sondern auch um die Lebensqualit&#228;t in dieser Stadt. Ich w&#252;rde mir einen Schulterschluss zwischen allen kulturellen Einrichtungen und deren Freundeskreisen w&#252;nschen", sagte B&#252;cker.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 14 Feb 2010 23:02:36 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/273</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 11.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Ein Podium f&#252;r die Verwandlungen&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Weill-Gesellschaft stellt das Fest-Programm in der Landesvertretung in Berlin vor&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Kurt-Weill-Fest r&#252;hrt die Werbetrommel in Berlin. Wenige Tage bevor das 18. Musikfest, das den Dessauer Komponisten in seiner Geburtsstadt ehrt, am 26. Februar er&#246;ffnet wird, luden die Veranstalter in dieser Woche traditionell in die sachsen-anhaltische Landesvertretung in der Hauptstadt ein, um dort das Programm vorzustellen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Festintendant Michael Kaufmann, Theaterintendant Andr&#233; B&#252;cker und Philipp Oswalt, dem Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, lernten die zahlreichen Besucher im Dessau-Saal gleich drei neue Akteure der Stadt kennen, die die Geschicke der drei gro&#223;en Kultur-Leuchtt&#252;rme leiten. Man sei freilich "weit davon entfernt, nur ein Podiumtrio zu sein", formulierte es Andr&#233; B&#252;cker. Das gemeinsame Arbeiten an Programmen und Aktionen habe sich von den K&#246;pfen der Institutionen l&#228;ngst bis in die Arbeitsebenen verfestigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Deutlich macht sich dies auch im Programm des Weill-Festes, das dessen Intendant Michael Kaufmann angesichts der F&#252;lle von &#252;ber 40 Veranstaltungen an zehn Tagen vom 26. Februar bis zum 7. M&#228;rz nur in Ausschnitten n&#228;her vorstellen konnte. "Mein Vorg&#228;nger Clemens Birnbaum hat dieses Fest erfunden und geplant. An mir ist es, alle Kraft darin zu setzen, es zu einem Erfolg werden zu lassen und die Weichen f&#252;r die Zukunft zu stellen", sagte Kaufmann. "New Art is True Art", der Titel der 18. Fest-Auflage, inkludiert gleich zwei Urauff&#252;hrungen. "Zwei Kompositionsauftr&#228;ge zu vergeben, ist f&#252;r ein so kleines Festival wie das unsrige sehr bedeutend und zeugt von Mut zum Risiko", so Kaufmann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die bereits ausverkaufte Urauff&#252;hrung von Moritz Eggerts "Bordellballade. Ein Dreigroscherlnst&#252;ck" im Bauhaus und die gut gebuchte Fest-Er&#246;ffnung mit Helmut Oehrings "Die WUNDE Heine" gespielt vom Ensemble Modern seien indes Beweis, daf&#252;r, dass die "fantastische Entscheidung bei der Programmplanung richtig getroffen wurde". Da sich beide Komponisten auf Weills "Mahagony Songspiel" beziehen, w&#252;rden sich spannenden Lesarten ergeben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den szenischen H&#246;hepunkt des Weill-Festes verortete Michael Kaufmann im zweiten Fest-Wochenende mit der Premiere von "One Touch of Venus" am Anhaltischen Theater. Das Konzert des MDR-Sinfonieorchesters sei zudem von Clemens Birnbaum als inoffizielle Ouvert&#252;re zur Internationalen Bauausstellung 2010 gedacht, die ab April in Dessau beginnt. Damit kamen auch die Kooperationspartner des Festes ins Boot, die zur Podiumsrunde geh&#246;rten. "Diese Zusammenarbeit ist f&#252;r uns schiere Notwendigkeit", erkl&#228;rte Michael Kaufmann. Kooperation h&#228;tte das Fest gewisserma&#223;en im Geburtsgen verankert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Aktion "Jetzt wird gedessauert!" kam zur Sprache und der langwierige Prozess, auch die Bev&#246;lkerung vom Sinn derartiger Zusammenschl&#252;sse zu &#252;berzeugen. Au&#223;erhalb Dessaus wird auf solche Initiativen freilich mit gro&#223;em Wohlwollen geblickt. "Was hier passiert, war lange &#252;berf&#228;llig", sagte in Berlin Patricia Werner, die als stellvertretende Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung die weibliche Seite und gleicherma&#223;en die der F&#246;rderer vertrat. "Verwandlungen sind ein Thema, das uns interessiert, und genau dies passiert gerade in Dessau. Unser Geld kann f&#252;r sich nichts bewirken, erst wenn es auf Partner trifft, die es verwandeln, passiert etwas", so Werner. Sie lie&#223; - ohne konkret zu werden - verlauten, dass bereits Gespr&#228;che &#252;ber k&#252;nftige Projekte laufen, die die Sparkassenstiftung unterst&#252;tzen will.&lt;/p&gt;
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      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 14 Feb 2010 10:58:08 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/272</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 12.02.2010Anhaltisches&#8230;</title>
      <description>&lt;h2&gt;Pressemitteilung vom 12.02.2010&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Anhaltisches Theater Dessau von Schlie&#223;ung bedroht&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Donnerstag, den 11. Februar 2010, hat der Oberb&#252;rgermeister der Stadt Dessau-Ro&#223;lau, Klemens Koschig, eine Pr&#252;fliste zur Konsolidierung des st&#228;dtischen Haushalts vorgestellt. Die wegen ihrer drastischen Einschnitte auch &#8222;Blut- und Tr&#228;nenliste&#8220; genannte Aufstellung hat einen Gesamtumfang von 13,8 Mio. Euro und dient dem Ziel, f&#252;r die Kommune einen genehmigungsf&#228;higen Haushalt vorzulegen. Neben der radikalen K&#252;rzung der Mittel f&#252;r Museen, Bibliotheken, Sport, der Schlie&#223;ung von Schwimmb&#228;dern und B&#252;rgerb&#252;ros beinhaltet der Plan auch und vor allem eine Reduzierung der Zuwendungen f&#252;r das Anhaltische Theater um 3,5 Mio. Euro ab 2013. Bei der momentanen analogen F&#246;rderpraxis durch das Land Sachsen-Anhalt w&#252;rde dies bedeuten, dass weitere 3,5 Mio. Euro von dieser Seite ausbleiben. Die dann nicht mehr haltbaren Haustarifvertr&#228;ge br&#228;chten f&#252;r das Anhaltische Theater zus&#228;tzliche Belastungen von ca. 2 Mio. Euro, so dass bei dem Etat von derzeit insgesamt ca. 15 Mio. Euro Zuwendungen ein Fehlbetrag von rund 9 Mio. Euro entstehen w&#252;rde. Mit den restlichen 6 Mio. Euro pro Jahr w&#228;re das Ensemble- und Repertoiretheater in vier Sparten nicht l&#228;nger haltbar, die Schlie&#223;ung des Dessauer Theaters und der Anhaltischen Philharmonie lie&#223;e sich nicht abwenden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker: &#8222;Die Schlie&#223;ung des Dessauer Theaters nach &#252;ber 200 Jahren w&#228;re ein Offenbarungseid f&#252;r die heute Verantwortlichen in diesem Land. Aber hier geht es um viel mehr als die Schlie&#223;ung eines Theaters, die im &#252;brigen auch f&#252;r das international angesehene Kurt-Weill-Fest und f&#252;r die Vergegenw&#228;rtigung des Unesco-Weltkulturerbes in der Region existenzielle Folgen h&#228;tte. Hier geht es generell um den Niedergang eines Gemeinwesens. Sollte diese Liste Wirklichkeit werden, w&#228;re Dessau eine Stadt ohne Zukunft und Perspektive. Warum sollten sich beispielsweise Firmen hier  ansiedeln, wenn in Dessau-Ro&#223;lau mit der kulturellen Infrastruktur auch die  Lebensqualit&#228;t abhanden kommt? Bund und L&#228;nder sind aufgefordert, die Kommunen nicht l&#228;nger finanziell zu strangulieren, sondern sie zu entschulden und damit in die Lage zu versetzen, ihren Aufgaben, auch den sogenannten freiwilligen, nachzukommen. Sollte das nicht unverz&#252;glich passieren, droht der Bundesrepublik ein fl&#228;chendeckendes Sterben der Kultureinrichtungen nie gekannten Ausma&#223;es. Nicht nur Banken und Automobilkonzerne sind &#8222;systemrelevant&#8220;. Theater, Museen, Bibliotheken und Sportvereine sind es auch. Wir brauchen einen Solidarpakt f&#252;r die Kultur in all ihren erhaltenswerten Strukturen.&#8220;&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 12 Feb 2010 13:26:40 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/271</link>
    </item>
    <item>
      <title>Geisterstadt statt Bauhausstadt&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Geisterstadt statt Bauhausstadt?&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Dessau-Ro&#223;lau muss drastisch sparen und bangt um die eigene Zukunft&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Mitteldeutsche Zeitung, 11.02.10&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;VON STEFFEN BRACHERT&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;DESSAU-ROSSLAU/MZ. Es ist der Tag danach, der keine Ruhe l&#228;sst. Im Minutentakt gibt Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig Interviews und erkl&#228;rt, was schwer zu erkl&#228;ren ist: Die Dessau-Ro&#223;lauer Finanzlage, die so dramatisch ist, dass die Zukunft der Stadt auf dem Spiel steht. 83 Pr&#252;fauftr&#228;ge hat die Verwaltung erarbeitet, um 13,5 Millionen Euro zus&#228;tzlich einzusparen. 83 Pr&#252;fauftr&#228;ge haben die Fraktionschefs des Stadtrates am Dienstag abgenickt.
Es geht um das Anhaltische Theater und das Waldbad, die S&#252;dschwimmhalle, das Naturkundemuseum und den Tierpark. Es geht um Zusch&#252;sse f&#252;r Sportvereine und Veranstaltungen. Es geht um die Schlie&#223;ung von Sportst&#228;tten und B&#252;rgerb&#252;ros. "Es geht", warnt Andr&#233; B&#252;cker, Generalintendant des Anhaltisches Theaters, "um die W&#252;rde der Stadt und um die Frage, wie wir in dieser Stadt k&#252;nftig leben wollen." Wird aus der Bauhausstadt eine Geisterstadt?
Finanzielle Schwierigkeiten sind in Dessau-Ro&#223;lau eigentlich nichts Neues. "Seit 2000 sind wir st&#228;ndig in der Konsolidierung", muss selbst Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig zugeben. Und doch ist 2010 alles anderes. Land und Bund haben die finanziellen Rahmenbedingungen so ver&#228;ndert, dass Dessau-Ro&#223;lau ab 2013 jedes Jahr zus&#228;tzlich 13,5 Millionen Euro einsparen muss, um zu einem genehmigungsf&#228;higen Haushalt zu kommen, in das Entschuldungsprogramm des Landes aufgenommen zu werden und halbwegs handlungsf&#228;hig zu bleiben. "Es geht", macht Finanzdezernentin Sabrina Nu&#223;beck klar, "nicht mehr darum, ob wir 13,5 Millionen Euro einsparen, sondern nur noch um das wie." Ergebnis ist das, was Nu&#223;beck eine "Blut- und Tr&#228;nenliste" nennt, die seit Dienstag in der Stadt f&#252;r heftige Aufregung sorgt.
Im Rathaus soll bis 2018 die Zahl der Mitarbeiter der Stadtverwaltung von jetzt 1 400 auf 840 sinken. Der Wegfall von 521 Stellen war schon im bisherigen Konsolidierungskonzept festgeschrieben. Wobei 222 Stellen wegfallen, weil die Kita-Erzieherinnen zum 1. Juli in einen Eigenbetrieb wechseln. Eine Einsparung ist damit nicht verbunden. Allerdings werden aus den Personalkosten Sachkosten, verbessert sich die Besch&#228;ftigungsquote der Stadtverwaltung. Nun aber sollen bis 2018 noch einmal 100 Stellen gestrichen werden. Erstmalig werden betriebsbedingte K&#252;ndigungen f&#252;r die Stadtverwaltung nicht ausgeschlossen, wenn im Herbst dieses Jahres der Tarifvertrag ausl&#228;uft, der diese K&#252;ndigungen ausschlie&#223;t.
Die Pr&#252;fliste ist voller kleiner und gro&#223;er Grausamkeiten. Wie von Koschig angek&#252;ndigt, gibt es tats&#228;chlich keine Tabus mehr. Die Pr&#252;fliste ist aber auch ein Hilferuf an Land und Bund. "Es wird im ganzen Land einen Tsunami von solchen Ank&#252;ndigungen geben", ahnt Theater-Intendant B&#252;cker. "Die Kommunen werden stranguliert." Es gehe nicht mehr ohne Hilfe. Vor allem nicht beim Theater, das die Stadt finanziell &#252;berfordert. Bei den jetzt geplanten Einsparungen droht dem Theater das Aus.
Vor einer Hilfe aber stehen notwendige Hausaufgaben. Stadtverwaltung und Politik haben sich daf&#252;r auf ein paar Pr&#228;missen festgelegt. Die oberzentralen Funktionen Dessau-Ro&#223;laus sollen weitgehend erhalten werden. Die Stadt will sich ihren eigenen Status nicht wegsparen. Einigkeit besteht zudem darin, auf den Verkauf von kommunalen Unternehmen oder Unternehmensanteilen zu verzichten. "In der Krise ist das keine Option", sagt Koschig, der vor allem auf die Entwicklung der Wirtschaft hofft. Die Stadt will sich aus allem zur&#252;ckziehen, was freie Tr&#228;ger oder Dritte auch erledigen k&#246;nnen. "Wir m&#252;ssen sch&#228;rfer an der eigenen Aufgabenkritik arbeiten." Die Stadt setzt aber auch auf das Ehrenamt. "Die B&#252;rger d&#252;rfen sich nicht mehr nur verwalten lassen." Soll eine Bibliothek oder eine Sportst&#228;tte erhalten bleiben, dann seien auch die B&#252;rger gefordert.
All das erfordert ein Umdenken. In der Stadt. In der Stadtverwaltung. In der Politik. Dass ein Teil der Probleme auch hausgemacht ist, gibt Koschig zu. "Die Stadt hat in den vergangenen Jahren zu viele Dinge an F&#246;rdermitteln ausgerichtet", kritisiert der Oberb&#252;rgermeister. Im Ergebnis hat Dessau-Ro&#223;lau teure Prestigebauten wie die Stadtschwimmhalle und das Technologie- und Gr&#252;nderzentrum. Es sei aber schwierig, die Priorit&#228;ten im Haus zu ver&#228;ndern. Koschig bedauert zudem Nachl&#228;ssigkeiten in der Haushaltskonsolidierung. "Jeder Vorschlag, der in der Vergangenheit nicht umgesetzt wurde, schmerzt jetzt doppelt", sagt der Oberb&#252;rgermeister und nennt ein Beispiel. "Der Verzicht auf die Erh&#246;hung der Hundesteuer kostet uns jetzt das Waldbad." Dass so etwas noch einmal passiert, ist allerdings unwahrscheinlich. "Armut", sagt Koschig, "ist der beste Zuchtmeister."&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:49:21 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/270</link>
    </item>
    <item>
      <title>Streichliste l&#246;st Debatte ausStaatssekret&#228;r&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Streichliste l&#246;st Debatte aus&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Staatssekret&#228;r R&#252;diger Erben reagiert auf Sparpl&#228;ne des Landkreises&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Mitteldeutsche Zeitung, 11.02.10&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;DESSAU-ROSSLAU/MZ/CH/SB. Die Ank&#252;ndigung der Stadtverwaltung von Dessau-Ro&#223;lau, auf die gro&#223;e Finanznot mit einer umfangreichen Streichliste zu reagieren, hat in der Landespolitik f&#252;r Aufregung gesorgt. Innenstaatssekret&#228;r R&#252;diger Erben wies am Donnerstag auf Anfrage Vorw&#252;rfe aus Dessau-Ro&#223;lau als unbegr&#252;ndet zur&#252;ck, die Stadt werde im Vergleich zu den beiden anderen kreisfreien St&#228;dte Halle und Magdeburg finanziell benachteiligt. Die unterschiedlich hohen Zuweisungen hingen mit der unterschiedlichen Gr&#246;&#223;e der St&#228;dte und deren jeweils anders gelagerten Aufgaben zusammen, so Erben. So m&#252;ssten Halle und Magdeburg deutlich mehr Leistungen f&#252;r ihr Umland erbringen.
Erben r&#228;umte aber ein, dass sich Dessau-Ro&#223;lau in einer schwierigen finanziellen Lage befinde. "Gleichwohl gibt es Gemeinden in Sachsen-Anhalt, die es deutlich h&#228;rter trifft, insbesondere im kreisangeh&#246;rigen Raum."
Unterdessen haben Dessau-Ro&#223;laus Stadtr&#228;te die Vorgehensweise der Stadtverwaltung gebilligt. In einer interfraktionellen Runde wurden die 83 vorgeschlagenen Pr&#252;fauftr&#228;ge best&#228;tigt. W&#252;rden sie alle umgesetzt, k&#246;nnten ab 2013 j&#228;hrlich zus&#228;tzliche Einsparungen von 13,5 Millionen Euro erzielt werden. Die geplanten Einschnitte betreffen auch das Personal: Zus&#228;tzlich zum beschlossenen Abbau von 521 Stellen bis 2018 sollen weitere 100 Stellen gestrichen werden.
Die angek&#252;ndigten Einsparungen - betroffen sind Schwimmb&#228;der, Museen und B&#252;chereien - haben in Dessau-Ro&#223;lau f&#252;r heftige Diskussionen gesorgt. Vor allem am Anhaltischen Theater, wo die Stadt ab 2013 allein 3,5 Millionen Euro j&#228;hrlich streichen will. "Das ist eine Nachricht, die verdaut werden muss", sagte Andr&#233; B&#252;cker, seit einem halben Jahr erst Intendant des Theaters. Die Zukunft der Stadt stehe auf dem Spiel, wenn alle Einsparungen beschlossen werden. "Dann geht es nicht mehr um die Umbenennung in Bauhausstadt. Dann wird Dessau-Ro&#223;lau zur Geisterstadt."&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:47:23 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/269</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ziele und IdeenMitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Ziele und Ideen&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Mitteldeutsche Zeitung,
11.02.10&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;HALLE/MZ. Pr&#228;missen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oberste Priorit&#228;t hat die St&#228;rkung des Wirtschaftsstandortes Dessau. Oberzentrale Aufgaben sollen weitgehend erhalten werden. Ver&#228;u&#223;erungen von Unternehmen oder Anteilen sind keine Option. Die Erledigung von Aufgaben durch freie Tr&#228;ger und Dritte hat Priorit&#228;t - ebenso die Anpassung der Einrichtung der Stadt an die demografische Entwicklung. Betriebsbedingte K&#252;ndigungen werden dabei nicht mehr ausgeschlossen.
Pr&#252;fauftr&#228;ge
- Reduzierung der Zusch&#252;sse an das Anhaltische Theater nach Auslaufen des Zuwendungsbetrages um 3,5 Millionen Euro
-zus&#228;tzliche Einsparung weiterer 100 Stellen in der Verwaltung und in nachgeordneten Einrichtungen
- Reduzierung der Aufwendungen f&#252;r die Ortschaftsr&#228;te, der Au&#223;enstellen und der B&#252;rgerb&#252;ros
- Schlie&#223;ung des Museums f&#252;r Naturkunde und Vorgeschichte
- Reduzierung der Angebote im Tierpark (zum Beispiel Schlie&#223;ung des Schlangenhauses)
- Reduzierung der Leistungen der Anhaltischen Landesb&#252;cherei durch die Schlie&#223;ung der Wissenschaftlichen Bibliothek, die Schlie&#223;ung von Au&#223;enstellen und die Reduzierung von &#214;ffnungszeiten
- Reduzierung der Zusch&#252;sse f&#252;r Veranstaltungen auf die H&#228;lfte
- Halbierung der Vereinszusch&#252;sse f&#252;r verpachtete Sportst&#228;tten
- Schlie&#223;ung von kommunalen Sporteinrichtungen wie das Ringerzentrum und die Sportpl&#228;tze "Einheit" und "Schaftrift"
- &#214;ffnung des Waldbades f&#252;r freien Badebetrieb
- Schlie&#223;ung S&#252;dschwimmhalle
- Verringerung der Zusch&#252;sse an Freibad Rodleben&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:44:25 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/268</link>
    </item>
    <item>
      <title>St&#252;rmt Museen, Theater und Sportst&#228;ttenhttp&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;St&#252;rmt Museen, Theater und Sportst&#228;tten&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;http://www.leo-magazin.com/news/142.html&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Theater ohne Ensemble? Die S&#252;dschwimmhalle ohne Wasser? Die Stadt ohne Feste? Das Naturkundemuseum geschlossen, die wissenschaftliche Bibliothek gleichfalls? Dessau-Ro&#223;lau steht vor dem finanziellen Ruin, Verwaltung und Politik sind &#8211; zu sp&#228;t &#8211; entschlossen, die Notbremse zu ziehen. Und die B&#252;rger? Sollen sie auf die Stra&#223;e gehen? Resignieren? Oder, wie Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig mahnt, es als Ehrenamtliche richten? Nichts davon wird etwas an der Situation &#228;ndern. Statt dessen sollten wir unsere Steuern zur&#252;ckfordern. Sofort.
Es klingt abgedroschen, sei dennoch wiederholt: Dessau-Ro&#223;lau hat seit Jahren &#252;ber die Verh&#228;ltnisse gelebt. Ob Technologie- und Gr&#252;nderzentrum oder Stadtschwimmhalle &#8211; wann immer F&#246;rdermittel lockten, schnappte die Stadt zu, ohne &#252;ber die Folgekosten nachzudenken. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer liegen kaum h&#246;her als die Kosten des Theaters (auch wenn dies zur H&#228;lfte vom Land finanziert wird). Die Privatisierung der Kinderg&#228;rten wurde systematisch boykottiert. Und wenn es im Vergleich auch nur um Peanuts geht: Der durchaus richtige Verweis Koschigs auf Land und Bund als Mitschuldige an der Misere &#8211; die Klage klingt hohl, wenn man sich erinnert, dass er im vorigen Jahr noch dem Schifferfest in Ro&#223;lau 30.000 Euro zukommen lassen wollte.
Nun gibt es eine Pr&#252;fliste. 83 Punkte umfasst diese, vom beschleunigten Personalabbau in der Verwaltung bis zum radikalen Verzicht auf kulturelle und soziale Angebote findet sich alles darin. Und man darf gewiss sein, dass in den kommenden Wochen und Monaten ein Hauen und Stechen einsetzen wird, wem wie viel zusteht, wessen Angebot als unverzichtbar gilt. Es droht die Wiederholung eines nicht nur in Dessau-Ro&#223;lau erprobten Prinzips: Gegeben wird, wer am lautesten schreit oder die f&#228;higsten Einfl&#252;sterer besitzt. Am Ende w&#252;rde ein Mal mehr die B&#252;rger zahlen.
Die indes sollten sich endlich wehren, sich zur&#252;ck holen, was sie l&#228;ngst bezahlt haben in Form von Steuern. Ob Theater, Schwimmhalle, Bibliothek oder Percussionkurs im Freizeitzentrum &#8211; viele kulturelle und soziale Angebote sind hochgradig subventioniert. Wer sie nutzt, bekommt einen Gegenwert f&#252;r von ihm gezahlte Steuern, auf den er sonst zu Gunsten anderer verzichtet.
Jammern wir also nicht. St&#252;rmen wir Museen und Theater und Bibliothek und Schwimmhalle und Tierpark, Freunde, Bekannte und Verwandte im Schlepptau. Holen wir uns Steuern zur&#252;ck auf eine angenehmere Art als durch das Ausf&#252;llen der Steuererkl&#228;rung.
Unm&#246;glich? Vielleicht. Aber den Versuch wert, als darauf zu warten, dass Dessau-Ro&#223;lau, wie Theaterintendant Andr&#233; B&#252;cker bef&#252;rchtet, tats&#228;chlich umbenannt werden muss &#8211; in Geisterstadt.&lt;/p&gt;
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      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:42:22 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/267</link>
    </item>
    <item>
      <title>Junge K&#252;nstlerMitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Junge K&#252;nstler&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Mitteldeutsche Zeitung Dessau 10.02.10&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;HALLE/MZ. Mit der Unterst&#252;tzung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung bietet das Weill-Fest auch dem k&#252;nstlerischen Nachwuchs wieder eine B&#252;hne setzt die Kooperation mit der Universit&#228;t der K&#252;nste (UdK). Absolventen des Studiengangs Musical / Show der UdK zeigen am zweiten Festivalwochenende den Liederzyklus des Broadway-Erfolgskomponisten Jason Robert Brown "Songs for a New World" in Dessau. Im Atelier des Feininger Hauses werden zwei Absolventen der Hamburger Stage School einen satirisch-humoristischen Abend gestalten.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:37:10 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/266</link>
    </item>
    <item>
      <title>Man singt, um etwas zu sagenDie&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Man singt, um etwas zu sagen&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die &#214;sterreicherin Angelika Kirchschlager ist weltweit eine der gefragtesten Operns&#228;ngerinnen - Jetzt kommt sie nach Dessau&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;VON ANDREAS HILLGER, 10.02.10&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;DESSAU-ROSSLAU/MZ. Eigentlich, sagt Angelika Kirchschlager, sei sie ja eine verkappte Schauspielerin - mit der kleinen Besonderheit, dass sie eben auch noch singen k&#246;nne. Diese Selbstbeschreibung ist in ihrem Understatement nat&#252;rlich kaum zu &#252;berbieten, aber sie erkl&#228;rt im Kern dann doch das Geheimnis des Erfolgs. Denn die geb&#252;rtige Salzburgerin gilt ja eben darum als eine der weltweit gefragtesten Mezzosopranistinnen, weil sie ihre Partien nicht nur singt, sondern sie mit ihrer ganzen Pers&#246;nlichkeit lebt und beseelt. Und deshalb darf man auch einen besonderen H&#246;hepunkt erwarten, wenn sie am 27. Februar einen Liederabend beim Kurt-Weill-Fest im Anhaltischen Theater gestaltet.
Bei der Zusammenstellung ihrer Recital-Programme setze sie gern auf "unorthodoxe Gruppen", erkl&#228;rt die S&#228;ngerin am Rande einer Masterclass in ihrer Geburtsstadt, die sie zwischen Konzerten im New Yorker Lincoln Center und in der Londoner Wigmore Hall leitet. Gerade hat sie an der Metropolitan Opera den H&#228;nsel in Humperdincks M&#228;rchenoper gesungen, demn&#228;chst steht sie als Graf Orlofsky in der "Fledermaus" auf der B&#252;hne der Bayerischen Staatsoper - und dann folgt Dessau, wo sie Weill in Kontrast zu Erich Wolfgang Korngold und von Franz Schubert setzen will. "Ich sortiere nicht nach Jahreszahlen", sagt Angelika Kirchschlager, "und ich singe nichts, was mir nicht gef&#228;llt".
Im konkreten Fall hei&#223;t das, dass sie Linien der Tradition und der Atmosph&#228;re nachzeichnet - die Wiener Pr&#228;gung bei Korngold und Schubert auf der einen, das New Yorker Exil bei Weill und Korngold auf der anderen Seite. "Wie ein Fisch im Wasser" f&#252;hle sie sich in diesen Liedern, die ja immer auch Mini-Dramen seien - also die optimale Aufgabe f&#252;r eine singende Darstellerin, die stets "so nahe am Text wie m&#246;glich" operiert.
Mit dieser Einstellung hat sie sich ein Repertoire erarbeitet, das vom Sesto in H&#228;ndels "Giulio Cesare" &#252;ber Debussys Melisande, Bizets Carmen und den "Rosenkavalier"-Octavian bis zur Titelpartie in der Urauff&#252;hrung von Nicolas Maws Oper "Sophie's Choice" reicht. Eine besondere Rolle im Katalog der charmanten Allround-Spezialistin nimmt - wie k&#246;nnte es anders sein? - ihr Landsmann Mozart ein, dem sie Parade-Partien wie die Dorabella in "Cosi fan tutte" und den Idamante im "Idomeneo" verdankt. Als Cherubino in seiner "Le Nozze di Figaro" deb&#252;tierte die junge Absolventin 1993 in der Wiener Staatsoper. Es war ihr erstes Engagement - und seither ging es permanent bergauf, was sich f&#252;r die 2007 zur Kammers&#228;ngerin ernannte K&#252;nstlerin nicht zuletzt in drei Echo Klassik Awards und einem Grammy zeigt.
Auch Kurt Weill hat sich Angelika Kirchschlager im &#252;brigen schon mehrfach gen&#228;hert: als Spelunkenjenny in einer konzertanten Auff&#252;hrung der "Dreigroschenoper" ebenso wie als Anna in den "Sieben Tods&#252;nden", die sie demn&#228;chst auch auf einer Tournee durch Portugal und Spanien singen wird. Gearbeitet hat sie dabei mit so renommierten Dirigenten wie HK Gruber und Simon Rattle, deren analytische Lesart ihrem eigenen Interpretations-Ansatz entgegenkam. Dass es freilich S&#228;nger braucht, um solchen Partien gerecht zu werden, steht f&#252;r sie au&#223;er Zweifel: Immerhin sei ein St&#252;ck wie die "Sieben Tods&#252;nden" doch zu gro&#223; instrumentiert, um es einer Schauspieler-Stimme anzuvertrauen.
Auf der anderen Seite - also im Orchester - hat auch Angelika Kirchschlagers Karriere einst begonnen. Sie studierte zun&#228;chst Schlagzeug und Klavier, ehe sie bei Walter Berry in Wien ihre Stimme schulen lie&#223;. Dass sie an ihrer einstigen Ausbildungsst&#228;tte - dem Salzburger Mozarteum - inzwischen selbst als Professorin unterrichtet, schlie&#223;t einen Kreis - und reicht ihr k&#252;nstlerisches Credo an die n&#228;chste Generation weiter: "Man singt, um etwas zu sagen".
Ein anderer Kreis hat sich gerade erst ge&#246;ffnet, weil der Dessauer Festival-Direktor Clemens Birnbaum inzwischen Intendant der H&#228;ndel-Festspiele in Halle geworden ist. W&#228;re es denkbar, dass Angelika Kirchschlager angesichts ihrer hoch gelobten CD mit Arien des Barockmeisters noch einmal nach Sachsen-Anhalt zur&#252;ckkehrt? "Ich habe mir vorgenommen, keine Partie mehr zu singen, die l&#228;nger als drei Stunden dauert", sagt sie. Aber generell auszuschlie&#223;en w&#228;re ein Konzert nicht: "Der Swing bei H&#228;ndel", sagt Angelika Kirchschlager, "kommt mir sehr entgegen."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Konzert in Dessau am 27. Februar, 19.30 Uhr, Anhaltisches Theater.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die MZ verlost drei mal zwei Freikarten, Interessenten schreiben bis 12. Februar an: Mitteldeutsche Zeitung, 06075 Halle / Saale, Ressort Kultur, Stichwort: Angelika Kirchschlager&lt;/p&gt;
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      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:35:41 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/265</link>
    </item>
    <item>
      <title>St&#228;dtischer Haushalt nimmt dramatische&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;St&#228;dtischer Haushalt nimmt dramatische Entwicklung an&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Stadtverwaltung erarbeitete Pr&#252;fliste zur Haushaltskonsolidierung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In einer Gespr&#228;chsrunde mit den Fraktionsvorsitzenden des Dessau-Ro&#223;lauer Stadtrates stellten Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig und die Beigeordnete f&#252;r Finanzen, Sabrina Nu&#223;beck, gestern Abend die Pr&#252;fliste der Stadtverwaltung vor, in der all diejenigen Einsparvorschl&#228;ge aufgef&#252;hrt sind, durch die der dramatischen Haushaltssituation entgegengewirkt werden soll. Im Folgenden werden die daf&#252;r verantwortlichen &#228;u&#223;eren Einfl&#252;sse ausf&#252;hrlich dargestellt, um dann die unvermeidbaren Einschnitte aufzuzeigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um es gleich auf den Punkt zu bringen: nicht der Einbruch eigener Steuer-einnahmen ist das Hauptproblem der Stadt Dessau-Ro&#223;lau, sondern das reformierte Finanzausgleichsgesetz (FAG) in Sachsen-Anhalt. In dessen Folge sind 10,3 Millionen Euro weniger Einnahmen im Vergleich zu 2009 zu verzeichnen (4,7 Millionen Euro weniger im Verwaltungshaushalt, und 5,6 Millionen Euro weniger im Verm&#246;genshaushalt). Hinzu kommt die R&#252;ckzahlung so genannter &#8222;&#252;berzahlter&#8220; Zuweisungen aus dem Jahr 2009 in H&#246;he von 1,3 Millionen Euro (verteilt auf 2010, 2011 und 2012).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das von Anfang an bestehende Problem der Unterfinanzierung der Stadt Dessau-Ro&#223;lau im Vergleich zu Halle und Magdeburg wurde nicht gel&#246;st. Seit Bestehen des kommunalen Finanzausgleichs in Sachsen-Anhalt erhalten die beiden Oberzentren eine Einwohnerveredelung von 12 Prozent, obwohl doch alle drei kreisfreien St&#228;dte und Oberzentren dieselben Aufgaben zu erledigen haben und in Dessau-Ro&#223;lau die Pro-Kopf-Belastung vielfach am H&#246;chsten ist (das bedeutet unter dem Strich: 6 Millionen Euro weniger gegen&#252;ber Halle und Magdeburg nur durch die Ungleichbehandlung).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stattdessen wurde die einzige Regelung im alten FAG, die der geringen Einwohnerdichte einerseits und der gro&#223;en Fl&#228;che andererseits Rechnung getragen hatte &#8211; n&#228;mlich der Fl&#228;chenfaktor bei der Investitionshilfe &#8211; abgeschafft und letztere ebenfalls an die Steuerkraft gebunden (das bedeutet unter dem Strich 2,8 Millionen Euro weniger gegen&#252;ber der alten Regelung).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Kosten f&#252;r Sozialhilfe sind in den letzten Jahren per Saldo (Ausgaben minus Einnahmen) um 24,2 Prozent gestiegen (das sind fast 2 Millionen Euro pro Jahr im Vergleich 2006 zu 2009) gestiegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die letzte Tariferh&#246;hung 2008/2009 sowie die Anpassung der Beamten-besoldung kostet die Stadt insgesamt rd. 4 Mio. EUR pro Jahr. Jedes weitere Prozent Tarifsteigerung entspricht einer Personalkostenerh&#246;hung um 600.000 Euro.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die eigenen Steuermindereinnahmen betragen voraussichtlich rd. 2,7 Millionen Euro gegen&#252;ber der Sch&#228;tzung im Finanzplan. Dadurch k&#246;nnen die geplanten Konsolidierungsma&#223;nahmen &#8211; n&#228;mlich tilgungsbezogene Einnahmen im Verwaltungshaushalt einzusetzen &#8211; nicht eingehalten werden, weil diese Mittel im Verm&#246;genshaushalt zur Darstellung der Eigenmittel f&#252;r die zus&#228;tzlichen Ma&#223;nahmen aus dem Konjunkturpaket II ben&#246;tigt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere Steuermindernahmen von voraussichtlich 7&#160;Millionen&#160;Euro bis zum Jahr 2018 resultieren aus dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dies alles f&#252;hrt dazu, dass am Ende des Finanzplanzeitraumes 2018 ein kumuliertes Defizit in H&#246;he von 140,7 Millionen Euro bestehen wird. Das entspricht fast 90 Prozent der gesamten Einnahmen eines Haushaltsjahres!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zurzeit sind Konsolidierungsma&#223;nahmen im Umfang von 13,8 Millionen Euro Beschlusslage des Stadtrates sowie im Entwurf des Finanzplanes 2010 enthalten:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;1,705&#160;Millionen Euro aus Sachkosteneinsparungen oder Einnahme-erh&#246;hungen (darunter 959.000&#160;Euro Zinsersparnis durch das Entschuldungsprogramm des Landes STARK II)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;11,117&#160;Millionen Euro aus Personaleinsparungen (= 298,8 Stellen)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere 222,4 Stellen werden eingespart durch die &#220;berleitung des Personals in den Eigenbetrieb KITA (Umwandlung von Personalkosten in Sachkosten &#8211; also keine echte Kostenersparnis)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dies entspricht in der Summe einer Stelleneinsparung von insgesamt rd. 521 Stellen bis 2018.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Entschuldungsprogramm STARK II legt als Indikator ebenfalls das Personalentwicklungskonzept zugrunde&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Effekte aus der Inanspruchnahme des Entschuldungsprogramms STARK II in H&#246;he von 959.000 Euro sind bereits ber&#252;cksichtigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;All diese Einsparungen sind in der Finanzplanung 2010 bereits ber&#252;ck-sichtigt. Dennoch f&#252;hren die neuen finanziellen Rahmenbedingungen zu besagter &#220;berschuldung in H&#246;he von 140,7 Millionen Euro bis zum Jahr 2018.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Damit sind weitere Einsparungen bzw. Einnahmeerh&#246;hungen notwendig. Vorausgesetzt die zus&#228;tzlichen Ma&#223;nahmen greifen ab 2013 &#8211; ergibt sich hieraus eine j&#228;hrliche Einsparsumme von 13,5 Mio. EUR. Jedes Jahr in dem die Ma&#223;nahme zeitiger umgesetzt werden &#8211; verringert diesen Betrag!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus dieser Notwendigkeit wurden neue Einsparvorschl&#228;ge erarbeitet unter folgenden Pr&#228;missen:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;weitere Personalk&#252;rzungen sind notwendig&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;die Erledigung von Aufgaben durch freie Tr&#228;ger bzw. Dritte geht der Erledigung mit eigenen Kr&#228;ften vor&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ehrenamtliches Engagement ist zu f&#246;rdern, um Aufgaben im freiwilligen Bereich auch weiterhin abzusichern&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;eine Anpassung der Einrichtungen in der Stadt an die demografische Entwicklung ist unumg&#228;nglich, das betrifft nicht nur weitere Schulen und Kindertagesst&#228;tten, sondern auch Sport-, Kultur- und Freizeiteinrich-tungen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;oberzentrale Aufgaben sollen weitgehend erhalten bleiben&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;oberste Priorit&#228;t bei den freiwilligen Leistungen hat die St&#228;rkung des Wirtschaftsstandortes Dessau-Ro&#223;lau, weil nur das die Vorausset-zungen daf&#252;r schaffen kann, dass die Stadt dem Abw&#228;rtstrend entgegenwirkt&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;die Schaffung der Voraussetzungen f&#252;r die Teilnahme am Entschuldungsprogramm ist unabdingbar, das hei&#223;t: ein genehmigungsf&#228;higer Haushalt inkl. Haushaltskonsolidierungskonzept&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ver&#228;u&#223;erungen von Unternehmen bzw. Unternehmensanteilen sind keine Option zur Konsolidierung in der Krise&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;der weitere Personalabbau soll m&#246;glichst sozialvertr&#228;glich erfolgen, aber betriebsbedingte K&#252;ndigungen werden nicht mehr ausgeschlossen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schwerpunkte der zus&#228;tzlichen Konsolidierungsvorschl&#228;ge, die durch die Verwaltung erst zu pr&#252;fen sind:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;zus&#228;tzliche Einsparung weiterer 100 Stellen in der Verwaltung einschl. nachgeordneter Einrichtungen, aber ohne Eigenbetriebe (voraussicht-liche Einsparung 4,7 Millionen Euro, das entspricht 35 Prozent der Gesamteinspar-summe)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Reduzierung der Aufwendungen f&#252;r die Betreuung der Ortschaftsr&#228;te, Au&#223;enstellen, B&#252;rgerb&#252;ros etc.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schlie&#223;ung Naturkundemuseum&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Reduzierung der Angebote im Tierpark (z. B. Schlie&#223;ung Schlangen-haus o. a. kostenintensiver Tiere)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Reduzierung der Leistungen der Anhaltischen Landesb&#252;cherei (z. B. Schlie&#223;ung Au&#223;enstellen und der Wissenschaftlichen Bibliothek, Reduzierung &#214;ffnungszeiten etc.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Reduzierung der Zusch&#252;sse f&#252;r Veranstaltungen auf die H&#228;lfte&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Halbierung der Zusch&#252;sse an Vereine f&#252;r verpachtete Sportst&#228;tten&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schlie&#223;ung von kommunalen Sporteinrichtungen (z. B. Ringerzentrum, Sportplatz &#8222;Einheit&#8220;, Schaftrift)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#214;ffnung des Waldbades f&#252;r freien Badebetrieb&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schlie&#223;ung S&#252;dschwimmhalle&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Verringerung der Zusch&#252;sse an Freibad Rodleben (Vergleich Ro&#223;lau)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Reduzierung der Zusch&#252;sse an das Anhaltische Theater nach Auslaufen des bestehenden Zuwendungsbetrages um 3,5&#160;Millionen Euro&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;um nur die wesentlichen Pr&#252;fauftr&#228;ge zu nennen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Klar ist angesichts der dramatischen Gesamtsituation auch, dass es nicht nur bei den genannten Einschr&#228;nkungen im freiwilligen Bereich bleiben kann, sondern dass auch Einschnitte bei Pflichtaufgaben anstehen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 11 Feb 2010 16:28:02 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/263</link>
    </item>
    <item>
      <title>Zwei St&#228;dte, ein ProblemDessau&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Zwei St&#228;dte, ein Problem&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Dessau-Ro&#223;lau und Bitterfeld-Wolfen fehlen Millionen - aus verschiedenen Gr&#252;nden&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;VON ANDREAS HILLGER UND CHRISTIAN SCHAFMEISTER&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;DESSAU/MZ. Im Internet ist derzeit eine Stellenausschreibung zu lesen, in der die Stadt Dessau-Ro&#223;lau "zum n&#228;chstm&#246;glichen Zeitpunkt" einen Amtsleiter f&#252;r Kultur sucht. Falls jene Streichliste in Kraft treten sollte, die jetzt in der Verwaltung gepr&#252;ft wird, wird man sich diese Stelle wohl sparen k&#246;nnen. Denn von den freiwilligen Aufgaben, zu denen die st&#228;dtischen Kultureinrichtungen z&#228;hlen, d&#252;rfte danach nicht mehr viel &#252;brig bleiben.
Dabei, so sagen Insider, ist dort eigentlich nicht mehr viel zu holen: Die Museen haben ihren Etat weitgehend auf die Personal- und Betriebskosten reduziert, an der Stiftung Bauhaus ist die Stadt nur mit f&#252;nf Prozent beteiligt. Unter den Unesco-Welterbest&#228;tten ist nur der Betrieb der Meisterh&#228;user stark von kommunalen Zusch&#252;ssen abh&#228;ngig. Als gr&#246;&#223;ter Posten aber schl&#228;gt das Anhaltische Theater zu Buche, das derzeit 15 Millionen Euro von Stadt und Land erh&#228;lt.
Auf der "Blut-und-Tr&#228;nen-Liste", wie das Papier intern hei&#223;t, macht dieses Haus nun auch den gr&#246;&#223;ten Posten aus: 3,5 Millionen Euro will die Stadt nach Auslaufen des Theater- und Orchestervertrages 2012 k&#252;rzen. Und da das Land seine Zuwendungen prozentual an den kommunalen Anteil koppelt, w&#252;rde sich diese Summe verdoppeln, nach Auslaufen der Haustarif-Vertr&#228;ge k&#228;men potenziell zwei Millionen Euro Mehrkosten auf die Arbeitgeber zu - und mit dem verbleibenden Rumpf-Etat lie&#223;en sich die n&#246;tigen Eigeneinnahmen nicht mehr erzielen. Am Ende, sagt Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker, blieben vielleicht sechs Millionen &#252;brig. "Das w&#228;re das Ende eines Ensemble- und Repertoire-Theaters, das derzeit seine 215. Spielzeit feiert - und ein Armutszeugnis f&#252;r die gegenw&#228;rtige Gesellschaft, die das Erbe von Generationen aufgibt."
Thomas Markworth bef&#252;rchtet zudem einen gef&#228;hrlichen Domino-Effekt. "Das Weill-Fest in seiner derzeitigen Form", sagt der Pr&#228;sident der Kurt-Weill-Gesellschaft, "ist ohne das Anhaltische Theater undenkbar". In einer Stadt, f&#252;r die ihr kulturelles Erbe einer der wichtigsten Standort-Faktoren sei, m&#252;sse man daher vor allem nach anderen K&#252;rzungs-M&#246;glichkeiten suchen - etwa in der Verwaltung selbst, die f&#252;r die Stadtgr&#246;&#223;e noch immer &#252;berdimensioniert sei.
Auch in der Nachbarstadt Bitterfeld-Wolfen sollen die Personalkosten von 23 Millionen Euro pro Jahr weiter sinken. Denn auch dort drohen harte Zeiten - dabei stand die Kommune bis vor kurzem gut da. Insbesondere wegen kr&#228;ftig sprudelnder Steuereinnahmen wurde 2008 ein &#220;berschuss von 8,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Bereits Ende 2009 zeichnete sich aber ein dramatischer Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen von 30 Millionen Euro ab. "Das hat uns das Genick gebrochen", sagt Oberb&#252;rgermeisterin Petra Wust (parteilos). Letztlich stand ein Defizit von 22 Millionen Euro. Und die Prognose von K&#228;mmerer Rolf H&#252;l&#223;ner ist d&#252;ster. "Wir steuern bald auf ein Defizit von 100 Millionen Euro zu."
Vor zwei Jahren indes sah die Situation v&#246;llig anders aus. Mehr als 40 Millionen Euro Gewerbesteuer zahlten Unternehmen wie Q-Cells vor Ausbruch der Wirtschaftskrise an die Kommune. Paradoxerweise fallen der Stadt die hohen Steuereinnahmen in der Vergangenheit jetzt richtig auf die F&#252;&#223;e, weil sie immer zwei Jahre sp&#228;ter als Berechnungsgrundlage herangezogen werden. Was der K&#228;mmerer schlicht als "Schattenwirkung" bezeichnet, kostet Bitterfeld-Wolfen Millionen. So gibt es 2010 einerseits deutlich weniger Landeszusch&#252;sse, andererseits muss eine Millionen-Umlage an den Kreis &#252;berwiesen werden. "Wir gehen bislang von 27,5 Millionen Kreisumlage aus, das w&#228;re doppelt so viel wie 2008", sagte der K&#228;mmerer. Dass die Stadt diese Summe schon einkalkuliert hat, f&#252;hrt zu einem kuriosen Ergebnis. "Uns fehlten bereits am 1. Januar 225 000 Euro, ohne dass wir zuvor eine einzige Aufgabe erledigt h&#228;tten", sagt Petra Wust. Ein Umstand, der bei der Oberb&#252;rgermeisterin f&#252;r &#196;rger sorgt. "Uns h&#228;ngt die Zunge an der Schuhsohle, wir sind pleite, gelten aber noch immer als steuerstarke Kommune, da stimmt doch etwas nicht." Dies k&#246;nne zudem den B&#252;rgern nicht vermittelt werden.
Auch der K&#228;mmerer spricht von einer "unverschuldeten Finanzmisere". Denn schlie&#223;lich habe man "nicht jahrelang in Saus und Braus gelebt". Spielraum, um eigene Akzente zu setzen, habe die Kommune aber nicht mehr. "Gestalten f&#228;llt aus, es geht nur darum, jeden Tag wieder zu schauen, ob noch etwas im Topf ist." Beispielsweise, um nach dem Winter die Schlagl&#246;cher zu beseitigen. Mehr gehe keinesfalls. "Ich sehe mich nur noch als Verwalter einer Stadt im extremen Notstand." So sei der Etat schon deshalb rechtswidrig, weil er bis 2018 nicht, wie vorgeschrieben, ausgeglichen werden k&#246;nne.
Oberb&#252;rgermeisterin Wust gibt sich dennoch k&#228;mpferisch. "Wir m&#252;ssen mit der Situation fertig werden." Gleichwohl &#228;rgert sie das Bild vom "N&#246;rgelverein und Anh&#228;ngsel", das von den St&#228;dten oft gezeichnet werde. "Wir sind gerade f&#252;r den B&#252;rger das wichtigste Element im Staatsgef&#252;ge", betont sie. "Aber obwohl wir 80 Millionen Leute vertreten, haben wir einfach keine Lobby."&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 11 Feb 2010 16:26:20 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/262</link>
    </item>
    <item>
      <title>Klagen hilft nichtMitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Klagen hilft nicht&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Mitteldeutsche Zeitung, 10.02.10,&#160;20:29&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;VON ANDREAS MONTAG&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;HALLE/MZ. Ohne Moos nichts los, hat der Schlagerbarde Gunter Gabriel b&#252;ndig formuliert. Eine Weisheit, die jedermann sofort einleuchtet, wenn es den eigenen Geldbeutel betrifft. Schwerer tut man sich als B&#252;rger mit der Einsicht in die Endlichkeit, klagen die H&#252;ter der &#246;ffentlichen Kassen &#252;ber Defizite. Und wird gar ein kommunaler Katalog der Grausamkeiten besprochen, wie es jetzt in der kulturtr&#228;chtigen Doppelstadt Dessau-Ro&#223;lau geschieht, muss man kein Prophet sein, um anschwellendes Klagegeschrei des Steuerzahlers vorherzusagen: Wo ist es hin, das sch&#246;ne Geld, und weshalb regnet es eigentlich nicht Scheine vom Himmel?
Nur ist es eben wirklich eine h&#246;chst prek&#228;re Lage, in der sich viele Gemeinden der Republik befinden: Am Ende der Verteilungskette, die vom verschuldeten Bund &#252;ber die finanzbed&#252;rftigen L&#228;nder bis vor die Haust&#252;r reicht, nimmt die Not konkrete Gestalt an. Und da sich die Leistungen einer Kommune per Gesetz in Pflicht und Vergn&#252;gen teilen, liegt nahe, wo man zu sparen versuchen wird: bei den freiwilligen Aufgaben, zu denen auch die Kultur geh&#246;rt.
Dieser gilt, wie es schon zu Zeiten des spitzb&#228;rtigen SED-Chefs Walter Ulbricht hie&#223;, zwar jeder zweite Herzschlag unseres Lebens, aber er kostet eben auch verdammt viel Geld - zumal das Theater. Man d&#252;rfte deshalb unschwer Unterst&#252;tzer finden, die einen solch &#252;ppigen Posten ohne mit der Wimper zu zucken komplett von der Ausgabenliste streichen w&#252;rden. Dass dies im Hinblick auf die Bildung der B&#252;rger, f&#252;r die sich der Staat zust&#228;ndig erkl&#228;rt, hoffentlich keine politischen Mehrheiten finden wird, ist zwar eine beruhigende Annahme - eine L&#246;sung der Finanzprobleme ist es nicht. Im Gegenteil: Viele St&#228;dte in Ost wie West drohen absehbar in eine immer weiter klaffende Schere zu geraten. Steigenden Lohn- wie Sozialausgaben und schrumpfenden Einwohnerzahlen stehen sinkende Steuereinnahmen gegen&#252;ber.
Deshalb ist das Finanzsystem der Kommunen generell reparaturbed&#252;rftig. Dass den Letzten die Hunde bei&#223;en, ist keine befriedigende Ansage f&#252;r ein Gemeinwesen. Das hie&#223;e, die B&#252;rgergesellschaft kapituliert. Ein Gedanke, der den politischen Sonntagsrednern in Berlin nicht angenehm sein d&#252;rfte.
Allerdings wird f&#252;r das Nachdenken &#252;ber eine tragf&#228;hige Kommunalfinanzierung nicht nur der Sachverstand der gew&#228;hlten Vertretungen, sondern idealerweise die Mitsprache und die Fantasie der B&#252;rger vor Ort gebraucht. Weder die Hoffnung, dass es schon irgendwie gut gehen wird, noch die Verdrossenheit &#252;ber die vielgescholtene Obrigkeit, von der man nichts erwarten k&#246;nne, helfen weiter.
Wenn man nun in Dessau-Ro&#223;lau die Notglocke l&#228;utet, ist dies mehr als nur Alarmismus. Eine Stadt, die mit Gartenreich, Bauhaus und Meisterh&#228;usern ein Erbe von Weltrang besitzt, Sch&#228;tze wie die Anhaltische Gem&#228;ldegalerie, ein ambitioniertes Theater und das renommierte Kurt-Weill-Fest dazu, hat eben auch das Potenzial, das Ausma&#223; drohender Einschnitte deutlich zu machen. Die Fallh&#246;he ist erheblich. Und keiner wird sagen k&#246;nnen, er h&#228;tte es nicht gewusst.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 11 Feb 2010 16:24:42 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/261</link>
    </item>
    <item>
      <title>Dessau-Ro&#223;lau droht mit KahlschlagUmfangreiche&#8230;</title>
      <description>&lt;h1&gt;Dessau-Ro&#223;lau droht mit Kahlschlag&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Umfangreiche Streichliste sieht K&#252;rzungen bei Theater, Museen und Sportst&#228;tten der Stadt vor&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;VON STEFFEN BRACHERT, Mitteldeutsche Zeitung Dessau, 10.02.10&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;DESSAU-ROSSLAU/MZ. Die akute Finanznot zwingt Dessau-Ro&#223;lau zu drastischen Einschnitten: Oberb&#252;rgermeister Klemens Koschig hat eine 83 Punkte z&#228;hlende Pr&#252;fliste in Auftrag gegeben, in deren Ergebnis knapp 13 Millionen Euro eingespart werden sollen. Bibliotheken, Freib&#228;dern, Sportpl&#228;tzen und Museen droht die Schlie&#223;ung. K&#252;rzen will Dessau-Ro&#223;lau offenbar auch die st&#228;dtischen Beteiligung f&#252;r die Stiftung Bauhaus und die Stiftung Meisterh&#228;user. Umstrittenster und gr&#246;&#223;ter Einzelposten auf der Liste: Die Stadt will nach Auslaufen des drei Jahre laufenden Zuwendungsvertrages f&#252;r das Anhaltische Theater ab 2013 den Zuschuss um 3,5 Millionen Euro halbieren. Das Vier-Sparten-Haus w&#228;re damit nicht mehr zu halten.
"Es ist eine Liste, die alle Tabus bricht", best&#228;tigte Koschig die Pl&#228;ne, "die f&#252;r uns eine Art Notwehr sind". Dessau-Ro&#223;lau f&#252;hle sich vom Land und vom Bund im Stich gelassen. Im Finanzplan f&#252;r 2010 hatte Dessau-Ro&#223;lau ein Minus von 13,2 Millionen Euro kalkuliert. Tats&#228;chlich liegt es nunmehr bei 25,9Millionen. "Die Gewerbesteuereinnahmen sind bei uns auch in der Krise fast konstant geblieben", sagte Koschig. Das wachsende Defizit sei allein auf &#228;u&#223;ere Einfl&#252;sse zur&#252;ckzuf&#252;hren.
Dessau-Ro&#223;lau steht damit beispielhaft f&#252;r viele Kommunen im Land - und ist als kreisfreies Oberzentrum doch ein Sonderfall. "Wir bekommen 2010 &#252;ber 10,3 Millionen Euro weniger aus dem Finanzausgleichsgesetz. Wir haben zus&#228;tzliche Steuermindereinnahmen in H&#246;he von 2,7 Millionen Euro. Und wir haben Sozialleistungen, die deutlich steigen. Im Vergleich zu 2006 zahlen wir 2009 schon zwei Millionen Euro mehr", rechnete Dessau-Ro&#223;laus Finanzdezernentin Sabrina Nu&#223;beck vor. Das Finanzausgleichsgesetz in Sachsen-Anhalt wurde zwar &#252;berarbeitet. Geblieben aber sei die Ungleichbehandlung im Vergleich zu Halle und Magdeburg. "Obwohl wir gleiche Aufgaben erledigen, bekommen wir weiterhin sechs Millionen weniger", beklagte Nu&#223;beck. Im M&#228;rz will sie einen genehmigungsf&#228;higen Haushaltsentwurf f&#252;r 2010 vorlegen. Bis dahin sollen die Pr&#252;fauftr&#228;ge abgearbeitet sein. Das letzte Wort hat der Stadtrat.
Sachsen-Anhalts St&#228;dte- und Gemeindebund warnte unterdessen vor Streichungen auch in anderen Kommunen. "Wir rechnen damit, dass auch andernorts Dienstleistungen im freiwilligen Bereich, etwa B&#252;chereien oder B&#228;der, eingeschr&#228;nkt werden m&#252;ssen", sagte der Erste Beigeordnete J&#252;rgen Leindecker der MZ. Viele Kommunen h&#228;tten &#252;berhaupt keinen Spielraum mehr.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 11 Feb 2010 16:23:23 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/260</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 05.02.2010SCHAF&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 05.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;SCHAF feiert Premiere im Alten Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Schaf&#8220; ist eine Musiktheaterproduktion von Sophie Kassies f&#252;r Kinder ab 5 Jahren aber auch f&#252;r Erwachsene absolut empfehlenswert. Im Studio des Alten Theaters feiert die Inszenierung in der Regie von Dirk Schmeding am 14. Februar um 10:30 Uhr Premiere. Eine Schauspielerin, ein Schauspieler, zwei S&#228;ngerinnen und zwei Musiker spielen und besingen die abenteuerliche Reise von Schaf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eingebettet wird sie in Musik von Henry Purcell, Georg Friedrich H&#228;ndel und Claudio Monteverdi. Erleben Sie diese humorvolle, phantastische, leicht melancholische, freche und liebevolle Geschichte!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie der Titel schon vermuten l&#228;sst -geht es um ein Schaf. Schaf lebt auf einer Wiese zusammen mit anderen Schafen und ist gl&#252;cklich. Lorenzo ist ein Prinz. Weil er K&#246;nig werden soll, ist er ungl&#252;cklich. Deshalb fl&#252;chtet er sich in die Schafherde, um seine Krone dort zu verstecken. Schaf hilft ihm dabei und so werden die beiden Freunde. Lorenzo ist der Meinung: &#8222;Wenn man einen Freund hat, ist man ein spezieller Jemand. Anders als die anderen. Dann braucht man einen Namen!&#8220; Nur hat Schaf den nicht, es ist einfach Schaf. Also macht es sich auf die Suche nach einem Namen und eine Reise voller Abenteuer beginnt!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Anschluss an die Premiere bieten die Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorff und die B&#252;hnenbildnerin Nicole Bergmann einen Premieren-Workshop &#8222;Schaf&#8220; an, eine spielerische Nachbereitung des Vorstellungsbesuchs. Nat&#252;rlich kann jedes Kind seine Bastelarbeit mit nach Hause nehmen!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Musikalische Leitung: Stefan Neubert |
Regie: Dirk Schmeding
B&#252;hne: Nicole Bergmann |
Kost&#252;me: Katja Schr&#246;pfer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit: Eva-Marianne Berger, Cornelia Marschall, Anne Weinkauf; Timm Carnarius/Gerald Manske, Stefan Neubert/Boris Cepeda, Hajo Tuschy&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere Vorstellungen: 18.02. 10.00 Uhr; 21.02. 10.30 Uhr; 21.03. 14.30 Uhr; 29.03.;10.00 Uhr [Karten zum Kinderpreis von 4,50 &#8364;, Erwachsene zahlen 6,- &#8364;!]&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auff&#252;hrungsdauer: ca. 1 h |
Premieren-Workshop &#8222;Schaf&#8220; max. 1 h&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 05 Feb 2010 16:53:15 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/259</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 05.02.2010DAS&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 05.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;DAS SCHAUSPIEL GEHT AN UNGEW&#214;HNLICHE ORTE&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Premiere &#8222;Milarepa&#8220; &#8211; St&#252;ck von Eric-Emmanuel Schmitt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater l&#228;dt am 12. Februar 2010 um 19:30 Uhr zu einer weiteren Premiere im Schauspiel ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Andrea Moses inszeniert einen Monolog des franz&#246;sischen Kult-Autors Eric-Emmanuel Schmitt im ehemaligen Heizungskeller des Bauhaus Dessau MILAREPA - Erster Teil des &#8222;Cycle de l'invisible&#8220;.
Simon tr&#228;umt jede Nacht denselben Traum. Zu diesem Traum liefert ihm eine geheimnisvolle Frau den Schl&#252;ssel: Er, Simon, sei die Reinkarnation des Onkels von Milarepa.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Milarepa war ein ber&#252;hmter tibetanischer Einsiedler. Der Onkel hatte seinem Neffen einen abgrundtiefen Hass entgegengebracht. Um aus dem Zyklus der Wiedergeburten ausbrechen zu k&#246;nnen, muss Simon die Geschichte der beiden M&#228;nner erz&#228;hlen. Dabei identifiziert er sich mit den beiden derart, dass ihre Identit&#228;t sich mit der seinen vermischt. Aber wo beginnt der Traum, wo endet die Realit&#228;t?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die komplexe Erz&#228;hlung des Franzosen Eric-Emmanuel Schmitt in einem einst&#252;ndigen Monolog nicht nur zu erz&#228;hlen, sondern darzustellen, macht die besondere Qualit&#228;t der Inszenierung der Regisseurin Andrea Moses aus. Der Schauspieler Uwe Fischer wird sein Publikum im ehemaligen Heizungskeller des Dessauer Bauhauses witzig und klug auf eine faszinierende Reise durch Zeit und Raum und in f&#252;r europ&#228;ische Augen ungew&#246;hnliche Bilderwelten entf&#252;hren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In seiner Trilogie des Unsichtbaren, welcher der Text &#252;ber Milarepa entstammt, sucht der Autor nach dem humanen und also gemeinsamen Kern in Buddhismus, Judentum, Islam und Christentum. &#8222;Jede Religion&#8220;, sagt Schmitt, &#8222;setzt sich mit dem Wesentlichen auseinander: der Schwierigkeit, ein Mensch zu sein.&#8220;  Diese Schwierigkeit zu meistern, bedarf es immer wieder eines Nirgendortes in unserer Phantasie, eines Vor-Bildes!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Regie: Andrea Moses | Dramaturgie: Holger Kuhla | Spiel: Uwe Fischer&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Auff&#252;hrungstermine: 14.2., 18:00 Uhr | 5.4.,18:00 Uhr&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Auff&#252;hrungsdauer: ca. 1 h&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 05 Feb 2010 14:51:47 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/258</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 05.02.2010DAS&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 05.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;DAS SCHAUSPIEL GEHT AN UNGEW&#214;HNLICHE ORTE&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Premiere &#8222;Milarepa&#8220; &#8211; St&#252;ck von Eric-Emmanuel Schmitt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater l&#228;dt am 12. Februar 2010 um 19:30 Uhr zu einer weiteren Premiere im Schauspiel ein.
Andrea Moses inszeniert einen Monolog des franz&#246;sischen Kult-Autors Eric-Emmanuel Schmitt im ehemaligen Heizungskeller des Bauhaus Dessau MILAREPA - Erster Teil des &#8222;Cycle de l'invisible&#8220;.
Simon tr&#228;umt jede Nacht denselben Traum. Zu diesem Traum liefert ihm eine geheimnisvolle Frau den Schl&#252;ssel: Er, Simon, sei die Reinkarnation des Onkels von Milarepa.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Milarepa war ein ber&#252;hmter tibetanischer Einsiedler. Der Onkel hatte seinem Neffen einen abgrundtiefen Hass entgegengebracht. Um aus dem Zyklus der Wiedergeburten ausbrechen zu k&#246;nnen, muss Simon die Geschichte der beiden M&#228;nner erz&#228;hlen. Dabei identifiziert er sich mit den beiden derart, dass ihre Identit&#228;t sich mit der seinen vermischt. Aber wo beginnt der Traum, wo endet die Realit&#228;t?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die komplexe Erz&#228;hlung des Franzosen Eric-Emmanuel Schmitt in einem einst&#252;ndigen Monolog nicht nur zu erz&#228;hlen, sondern darzustellen, macht die besondere Qualit&#228;t der Inszenierung der Regisseurin Andrea Moses aus. Der Schauspieler Uwe Fischer wird sein Publikum im ehemaligen Heizungskeller des Dessauer Bauhauses witzig und klug auf eine faszinierende Reise durch Zeit und Raum und in f&#252;r europ&#228;ische Augen ungew&#246;hnliche Bilderwelten entf&#252;hren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In seiner Trilogie des Unsichtbaren, welcher der Text &#252;ber Milarepa entstammt, sucht der Autor nach dem humanen und also gemeinsamen Kern in Buddhismus, Judentum, Islam und Christentum. &#8222;Jede Religion&#8220;, sagt Schmitt, &#8222;setzt sich mit dem Wesentlichen auseinander: der Schwierigkeit, ein Mensch zu sein.&#8220;  Diese Schwierigkeit zu meistern, bedarf es immer wieder eines Nirgendortes in unserer Phantasie, eines Vor-Bildes!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Regie: Andrea Moses | Dramaturgie: Holger Kuhla | Spiel: Uwe Fischer&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Auff&#252;hrungstermine: 14.2., 18:00 Uhr | 5.4.,18:00 Uhr&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Auff&#252;hrungsdauer: ca. 1 h&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 05 Feb 2010 14:47:35 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/257</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 05.02.2010Wunschkonzert&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 05.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Wunschkonzert im Anhaltischen Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Erstmals l&#228;dt das Anhaltische Theater am Sonntag, d. 25. April, um 17 Uhr zu einem Wunschkonzert mit dem Titel &#8222;Fr&#252;hling in Wien&#8220; im Gro&#223;en Haus ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unter der Leitung von Daniel Carlberg bringt die Anhaltische Philharmonie gemeinsam mit Gesangssolisten bekannte Werke Wiener Komponisten zu Geh&#246;r. Mozart und Schubert d&#252;rfen ebenso wenig fehlen wie die Mitglieder der Strau&#223;-Dynastie mit St&#252;cken wie dem &#8222;Fr&#252;hlingsstimmen&#8220;-Walzer oder der &#8222;Krapfenwaldl&#8220;-Polka. Eine Besonderheit dieses Konzertes besteht darin, dass die Besucher einige Programmpunkte im Vorfeld selbst ausw&#228;hlen k&#246;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;N&#228;here Informationen finden Sie in unserem Flyer &#8222;Fr&#252;hling in Wien&#8220; sowie auf der website des Theaters unter http://www.anhaltisches-theater.de/fruehling_in_wien.
Einsendeschluss f&#252;r alle Musikw&#252;nsche ist der 12. April 2010. Unter den Einsendern werden 3 Gutscheine f&#252;r je 2 Personen f&#252;r eine Vorstellung freier Wahl verlost.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dirigent: Daniel Carlberg | Solistin: Cornelia Marschall, Sopran | Moderation: Ronald M&#252;ller&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Karten zu den &#252;blichen Konzertpreisen unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 05 Feb 2010 10:46:22 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/256</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 05.02.2010Weltstar&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 05.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weltstar Leo Nucci in Dessau
Erster Auftritt in Deutschland seit &#252;ber 20 Jahren und einziger Deutschlandauftritt 2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit seinem Deb&#252;t an der Mail&#228;nder Scala 1977 z&#228;hlt er zu den gr&#246;&#223;ten seines Faches. Leo Nucci kann auf eine einzigartige, &#252;ber 30 Jahre w&#228;hrende Weltkarriere zur&#252;ckblicken, die ihn an die Zentren des internationalen Opernbetriebes f&#252;hrte: Salzburger Festspiele (mit Herbert von Karajan), Metropolitan Opera New York (mit James Levine), Mail&#228;nder Scala (mit Claudio Abbado, Riccardo Muti), Wiener Staatsoper, Opernhaus Z&#252;rich, Teatro Regio di Parma.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erstmals seit Ende der 1980er Jahre tritt Leo Nucci wieder in Deutschland auf: Am Anhaltischen Theater Dessau, das sich 2010 Nucci mit Mailand, Wien, Parma und Z&#252;rich teilt. Begleitet von der Anhaltischen Philharmonie Dessau unter der Leitung von GMD Antony Hermus singt Leo Nucci H&#246;hepunkte aus seinem Repertoire.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Gro&#223;en Operngala am 10. Mai, um 20 Uhr im Gro&#223;en Haus werden Ausschnitte u.a. aus &#8222;La Traviata&#8220;, &#8222;Un Ballo in Maschera&#8220;, &#8222;Rigoletto&#8220;, &#8222;Macbeth&#8220;, &#8222;Nabucco&#8220;, &#8222;Don Carlo&#8220;, &#8222;Andrea Chenier&#8220; erklingen. Das Konzert ist als Benefizkonzert zugunsten der Theaterstiftung ausgewiesen. Mit jedem Kauf eines Tickets unterst&#252;tzen Sie also ma&#223;geblich k&#252;nftige k&#252;nstlerische Vorhaben des Theaters, die durch die Stiftung finanziell unterst&#252;tzt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Auftritt Leo Nuccis in Dessau wird erm&#246;glicht durch die Associazione &#8222;Viva Verdi&#8220;, insbesondere durch deren Pr&#228;sidentin Ursula Riccio aus N&#252;rnberg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 05 Feb 2010 10:36:28 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/255</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 05.02.2010Anhaltische&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 05.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Anhaltische Philharmonie l&#228;dt ein zur &#8222;Unsterblichen Liebe Teil II&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Unsterbliche Liebe II&#8220; lautet der Untertitel der Sinfoniekonzerte der Anhaltischen Philharmonie im Februar. Am 11. und 12. Februar jeweils um19.30 Uhr pr&#228;gen gleich zwei Liebespaare das Konzertprogramm &#8211; allerdings zwei, die unterschiedlicher nicht sein k&#246;nnten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das komische Paar B&#233;atrice und B&#233;n&#233;dict aus Shakespeares Kom&#246;die &#8222;Viel L&#228;rm um nichts&#8220; machte Hector Berlioz zu Titelhelden einer komischen Oper (1862), aus der die quirlige Ouvert&#252;re erklingt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Gegensatz dazu schildert Arnold Sch&#246;nberg in einer gro&#223;en Sinfonischen Dichtung das Schicksal von Pell&#233;as und M&#233;lisande: M&#233;lisande liebt Pell&#233;as, ist jedoch mit dessen &#228;lterem Bruder Golaud verheiratet. Die Trag&#246;die ist vorprogrammiert. Sch&#246;nbergs fr&#252;hes Orchesterwerk (1903) wurde von Richard Strauss angeregt und steht noch ganz in der Tradition der Sp&#228;tromantik.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwischen diesen beiden Liebesgeschichten, der komischen und der tragischen, steht Webers 1. Klarinettenkonzert mit Daniel Ottensamer, dem jungen Soloklarinettisten der Wiener Philharmoniker.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das 4. Sinfoniekonzert wird von einem Gast dirigiert. Der Italiener Marzio Conti ist derzeit Chefdirigent des Nationalorchesters von Andorra und k&#252;nstlerischer Leiter des Orchestra Sinfonica di Sanremo.
F&#252;r beide der fantastischen Sinfoniekonzerte gibt es noch Tickets.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 05 Feb 2010 09:32:23 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/254</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 05.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Luftfahrt&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Dessau erh&#228;lt Stiftung f&#252;r Hugo Junkers&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Enkel zieht Institution aus M&#252;nchen ab&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Bernd Junkers, Enkel des Luftfahrt-Pioniers und Industriellen Hugo Junkers (1859-1935), hat die von ihm gegr&#252;ndete Stiftung aus M&#252;nchen nach Dessau verlegt. Wie er bei den Feierlichkeiten zum 75. Todestag seines Gro&#223;vaters mitteilte, soll die mit einem sechsstelligen Grundkapital ausgestattete Stiftung die Forschung zu Leben und Werk von Hugo Junkers unterst&#252;tzen und das Andenken an seine technischen Innovationen wach halten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erg&#228;nzt wird die Stiftung um eine ebenfalls von Bernd Junkers stammende Gro&#223;spende, die bislang bei der Stadt Dessau-Ro&#223;lau hinterlegt war. Der Stifter begr&#252;ndete seine Entscheidung damit, dass das Deutsche Museum M&#252;nchen als bisheriger Stiftungssitz den 150. Geburtstag seines Gro&#223;vaters im vergangenen Jahr ignoriert habe, w&#228;hrend in Dessau aus diesem Anlass ein umfangreiches Programm stattfand. Zudem habe ihn die positive Entwicklung im Dessauer Technikmuseum sowie generell in der Stadt &#252;berzeugt - auch in der Stiftung Bauhaus, im Anhaltischen Theater sowie beim Kurt-Weill-Fest. Dieser Aufbruchstimmung wolle er nun mit dem Umzug seiner 1990 ins Leben gerufenen Stiftung einen zus&#228;tzlichen Impuls verleihen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bernd Junkers, dessen Stiftung gemeinsam mit dem Luftfahrt-Presse-Club allj&#228;hrlich auch den Hugo-Junkers-Preis vergibt, pr&#228;sentierte auf der "Langen Nacht" am Mittwochabend Ausschnitte aus den teilweise noch unver&#246;ffentlichten Notizen seines Gro&#223;vaters.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieses Konvolut, dessen Transkription f&#252;r die Jahre 1911 bis 1935 rund 7 000 Schreibmaschinenseiten umfasst, wird derzeit f&#252;r eine Computer-Recherche vorbereitet und soll dann zu Forschungszwecken zur Verf&#252;gung stehen. Laut Bernd Junkers werden diese Notizen auch neue Erkenntnisse &#252;ber die Pers&#246;nlichkeit von Hugo Junkers zu Tage f&#246;rdern, die in eine Biografie des Flugzeugbauers einflie&#223;en sollen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Internetseite von Bernd Junkers:
www.junkers.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 05 Feb 2010 08:40:49 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/253</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 04.02.2010Das&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 04.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Das Anhaltische Theater sucht spielfreudige Dessauer &#252;ber 65 f&#252;r eine au&#223;ergew&#246;hnliche Schauspielinszenierung im Alten Theater&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Carmen Kittel oder Ich w&#252;nsch mir Sonnenstrand&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im Rahmen des Projekts &#8222;Wanderlust und Reisefreiheit&#8220; wird das Schauspielensemble zusammen mit f&#252;nf Dessauer Rentnern und Regisseur Niklas Ritter das Kultst&#252;ck &#8222;Carmen Kittel&#8220; des in dieser Stadt geborenen Schriftstellers Georg Seidel am 7. Mai, im Alten Theater zur Auff&#252;hrung bringen.
Erz&#228;hlt wird die Geschichte einer jungen Frau, die nach einer Heimkindheit in den Arbeitsalltag der beginnenden 80er Jahre der DDR entlassen wird. Sie arbeitet, sie lernt einen Mann kennen, sie verliebt sich. Als sie unverhofft schwanger wird, geraten ihr Leben und ihre Tr&#228;ume aus den Fugen. Carmen ist unf&#228;hig sich anzupassen und verstrickt sie sich mehr und mehr in ihr Ungl&#252;ck... .
Dessauer B&#252;rger und junge Darsteller werden gemeinsam auf der B&#252;hne stehen und sich anhand des Schicksals Carmen Kittel erinnern: An eigene sch&#246;ne und traurige Geschichten und an die Zeiten, als wir von Sonnenstrand tr&#228;umten...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Probenzeitraum: 29.03. bis 07.05. 2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wer Lust hat in dieser Inszenierung mitzuwirken wendet sich bis zum 28. Februar 2010 per Post an:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Anhaltisches Theater Dessau&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dramaturgie - Schauspiel&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Friedensplatz 1 a&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessau-Ro&#223;lau
06844&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 04 Feb 2010 17:11:35 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/252</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 02.02.2010Au&#223;ergew&#246;hnliche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 02.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Au&#223;ergew&#246;hnliche musikalische Talente stellen sich vor&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Nachdem am 10. Januar eine Patenschaftsvereinbarung zwischen der Musikschule Dessau-Ro&#223;lau und der Anhaltischen Philharmonie unterzeichnet wurde, mit der die bereits bestehende vielf&#228;ltige Zusammenarbeit auf eine dauerhafte vertragliche Basis gestellt worden ist, gibt es am 6. Februar um 18 Uhr im Theater ein gemeinsames Konzert der Philharmonie mit dem Orchester und Preistr&#228;gern der Musikschule. Das Motto lautet &#8222;FESTE FEIERN&#8220;. Eine Reihe ausgesuchter junger Talente, alle Sch&#252;ler der Musikschule Dessau-Ro&#223;lau, erhalten die M&#246;glichkeit, ihr musikalisches K&#246;nnen auf h&#246;chstem Niveau und ihre Begeisterung f&#252;r ihre Instrumente zu zeigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu h&#246;ren sind Kompositionen von Tschaikowski, Kabalewski, Weber, Faur&#233;, Sarasate, Schostakowitsch, Haydn und Rossini/Respighi. Als Solisten wirken mit: Tabea Korsowsky (Violine), Florian Marcy (Klarinette), Anh Quan Dao (Violine), Cornelius Tamm (Klavier) und Philipp Jekal (Bariton).
Das Konzert steht unter der Leitung der Dirigenten Daniel Carlberg und Friedemann Neef. Es moderiert Ronald M&#252;ller.&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 02 Feb 2010 18:11:21 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/251</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 02.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Tanzgeschichten machen die Runde&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Ballettmitglieder der vergangenen Jahrzehnte treffen sich in gro&#223;er Runde und erinnern sich&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Es gibt K&#252;sse und Umarmungen, Erstaunen und manchmal auch eine Freudentr&#228;ne zum Wiedersehen. Vor allem aber gibt es jede Menge Gespr&#228;chsstoff, als sich am Sonnabend im Anhaltischen Theater T&#228;nzerinnen und T&#228;nzer wiedersehen, die in den vergangenen Jahrzehnten im Ballettensemble getanzt haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kaum ist an diesem Tag der Schlussapplaus f&#252;r die Ballettauff&#252;hrung von "Lulu" verklungen, da sammeln sich M&#228;nner und Frauen im B&#252;hnenbild. Die jungen T&#228;nzerinnen und T&#228;nzer d&#252;rfen diesmal noch nicht in die Garderoben zum Umziehen und Abschminken. Eine gro&#223;e Menge formiert sich f&#252;r ein Gruppenfoto.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ines Becker dirigiert die Frauen und M&#228;nner, Margit Kraska steht mitten in der gro&#223;en Gruppe. Die beiden ehemaligen T&#228;nzerinnen sind die Organisatorinnen dieses gro&#223;en Treffens und haben auch w&#228;hrenddessen alle H&#228;nde voll zu tun. Namenszettel werden verteilt, auf einer Liste wird abgestrichen, erst nach der Vorstellung im Theaterrestaurant kommen sie ein wenig zur Ruhe und k&#246;nnen sich &#252;ber Blumen freuen, die es von Tanzkolleginnen als Dankesch&#246;n gibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Es sind um die 80 Teilnehmer", sagt Ines Becker, die im K&#252;nstlerischen Betriebsb&#252;ro des Theaters arbeitet. Sie blickt zufrieden in die Runde. Schnell waren an diesem Abend im Restaurant die Tische zusammengeschoben - und nun sitzt man - nahezu nach Jahrzehnten getrennt - und tauscht sich aus. "Das mischt sich sp&#228;ter noch", ist Margit Kraska sicher. Vorerst aber gibt es eine Runde mit T&#228;nzern, die in den 1960er Jahren in Dessau engagiert waren, die 70er bilden eine Gruppe und auch die aus den 80er Jahren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nur f&#252;r Erika M&#252;ller gibt es keinen Extratisch. M&#252;ller ist mit 82 Jahren die &#228;lteste Teilnehmerin. Als Erika Brandes tanzte sie gleich nach Kriegsende auf der Dessauer B&#252;hne, heiratete den Regisseur Werner M&#252;ller und lebt noch heute in der Stadt. Wann immer es geht, besucht sie auch heute noch Vorstellungen im Anhaltischen Theater. "Das Ballett war ganz fantastisch choreografiert", lobt Brandes die "Lulu" .&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nur ein paar Meter entfernt, sitzt ein junger Mann, der selbst &#252;ber Jahre hinweg das DessauBallett leitete: aus Magdeburg, seiner derzeitigen Wirkungsst&#228;tte, ist Gonzalo Galguera angereist. "Dieses Treffen ist eine Super-Idee", findet er. "Ich staune, wie viele Generationen hier zusammen gekommen sind." In der "Lulu" sah er "sehr gute T&#228;nzer, alles war sehr stimmig, man erkennt eine Handschrift".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ingeborg Rothe ist derweil damit besch&#228;ftigt, Fotos von Inszenierungen herumzureichen. Programmzettel aus den sp&#228;ten 1960er Jahren liegen in ihrer Runde auf dem Tisch. Es wird viel gelacht. Und immer wieder h&#246;rt man den einen Satz: "Wei&#223;t Du noch...?" Im Theater blieb am Sonnabend viel Zeit, um darauf eine Antwort zu finden.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 02 Feb 2010 10:54:47 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/250</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau, 02.02.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Eigenleben der Pl&#252;schtiere&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Kuscheltierkonzert in der Marienkirche begeisterte Sonntag kleine und gro&#223;e Besucher&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Man hat es immer geahnt. Kaum schlie&#223;t man hinter sich die T&#252;r zum Kinderzimmer, dann erwachen dessen Bewohner und f&#252;hren ein Eigenleben. Ger&#228;t man da hinein, dann kann es einem wie dem Erz&#228;hler des Kuscheltierkonzertes ergehen. Im Dessauer Fall hei&#223;t dieser Maximilian Schumann. Der Zehnj&#228;hrige hat am Sonntag ein gro&#223;es Programm absolviert. Zwei Mal lud das Anhaltische Theater an diesem Tag in die Marienkirche Kinder, Eltern und Gro&#223;eltern ein. Zwei Mal erz&#228;hlte Maximilian gemeinsam mit einer kleinen Besetzung der Anhaltischen Philharmonie von seinen Abenteuern mit den Kuscheltieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Kuscheltierkonzert schrieb Klaus W&#252;sthoff. 1997 wurde es in Berlin uraufgef&#252;hrt, in einer CD-Einspielung fungiert Otto Sander als Sprecher. In Dessau sollte es freilich kein Erwachsener sein, der die Kinder mit auf eine musikalische Reise nimmt. Mit Maximilian Schumann fand man einen jungen Erz&#228;hler, der &#252;ber alle Ma&#223;en souver&#228;n sein Headset trug, mit Kuscheltieren jonglierte und tanzte und dabei noch stets ein Auge auf Dirigent Daniel Carlberg hatte, der ihm den Einsatz gab.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Publikum in der Marienkirche war zu beiden Vorstellungen reichlich gekommen und rechnete man all die Hasen, B&#228;ren, K&#252;ken, Pferde, Pinguine und das ganze Getier noch hinzu, das Kinder in den H&#228;nden hielten und auf dem Scho&#223; hatten, dann war diese neue Form eines Konzertes f&#252;r die J&#252;ngsten beide Male mehr als ausverkauft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;W&#252;sthoffs St&#252;ck ist ein Karneval der Tiere in der Gegenwart. Die Musik l&#228;sst das Pferd gleicherma&#223;en galoppieren und wiehern, den Elefanten beh&#228;big tapsen und Affen und Eichh&#246;rnchen quicklebendig springen. Carlberg und seine Musiker gaben nicht weniger als bei einem Konzert f&#252;r erwachsenes Publikum, hatten sich jedoch dem Anlass entsprechend ausger&#252;stet: Am Kontrabass baumelte eine Robe und zu F&#252;&#223;en der Notenst&#228;nder lauschte manch anderes Getier.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was im Kuscheltierkonzert passiert, ist eine kleine Geschichte, die freilich nur Anlass ist, die pl&#252;schige Kinderzimmerbesatzung in musikalischen Farben vorzustellen. Das macht Maximilian Schumann zur Musik ganz exzellent und wie ein Profi. Er gibt dem Papagei ein keifendes Kr&#228;chzen und dem B&#228;r ein gem&#252;tliches Brummen. L&#228;sst die wilde Jagd von Affe und Eichh&#246;rnchen ins Publikum hin&#252;berschwappen und k&#252;rt den Elefanten im Finale als Sieger des Sch&#246;nheitswettbewerbes der Kuscheltiere. Nur eines h&#228;tte bei diesem sonnt&#228;glichen Musikspa&#223; f&#252;r die ganze Familie vielleicht noch besser gelingen k&#246;nnen: All die zuschauenden Kuscheltiere w&#228;ren gerne in irgendeiner Form, die &#252;ber blo&#223;es Klatschen hinaus geht, an diesem Konzert beteiligt gewesen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 02 Feb 2010 10:29:08 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/249</link>
    </item>
    <item>
      <title>Udo Badelt, Opernwelt/ Februar&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Udo Badelt, Opernwelt/ Februar 2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Antwerpen/Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Bernstein: Candide&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Die beste aller Welten&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Um herauszufinden, ob dies tats&#228;chlich die beste aller  m&#246;glichen Welten ist, kommen die Protagonisten in Leonard Bernsteins &#8222;Candide&#8220; ganz sch&#246;n rum: Westfalen, Bulgarien, Lissabon, Paris, S&#252;damerika, Eldorado. Das St&#252;ck selbst reist nicht ann&#228;hernd so viel: Es gilt, auch wegen der vielen Ortswechsel, als schwierig zu inszenieren und steht - zu Unrecht - im Schatten der &#8222;West Side Story&#8220;. Insofern ist es nicht ohne Reiz, dass &#8222;Candide&#8220; jetzt in zwei St&#228;dten gleichzeitig auf die B&#252;hne kommt (in beiden F&#228;llen unter neuer Intendanz) und damit Anlass bietet, zwei verschiedene m&#246;gliche Theaterwelten und ihre Bedingungen kennenzulernen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Antwerpen: Weltstadt der Renaissance, Hafenstadt, 470 000 Einwohner. Seit Januar 2009 ist der 35-j&#228;hrige Schweizer Aviel Cahn Intendant der Vlaamse Opera. Sein Hauptanliegen ist es, Oper als Kunstform st&#228;rker zur Diskussion zu stellen und in die Stadt zu tragen. Zu dieser Strategie geh&#246;rt ein Zusatzprogramm aus Filmen, Lesungen und Diskussionen. Es scheint zu funktionieren: Als Cahn vergangenes Jahr Saint-Sa&#235;ns' &#8222;Samson und Dalila&#8220; von einem israelisch-pal&#228;stinensischen Regieduo inszenieren lie&#223;, wurde hei&#223; diskutiert in einer Kommune, in der so viele orthodoxe Juden leben wie nirgends sonst in Europa. &#8222;Candide&#8220; soll diejenigen anlocken, die sonst eher ins Musical gehen. &#8222;Oper darf nicht nur f&#252;r die Happy Few sein&#8220;, sagt Cahn, der dabei auf manche belgische Gef&#252;hligkeit R&#252;cksicht nehmen muss. So gehen die Wallonen nicht nach Flandern in die Oper, sondern nach Br&#252;ssel. Die selbstbewussten Besucher aus Lilie dagegen m&#252;ssen sich ihrer franz&#246;sischen Identit&#228;t nicht versichern und fahren gern nach Antwerpen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Dessau w&#228;re man wahrscheinlich froh, wenn man diese Probleme h&#228;tte. Deindustrialisierung, das Verschwinden der Junkers-Werke, ein Bev&#246;lkerungsr&#252;ckgang von 130 000 (1940) auf zur Zeit rund 70 000 Einwohner und in der Folge mehrere Eingemeindungen haben dazu gef&#252;hrt, dass die Stadt inzwischen offiziell unter der Bindestrich-Scheu&#223;lichkeit &#8222;Dessau-Ro&#223;lau&#8220; fungiert. Dennoch sp&#252;rt Andr&#233; B&#252;cker, seit dieser Spielzeit Intendant des Anhaltischen Theaters (als Nachfolger von Johannes Felsenstein), einen tief verwurzelten Stolz auf die reiche kulturelle Vergangenheit des mitteldeutschen Kernraums. An seinem Haus wird seit 1794 ununterbrochen Theater gespielt. Anders als Aviel Cahn in Antwerpen hat B&#252;cker einen inhaltlichen Grund, &#8222;Candide&#8220; auf den Spielplan zu setzen: Das nach einer Vorlage von Voltaire entstandene St&#252;ck soll die aufkl&#228;rerische Tradition von Dessau als Geburtsstadt von Moses Mendelssohn zitieren. Deshalb ist auch Lessings &#8222;Nathan der Weise&#8220; im Programm, und - als Kehrseite der Aufkl&#228;rung - &#8222;Lohengrin&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Musikalisch sind beide &#8222;Candide&#8220;-Abende auf &#228;hnlich hohem Niveau. Daniel Carlberg in Dessau ist ein Dirigent mit &#228;u&#223;erst pr&#228;ziser Zeichengebung; das Tempo legt er breiter und langsamer an - aber nicht langweiliger - als Yannis Pouspourikas in Antwerpen. Dort trifft das Orchester ziemlich genau den Geist jenes britischen Humors, mit dem Regisseur Nigel Lowery das St&#252;ck angegangen ist. In der kindlichen Idylle des Beginns laufen Candide und seine Liebe Kunigunde hinter einer Wand, davor baumeln Beinchen, die sie sich umgeh&#228;ngt haben, so dass sie aussehen wie Puppen. Erz&#228;hler ist hier ein Sendemast mit der Anmutung des Computers HAL in Stanley Kubricks Film &#8222;2001&#8220;. In Dessau nimmt Regisseurin Cordula D&#228;uper die Figuren ernster, und nicht zuletzt deshalb ist ihre Inszenierung die ruhigere und menschlichere. Der Erz&#228;hler ist hier aus Fleisch und Blut, allerdings wechselt die Rolle mehrmals zwischen den Figuren, was eine Schw&#228;che der Inszenierung ist. In bei den H&#228;usern wird Dr. Pangloss, der die Lehre von Gottfried Wilhelm Leibniz vertritt - dass wir in der besten aller m&#246;glichen Welten leben w&#252;rden - von Schauspielern verk&#246;rpert (Graham Valentine in Antwerpen, Stephan Lohse in Dessau), die zwar charakteristische W&#252;rze einbringen, als S&#228;nger aber schwache Leistungen bieten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was man von der &#252;brigen Besetzung nicht sagen kann. Herausragend: Jane Archibald (Antwerpen) und Angelina Ruzzafante(Dessau), die beide als Kunigunde nicht nur die Bravour-Nummer &#8222;Glitter And Be Gay&#8220; souver&#228;n meistern, sowie Renate Dasch als Alte Frau in Dessau, die sich nach den internationalen Erfolgen ihrer Tochter Annette jetzt im Alter von 64 Jahren mit Noblesse noch einmal ein ganz neues Berufsfeld er&#246;ffnet hat. Fr&#252;her war sie &#196;rztin - was f&#252;r sie eindeutig nicht die beste aller m&#246;glichen Welten war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bernstein: Candide&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Antwerpen
Premiere am 15., besuchte Vorstellung am 29. Dezember 2009.
Musikalische Leitung: Yannis Pouspourikas, Inszenierung und Ausstattung: Nigel Lowery. Solisten: Michael Spyres (Candide), Jane Archibald (Kunigunde), Karan Armstrong (Alte Frau), Graham Valentine (Pangloss/Martin) u. a.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessau
Premiere am 4. Dezember 2009, besuchte Vorstellung am 9. Januar 2010.
Musikalische Leitung: Daniel Carlberg, Inszenierung: Cordula D&#228;uper, B&#252;hne: Jochen Schmitt, Kost&#252;me: Mareile Krettek. Solisten: David Ameln (Candide), Angelina Ruzzafante (Kunigunde), Renate Dasch (Alte Frau), Stephan Lohse (Erz&#228;hler/Pangloss/ Martin) u.a.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 01 Feb 2010 17:43:10 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/248</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ute Otto, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ute Otto, Mitteldeutsche Zeitung/Wittenberg, 22.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;KURT-WEILL-FEST K&#252;nstler des Anhaltischen Theaters stellen ihren Beitrag f&#252;r den Spielort Wittenberg vor. Programm dreht sich um Liebe und andere Leidenschaften.&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Proben in der zweiten Schicht&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;"In einigen Jahren wird man sagen, in Wittenberg stand die Wiege daf&#252;r, dass sich das Weill-Fest aus Dessau herausbewegt", sagt Michael Kaufmann. Der neue Intendant des Festivals will fortsetzen und forcieren, was sein Vorg&#228;nger Clemens Birnbaum begonnen hat: Zum zweiten Mal ist das Best-Western Stadtpalais Wittenberg eine von 20 vornehmlich in Kurt Weills (1900 bis 1950) Geburtsstadt Dessau angesiedelten Spielst&#228;tten. 44 Veranstaltungen -Konzerte verschiedener Musikgenres, Lesungen und Museumsf&#252;hrungen - warten vom 26. Februar bis 7. M&#228;rz auf ihr Publikum.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unter "Musikalische Comedy" firmiert, was am 3. M&#228;rz im Best-Western von drei K&#252;nstlern des Anhaltischen Theaters Dessau geboten wird. "Mein wildes Herz in deine Ruh" ist die mit Brecht-Songs zu Kompositionen von Weill und Zeitgenossen wie Hanns Eisler und Paul Dessau erz&#228;hlte Geschichte &#252;ber Claire (Matthieu Svetchine), George (Antje Weber) und dem trunks&#252;chtigen Barpianisten "Joe aus Soho" (Daniel Carlberg, 1. Kapellmeister am Anhaltischen Theater) &#252;ber die Macht entfesselter Leidenschaft. Dass die Rollen von Claire und George mit Schauspielern des jeweils anderen Geschlechts besetzt sind, hat damit zu tun, dass sie einst ein Mann war und er eine Frau. Das zun&#228;chst etwas Undurchschaubare "passt auch gut zu unserer K&#252;che", k&#252;ndigt Hotelchef Michael van der Sanden eine kulinarische Beilage des Abends an, "die &#252;ber Auge und Gaumen die Synapsen in Gehirn ebenso anregt".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Mit wildem Herzen", so Regisseur Holger Kuhla, proben die Mitglieder des Theaterensembles sozusagen in der zweiten Schicht f&#252;r ihren Weill-Fest-Beitrag. "Das kommt ja erschwerend hinzu, wir sind keine S&#228;nger, sondern Schauspieler", bittet Antje Weber um Nachsicht, wenn es "kein Festival der sch&#246;nen Stimmen" werde. Daf&#252;r sei aber der schauspielerische Part des Kapellmeisters auch eine kleine Weltpremiere. W&#228;hrend der aus Frankreich stammende Svetchine gesteht, dass ihm der Name Weill bislang nichts sagte, erz&#228;hlt Weber, wie lang der Weg war, bis sie Zugang zu Brecht und Weill fand. Noch zu DDR-Zeiten hat sie an der Schauspielschule "Ernst Busch" studiert. Das "Heroische", das seinerzeit in Brecht gelegt wurde und auf sie "verblendend" wirkte, habe sie abgeschreckt. Doch ihr erstes Engagement nach dem Studium brachte ihr ausgerechnet eine Rolle in Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" und ein Jahr sp&#228;ter spielte sie in der "Dreigroschenoper". "Das war die Vers&#246;hnung", so Weber. Nicht nur in dem hier vorgestellten Programm, sondern in den vielen Beitr&#228;gen zum Weill-Fest spiegelt sich laut Kaufmann wider, "dass es bei Brecht und Weill immer noch etwas Neues zu entdecken gibt".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"New Art ist True Art" - ein Song aus Weills erfolgreichstem Broadway-Musical "One Touch of Venus" gab dem Festival 2010 sein Motto. "Neue Kunst ist wahre Kunst" - Dar&#252;ber zu diskutieren, soll es reichlich Anlass geben.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Das Festival-Programm ist im Internet unter www.kurt-weill-fest.de zu finden. Ticket Hotline: 0180/5 56 45 64 .&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 01 Feb 2010 11:37:54 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/247</link>
    </item>
    <item>
      <title>Mathias Wiedemann, Schweinfurter&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Mathias Wiedemann, Schweinfurter Tagblatt, Kulturbeilage 2/10, 29.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#8222;AUS DEM GEIST DES WERKES ARBEITEN&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Interview: Andr&#233; B&#252;cker, neuer Intendant des Anhaltischen Theaters Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Andr&#233; B&#252;cker ist seit der Spielzeit 2009/2010 Nachfolger von Johannes Felsenstein als Generalintendant des Anhaltischen Theaters Dessau, das seit f&#252;nf Jahren regelm&#228;&#223;ig in Schweinfurt gastiert. Der Regisseur der H&#228;ndel-Oper &#8222;Serse&#8220;, die in Januar viermal hier zu sehen war, im Gespr&#228;ch &#252;ber die Lage der st&#228;dtischen Theater in Zeiten der Krise, die Neuausrichtung in Dessau und das Gl&#252;ck, Opern zu inszenieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Gespr&#228;ch f&#252;hrte Mathias Wiedemann.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Frage: 2010 ist angek&#252;ndigt als gro&#223;es Jahr der Schmerzen f&#252;r Theater und Museen. L&#228;ngst kursieren Listen von Schlie&#223;ung bedrohter H&#228;user &#8211; was bemerken Sie davon in Dessau?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Andr&#233; B&#252;cker: Der Druck ist nat&#252;rlich immer da. Aber den kenne ich schon seit Jahren. Ich habe 1998 in Wilhelmshaven als stellvertretender Intendant angefangen, das war eine Landesb&#252;hne, und da gab es auch schon finanziellen Druck. In Halberstadt, wo ich dreieinhalb Jahre Intendant war, habe ich st&#228;ndig damit zu tun gehabt. Und in Dessau ist es auch so.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wie &#228;u&#223;ert sich das im Alltag?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Wir arbeiten unter Haustarifvertrag-Bedingungen, das hei&#223;t, die Leute m&#252;ssen in weniger Arbeitszeit f&#252;r weniger Geld genauso viel, oder m&#246;glichst noch mehr, leisten wie vorher. Die finanzielle Situation ist insgesamt dramatisch. Aber es geh&#246;rt nat&#252;rlich zum Theatermachen dazu, gerade wenn man ein Stadttheater leitet, sich mit der Finanzierungslage auseinanderzusetzen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Welche M&#246;glichkeiten hat ein Intendant denn, au&#223;er f&#252;r m&#246;glichst volle H&#228;user zu sorgen? Spielen denn Sponsoren eine Rolle?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Ach, das h&#228;lt sich in Grenzen. Dessau ist nun keine Region mit gro&#223;er Industrie, das sind eher mittelst&#228;ndische Unternehmen. Dass man Partner findet, die in gr&#246;&#223;erem Umfang Beitr&#228;ge leisten, ist sowieso eher selten. Ich bin auch &#252;berzeugter Verfechter des deutschen Stadttheater-Systems, das von der &#246;ffentlichen Hand finanziert wird. Nicht, weil es bequem ist, sondern, weil es M&#246;glichkeiten er&#246;ffnet. Und nat&#252;rlich auch, weil man dadurch g&#252;nstige Eintrittskarten f&#252;r Alle anbieten kann. Es wird ja bei den Diskussionen gerne vergessen, dass das ja ein Hauptanliegen dieses Systems ist.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Was bedeutet das aber f&#252;r den Intendanten?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Ich glaube, man muss das Ganze k&#252;nstlerisch l&#246;sen. Man muss sich mit dem legitimieren, was man tut. Man muss die Leute ins Theater bringen und begeistern. Man muss das Theater kommunizieren in eine Stadt, man muss sich aber auch als Teil dieses Ortes begreifen. Wir d&#252;rfen uns Experimente leisten, wir m&#252;ssen aber die Leute erreichen. Und wenn man das &#252;berzeugend tut, muss einem um die Zukunft nicht unbedingt bange sein.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;A propos Kommunikation: Zu Ihrem Amtsantritt 2009 steht auf der Internet-Seite des Theaters eher lakonisch, Sie h&#228;tten das Haus k&#252;nstlerisch neu ausgerichtet, vor allem mit personellen Neubesetzungen. Es w&#228;re jetzt nicht so spannend, die obligatorische Frage nach Ihrem Vorg&#228;nger Johannes Felsenstein zu stellen. Aber was bedeutet &#8222;Neuausrichtung&#8220; denn konkret?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Das ist ein personeller Neuanfang, wie er bei einem Intendanten-Wechsel durchaus &#252;blich ist. Besonders, wenn ein Vorg&#228;nger sehr, sehr lang im Amt war &#8211; Felsenstein war 18 Jahre da. Da haben sich dann einfach Strukturen gebildet, die nicht mehr zeitgem&#228;&#223; sind. Aber dass mit dem neuen Chef auch neues Personal kommt, das gibt es ja auch in der Politik oder der Wirtschaft. Und mit dem neuen Personal kommen dann eben auch andere Schwerpunkte. Stichwort Kommunikation: Wir gehen anders auf die Leute vor Ort zu, wir machen viele Projekte um das eigentliche B&#252;hnengeschehen herum, um die Dessauer auf allen Ebenen anzusprechen. Das gab es vorher so nicht.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;In Dessau wurde immer alles auf Deutsch gesungen. Wird sich das &#228;ndern?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Das &#228;ndert sich! Wir werden etwa italienische Oper in Originalsprache machen. Das erkl&#228;rt sich eigentlich von selbst, das ist musikalisch notwendig, das hat eine ganz andere Kraft.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Dessau hatte seit einigen Jahren ein Kooperationsmodell mit der Ballett-Compagnie von Gregor Seyffert &#8211; die war auch in Schweinfurt zu sehen. Gibt es diese Kooperation noch?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Nein, diese Kooperation besteht nicht mehr. Das h&#228;ngt auch mit dem Intendanten-Wechsel zusammen. Es gibt jetzt einen neuen Chef-Choreografen, Tomasz Kajdanski, der zuletzt in Eisenach gro&#223;e Erfolge gefeiert hat. Er macht unglaublich sinnliches und hochenergetisches Ballett mit klassischer Formensprache aber auch modernen Ans&#228;tzen. Und er ist ein gro&#223;er Geschichtenerz&#228;hler. Seine erste Premiere mit &#8222;Lulu&#8220; war ein fulminanter Erfolg. Dessau ist ein Theater mit gro&#223;er Tanz-Tradition, und an die kn&#252;pft der neue Ballett-Direktor an.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Seit einigen Jahren gastiert Dessau immer wieder in Schweinfurt &#8211; bedeutet Ihr Besuch hier, dass diese Kooperation fortgesetzt wird?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Wir wollen, dass diese erfolgreiche Kooperation, die jetzt ins f&#252;nfte Jahr geht, weitergeht. Das w&#228;re sch&#246;n.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Welche Bedeutung haben Abstecher f&#252;r Sie &#8211; m&#252;ssen oder wollen Sie die machen?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Wir sind ja eigentlich kein Abstecher-Theater, sondern ein klassisches Stadttheater. Das hei&#223;t nat&#252;rlich, dass wir einen Gro&#223;teil unserer Vorstellungen zu Hause spielen. Aber es ist nat&#252;rlich immer sch&#246;n f&#252;r K&#252;nstler, wenn sie mal rauskommen, und auch mal erleben, wie das Publikum woanders reagiert. Und dann ist das nat&#252;rlich auch finanziell interessant.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Bringen denn solche Ausfl&#252;ge finanziell etwas?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Na ja, es muss sich insofern lohnen, als man nicht draufzahlt, das ist klar. Das gro&#223;e Geld verdient man damit nicht, aber es ist f&#252;r beide Seiten gut. Es bleibt was f&#252;rs Theater &#252;ber, und es ist sch&#246;n f&#252;r die K&#252;nstler. Wir machen allerdings nur wenige, ausgesuchte Gastspiele, weil es allein von der Dimension der Dessauer B&#252;hne her schwierig ist, woanders aufzubauen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die B&#252;hne in Dessau ist riesig.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Ja, Dessau ist ein riesiges Theater, da schlie&#223;en sich viele Projekte au&#223;erhalb von vorneherein aus. Aber f&#252;r B&#252;hnen, mit denen wir eine l&#228;ngere Zusammenarbeit haben, finden wir immer eine L&#246;sung und passen schon mal ein B&#252;hnenbild an.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Welche Rolle spielen die neuen Medien? Im Internet-Forum des Theaters wird ja ziemlich rege diskutiert.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Das schaue ich mir nat&#252;rlich an. Ich will ja wissen, was die Leute denken. Es ist &#252;berhaupt das Sch&#246;nste, wenn die Menschen teilnehmen an dem, was in ihrem Theater passiert. Das Dessauer Theater ist in seiner 215. Spielzeit, die Menschen hier sind mit ihrem  Theater verbunden, und das sp&#252;rt man nat&#252;rlich auch. Das ist wunderbar. Aber nat&#252;rlich gibt es kontroverse Meinungen. Das Ding, das alle toll finden, ist noch nicht erfunden. Das schlechteste Theater ist das, das allen egal ist.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Sie stammen aus Niedersachsen &#8211; wie sind Sie in Dessau aufgenommen worden? Gibt es noch eine Ost-West-Problematik?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Das habe ich nicht so empfunden. Viele wissen auch gar nicht mehr, dass ich aus dem Westen komme. Ich bin schon sehr lange im Osten unterwegs. Ich habe f&#252;rs Kunstfest Weimar gearbeitet in den 90ern. Ich war seit 1999 st&#228;ndig als Regisseur in Theatern im Osten. Ich war dreieinhalb Jahre im selben Bundesland schon Intendant. Ich kenne die Mentalit&#228;t der Leute und bin sehr gerne hier. Mich interessiert diese Kulturlandschaft, und ich glaube, es ist wichtig, dass die Leute das sp&#252;ren.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wir haben gerade ausgiebig 20 Jahre Mauerfall gefeiert. Ist die deutsche Teilung noch ein Thema? Begreifen sich die Leute noch als Ossis oder eben Wessis?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Es ist schon noch ein Thema, weil man den Unterschied eben immer noch deutlich merkt. Die Br&#252;che in den Biografien der Menschen und in den Geschichten der St&#228;dte manifestieren sich sehr deutlich. Die Sozialisation in der DDR war einfach eine deutlich andere, und das sp&#252;rt man nach wie vor.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Ist das noch ein Thema f&#252;rs Theater?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Wir haben das mit einem gro&#223;en Projekt in der Stadt thematisiert, wo wir die B&#252;rger befragt haben &#8211; wie war das, was waren die Vorg&#228;nge in Dessau zu Wendezeiten? Und wir haben vor allem gefragt, wie ist es heute? Was wissen die Nachgeborenen von der DDR? Und damit verbunden die Frage, wof&#252;r w&#252;rden heute 18-J&#228;hrige auf die Stra&#223;e gehen? Was bedeutet Freiheit, die M&#246;glichkeit, seine Meinung sagen zu d&#252;rfen?&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;In Schweinfurt war Ihre &#8222;Xerxes&#8220;-Inszenierung zu sehen. Welche Rolle spielt f&#252;r Sie als Regisseur die Musik?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Eine gewaltige nat&#252;rlich. Ich bin ein gro&#223;er H&#228;ndel-Fan. Ich habe drei Opern von ihm inszeniert. Diese barocke Form ist ja sehr speziell. Die ganzen Wiederholungen &#8211; da muss einem ja auch was dazu einfallen. Das sind ja nicht durchg&#228;ngige psychologische Vorg&#228;nge. Sondern die Rezitative bringen die Handlung voran, und die Arien erkl&#228;ren die Affekte, also die Emotionen. Aber genau diese Form reizt mich sehr.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wie knacken Sie diese Statik?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Ich erfinde Vorg&#228;nge.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Sie erfinden Vorg&#228;nge?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Ja. Die Geschichte ist ja vorhanden, und man muss die Vorg&#228;nge, die in den Rezitativen stattfinden, mit Leben f&#252;llen und dann f&#252;r die Arien auch noch eine Form finden. Ich mache dann eine durchg&#228;ngig erz&#228;hlte Geschichte daraus.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Also die Zeit bleibt nicht einfach w&#228;hrend der Arien stehen?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Genau das eben nicht. Vielleicht k&#246;nnte man &#8222;psychologisieren&#8220; dazu sagen. Mich interessiert einfach, was die Figuren antreibt. Ich will sie in ihren N&#246;ten begreifen &#8211; die leiden ja alle.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Sonst w&#228;re es ja auch keine Oper.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Eben. Man kann sich nat&#252;rlich hinstellen und in der Arie diesen einen Satz in 40 wundersch&#246;nen Variationen singen. Und ich will dem S&#228;nger einen Grund geben, warum der das eben 40 mal singt. Er singt das ja nicht nur, weil es sch&#246;n ist.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Ihr &#8222;Xerxes&#8220; ist eine komplett durchgestylte Inszenierung. Wie sehr nimmt der Regisseur Einfluss auf den Look einer Auff&#252;hrung?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Sehr stark nat&#252;rlich. Man sucht sich als Regisseur einen B&#252;hnenbildner zu dem Gedanken, den man f&#252;r das St&#252;ck hat. Man arbeitet dann gemeinsam daran, und wie es dann letztlich aussieht, ist Ergebnis einer Entwicklung. Die &#196;sthetik spielt eine gro&#223;e Rolle. Und in einer Barockoper ist nat&#252;rlich der Style sehr wichtig, auch wenn die Kost&#252;me modern sind.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Machen Sie lieber Musik- oder lieber Sprechtheater?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Ich mag beides wahnsinnig gern. Ich bin ja erst sp&#228;ter zum Musiktheater gekommen. Das ist eine v&#246;llig andere Arbeitsweise als beim Sprechtheater. Im Musiktheater ist sehr viel vorgegeben. Der gr&#246;&#223;te Unterschied ist: Im Sprechtheater muss man sich die Zeit erfinden. In der Musik ist sie da. In der Musik liegen auch schon die Stimmungen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Da kann man nicht einfach gegen an inszenieren.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;B&#252;cker: Das geht in den meisten F&#228;llen extrem schief. Im Schauspiel muss man das alles erfinden. Da kann man Figuren auch mal gegen die Strich b&#252;rsten oder anders besetzen, als sie im Textbuch stehen. Man ist wesentlich freier. Aber es ist auch anstrengender als Oper, wo man dieses wunderbare Ger&#252;st der Musik hat. Aber ich glaube, ich bin jemand, der sehr aus dem Geist des Werkes arbeitet und sich sowieso auf die Musik einl&#228;sst. Das gilt aber auch f&#252;r das Schauspiel: Ich arbeite sehr aus den Texten heraus.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 01 Feb 2010 10:12:03 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/246</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/Dessau, 31.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Anhaltisches Theater&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Vor den V&#228;tern sterben die S&#246;hne&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Christian Weise inszeniert in Dessau Kleists &#171;Die Familie Schroffenstein&#187;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das ist ein starkes St&#252;ck: Weil die Familie Rositz ihre Nachbarn und Verwandten - die Warwands - im Verdacht hat, ihren j&#252;ngsten Spross erschlagen zu haben, r&#252;stet sie zur Ausrottung der ganzen Sippe. Am Sarg des Sohnes schw&#246;rt Vater Rupert Rache und zwingt auch seinem verbliebenen Erben Ottokar das Versprechen ab, im "M&#246;rderhaus Sylvesters" einen Blutzoll zu fordern. Am Ende erst werden die Oberh&#228;upter erkennen, dass am Anfang kein Verbrechen, sondern ein Unfall stand. Doch da werden die letzten Kinder beider H&#228;user schon tot sein - ermordet von ihren eigenen V&#228;tern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heinrich von Kleists "Die Familie Schroffenstein" ist seit jeher eine Zumutung f&#252;r jeden Theaterbesucher und eine Herausforderung f&#252;r jeden Regisseur. Wie soll man diese Vendetta aus dem Zeitalter der Ritter und Grafen in die Gegenwart &#252;bersetzen, ohne sie der L&#228;cherlichkeit preiszugeben? Wie soll man aus diesem Mystery-Thriller mit abgeschnittenen Fingern und vertauschten Kleidern, mit gemeuchelten Herolden und willf&#228;hrigen Henkern retten, was zu retten lohnt - n&#228;mlich die Geschichte einer jungen Liebe, die &#224; la Romeo und Julia von der zerst&#246;rerischen Kraft des Misstrauens in die Katastrophe getrieben wird?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Christian Weise hat am Anhaltischen Theater Dessau einen plausiblen Weg gefunden. Die Burgen derer von Rositz und von Warwand sind hier zwei Plattenbau-Wohnungen, die nur ein schmales Treppenhaus trennt. Man k&#246;nnte das Missverst&#228;ndnis von Balkon zu Balkon kl&#228;ren, wenn dort nicht bevorzugt gemordet w&#252;rde, um die Auslegware zu schonen. Denn blutig, sehr blutig geht es zu bei diesen Hinrichtungen - so, wie man es aus den brutalen Fernsehfilmen kennt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Bildschirm ersetzt hier die Schule der Gef&#252;hle, er &#252;berbr&#252;ckt das Schweigen und kommentiert das Leben. Und immer l&#228;uft "Twin Peaks", die legend&#228;re Serie von David Lynch, deren Dialoge sich zu Kleists hohem Ton wie eine lakonische &#220;bersetzung verhalten. Mit diesem Gegenschnitt hat Weise, der auch f&#252;r den B&#252;hnenraum mit dem mohndurchwirkten Kornfeld vor der genormten Tristesse verantwortlich zeichnet, tats&#228;chlich eine zeitgem&#228;&#223;e Entsprechung f&#252;r den monstr&#246;sen Erstling des Dichters gefunden: Solche Formate liefern heute den Horror, der sich einst der schwarzen Romantik verdankte. Und so wie diese sind auch jene nichts f&#252;r schwache Nerven. Mit psychologischem Kammerspiel allein ist der Pulp Fiction nun mal nicht beizukommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber neben die schwer ertr&#228;glichen Momenten, in denen Baseball-Schl&#228;ger, &#196;xte und Pistolen zum Einsatz kommen oder der schnelle, harte Sex die fehlenden Worte ersetzt, setzt die Regie immer wieder Passagen, in denen ein Rest von Menschlichkeit aufblitzt. Wenn Stephan Korves etwa seine Gemahlin Gertrude (Verena Unbehaun) beschw&#246;rt, keinen falschen Verdacht gegen ihre Stiefschwester zu sch&#252;ren. Wenn diese Eustache (Antje Weber) ihrem Rupert (Uwe Fischer) von der Liebe der Kinder erz&#228;hlt, um sein Herz zu erweichen. Oder wenn der in seiner Treue zerrissene Jeronimus (Gerald Fiedler) zwischen den Fronten zu vermitteln sucht - bis er selbst in die H&#228;nde der Schl&#228;chter f&#228;llt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt an diesem Abend, der fast das ganze Ensemble in H&#246;chstform zusammenf&#252;hrt, keine kleinen Rollen - aber zwei ganz gro&#223;e. Ines Schiller und Jan Kersjes zeigen, eifers&#252;chtig beobachtet von Johann (Matthieu Svetchine), eine junge Liebe zwischen ungelenker K&#246;rperlichkeit und ernstem Gef&#252;hl, sie sind - mit Bierflasche vor dem Fernseher - zwei Menschenkinder von heute. Was aus dieser Verbindung der an &#252;bergro&#223;en Ohren und Nasen erkennbaren St&#228;mme h&#228;tte werden k&#246;nnen, bleibt offen. Denn wenn vor den V&#228;tern die S&#246;hne sterben, erl&#246;schen die Familien.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 31 Jan 2010 17:53:11 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/245</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ute Grundmann, www.nachtkritik.de&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ute Grundmann, www.nachtkritik.de, 30.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Familie Schroffenstein &#8211; Kleists Schauererstling im Soapformat am Anhaltischen Theater Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Verbotene Liebe&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Dessau, 29. Januar 2010. Zwei Wohnzimmer, in denen der Fernseher l&#228;uft. Nach den Wortfetzen zu schlie&#223;en, ist es eine Krimireihe ("Twin Peaks"), die in beiden R&#228;umen geschaut wird. Doch im linken der parallel gebauten Zimmer steht ein Sarg, trauert eine Familie eher m&#228;&#223;ig beim Konsum von Fernsehen und Torte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So beginnt im Anhaltischen Theater Dessau Heinrich von Kleists fr&#252;hes Drama "Die Familie Schroffenstein". Ein windungs- und verwirrungsreiches St&#252;ck um zwei Str&#228;nge einer Familie, die sich bekriegen, weil das sohn- und erbenlose Verl&#246;schen der einen Sippe zum Vorteil der anderen w&#228;re. Doch gibt es, &#224; la Romeo und Julia, ein junges Paar, das sich der Dauerfehde der &#196;lteren entgegenzustellen versucht.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Fehde im Plattenbau&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dieses fr&#252;he, selten gespielte Trauerspiel von 1803, Kleists Erstling, ist eigentlich im Mittelalter und unter deutschen Rittern angesiedelt. Doch das Regieteam um Christian Weise, der auch das B&#252;hnenbild entwarf, hat dem Drama alles, was Burg, Fahnen, Schwerter, R&#252;stungen bedeuten k&#246;nnte, radikal ausgetrieben. Nur zweimal d&#252;rfen die M&#228;nner den Kriegspfad auf h&#246;lzernen Steckenpferdchen entlangtraben, was &#8211; wie das St&#252;ck selbst in manchen Phasen &#8211; eine gewisse Komik hat. Im &#252;brigen ist dem Trauerspiel &#8211; mit der ganzen Wucht der Kleistschen Sprache &#8211; wenig vom unverst&#228;ndlichen, aber unaufhaltsamen Weg ins Verderben beider Familien abhanden gekommen. Nur dass diese in der Kleinb&#252;rgerlichkeit angekommen sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie ein herausgeschnittener Riegel aus einem Plattenbau sind die beiden Wohnzimmer auf die Hinterb&#252;hne gebaut, die "Kriegsparteien" leben fast Wand an Wand, nur durch ein enges Treppenhaus getrennt. Links, bei denen aus dem Haus Rossnitz, wird der kleine Sohn betrauert, der angeblich von denen dr&#252;ben, dem Haus Warwand, ermordet wurde. Zwischen TV-Gucken und Trauermusik sinnen die Herren der Familie auf Rache, doch zum Rauchen geht man auf den Balkon. Die Zivilisiertheit allerdings findet bald ihre Grenzen: Da wird der Bote der einen Familie auf dem Balkon der anderen blutspritzend erschlagen, was nat&#252;rlich dem Denken der kleinb&#252;rgerlichen Ritter zufolge nicht unges&#252;hnt bleiben darf. Und so klatscht bald weiteres Blut, diesmal an die Flurt&#252;r.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Ein Fernseher im Kornfeld&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Christian Weise setzt solche Drastik nur sehr knapp, sehr gezielt ein. Genauso wie er Ankl&#228;nge und &#196;hnlichkeiten des Kleist-Dramas mit einer heutigen Fernseh-Soap immer wieder nur anspielt, sie aber nie dominieren oder gar das St&#252;ck karikieren l&#228;sst. Auch haben die Fernseher in den beiden feindlichen Wohnzimmern noch einen anderen Zweck: Per Fernbedienung kann man f&#252;r Ruhe sorgen oder aber einem unliebsamen Gespr&#228;ch ausweichen, in dem man sich in den Fernseh-Krimi zur&#252;ckzappt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt auch noch einen dritten Fernseher. Der steht vor dem Haus der verfeindeten Sippen, in einem Getreidefeld, samt Bank und Bierkasten. Hier haben sich Agnes (Ines Schiller) und Ottokar (Jan Kersjes), sie eine Warwand, er ein Rossitz, ihren R&#252;ckzugsort geschaffen. Bei Fernsehgucken, Biertrinken und Schmusen m&#246;chten sie am liebsten die Familienfehde in ihrem R&#252;cken vergessen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die beiden jungen Mimen spielen das sehr anr&#252;hrend, klar und frisch und, trotz Bierflaschengestemme, ganz und gar nicht cool. Doch weil sie nicht ewig im Kornfeld bleiben k&#246;nnen, verkleidet der junge Mann seine Angebetete als Ottokar, w&#228;hrend er selbst in ihre Kleider schl&#252;pft. So wollen sie vor denen, die sie jagen, im jeweils "gegnerischen" Wohnzimmer unterschl&#252;pfen, um dort aber bald schon als blut&#252;berstr&#246;mte Leichen zu enden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Ende eine zaghaft, mit abgewendetem Gesicht ausgestreckte Hand der V&#228;ter. Und langer Beifall nach gut zwei pausenlosen Stunden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Familie Schroffenstein
von Heinrich von Kleist
Regie und B&#252;hne: Christian Weise, Kost&#252;me: Ulrike Gutbrod, Musik: Jens Dohle, Dramaturgie: Maria Viktoria Linke.
Mit: Uwe Fischer, Antje Weber, Jan Kersjes, Matthieu Svetchine, Stephan Korves, Verena Unbehaun, Ines Schiller.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;www.anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sat, 30 Jan 2010 12:53:47 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/244</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 28.01.2010Achtung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 28.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Achtung: Tolles Ferienangebot f&#252;r die ganze Familie&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Sonntag, d. 7. Februar um 15 Uhr im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theaters treten &#8222;Sechse&#8220; zum letzten Mal gegen den K&#246;nig an. In der erfolgreichen M&#228;rchenproduktion k&#246;nnen Gro&#223;e und Kleine erleben, wie sich die &#8222;Sechse&#8220; mit au&#223;ergew&#246;hnlichen Eigenschaften um den Soldaten sammeln und mit ihm gemeinsam gegen den K&#246;nig vorgehen. Da die letzte Vorstellung des Familienst&#252;cks in die Schulferien f&#228;llt, gibt es ein besonderes Ferienangebot. Tickets werden einmalig zum&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Sonderpreis [Erwachsene: 6,- Euro (statt 17,50 Euro) und Kinder 4,- EURO (statt 7,50 Euro]&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;angeboten.
Au&#223;erdem haben die Kinder die M&#246;glichkeit, sich an einem kleinen Gewinnspiel zu beteiligen. Nach der Vorstellung k&#246;nnen die Kinder entscheiden, mit wem der &#8222;Sechse&#8220; sie durch die Welt ziehen w&#252;rden. Nach Einsenden der Antworten bis zum 10. Februar findet die Verlosung statt.
Zu gewinnen gibt es ein spannende Theaterf&#252;hrung mit ihrem Lieblingsheld.
Erleben Sie das mit viel Witz und Komik erz&#228;hlte M&#228;rchen &#252;ber Freundschaft, Gerechtigkeit und die Macht des eigenen Tuns (Regie Robert Klatt) und finden Sie heraus, warum am Ende immer jemand von Sieben redet!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 28 Jan 2010 12:42:39 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/243</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme, 28.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Christian Weise inszeniert Kleist in Dessau / Morgen ist Premiere&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Die alte Geschichte und heutige Verh&#228;ltnisse&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Geschichten erz&#228;hlen ist eigentlich das Urding, warum und wozu &#252;berhaupt Theater gemacht wird. Eine wohl fundamentale Aussage, die Christian Weise formuliert.
Und: &#8222;Wir versuchen unsere Geschichte so spannend wie m&#246;glich zu erz&#228;hlen!&#8220; Christian Weise ist Regisseur (37), zu Hause in Berlin, und inszeniert am Anhaltischen Theater Dessau das Schauspiel &#8222;Die Familie Schroffenstein&#8220; von Heinrich von Kleist. Die Premiere findet am Freitag, dem 29. Januar, um 19.30 Uhr im Gro&#223;en Haus statt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Regisseur bringt den Inhalt auf den Punkt: Zwei Familien, die eigentlich eine sind, machen sich gegenseitig fertig. Die tragisch endende &#8222;Romeo-Julia- Geschichte&#8220; und die Rachegeschichte mit Neid und Eifersucht, eigentlich aus einem Missverst&#228;ndnis heraus, sind tragende S&#228;ulen des St&#252;ckes.
W&#228;hrend Kleist dieses St&#252;ck als Ritterst&#252;ck im Mittelalter angesiedelt hat, &#252;bertr&#228;gt es Christian Weise in die Heutezeit, &#8222;auf unsere Dessauer Verh&#228;ltnisse&#8220;. Damit &#8222;bedient&#8220;
diese Inszenierung im Kontext mit dem Dessauer Gesamttheatermotto der Spielzeit 2009/2010, &#8222;Offenes Land&#8220;, das Schauspielthema &#8222;radikal deutsch&#8220; recht trefflich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aktuell bekannt gewordene Vorg&#228;nge wie die von einem ein ganzes Dorf beherrschenden
Familienclan oder von einem Rentner, der die Nachbarfamilie terrorisiert, schlie&#223;lich Vater und Sohn totschl&#228;gt oder viele &#8222;scheinbar kleine t&#228;gliche Verhaltensweisen waren und sind gedankliche Anregungen f&#252;r Christian Weise.
Er sch&#246;pft nat&#252;rlich auch aus seinem gut 20-j&#228;hrigen vielgestaltigen Leben im und mit dem Theater und aus dem sich ebenso entwickelten gesunden Selbstvertrauen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Keine Gedanken gemacht, ob es klappen wird&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Das alles ist allm&#228;hlich gewachsen&#8220; erz&#228;hlte er. In Eisleben als Pfarrerssohn geboren, schloss er die 10. Klasse ab, machte in Erfurt 1991 auch sein Abitur. Bereits mit 17 Jahren hat sich Christian Weise erfolgreich an der Hochschule f&#252;r Schauspielkunst &#8222;Ernst Busch&#8220; Berlin beworben. Im Fach Puppenspiel, &#8222;weil in Erfurt 1986 das Puppenspieltheater er&#246;ffnet wurde und ich diese Sache ganz toll fand&#8220;. Er
h&#228;tte sich auch eine Tischler- oder Schneiderlehre - an der Oper vorstellen k&#246;nnen.
Bereits im zweiten Studienjahr habe sich an der Hochschule &#8222;eine Truppe zusammengefunden&#8220; mit vielen eigenen Ideen, die offensichtlich so gut war, dass sie Peter Eschberg komplett an das TAT (Theater am Turm Frankfurt/ Main d. A.) engagiert hat.
Zwischenzeitlich hat Christian Weise zahlreiche Rollen als Puppenspieler und Schauspieler an verschiedenen H&#228;usern erfolgreich gespielt.
2002 war in Frankfurt dann Schluss: Kein Geld mehr von der Stadt. Trotz oder gerade wegen des Erfolges haben sich bei den Einzelnen &#8222;die k&#252;nstlerischen Wege extrem verselbstst&#228;ndigt&#8220;. Christian Weise wagte einen &#8222;Neuanfang&#8220;. Da er eigentlich auch keine Lust hatte, sich bei neuen Ensembles zu bewerben, wurde er selbstst&#228;ndiger Regisseur.
&#8222;Eine Befreiung gewisserma&#223;en&#8220;, wie er r&#252;ckblickend res&#252;miert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und fast wie zuf&#228;llig waren da auch gleich zwei Inszenierungsangebote in Halle (&#8222;Der Sturm&#8220;) und am Nationaltheater Mannheim (&#8222;Iphigenie in Aulis&#8220;). &#8222;Doch ob es auch weiterhin immer so klappen w&#252;rde, dar&#252;ber habe ich mir damals eigentlich keine Gedanken gemacht&#8220;, erz&#228;hlt Christian Weise. Und er hat sich bis jetzt auch keine machen m&#252;ssen. Ein auszugsweiser Blick in die Inszenierungsliste und in Rezessionsausz&#252;ge best&#228;tigt Vielfalt und Qualit&#228;t &#8222;Maria Stuart&#8220; (Stuttgart, 2003), &#8222;Arsen und Spitzenh&#228;ubchen&#8220; (Halle, 2005), &#8222;Biedermann und die Brandstifter&#8220; (Salzburger Festspiele und Z&#252;rich,
2007), &#8222;Volpone / Ben Jonson / Soeren Voima&#8220;, (K&#246;ln 2007), &#8222;Alice Under Ground&#8220; (Ballhaus Ost Berlin , 2009)&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Es wird zu 100 Prozent Kleist sein&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Und nun in Dessau eine Kleist-Inszenierung. In einer Stadt, &#8222;in der ich vorher noch nie war und von deren monumentalem Theater ich auch nichts wusste&#8220;. In einer Stadt, die ihm den ersten Eindruck vermittelte: Hier ist eigentlich gar keine richtige Stadt. Aber es wohnen Menschen hier, deren Lebensumst&#228;nde er mehr und mehr kennenlernte, &#8222;die f&#252;r meine Arbeit interessant sind&#8220;.
Sein k&#252;nstlerischer &#8222;Gang nach Dessau&#8220;, den Christian Weise keinesfalls bereut, wurde durch die Dramaturgin Maria Linke, mit der er schon seit Jahren zusammenarbeitet, bereitet. Das St&#252;ck &#8222;Schroffenstein&#8220; wurde nach Studium mehrerer Werke von Christian Weise vorgeschlagen und in das Programm aufgenommen. Diese Entscheidung wurde etwa Weihnachten 2008 getroffen. Geprobt wird seit Mitte November 2009. &#8222;Mit einer Truppe in guter Mischung vom Alter her, die alle sehr viel Lust haben&#8220;, freut sich Christian Weise &#252;ber die gut vorangehende gemeinsame Arbeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Und es wird 100 Prozent Kleist sein, auch wenn es heute spielt, weil zeitlos aktuell&#8220;, Christian Weise nimmt den Zuschauern &#196;ngste vor eventuell vermuteter, &#8222;aus Prinzip aufgezwungener Aktualisierung&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die n&#228;chsten Auff&#252;hrungen nach der Premiere sind am 31. Januar und 13. Februar, jeweils um 17 Uhr.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 28 Jan 2010 10:25:03 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/242</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 28.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Eine G&#246;ttin unterm Turnhallendach&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Theater: Probenzeit f&#252;r das Weill-Musical &#171;One Touch of Venus&#187; hat begonnen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Venus steigt die Treppe hinab und Withelaw Savory ist durchaus angetan. Aug in Aug mit einer leibhaftigen G&#246;ttin, da bliebe wohl jedem Mann die Spucke weg. Im konkreten Fall erwischt es Ulf Paulsen. Dabei ist die fr&#252;here Turnhalle in der Oechelhaeuser Stra&#223;e gar nicht der rechte Platz f&#252;r einen g&#246;ttlichen Auftritt. Hier aber befindet sich nun einmal die Probeb&#252;hne des Anhaltischen Theaters, und hier fanden schon Ende vergangenen Jahres die ersten Treffen des Ensembles statt, das am 5. M&#228;rz "One Touch of Venus" zur Premiere im Theater bringen wird. Am zweiten Wochenende w&#228;hrend des 18. Kurt Weill Festes hat das Musical des in Dessau geborenen Komponisten seine erste Vorstellung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Musical mit allem, was zu diesem Genre geh&#246;rt, will Regisseur Klaus Seiffert an diesem Abend auf die B&#252;hne bringen. Daf&#252;r versammelt er zun&#228;chst einmal ein junges, spielfreudiges Ensemble. Ute Gfrerer ist in der Hauptrolle zu sehen. Bereits im vergangenen Jahr feierte sie das Publikum des Weill-Festes in "Die sieben Tods&#252;nden" in der Rolle der Anna. Gleicherma&#223;en als Gast am Haus ist Ulrike Mayer zu erleben, die Sekret&#228;rin Molly ist ihre Rolle. Die Herzen der Zuschauer eroberte die Mezzosopranistin bereits in der Operette "La Pericole". Und der Mann zwischen diesen beiden Damen ist in dieser ersten Probenszene schlie&#223;lich Ulf Paulsen, ein blasierter Kunstsammler. Friseur Rodney, gespielt von Angus Wood, erweckt dessen neueste Errungenschaft, eine Venus-Statue, zum Leben, weil er ihr einen Ring auf den Finger steckt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf der Probeb&#252;hne l&#228;sst Klaus Seiffert das Trio Venus, Molly und Savory nun aufeinander treffen und sagt klar, was er sehen will. "Das Denver-Clan-Prinzip - je strahlender wir l&#228;cheln, desto b&#246;sartiger sind wir", ist seine klare Regieanweisung f&#252;r Ulrike Mayer, die Venus fortan herrlich schnippisch angiftet. Die Konstellation birgt wahrlich Z&#252;ndstoff f&#252;r eine ganze Reihe von herrlichen Verwicklungen und Missverst&#228;ndnissen. Nicht umsonst geh&#246;rt "One Touch of Venus" zu den erfolgreichsten Werken Kurt Weills, die dieser in Amerika schuf. Nachdem die musikalische Kom&#246;die 1943 ihre Urauff&#252;hrung in New York hatte, folgten mehr als 560 Auff&#252;hrungen. Bis heute geh&#246;ren die daraus stammenden Songs wie "Speak Low" und "That's Him" zu den Standards der gro&#223;en klassischen amerikanischen Songs.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Solche St&#252;cke sind aber auch schwer zu machen", wei&#223; Regisseur Seiffert. Tanz, Spiel, Singen, Komik, Slapstick z&#228;hlt er auf. "Jeder muss alles machen und k&#246;nnen." F&#252;r Seiffert ist das Musical, das der szenische Beitrag des Anhaltischen Theater zum diesj&#228;hrigen Weill-Fest ist, eine "Kom&#246;die mit Biss und wunderbarer Musik". Er vergleicht das St&#252;ck ein wenig mit dem "Sommernachtstraum", denn "jeder will den, den er nicht bekommen kann". Der Witz des Textes von Ogden Nash sei auch in den &#220;bersetzungen erhalten geblieben. Allerdings habe man sich entschieden, bei den Songtexten im Englischen zu bleiben. "Damit sind wir n&#228;her am Original dran. Wir werden in den Choreografien einiges an gespielten Witz umsetzen", erkl&#228;rt der Regisseur.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r Klaus Seiffert ist es das erste Mal, dass er ein Werk von Kurt Weill inszeniert. Umso mehr hat ihn &#252;berrascht, wie gut vorbereitet seine Darsteller an die Arbeit gingen. "Es ist erstaunlich, was die Leute hier alles &#252;ber Weill wissen, aber es ist ja auch seine Geburtsstadt und der Ort des Festivals", sagt er. Zu diesem Wissen geselle sich eine gro&#223;e Spielfreude, die man den Solisten schon bei dieser fr&#252;hen Probe anmerkt. Und James Holmes, der amerikanische Dirigent, steht dem am Klavier in nichts nach.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Parallel zur Arbeit mit den Solisten, hat sich l&#228;ngst auch das Ballett zusammengefunden, um mit Choreograph Maria Mariano die Choreografien einzustudieren. "Es gibt Szenen, da tanzen 24 Leute", verspricht Seiffert, der f&#252;r die Produktion zehn Musical-Absolventen aus Berlin gewinnen konnte. Mit dem Chor des Theaters d&#252;rfte das St&#252;ck f&#252;rwahr "recht opulent" werden, wie es der Regisseur im Sinn hat. Drehb&#252;hne und Versenkungen will er nutzen, das volle Programm also f&#252;r eine musikalische Gattung, die nach all diesen Zutaten lechzt. Und mit gro&#223;en Gef&#252;hlen wie Liebe, Eifersucht und Geltungssucht bedient "One Touch of Venus" schlie&#223;lich auch alles, was ein gutes Musical braucht. Klaus Seiffert wird in wenigen Tagen wieder in Dessau eintreffen und dann nicht mehr nur auf der Probeb&#252;hne in der Oechelhaeuser Stra&#223;e, sondern auch auf der gro&#223;en B&#252;hne weiter den Zauber der Venus entfalten, damit ihm am 5. M&#228;rz auch das Publikum bei der Premier erliegt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Kartenvorbestellungen an den Theaterkassen und unter der Tickethotline des Weill-Festes 0180 / 5 56 45 64.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 27 Jan 2010 21:43:09 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/241</link>
    </item>
    <item>
      <title>Illka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Illka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 28.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Ehemalige T&#228;nzer treffen sich bei &#171;Lulu&#187; im Theater&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Wiedersehen: Margit Kraska und Ines Becker haben nach Dessau geladen - Gut 90 G&#228;ste werden erwartet&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wenn am Sonnabend im Anhaltischen Theater nach der Ballettauff&#252;hrung von "Lulu" der Applaus endet, werden einige Besucher auf die B&#252;hne gehen: T&#228;nzer treffen dann T&#228;nzer. Ehemalige des Dessauer Balletts stehen dem aktuellen Ensemble gegen&#252;ber.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Darauf freuen wir uns ganz besonders", sagt Margit Kraska. Die Dessauerin, von 1976 bis 1984 als T&#228;nzerin engagiert, hat in den vergangenen Monaten gemeinsam mit ihrer fr&#252;heren Kollegin Ines Becker ein ganz besonderes Treffen organisiert, das nun an diesem Sonnabend mit der Lulu-Vorstellung beginnt und mit einer gro&#223;en Runde im Theaterrestaurant ausklingen soll. Eingeladen sind alle T&#228;nzer, die einmal am Anhaltischen Theater oder fr&#252;heren Landestheater getanzt haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kleineres Treffen im Jahr 2004&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Ein &#228;hnliches Treffen, nun sehr viel kleiner, gab es schon mal 2004. Das wurde jedoch eher durch Zufall zu einer gr&#246;&#223;eren Runde von T&#228;nzern", erz&#228;hlt Ines Becker. Anl&#228;sslich einer Schwanensee-Auff&#252;hrung, so beschreibt sie die damalige Eigendynamik, h&#228;tte sich nach einigen Telefonaten eine Zahl von T&#228;nzern versammelt, die vor allen in den 70er und 80er Jahren auf der Dessauer B&#252;hne tanzten. Beim letzten Open Air waren sich Margit Kraska und Ines Becker dann sicher, dass es eine Wiederholung geben soll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Listen wurden aufgestellt, es wurde telefoniert, Mails geschrieben. So kurz vor dem Treffen rechnen die beiden Frauen mit etwa 90 G&#228;sten. "Jeder sagt es jedem", beschreibt Ines Becker das Prinzip des Vorgehens. Sie tanzte von 1978 bis 1990 im Dessauer Ballett, arbeitet heute im K&#252;nstlerischen Betriebsb&#252;ro des Anhaltischen Theaters. Das machte es den beiden Frauen vor allem leichter, wenn es darum ging, Adressen oder Telefonnummern ausfindig zu machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Immerhin sind es etwas &#252;ber 20 M&#228;nner und Frauen des Balletts, die Dessau treu geblieben sind und nach ihrem Ausscheiden in der Stadt blieben, neue Berufe ergriffen, oft am Theater, aber auch anderswo. "Viele sind aber schlicht nicht auffindbar. Das bringt unser Beruf durch kurze Engagements mit sich", wei&#223; Margit Kraska. Stolz ist sie, schon verk&#252;nden zu k&#246;nnen, dass die &#228;lteste Teilnehmerin 82 Jahre z&#228;hlt. Und hoffen werden die beiden Organisatorinnen nat&#252;rlich auch auf Choreographen. Arila Siegert wie auch Gonzalo Galguera wurden eingeladen und wollen alles m&#246;glich machen, um auch zu kommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Langer Abend wird erwartet&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Wir haben uns auf jeden Fall viel zu erz&#228;hlen. Das ist bei T&#228;nzern immer so, und nat&#252;rlich ist es auch f&#252;r uns spannend, mit den jungen T&#228;nzern des Theaters ins Gespr&#228;ch zu kommen. Der Abend d&#252;rfte lang werden", ist sich Margit Kraska sicher. Das T&#228;nzertreffen versammelt am Sonnabend zudem nicht die einzigen Tanzbegeisterten im Theater. Als Margit Kraska und Ines Becker dieser Tage an der Theaterkasse den aktuellen Kartenbedarf abstimmen wollten, stellte sich heraus, dass es noch einen weiteren "Gro&#223;besteller" f&#252;r diese Vorstellung gibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Herbst 2009 gab es ein t&#228;nzerisches Gro&#223;projekt "Dancing to Connect", das vom US-Generalkonsulat in Leipzig initiiert, in die Region geholt und mit Unterst&#252;tzung der Battery Dance Company aus New York City erm&#246;glicht wurde. Bei diesem Projekt wirkten mehr als 100 tanzbegeisterte Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler aus Dessau-Ro&#223;lau und Bitterfeld-Wolfen mit. Nun wollen die damals beteiligten Sch&#252;ler und Lehrer nochmals zu einem gemeinsamen Wiedersehen zusammenkommen und ebenfalls die Inszenierung "Lulu" am Sonnabend besuchen. Auch die Generalkonsulin der USA in Leipzig, Katherine Brucker, wird anl&#228;sslich dieser Vorstellung erwartet, da sie nochmals den Sch&#252;lern und allen Mitwirkenden am Projekt "Dancing to Connect" f&#252;r ihr Engagement danken m&#246;chte.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 27 Jan 2010 21:36:19 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/240</link>
    </item>
    <item>
      <title>Thomas Altmann, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Thomas Altmann, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 26.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Schnee liegt auf den Rosen&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Konzert: Gitte Haenning und ihre Band waren im Anhaltischen Theater zu Gast&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die kleinb&#252;rgerliche Alternative zum k&#252;ssenden Kuhjungen, der geh&#228;nselte Favorit der Frau Mama f&#252;rs Fr&#228;ulein Tochter soll einst, im Jahr 1963, den Protest einer bayrischen Bahnbeamten-Vereinigung erregt haben. Sonst hielt sich der soziale Aufruhr, den Gittes erster gro&#223;er Hit lostrat, in den Grenzen der Schlager-Begeisterung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Ich will 'nen Cowboy als Mann" sang Gitte, die l&#228;ngst als Gitte Haenning auftritt, auch am Freitag im Anhaltischen Theater, aber deutlich gek&#252;rzt und augenzwinkernd, mit einem fingerschnalzenden Vorspiel, als gelte es eine Jugends&#252;nde l&#228;chelnd anzuzapfen. Ihr aktueller Cowgirl-Look tut dem kaum einen Abbruch. Das Ballonkleid scheint geerdet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Jetzt leb ich jeden Tag aus, jetzt trink ich jedes Glas leer": "Ich will alles" hei&#223;t ihre aktuelle Tour. 2002 war Gitte Haenning, die sich auch als Jazz-Interpretin einen Namen gemacht hat, schon einmal in Dessau, damals zum Kurt-Weill-Fest. "I'm a stranger here myself" hie&#223;en ihre "Songs f&#252;r starke Frauen" in der Marienkirche. "Risse in der Seele, Make-up im Gesicht". Vielleicht. "Ich bin stark" singt sie im Theater mit einer in den H&#246;hen athletischen, leicht brennenden und in den tieferen Lagen erdig warmen, ma&#223;voll anh&#228;nglichen Stimme.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass die Lieder, deren Textdichte und -schwere nicht immer von gr&#252;belnder Tiefe k&#252;nden, pl&#246;tzlich doch wie aus leichter Hand illustrierte Geschichten aufbl&#228;ttern, ist auch den neuen Arrangements und der neuen Band zu danken. Bl&#228;ser, Geige, Bass, Gitarre, Drums, Percussion und Klavier, so richtig aus Holz und Guss: 13 Musiker geh&#246;ren zur Band, die mit dem lustvollen Herzblut einer rockig, poppigen Big-Band so spielfreudig wie routiniert musiziert. Der Saxophonist und Arrangeur Friedemann Matzeit spielt Klavier und dirigiert zuweilen. Er hat die Lieder lust- und kunstvoll arrangiert. Und Gitte l&#228;sst den Musikern Platz f&#252;r viele sch&#246;n skizzierte Soli.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Ich hab' die Liebe verspielt in Monte Carlo": Die alten Ohrw&#252;rmer gibt es entstaubt und herrlich gegen den Strich geb&#252;rstet en gros und in K&#252;rze als Medley. So h&#228;lt sie sich die Treue und kann getrost eine andere sein. So wird auch die Erinnerungslust des Publikums bedient und angenehm, mit leicht ironischer Distanz in die Gegenwart getragen. Das ist wirklich recht pfiffig gemacht. Ausgespielt und ausgesungen werden meist die St&#252;cke, die man nach dem ersten Karriere-Knick, als Gitte fortan Gitte Haenning auf ihre Alben drucken lie&#223;, ansiedeln kann. Da sind die Webber-Songs f&#252;r das One-Woman-Musical "Tell me on a sunday". Kennen Sie nicht? Kennen Sie doch. "Freu dich blo&#223; nicht zu fr&#252;h" geh&#246;rt in die Geschichte der Frau, die sich betrogen w&#228;hnen darf, oder eben "Bleib noch bis zum Sonntag".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So lange bleibt Gitte Haenning nicht auf der B&#252;hne des Anhaltischen Theaters. Aber in toto singt sie gute zwei Stunden f&#252;r das zahlreiche Publikum. Manchmal ein wenig kokett auf Diva und immer mit einem Schuss Ironie, aber auch mit routinierter Leidenschaft und ziemlich viel Kraft. Sie ist stark und singt es am Ende auch: "Ich stieg zu den Sternen, bis die Leiter brach". Mag die Himmelsstiege knicken, m&#246;gen Seifenblasen fliehen, Gitte sitzt fest auf dem Hocker auf der B&#252;hne. Der Titelsong beteuert: "Ich fang den Augenblick ein, denn ich bin frei und will alles". Und was will man mehr?&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 25 Jan 2010 21:32:21 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/239</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 22.01.2010Schauspiel&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 22.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Schauspiel Premiere &#8222;Die Familie Schroffenstein&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater l&#228;dt am 29. Januar 2010 zu einer weiteren Premiere im Schauspiel ein. Gezeigt wird das Kleistsche Trauerspiel DIE FAMILIE SCHROFFENSTEIN um 19:30 Uhr im Grossen Haus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Regie f&#252;hrt Christian Weise, der zuvor u.a. mit Arbeiten bei den Salzburger Festspielen, am Staatstheater Stuttgart und am Schauspielhaus Z&#252;rich auf sich aufmerksam machte.
Weise verlegt das Kleistsche Ritterspiel um die blutige Erbfehde zwischen zwei verfeindeten Zweigen des Adelsgeschlechts der Schroffensteine in ein Wohnhaus der Gegenwart. Die im Zwist befindlichen Familien leben Wand an Wand, Wohnzimmer an Wohnzimmer, lediglich getrennt vom gemeinsamen Hausflur. Simultan kann der Zuschauer den Kleistschen Krimi um die unaufhaltsame Zuspitzung der aus Misstrauen gespeisten kriegerischen Rache auf beiden Seiten der feindlichen Parteien verfolgen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Modellhafte dieser B&#252;hnensituation korrespondiert mit dem Modell-Charakter des St&#252;ckes, seinem streng symmetrischen Aufbau - jede Handlung und Szene auf der einen Seite hat eine Entsprechung auf der anderen. Dabei sind die Charaktere der Figuren und deren Handlungsmotivationen h&#246;chst individuell gezeichnet, was die Spannung des St&#252;ckes nur verst&#228;rkt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Regie und B&#252;hne: Christian Weise | Kost&#252;me: Ulrike Gutbrod | Musik: Jens Dohle | Dramaturgie: Maria Viktoria Linke&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit: Christel Ortmann, Lisa Kudoke, Ines Schiller, Verena Unbehaun, Antje Weber | Gerald Fiedler, Uwe Fischer, Mario Janisch, Jan Kersjes, Thorsten K&#246;hler, Stephan Korves, Boris Malr&#233;, Hans-J&#252;rgen M&#252;ller-Hohensee, Sebastian M&#252;ller-Stahl, Matthieu Svetchine, Karl Thiele&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Auff&#252;hrungstermine: 31.1., 17 Uhr, 13.2., 17 Uhr, 19.2., 19:30 Uhr, 14.3., 17 Uhr, 18.3., 16 Uhr, 17.4., 17 Uhr, 23.4., 19:30 Uhr, 21.5., 19:30 Uhr&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Auff&#252;hrungsdauer: ca. 120 min, keine Pause&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 25 Jan 2010 09:12:27 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/238</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 22.01.2010haus&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 22.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;haus[funk] 06: Frauengl&#252;ck&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Sechster haus[funk]abend am 27. Januar 2010 auf der Bauhausb&#252;hne&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der letzte Monatsmittwoch r&#252;ckt n&#228;her und es wird wieder ge[funk]t: Das Anhaltische Theater und die
Stiftung Bauhaus Dessau laden ein zum haus[funk]abend am 27. Januar 2010 ab 21 Uhr. Schauspieler
und Schauspielerinnen des Anhaltischen Theaters f&#252;hren in den optimierten Alltag der Moderne.
Die Besucher werden Teil der Neu-Interpretation des Bauhaus-Films &#8222;Neues Wohnen&#8220; von 1928.
Zwischen 1926 und 1928 entstand in der Filmreihe &#8222;Wie wohnen wir gesund und wirtschaftlich?&#8220;
von Ernst Jahn auch der Film &#8222;neues wohnen&#8220; &#8211; zuletzt zu sehen in der erfolgreichen Filmausstellung
&#8222;Bauhaus in Aktion&#8220;, die die Stiftung Bauhaus Dessau im vergangenen Herbst zeigte. Der Film pr&#228;sentiert
&#8211; nicht ganz ohne Selbstironie &#8211; das Dessauer Wohnhaus von Walter Gropius und die optimierten
Arbeitsabl&#228;ufe darin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Reihe der haus[funk]abende werden Schauspieler des Anhaltischen Theaters den Film nun auf
der B&#252;hne des Bauhauses neu vertonen und interpretieren. Susanne Hessel, Eva-Marianne Berger,
Thorsten K&#246;hler und Sebastian M&#252;ller-Stahl wohnen unter der Regie von Axel Sichrovsky und dem
[funk]team gesund und wirtschaftlich. F&#252;r Live-Vertonung sorgt Medienk&#252;nstler und [funk]er Marold
Langer-Philippsen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Reihe der haus[funk]abende findet regelm&#228;&#223;ig statt &#8211; immer am letzten Mittwoch des Monats.
Den Ort daf&#252;r stellen die Bauhausbauten der Stadt &#8211; sie werden neu belebt und bieten Werkstatt
und Partylocation, Klanglabor und Podium, B&#252;hne und Bildschirm zugleich. [funk] bearbeitet daf&#252;r
jeden Monat ein Thema, meist abgeleitet aus den aktuellen Produktionen und Projekten des Anhaltischen
Theaters und des Bauhausb&#252;hnenstudios.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;[funk] entsteht in Zusammenarbeit von Anhaltischem Theater Dessau, der Stiftung Bauhaus Dessau
und Dessauer B&#252;rgern. [funk] wird gef&#246;rdert durch die Kulturstiftung des Bundes.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Ort: Bauhausb&#252;hne, Gropiusallee 38, 06846 Dessau-Ro&#223;lau&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Eintritt: 5 &#8364; / erm&#228;&#223;igt: 3 &#8364;
Kontakt: Maria Linke studio@interfunk.net | 0340-2511230
www.interfunk.net | www.twitter.com/interfunk&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 22 Jan 2010 15:15:48 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/237</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 21.01.2010Winterreise&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 21.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Winterreise &#8211; Liederzyklus von Franz Schubert&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Passend zur Jahreszeit erklingt am 2. Februar um 19.30 Uhr im Anhaltischen Theater Franz Schuberts gro&#223;artiger Liederzyklus &#8222;Die Winterreise&#8220; auf Texte des in Dessau geborenen Dichters Wilhelm M&#252;ller. Ulf Paulsen, das langj&#228;hrige Ensemblemitglied zeigt sich an diesem Abend von einer anderen Seite. Nach den gro&#223;en Erfolgen als Telramund (Lohengrin) und Pizarro (Fidelio) stellt er sich im Gro&#223;en Haus als Liedinterpret vor. Begleitet wir er von Kapellmeister und Studienleiter Wolfgang Kluge am Fl&#252;gel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 22 Jan 2010 09:49:39 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/236</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ute Otto, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ute Otto, Mitteldeutsche Zeitung/Wittenberg, 22.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Proben in der zweiten Schicht&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Kurt-Weill-Fest: K&#252;nstler des Anhaltischen Theaters stellen ihren Beitrag vor&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;"In einigen Jahren wird man sagen, in Wittenberg stand die Wiege daf&#252;r, dass sich das Weill-Fest aus Dessau herausbewegt", sagt Michael Kaufmann. Der neue Intendant des Festivals will fortsetzen und forcieren, was sein Vorg&#228;nger Clemens Birnbaum begonnen hat: Zum zweiten Mal ist das Best-Western Stadtpalais Wittenberg eine von 20 vornehmlich in Kurt Weills (1900 bis 1950) Geburtsstadt Dessau angesiedelten Spielst&#228;tten. 44 Veranstaltungen - Konzerte verschiedener Musikgenres, Lesungen und Museumsf&#252;hrungen - warten vom 26. Februar bis 7. M&#228;rz auf ihr Publikum.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unter "Musikalische Comedy" firmiert, was am 3. M&#228;rz im Best-Western von drei K&#252;nstlern des Anhaltischen Theaters Dessau geboten wird. "Mein wildes Herz in deine Ruh" ist die mit Brecht-Songs zu Kompositionen von Weill und Zeitgenossen wie Hanns Eisler und Paul Dessau erz&#228;hlte Geschichte &#252;ber Claire (Matthieu Svetchine), George (Antje Weber) und dem trunks&#252;chtigen Barpianisten "Joe aus Soho" (Daniel Carlberg, 1. Kapellmeister am Anhaltischen Theater) &#252;ber die Macht entfesselter Leidenschaft. Dass die Rollen von Claire und George mit Schauspielern des jeweils anderen Geschlechts besetzt sind, hat damit zu tun, dass sie einst ein Mann war und er eine Frau. Das zun&#228;chst etwas Undurchschaubare "passt auch gut zu unserer K&#252;che", k&#252;ndigt Hotelchef Michael van der Sanden eine kulinarische Beilage des Abends an, "die &#252;ber Auge und Gaumen die Synapsen in Gehirn ebenso anregt".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Mit wildem Herzen", so Regisseur Holger Kuhla, proben die Mitglieder des Theaterensembles sozusagen in der zweiten Schicht f&#252;r ihren Weill-Fest-Beitrag. "Das kommt ja erschwerend hinzu, wir sind keine S&#228;nger, sondern Schauspieler", bittet Antje Weber um Nachsicht, wenn es "kein Festival der sch&#246;nen Stimmen" werde. Daf&#252;r sei aber der schauspielerische Part des Kapellmeisters auch eine kleine Weltpremiere. W&#228;hrend der aus Frankreich stammende Svetchine gesteht, dass ihm der Name Weill bislang nichts sagte, erz&#228;hlt Weber, wie lang der Weg war, bis sie Zugang zu Brecht und Weill fand. Noch zu DDR-Zeiten hat sie an der Schauspielschule "Ernst Busch" studiert. Das "Heroische", das seinerzeit in Brecht gelegt wurde und auf sie "verblendend" wirkte, habe sie abgeschreckt. Doch ihr erstes Engagement nach dem Studium brachte ihr ausgerechnet eine Rolle in Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" und ein Jahr sp&#228;ter spielte sie in der "Dreigroschenoper". "Das war die Vers&#246;hnung", so Weber. Nicht nur in dem hier vorgestellten Programm, sondern in den vielen Beitr&#228;gen zum Weill-Fest spiegelt sich laut Kaufmann wider, "dass es bei Brecht und Weill immer noch etwas Neues zu entdecken gibt".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"New Art ist True Art" - ein Song aus Weills erfolgreichstem Broadway-Musical "One Touch of Venus" gab dem Festival 2010 sein Motto. "Neue Kunst ist wahre Kunst" - Dar&#252;ber zu diskutieren, soll es reichlich Anlass geben.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 21 Jan 2010 21:47:28 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/235</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 20. Januar&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 20. Januar 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Ein Kuscheltierkonzert f&#252;r Kinder!&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Junge Konzertbesucher (ab 4 Jahren) sind am 31. Januar sehr herzlich in die Dessauer Marienkirche eingeladen. Um 11 und um 15 Uhr wird dort das von Klaus W&#252;sthoff f&#252;r Orchester und Erz&#228;hler geschriebene &#8222;Kuscheltierkonzert&#8220; aufgef&#252;hrt. Dirigent ist Daniel Carlberg, Erz&#228;hler der 10-j&#228;hrige Dessauer Sch&#252;ler Maximilian Schumann.
Worum es geht? Nat&#252;rlich um Kuscheltiere! Gemeinsam mit dem Orchester erz&#228;hlt Maximilian von seinen Abenteuern mit Pferd, Eichh&#246;rnchen, Fuchs, B&#228;r, Schildkr&#246;te, Elefant, Pinguin, Robbe, Papagei und Hase. Wer eines dieser Kuscheltiere daheim hat, bringt es am besten mit ins Konzert! Alle sind gefragt, denn sie alle spielen mit im &#8222;Kuscheltierkonzert&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets [4,50 EURO f&#252;r Kinder; 6,- Euro f&#252;r Erwachsene] erhalten Sie unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Das Anhaltische Theater bietet speziell f&#252;r Kinder ein Wa(h)l-Abo an, mit dem drei Vorstellungen freier Wahl, in denen ein Tier der Titelheld ist, f&#252;r nur 7,50 EURO besucht werden k&#246;nnen.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Mit dem Wa(h)l-Abo k&#246;nnen junge Zuschauer z.B. die Vorstellungen &#171; Schaf &#187; - eine Kinderoper, &#171; Kuscheltierkonzert &#187; und &#171; Das Ungl&#252;ckshuhn &#187; - eine Puppentheaterproduktion besuchen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 20 Jan 2010 17:39:31 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/234</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ute van der Sanden, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ute van der Sanden, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau, 19.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Ein Abend mit Ballett im Kopf und im Herzen&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Mit Dirigent Dirk Kaftan bezeugt die Anhaltische Philharmonie beim Sinfoniekonzert ihre "Unsterbliche Liebe" - zur Musik.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wildfremde Menschen treffen sich im Proberaum, arbeiten ein paar Tage zusammen, gehen auseinander. Zuvor aber f&#252;hren sie das Ergebnis ihrer Anstrengung &#246;ffentlich auf, und im besten Fall ist darin nicht die Spur von Fremdheit, sondern "Unsterbliche Liebe".&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Einigkeit im Ausdruck&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;So hie&#223; das dritte Sinfoniekonzert der Anhaltischen Philharmonie, an dessen genial komponiertes Programm der etwas weniger genial gedachte Titel nur dann heranreichte, wenn man ihn &#228;u&#223;erst wohlwollend mit Igor Strawinskys "Pulcinella"-Suite und Wolfgang Amadeus Mozarts ber&#252;hmtem A-Dur-Klavierkonzert assoziierte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Ende jedoch war das egal, zumal nach Sergej Prokofjews Ballettmusik zu "Romeo und Julia". Denn die Einigkeit im Ausdruck, das beredte Miteinander und die gemeinsame Bereitschaft zur Emotion, wie sie die Dessauer Musiker unter Leitung von Dirk Kaftan am Ende voriger Woche h&#246;ren lie&#223;en, sind auch unter Profis mitnichten selbstverst&#228;ndlich und deswegen ein Gl&#252;cksfall - zumal die Philharmonie mitsamt aller ihrer Orchestersolisten auf einem technischen und klanglichen Niveau agierte, von dem sie nie wieder abr&#252;cken m&#246;ge.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das war eine Eintracht, die nur Musik schaffen kann. Und das Beste: Das Publikum ist Teil des Wunders und ebenso anger&#252;hrt wie die Mitwirkenden, wenn&#180;s gelingt. Viele Umst&#228;nde tragen dazu bei, nicht alle lassen sich in Worten fassen.
Exzellente, ehrgeizige G&#228;ste des Hauses aber bestimmt. Dirk Kaftan, neuerdings Generalmusikdirektor in Augsburg, stand als personifizierte Herausforderung vor dem Orchester, dessen Zusammenspiel er ausgezeichnet zu organisieren wusste. Gastdirigent Kaftan gab pr&#228;zise, detaillierte Anweisungen und zeigte sich als erstklassiger Begleiter, was besonders Finghin Collins am Klavier gefreut haben d&#252;rfte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der irische Pianist hinterlie&#223; mit Mozarts A-Dur-Konzert einen grandiosen Eindruck. Leicht, frei und beseelt nahm sich Collins seines Parts an, mit spr&#252;hender Virtuosit&#228;t und ausgepr&#228;gter Vorliebe f&#252;r gedankliche B&#246;gen, unter denen er auch die Stimme des Orchesters versammelte. Er flutete das zauberhafte Werk mit dem Licht seines unbeschwerten Tons und fand doch f&#252;r jeden Einfall eine Entsprechung: Ein Staccato war hier ein Lachen und da ein H&#252;pfen, jeder Lauf hatte ein Ziel. Und wen die ausladenden Gesten und die expressive Mimik des Spielers irritierten, die mitunter tats&#228;chlich ans Parodistische grenzten, der konnte ja die Augen schlie&#223;en.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Seligkeit war vollkommen, als Collins das erste von drei "Wiegenlieder meiner Schmerzen" genannten Intermezzi aus Johannes Brahms&#180; Opus 117 zugab: sehr langsam, sehr zart, mit perfekt phrasierter Melodiestimme in der Mittelhand - ein Traum in Es-Dur, wie Mondlicht schimmernd und auch ohne jedwede Kenntnis des Titels den melancholischen Nachtgesang suggerierend.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Forsche Einw&#252;rfe&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dass die Pr&#228;senz des Konzertfl&#252;gels zuvor die optische Geschlossenheit einer kleinen Besetzung gest&#246;rt hatte, war der "Pulcinella"-Suite einziger Nachteil. Was klang, war famos: Schon die Sinfonia &#252;berraschte durch ihren Schwung und ihren charmanten, ja liebevollen Tonfall. Dazu gesellten sich forsche Einw&#252;rfe und hingebungsvolle Kantilenen, rhythmische Finesse und pittoresker Witz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So meisterlich die Partitur auf die Einf&#228;lle barocker Meister konstruiert wurde, so unmittelbar, fr&#246;hlich und beherzt war nun ihre Ausstrahlung. Die Orchestersolisten h&#228;tten nach jedem Satz einen Sonderapplaus verdient gehabt: Die Konzertmeisterin f&#252;r den zweiten, Posaune und Kontrabass f&#252;r den siebten Satz, die Trompete f&#252;rs Finale; Oboen, Fagotte und Fl&#246;ten sowieso, und ach, die H&#246;rner erst!&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Begeisterte Zuh&#246;rer&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Nicht anders die Ausschnitte aus Prokofjews "Romeo und Julia". Um den zweiten Konzertteil mit der ber&#252;hmtesten Liebestrag&#246;die aller Zeiten haben sich vor allem die Bl&#228;ser verdient gemacht. In der wirbelnden Choreografie aus Orchesterfarben in herrlichen Nuancen, Stimmungen und Bildern drehten die Emotionen Pirouetten. Vom stampfenden "Tanz der Ritter" &#252;ber den leidenschaftlichen Abschied der Liebenden bis zu "Julias Tod" herrschten gr&#246;&#223;te Sorgfalt und Konzentration. Man scheute nicht die Sch&#228;rfen des Klangs, hielt aber die Fortissimo-Passagen elastisch trotz aller Wucht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So ging der Abend beim 3. Sinfoniekonzert im Anhaltischen Theater, nachdem er im Pianissimo verhallt war, im andauernden Beifall einer begeisterten H&#246;rerschaft auf. Ein Abend, der keine realen Bilder brauchte, weil die Musik Vorstellung genug war: Ballett im Kopf und im Herzen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 20 Jan 2010 11:02:13 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/233</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Volksstimme Magdeburg&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Volksstimme Magdeburg, 19.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Tanztheater-Kooperation Hermes in der Stadt&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Ideenreiche Inszenierung auf der Bauhausb&#252;hne&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Einer Apokalypse gleich ist alles zerst&#246;rt. Die Menschen liegen vernichtet am Boden. Nur der zarte Gesang des Schlafliedes &#8222;Morgen fr&#252;h, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt&#8220; l&#228;sst einen Hauch Optimismus f&#252;r Kommendes erahnen.... So endet die Tanztheater-Inszenierung
Hermes in der Stadt, die am Sonntagabend ihre gefeierte Premiere erlebte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In dieser Kooperation des Anhaltischen Theaters und der Stiftung Bauhaus Dessau wurden acht Choreografien nach dem gleichnamigen St&#252;ck von Lothar Trolle vorgestellt. Trolle verband den Hermes-Mythos mit dem Mythos der Stadt als Gl&#252;cksversprechen wie ebenso als Raum f&#252;r Brutalit&#228;t und Gewalt, die scheinbar aus der Normalit&#228;t entsteht. Der Autor bezog sich dabei auch auf real geschehene Verbrechen in Berlin- Marzahn.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Inspiriert von diesen Texten schufen junge Choreografen, T&#228;nzerinnen und T&#228;nzer der Dessauer Ballettcompagnie von Tomasz Kajdanski eine beeindruckende, auch selbstgetanzte Ballettperformance. Sie stellten damit ihre individuelle Sicht auf diese aktuellen Probleme dar. Da setzte sich Yuliya Gerbyna in der Szene &#8222;K&#252;che&#8220; in brutaler Eindeutigkeit mit dem Thema &#8222;h&#228;usliche Gewalt&#8220; auseinander.
Oder vier M&#228;nner drangsalieren eine Frau in &#8222;Libamentum&#8220; (Chorografie Nadja R&#233;they-Prikkel). Das Folterende in einem Plastek&#228;fig erinnert erschreckend an Wasserboarding.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die als Ort der Theatermoderne bedeutsame Bauhausb&#252;hne als spezieller Auff&#252;hrungsort, einbezogen die Mensa und die sich anschlie&#223;ende K&#252;che, erwies sich als kongeniale Basis dieser ideenreichen Inszenierung. K&#246;rper und Raum mit allen Facetten der gegenseitigen Durchdringung waren pr&#228;gende Hauptelemente. Die faszinierend ideenreiche und gezielt effektvolle, auf inhaltliche Pr&#228;senz ausgerichtete Verwendung von Formen, Farbe, Licht, Bewegung, Sprache, der Einsatz moderner Medien wie Live-Video-Einblendungen sowie das Einspiel elektronischer Musik (musikalische Leitung: Shintaro Imai) schufen eindrucksvolle Komplexit&#228;t.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das junge Tanzensemble, erst mit dieser Spielzeit gegr&#252;ndet, begeisterte mit gro&#223;em Engagement und bis ins kleinste Detail ausgepr&#228;gten Darstellungen. Das oft so schnell dahingesagte &#8222;Wir geben alles&#8220; traf f&#252;r dieses Ensemble an diesem Dessauer Premierenabend in jeder Hinsicht uneingeschr&#228;nkt zu.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die n&#228;chsten Auff&#252;hrungen finden am 20. Januar sowie 6. und 7. Februar statt.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 19 Jan 2010 09:54:21 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/232</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 19.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ballett&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Todesengel mit Boxhandschuhen&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Mit &#171;Hermes in der Stadt&#187; haben die T&#228;nzer des Anhaltischen Theaters einen Abend f&#252;r die B&#252;hne des Bauhauses entwickelt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Was w&#228;re, wenn sich ein antiker Gott in eine Gro&#223;stadt der Gegenwart verirren w&#252;rde? K&#246;nnte er mit &#252;berirdischen Kr&#228;ften den Moloch sprengen - oder w&#252;rde er sich in der Allgegenwart von menschlicher Gewalt und Hybris verlieren? Solche Spekulationen m&#246;gen den in Sachsen-Anhalt geborenen Dramatiker Lothar Trolle zu seinem 1992 am Deutschen Theater Berlin uraufgef&#252;hrten St&#252;ck "Hermes in der Stadt" bewogen haben - und stehen nun auch Pate bei einer ungew&#246;hnlichen Ballett-Collage auf der B&#252;hne des Bauhauses Dessau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bezug zum Geist des Ortes&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Acht kurze Choreografien von T&#228;nzerinnen und T&#228;nzern des Anhaltischen Theaters sind es, die mit Macht und Eleganz die Deutungshoheit auf den historischen B&#252;hnenbrettern behaupten. Dass man sich hier in der Tradition von Oskar Schlemmers Raumfigur-Experimenten, aber auch in den Spuren von ber&#252;hmten G&#228;sten wie Gret Palucca bewegt, ist dem neuen Ensemble unter Leitung von Tomasz Kajdanski bewusst: Bereits der erste Beitrag, Matthew Bindleys auf eine Abfolge aus Sprechtext und tiefem Streicherton getanztes Sextett "Mushrooms", nimmt im Gestus und in der Kost&#252;mierung Bezug zur Klassischen Moderne. Die energischen Bewegungen aber weisen die Richtung, in die der Abend gehen wird - und die Denise Evrards "Silent Aggression" dann unmissverst&#228;ndlich einschl&#228;gt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn sich hier ein T&#228;nzerpaar aus jenen S&#228;ulen sch&#228;lt, die der Bauhausb&#252;hne als szenische Herausforderung seit jeher eingebaut sind, dann wird die Inkarnation des Steins - und die umgekehrte Versteinerung des Leibs - zur Metapher f&#252;r Urbanit&#228;t, w&#228;hrend sich in der B&#252;hnenmitte ein Dritter sein Gewand aus blutroter Farbe aufschminkt. Den umgekehrten Weg geht Gorden Wannhoff mit "G&#246;tzen", die in ihrer Bildst&#228;rke zu den H&#246;hepunkten des Projekts z&#228;hlen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier wischen sich drei T&#228;nzer die Sicht in einem wei&#223; get&#252;nchten Kubus frei - und geben so fragmentarisch den Blick auf ihre K&#246;rper und Bewegungen preis. Das Spiel mit Innen- und Au&#223;enr&#228;umen, der Blick in den toten Winkel und das Verh&#228;ltnis des menschlichen K&#246;rpers zu seiner geometrisch abgezirkelten Umwelt bew&#228;hren sich auch in der Folge als Leitmotive, die den Geist von "Hermes in der Stadt" aufnehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da wird eine junge Frau hinter der Essensausgabe der Mensa von ihrem Partner bedr&#228;ngt, wobei man das Geschehen zugleich durch das Fenster und auf zwei Video-Projektionen aus verschiedenen Perspektiven wahrnimmt ("K&#252;che" von Yuliya Gerbyna). Da erinnern sich K&#246;rper &#252;ber gro&#223;e Distanz an fremde Begegnungen im Becken der Dessauer Schwimmhalle ("Hinter dem Vorhang" von Juan Pablo Lastras Sanchez). Und da kippt die erotisch gef&#228;rbte Konfrontation einer Frau mit vier M&#228;nnern in Aggression und endet schlie&#223;lich in einem Wasserbecken, in dem die Verf&#252;hrerin zum gedem&#252;tigten Opfer wird ("Libamentum" von Nadja R&#233;they-Prickel).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass die Bauhaus-B&#252;hne dabei nie den Charakter eines Laboratoriums verliert, dass aus der Not der fehlenden Auftritts- und Verwandlungsm&#246;glichkeiten eine Tugend gemacht wird, kommt dem offenen Charakter des Experiments entgegen. Mit Bodenstrahlern und Absperrb&#228;ndern &#228;hnelt der von Torsten Blume gestaltete Raum einer Baustelle - und verweist wohl nicht von ungef&#228;hr auch auf die Internationale Bauausstellung zum "Stadtumbau", die in diesem Jahr von Dessau aus ins Land strahlen soll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bedingungsloser Einsatz&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch in Joe Monaghans "Reflektz" - einem Spiel mit dem Echo und den Resonanzen, die K&#246;rper in ihrem Gegen&#252;ber ausl&#246;sen k&#246;nnen - zeigt sich schlie&#223;lich, wie selbst- und bedingungslos sich die T&#228;nzer wechselseitig f&#252;r die Arbeit ihrer Kollegen einsetzen. Und wenn auch nicht jede Szene das Versprechen einl&#246;st, das durch den Titel des Abends gegeben worden ist, so sorgt doch Hannah Sieh mit Zitaten aus Trolles St&#252;cktext f&#252;r die n&#246;tige dramaturgische Klammer - und f&#252;r die "Verse der Zukunft", die Menschen "einsam eingeh&#252;llt in unsere Leiber" finden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit "Bar Hand" bittet Juan Pablo Lastras Sanchez dann zum gro&#223;en Finale: Zum Text des "Vaterunser" in vielen Sprachen treffen Menschen auf Todesengel mit Boxhandschuhen - und nachdem alle diese athletischen und grazilen Leiber von ihrem Dasein erl&#246;st sind, h&#246;rt man eine taiwanesische Melodie, die seltsam vertraut klingt. "Morgen fr&#252;h, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt!" ...&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Vorstellungen: Dienstag und Mittwoch sowie 6. und 7. Februar, 19.30 Uhr&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 18 Jan 2010 23:11:43 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/231</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 18. Januar&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 18. Januar 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;VON - VORN!&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Jugendliche stellen ihre Theaterarbeiten vor.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ort: Foyer des Alten Theaters&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Alte Theater wird zum Forum f&#252;r junge Leute aus Dessau-Ro&#223;lau, die Theater spielen. Theater ist zum Zeigen da! Und wir &#246;ffnen die T&#252;ren zum Foyer, damit jugendliche Theatermacher dieser Stadt ihre Theaterprojekte vorstellen k&#246;nnen. Ob kurze Szenen oder ein ganzes Theaterst&#252;ck, ob Liederabend oder Lesung, ob Film oder Mini-Performance: Alle Formate sind erw&#252;nscht und willkommen und k&#246;nnen im Alten Theater eine professionelle B&#252;hne und ein neugieriges Publikum finden.&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Startschuss zu dieser neuen Reihe erfolgt am 25. Januar 2010 um 17.00 Uhr.
Dann zeigt die Jugendtheatergruppe des Kiez e.V. ihr St&#252;ck &#8222;Ach w&#228;re ich ein Pflasterstein, ich k&#246;nnte l&#228;ngst im Westen sein&#8220;, das im Rahmen des Stadtprojekts &#8222;89jetzt!&#8220; entstanden ist. Mit dabei ist au&#223;erdem der Theaterjugendclub des Anhaltischen Theaters mit seiner Projektarbeit &#8222;Aus Dessau: 2009&#8220;, und die Dessauerin Johanna Diestelkamp stellt Teile ihres musikalisches Programms vor, dass sie f&#252;r die Aufnahmepr&#252;fung an der Hochschule vorbereitet hat!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kommen, schauen, sich &#252;berraschen lassen, was VON-VORN kommt!
Dazu laden wir Sie herzlich ein.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Der Eintritt ist frei!&lt;/h2&gt;

&lt;h2&gt;Interessenten f&#252;r dieses neue Veranstaltungsformat melden sich bitte bei der Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorff (0340-2511216)&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 18 Jan 2010 13:10:40 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/230</link>
    </item>
    <item>
      <title>Nada Weigelt, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Nada Weigelt, Mitteldeutsche Zeitung, 15.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Max Raabe&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Lieder und Schlager f&#252;hren &#171;&#220;bers Meer&#187;&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Bariton bringt erstes Soloalbum heraus - "Ich habe das ausgesucht, was ich auch f&#252;r mich privat gern h&#246;ren w&#252;rde"&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt; Seit Jahren feiert Max Raabe mit seinem Palast Orchester Erfolge auf den gro&#223;en B&#252;hnen der Welt. Mehr als zwei Dutzend Platten hat die beliebte Berliner Retro-Formation im Stil der Comedian Harmonists schon aufgenommen. Jetzt bringt der Ausnahme-Bariton mit &#171;&#220;bers Meer&#187; sein erstes Solo-Album auf den Markt - nur begleitet von seinem langj&#228;hrigen Pianisten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#171;Das ist eine sehr private Art des Singens&#187;, sagt der 47-j&#228;hrige Raabe. &#171;Ich habe das ausgesucht, was ich auch f&#252;r mich privat gern h&#246;ren w&#252;rde - so, wie wenn man seine Lieblingskassette zusammen schneidet.&#187;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In dem Album pr&#228;sentiert der S&#228;nger einen Zyklus von f&#252;nfzehn Liedern, Schlagern und Couplets aus dem Ende der Weimarer Zeit - von legend&#228;ren Komponisten wie Fritz Rotter, Robert Gilbert, Walter Jurmann, Hans May und Werner Richard Heymann. Die meisten von ihnen mussten 1933 als Juden vor dem Terror der Nazis fliehen, h&#228;ufig in die Vereinigten Staaten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Titel &#171;&#220;bers Meer&#187; soll an ihr Schicksal erinnern. &#171;&#196;hnlich wie der Wind &#252;ber das Meer hin- und herweht, so mussten auch diese K&#252;nstler &#252;ber das Meer fl&#252;chten&#187;, sagt Raabe. Und auch ein Lied von Hans Albers greift das Thema wie in Vorahnung auf. &#171;Ganz dahinten, wo der Leuchtturm steht, wo das weite Meer zu Ende geht, dort blieb ein St&#252;ck von meinem Gl&#252;ck zur&#252;ck.&#187;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Raabe singt diese Lieder von Liebe und Sehnsucht, Abschied und Erinnerung sehr intensiv wie in einem Kammerst&#252;ck. Seine au&#223;ergew&#246;hnlichen Stimme, die es aus den Tiefen des Baritons mit verbl&#252;ffender Sicherheit in silberhelle H&#246;hen schafft, beweist erneut ihre Wandlungsf&#228;higkeit zwischen heiterer und tieftrauriger Stimmung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fans seines Palast Orchesters werden freilich die sarkastischen Untert&#246;ne und ironischen Seitenhiebe vermissen, die die B&#252;hnenauftritte des schmalzgestriegelten Conferenciers so vergn&#252;glich machen. &#171;Mit dem Orchester macht das Spa&#223;, aber jetzt bei diesem Soloalbum wollte ich das nicht haben&#187;, sagt Raabe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Liedern im Stil der &#171;Golden Twenties&#187; hat sich der S&#228;nger l&#228;ngst auch im Ausland einen Namen gemacht. Vor gut zwei Jahren er&#246;ffnete er mit seinem 1986 gegr&#252;ndeten Orchester das Berlin- Festival in New York, ein Jahr zuvor war die Truppe erstmals in Japan und China auf Tournee. Der Durchbruch war dem staatlich gepr&#252;ften Operns&#228;nger 1992 mit dem Song &#171;Kein Schwein ruft mich an&#187; gelungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r sein Solo-Deb&#252;t arbeitete er erneut mit seinem alten Schulfreund und Klavier-Kumpel Christoph Israel zusammen. Aufgenommen wurde das Album in Oslo im Studio des Produzenten Jan Erik Kongshaug, das laut Raabe f&#252;r einen besonders warmen Raumklang sorgte. &#171;F&#252;r mich sind diese Lieder die Klassik der Popmusik&#187;, sagt Raabe. &#171;Man m&#252;sste sie viel &#246;fter h&#246;ren. So wie man Bach und Brahms h&#246;rt, geh&#246;rt das mit dazu.&#187;&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 14 Jan 2010 22:39:37 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/229</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 13. Januar&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 13. Januar 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Premiere Tanztheater &#8222;Hermes in der Stadt&#8220; -&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Junge Choreografen stellen sich vor&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater Dessau l&#228;dt am 17. Januar, um 19:30 Uhr zu einer weiteren Tanztheaterpremiere auf die Bauhausb&#252;hne ein.
T&#228;nzer und T&#228;nzerinnen des Dessauer Ballett-Ensembles entwickeln mit der Sprache des Tanzes als Choreographen eine eigene Interpretation von &#187;Hermes in der Stadt&#171;, dem Gro&#223;stadtmilieust&#252;ck des in Sachsen- Anhalt geborenen Autors Lothar Trolle und setzen sich dabei auch mit ihrem neuen Arbeits- und Lebensmittelpunkt Dessau auseinander. Ballettdirektor Tomasz Kajdanski bietet mit &#8222;Hermes in der Stadt&#8220; Ensemblemitgliedern des Dessauer Balletts ein Forum f&#252;r eigene choreografische Werke. Auff&#252;hrungsort ist die historische Aula der &#8222;Ikone der Moderne&#8220;. Die Bauhausb&#252;hne war vor allem unter der Leitung von Oskar Schlemmer zwischen 1921 und 1929 [in Dessau 1926 - 1929] ein legend&#228;res Projekt der Theatermoderne, ein Ort f&#252;r revolution&#228;re Experimente mit K&#246;rper und Raum. Die Produktion &#8222;Hermes in der Stadt&#8220; entstand in Koproduktion mit der Stiftung Bauhaus Dessau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;CHOREOGRAPHIE Matt Bindley, Denise Evrard, Yulia Gerbyna, Joe Monaghan,
Juan Pablo Lastras Sanchez, Nadja R&#232;they-Prikkel und Gorden Wannhoff&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Anna-Maria Tasarz, Laura Costa Chaud, Yun-Ju Chen, Denise Evrard, Yulia Gerbyna, Gabriella Gilardi, Nadja R&#232;they-Prikkel; Ion Beitia, Rai-Hilmar Kirchner, Juan Pablo Lastras Sanchez, Joe Monaghan, Johan Plaitano, Gorden Wannhoff, Kengo Yamazaki&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;SZENOGRAPHIE Torsten Blume | DRAMATURGIE Torsten Blume, Maria Linke&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Weitere Vorstellungen: 19./20.01.2010 | 06./07.02. | 02./03.04. | 18./19.06. &#8211; jeweils um 19:30 Uhr auf der Bauhausb&#252;hne&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter: Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr | Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr | Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 13 Jan 2010 16:11:02 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/228</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 13. Januar&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 13. Januar 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;K&#252;nstler-Portr&#228;t&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Heribert Germeshausen stellt S&#228;ngerinnen und S&#228;nger des Anhaltischen Theaters vor&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In der Reihe K&#252;nstler-Portr&#228;t wird Heribert Germeshausen, leitender Dramaturg Musiktheater / Operndirektion am Samstag, den 16. Januar um 20 Uhr den holl&#228;ndischen Bariton Wiard Witholt vorstellen. Das Anhaltische Theater Dessau l&#228;dt hierzu ins Foyer des Gro&#223;en Hauses ein.
Neben zahlreichen Informationen zum K&#252;nstler erwartet das Publikum ein umfangreiches Liedprogramm aus dem romantischen Liedrepertoire u.a. Franz Schubert &#8222;Der Erlk&#246;nig&#8220;, Robert Schumann &#8222;Die beiden Grenadiere&#8220; sowie die Arie &#8222;Rivolgete a lui lo sguardo&#8220; aus Wolfgang Amadeus Mozart "Cos&#236; fan tutte". Boris Cepeda wird den S&#228;nger am Klavier begleiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets zu 3,- Euro erhalten Sie unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 13 Jan 2010 10:55:19 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/227</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ute van der Sanden, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ute van der Sanden, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Rosslau, 12.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Alles ist auf der B&#252;hne nur Theater&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Katja Ebstein kam, k&#228;mpfte und siegte - Mit ihrer Show sorgte sie f&#252;r einen wechselvollen Abend&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Musiker schauten besorgt. "Ihr hattet Recht", gestand die S&#228;ngerin, bevor sie, neuerlich von einem Hustenanfall gesch&#252;ttelt, den lila Teepott griff wie eine Ertrinkende nach dem Strohhalm. Es stimmte, Katja Ebstein h&#228;tte nicht auftreten sollen, ihre Augen gl&#228;nzten fiebrig, unter der Schminke schwitzte sie. "Tut mir leid", sagte sie und stand einige Sekunden sehr ehrlich, einsam und verletzlich da, bis Stefan Kling am Klavier einen ihrer gro&#223;en Hits anstimmte: "Stark sein".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese dramatische, wiewohl ungeplante Wendung erlebten die Besucher des Anhaltischen Theaters am Donnerstagabend, als Katja Ebstein "Meine Lieder" sang. Justament verwandelte sich die hilflose Person, die mit dem "Evita"-Song "Wein nicht um mich, Argentinien" noch soeben kaum mehr als Mitleid ernten konnte, in eine K&#228;mpferin. Ungesch&#252;tzt begegnete sie ihrer Schw&#228;che - und siegte. Von diesem Moment an war der Saal auf ihrer Seite.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei hatte es nicht gut angefangen. Die kleine Versp&#228;tung nahm das Publikum &#252;bel, und als die Musiker auf die B&#252;hne kamen, klatschte niemand. So starteten sie mit einem Schulterzucken in den Abend, der beinahe in einem Fiasko geendet h&#228;tte. Ja, Katja Ebstein plagte ein veritabler Infekt; doch nein, allein daran lag es nicht, dass ihre Show neben k&#252;nstlerischen H&#246;henfl&#252;gen auch bedauerliche Tiefpunkte enthielt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Dritte-Welt-Song in reinster Oktoberklub-Anmutung pr&#228;sentierte sie deutsche Schlager mit schauderhaft gereimten Texten, ihre Berlin-Hymne nach "My way" ist alles andere als geeignet, die Hauptstadt-Liebe der Republik zu st&#228;rken. Und Ebsteins Moderation - "Heine ist als Geist aktuell wie eh und je" - sowie allerhand pseudopolitische Erkl&#228;rungen zur Wiedervereinigung, zur Sprache als Mittel der Demokratie und zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr bleiben bestenfalls, wo sie hoffentlich sogleich vergessen wurden: zwischen den m&#228;chtigen W&#228;nden des Anhaltischen Theaters.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht vergessen seien Ebsteins s&#228;ngerische und darstellerische Kunst. Ihre B&#252;hnenpr&#228;senz. Jene bekannten Lieder, die ihr noch immer Sympathien zutragen - "Abschied ist ein bisschen wie Sterben" und "Wunder gibt es immer wieder" h&#228;tten im Programm nicht fehlen d&#252;rfen. Auch schon ein Jahrzehnt alt, aber l&#228;ngst nicht so ber&#252;hmt sind "Die schlesischen Weber" nach Heine, ein Song, den sie mit Autorit&#228;t und w&#252;tendem Ausdruck auf den Punkt brachte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ihre nicht mehr junge Stimme hat die Ebstein, Erk&#228;ltung hin oder her, technisch gut im Griff. Die langen Haare flossen ihr schimmernd &#252;ber die Schultern, und in der f&#252;nfk&#246;pfigen Band, sie bezeichnete sie als "meine kleine Familie", sa&#223; gottlob Stefan Kling, der Pianist von "L'art de passage" und Gerhard Sch&#246;ne. Seit Jahren tritt er mit Katja Ebstein auf. Die klavierbegleiteten Soloballaden und -songs, darunter Pete Seegers Antikriegslied "Sag mir, wo die Blumen sind" und die frechen Texte aus dem Zille-Milieu, entsch&#228;digten f&#252;r alles weniger Gelungene.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ihre st&#228;rksten Augenblicke zeigten die Ebstein als Schauspielerin und Diseuse mit Erfahrung, Ausstrahlung, enormer Vitalit&#228;t und unb&#228;ndiger Lust, sich auf der B&#252;hne zu reproduzieren. Zugabe um Zugabe schloss sie an, weil der Abend schlie&#223;lich doch im Miteinander aufging. Dass die Umjubelte sich nach zweieinhalb Stunden in einer ihrer besten Rollen verabschiedete, war kein Zufall: als Berliner G&#246;re mit Schmollmund und wild rollenden Augen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als n&#228;chstes Gastspiel im Anhaltischen Theater steht am 22. Januar um 20 Uhr ein Konzert mit der S&#228;ngerin Gitte Haenning auf dem Programm.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 11 Jan 2010 22:52:20 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/226</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 5. Januar&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 5. Januar 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Senioren werden Paten der Inszenierung &#8222;Die Stumme von Portici&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r die Mitglieder des Seniorenclubs am Anhaltischen Theater Dessau beginnt im Januar 2010 ein besonderes Projekt: Sie begleiten den Entstehungsprozess der Opern-Inszenierung &#8222;Die Stumme von Portici&#8220; [Musikalische Leitung: Antony Hermus, Regie: Andr&#233; B&#252;cker] von der Konzeption bis zur Premiere. Dabei verfolgen sie gemeinsam mit Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorff, wie die technischen und k&#252;nstlerischen F&#228;den der Produktion zusammenlaufen, besuchen die Werkst&#228;tten, nehmen an Proben teil und setzen sich in Gespr&#228;chen mit den K&#252;nstlern, dem Werk und der Umsetzung auf der B&#252;hne auseinander. Alle interessierten Senioren [60 plus], die sich dazu anmelden m&#246;chten, sind herzlich zum Informationstreffen am 13. Januar 2010, um 15.00 Uhr ins Alte Theater eingeladen.  &lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kontakt: Imme Heiligendorff | Telefon 0340-2511216|
theaterpaedagogik@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 11 Jan 2010 15:28:12 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/225</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme, 07.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Anhaltisches Theater Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;T&#228;nzerin baut ein Kinderballett auf&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;&#8222;Solange ich mich erinnern kann, wollte ich immer zum Ballett&#8220;, erz&#228;hlt Gabriella Gilardi (32). Diesen Wunsch haben jetzt sicher auch die gegenw&#228;rtig 22 M&#228;dchen aus Dessau und Umgebung, die die &#220;bungsstunden des im Herbst 2009 gegr&#252;ndeten Kinderballetts des Anhaltischen Theaters Dessau besuchen. Gabriella Gilardi &#252;bernahm die Betreuung des Kinderballetts neben ihrer T&#228;tigkeit als Companiemitglied des Dessauer Balletts, zu dem sie seit Beginn der laufenden Spielzeit geh&#246;rt.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Etwa so alt wie die j&#252;ngsten Mitglieder ihrer zwei Kinderballettgruppen war die in Italien geborene T&#228;nzerin, als ihre Mutter sie eine private Ballettschule besuchen lie&#223; Daneben hatte sie jedoch auch andere Hobbys: Klavier, Chor und Volleyball. Ihre Ballettlehrerin stellte bei
ihr t&#228;nzerisches Talent fest und riet: &#8222;Gehe deinen Weg.&#8220; Was tun? &#8222;Meine Eltern waren vom
Tanzwunsch nicht gerade hocherfreut&#8220;, lacht sie heute. Gabriella Gilardi schrieb sich etwas sp&#228;ter an der Uni f&#252;r &#214;konomie ein. Ein Jahr, dann hat sie gemerkt: &#8222;Ne, ne, ne und ganz schnell weg&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie konnte ihre Mutter &#252;berreden, mit ihr zum Vortanzen an der bekannten Scuola di Ballo del Teatro alla Scala di Milano zu gehen. Zur &#220;berraschung der Mutter wurde Gabriella Gilardi angenommen. Acht Jahre bis 1996 hat sie sich dort zur T&#228;nzerin ausbilden lassen und mit dem
Diplom abgeschlossen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Fast jeden Tag vorgetanzt&#8220;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An einer kleinen Mail&#228;nder Companie hat sie bis zu deren Aufl&#246;sung nach einem Jahr
tanzen k&#246;nnen. Unter anderem hat sie mit den inzwischen bekannten englischen Choreografen
Wayne Mc Gregor und Gillian Wittingham gearbeitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da es in Italien zwar viele T&#228;nzerinnen und T&#228;nzer, doch nur wenige Ballettcompanien gibt und die meist nur streng klassisch, kaum modern -, versuchen viele, im &#8222;&#252;brigen&#8220; Europa Arbeit zu bekommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gabriella Gilardi hat es in Deutschland versucht. &#8222;Ich bin in den Zug gestiegen und habe
fast jeden Tag irgendwo vorgetanzt&#8220;, erinnert sie sich des schweren Anfangs. Als sie mehr
durch Zufall erfahren hat, dass in Halberstadt eine T&#228;nzerin gesucht wird, ist sie gleich hingefahren, hat vorgetanzt und wurde vom damaligen Ballettchef Tarek Assam genommen.
&#8222;Bereits eine Woche sp&#228;ter war Premiere&#8220;, erz&#228;hlt Gabriella Gilardi von ihrem furiosen
deutschen Ballettstart.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie blieb dort drei Jahre, ging dann ebenfalls f&#252;r drei Jahre an das Volkstheater Rostock. Ballettchef war dort Tomasz Kajdanski. Dass man sich im Leben sprichw&#246;rtlich
mindestens zweimal sieht, hat sich nun bewahrheitet. In Dessau ist Tomasz Kajdanski
Ballettdirektor und Chefchoreograf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwischen Rostock und Dessau war Gabriella Gilardi f&#252;r sechs Jahre Solistin und Assistentin
des Ballettdirektors Jaroslaw Jurasz, wieder am Nordharzer St&#228;dtebundtheater Halberstadt. In den letzten Jahren hat sie auch eigene Choreografien f&#252;r Schauspiele und Operettenproduktionen erarbeitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Spa&#223; darf nicht zu kurz kommen&#8220;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ihren ganz reichen Erfahrungsschatz gibt sie nun &#8222;St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck&#8220; an die jungen Dessauer
Tanzelevinnen weiter. Jungen h&#228;tten sich bisher leider noch nicht gemeldet, seien
aber herzlich willkommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gabriella Gilardi betreut zwei Gruppen, &#8222;eingeteilt nach Tanzerfahrungen&#8220;. Das habe
sich g&#252;nstiger erwiesen als die altersm&#228;&#223;ige Differenzierung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die &#8222;Anf&#228;ngerinnen&#8220; kommen einmal w&#246;chentlich in den Ballettprobensaal des Anhaltischen
Theaters. Gabriella Gilardi f&#228;ngt da &#8222;ganz von vorn an&#8220;, m&#246;chte sichere Grundlagen legen. Kondition entwickeln, K&#246;rperdehnungen, Gymnastik, erste Schritte an der Stange, Schritte zu Musik, kleine Kombinationen...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die zweite, &#8222;erfahrenere&#8220; Gruppe, deren Mitglieder teils auch noch andere Tanzschulen
besuchen, trifft sich 14-t&#228;gig. Hier stehen kleine Choreografien und Schrittkombinationen
auf dem Programm, wie ebenfalls Raumkoordination, das Tanzen im Kreis und in Linien...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gabriella Gilardi ist eine konsequente Lehrerin, die es an Lob und Aufmunterung nicht fehlen l&#228;sst. Denn, bei aller Konsequenz und notwendigem Training: &#8222;Spa&#223; darf nicht zu kurz kommen.&#8220;&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 11 Jan 2010 14:27:22 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/224</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 5. Januar&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 5. Januar 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Patenschaftsvereinbarung zwischen Musikschule Dessau-Rosslau und Anhaltischer Philharmonie unterzeichnet&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die Anhaltische Philharmonie und die Musikschule Dessau- Rosslau vereinbarten dauerhaft eine Patenschaft. Generalmusikdirektor Antony Hermus und Orchestervorstand Ekkehard Neumann unterzeichneten am 10. Januar mit der Leiterin der Musikschule, Ute Mahlo und dem Leiter des Musikschulorchesters, Friedemann Neef einen Patenschaftsvertrag. Zuk&#252;nftig werden beide Institutionen eng und auf vielf&#228;ltige Weise zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterst&#252;tzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Patenschaftsvereinbarung beinhaltet u.a. ein gemeinsames &#246;ffentliches Musizieren pro Saison. Zudem erm&#246;glicht die Anhaltische Philharmonie den Musiksch&#252;lern nach vorheriger Absprache Probenbesuche. Insbesondere sollen die Hauptproben der Sinfoniekonzerte f&#252;r diejenigen Musiksch&#252;ler ge&#246;ffnet werden, deren Instrument als Soloinstrument im Programm vertreten ist. Mindestens einmal pro Saison stehen Konzertsolisten der Anhaltischen Philharmonie f&#252;r Workshops mit Musiksch&#252;lern zur Verf&#252;gung.
Einzelne Mitglieder der Anhaltischen Philharmonie &#252;bernehmen Mentorenaufgaben beim Musikschulorchester und beraten auf Wunsch dessen Mitglieder z.B. bei Fragen der Musikausbildung, vor Wettbewerben oder beim Instrumentenkauf. Bei den Donnerstags-Sinfoniekonzerten erhalten Musiksch&#252;ler und Lehrer/Innen der Musikschule erm&#228;&#223;igte Eintrittskarten. Die Anhaltische Philharmonie hilft dem Orchester der Musikschule bei Besetzungsproblemen. Die Musikschule wird die Anhaltische Philharmonie bei der Werbung f&#252;r ihre Sinfonie- und Sonderkonzerte unterst&#252;tzen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 11 Jan 2010 13:54:12 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/223</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 5. Januar&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 5. Januar 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Neue Veranstaltungsreihe f&#252;r Nachtschw&#228;rmer im Alten Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater Dessau startet unter dem Titel &#8222;Die Nacht, die Lichter&#8220; eine neue Reihe, bei der Literatur auf Musik und Tanz trifft, ein zwangloses Club-Format mit Bar-Atmosph&#228;re, bei dem das Foyer des Alten Theaters ein Anziehungspunkt f&#252;r Nachtschw&#228;rmer wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der ersten Folge am 15. Januar 2010, um 21 Uhr lesen die Ensemblemitglieder Uwe Fischer, Gerald Fiedler und Thorsten K&#246;hler Storys von Clemens Meyer. Diese Geschichten erz&#228;hlen von verpassten Lieben und der Hoffnung auf den gro&#223;en Gewinn. Die Helden sind Menschen, die mit dem Leben k&#228;mpfen, strauchelnde Gl&#252;ckssucher und ruhelose Nachtgestalten. Dazu gibt es Musik u. a. von Johnny Cash, Tony Joe White, Tom Waits, Billy Don Burns u. a.
Tanzen ist ausdr&#252;cklich erw&#252;nscht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vom 4. bis 8. Januar gestalteten Andreas Dymke und Stefan Lange (K&#252;nstlerzusammenschluss DAS KOMBINAT) das Treppenhaus des Alten Theaters. Mit der Veranstaltung "Die Nacht, die Lichter" wird die Neugestaltung erstmals der &#214;ffentlichkeit pr&#228;sentiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets zu 3,- EURO erhalten Sie unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Samstag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 11 Jan 2010 12:35:25 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/222</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ute van der Sanden, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ute van der Sanden, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Rosslau, 05.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Ode auf die Geschwindigkeit&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;KONZERT Antony Hermus z&#252;ndet mit der Anhaltischen Philharmonie, tollen Solisten und gro&#223;em Chor zum Jahreswechsel dreimal Beethovens neunte Sinfonie.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Viele Sachen sind schneller geworden in dieser ersten Dekade des neuen Jahrtausends, das Internet, die Mikrowellen und die Waschmaschinen, sogar die Bildungsabschl&#252;sse. Beethovens Neunter ist das nicht passiert, zumindest in Dessau. Eine Stunde und sechs Minuten hat die erste von insgesamt vier Auff&#252;hrungen am Anhaltischen Theater gedauert, inklusive Chorauftritt, Nachstimmen und Zwischenapplaus zur Begr&#252;&#223;ung der S&#228;ngerschar. Das haben Karajan und Toscanini auch schon geschafft, fast jedenfalls. Warum erschien, was in diesen sechsundsechzig Minuten passierte, trotzdem wie eine Ode an die Geschwindigkeit?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es war, wie meistens in solchen F&#228;llen, eher eine Frage der Haltung als des tats&#228;chlichen Tempos. Generalmusikdirektor Antony Hermus, der vorab das neue Dezennium willkommen gehei&#223;en, ein k&#252;chenpoetisches Neujahrsrezept von Goethes Mutter Katharina Elisabeth zum Besten gegeben und dem Publikum seine pers&#246;nlichen W&#252;nsche entboten hatte, war ehrgeizig genug, die - seine Worte -"monumentale neunte Sinfonie" auswendig zu dirigieren. Zur selben Minute bl&#228;tterte &#252;brigens in Leipzig Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly Partiturseiten um, wie im Fernsehen live zu verfolgen war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gipfel im zweiten Satz&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die stets unterhaltsame, bisweilen rasante Dessauer Darbietung gipfelte im t&#228;nzerischen zweiten Satz. Und mit ihm begann sie auch. Sp&#228;testens im Trioteil wusste man die Musiker und ihren Dirigenten gedanklich in jenem Werk versammelt, das auf den Pulten lag. Hermus lie&#223; in der Scherzo-Mitte ein tats&#228;chliches Presto spielen. Danach klang dieser Satz wie Ballett: leicht, voller Schwung, im Bunde mit der bukolischen Idylle der sechsten Sinfonie, aller Wuchtigkeit enthoben und ebenso rhythmisch prononciert, wie alle Rhythmen, besonders die punktierten, mit gro&#223;er Exaktheit und Entschlossenheit zelebriert wurden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht das krachende Finale, das, einmal entz&#252;ndet, wie eine Silvesterrakete abbrannte - nein, dieser zweite Satz war der essentielle H&#246;hepunkt des Abends. Der erste hatte sich zuvor angeh&#246;rt, als stamme er aus einem anderen St&#252;ck oder m&#252;sse konzeptionell noch reifen. Der dritte wurde als Klangteppich entrollt, ein Vorgeschmack auf das noch nicht erfundene Nocturne; er enth&#252;llte Phrasierungs&#252;bungen f&#252;r Streicher wie f&#252;r Holzbl&#228;ser, und das wunderliche Solo im vierten Horn - man schwamm dr&#252;ber. Nun aber kam endlich Ulf Paulsens Basspartie. Mit raumgreifender Stimme und der rhetorischen Wucht des musiktheatralisch Erfahrenen gebot er "angenehmere" T&#246;ne, "freudenvollere".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So geschah es. Das Vokalensemble, bestehend aus Damen und Herren des Opern- und des Extra- sowie des Coruso-Chores, wuchtete das Finale samt Schillers Ode &#252;bers Orchester hinweg in den Zuschauersaal, was die Profis&#228;nger in diesem Tempo eher m&#228;&#223;ig angestrengt haben d&#252;rfte. Legato war nicht vorgesehen, aber jedes einzelne Wort verst&#228;ndlich - auch in den Beitr&#228;gen Angelina Ruzzafantes, Carola G&#252;nthers und Angus Woods in den weiteren Solopartien, deren klangliche Pr&#228;senz keine W&#252;nsche offen lie&#223;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwar galoppierte der Cherub eher vor Gott, als dass er daselbst gestanden h&#228;tte, aber wie gesagt: Langweilig wurde das nicht. Nun zeichnet die Abwesenheit von Langeweile allein noch keine Interpretation aus, die Anwesenheit von gestalterischem Ernst, Gelassenheit und Eleganz hingegen wohl. Das Credo dieser Neunten war Hymne und Tanz, Sound und Effekt. Das kam an beim Publikum, es applaudierte begeistert. &#220;berw&#228;ltigte Zuschauer reagieren st&#228;rker, sogar in Dessau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Frohe Botschaft&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gleichwohl war nicht nur die Tatsache, dass mit der Neunten das Neue Jahr am Anhaltischen Theater genau so begann, wie das alte geendet hatte, frohe Botschaft. Auch die Auff&#252;hrung selbst war eine. Denn die wirklich guten Dinge bleiben, m&#246;gen sie auch inzwischen ein bisschen schnittiger wirken, als sie vorher aufgetreten waren: Schillers Wort und Mutters Spr&#252;che, die Anhaltische Philharmonie und Beethovens Musik.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;N&#228;chste Auff&#252;hrung des Konzertes an diesem Sonntag, 18.30 Uhr. Karten gibt es an den Theaterkassen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 11 Jan 2010 10:49:19 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/221</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme, 05.01.2010&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Der junge Dessauer David Ortmann hat mit &#8222;Kaspar H&#228;user Meer&#8220; seine erste Regiearbeit am Anhaltischen Theater mit Erfolg vorgelegt&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Schultheater, Elternneugier und auch mancher Zufall&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Kaspar H&#228;user Meer&#8220; ist seine erste eigene Regiearbeit. Seit dieser Spielzeit ist der junge Dessauer David Ortmann als Regieassistent mit Regieverpflichtung am Anhaltischen Theater Dessau t&#228;tig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Der sehr lange Applaus war eine wirklich echte &#220;berraschung. Da f&#228;llt schon viel von einem ab&#8220;, freut sich David Ortmann immer noch. Er hat sein &#8222;richtiges gro&#223;es Regiedeb&#252;t&#8220; am 11. Dezember (Volksstimme berichtete) im Studio des Anhaltischen Theaters Dessau mit Bravour absolviert. Dabei ist &#8222;Kaspar H&#228;user Meer&#8220; von Felicia Zeller eine schwierige und anspruchsvolle Inszenierungsaufgabe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Sieben Wochen hatte ich Zeit, mich mit dem St&#252;ck, den Schauspielerinnen, der B&#252;hne v&#246;llig eigenverantwortlich zu besch&#228;ftigen&#8220;, erz&#228;hlt der junge Regisseur. Davor war er bei mehreren St&#252;cken als Regieassistent t&#228;tig, unter anderem bei Armin Petras in dessen Dessauer Inszenierung &#8222;Abschlussfeier&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Funktion Regieassistent mit Regieverpflichtung ist der aus Dessau stammende David Ortmann (23) seit Beginn der laufenden Spielzeit am Anhaltischen Theater in festem Engagement. Die Dessauer Theaterbesucher werden beim Namen stutzen. Ortmann, da war doch was? Und sie haben recht. Er ist der Sohn des am Anhaltischen Theater langj&#228;hrig t&#228;tigen Schauspielerehepaares Christel Ortmann und Hans-J&#252;rgen M&#252;ller-Hohensee. Ein elterlicher Proteg&#233; ist er aber dennoch nicht. &#8222;Sie begegnen meinen Vorhaben mit gespannter Neugier&#8220;, formuliert er fast philosophisch. Ist sich wohl aber sicher, dass beide, wie die anderen Mitwirkenden bei seiner j&#252;ngsten Arbeit, hinter ihm stehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch wenn es m&#246;glicherweise &#8222;zukunftssicherere T&#228;tigkeiten&#8220; gibt. Sein Entwicklungsweg h&#228;tte solche wohl auch durchaus angeboten. Den Beruf &#220;bersetzer h&#228;tte sich der sprachtalentierte David Ortmann als Alternative zum Beispiel auch vorstellen k&#246;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis zur achten Klasse ging er auf das Dessauer Liborius-Gymnasium und konnte dann aufgrund sehr guter Leistungen das traditionsreiche Internatsgymnasium Landesschule Pforta besuchen. Und wie es der Zufall wollte, gab es neben dem anspruchsvollen Unterricht die M&#246;glichkeit, in der dortigen Theatergruppe mitzumachen. Erst zu schauspielern, dann auch gemeinsam mit anderen kleinere St&#252;cke zu inszenieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;K&#252;nstlerisches Aufsehen erregte die Theatergruppe mit der Auff&#252;hrung des St&#252;ckes &#8222;Und tot bist du&#8220;. Dieses Schauspiel zum Thema Amoklauf an Schulen schrieb 1999 der amerikanische Autor William Mastrosimone (geb. 1947). David Ortmann hat das St&#252;ck gemeinsam mit Schulfreund Franz Werfel &#252;bersetzt. In der Regie von David Ortmann hat &#8222;Und tot bist du&#8220; auch au&#223;erhalb von Schulpforta insgesamt fast unglaubliche 20 Auff&#252;hrungen erlebt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann wieder Zuf&#228;lle, die den jungen Ortmann in die Regierichtung gehen lassen. &#8222;Richtig reingerutscht&#8220; nennt er das selbst. Andr&#233; B&#252;cker, sein jetziger Dessauer Generalintendant, inszenierte in Sangerhausen den &#8222;Schleef Block 1&#8220; und brauchte einen Assistenten. Davon erfuhr David Ortmann, sprach vor und wurde genommen: &#8222;Zum ersten Mal richtiger Regieassistent in meinem Leben&#8220;, so seine bleibende Erinnerung an 2006.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben dem Abi-Abschluss im Blick, hat er auch Andr&#233; B&#252;ckers Weg verfolgt. Und als dieser Intendant am Nordharzer St&#228;dtebundtheater wurde, hat er sich f&#252;r ein Regieassistentenpraktikum beworben. Und dann gleich bei &#8222;Faust I&#8220; mitgewirkt. Aus dem Praktikantenjob, so David Ortmann, sind dann zweieinhalb Jahre geworden. Eines davon als &#8222;freiwilliges soziales Jahr&#8220;. 2007/2008 bekam er dort eine &#8222;regul&#228;re&#8220; Assistentenstelle. Und nach der Berufung Andr&#233; B&#252;ckers ans Anhaltische Theater erfuhr David Ortmann Silvester 2008, dass er mit nach Dessau kommen kann. Wieder zu Hause. Zun&#228;chst sicher. Mehr wohl eine Zwischenstation auf dem k&#252;nstlerischen Weg der B&#252;hnen-Eroberung!?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ob er &#8222;gro&#223;e Ziele&#8220; habe betreffs St&#252;cken oder ber&#252;hmter Regisseure? Eigentlich nicht. Die Arbeit mit den Menschen an sich sehe er im Vordergrund. Die Konzeptionsideen der Regisseure engagiert umsetzen, eigene Ideen einbringen. Regieassistentent&#228;tigkeit ist wohl doch ein bisschen mehr als, wie oft vereinfacht formuliert, &#8222;alles das machen, was der Regisseur nicht machen will&#8220;. Ja &#8211; und nat&#252;rlich eigene Inszenierungen m&#246;chte David Ortmann weiter auf die B&#252;hnen bringen, Geschichten erz&#228;hlen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erfahrungen, sch&#246;pferische Arbeit und wohl auch Talent bilden die Basis f&#252;r die derzeitige T&#228;tigkeit des Jungregisseurs David Ortmann. Ein Studium? Ad hoc nicht. Nach 2010/2011: &#8222;Mal sehen&#8220;. Er k&#246;nnte sich aber schon vorstellen, an der Berliner Hochschule &#8222;Ernst Busch&#8220; ein Studium zu absolvieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zun&#228;chst gilt es, in Dessau weitere Erfahrungen zu sammeln. Auch in Halle, wo David Ortmann gegenw&#228;rtig die &#8222;Familienkonzerte&#8220; mit &#8222;Regieminiat&#252;ren&#8220; inszeniert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;Kaspar H&#228;user Meer&#8220; ist am 14. Januar um 19.30 Uhr wieder im Studio im Kulturzentrum Altes Theater zu sehen&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 05 Jan 2010 14:05:51 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/220</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 2.1.2010&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neujahrsspaziergang&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Handlungsreisender in Sachen Musik&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Michael Kaufmann spricht &#252;ber sein neues Amt als Intendant des Dessauer Kurt-Weill-Festes&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;An das Leben auf der Durchreise hat sich Michael Kaufmann l&#228;ngst gew&#246;hnt, sein Wohnzimmer ist bis auf weiteres die Hotellobby und sein Kleiderschrank der Koffer. Auch an diesem Dezembermorgen steigt er schwer bepackt aus dem Zug, um beim letzten Dessauer Ortstermin im alten Jahr weit in die Zukunft zu planen: Zwar wird er seinen ersten Jahrgang als Intendant des Dessauer Kurt-Weill-Festes erst 2011 pr&#228;sentieren, die Vertr&#228;ge mit den K&#252;nstlern aber m&#252;ssen schon jetzt geschlossen werden. Und jenes Programm, das er von seinem Vorg&#228;nger Clemens Birnbaum f&#252;r 2010 &#252;bernommen hat, soll traditionsgem&#228;&#223; bereits Ende Februar &#252;ber die B&#252;hne gehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit dem Einsatz f&#252;r fremde Ideen hat der neue Festival-Intendant kein Problem: "Wer in unserem Beruf nicht bereit ist, ein Programm zu adoptieren, hat seine Aufgabe nicht verstanden." Schlie&#223;lich, so sagt er, m&#252;sse auch sein Nachfolger in der Essener Philharmonie mit den Vorarbeiten leben, die er ihm hinterlassen hat. Und selbst wenn er beim aktuellen Weill-Fest "vieles ganz anders gemacht" h&#228;tte, lobt er doch das Programm unter dem Motto "New Art is true Art" - vor allem f&#252;r die Kompositions-Auftr&#228;ge, mit denen sich Dessau im neuen Jahr in die Annalen der zeitgen&#246;ssischen Musik einschreiben wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit solchen Anstiftungen zur Kreativit&#228;t hat Kaufmann in fr&#252;heren &#196;mtern selbst gute Erfahrungen gemacht, rund 50 Werke hat er in seinen Essener Jahren aus der Taufe gehoben. Nun aber muss er sich vor allem in die Klassische Moderne vertiefen, wobei er begeistert feststellt, "welche Faszination Kurt Weill auf viele K&#252;nstler aus&#252;bt". Dieses Interesse l&#228;sst ihn hoffen, dass sich Dessau k&#252;nftig endlich als "Au&#223;enstelle der W&#228;hrungsh&#252;ter in New York" - sprich der Kurt-Weill-Foundation for Music - etablieren kann - ein l&#228;ngst &#252;berf&#228;lliger Schulterschluss, der auch dank des Neuanfangs im Anhaltischen Theater m&#246;glich geworden ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#220;berhaupt ist Michael Kaufmann froh, dass sich die Dessauer Kultur mit Protagonisten wie Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker und Bauhaus-Direktor Philipp Oswalt neu erfindet - und dass er selbst Teil dieses Aufbruchs ist. Einen wichtigen Impuls will er dieser Entwicklung durch ein Konzept geben, in dem er die &#220;bergabe der Meisterhaus-Verwaltung in die H&#228;nde der Kurt-Weill-Gesellschaft vorschl&#228;gt. "Ich rei&#223;e mich nicht um den Job als Meisterhaus-Hausmeister - aber wir sind als die Hauptnutzer schlie&#223;lich vor Ort." Wenn eine solche Zusatz-Aufgabe auch die &#246;ffentliche Wahrnehmung der Weill-Gesellschaft jenseits der j&#228;hrlichen Feste st&#228;rken w&#252;rde, w&#228;re dies ein durchaus beabsichtigter Effekt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schlie&#223;lich tr&#228;umt Kaufmann von einer Ausweitung der k&#252;nstlerischen Aktivit&#228;ten "&#252;bers Jahr und &#252;bers Land", was mit dem aktuellen Etat freilich kaum finanzierbar ist. Daher wird die Erschlie&#223;ung neuer Finanzquellen eine seiner Hauptaufgaben sein - wobei ihm seine Erfahrungen als Intendant der Essener Philharmonie gute Dienste leisten d&#252;rften.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass er dank solcher Verwurzelung im Ruhrgebiet mit Spannung und Wohlwollen auf das Kulturhauptstadt-Jahr blickt, liegt auf der Hand. Zugleich aber warnt er vor &#252;bersteigerten Erwartungen: In der einstigen Bergbau-Region sei zwar ein einzigartiger kultureller Reichtum entstanden, der in der Vergangenheit aber auch zu einem "Kirchturmdenken" bis an die Grenzen der Kannibalisierung gef&#252;hrt habe. Der Versuch, diese Schar von regionalen Akteuren in einem neuen Netzwerk zu versammeln, habe sich bereits in den Vorbereitungen auf 2010 als schwierig erwiesen. Es bleibe abzuwarten, ob sich die Region ihren G&#228;sten nun tats&#228;chlich als geschlossene Einheit darstellen k&#246;nne, in der "Kultur durch Wandel" nicht nur ein gemeinsames Etikett f&#252;r unterschiedliche Initiativen sei. Schlie&#223;lich seien im Vorfeld einige ehrgeizige Projekte weggebrochen, nun m&#252;sse man vermeiden, dass das Programm schlechtgeredet werde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch Kaufmanns Selbstverst&#228;ndnis scheint auch von den Erfahrungen in Essen gepr&#228;gt: Als Kulturmanager, sagt er, m&#252;sse man mit Steuermitteln "Unmittelbarkeit produzieren". Schlie&#223;lich sei die subventionierte Kultur kein Selbstzweck, sondern immer auch Wirtschaftsf&#246;rderung und Standortmarketing. Deshalb will er - neben den Vorbereitungen f&#252;r sein erstes eigenes Fest unter dem Motto "Dessau - Berlin" - demn&#228;chst auch den Internet-Auftritt der Weill-Gesellschaft zum Online-Magazin ausbauen und neue Kooperationspartner wie die Akademie der Wissenschaften gewinnen ... Spricht Michael Kaufmann - und greift zum Koffer. Immer auf dem Sprung - als Handlungsreisender in Sachen Musik.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sat, 02 Jan 2010 11:03:56 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/219</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 31.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Aschenbr&#246;del tanzt und singt nun auch&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Im Januar steht das Anhaltische Theater f&#252;r verschiedene Show-Produktionen zur Verf&#252;gung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Theater hat sich eine Atempause verdient. Nach einem ersten Vierteljahr mit hoher Premierendichte bietet die erste Januarwoche K&#252;nstlern und Mitarbeitern der Dessauer B&#252;hne Gelegenheit f&#252;r einen Kurzurlaub, denn das Haus wurde - wie auch schon in den vergangenen Jahren - an eine Agentur vermietet, die es mit etlichen Show-Veranstaltungen und Konzerten f&#252;llt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Auftakt macht an diesem Sonnabend (20 Uhr) die schon mehrfach in Dessau gezeigte Show "Abba-fever". Sie nimmt das Publikum mit zur&#252;ck in die Zeit der Plateauschuhe, der Glitzeroutfits und der gro&#223;en Gef&#252;hle. Solisten, eine Band und T&#228;nzer wollen die Atmosph&#228;re der 70er Jahre mit Songs wie "Waterloo", "Chiquitita", "Dancing Queen" und "Mamma Mia" wieder aufleben lassen. Ein Moderator erz&#228;hlt zwischen den Liedern die Lebens- und Erfolgsgeschichte von Abba, einer der legend&#228;rsten Gruppen der Pop-Geschichte. Mit &#252;ber 350 Millionen verkauften Tontr&#228;gern ist Abba die erfolgreichste Gruppe der Moderne. Wie aktuell und popul&#228;r die Musik von Abba wieder ist, zeigt nicht zuletzt der gro&#223;e Erfolg des Musicals "Mamma Mia", das auch Hollywood verfilmte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht minder erfolgreich ist ein M&#228;rchenfilm, dem man gerade in den letzten Tagen kaum im Fernsehen entgehen konnte. "Drei Haseln&#252;sse f&#252;r Aschenbr&#246;del" sind Kult, der Film l&#228;uft wieder in den Kinos und eine Ausstellung auf Schloss Moritzburg hat man gleich um mehrere Wochen wegen des gro&#223;en Besucherandrangs verl&#228;ngert. Ganze Fangemeinden pilgern jedes Jahr zum Schloss bei Dresden zu Aschenbr&#246;del-Conventions, um rauschende Feste zu feiern und dem 1973 von den DEFA-Studios und den Filmstudios Barandov, Prag, hergestelltem Film nachzueifern. In Dessau gibt es das M&#228;rchen am Sonntag bei zwei Vorstellungen (11 und 14 Uhr) nun auch im Theater zu sehen. Der Musical-Macher Christian Berg hat, gemeinsam mit seinem Autorenkollegen Mirko Bott vom Hamburger Schmidt Theater, eine Musical-Version des weltber&#252;hmten M&#228;rchenklassikers auf die B&#252;hne gebracht, die im Dezember 2008 Premiere im Berliner Schillertheater hatte. Basierend auf dem Original-M&#228;rchen der tschechischen Autorin Bozena Nemcov&#225; erz&#228;hlt das musikalische B&#252;hnenst&#252;ck die bekannte Geschichte aus Sicht des Stalljungen Valentin, der in Diensten der Stiefmutter Aschenbr&#246;dels steht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;M&#228;rchenhaft und fantastisch geht das Gastspiel-Programm im Dessauer Theater am kommenden Mittwoch (6. Januar) weiter, wenn um 20 Uhr das Tolkien Ensemble&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 31 Dec 2009 13:47:28 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/218</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 30.12.2009&#8222;Fr&#252;hling&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 30.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#8222;Fr&#252;hling in Wien&#8220; im Anhaltischen Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am 25. April 2010, um 17 Uhr, l&#228;dt das Anhaltische Theater zu einem Konzert &#8222;Fr&#252;hling in Wien&#8220; ein. Unter der Leitung von Daniel Carlberg bringt die Anhaltische Philharmonie gemeinsam mit Gesangssolisten bekannte Werke Wiener Komponisten zu Geh&#246;r.
Mozart und Schubert d&#252;rfen ebenso wenig fehlen wie die Mitglieder der Strau&#223;-Dynastie mit St&#252;cken wie dem &#8222;Fr&#252;hlingsstimmen&#8220;-Walzer oder der &#8222;Krapfenwaldl&#8220;-Polka. Eine Besonderheit dieses Konzertes besteht darin, dass die Besucher einige Programmpunkte im Vorfeld selbst ausw&#228;hlen k&#246;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Karten zu den &#252;blichen Konzertpreisen unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Freitag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 30 Dec 2009 11:57:33 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/217</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 28.12.2009&#8222;Fidelio&#8220;&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 28.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#8222;Fidelio&#8220; &#8211; Zum letzten Mal in Dessau&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Ludwig van Beethovens &#8222;Fidelio&#8220; wird am Samstag, dem 16. Januar, um 17 Uhr zum letzten Mal im Gro&#223;en Haus des Anhaltischen Theaters zu sehen sein. Anschlie&#223;end gastiert das Anhaltische Theater mit &#8222;Fidelio&#8220; am 23. und 24. Januar am Theater in Winterthur / Schweiz.
In ver&#228;nderter Besetzung wurde die von Johannes Felsenstein inszenierte Oper in dieser Spielzeit wieder aufgenommen. Beethoven zeichnete in seiner einzigen, mehrfach &#252;berarbeiteten Oper schonungslose Bilder vom deformierenden Umgang mit Macht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Marzelline, das einzige Kind des Kerkermeisters Rocco, weist die Heiratsantr&#228;ge des Gef&#228;ngnispf&#246;rtners Jaquino zur&#252;ck, weil sie sich in Fidelio verliebt hat. Niemand ahnt, dass dieser Fidelio, der zu aller Zufriedenheit Hilfsdienste im Staatsgef&#228;ngnis versieht, in Wirklichkeit Leonore ist. Sie ist &#8211; als Mann verkleidet &#8211; auf der Suche nach ihrem Gatten Don Florestan, den der verfeindete Gouverneur Pizarro im Gef&#228;ngnis verschwinden lie&#223;. Leonore gelingt es, in die geheimsten Kerker vorzudringen und dort Pizarros Mord an Florestan zu verhindern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es spielt die Anhaltische Philharmonie unter der Leitung von Daniel Carlberg. Als Solisten h&#246;ren Sie KS Iordanka Derilova (Leonore), Cornelia Marschall (Marzeline), Kostadin Arguirov (Don Fernando), Andrew Sritheran (Florestan) Ulf Paulsen (Don Pizarro), Daniel Golossov (Rocco), David Ameln (Jaquino).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r diese Vorstellung bietet das Anhaltische Theater Tickets zum Sonderpreis f&#252;r 8,- EURO.
Dieses Angebot gilt vom 04. bis 16. Januar 2010.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets erhalten Sie unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Freitag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 28 Dec 2009 12:50:20 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/216</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 28.12.2009Konzerte&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 28.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Konzerte im Januar&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Das neue Jahr beginnt im Anhaltischen Theater am 1. Januar um 17 Uhr mit einer Auff&#252;hrung der IX. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Unter der Leitung von GMD Antony Hermus spielt die Anhaltische Philharmonie. Es singen die Damen und Herren des Opern- und des Extrachores sowie Mitglieder des Coruso-Chores. Als Solisten wirken mit: Angelina Ruzzafante (Sopran), Carola G&#252;nther (Mezzosopran), Andrew Sritheran / Angus Wood (Tenor) und Ulf Paulsen (Bariton). Noch einmal wird Beethovens letzte Sinfonie am 10. Januar 2010 ab 18.30 Uhr zum Neujahrsempfang des Oberb&#252;rgermeisters erklingen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenige Tage sp&#228;ter, am 14. und 15. Januar 2010, 19.30 Uhr, tritt beim 3. Sinfoniekonzert mit dem Titel &#8222;Unsterbliche Liebe&#8220; ein Gastdirigent ans Pult der Anhaltischen Philharmonie. Dirk Kaftan ist seit Beginn dieser Spielzeit Generalmusikdirektor der Stadt Augsburg. In Dessau dirigiert er &#8222;Romeo und Julia&#8220;, die wohl ber&#252;hmteste Liebesgeschichte aller Zeiten, in der musikalischen Version Sergej Prokofjews. Die Musik dieses 1935/36 komponierten Balletts erklingt in einer Konzertversion, die weitgehend dem Gang der Handlung folgend die sch&#246;nsten Abschnitte der Partitur pr&#228;sentiert. Au&#223;erdem auf dem Programm: Mozarts ber&#252;hmtes A-Dur-Klavierkonzert KV 488, gespielt von Finghin Collins, einem jungen irischen Pianisten, der seit seinem 1. Preis beim renommierten Clara-Haskil Klavierwettbewerb 1999 eine vielversprechende Karriere eingeschlagen hat und mittlerweile bei den besten Orchestern der Welt gastiert. Er&#246;ffnet wird der Konzertabend mit Musik des italienischen Barock-Komponisten Giovanni Battista Pergolesi (1710 &#8211; 1736), allerdings in jenem neoklassizistischen Klanggewand, das ihr Igor Strawinsky 1919/20 in seinem &#8222;Pulcinella&#8220;-Ballett verordnet hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im 3. Kammerkonzert des Anhaltischen Theaters im Schloss Georgium, das am 23. Januar, um 15:30 Uhr stattfindet, erklingt ein gegen&#252;ber dem Konzertplan ge&#228;ndertes Programm. Weronika Ambrosio und Johannes Schmidt (Violinen), Michiaki Manda (Viola) und Boris Cepeda (Klavier) spielen Duo- und Trio-Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Fuchs, Karol Szymanowski und Anton&#237;n Dvor&#225;k.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die j&#252;ngsten Konzertbesucher (ab 4 Jahren) sind am 31. Januar sehr herzlich in die Dessauer Marienkirche eingeladen. Um 11 und um 15 Uhr wird dort das von Klaus W&#252;sthoff f&#252;r Orchester und Erz&#228;hler geschriebene &#8222;Kuscheltierkonzert&#8220; aufgef&#252;hrt. Dirigent ist Daniel Carlberg, Erz&#228;hler der 10-j&#228;hrige Dessauer Sch&#252;ler Maximilian Schumann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Worum es geht? Nat&#252;rlich um Kuscheltiere! Gemeinsam mit dem Orchester erz&#228;hlt Maximilian von seinen Abenteuern mit Pferd, Eichh&#246;rnchen, Fuchs, B&#228;r, Schildkr&#246;te, Elefant, Pinguin, Robbe, Papagei und Hase. Wer eines dieser Kuscheltiere daheim hat, bringt es am besten mit ins Konzert! Alle sind gefragt, denn sie alle spielen mit im &#8222;Kuscheltierkonzert&#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets erhalten Sie unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Freitag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 28 Dec 2009 12:48:28 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/215</link>
    </item>
    <item>
      <title>Carla Hanus, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Carla Hanus, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Rosslau, 28.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Sechse bereiten Freude schon vor der Bescherung&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Publikum liebt m&#228;rchenhafte Einstimmung auf Weihnachten - Vorstellung im Theater ist Heiligabend ausverkauft&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r Chantal stand in der Pause schon fest. Die Prinzessin ist ihre Lieblingsschauspielerin im diesj&#228;hrigen Weihnachtsm&#228;rchen. Da konnten sich der Horcher, Keule, der L&#228;ufer, der Frostmann, der Bl&#228;ser und der Soldat in dem M&#228;rchen "Sechse kommen durch die ganze Welt" noch so abm&#252;hen, das Herz der jungen Zuschauerin schl&#228;gt f&#252;r die Prinzessin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als diese dann im weiteren Geschehen sogar noch ihren Hochmut verlor und gern als Siebte mit den sechs Freunden durch die Welt wandern wollte, konnte Prinzessin Victoria die Sympathie noch weiterer Theaterg&#228;nger gewinnen. Doch einig waren sich die junge Zuschauerschar keineswegs. Auf die Frage der Theaterleute "Mit wem willst Du durch die ganze Welt gehen" erkl&#228;rte die sechsj&#228;hrige Amelie &#252;berzeugt: "Mit Keule."&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;W&#228;hrend diese Frage also noch nicht entschieden ist und auch noch bis zum 10. Februar per Brief an das Theater beantwortet werden kann, stimmte das Publikum am 24. Dezember in einem Punkt offenbar &#252;berein: Die Auff&#252;hrung des Weihnachtsm&#228;rchens im Anhaltischen Theater geh&#246;rt am Heiligabend zum Tagesablauf unbedingt dazu. Denn die Vorstellung, die um 10.30 Uhr begann, war ausverkauft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Heiligabend komme im Theater immer eine besondere Stimmung auf, meinte Holger Hauck. Deshalb geh&#246;rt f&#252;r ihn - auch ohne Kinder - das Weihnachtsm&#228;rchen zum Fest dazu.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kerstin und Hans-J&#252;rgen B&#246;rner k&#246;nnen sich gar nicht mehr erinnern, wann sie das erste Mal mit ihren M&#228;dchen im Weihnachtsm&#228;rchen waren. "Die Kinder sind damit gro&#223; geworden", sagt der Wolfener, dessen T&#246;chter schon Mitte 20 sind. Inzwischen geh&#246;ren deren Freund beziehungsweise Mann zum Zuschauerkreis.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch bei Familie Sporbert aus Lingenau sind die Kinder mit dem Weihnachtsm&#228;rchen gro&#223; geworden. Seit sieben oder acht Jahren w&#252;rden sie mit den Leipziger Schwiegereltern Heiligabend ins Theater gehen, &#252;berlegt Jana Sporbert und hat auch eine ganz einfache Begr&#252;ndung daf&#252;r: "Es stimmt uns immer schon so sch&#246;n auf Weihnachten ein." An dieser Tradition w&#252;rde der 13-j&#228;hrige Bj&#246;rn auch nichts &#228;ndern wollen, meint er. Und der elfj&#228;hrige Niels hat das M&#228;rchen der gesamten Familie empfohlen. Er hat die Auff&#252;hrung schon mit der Schulklasse gesehen und freut sich riesig, dass er nun mit seiner Familie noch einmal in die Vorstellung gehen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ebenfalls ein zweites Mal verfolgt der sechsj&#228;hrige Philip die Abenteuer der sechs Freunde auf der B&#252;hne. Nachdem der Junge aus Br&#252;ck ebenfalls mit der Schule das Dessauer Theater besucht hat, freut sich seine Mutter Anke Habelmann, dass es mit dem Weihnachtsm&#228;rchen in der Familie am Heiligabend auch noch geklappt hat. Zumal sich die Br&#252;cker hier mit der Zerbster Oma treffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seine Familie im Zuschauerraum hatte einen Tag sp&#228;ter auch Jan Kersjes. Indes sa&#223; er nicht neben seinen Eltern und seiner Schwester. Jan Kersjes geh&#246;rte zu denen, die auf der B&#252;hne standen und der dort schnell lief. Denn sowohl am 24. als auch am 25. unterhielt Kersjes in dem Grimmschen M&#228;rchen das Publikum als L&#228;ufer. Dennoch feierte er auch im Familienkreis. Nach der Vorstellung am 24. war er samt Weihnachtsbaum in seine Wohnung nach Berlin gereist, um dort seine Eltern aus Holland und seine Schwester aus Frankfurt zu begr&#252;&#223;en und mit ihnen zu feiern. Wobei bei der Bescherung &#252;blicherweise gew&#252;rfelt werde und der Sieger das n&#228;chste Geschenk austeilen d&#252;rfe. Es ist eine Zeremonie, die sich &#252;ber Stunden hinziehen k&#246;nne, wie Jan Kersjes erz&#228;hlte. Zur Tradition in der Familie des Schauspielers geh&#246;rt au&#223;erdem, dass sie am zweiten Weihnachtsfeiertag alle gemeinsam den Zoo besuchen und anschlie&#223;end gemeinsam chinesisch essen gehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gleichsam seine Weihnachtsg&#228;ste wusste Matthieu Svetchine bei "Sechse kommen durch die ganze Welt" am ersten Feiertag im Publikum. Nach der Vorstellung am Heiligabend trafen die beiden Freunde des Darstellers des starken "Keule" in Dessau ein, wo sie abends gemeinsam nach der Bescherung unter dem Tannenbaum ein mehrg&#228;ngiges Essen genossen. Da sie alle drei gro&#223;e Freunde des Spielens seien, w&#252;rden sie in seiner Freizeit so manche Stunde damit verbringen, verriet Matthieu Svetchine. Er hatte neben den beiden M&#228;rchenvorstellungen auch den "dritten" Feiertag beruflich zu tun. Am Sonntag standen f&#252;r ihn "Ges&#228;nge aus 1001 deutschen Nacht" auf dem Spielplan.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf "faule" Tage freute sich Lisa Kudoke, die als Prinzessin im M&#228;rchen auftrat. Sie verbrachte den Heiligabend und die Feiertage in Dessau. Gemeinsam mit ihrer Schwester, die aus M&#252;nster zu Besuch anreiste, plante sie neben den Auftritten am Heiligabend und am Nachmittag des ersten Feiertages "ein paar erholsame Tage". Die Schwestern hatten sich vorgenommen, gemeinsam zu kochen und es sich gem&#252;tlich zu machen. Wie es zu Weihnachten eben sein sollte.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 28 Dec 2009 09:49:02 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/214</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung,23.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;&#220;bermut weicht ernsteren T&#246;nen&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Gastspiel: Internationale Theaterproduktion beendet Deutschland-Tournee mit Vorstellungen im Alten Theater&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Auftakt ist noch immer pure Provokation. Wieder tritt Niels Bormann vor das Publikum und entschuldigt sich vorauseilend wie r&#252;ckwirkend - f&#252;r die unvollendete Arbeit und den seltsamen Humor, aber auch f&#252;r den Holocaust und die brennenden Asylbewerber-Heime. Dass das Marginale und das Monstr&#246;se nicht zusammenpassen wollen, aber sich doch aufeinander beziehen, ist an diesem Abend Programm: Denn die "Dritte Generation", die zum Abschluss ihrer von der Kulturstiftung des Bundes initiierten Deutschland-Tour an zwei Abenden im Alten Theater Dessau zu Gast ist, laboriert an den Schnittstellen zwischen eigener Gegenwart und ererbter Geschichte.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Aufbruch und Ankunft&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das war schon beim Festival "Theater der Welt" im Jahr 2008 in Halle so, als sich die deutschen, israelischen und pal&#228;stinensischen Schauspieler unter der Leitung der Regisseurin Yael Ronen erstmals zusammenfanden - und das ist jetzt, anderthalb Jahre sp&#228;ter, ganz anders. Wer noch den &#220;bermut vor Augen hat, mit dem sich das zehnk&#246;pfige Ensemble damals auf all die Tabus der unentrinnbaren historischen Verstrickungen st&#252;rzte, sieht sich heute mit ernsteren T&#246;nen konfrontiert. Denn zwischen dem Aufbruch und der Ankunft liegt ein Krieg, der vor einem Jahr - am 27. Dezember 2008 - begann und der von den israelischen Streitkr&#228;ften in zynischer Anlehnung an ein Chanukka-Kinderlied den Namen "Operation Gegossenes Blei" bekam.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das eigentliche Wunder der "Dritten Generation" ist es, dass sie an dieser Konfrontation der Juden mit den Pal&#228;stinensern nicht zerbrochen ist, nachdem sie zuvor bereits die Belastungsproben zwischen den deutschen und den israelischen Enkeln der Holocaust-Generation ausgehalten hat. Die Mitwirkenden sind vielmehr aus ihren fiktiven Rollen herausgetreten und haben die Masken fallen gelassen, um mit ihrer Person und mit ihrem Gesicht kenntlich zu werden. Dass sie dennoch radikale Haltungen einnehmen, die nicht unbedingt die eigenen sind, versteht sich in einer theatralen Situation von selbst. Der sch&#228;rfere Ton aber hat auch mit jener Selbsterkenntnis zu tun, die Ayelet Robinson stellvertretend f&#252;r alle formuliert - mit der privilegierten Situation eines K&#252;nstlers, der sich im deutschen Stadttheater vor den aktuellen Konflikten des Gaza-Streifens gesch&#252;tzt wei&#223; und sie sich dennoch anverwandelt, um den Stummen eine Stimme zu geben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Daf&#252;r geht die "Dritte Generation" dorthin, wo es weh tut - im allabendlichen Spiel wie in der Tournee-Planung, die auch im kommenden Jahr wieder nach Israel f&#252;hren soll. Die Geschichte jener Jugendlichen, die in einer Art Ged&#228;chtnis-Tourismus durch ehemalige deutsche Konzentrationslager geschickt werden, ist in ihrer Mischung aus verordneter Betroffenheit und naivem Selbstschutz so ersch&#252;tternd wie der Bericht jener pal&#228;stinensischen Frau, die ihren Sohn &#252;ber den Tod des Onkels hinwegtr&#246;sten will - und statt des zoologischen Gartens nur noch ein Tr&#252;mmerfeld nach einem Bombenangriff vorfindet.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Notwendiges Gespr&#228;ch&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Man braucht danach das Gespr&#228;ch, das die Inszenierung aufarbeitet - auch wenn es sich nur um die &#228;u&#223;eren Koordinaten des ungew&#246;hnlichen Projekts dreht. Die innere Bewegung nimmt jeder Zuschauer mit nach Hause - so wie die wunderbaren Darsteller, die auch ihre Gemeinschaft als "Work in Progress" in die Zukunft tragen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Fri, 25 Dec 2009 14:04:04 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/213</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung &#180;vom 21.12.2009Vorstellungs&#228;nderungDie&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung &#180;vom 21.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Vorstellungs&#228;nderung&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Die Vorstellung &#187;Lulu&#171; am 22.12.2009 um 19:30 Uhr f&#228;llt krankheitsbedingt aus, stattdessen wird das Weihnachtliche Konzert von der Anhaltischen Philharmonie unter der Leitung von Wolfgang Kluge gespielt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bereits gekaufte Karten behalten ihre G&#252;ltigkeit f&#252;r das Konzert oder k&#246;nnen nach Umtausch der Karte f&#252;r eine k&#252;nftige &#187;Lulu&#171;-Vorstellung verwendet werden. Letztgenannter Umtausch sollte bis Ende diesen Jahres erfolgen und kann auch per Post geschehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus Anlass des 250. Todestages von Georg Friedrich H&#228;ndel in diesem Jahr ist der erste Teil des Konzertes ganz dem Schaffen dieses Barockmeisters gewidmet. Zwischen den S&#228;tzen eines von H&#228;ndel selbst aus Oratoriench&#246;ren zusammengestellten doppelch&#246;rigen Orchesterkonzertes singt die Sopranistin Cornelia Marschall Arien aus den Oratorien &#8222;Der Messias&#8220; und &#8222;Salomo&#8220;. Im zweiten Teil dominiert in Werken von Franz Liszt und Otto Nicolai hingegen der romantische Orchesterklang. Die ber&#252;hmten Weihnachtslieder von Peter Cornelius erklingen in der Orchesterbearbeitung des ehemaligen Dessauer Hofkapellmeisters Franz Mikorey, gesungen von Cornelia Marschall. Schauspielerin Christel Ortmann liest weihnachtliche Texte.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Mon, 21 Dec 2009 15:35:44 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/212</link>
    </item>
    <item>
      <title>Christoph Funke, Neues Deutschland&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Christoph Funke, Neues Deutschland/ Feuilleton,  17.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;3 G&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Schaub&#252;hne Berlin&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ist das ernst gemeint? Ein Schauspieler kommt auf die leere, nur mit St&#252;hlen besetzte B&#252;hne, und entschuldigt sich. F&#252;r alles, was bald zu sehen sein wird und seiner Meinung nach nicht immer gelungen ist. F&#252;r Berichte, Erlebnisse, Ger&#252;chte, Beschuldigungen, die in den n&#228;chsten neunzig Minuten zur Sprache kommen. Der hochgewachsene Mime spricht deutsch, holt sich dann aber, nach seinem l&#228;ssig dahingeplauderten selbstironischen Monolog, eine kleine Schar Verb&#252;ndeter &#8211; israelische, pal&#228;stinensische und deutsche Spieler, gekleidet in schwarze Hosen und rote T-Shirts mit dem Aufdruck &#187;3 G&#171;. Nun purzeln die Sprachen durcheinander. Die Akteure behaupten ihre nationale Identit&#228;t, reden, streiten auf englisch, hebr&#228;isch, arabisch, deutsch. Geschichte wird hochgeholt, wie sie von V&#228;tern und Gro&#223;v&#228;tern gemacht und erlitten wurde. Und der Umgang mit dieser Geschichte in der Gegenwart.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Enkel, Vertreter der &#187;Dritten Generation&#171;, stellen sich den furchtbaren Belastungen im Verh&#228;ltnis der drei Nationen Deutschland, Israel, Pal&#228;stina, selbstsicher, w&#252;tend, anklagend &#8211; und heiter. Der Streit, nicht selten auf die Spitze getrieben, in Pr&#252;gelei und Slapstick m&#252;ndend, kippt vom Tragischen ins Alberne, und auch pornografische Bl&#246;deleien haben ihren Platz. Es ist ein Spiel &#8211; aber auch dieses Spiel stellt sich selbst immer wieder in Frage. Pathos geht nicht durch, jeder Bericht &#252;ber die Ausl&#246;schung der europ&#228;ischen Juden durch die Nazis, &#252;ber die Grausamkeit der Kriege zwischen Israelis und Pal&#228;stinensern, alles Nachdenken &#252;ber Schuld der T&#228;ter und Verhalten der Opfer steht eben auch nahe beim &#252;berlegenen Witz, bei einem Humor, der das Furchtbare deutlich macht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die zehn Spieler verlebendigen, schlicht und anschaulich, was sich an geistigen, ideologischen Barrieren zwischen V&#246;lkern aufbaut. Harmonie stellen sie nicht her. Das Niederrei&#223;en der Mauern, wo auch immer sie stehen m&#246;gen, gelingt nicht. Alle haben recht, ob Mann, ob Frau, ob noch sehr jung oder etwas &#228;lter, woher sie auch kommen, auf welche Weise sie sich zusammengefunden haben m&#246;gen. Und &#8211; keiner hat recht. Es gibt nicht die Wahrheit, die f&#252;r alle gilt. Fragen k&#246;nnen nicht aus der Welt geschafft werden, sie vervielfachen sich. Auch durch die entschiedene Abwehr von Vergleichen: &#187;Pal&#228;stinenser sind Pal&#228;stinenser. Deutschland ist Deutschland und der Holocaust ist der Holocaust. Der Holocaust ist ein einmaliges Ereignis in der Geschichte der Menschheit.&#171; Daran gibt es nichts zu r&#252;tteln. Und doch wollen sich die Spieler einen ihnen gem&#228;&#223;en Umgang mit Kernwahrheiten erstreiten, wollen ihr Verhalten messen an dem, was geschehen ist und noch immer, schon Brecht hat es formuliert, fruchtbar ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie improvisieren sind frisch und frech &#8211; die St&#252;hle, eine Puppe, ein paar Requisiten gen&#252;gen f&#252;r den atemverschlagenden Gang durch Zeiten und Kontinente. Die israelische Autorin und Regisseurin Yael Ronen vom Habimah National Theatre of Israel hat das St&#252;ck gemeinsam mit einem gro&#223;en Team und vielen Partnern entwickelt. Den Auftrag dazu gab das Festival &#187;Theater der Welt&#171; in Halle 2008, dort fanden auch die ersten umjubelten Auff&#252;hrungen statt. Weitere Arbeitsphasen folgten, jetzt ist die &#187;Dritte Generation&#171; an die Berliner Schaub&#252;hne als Koproduzent des Unternehmens zur&#252;ckgekehrt. Auff&#252;hrungen noch am 19. und 20. Dezember &#8211; man sollte sie sich nicht entgehen lassen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 17 Dec 2009 13:36:54 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/211</link>
    </item>
    <item>
      <title>Volkmar Draeger, ballettanz / Seite&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Volkmar Draeger, ballettanz / Seite 36 / Januar 2010&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Tomasz Kajdanski: &#171;Lulu&#187;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Dessau&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einen &#171;Regenbogen der Gef&#252;hle&#187; verspricht Tomasz Kajdanski mit seinem Deb&#252;t am Anhaltischen Theater. In Eisenach von Erfolg verw&#246;hnt, hat er sich hier nun &#171;Lulu&#187; nach Frank Wedekind ausgesucht. Der Neoklassik Gonzalo Galgueras und den spektakul&#228;ren Inszenierungen von Gregor Seyffert, seinen Vorg&#228;ngern, l&#228;sst er d&#252;ster dramatisches Tanztheater folgen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Sinn und Sinnlichkeit &#252;berschreibt er seine erste Saison. Und sinnlicher als Lulu geht&#8217;s kaum. Dorin Gal hat Dessaus B&#252;hnenweite nach hinten durch ein transparentes arenaartiges Halbrund mit Etagen und T&#252;ren begrenzt. Auf hellem Horizont fangen Projektionen die Tiefe des Raums auf. In zw&#246;lf Bilder zerlegt Kajdanski Lulu, ihren triebhaft ins Verderben st&#252;rzenden Sexus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tobender Tanz und starke Bildhaftigkeit kennzeichnen seine Handschrift, mit dramatischer Pr&#228;zision rei&#223;t Daniel Carlberg die Anhaltische Philharmonie hin, die szenisch erstaunlich passf&#228;hig meist sinfonische Musik der Wiener Schule und von Schostakowitsch, Korngold, Antheil bis Boulez und Rihm zu bew&#228;ltigen hat.
Als f&#252;nf Meter hohes Lustsymbol in liebesrotem Samt &#252;berragt dazu Lulu barbusig jene, die unten nach ihr hangeln, sie anbeten, auf die Knie fallen, unter ihren Rock schl&#252;pfen. Und sie umkreist der Reigen derer, die sie in den Untergang treiben: der d&#228;monische Schigolch als ihr Erzeuger und Lenker; Dr. Sch&#246;n, dessen Geliebte sie ist, und der sie freigebig an andere verleiht, an seinen Sohn Alwa und den K&#252;nstler Schwarz, die beide ihren Anspr&#252;chen nicht gen&#252;gen; da gibt&#8217;s den zupackenden Rodrigo, die lesbische Gr&#228;fin Geschwitz als Retterin in der Not und Jack the Ripper, dem sie sich todwund ausliefert.
Lulu empf&#228;ngt sie eingesperrt im Ger&#252;sttempel, r&#228;kelt, spreizt sich lasziv, erleidet in fliegenden Duos Zudringlichkeiten, sie sieht sich in Trios zwischen Verehrer geworfen, verf&#228;llt der Erotik des windig wendigen Dr. Sch&#246;n, verliert schlie&#223;lich Selbstachtung und Halt. Dass bei so viel emotionalem Aufruhr, dem auch mehrere M&#228;nner zum Opfer fallen und der Lulu in Notwehr zur M&#246;rderin ihrer eigentlichen Liebe macht, die choreografische Flamme dauerz&#252;ngelt, atemlos sprunggewaltiger Tanz bisweilen die Figurenzeichnung &#252;berwuchert, ist nicht zu &#252;bersehen. Den kraftzehrenden Tanzexplosionen stehen eindringliche Bilder gegen&#252;ber: Lulus ins Leere gehender Wutausbruch, weil die Gesellschaft sie missachtet; ihre Hingabe in der Anstalt, wo wie eine entz&#252;ndete Vulva zwischen wei&#223;em Stoff ein rotes Oval schwebt; ihr Solo beim Herrenabend auf einem Roulettetisch, als sei sie der Hauptgewinn.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Laura Costa Chaud im Titelpart, als Wesen nicht von dieser Welt und zumeist auf Spitze gestellt, Yun-Ju Chen als Gr&#228;fin, Juan Pablo Lastras als Dr. Sch&#246;n, Joe Monaghan als Schigolch, Ion Beitias als sch&#252;chterner Alwa leisten 90 Minuten lang t&#228;nzerdarstellerische Schwerstarbeit, die sich gelohnt hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wieder 30. Jan., 5. Feb., 21. M&#228;rz,10. April, 15. Mai
anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Wed, 16 Dec 2009 21:55:34 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/210</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 15.12.2009Treffpunkt&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 15.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Treffpunkt Ballett &#8211; Junge Choreographen stellen sich vor&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Zu einer weiteren Veranstaltung von &#8222;Treffpunkt Ballett&#8220; l&#228;dt das Anhaltische Theater am 16. Dezember um 19:30 Uhr in den Ballettsaal ein.
Diesmal werden Ensemble Mitglieder des Balletts, die f&#252;r &#8222;Hermes in der Stadt&#8220; selber als Choreographen t&#228;tig sind, Einblicke in den Entstehungsprozess dieser Tanztheater Produktion geben. Ballettdirektor Tomasz Kajdanki und sein Ensemble erm&#246;glichen einen Blick hinter die Kulissen und &#246;ffnen die Probe f&#252;r die Inszenierung &#8222;Hermes in der Stadt&#8220; bereits jetzt f&#252;r das Publikum.
&#187;Hermes in der Stadt&#171;, ein St&#252;ck des in Sachsen-Anhalt geborenen Autors Lothar Trolle, liest sich wie eine schonungslose Gro&#223;stadtsinfonie. Trolle verschr&#228;nkt in seinem St&#252;ck den Mythos von Hermes, dem &#187;Gott der Diebe  und H&#228;ndler&#171;, mit dem Mythos von Stadt als Gl&#252;cksversprechen und Projektionsfl&#228;che einerseits, Moloch und Utopiebrache andererseits. Eine n&#252;chterne Innenansicht des urbanen Raums, eine Anordnung von Brutalit&#228;t und Gewalttaten, die scheinbar ohne Anlass aus der Normalit&#228;t geboren sind.
Junge, internationale K&#252;nstler, alle neu im Dessauer Ballett-Ensemble, entwickeln als Choreographen ihre eigene Interpretation von Trolles Text.
&#187;Hermes in der Stadt&#171; ist eine Koproduktion zwischen dem Anhaltischen Theater und dem Bauhaus Dessau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets f&#252;r 3,- EURO sind ab sofort &#252;ber die Kasse erh&#228;ltlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Theaterkasse Rathaus-Center
Tel: 0340 2400 258 Montag bis Freitag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse
Nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 15 Dec 2009 14:20:11 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/209</link>
    </item>
    <item>
      <title>Thomas Altmann, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Thomas Altmann, Mitteldeutsche Zeitung/ Dessau-Ro&#223;lau, 14.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Der B&#252;hnenbaum im Sternenschatten&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Weihnachtliches Konzert im Theater zeigt in Vorfreude die virtuosen Lichter des Schulalltags&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;"Last uns hin&#252;bergehen nach Bethlehem". W&#228;hrend beschaulich in die Krippe geblickt wird, tanzen die Stimmen mit den Fl&#246;ten in die Himmel: "Gloria in excelsis Deo". Als das Vokal- und das Blockfl&#246;tenensemble das schlesische Weihnachtslied in Weihnachtsrot, Weihnachtswei&#223; und festlicher Eintracht anstimmten, da hatte das 44. "Weihnachtliche Konzert" der Musikschule Dessau-Ro&#223;lau im Anhaltischen Theater schon mit einer sicher musizierten Canzone von Giulio Mussi begonnen. Gem&#228;&#223; der Dramaturgie des Konzertes bekommen sogleich kleine St&#252;hle kurze Beine und auch die Instrumente sind l&#228;ngst nicht ausgewachsen. "Guten Abend, sch&#246;n' Abend" sagen die J&#252;ngsten. Die B&#246;gen marschieren entz&#252;ckend im Gleichschritt. Geige, Gitarre, Gesang, Bl&#228;ser und Akkordeon markieren den gro&#223;en Bogen am r&#252;hrseligen, spielerisch arbeitsreichen Beginnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann zeigt, beinah routiniert swingend, die Nachwuchs-Big Band, dass der Jugend-Big Band w&#252;rdige Nachkommen erwachsen sind. Schon greift das Nachwuchsorchester unter Leitung von Dagmar Fichtner ins gro&#223;e Welttheater mit einer Bearbeitung von Edvard Griegs Konzertschlagern zum nordischen Faust Peer Gynt. Die Farbpalette scheint angerichtet, in knappen Z&#252;gen wird stringent begonnen, Charakteristisches zu fassen. W&#228;hrend des Umbaus moderiert Musikdramaturg Ronald M&#252;ller. Diesmal k&#252;ndigt er zwei 15-j&#228;hrige Solistinnen an. Johanna Kopf (Klarinette) und Urte Alvermann (Klavier) spielen ganz vertraut, erz&#228;hlend durchatmend Allegretto grazioso aus der Sonate f-moll von Johannes Brahms.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Puer natus est" - das Vokalensemble greift sicher in die gehobene Weihnachtsliteratur und die Weihnachtslieder des Fagott-Trios (Josephine H&#228;cker, Tom Lucas Kranhold und Johannes Pein) klingen duftend nach warmem Kerzenschein. "Count Bubba" von Gordon Goodwin: Da &#246;ffnet sich der Vorhang. Die Big Band unter Leitung von Detlef Metzner spielt vor himmelblauer Wand, im Vorhimmel gewisserma&#223;en, so konzertant wie hemds&#228;rmlig, so geschliffen wie dynamisch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann stellen die Stars der Schule die Sternchen des weihnachtlichen B&#252;hnenb&#228;umchens in den Schatten. Johanna Distelkamp (Sopran) singt begnadet aus dem Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mannbar, erstaunlich reif, kraftvoll und rund singt Philipp Jekal (Bariton) Peter Cornelius. Begleiter Bastian Matthei sa&#223; schon vorher am Klavier, Pr&#233;lude c-moll von Rachmaninow, so gel&#228;ufig wie brillant, mehr als technokratische K&#252;hle.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit den Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate hat sich Anh Quan Dao (Violine) ein Bravourst&#252;ckchen auserw&#228;hlt. Aber er gl&#228;nzt nicht nur als Virtuose, sondern fl&#252;stert auch ohne zu munkeln, so leise, so zart, fiebrig, klar. Lehrer Thomas Benke begleitet auch den n&#228;chsten Sch&#252;ler. Johannes Wagner spielt atemberaubend Rondo. Allegro aus dem Fagottkonzert F-dur von Carl Maria von Weber. Da wird nichts verschwiegen, sondern alles ausgesprochen. Kom&#246;diantisch und musikalisch geht es weiter: Alexander Neumann, Ann-Kristin Lamprecht, Kristin Ullmann und Carsten Schaub lassen augenzwinkernd "Bill Bailey" durch die Saxophone wehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Ende und am Anfang des zweiten Konzertteiles spielt das Orchester unter Friedemann Neef. Zuerst Tr&#228;ume aus H&#228;ndels Oper "Ariodante". Besonders sch&#246;n gelingen, wenn man so sagen darf, die Alptr&#228;ume. "Galopp" und "Marktplatz" aus der Filmmusik "Die Bremse" von Dimitri Schostakowitsch gibt es zum Finale. Die amerikanische Romanvorlage &#252;ber einen heldenhaften italienischen Freiheitsk&#228;mpfer war Pflichtlekt&#252;re in der Sowjetunion. Das h&#246;rt man der Musik gar nicht mehr an, schmissige, musikantisch musizierte Dinger. Endlich wird noch "O du fr&#246;hliche" vor der Zeit gesungen. Aber einige singen nicht mit, als gelte es, die eine Tr&#228;ne der R&#252;hrung aufzusparen f&#252;r die Christnacht. Die gibt's gew&#246;hnlich am 24. Dezember. Dann beginnt, "o du selige", auch Weihnachten.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 15 Dec 2009 10:45:32 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/208</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Magdeburger Volksstimme&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Magdeburger Volksstimme, 15.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Regiedeb&#252;t f&#252;r David Ortmann in Dessau&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Problem-Chaos im &#8222;Kaspar H&#228;user Meer&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Schluss: Rotbem&#252;tzt, gem&#252;tlich auf dem Boden sitzend, eine leise Weihnachtsmelodie auf dem Lippen &#8211; ein trautes Miteinander!? Mitnichten. Anika (Eva Marianne Berger), Silvia (Susanne Hessel) und Barbara (Regula Steiner-Tomic) sind ewig gestresst, auch nicht gut zueinander. Die drei sind die handelnden Personen im Schauspiel &#8222;Kaspar H&#228;user Meer&#8220; von Felicia Zeller, das im Studio des Anhaltischen Theaters Dessau Premiere als Regiedeb&#252;t des 23-j&#228;hrigen David Ortmann Premiere hatte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anika, Silvia und Barbara sind Sozialarbeiterinnen in einem Jugendamt. Ihre Aufgabe: Sich k&#252;mmern um vernachl&#228;ssigte, verwahrloste und misshandelte Kinder. Und &#8211; Mitkollege Bj&#246;rn f&#228;llt gerade wegen Burnout-Syndroms aus. 104 zus&#228;tzliche F&#228;lle. Da wird alles noch prek&#228;rer, als es schon von Haus aus ist. David Ortmann verpasst zu Beginn zweien eine Ritterr&#252;stung. Zeichen f&#252;r das Amt als eine Institution, ein Bollwerk (Ausstattung Silvia Maradea)?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Zuschauer erlebt eher tragische, ja angstmachende Situationen der totalen &#220;berforderung. Dabei sind die drei andauernd in k&#246;rperlicher, oft logisch nicht nachvollziehbarer Bewegung. Und sie reden st&#228;ndig. Mit eigentlich faszinierendem Tempo &#8211; f&#252;r sich eine bewundernswerte schauspielerische Leistung. Aber sie reden mehr aneinander vorbei, oft &#252;ber andere, ohne L&#246;sungsans&#228;tze. Die Gedanken springen. Der Redefluss bekommt Br&#252;che, Halbs&#228;tze bleiben stehen. Die drei sind von den Problemen &#252;bermannt. Die dienstlichen vermischen sich mit den privaten. Erz&#228;hlt wird trotz oder gerade wegen des bitterb&#246;sen Themas mit viel hintergr&#252;ndigem Humor. Letztlich bleibt es aber dennoch ein Spiegelbild der sozialen Realit&#228;t. Die Premiere dieses sozialkritischen, h&#246;chst aktuellen St&#252;ckes wurde mit viel Beifall aufgenommen.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Tue, 15 Dec 2009 10:39:04 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/207</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 14.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Schauspiel&lt;/h2&gt;

&lt;h1&gt;Frische Ware beweist ihre Haltbarkeit&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;B&#252;hnen in Dessau und Magdeburg bieten gelungene Premieren&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r das deutsche Stadttheater ist der M&#252;lheimer Marktplatz eine Frischetheke: Die neuen Texte der Saison sind hier - meist in ihrer Urauff&#252;hrungs-Inszenierung - zu besichtigen, &#252;ber das Verfallsdatum wird oft erst sp&#228;ter entschieden. Zwei Z&#252;chtungen des Jahrgangs 2008 wurden am Wochenende auch in Sachsen-Anhalt pr&#228;sentiert - und haben den Haltbarkeits-Test mit Bravour bestanden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Verbale Wundert&#252;te&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Zun&#228;chst ist Felicia Zellers "Kaspar H&#228;user Meer" zu bestaunen, mit dem David Ortmann sein Regie-Deb&#252;t im Alten Theater Dessau gibt. Die Geschichte der Jugendamts-Mitarbeiterinnen, denen nach dem "Bj&#246;rn-Out" eines Kollegen ihr ohnehin fragiles Karteikartenhaus &#252;ber den K&#246;pfen zusammenbricht, ist eine verbale Wundert&#252;te: Die S&#228;tze umstrudeln und untersp&#252;len ihren Sinn, die permanente &#220;berforderung f&#228;llt sich selbst ins Wort und trotzt jeder Beschreibung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r diese Monologe, die nur selten und eher zuf&#228;llig in wirkliche Gespr&#228;che ausfransen, muss man Bilder und Haltungen finden, ohne den Alltag der Frauen zwischen Selbstbehauptung und -verleugnung platt zu illustrieren. Und dies gelingt dem Ensemble in Silvia Maradeas B&#252;hnenraum ausgesprochen gut. In dem steil ansteigenden Archivgebirge, dessen K&#228;sten sich zur Babyklappe und zum M&#252;llschlucker, zum B&#252;rostuhl und zur Kletterwand umfunktionieren lassen, wird die Routine als Scheitern im Ansatz gezeigt: Da werden die Noppen der Luftpolsterfolie zerdr&#252;ckt und Voodoo-Puppen aus dem Lametta des Aktenvernichters geflochten, da werden Seifenblasen produziert und Menschenketten aus Papier gespannt. Und am Horizont rotieren die Reihen der Registratur als Zauberw&#252;rfel oder fallen als Tetris-Steine aus dem Paragrafen-Himmel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist ein Mikrokosmos, der zwischen Kaffeemaschine und Raucherinsel eigenen Gesetzen folgt, w&#228;hrend sich drau&#223;en vor der T&#252;r die Schicksale von Kindern und Eltern in Vorg&#228;nge und Vermerke verwandeln. Wer hier mitleidet, hat schon verloren. Und wer sich abh&#228;rtet, gewinnt nichts.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Stakkato bekommen die Frauen Kontur: Da ist die junge Anika (Eva Marianne Berger), die im Kampf gegen fremdes Elend die eigene Tochter aus den Augen zu verlieren droht. Da ist die frappierend geschwind zwischen Einzelk&#228;mpfer-Euphorie und Dauer-Depression wechselnde Silvia (Susanne Hessel) - und die abgebr&#252;hte Barbara (Regula Steiner-Tomic), die ihre Position mit Selbstgewissheit und Terror gegen die J&#252;ngeren verteidigt. Vor den fragilen Kl&#228;ngen der B&#252;hnenmusik von Hans Rotman zeichnet die Regie diese Figuren mit kr&#228;ftigen Strichen, steckt sie in strahlende R&#252;stungen und gedeckte Alltags-Farben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Durch die physische Anstrengung des Sprechens und Spielens aber, durch die Frei&#252;bungen im K&#228;fig vermeidet sie falsche Gesten der Betroffenheit und Einf&#252;hlung, die den b&#246;sen Witz in Felicia Zellers Text &#252;bert&#252;nchen w&#252;rden. Ein umjubelter Abend!&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Kapitalismus spielt mit&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;W&#228;hrend Zeller im Untertitel von einer "wirklichen Kom&#246;die" spricht, w&#228;hlt Philipp L&#246;hle f&#252;r sein St&#252;ck "Genannt Gospodin" das Attribut "antikapitalistisch". Und auf der Studiob&#252;hne des Magdeburger Schauspielhauses verst&#228;rkt Matthias Huhn diese Tendenz: Sein Erz&#228;hler schneidet sich noch vor dem ersten Wort scheinbar die Zunge aus dem Mund, als wolle er dem Zuschauer die folgende Geschichte verweigern - und gibt sich unmittelbar danach als jener Kapitalismus zu erkennen, dem sich deren Held Gospodin entzieht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was folgt, ist eine Tour de Force in Zeitlupe: Der Aussteiger, der mit seinem Lama in der Fu&#223;g&#228;ngerzone eine perfekte Quelle f&#252;r Lebensunterhalt ohne Arbeit gefunden zu haben glaubt, wird von Greenpeace seiner Existenzgrundlage beraubt. Nach und nach holen sich gute falsche Freunde auch noch K&#252;hlschrank, Fernseher und Mikrowelle aus der Wohnung. Und als schlie&#223;lich ein Kneipen-Kumpel die Beute seines Raubzuges bei ihm deponiert, findet Gospodin den Ort seiner Freiheit - im Gef&#228;ngnis.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Huhn liefert mit seinem perfekten Darsteller-Quartett das Satyrspiel zu "Schuld und S&#252;hne", die Hausherr Jan Jochymski am gleichen Ort inszeniert hat: Auf schiefen Ebenen (B&#252;hne: Markus Karner) rutschen und stolpern Babette Slezak und Andreas Gugliemetti in wechselnden Rollen auf das selbst gew&#228;hlte Nullniveau des Verweigerers Gospodin (Sebastian Reck). Silvio Hildebrandt k&#228;mpft als Spielmacher und trauriger Clown in manischer Vergeblichkeit um das Interesse des Aussteigers, der ihn in seiner Existenz bedroht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das alles wird mit &#252;berm&#252;tigem Witz erz&#228;hlt und ironisch gebrochen. Auch hier ein Treffer, zwei St&#252;cke &#252;ber das gesellschaftliche Soll auf der Haben-Seite der Theater - was kann man mehr wollen?&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;N&#228;chste Vorstellungen: "Kaspar H&#228;user Meer" 14. und 18. Dezember; "Genannt Gospodin" 18. und 20. Dezember, jeweils 19.30 Uhr&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 13 Dec 2009 21:44:54 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/206</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 11.12.2009Kulturstiftung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 11.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Kulturstiftung des Bundes f&#246;rdert &#8222;Himmel auf Erden&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes hat auf seiner Sitzung
am 10. Dezember 2009 den Antrag des Wittenberg Kultur e. V. f&#252;r das
internationale Musik-Festival &#8222;Himmel auf Erden &#8211; Die Religionen der
Welt zu Gast in Luthers Wittenberg&#8220; bewilligt. Damit unterst&#252;tzt und
erm&#246;glicht die Kulturstiftung des Bundes den Auftakt f&#252;r dieses
Festival des geistlichen Gesangs in den Jahren 2011 und 2012 mit
jeweils 200 000 Euro.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Veranstaltungsreihe, die in Zusammenarbeit mit dem Anhaltischen Theater Dessau und unter der k&#252;nstlerischen Leitung von dessen Generalintendant Andr&#233; B&#252;cker sowie dessen Generalmusikdirektor Antony Hermus veranstaltet wird, soll im Rahmen
der Luther-Dekade j&#228;hrlich zun&#228;chst bis 2013 stattfinden und das Theaterprojekt &#8222;Weltzeit Wittenberg&#8220; flankieren. Sie widmet sich den sakralen Vokalwerken aller Religionen und Kulturen und will im Vorfeld des Reformations-Jubil&#228;ums so den Gesang als Ausdruck der Spiritualit&#228;t betonen. Neben zentralen Werken der christlichen
Tradition soll dabei auch die Musik aus buddhistischen und
islamischen, j&#252;dischen und anderen Kulturkreisen erklingen &#8211; ein
Zeichen religi&#246;ser Akzeptanz und kultureller Offenheit an der
Geburtsst&#228;tte des Protestantismus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wittenberg Kultur e. V. und das
Anhaltische Theater Dessau haben sich f&#252;r &#8222;Himmel auf Erden&#8220; mit
Kooperationspartnern wie den H&#228;ndel-Festspielen in Halle, dem
Kammerorchester Basel und der Lautten-Compagney Berlin
zusammengefunden, mit denen bereits erste Projekte fest verabredet sind. Neben konzertanten Auff&#252;hrungen wird es im Rahmen des Festivals auch szenische Versionen von gro&#223;en religi&#246;sen Werken geben. Das konkrete Programm des ersten Jahrgangs soll im Sommer 2010 vorgestellt werden, wenn in Wittenberg Andr&#233; B&#252;ckers Inszenierung von &#8222;Ein neues
Lied wir heben an&#8220; als erster Teil der &#8222;Weltzeit&#8220;-Trilogie Premiere
hat.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sun, 13 Dec 2009 14:42:50 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/205</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 10.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Szenen aus dem Alltag im B&#252;ro&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;David Ortmann bringt im Alten Theater &#171;Kaspar H&#228;user Meer&#187; zur Premiere&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Man muss nicht in einem Amt arbeiten, um gewisse Tage zu erleben. Der Papierstapel w&#228;chst, das Telefon nervt und der Chef auch. Das Fernsehen bildet dieses B&#252;roalltag-Klischee bestens in der "Stromberg"-Reihe ab, aber auch im Theater hat das Thema l&#228;ngst Einzug gehalten. So in "Kaspar H&#228;user Meer", einem St&#252;ck der Autorin Felicia Zeller, die darin einfach einen Mitarbeiter erkranken l&#228;sst - nat&#252;rlich hat er Burnout - und daraufhin seine drei Kolleginnen (Eva Marianne Berger, Regula Steiner-Tomic und Susanne Hessel) aus dem Jugendamt nah an den Wahnsinn und den Abgrund treibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Freitagabend hat "Kaspar H&#228;user Meer" im Studio des Alten Theaters Premiere. Regieassistent David Ortmann liefert mit der Inszenierung sein Regie-Deb&#252;t am Anhaltischen Theater ab, dort, wo f&#252;r den jungen Mann, Jahrgang 1986, als Kind alles begann. Denn mit sechs Jahren stand er schon einmal auf der B&#252;hne des Gro&#223;en Hauses, als Statist im M&#228;rchen "Dornr&#246;schen". Ihm zur Seite spielten die Eltern, beide damals wie heute Schauspieler im Ensemble der Dessauer B&#252;hne. Dass David Ortmann vom Theatervirus infiziert wurde, zeichnete sich fr&#252;h ab. Als Sch&#252;ler des Landesgymnasiums Schulpforta erlebte er in der dortigen Theatergruppe eine pr&#228;gende Zeit. "Bei sechs St&#252;cken habe ich dort Regie gef&#252;hrt", erz&#228;hlt er. Besonders am Herzen liegt ihm davon ". und tot bist du", f&#252;r das er den Publikumspreis des Landes Sachsen-Anhalt erhielt und sein Bundesland beim Schultheater der L&#228;nder in Pirmasens vertrat. Noch als Gymnasiast war er Praktikant der Produktion "kein.sch&#246;ner.land" von Andr&#233; B&#252;cker beim Schleef-Block I in Sangerhausen und folgte nach dem Abitur dem Regisseur an das Nordharzer St&#228;dtebund Theater, erst als Praktikant, dann innerhalb eines Freiwilligen Sozialen Jahres und sp&#228;ter als Regieassistent. Mit B&#252;ckers Wechsel als Generalintendant ans Anhaltische Theater kehrte David Ortmann nun in die Heimat zur&#252;ck.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;"Wieder hier zu sein, ist witzig. Ich kenne ja das Haus. Aber wie eine Heimkehr ist es dann doch nicht, daf&#252;r war ich einfach zu lange weg", findet er. Anf&#228;ngliche Bef&#252;rchtungen, mit den Eltern zusammen zu arbeiten, haben sich l&#228;ngst gelegt. "Das l&#228;uft alles ganz entspannt und professionell." Genauso wie die Proben f&#252;r "Kaspar H&#228;user Meer", f&#252;r die er - anders als bei bisherigen Arbeiten - komfortable sechs Wochen Zeit hatte. In diesen hat er eine Kom&#246;die heraus gearbeitet, die freilich einen Alltag thematisiert, der betroffen macht. "Die drei Frauen arbeiten sich aneinander ab bis zum Exzess." Ortmann l&#228;sst dies schnell geschehen, mit hohem Tempo, was auch Felicia Zellers Text entgegen kommt. "Dies geschieht in einem sehr schr&#228;gen B&#252;roraum, der seltsame Bl&#252;ten treibt", erkl&#228;rt Ortmann. Nur wenn die Szenen wechseln, wird er Ruhe hinein bringen. Daf&#252;r sorgen die B&#252;hnenmusik von Hans Rotmann und Videos von Ronny Traufeller. Der Intendant des Impuls-Festivals setzte gerne die Noten f&#252;r David Ortmann, der ihn in diesem Jahr in der Festival-Crew unterst&#252;tzte, und besucht nat&#252;rlich ebenso die Premiere wie etliche einstige Pfortenser.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sat, 12 Dec 2009 09:03:39 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/204</link>
    </item>
    <item>
      <title>Mitteldeutsche Zeitung, 10.12.2009GastspielTabus&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Mitteldeutsche Zeitung, 10.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Gastspiel&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Tabus werden gebrochen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die gefeierte Produktion &#171;Dritte Generation&#187; kommt nach Dessau&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Juni des vergangenen Jahres blieb dem Publikum in der Werft des neuen theaters Halle das Lachen im Halse stecken. Beim Festival "Theater der Welt" gastierte die junge israelische Regisseurin Yael Ronen mit der Inszenierung "Dritte Generation" in der Saalestadt und begeisterte das Publikum an mehreren Abenden mit ihrem besonderen Projekt. Mehr als ein Jahr sp&#228;ter, nachdem die Ronen weiter mit ihrem Team an der Inszenierung gearbeitet hat und es Vorstellungen an der Schaub&#252;hne Berlin, im Habima National Theatre of Israel (Tel Aviv) und bei der RuhrTriennale 2009 gab, kommt "Dritte Generation" nun nach Dessau. Am 21. und 22. Dezember wird das St&#252;ck um 19.30 Uhr im Studio des Alten Theaters zu sehen sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In ihrer international gefeierten Inszenierung, vor immer ausverkauften H&#228;usern, analysiert die Autorin und Regisseurin gemeinsam mit ihrem Team und einer Gruppe von jungen Schauspielern klug und provozierend alle Klischees, von denen das Verh&#228;ltnis zwischen Juden, Pal&#228;stinensern, Arabern und Deutschen durchsetzt ist. Die Beteiligten haben sehr unterschiedliche famili&#228;re Hintergr&#252;nde: Sie sind auf beiden Seiten des ehemals geteilten Deutschlands geboren, sind muslimische und christliche Pal&#228;stinenser, die mit israelischem Pass in Haifa leben oder sie stammen aus j&#252;dischen Familien unterschiedlicher Herkunft. Neben den gegenw&#228;rtigen Konflikten konzentriert sich die Auseinandersetzung auf die Jahre, in denen die Urspr&#252;nge f&#252;r heutiges Selbstverst&#228;ndnis liegen. Begriffe wie Erinnerung, Schuld, T&#228;ter und Opfer und ihre Bedeutung werden hinterfragt. Alle Tabus werden so rasant zu Kleinholz verarbeitet, dass der Zuschauer gleicherma&#223;en zwischen befreiendem Lachen und gro&#223;er Ersch&#252;tterung schwankt. Entstanden ist ein einzigartiger Theaterabend, der mutig Grenzen &#252;berschreitet, so intelligent wie unterhaltsam ist und wohl keinen Zuschauer unber&#252;hrt lassen wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dank der Kulturstiftung des Bundes, die dem Ensemble eine Tournee durch neun St&#228;dte erm&#246;glichte, ist diese wichtige Inszenierung nun auch in Dessau zu sehen, wo die Rundreise ihr Finale erlebt. Die Produktion wird in deutscher, arabischer, hebr&#228;ischer und englischer Sprache mit deutschen &#220;bertiteln gezeigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Anschluss an beide Vorstellungen wird es ein Zuschauergespr&#228;ch mit dem Ensemble geben. Moderiert wird das Gespr&#228;ch von den Redakteuren Andreas Montag und Andreas Hillger der Mitteldeutschen Zeitung, welche die St&#252;ckentwicklung unterst&#252;tzte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Anhaltische Theater bietet au&#223;erdem in Zusammenarbeit mit der Schaub&#252;hne Berlin am 22. Dezember, von 10.30 bis 15 Uhr einen Workshop zum Gastspiel "Dritte Generation" an. Auf der Grundlage von Interviews, die Teilnehmer vorab mit ihren Eltern und Gro&#223;eltern f&#252;hren, soll untersucht werden, in wie weit die eigene Familiengeschichte mit historischen Ereignissen verkn&#252;pft ist und unter welchen Gesichtspunkten diese dann interpretiert werden. Au&#223;erdem wird in erbarmungslosen Selbstversuchen nach allt&#228;glichen Rassismen im eigenen Denken und Sprachgebrauch geforscht. Der Workshop wird geleitet von Uta Plate, Theaterp&#228;dagogin der Schaub&#252;hne Berlin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Teilnehmer sollten zwischen 15 und 25 Jahre alt sein und in Vorbereitung des Workshops ein Interview mit ihren Eltern bzw. Gro&#223;eltern f&#252;hren. Am Abend besuchen die Teilnehmer gemeinsam das Gastspiel "Dritte Generation" und das sich anschlie&#223;ende Zuschauergespr&#228;ch im Alten Theater. Interessenten f&#252;r den Workshop k&#246;nnen sich noch bei Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorff (Telefon 0340 / 2 51 12 16 oder theaterpaedagogik@anhaltisches-theater.de) anmelden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Karten f&#252;r das Gastspiel f&#252;r "Dritte Generation" gibt in der Theaterkasse Rathaus-Center und unter der Nummer 0340 / 2 40 02 58.&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sat, 12 Dec 2009 09:01:01 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/203</link>
    </item>
    <item>
      <title>Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Ilka Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 12.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Auch Sinatra-Songs im Repertoire&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Operndirektor plaudert am Freitagabend mit dem S&#228;nger Pavel Shmulevich&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;"Noble Wucht" hat ihm die Kritik attestiert. Von einem "russischen Bass mit unendlicher Tiefe" war die Rede. "Der kraftvolle K&#246;nig Heinrich war bei Pavel Shmulevich in guten H&#228;nden", hei&#223;t es an anderer Stelle. Shmulevichs Auftritt in der ersten Operninszenierung des Anhaltischen Theaters dieser Spielzeit - Wagners Oper "Lohengrin", inszeniert von Andrea Moses - sorgte f&#252;r Aufmerksamkeit.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Sarastro in der Zauberfl&#246;te&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wie perfekt er sein Fach beherrscht, stellt Pavel Shmulevich als Gasts&#228;nger nun bald wieder im Dessauer Theater unter Beweis. In der kommenden Woche singt er in der Mozart-Oper "Die Zauberfl&#246;te" den Sarastro. Zuvor jedoch, schon am Freitagabend, wird der junge Russe die ganze Breite seiner stimmlichen M&#246;glichkeiten den Dessauern vorstellen. Im Foyer des Anhaltischen Theaters wird das Spektrum um 20 Uhr "Von Wagner bis Sinatra" reichen, wenn Shmulevich Gast beim S&#228;ngerportr&#228;t ist und die Fragen von Operndirektor Heribert Germeshausen beantwortet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dort wird es wohl erst einmal um St. Petersburg gehen, der Heimat des 1982 geborenen S&#228;ngers. Der Gesang, so erz&#228;hlt er, habe ihn schon sein Leben lang begleitet. In der Musikschule fing seine Profession mit f&#252;nf Jahren im Chor an. Seit er 13 ist nimmt Pavel Shmulevich Gesangsunterricht. Schon zu Beginn seines Studiums am St. Petersburger Rimsky-Korsakov-Konservatorium wurde Shmulevich in die Young Singers Academy des Mariinski Theaters aufgenommen. Seit einem Auftritt 2001 als Antonio in "Il viaggio a Reims" sang der Bass Titelrollen in verschiedenen Produktionen am Mariinski Theater und wirkte dort bislang in rund 60 Inszenierungen mit. Mit seinem Haus gastierte er unter Leitung von Valery Gergiev in Frankreich, Japan, den USA, Finnland und London. Neben seiner Arbeit in St. Petersburg gastiert Shmulevich sowohl an Opernh&#228;usern als auch bei Konzerten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis zu seinem Gast-Engagement in Dessau kannte der S&#228;nger Deutschland vor allem von Gesangswettbewerben. Beim Wettbewerb "Neue Stimmen" 2007 kam er in die Endauswahl. Bei einem Meisterkurs im Jahr darauf wurde die Dessauer B&#252;hne auf ihn aufmerksam. Inzwischen pendelt der junge Russe zwischen seiner Heimatstadt und Dessau, am Donnerstag kam er gerade von einem Auftritt in Frankreich wieder zur&#252;ck in die Muldestadt, wo am Montag die Wiederaufnahmeproben f&#252;r "Die Zauberfl&#246;te" beginnen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wunsch sind Wagner-Rollen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im kommenden Sommer wird Pavel Shmulevich mit seiner Familie Dessau als festen Wohnsitz nehmen, denn ab der kommenden Spielzeit geh&#246;rt er fest zum S&#228;ngerensemble des Anhaltischen Theaters. Nachdem er im "Lohengrin" erstmals Wagner auf der B&#252;hne sang, hofft der Bassist nun auf weitere Rollen in Opern des Komponisten. "Ich w&#252;rde gern alle Wagner-Rollen meines Faches singen", sagt er. In Dessau werde es k&#252;nftig so viel Wagner geben, um diesem Traum sehr nahe zu kommen. "Mit den Kollegen hier am Haus herrscht eine tolle Atmosph&#228;re", freut sich Shmulevich schon auf die weitere Zusammenarbeit. Dann wird man den S&#228;nger wohl &#246;fter von einer musikalischen Seite h&#246;ren, die er gleicherma&#223;en wie das klassische Repertoire sch&#228;tzt. "Ich liebe den Jazz und die Musik aus Hollywood." So singt er am Freitagabend denn auch Frank Sinatra, zuvor aber gibt er Kostproben seines K&#246;nnens mit Arien und Liedern von Mozart, Schubert, Tschaikowski und Bruckner.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;S&#228;ngerportr&#228;t mit Pavel Shmulevich, heute, 20 Uhr, im Foyer des Anhaltischen Theaters&lt;/h2&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Sat, 12 Dec 2009 08:56:19 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/202</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemittelung vom 30.11.2009Premiere&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemittelung vom 30.11.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Premiere &#8222;Kaspar H&#228;user Meer&#8220; &#8211; Schauspiel von Felicia Zeller&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Zu einer weiteren Premiere im Schauspiel l&#228;dt das Anhaltische Theater Dessau am 11. Dezember um 19:30 Uhr in das Studio des Alten Theaters ein.
Mit &#8222;Kaspar H&#228;user Meer&#8220; deb&#252;tiert der junge Regisseur David Ortmann am Anhaltischen Theater. Das St&#252;ck von Felicia Zeller wurde 2008 in Freiburg uraufgef&#252;hrt und ist eines der am meisten gespielten Werke der Gegenwartsdramatik. Die Autorin Felicia Zeller hat f&#252;r ihr preisgekr&#246;ntes St&#252;ck (Publikumspreis bei den M&#252;lheimer Theatertagen 2008) intensiv recherchiert; weniger in Sozial&#228;mtern und sozialen Brennpunkten als in Zeitungen, Paragraphen, Internetforen und ein Szenarium allgemeiner &#220;berforderung entworfen. Zeller zeigt das Nichthandeln und das Handeln im (nach einem krankgeschriebenen Kollegen bezeichneten) sogenannten "Bj&#246;rnout"-Zustand.
Bj&#246;rn, Jugendsozialarbeiter ist zusammengebrochen und hinterl&#228;sst ganze 104 F&#228;lle, die nun f&#252;r seine drei Kolleginnen vom Amt, Barbara, Silvia und Anika, zum tragikomischen Schicksal werden. Diese drei Sozialfrontk&#228;mpferinnen m&#252;ssen also noch schneller sein und werden dennoch zu sp&#228;t kommen. Ertrinkend im b&#252;rokratischen Sumpf machen die glorreichen Drei trotzdem weiter, denn sie lieben ihren Job. Bei all ihrem Tun sind sie zum Lachen komisch und zum Weinen r&#252;hrend &#8211; drei wundervoll schr&#228;ge Schiffe auf dem endlosen Meer der Jugendsozialarbeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Inszenierung: David Ortmann | B&#252;hne und Kost&#252;me: Silvia Maradea
Dramaturgie: Holger Kuhla, Maria Viktoria Linke
Mit Eva Marianne Berger (Anika), Regula Steiner-Tomi&#269; (Barbara), Susanne Hessel (Silvia)
Musik und Video sind auf das St&#252;ck abgestimmte Auftragskompositionen (Musik: Hans Rotman/ Intendant IMPULS Festival f&#252;r Neue Musik | Video: Ronny Traufeller)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;N&#228;chste Auff&#252;hrungen: 12., 14. und 18.12.09 - jeweils um 19:30 Uhr | 20.12.09, 18 Uhr
im Studio des Alten Theaters&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 10 Dec 2009 17:14:54 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/201</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 09.12.200918.&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 09.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;18.  Dessauer  Bassgeigenweihnacht &#8211; &#8222;B&#228;renstark&#8220;&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Am Dienstag, dem 15.12.2009, um 18.00 Uhr, findet in der Marienkirche die 18. Dessauer Bassgeigenweihnacht statt. Diese Veranstaltung der Musikschule Dessau &#8211; Ro&#223;lau gestalten ca. 15 Kontrabassisten aus Dessau und weitere Mitwirkende u.a. mit Violoncello und Fl&#246;te.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unter dem Motto &#8222;B&#228;renstark&#8220; wird die diesj&#228;hrige Weihnachtsgeschichte zu erleben sein. Musikalisch erz&#228;hlt wird sie von Sch&#252;lern der Grundschule am Akazienw&#228;ldchen.
Es erklingen Werke von Georg &#8211; Friedrich H&#228;ndel, Johann Matthias Sperger, Giovanni Bottesini und anderen Komponisten aus 5 Jahrhunderten. Mit Mazurka und ungarischem Tanz, als Tierorchester sowie im Ragtime stellen sich die nicht nur bassspielenden Mitwirkenden vor.
Bastian Matthai und Cornelius Tamm als Teilnehmer bei &#8222;Jugend musiziert&#8220; 2010 spielen erstmalig einen Ausschnitt ihres Wettbewerbsprogramms.
Nat&#252;rlich erklingen auch wieder bekannte weihnachtliche Melodien im Bassgeigenorchestersound.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach dem Konzert besteht die M&#246;glichkeit zum &#8222;Schnupperbass&#8220;, anfassen und probieren ausdr&#252;cklich erlaubt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es wirken mit: Sch&#252;ler der Musikschule Dessau-Ro&#223;lau, Mitglieder der Anhaltischen Philharmonie Dessau, die Sch&#252;ler der AG Kontrabass der Grundschule am Akazienw&#228;ldchen (ein Projekt des Landesverbandes der Musikschulen Sachsen-Anhalt) sowie G&#228;ste aus der Region.
Nat&#252;rlich werden auch wieder die kleinsten Kontrabassisten unseres Landes zu erleben sein.
Das Konzert beginnt um 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei.
Am Fl&#252;gel: Wolfgang Kind
Gesamtleitung: Ingo Burghausen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die 18. Dessauer Bassgeigenweihnacht ist eine Veranstaltung der Musikschule Dessau &#8211; Ro&#223;lau mit freundlicher Unterst&#252;tzung der Stadt Dessau und des Anhaltischen Theaters Dessau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere Informationen zur Bassgeigengala unter: www.bassgeigengala.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 10 Dec 2009 17:11:31 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/200</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 10.12.2009Theaterp&#228;dagogik&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 10.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Theaterp&#228;dagogik des Anhaltischen Theaters bietet zwei interessante WORKSHOPS im Dezember an&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;&#8222;Theaterwerkstatt: Die Zauberfl&#246;te&#8220;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Workshop f&#252;r Kinder ab 10 Jahren und erwachsene Begleitpersonen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt; &#8222;Die Zauberfl&#246;te&#8220; ist wieder da! Anl&#228;sslich der Wiederaufnahme der Oper von Wolfgang Amadeus Mozart bietet das Anhaltische Theater Dessau am 19. Dezember, von 14 bis 16 Uhr, auf der Probeb&#252;hne einen Workshop &#8222;Theaterwerkstatt: Die Zauberfl&#246;te&#8220; an.
Mit Unterst&#252;tzung der Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorff hei&#223;t es: Probeb&#252;hne frei! In nur zwei Stunden erspielen sich die Teilnehmer ihre eigene Version der &#8222;Zauberfl&#246;te&#8220;, schl&#252;pfen dabei in die unterschiedlichen Rollen und erproben Sprech- und Gehhaltungen, damit zum Abschluss des Nachmittags ein &#8222;Schnelldurchlauf&#8220; der Oper gespielt werden kann&#8211; nat&#252;rlich im Kost&#252;m! Der Workshop richtet sich an Kinder ab 10 Jahren und erwachsene Begleitpersonen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kinder erwachsene Verwandte oder Freunde zu dem Workshop mitbringen, wichtigste Voraussetzung ist die Lust zum Theater-Spielen! Anschlie&#223;end k&#246;nnen die Teilnehmer Johannes Felsensteins Inszenierung &#8222;Die Zauberfl&#246;te&#8220; im Gro&#223;en Haus erleben.
Die Kosten liegen bei 3,- &#8364; pro Teilnehmer, die bei Kauf einer Eintrittskarte f&#252;r die Vorstellung &#8222;Die Zauberfl&#246;te&#8220; verrechnet werden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;WORKSHOP zum Gastspiel &#8222;Dritte Generation&#8220;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Workshop f&#252;r Junge Erwachsene zwischen15 und 25 Jahren&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einen weiteren Workshop bietet die Theaterp&#228;dagogin des Anhaltischen Theaters in Zusammenarbeit mit der Schaub&#252;hne Berlin am 22. Dezember, von 10:30 bis 15 Uhr anl&#228;sslich des Gastspiels &#8222;Dritte Generation&#8220; an. Auf der Grundlage von Interviews, die die Teilnehmer vorab mit ihren Eltern und Gro&#223;eltern f&#252;hren, soll untersucht werden, in wie weit die eigene Familiengeschichte mit historischen Ereignissen verkn&#252;pft ist und unter welchen Gesichtspunkten diese dann interpretiert werden. Au&#223;erdem wird in erbarmungslosen Selbstversuchen nach allt&#228;glichem Rassismus im eigenen Denken und Sprachgebrauch geforscht. Der Workshop wird geleitet von Uta Plate, Theaterp&#228;dagogin der Schaub&#252;hne Berlin.
Am Abend besuchen die Teilnehmer gemeinsam das Gastspiel &#8222;Dritte Generation&#8220; und das sich anschlie&#223;ende Zuschauergespr&#228;ch im Alten Theater.
Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos, die Karte f&#252;r die Vorstellung kostet 7,- &#8364;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Interessenten k&#246;nnen sich bis zum 15.12.2009 bei der Theaterp&#228;dagogin Imme Heiligendorff f&#252;r diese Workshops anmelden. (Telefon 0340-2511216 oder theaterpaedagogik@anhaltisches-theater.de)&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 10 Dec 2009 17:07:58 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/199</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 10.12.2009Geschenkideen&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 10.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Geschenkideen rund ums Theater&lt;/h1&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 10 Dec 2009 17:05:56 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/198</link>
    </item>
    <item>
      <title>Pressemitteilung vom 10.12.2009Weihnachten&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Pressemitteilung vom 10.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Weihnachten und Jahreswechsel im Anhaltischen Theater&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r die gesamte Familie bietet das Anhaltische Theater am 1. Weihnachtsfeiertag, dem 25. Dezember um 16 Uhr das Grimmsche M&#228;rchen &#8222;Sechse kommen durch die Welt&#8220;. Dieses St&#252;ck &#252;ber die Freundschaft wird mit viel Witz und Komik erz&#228;hlt, so dass bei gro&#223;en und kleinen Besuchern wohl kein Auge trocken bleibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#8222;La P&#233;richole&#8220; eines der Hauptwerke Jacques Offenbachs voller Witz und &#252;berquellendem Melodienreichtum steht am 2. Weihnachtsfeiertag, dem 26. Dezember um 17 Uhr auf dem Spielplan. Gespielt wird eine neue deutsche Textfassung von Stefan A. Trossbach mit Dialogen von Peter Ensikat. Eine reisende Theatertruppe gastiert in der Stadt und pr&#228;sentiert die lustige, aber auch zu Herzen gehende Geschichte der Stra&#223;ens&#228;ngerin P&#233;richole und ihres Geliebten Piquillo.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am 27. Dezember, um 16 Uhr l&#228;dt das Theater zu einem Besuch der Inszenierung &#8222;Lohengrin&#8220; &#8211; Romantische Oper von Richard Wagner ein. Mit Wagners vermutlich popul&#228;rster Oper wurde im Musiktheater die 215. Spielzeit fulminant er&#246;ffnet und zieht seit dem G&#228;ste aus ganz Deutschland nach Dessau. Der zwischen Juni 1846 und M&#228;rz 1848 komponierte &#8222;Lohengrin&#8220; nimmt in Wagners Oeuvre in mehrer Hinsicht eine Schl&#252;sselstellung ein: Zum einen verwirklichte Wagner, der &#8222;vollkommenste Revolution&#228;r&#8220; nach eigenem Zeugnis, in ihm erstmals weitgehend sein Konzept eines durchkomponierten Musikdramas, zum anderen wollte er am avisierten Urauff&#252;hrungsort Dresden mit der Oper 1849 auch die Gesellschaft revolutionieren. Freuen Sie sich darauf, neben etablierten Publikumslieblingen wie Iordanka Derilova und Ulf Paulsen unsere neuen stimmgewaltigen Ensemblemitglieder kennenzulernen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach f&#252;nf Jahren Abstinenz erklingt im Anhaltischen Theater zum Jahreswechsel 2009/2010 wieder Beethovens IX. Sinfonie. Am Silvestertag finden die beiden Auff&#252;hrungen um 17 und um 20 Uhr statt. Unter der Leitung von GMD Antony Hermus spielt die Anhaltische Philharmonie. Es singen die Damen und Herren des Opern- und des Extrachores sowie Mitglieder des Coruso-Chores. Als Solisten wirken mit: Angelina Ruzzafante (Sopran), Carola G&#252;nther (Mezzosopran), Andrew Sritheran / Angus Wood (Tenor) und Ulf Paulsen (Bariton).&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tickets und Informationen erhalten Sie unter:
Theaterkasse Rathaus-Center Tel: 0340 2400 258 Montag bis Freitag 9:30 bis 20 Uhr
Theaterkasse - nur telefonisch  0340 2511 333 Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Mail: kasse@anhaltisches-theater.de&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 10 Dec 2009 17:04:04 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/197</link>
    </item>
    <item>
      <title>Alessandro Anghinoni, www.operamagazine.nl&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Alessandro Anghinoni, www.operamagazine.nl, 07.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Nederlanders vallen op in &#8216;gewone&#8217; Candide&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Dessau 7 december 2009 Geen reacties&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Na een bejubelde Lohengrin waren de verwachtingen rond de volgende premi&#232;re van het Anhaltisches Theater uit Dessau hooggespannen. De productie van Candide viel echter tegen. Niettemin waren de solisten, waaronder de Nederlandse bariton Wiard Witholt, goed.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Van mijn niet-Duitse vrienden heeft iedereen wel een idee wat Bauhaus is, maar slechts een paar weten waar Dessau ligt. Vaak halen ze de naam van de hoofdstad van het Bauhaus door de war met de naam van een concentratiekamp in Zuid-Duitsland.
Maar de stad heeft niet direct zulke gruwelijke herinneringen. Er is slechts &#233;&#233;n goed zichtbaar spoor van de Nazi-tijd: het enorme, buitensporige theater dat door Adolf Hitler in 1938 geopend werd en uitgerust is met Duitslands grootste roterende toneel.
Vandaag heet dit 1100 plaatsen tellende huis het Anhaltisches Theater en de nieuwe muzikale directeur is de Nederlandse workaholic Antony Hermus, die het seizoen op 4 oktober opende met een alom geprezen Lohengrin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zulke creatieve persoonlijkheden zijn welkom. Niet alleen bij culturele instituties, maar in de hele stad. Dessau probeert namelijk haar status als &#8216;kreisfreie Stadt&#8217; (een onafhankelijke stad, die zo&#8217;n 100.000 inwoners moet hebben) te behouden en wil daarvoor de populatieafname die sinds de hereniging van Duitsland aan de gang is in bedwang houden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In zo&#8217;n moeizame situatie kun je het programma van het operahuis zien als een oproep tot een revolutie: Lohengrin, Candide, Un ballo in Maschera, One touch of Venus en La muette de Portici zijn de grootste premi&#232;res die gepland staan in het Antony Hermus-tijdperk. Alle opera&#8217;s gaan in meer of mindere mate over rebellie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Lohengrin was een groot succes, op een paar wrijvingen met halsstarrige aanhangers van het traditionalisme na.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;De tweede premi&#232;re, Candide van Leonard Bernstein, is slechts ten dele een voortzetting van het gladde pad van de roem. We zagen de laatste versie van het stuk, gebaseerd op een tekst van Hugh Weeler, in een Duitse vertaling, met dialogen die herzien waren door de jonge regisseur Cordula D&#228;uper.
Hoewel ik een supporter ben van de jonge mensen die in het theater in Dessau werken, moet ik jammer genoeg zeggen dat D&#228;uper niet aan mijn verwachtingen kon voldoen. Niet dat de voorstelling het zien niet waard was, maar ik kon me gemakkelijk een veel verrassender, onderhoudender vertolking voorstellen. Dessau heeft meer nodig dan &#8216;gewone&#8217; producties om uit haar depressieve situatie te klimmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Maar net als Candide geef ik mijn optimisme niet zo makkelijk op en probeer ik de goede punten eruit te halen. Allereerst de vurige en nauwgezette directie van Daniel Carlberg, onder wiens leiding het orkest momenten van zo&#8217;n meeslepende intensiteit bereikte, dat het me moeite kostte om mijn zelfbeheersing te bewaren en niet op te staan en rond te gaan dansen. Al direct bij de ouverture!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Van de hoofdrollen wil ik David Ameln noemen, een knappe en ervaren buffo-tenor, die een zachte en lyrische Candide neerzette. Hij verpersoonlijkte de onschuld.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;De briljante Nederlands-Italiaanse Angelina Ruzzafante &#8211; een mooie coloratuursopraan met prachtig lyrisch potentieel &#8211; zong Cunegonde zonder zichtbare moeite met de hoge e&#8217;s in de showaria &#8216;Glitter and be gay&#8217;. Helaas werd die aria geregisseerd als een magere en niet-originele kopie van &#8216;Diamonds are a girl&#8217;s best friends&#8217;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;De spelbreker Maximilian was de veelbelovende Nederlandse bariton Wiard Witholt, die zijn kleine rol uitstekend zong, met een preciesie in zijn uitspraak en gemak in zijn zang waarmee hij alle anderen overtrof.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Voor mij blijft het onbegrijpelijk waarom de operazangers uitgerust werden met microfoons. De onnatuurlijke klank stond in onaangenaam contrast met de rijkheid van de muziek uit de orkestbak. Een microfoon was misschien nodig voor de grotendeels gesproken rollen van Voltaire en dr. Pangloss, maar moest de rest van de cast daar dan door verpest worden?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zoals ik al zei, heeft Dessau het grootste roterende toneel in Duitsland. Dus verwijt het me niet als ik zeg dat ik verwachtte dat er iets zou gaan gebeuren tijdens het laatste lied met koor, &#8216;Make our Garden Grow&#8217;. De klank was geweldig, maar het ijzeren gordijn was neergelaten en alles werd overgelaten aan de verbeelding van de toeschouwer. Een nogal minimalistische, koude, geenszins entertainende enscenering voor het slot van een show.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Niettemin, ik ben vol vertrouwen dat er meer over Dessau en zijn opera&#8217;s te vertellen zal zijn op basis van de volgende premi&#232;res.
Alessandro Anghinoni doet regelmatig verslag van interessante producties in Berlijn. Hij is Italiaans maar woont sinds 2000 in Berlijn. Hij is vertaler van beroep en schrijft regelmatig over opera. Voorheen voor bladen als Opernwelt, tegenwoordig op zijn blog Operello&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 10 Dec 2009 09:53:58 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/196</link>
    </item>
    <item>
      <title>Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Helmut Rohm, Zerbster Volksstimme, 08.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Cordula D&#228;uper bringt Bernsteins &#8222;Candide&#8220; auf die B&#252;hne des Anhaltischen Theaters Dessau&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Wenn die &#8222;beste aller Welten&#8220; auf die Wirklichkeit trifft&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Trist und grau verwehrt der sogenannte Eiserne Vorhang den Blick auf die B&#252;hne. Aus
dem Orchestergraben dagegen schallt temporeiche Musik, mit viel Blech, auch flie&#223;end sch&#246;nen Passagen. Diese Ouvert&#252;re von &#8222;Candide&#8220;, dem Musical von Leonhard Bernstein, ist sehr bekannt. Das Musical selbst dagegen ist recht selten auf der B&#252;hne zu erleben. Jetzt hatte es in der Inszenierung von Cordula D&#228;uper am Anhaltischen Theater Dessau Premiere.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach dem furiosen Auftakt durch die mitrei&#223;end aufspielende Anhaltische Philharmonie unter Leitung des 1. Kapellmeisters Daniel Carlberg tut sich eine weit in die Tiefe reichende B&#252;hne
mit oft nur skizzenhaft angedeuteten Requisiten auf. Eine ganz in Wei&#223; gekleidete gro&#223;e Menschengruppe (Chor unter der Leitung von Helmut Sonne) vermittelt ein &#8222;Sch&#246;n-Gut-
Sauber&#8220;-Gef&#252;hl. Idylle &#8222;von fr&#252;her&#8220; steuert ein gro&#223;es Mosaikbild bei (B&#252;hne: Jochen
Schmitt, Kost&#252;me: Mareile Krettek). Gerade eben um und &#252;ber diese &#8222;beste aller m&#246;glichen
Welten&#8220; geht es. Literarische Grundlage ist der Voltaire-Roman &#8222;Candide oder der Optimismus&#8220;, in dem sich der Autor mit der Leibniz- These von &#8222;der besten aller
m&#246;glichen Welten&#8220; auseinandersetzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Geschichte: Auf einem westf&#228;lischen Schloss Thunderten- Tronck werden die halbw&#252;chsigen Kinder des Barons, Maximilian und Cunegunde, sowie Candide, ein unehelich geborener Neffe der beiden, und das Dienstm&#228;dchen Paquette vom Lehrer Pangloss erzogen. Abgeschirmt von der Realit&#228;t, in der &#8222;besten aller Welten&#8220;. Wegen eines innerfamili&#228;ren Vorfalls wird der &#8222;Bastard&#8220; Candide aus dem Schloss gejagt &#8211; und muss die reale schonungslose Vielfalt schrecklicher Erfahrungen durchleben.
Cordula D&#228;uper hat sich dem schwierigen Unterfangen erfolgreich gestellt, den Zuschauer auf die handlungs-, handlungsort- und personalreiche Irrfahrt des Candide durch ganz Europa, hin bis in die &#8222;Neue Welt&#8220;, mitzunehmen. Ihr Angebot: Eine Spielanordnung als Experiment, spannend und flott unterhaltend gestaltet. Zentrale Frage: Wie lange wird der
Candide&#8216;sche Optimismus Bestand haben? Eine von der Regisseurin geschaffene &#8222;allwissende Figur&#8220; (ungemein variabel Stephan Lohse) wandelt zwischen Personen und Zeiten, ist Voltaire, Lehrer Pangloss, Mulatte Cacambo, auch Martin.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Mitdenken und Nachdenken&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dem Zuschauer, von dem viel Konzentration, Mit- und am besten auch Nachdenken abverlangt wird, hilft er, dem Geschehen, oft auch nur in ganz kurz erw&#228;hnten Episoden, stringent folgen zu k&#246;nnen. Ein wenig Toleranz beim Publikum nat&#252;rlich vorausgesetzt. Die Erz&#228;hlweise von Cordula D&#228;uper reflektiert die menschliche Gef&#252;hlspalette trefflich: dubios verwirrend, persiflierend, derb direkt, verletzend zynisch, satirisch, auch hintergr&#252;ndig humorvoll, ebenso emotional nahegehend. Auffallend, ohne vordergr&#252;ndig hervorgehoben
zu werden, sind die vielen Parallelen im menschlichen Handlungsmuster von &#8222;fr&#252;her und heute&#8220;. All diese Wahrheiten und Andeutungen, das aktionsreiche Spiel, die tolle Musik, verdankt das Publikum dem rundum engagierten Ensemble.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Herausragend sind die Protagonisten.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Faszinierend mit Stimme, Spiel und einem wahren &#8222;Koloraturen-Gewitter&#8220; Angelina Ruzzafante als Cunegunde. David Ameln war der immer gescholtene, doch liebenswerte,
ewig suchende Candide. Renate Dasch &#252;berzeugte als souver&#228;n mond&#228;ne Old Lady.
Ob das abschlie&#223;ende Sich- Wiederfinden aller Figuren, das Haus bauen und warten, &#8222;bis unser Garten bl&#252;ht&#8220;, die nun &#8222;beste aller Welten&#8220; ist, bleibt offen. Diese Frage kann sich
wohl nur jeder Zuschauer selbst beantworten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die n&#228;chsten Auff&#252;hrungen sind am 10. Dezember um 16 Uhr und 20. Dezember um 17.30 Uhr zu erleben.&lt;/p&gt;
</description>
      <author>Frank Orbons, presse@anhaltisches-theater.de</author>
      <pubDate>Thu, 10 Dec 2009 09:24:52 +0000</pubDate>
      <link>http://lockbuch-dessau.de/195</link>
    </item>
    <item>
      <title>Andreas Hillger, Mitteldeutsche&#8230;</title>
      <description>&lt;p&gt;Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 01.12.2009&lt;/p&gt;

&lt;h1&gt;Strippenzieher tritt ins Licht&lt;/h1&gt;

&lt;h2&gt;Gerald Fiedler erregt mit seinem Solo &#8222;Der letzte Einruf!!!&#8220; Kult-Verdacht.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Gegen Dynastien kann man nichts ausrichten - vor allem dann, wenn sie seit Generationen im Untergrund wirken und ihre &#246;ffentlichen Interessen von Strohm&#228;nnern wahrnehmen lassen. Die Poltes zum Beispiel: Seit acht Generationen ziehen sie hinter den Kulissen des Dessauer Theaters buchst&#228;blich die F&#228;den, ihr mehr oder minder segensreiches Wirken aber f&#228;llt auf andere zur&#252;ck. Dabei ist es jenen Inspizienten, die seit 1794 auf den Vornamen Leo h&#246;ren, nat&#252;rlich keinesfalls egal, wer unter ihnen Intendant ist. Schon Gr&#252;ndervater Bossahn war ein Prinzipal von Poltes Gnaden. Und seither ...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gerald Fiedlers neues Solo-Projekt &#8222;Der letzte Einruf!!!&#8220; basiert auf einer verf&#252;hrerischen Idee. Denn tats&#228;chlich ist das Inspizientenpult ja eine Schnittstelle, an dem &#252;ber Wohl und Wehe eines Theaterabends entschieden wird. Eine falsche Lichtstimmung oder ein vorzeitig gezogener Vorhang, der nach einer vergessenen Ansage verpatzte Auftritt oder die falsche
Ton-Einspielung - es gibt zahllose M&#246;glichkeiten, mit denen ein Inspizient das fragile B&#252;hnenkunstwerk zerst&#246;ren kann. Dass ihm dennoch nie der verdiente Applaus zuteil wird, ist Teil der Verabredung - und sorgt nun daf&#252;r, dass Leo Polte VIII. endlich in das Licht der Scheinwerfer tritt. Schlie&#223;lich haben sich alle seine Vorfahren das Leben genommen - oft aus Protest!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fiedler pr&#228;sentiert einen Abend, der ihm auf den Leib geschneidert ist - mit dem geh&#246;rigen Pathos des W&#252;rdentr&#228;gers, der das goldgepr&#228;gte Samtalbum mit der Familiengeschichte
im geheimen Pultfach verwahrt und den ganzen Apparat mit zwei Hebeln zum Laufen bringt. Und mit dem &#220;bermut des Kom&#246;dianten, der sich seiner Wirkung wohl bewusst ist und deshalb auch schr&#228;ge Gesangst&#246;ne souver&#228;n 